Wie vermittelt man Unvermittelbares

  • Ich gebe zu, ein etwas seltsam anmutender Titel.

    In einem anderem Thema wurde geschrieben das viel junge Abiturienten Krieg für toll, für eine Art Spiel halten. In dem Thema war es mehr scherzg aufzufassen, dummerweise ist es aber in der Realität eine Vorstellung die in vielen Köpfen herumspukt.

    Wie soll man ihnen vermitteln das dem nicht so ist ?
    Man könnte jetzt sagen "FIlme zeigen, Zeitzeugen hören" ; blos nutzt das wirklich etwas um tief im Inneren die Erkenntnis zu setzen das Kriege eine der furchtbarsten Dinge überhhaupt sind ?

    Ich habe meine Zweifel.

    Geht man mit Leuten nach Sachsenhausen, dem KZ in der Nähe Oranienburgs, oder Flossenbürg , ebenfalls ein KZ wo noch sehr viel erhalten ist, sie glauben es trotzdem nicht. Sie glauben es nicht einmal wenn sie vor einem mannshohen Berg von menschlicher Asche stehen der neben dem noch erhaltenem Krematorium aufgehäuft wurde.

    Wie soll man also solche Schrecken so vermitteln, das sie auch im Inneren verstanden werden.

  • Puh, da hast du eine schwere Frage in den Raum gestellt!

    Ich glaube das vielen jungen Leuten der Bezug zum Dritten Reich, den zweiten Weltkrieg und seinen Folgen fehlt. Für sie ist es nicht (mehr) greifbar, für sie ist es wohl "aus Land vor unserer Zeit".

    Vielleicht haben Bilder vom hungernden und unterernährten Kindern - Hunger und Elend in Folge von (Bürger)Kriegen eine bewegendere Wirkung auf sie.

    Die meisten Kinder wachsen heute sehr behütet auf und werden mit vielem nicht mehr konfrontiert. Dies beinhaltet auch den Tod, ich meine hier den Tod in der Famile. Ich kenne viele, die mit mitte 20 das erste mal auf einer Beerdingung waren, geschweige denn das sie jemals einen Toten gesehen haben.

    ....viele haben aber auch einfach eine dicke Fresse! Nimm sie mal Nachts mit zum Angeln an einen abgelegenen See. Da wurden schon manche ganz klein...



  • Ich glaube eher, das wir zu wenige gute Erzähler haben die das Grauen wirklich lebhaft in die Köpfe pflanzen können. Wir haben zu wenig Leute die es entweder selber miterlebt haben oder bereit sind mal das auszusprechen was mit ihren Leuten passiert ist.

    Als ich klein war, fernshen, ja so ein Dingsda gab es. Wurde aber nur selten angestellt. Dafür wurde viel erzählt und gelebt. Man hatte noch schärefe Sinne für das "Rundherum"

    Man konnte besser zuhören.

    Mal ein kleines Beispiel.

    Mein Urgroßvater war wie es sich gehört, preusischer Offizier. Sehr schön, sehr ehrenwert...

    Was kam denn raus ?

    Ich kenne meine Urgroßvater nur als einen Baum von einem Mann den nichts erschüttern konnte in der Seele . Einäugig, auf Krücken.

    Woher das alles kam ?

    Das war das Lob des WW I !

    Dort ist er mehrmals zusammengeschossen worden, die eiserne Kreuze und der andere Kram lagen ewig in einer Schatulle herum.
    Man fragt warum ?
    Es war Befehl ! Halten sie das Chateau ! Es wurde gehalten bis es nur noch ein Haufen Kiesel war, in dem der Rest probierte Deckung zu finden..

    Verdun...

    Ich bin mir nicht sicher ob es das zweite oder dritte Mal war das Urgroßvater zsammengeschossen wurde, in dieser ach so wichitgen Schlacht die keiner Seite auch nur einen Jota brachte !

    Er erhohlte sich aber wieder und wieder an die Front, bis zum Ende.

    Dieser Berg von einem Kerl kam wieder aus dem Krieg, so wurde überliefert und bei jedem Geräusch was kroch er hinter einen Kachelofen und schrie "Volle Deckung"

    Irgndwie kann man das verstehen, wenn man sieht das von seinem Regiment nur drei Leute zurückkamen.

    Ja das Regiment kam sauber zurück, wohl geordnet, so wie sie ausgezogen waren....Das ist kein Witz. Die Truppen zogen wirklich wieder in Ordnung in Berlin ein, jedenfalls das was davon übrig war.

