MMA - Verbindungen zur rechtsextremen Szene?

  • Okay, Ida hat eine Frage mehrfach wiederholt: nämlich ob die braune Sippe verstärkt zur MMA tendiert. Grundsätzlich Ja. Zum einen, weil MMA ja so "männlich" ist, zum zweiten das jeder ( so glauben sie halt) schnell lernen kann. Durch die Verbreitung dieser Clubs in den letzten Jahren im Osten unseres Landes ist zwangsläufig die Anzahl der braunen Brüder dort höher als in anderen Landesteilen.

    Es gab ( und es gibt sie immer noch im Verborgenen) die Wehrsportgruppen. Die rückten dann in den Focus der Öffentlichkeit und wurden somit weniger. Also sehen wir hier eher eine Verschiebung als Vermehrung.

    Und nein, die haben sich schon immer ( in Anlehnung an die amerikanischen Dogfights) im geheimen was auf die Glocke gehauen ( ich frage mich gerade ob das irgendwelchen Schaden anrichtet :) ).

    Nun halt organisiert.

    Und überhaupt, wie Willi schon schrieb, findest Du die überall.

    Nehmt mich nicht ernst- ich mache es ja auch nicht!

  • Jede Szene, jeder Verein ist ein Abbild der Gesellschaft. Also werden auch da Linke, Rechte etc. vertreten sein.

    Aber wie Kibon schon schrieb - das ist genau so ein Quatsch wie beim Systema!

    Aber ich bin ja eh ein Schläfer von Kim, Jong-Eun 😂😂😂

    Nun ja, wenn ich mich in den Foren so umschaue dann ist zwischen Systematen und blinden Russland-(und damit im Moment: Putin-)Bewunderern. durchaus eine Schnittmenge vorhanden.

    Wobei das ein Problem ist dass viele Kampfkünste haben. Gerade in den japanischen KKs kann hier in Europa auch oft eine gehörige Portion Japan-Verklärung vorfinden, und auch bei den TKDin hat die Propaganda der Koreaner zum Teil sehr gut gewirkt.

  • Zum Thema: natürlich gibt es dieses Problem durchaus. Schnüffler hat die Problematik sehr gut umrissen.

    Brinsa ist da eher noch ein provinzielles Problem, wer wissen möchte was da international so abgeht sollte mal nach "White Rex" googleln.

  • @ Schnüffler:

    Danke :)

    (das Lesen von 44 Seiten dauert aber schon ein bisschen länger, deshalb kann ich noch nichts zu dem Inhalt sagen)

    Suche das Einfache und misstraue ihm.
    (Alfred North Whitehead, Logiker und Philosoph, 1861-1947)

  • Und deine Meinung dazu ist...?

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer

  • Das MMA muss auf stabile Grundsäulen ethischer Natur gestellt werden.


    So wie das im Moment läuft, tut es mir um die MMA-Bundesliga echt leid. Stärker gegen Nationalismus und Extremismus positioniert, hätten die echt das MMA zumindest in NRW vom Schmutz befreien können.

    Und selbst wenn du Spagat könntest, hinter her dankt es dir sowieso keiner. - Vater Smoo

  • Und deine Meinung dazu ist...?

    Hallo Perath,


    ich sehe mich als Beobachter der Fußballfan Kultur mit all seinen Ausprägungen.


    Meine ersten Berührungspunkte hatte ich so um 1987 Parkstadion Südkurve.


    Bis Mitte der 1990 Jahre gab es ja in und um die noch Stadien heftige Ausschreitungen.


    Die lokale Szene meiner Stadt ist, m. W. n., NICHT dem beschrieben politischen Spektrum, aus dem Artikel, zu zuordnen.


    Wie gesagt ich war lange Zeit Teil der Fußballfan Kultur, daher mein Interesse daran, was in der Szene so abgeht.

  • Naja, Verbindungen der rechtsextremen Szene und der Hooligan-Szene sind ja seit den Ausschreitungen in Köln klar erwiesen. Ob das in den Neunzigern auch schon so was, weiß ich nicht.

    Die Frage ist ja auch die der Unterscheidbarkeit. Nur weil Hoologans im Fußballstadion keine rechten Parolen skandieren heißt das ja nicht, dass es da keine Verbindungen gibt. Andererseits MUSS ja auch keine Verbindung bestehen/bestanden haben.

    Ist vermutlich auch eine lokale Frage, die man nicht auf die ganze BRD im Allgemeinen anwenden kann.


