Handtechniken im Taekwondo

  • Hallo Community,


    ich bin ein absoluter TKD-Frischling und fange ab September Taekwondo (WTF) und Hapkido in meinem Verein an zu trainieren. Ich wüsste gerne von den TKD-Profis hier im Forum, wie es um den Einsatz und das Training der Arm- und Handtechniken im TKD aussieht. Ich frage deshalb, weil ich im Internet auf viele widersprüchliche Informationen zu dem Thema gestoßen bin. Je nachdem welche Quelle ich benutze, komme ich auf einige nur sehr wenige TKD-Handtechniken bis zu einer recht großen Anzahl an Hand- und Armtechniken. Mich interessiert dabei vor allem, wie TKD-Vereine, die zum WTF gehören, das Thema beim Training handhaben, da es eh keinen ITF-Verein in meiner Nähe gibt.


    Im den Buch "Tae-Kwon-Do Perfekt" von Eric Wagner werden grad mal 10 verschiedene Blocktechniken und 20 verschiedene Agriffstechniken mit dem Arm aufgeführt. Auf "Taekwondo.de" werden insgesamt 71 Handtechniken - davon 13 Stoßtechniken, 8 Stichtechniken und 50 Schlagtechniken - und 36 Handblocktechniken aufgelistet. In vielen amerikanischen TKD-Büchern, die ich im Internet gefunden habe, werden meist nur 14 Hand-Angriffstechniken und 9-10 Hand-Blocktechniken aufgeführt. Was stimmt also nun? Wie viele der Hand- und Armtechniken, die auf "Taekwondo.de" aufgelistet sind, werden überhaupt noch trainiert? Was ist der aktuelle Stand im WTF-TKD? Was erwartet mich beim TKD-Training? Bekomme ich - im Laufe der Jahre - wirklich alle Techniken, wie sie auf "Taekwondo.de" aufgelistet sind, vermittelt oder wurde das Arsenal an Hand- und Armtechniken im Taekwondo wirklich auf diese geringe Anzahl zusammengestrichen, wie sie in vielen TKD-Büchern heutzutage zu finden ist? Und falls das wirklich so der Fall ist, wer ist dafür - für das Zusammenstreichen der Techniken - verantwortich und warum hat man das überhaupt gemacht? Kommt mir so vor, als hätte man (falls das stimmt) das Taekwondo damit teilweise "kastriert" - so mein rein subjektiver Eindruck.


    Gruß

    Harlekin

  • ... na, ich wünsche auf jeden Fall Deinen zukünftigen Trainern starke Nerven und viel Geduld ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • ... na, ich wünsche auf jeden Fall Deinen zukünftigen Trainern starke Nerven und viel Geduld ...

    Haha, ging mir gerad' auch so ähnlich durch den Kopf. ^^

  • Harlekin

    warum zählst du die techniken? es gibt eine alte faustregel, je mehr du beherrschst, desto langsamer reagierst du. du brauchst ein gewisses grundrepertoire. die anzahl ist unerheblich. beherrschen wirst du mit der zeit alles. einfach üben.


    ansonsten interessiert mich brennend warum du die techniken der bücher und homepages gezählt hast???

    da es internetbüchter sein sollen ist ein ink bestimt nicht verkehrt.


    das taekwondo als koreanisches karate kränkelt genauso wie das jiujitsu und das karate daran, dass ganz viele trocken geübt wird und nach her nicht stufenweise auf die reale anwendung trainiert wird weil es einfach keiner hin bekommt eine kleine sinnvolle ausrüstung zusammenzustellen für des training.

    es gibt übungen trockenen, also in die luft, zum einstudieren der techniken, kooperatives einstudieren miteinander, hartes training am sack, noch härteres am makkiwara (Holzstamm mit Stroh umwickelt) und schattenboxen und freies arbeiten und vieles mehr. das ist aber ein weiter weg. Wenn man 3 mal pro Woche geleitet trainieren kann,ist es realistisch dass man nach drei Jahren dieese techniken beherrscht.


    da du auch hapkido trainierst würde ich gerne wissen wie oft nun tkd und wie oft hkd trainiert werden kann, wie oft du hingehen wirst ob du nebenbei trainierst?


    p.s.:teakwondo ist ein fleißsport. gut werden nur die, die auch für sich die hau-saufgaben machen ;)


    -


    @ Rest


    was ist los mit euchß kriegt man jetzt likes für themen zerschießen?


    ganz große klasse.