    Was fehlte, das waren die Blumensträuße im Lauf die beim Abmarsch vorhanden waren.

    Ichhabe erzählt das Urgroßvater ein sehr starker Mensch war, er war auch sehr liebevoll und verständnissvoll.

    Wenn ich aber mit der Kiste mit den Orden spielen wollte " Las den Dreck liegen!" da wurde er böse.

    Warum ?
    In diesem Krieg lag eben keine Ehre wofür das Abzeichen sein sollten. In keinem Krieg liegt wirklich Ehre.


    Das war noch eine der sehr harmlosen Geschichten in sehr verträglicher Form.

    Wenn ich jetzt von unserem Treck erzäheln würde aus Ostpreussen, von Dresden, Stalingrad...HIer lesen auch Kinder mit, daher unterlasse ich solche Schilderungen.


    So seltsam es sich auch anhören mag, ich glaube ein guter Erzähler ist teiweise der Schlüssel um in das Bewußtsein des Zuhöreres einzudringen, ihn das miterleben zu lassen was erzählt wird.

    Durch das MIterleben wird aber das Grauen bewußt.

  • Erzählungen von der Flucht aus Schlesien kenne ich auch, ich habe auch Freunde die aus Vietman geflohen sind und dort den Krieg erlebt haben,

  • Von der Vergangenheit zu berichten ist das eine, was genasuo wichtig ist mal klar zu stellen wie "schön" es ist getroffen zu werden. Das muß nicht unbedingt die Kugel im Krieg sein, die Splittergrante, es reicht auch volkommen aus das nette Gefühl zu beschreiben wenn sich ein nettes Messer in den Oberschenkel bohrt z.B, bei so einem Straßenhändel.

    Oder das "feeling" wirklich mal auf eine scharfe Blankwaffe zu starren die eben nicht zur Deko da ist. Ich hatte das im Duellthread angesprochen.

    Wenn man dann noch anfügt das man danach eben nicht der Held ist, sondern nur als Depp da steht...

    ...............und jeder kann getroffen werden und damit ist jeder ein Depp.

    Das genau passiert aber im Krieg

  • Mein Opa hat mich als ich noch ein Dotz war (weit unter 10 Jahren) auf seinen Schoß genommen und mir einmal erklärt, dass das was mit den Juden im 3. Reich passiert ist, so grausam war, dass sich das niemals wiederholen dürfte. Ich kann mich noch genau daran erinnern, weil wir beide alleine in der Küche saßen und er mir nicht die Details sagen konnte. Ich weiß auch nicht mehr den Auslöser. Aber ich weiß, dass der Mann sein Jurastudium unter den Nazis absolvierte.


    Am Stalingrad zog er es vor in die Kirche zu gehen, was ihm untersagt war. So wie ich das verstanden habe, ist er dafür bestraft worden und seine Leute sind dann in den Krieg ohne ihn gezogen, weil sie dachten, dass sie das mal eben kurz gewinnen. Das Ganze wurde von ihm dann als göttliche Fügung verstanden, weil es keine Überlebenden gab, außer denjenigen, die halt zurück geblieben waren.


    Ihm Gelang wohl irgendwie über Schlesien zurück bis nach Aachen die Flucht, wo er später auch als Richter aktiv war. Ich schätze mal, dass er Zeit seines Lebens damit zu knacken hatte zwei Weltkriege miterlebt zu haben und einmal davon sozusagen, die Gerechtigkeit vollkommen falsch indoktriniert bekam.


    Quintessenz war jedenfalls, dass er mir sehr eindringlich gesagt hat, dass sich so etwas niemals wiederholen dürfe. Und auch dass ich niemals glauben dürfe, dass es Menschen geben kann, die andere zurecht töten.


    Hat gefruchtet.


    ;)

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  • Das zeigt doch eigentlich nur Eines : Es geht über gute Erzählungen.

    Wieso geht das heute nicht mehr ?

  • Wir haben doch den Quotentürken Serdar Somuncu :D Der hat doch aus Hitlers Meinkampf vorgelesen und den Leuten vor Augen geführt, wie schlecht das Textverständnis zur damaligen Zeit war, da Hitler ja nun wirklich VIELES angekündigt hatte. Ich denke der hat eine ganz hervorragende Arbeit geleistet.


