Sinn-Krise

  • Nein, ich heule jetzt hier nicht und will schon gar nicht an irgend eine haarige Brust gedrückt werden. Ich bin eher über mich selbst ziemlich angenervt.


    Es ist bei mir kein Kampfkunst-Kram (Bogenschießen), aber Ihr müsst jetzt trotzdem dafür herhalten.


    In anderthalb Wochen starte ich bei einer Deutschen Meisterschaft, bin körperlich in Bestform, mental aber im A...Mir geht momentan alles ziemlich auf den Sack. Ich habe schon eine andere DM sausen lassen, obwohl ich mich qualifiziert hatte. weil ich kein Nerv drauf habe. Hier sollte ich aber hin, weil ich die Ergebnisse für eine EM in 2018 brauche.


    Ich habe seit Ende des Jahres etwa 18 (!) Kilo abgenommen und halte jetzt mein Gewicht von 100 Kilo bei 187 cm. Gleichzeitig habe ich das Zuggewicht meines Bogens auf 56 lbs erhöht, was im Sportbereich schon ziemlich heftig ist. Zudem renne ich in so ein billiges abgef...tes Fitnesscenter voller Schwachköpfe mit Muckis und mache dort Cardio und Kraft für Rücken (wegen Bogen).


    Im Zuge der Zuggewichtserhöhung habe ich auch meine ganzen Bogentechnik geändert und ein Haufen Geld reingesteckt, so das es nur noch am Trottel (ich) hinterm Bogen liegt.


    Obwohl ich sicher nicht schlecht bin, mit meinen Ergebnissen hadere ich ständig und bin notorisch unzufrieden. Dazu kommt ein merkwürdiger Effekt: habe ich das Gefühl, grottoid geschossen zu haben und würde den Tag am liebsten abhaken, platziere ich mich unter den ersten 3. Schieße ich wirklich mal richtig gut, lande ich auf Platz 4 oder 5. Von Vereinskameraden werde ich deshalb schon als der Christian Neureuther des Bogensports gemoppt, weil ich knapp immer nur 4. Plätze erreicht habe, während ich nach der ersten Runde noch Erster oder Zweiter war.


    Momentan geht mir also der ganze Bogenkram ziemlich auf die Nerven. Ja, es soll auch Spaß machen, aber nur zum Spaß fahre ich zu keinem Turnier.


    Im Gegenzug dazu leidet mein anderes Hobby: der ganze alte jap. Schwertbewunderei-Kram. Eine Shirasaya für ein Restaurierungsprojekt musste ich schon finanziell auf Eis legen. Der Markt ist zur Zeit ziemlich im Eimer und es gibt einige schnuckelige Sachen, die normalerweise eingesammelt gehören. Mein Budget allerdings frisst das Bogenschießen, Technik und Stargelder, Unterkunft und Fahrtkosten. Wenn ich in fremdsprachigen Foren zu diesem Thema reinschaue, könnte ich morden...

    Gestern ist mir eine wirklich schöne Tsuba durch die Lappen für ein Appel und ein Ei gegangen. Aber es ging finanziell einfach nicht, da die Knete für - logisch Bogenschießen reserviert ist. Es steht aber ja auch noch ein Projekt mit Kaji im Raum.


    Das Problem: ich wollte keine Sammlung mehr aufbauen. Ich wollte nur die Montierung eines Schwertes "komplettieren". Aber ich drohe Rückfällig zu werden wie ein trockener Alkoholiker.


    Irgendwie bin ich mit allem irgendwie richtig gefrustet. Ich brauche also jetzt fernmündlich jemanden, der mir einfach mal rechts und links eine runterhaut und mich wieder einnordet.

  • Dann mach einfach mal ne längere Pause vom Bogenschießen und scheiß auf die EM. Dann wird sich zeigen ob es dir überhaupt noch wichtig ist.

  • Pausen müssen nicht unbedingt entstressen, nur weil man sich ruhig verhält, verhält sich ja nicht der "Krieger in dir" ruhig.


    Sofern alles ausgeglichen ist, also Ernährung, Genuss (auch Intimes *Hust*), dann ist ja eigentlich soweit alles in Butter.


    Würde zur einfachsten Form der Mediation raten... Putzen.


    Also Tyrdals Rat aufgenommen, würde ich sagen: Einfach mal ausräumen, aussortieren, ausmisten, fegen, saugen, wischen, Fensterputzen.


    Gemütlich ohne Hast. Der sortierende Geist ist dann gezwungen auch innerlich aufzuräumen. Vielleicht sortiert sich dann etwas in dir neu.