  • Nein, man bekommt likes dafür das man Unsinn enttarnt....Jemand der erst noch anfangen will und im Vorfeld sich Buchschlau liest bis der Arzt kommt, dabei nur die Hälfte versteht, sich dann Urteile anmasst etc....Der ist eben wenn er denn wirklich mal trainieren sollte, wirklich eine Zumutung für jeden Ausbilder. Zum Meditieren über das Problem gehe ich jetzt Sockenpuppen stricken.:saint::saint:

  • emand der erst noch anfangen will und im Vorfeld sich Buchschlau liest bis der Arzt kommt, dabei nur die Hälfte versteht, sich dann Urteile anmasst etc....Der ist eben wenn er denn wirklich mal trainieren sollte, wirklich eine Zumutung für jeden Ausbilder.

    wir haben einen schüler der ist intellektuell dazu in der lage komplexeste bewegungen zu entschlüsseln und lernt diese dann extrem schnell. warum? weil er sich einliest und die anwendungen ableiten kann. beeindruckt hat der knabe mich mit einem satz, den ich für auswendig gelernt gehalten habe. er meinte singnemäß, dass es bei den liegestützen doch nicht um die anzahl geht, sondern um das drücken. er zählt nie, er kommt irgendwann in einen flow undz ieht durch.


    150


    wir mussten für ihn zählen. 18 Jahre alt. Hoffentlich gerät der nie an einen möchtegern profitrainer, der ihn dann mit anabolika zubombt.

  • Nein, man bekommt likes dafür das man Unsinn enttarnt..

    habe mir den text nochmal durchgelesen. ist ein junger mensch. nicht gut strukturiert und jetzt? dürfen nur akademiker hier mitschreiben? dann muss ich wojhl als zerspahnungsmechaniker den raum verlassen oder wie?

  • Solche Menschen mag es geben...blos hier entsteht gerade der komplett entgegengesetzte Eindruck. Übrigens, super schlaue Schüler sind partial die größten Nervensägen. Sie tuen Dinge als Unfug ab weil sie einfach nicht wissen wozu das noch gut sein wird. Bücherratten ohne Mentor im Hintergrund werden in den meisten Fällen nervige Stümper.

  • schließe mich widerwillig Smilingfreeman an.


    Eigentlich in allem was er da schreibt. Insbesondere jedoch bzgl. des Themenerhalts. Erwachsene Leute... Das Thema ist unabhangig vom Verfasser mehr als streitbar!


    Von mir kommt später mehr.

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Solche Menschen mag es geben...blos hier entsteht gerade der komplett entgegengesetzte Eindruck. Übrigens, super schlaue Schüler sind partial die größten Nervensägen. Sie tuen Dinge als Unfug ab weil sie einfach nicht wissen wozu das noch gut sein wird. Bücherratten ohne Mentor im Hintergrund werden in den meisten Fällen nervige Stümper.

    Was hat das mit dem thema zu tun?

  • ich habe mir ledigiich erlaubt mich zu deiner Einlassung zu äussern, ich hoffe das ist recht so.

  • aber scheinbar hat dich schon wieder irgendetwas davon abgehalten in deinem rechtfertigenden post einen themenbezug herzustellen. warum?


    Das interessante an den tkd-handtechniken ist doch, dass sie eins zu eins vom shotokan geklaut wurden. in den büchern sieht man meistns lustige koreaner, wie sie irgendwie besonders tkdtypsich stehen wollen und dabei überidealisiert arme bis auf utopische streckung führen. sehr ästhetisch aber nicht für die Anwendung nicht zu gebrauchen.


    daher ist das "sehr streitbar".


    ich warte jetzt mal lieber auf Harlekin.

  • wir haben einen schüler der ist intellektuell dazu in der lage komplexeste bewegungen zu entschlüsseln und lernt diese dann extrem schnell. warum? weil er sich einliest und die anwendungen ableiten kann. beeindruckt hat der knabe mich mit einem satz, den ich für auswendig gelernt gehalten habe. er meinte singnemäß, dass es bei den liegestützen doch nicht um die anzahl geht, sondern um das drücken. er zählt nie, er kommt irgendwann in einen flow undz ieht durch.


    150


    wir mussten für ihn zählen. 18 Jahre alt. Hoffentlich gerät der nie an einen möchtegern profitrainer, der ihn dann mit anabolika zubombt.

    Bittte sehr, meine Kommentarre bezogen sich darauf.... resp. die vorherigen Äussserungen seitens Ida etc.

  • Das ist miteelbar, also geht es mit nichten auf den eingangstext ein, da ich kopfschmerzen bekommen.


    bis die tage.