    Sorgen mache ich mir, wenn ich sehe, was die Lehrer heute verzapfen. Das war ja schon zu meiner Zeit nicht lustig. Wir hatten einen Relilehrer, der hat immer nur Mandalas malen lassen, am Ende des Jahres bekamen die Mädels 2en und die Jungs 3en... ganz logisch. Anstatt mal zu Hinterfragen welche Rolle die Christen im dritten Reich gespielt haben... ab der 9. Klasse wäre sowas dochmal sehr sinnoll gewesen.


    Meine Mo, die ist ja übrigens Geschichtslehrerin ich armer Hase ich. Von der habe ich natürlich viel mitbekommen. Ich weiß noch, wie ich im Geschichtsunterricht saß und von meiner Lehrerin verständnislos angeguckt wurde, als ich da folgenden Satz sagte: "Die Nazis haben sich nicht für rechtsextrem gehalten, die dachten sie wären links, weil sie sich für sozial hielten." <- Zugegeben! Kindisch blauäugig formuliert... Aber falsch ist es eben nicht!


    Die Nazis hielten sich für Sozialisten die eine eigene Form vom Sozialismus kreierten. Naja, das hört die heutige Linke nicht gerne. Wer das mal durchdenkt, dem wird gruselig.


    Kürzen wirs ab. Ob rechte oder linke Nazis: Die heutigen stehen alle ganz rechts im Spektrum. Und können meistens keinen Satz geradeaus phormhulieren... Wir brauchen eine gesunde Schulbildung, haben aber Lehrermangel. Hauptsache die Diäten werden erhöht.




    FG

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  • In dem Thema war es mehr scherzg aufzufassen, dummerweise ist es aber in der Realität eine Vorstellung die in vielen Köpfen herumspukt.


    In Zeiten von Drohgnenangriffen ist das doch auch (zumindest in Teilen) Realität. Die Steuerung einer Drohne funktioniert wie im Videospiel.

  • Das zeigt doch eigentlich nur Eines : Es geht über gute Erzählungen.

    Wieso geht das heute nicht mehr ?

    Du sagts doch selbst, das du nichts erzählst weil jemand (Kinder) zuhört.

  • Abgesehen davon das man doch bitteschön alless einem Alter gerecht machen sollte, Erzählen geht über die Tastatur nur sehr schlecht. Man kann da kaum eine Geschichte wirklich zum Leben erwecken. Das geht nur in personam. Der Trick ist es doch den Zuhörer in diese Welt mitzunehmen, sein Kopfkino n unserem Fall in ein blutiges Schlachtfeld zu verwandeln bis ihm wirklich real schlecht wird.

    Und glaube mir, das geht !

    Ich kann mich noch sehr gut erinnern wo ich Flossenbürg besucht habe. Eigentlich wollte ich da nur etwas ausspannen, bin dann aber über das KZ gestolpert. Also rein, so schlimm wird es wohl nicht werden.l Falsch, es wurde einer der übelsten Alpträume überhaupt. Der Führer konnte nämlich erzählen, dazu die ganzen noch vorhanden Dinge,es begann alles wieder zu leben.

    Einige Leute haben sich wirklich übergeben, ich selber habe erstmal, trotz meinr Quaseleritis drei Tage keinen Ton mehr gesagt. Ich glaube ich mußte erstmal in meinem Hirn das unvorstelbare Grauen aufräumen.

    Was ich aber auch nicht vergesen werde . Die jungen Leute die da standen und das Ganze für eine Horrorshow hielten, für fake wie man heute sagen würde.

  • Deswegen brauchste auch nicht auf junge Leute Rücksicht zu nehmen. Dank Film und Fernsehen sind Splatter und Gore allgegenwärtig. Waren sie früher in den Märchen übrigens auch.

  • Vielleicht ist das das Problem, die Leute halten es eh halt alles nur für normale Phantasie. Blos wie bekommt man vermittelt das es eben keine ist, das ees wirklich einen "Freddy Krüger" gab der Lampenschirme aus Menschenhaut in seinem Büro stehen hatte, einen Wirbelknochen als Aschenbecher...

    Wie soll man auf der Tastatur den Geruch der verbrennenden Menschen wieder geben die teilweise noch lebendig in die Krematorienöfen geschoben wurden, wie die Schreie.

    Wie soll man schriftlich wiedergeben was die Gefangen fühlten die gewzungen wurden ihren Leidensgenossen das an zu tun ?

    Wie willst du die Atmosphäre beschreiben in Schriftform wenn man beginnt die Asche auf einen Berg zu schaufeln da man nicht mehr weis wohin damit, oder was macht man mit dem Berg aus Schuhen...


    Eine gute Erzählung in Natur bewirkt das man eben all das wahrnimmt sofern man nicht komplett abgestumpft ist.