    Ob diese rechten Tendenzen in der MMA-Szene vertreten sind, kann ich nicht sagen, da ich mich mit der deutschen MMA-Szene noch überhaupt nicht befasst habe. SOLLTE es aber so sein, dann täte die der Deutsche Dachverband gut daran, sich klar gegen Rechts zu positionieren. Das tut der DFB ja auch. Deswegen bleibe jetzt ein rechter Hooligan nicht daheim, aber zumindest wird von offizieller Seite mal ein Statement abgegeben.

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    - Tony Blauer

  • Jaja, die guten alten V-Männer...ein ganz besonders Prestige-trächtiges Projekt des Verfassungsschutzes. :D

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    - Tony Blauer

  • Wir sehen nur die Spitze des Eisbergs, bei all der angebrachten Kritik, da bin ich zurückhaltend.

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  • So, ich ergehe mich jetzt mal in ganz persönlichen Mutmaßungen:


    Ich kann mir eine gewisse Anziehungskraft des MMA auf rechte Gruppierungen durchaus vorstellen. Die rechte Szene ist in vielen Bereichen sehr martialisch, je extremer die Gesinnung, desto stärker auch das Bekenntnis zu Gewalt, Stärke und so etwas. Da bietet das MMA natürlich ganz klar eine gute Grundlage. Früher waren es halt "Hinterhof Kickbox Schulen", heute sind´s MMA-Schulen.


    Ob es jetzt komplett "rechte Schulen" gibt, in denen sich Gleichgesinnte treffen, um MMA zu trainieren, weiß ich nicht. Die Frage ist nur auch, wie eben der offizielle Dachverband mit so etwas umgeht.

    Ich denke, dass im Sinne des Sportsgeistes, der ja im MMA eigentlich sehr stark verankert ist, eine klare Distanzierung erfolgen sollte. Nur, um gleich schon mal ein entsprechendes Signal zu senden.

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    - Tony Blauer

  • So ...


    Zwischen Fußballrowdys und Rechtsextremen gab/gibt es immer wieder Verbindungen und Überschneidungen. Meine frühesten Infos zu der Szene stammen aus den 70ern ... . Gruppen wie die Borussenfront wurden in den 80ern gegründet. Soweit reicht das alles zurück.


    Generell kann man aber sagen, daß Rechtsextreme nicht so begeistert sind, wenn ihre Leute auch in der Hooliganszene mitmischen. Aber auch da gibt es eine große Schnittmenge und manche sind sowohl das eine als auch das andere.

    Natürlich wird jetzt eben versucht auf den MMA-Bereich Einfluß zu nehmen und natürlich gibt es auch - meistens geschloßene - Trainingsgruppen. Allerdings ist die rechtsextreme Szene alles andere als homogen ... da findet man viele verschiedene Ansichten und Personen:


    - Mitläufer

    - Skinheads

    - Leute die über den Hooliganismus dazu kommen und sich halt noch wo anders kloppen können

    - völkische Siedler

    - Reichsbürgerbewegung

    - NSL-Forum


    ... z.t riesige Unterschiede ... Ist nur eine kleine Aufzählung von mir.


    Und finden tut man die überall. Ich kenne einen Schützenverein mit ca. 300 Mitlgiedern, davon sind 30 rechtsextrem. Deren Wortführer ist ein Rechtsanwalt und der droht immer damit:" Geht der Verein noch einen Schritt weiter nach links, trete ich mit meinen Leuten aus ! " Die halten die Klappe und sich selber penibel ans Gesetz. Solange die den Vereinsfreiden nicht stören, kann ein Vorstand nichts machen.

  • Deren Wortführer ist ein Rechtsanwalt und der droht immer damit:" Geht der Verein noch einen Schritt weiter nach links, trete ich mit meinen Leuten aus ! " Die halten die Klappe und sich selber penibel ans Gesetz.

    Schließt sich das gegenseitig aus?

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  • Vielleicht reagiert der DOSB noch irgend wann mal auf MMA und verabschiedet ein Positionspapier das den Sport ächtet. Darauf beziehen sich dann die Versicherungen und das war es dann - Ende Gelände.

  • Das Problem ist die Verbandsmaierei, die illoyale Haltung der Leute zu den Opfern, schlechte Öffentlichkeitsarbeit, Vertuschungen und systematisches Dopen.


    Die Leute könnten z.B. auf WeLoveMMA mal richtig trommeln. Aber so richtig richtig.


    Die machen aber eher gleichmäßig ihren Kram. Kann mich irren, aber nehme ich so wahr.


    Daher ist das, was du schreibst, gar nicht mal so unwahrscheinlich.


    P.S.: Meinst du, dass Linke eher Gesetze brechen als Rechte?

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