  • Gast3


    Also, zuerst zu den Trainingszeiten in meinem Verein: Taekwondo und Hapkido werden in meinem Verein in Kombination trainiert - pro Trainingseinheit 45 Minuten TKD und 45 Minuten Hapkido, dazu kommen noch Aufwärm- und Dehnübungen. Trainiert wird 3 mal die Woche, also 3 mal 120 Minuten TKD + Hapkido. Man kann auch 5 mal die Woche trainieren, aber die zwei weiteren Trainingseinheiten sind freies Training am Wochenende und sind keine Pflichtveranstaltungen. Also insgesamt bis zu 5 Trainingseinheiten a 120 Minuten pro Woche und dafür nur 15 € Monatsbeitrag - was in meinen Augen echt super ist. In meinem Verein gibt es insgesamt 7 Trainer, mit unterschiedlichen Dan-Graden, so dass es kaum Trainingsausfälle im Jahr gibt. Angeredet werden die Trainer entweder mit Vornamen oder einfach mit "Trainer" - jedes "Sifu"- oder "Sensei"-Gehabe ist im Verein verboten.


    Die Prüfungen im TKD werden nach WTF-Regeln abgelegt. Im Hapkido gibt es auch Prüfungen, aber nach welchen Verbandsregeln weiß ich jetzt grad nicht. Insgesamt kann man pro Kampfkunst maximal 2 Prüfungen pro Jahr ablegen - es ist aber keine Pflicht und Prüfungsgebühren gibt es auch nicht. Ein paar mal im Jahr werden Seminare (meist am Wochenende) zu TKD oder HKD angeboten, man ist aber nicht verpflichtet daran teilzunehmen. Wer an einem Seminar teilnehmen möchte, muss aber Seminargebühren bezahlen (meist 30-50 €), da es sich um externe Seminarlleiter und Lehrer handelt, die von irgendwo außerhalb kommen und vom Verein eingeladen werden. Sämtliche Ausrüstung wie Uniform und Körperschutz etc. muss man sich mit der Zeit selbst anschaffen - am Anfang kann man sich aber welches leihen. Bei Bedarf kann man sich alles über den Verein bestellen.


    Mein Verein ist auf Breitensport und Familien mit Kindern ausgelegt. Man findet dabei fast alle Alterstufen. Die meisten im Verein machen TKD/HKD als Amateursport oder Hobbie, aber es gibt auch viele im Verein, die das richtig professionell trainieren oder sogar an Wettkämpfen teilnehmen. In welche Richtung man sich selbst dabei entwickeln möchte, so mein Trainer, dass muss jeder ganz für sich alleine entscheiden - man wird zu nichts gezwungen. Sowohl für Breitensportler als auch für Profis ist genug Platz im Verein. Zu Beginn ist man sowieso nur ein Anfänger unter vielen und man muss erst die Grundlagen erlernen. Zu den Profis kann man erst dann zustossen (falls man will), wenn man selbst zu den Dan-Trägern gehört. Die Gruppe macht dann z.B. auch richtig Sparring, in einer Art und Weise, dass du so in der Form mit Anfängern, Breitensportlern und Kindern nicht machen kannst. Dazu gehört auch zusätzliches Konditions- und Muskelaufbautraining. Auch der komplette SV-Bereich wurde zu den Dan-Trägern ausgegliedert. Vom 10. Kup bis zum 1. Kup wird Selbstverteidigung nur insoweit trainiert, wie es die Prüfungsordnung vorsieht. Ansonsten, so mein Trainer, wer umbedingt von Anfang an Selbstverteidigung lernen möchte, um sich bei der nächsten Kneipenschlägerei behaupten zu können, der sollte lieber Krav Maga oder irgendwas anderes machen als TKD/HKD. SV ist zwar auch Bestandteil in meinem Verein, aber wirklich intensiv wird SV erst ab dem 1. Dan-Grad unterrichtet, wenn man im Taekwondo und Hapkido bereits eine solide Basis hat.


    Was mein Interesse für die Hand- und Armtechniken im TKD angeht, dass ist mir einfach nur aufgefallen. Das würde sofort jedem auffallen, der dem Thema nur etwas mehr Aufmerksamkeit widmen würde. In den meisten TKD-Büchern werden meist nur 14-20 Hand-Angriffstechniken und ca. 10 Hand-Bocktechniken aufgeführt, während auf Taekwondo.de unter dem Reiter Handtechniken insgesamt 71 Hand-Angriffstechniken und 36 Hand-Blocktechniken aufgelistet werden. Die Zahl der Fuss- und Beintechniken stimmen dabei fast 1:1 überein, da gibt es keinen großen Unterschied. Entweder es werden in den meisten TKD-Büchern nicht alle Techniken aufgelistet oder die Liste auf Taekwondo.de stimmt nicht. Ob alle Hand- und Armtechniken im TKD, wie du schon sagtest, wirklich Sinn machen, SV-tauglich sind oder nicht oder ob sie nur "schön" aussehen ist eine Sache. Was mich interessiert ist, ob heutzutage noch alle Techniken, die seit das TKD erfunden wurde, noch unterrichtet werden oder nicht. Daher mein Interesse.