  • Als ich im Rahmen meiner Ausbildung in einem Altenheim arbeiten musste, habe ich einen über 80 Jährigen fitten aber Blinden Mann kennengelernt. Der konnte sehr lebhaft und bebildert erzählen.


    Der hat Kriegserlebnisse geschildert, wie sie an der Flak standen und (angeblich) den anfliegenden Amerikaner als Schwarzen erkannt hatten, und sich sehr freuten, als sie den endlich abgeschossen hatten. Für sie war das eine Art doppelter Triumph.


    Der hat auch geschildert, dass es in Recklinghausen (meine Nachbarstadt) zur späterer Zeit unter den Nazis normal war Exempel zu statuieren. Da wurde ein geistig behinderter Schul-Hausmeister am Laternenmast aufgehangen und soll da tagelang gehangen haben. Das hat mir schon gereicht. Das war beides glaubwürdig geschildert. Man merkt schon, wie auf diesem Kapitel ein Deckmantel des Schweigens gelegt wird. Sowas erzählen sich die Leute einfach nicht gerne.


    Später als Ausgelernter:

    Ein anderer noch halbwegs fitter Herr hatte noch Granatensplitter im Oberkörper. Der hatte sich für den Krieg schon richtig aufgeopfert. Seine Gedankenwelt war immer noch geprägt von "Menschen die weniger wert sind".


    Und wieder einer, der hatte schwer Parkinson, der hat alles immer irgendwie versucht mit Humor zu überspielen. Der war aber schwerst geschädigt durch die Gehirnwäsche der Nazis. Der hat pausenlos bei der Grundpflege, während ich ihn gewaschen habe, alte Marschlieder der Nazis gesungen. Dabei hat er versucht die Krankheit durch rhytmische Einlagen zu überspielen. Das heißt im Klartext: Der hat quasi dabei getanzt. Ein sehr besonderer Anblick... Aus seiner Akte konnte ich später herauslesen, dass das Singen mit einer exogenen Psychose zusammenhing. Der war also buchstäblich von der Gehirnwäsche verrückt gemacht worden.


    Einen hab' ich noch: Auch ein fitter über 80 Jähriger. Der berichtete, wie freudenvoll und voller Unternehmenslust die jungen Leute der HJ in den Krieg gezogen sind. Da hatte keiner verstanden, was Krieg wirklich ist. Man hat das alles spielerisch und mit tollem Gesang verbunden. Alles wurde irgendwie heroisiert. Als er dann zu Fuß von Polen bis Bochum zurück kam, wurde ihm erstmal klar, was passiert war, als er die Schäden seiner Heimat gesehen hat. Dieser Mann hat einen sehr krassen Leidensweg erfahren und war ganz froh über die Demokratisierung und Entnazifizierung, die er sehr wohl kritisch mitbekommen hat. Kritisch: In hohen Ämtern waren noch ganz lange Altnazis positioniert. Aber das wisst ihr ja.


    FG

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  • Nur als Randbemerkung : Altnazis haben entnazifiziert. Ein Witz, weniger. Wie war das doch gleich. man kam zur Entnatzifizeirungsstelle und traf dort einen alten Bekannten, einen Juden der überlebt hatte. Jawohl, auch die Juden wurden entnazifiziert. Irgendwann, als die Schlange kürzer wurde war man dann am Tisch des Kommissars. Was sagte der Jude ? Herr Obersturmbannführer was machen sie denn hier....


    Exampel....In der Nähe von Dreseden gibt es eine Landstraße, eine von Bäumen gesäumte Allee. Das Wetter war ja noch erträglich, die Wege nicht zu aufgeweicht.

    Im Februar des Jahre 44 erreichten wir auf jeden Fall die Höhe von Dresden, die Stadt war in der Ferne zu sehen.

    An den Bäumen die die Straße säumten hingen tote Soldaten und auch andere, alles "Volksverräter". Waren wir nich auch welche, haben wir nicht unser Land verlassen aus Feigheit vor dem Feind, gut solche Gedanken macht man sich als Kind nicht, aber so im Nachhinein.

    Wir kamen nur langsam voran.

    Dann eines Tages, es wurde am Horizont hell. Dresden, ein einziger Weihnachtsbaum, kilometerweit zu sehen. Im Schein dieses Feures die Toten an den Bäumen...

    Dann noch das Sterben unter den eigenen Leuten......Teils durch Fliegerangriffe, teils durch simplen Hunger.

    Kann sich das überhaupt noch jemand heute vorstellen ?
    Fast eine Woche nücht nicht zu fressen. Nichts und trotzdem weiter, immer weiter, den Russen im Genick.

    Von heute aus gesehen , was waren wird doch für erstaunlcihe Leute, gingen in ein Wohl was Dresden zu Asche bombardierte aus Angst vor einem anderem Gegener der das Gleiche tat.

    Natürlich hatten wir vor dem Russen Angst, wer hätte das nicht, wenn man sieht wie seine Tante an ein Scheunentor genagelt wird.

    Das wir es selber verschuldet haben großenteils, das weis man als Kind halt auch noch nicht, trotzdem, wenn man die Augen schließt, es geht nicht mehr aus dem Kopf, egal wie alt man wird...........


    Das ist die Art von Geschichte die ich meine.

    Was übrigens das Volksverrätertum angeht , damals waren wir vermutlich welche, aber wie haben es zumindest geschaft mit unserem kleinem Treck de Leut, Knacht ud och de Pferdchen rüberzubringen. Wäre man da jeblieben, Erbarmen ! Wir wären genauso abjebrannt worden wie unser Gut. Den Führer haben wir verraten, aber nich de Menschen.


    Ürigens, das ist keine ausgedachte Geschichte !

  • Ich gebe dir Brief und Siegel darauf, dass der Leutzte aus meiner Erzählung, sich ganz vom Gedankengut der Nazis entfernt hatte - zumindest soweit ich das durch die Pflege erleben konnte. Und meistens erzählen die Leute doch auf eine Art, die offenbart, dass sie sich nicht ganz "entfernt" hatten. Aber dieser Mann war wirklich aufrichtig und eindeutig.


    Er schilderte auch die Probleme, wie sie bestanden zwischen den Leuten, die sich offen gegen das alte Regime aussprachen und denen, die eher skeptisch waren.

    Si·g·na·tu̱r
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  • Das Nazi System und das alte System, da könnte ich euch auch Dinger erzählen....Aber das ist hier nicht das Thema
    Was das nicht loskommen angeht : So sehr man sich auch müht, aus der Prägung die man mal erhalten hat kommt man nie ganz raus. Es hat schon einen Grund warum ich Z.B so einen lusitgen Avatar besitze.

    Wichtig ist eigentlich nur das man begreift das sich Dinge ändern.Ob zum Besseren oder Schlechteren, wer weis. Wichitg ist auch aus der Vergangenheit zu lernen, das geht aber rnur wenn diese lebendig ist, und damit sind wir wieder im Thema...

  • In einer meiner vielen Kisten mit Uralten VHS Kasetten, gibt es noch einige alte Filme aus den 70er und 80er Jahren. Darunter sind noch Kriegsfilme die so brutal und blutig waren das da stand FSK 18! Damals waren die Erinnerungen noch recht frisch zu diesen Ereignissen und man hatte auch einen Bedarf an Filmen die das Geschehnis von damals näher brachten.

    Heute, wenn wieder so ein Film gemacht würde... uuuh... die Leute würden sagen; FSK25!!! Wir sind ja Weicheier, ist zuviel für unser Gemüt.

    Selbst; Die Blechtrommel. Die würden den nie mehr im Fernsehen bringen... ist aber sowas wie aufrüttelnd und eindrücklich wie nie ein Spezialeffektfilchen ala Transformer und Co. sein wird.

    Wenn die Filmindustrie mal Dokus macht über die Zeit... ach her je... Zuschauer sind Rohe Eier die nicht verstört werden dürfen... arghs-svg


    Ein bisschen Albträume von solchen Filmen zu bekommen... würden den Jungen vielleicht doch gut tun... oder?

    "Die Wahrheit versteckt sich oft hinter Lügen"
    Meins!! :D

  • Vielleicht ist das das Problem, die Leute halten es eh halt alles nur für normale Phantasie. Blos wie bekommt man vermittelt das es eben keine ist, das ees wirklich einen "Freddy Krüger" gab der Lampenschirme aus Menschenhaut in seinem Büro stehen hatte, einen Wirbelknochen als Aschenbecher...

    Das war nicht Freddy Krüger ( das ist ne Filmfigur) sondern Ed Gein.


    Wie soll man auf der Tastatur den Geruch der verbrennenden Menschen wieder geben die teilweise noch lebendig in die Krematorienöfen geschoben wurden, wie die Schreie.

    Haare verbrennen kommt schon recht nahe. Die Schreie sind jetzt schwieriger.