  • Die fehlenden 30 Minuten sind dann Aufwärmen, Dehnen, Cooldown?


    Du musst noch bisl am Schreibstil arbeiten... :D


    Da scheint halt doch der Shohei durch. Aber das Thema ist trotzdem interessant. Werde mich auch versprochen noch dazu äußern.

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Die fehlenden 30 Minuten sind dann Aufwärmen, Dehnen, Cooldown?


    Du musst noch bisl am Schreibstil arbeiten... :D


    Da scheint halt doch der Shohei durch. Aber das Thema ist trotzdem interessant. Werde mich auch versprochen noch dazu äußern.

    @ Smoo


    Ungefähr 15 Minuten Aufwärmen und Dehnen, dann gut 90 Minuten Training und am Ende noch 10-15 Minuten Cooldown und das Training ausklingen lassen ... was ist jetzt daran so ungewöhnlich? Ich weiß ja nicht, in was für einem McDojo du trainierst, aber in meinem Verein sind 120 Minuten Training normal, selbst die Judokas in unserem Verein trainieren so viel - also wo liegt dein Problem?


    Was meinen Schreibstil angeht, 1) habe ich einfach nur versucht alles möglichst gut zusammenzufassen, da ich hier keine Romane schreiben will, dass dabei sich hin und wieder Fehler in meine Texte einschleichen, kein Ding, kann ich mit leben (und es juckt mich auch nicht, ob es andere stört) und 2) wüsste ich gerne, was das überhaupt mit dem Thema hier zu tun hat. Wenn du nichts qualifiziertes zu meiner Frage betreff "Anzahl der Hand- und Armtechniken im TKD" zu sagen hast (obwohl du selbst in deinem Profil angibst, dass du TKD machst), dann spart, du und deine Kollegen weiter oben, euch doch eure nutzlosen Kommentare. Denkt ihr ernsthaft, es interessiert mich, was ihr über mich denkt? Ihr kennt mich doch gar nicht. Ich hatte als Kampfsportneuling einfach nur eine konkrete Frage und alles (mit Ausnahme von dem, was der SmilingFreeman geschrieben hat) was von eurer Seite dazu gekommen ist, waren nichts als blöde Kommentare, dass hier ein angeblich neunmalkluger Forumsneuling euren "Forumsfrieden" stört. Geht's noch? Ein Kampfkunstforum ist doch wohl genau dafür da, um solche Fragen zu stellen und um sich darüber auszutauschen. Aber einige Forumuser hier sind wohl damit völlig überfordert.

  • Da gebe ich dir nicht Unrecht.

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Also ich betreibe jetzt seit 47 Jahren Taekwon-Do, gezählt habe ich dieTechniken noch nie, nur geübt.

    Warum auch.

    Das Taekwon-Do beinhaltet für mich alles was ich mag, benötige und machen möchte.

    Sicherlich besuche ich auch Lehrgänge bei befreundeten Lehrern/Trainern um aber dann meist zu erkennen, daß sich letztendlich alles ähnelt.

    Und so übe ich mit Begeisterung und versuch mich immer weiter zu entwickeln, einen Hauch weiter in Richtung Perfektion gelangen.

    Ob ich nun 30, 300 oder 3000 Techniken beherrsche ist dabei vollkommen unerheblich und sagt weder etwas über meine Kampfkunst noch über mich aus.

    Und Bücher oder das I-net sind nur eine Gedankenstütze, nicht mehr und nicht weniger und erheben in meinen Augen nicht Anspruch auf Vollständigkeit - können sie auch gar nicht, daß ich alles weiterentwickelt.

    Beispiel: In den 70'ern kannte man im TKDkeinen gesprungen 360 oder 540° Tritt. Heute wird er geübt.

    Oder:

    Der Yoko-Geri war in den früheren Jahren im Karate nicht vorhanden. Heute ist er nicht mehr weg zu denken.

    Übrigens fallen mir spontan 30 Handtechniken ein, die danach noch in allen möglichen Variationen geübt werden können.

    Aber die meisten Aktiven sind gar nicht lange genug dabei und kratzen dabei nur an der Spitze des Eisberges.

    Und zum Thema Anwendung und SV äußere ich mich besser nicht, da ich da eine andere Überzeugung vertrete und lehre (und übe) als andere.

    Nur soviel: Taekwon-Do richtig geübt ist SV pur!