    Wie lange die Pause sein muss? Ich würde eine Woche empfehlen. Kein Sport ! Dafür dann Spaziergänge, Sauna, Schwimmen, Rumbldödeln und der Frau die Möglichkeit geben, mal beide Ohren abzukauen - nicht immer nur eins. :P


    Ne Runde Schach, wäre vielleicht auch ganz gut.


    Aber im Ernst noch: Achte auf deine Atmung.


    Gruß


    Und selbst wenn du Spagat könntest, hinter her dankt es dir sowieso keiner. - Vater Smoo

  • Achso! Ich habe den Posting geschrieben unter der Prämisse, dass du die DM und EM wahrnimmst. Aber mit neuem Mindset.


    ;)

    Und selbst wenn du Spagat könntest, hinter her dankt es dir sowieso keiner. - Vater Smoo

  • Tyrdal, wenn ich das mache, verliere ich den Anschluss. Durch eine blöde Lieferpanne eines Händlers musste ich ca. 4 Wochen mit Ersatzmaterial und geringeren Zuggewicht schießen und hatte massivst zu tun, danach wieder an mein gewohntes Zuggewicht zu kommen. Der Körper - dieses fiese Teil - tut sich sofort dankend an das geringe Gewicht gewöhnen und einstellen. Das hochtrainieren ist dann wieder zäh wie Kaugummi. Ich bin aber einfach nicht mit der höheren Parabel des geringeren ZG klargekommen.


    Bogenschießen ist mir schon wichtig, dass ist ja meine Zwickmühle. Nach der EM will ich den Anspruch runterfahren, und mich meiner Witwe wieder widmen. Ich bin halt gerade in so einer elenden Durststrecke...

  • Mir ist noch was eingefallen, dass das ganze noch synergetisch unterstützt! Massage.


    Und mach dir keine Sorgen über Muskelschwund, der tritt bei trainierten Leuten nicht so schnell ein und ist nach einer Woche garantiert nicht spürbar.


    Im Gegenteil, vielleicht hat sich dann endlich mal einiges wieder "gefangen" und vollständig erholt.


    So, bin raus.


    Good Luck!

    Das hochtrainieren ist dann wieder zäh wie Kaugummi.

    Jo gerade gelesen...


    das ist bei 4 Wochen mit anderen Bedingungen verdammt mies.

    Und selbst wenn du Spagat könntest, hinter her dankt es dir sowieso keiner. - Vater Smoo

  • Putzen? Wann denn? Das soll nicht heißen, dass wir nicht putzen, insbesondere ich. Das wird halt irgendwie zwischengequetscht. Wenn andere sich Sonntags auf dem Sofa räkeln, putze ich.


    Frau kaut mir ständig Beide Ohren ab. Die upgraded sich gerade beruflich und sie reflektiert das ständig zu hause. De facto "upgrade" ich alles mit.


    Spazieren gehe ich jeden Tag mit meine Hunde. Mein Lieblingshund hatte vor kurzem ein Bandscheibenvorfall - die nächste Sorgenbaustelle.


    Massieren: gehe als Bogenschütze mal zu einem Masseur(in). Die oder der gibt sich die Kugel!


    Nahrung: habe ich umgestellt und ja - es ist verdammt hart für mich. Daran habe ich mich bisher noch nicht wirklich gewöhnt.


    Schach: da bin ich zu jähzornig.


    Schwimmen: habe ich versucht. Meine Frau ist ´ne Wasserratte. Die hat viel getaucht und war auch Rettungsschwimmerin. Die hat mich immer mitgenommen. Für die Guten waren in den Bahnen zu langsam, für die Rentner und Hausfrauen wieder zu schnell. Die eierten mir dann vor der Laduste rum. Ich mag Wasser eher in Form von Bier. (Was ich leider nicht mehr so viel trinken darf.)

  • Danke Brandenburger, ein guter Rat.


    Aber ohne positives Denken hätte ich meinen körperlichen Zustand und meine Fitness in so kurzer Zeit nicht radikal ändern können.


    Ich denke, dadurch und momentan viele kleine Baustellen zehren ziemlich an meiner Batterie und das führt zum Umstand, an allem eher das Negative zu sehen. Und zu Sarkasmus, im schlimmsten Fall zu Zynismus.

  • Für ein "positives Denken" muss die Mentalität stimmen. Ich habe es so verstanden, dass Du gerade damit Probleme hast. Dir muss klar sein, dass wir hier alle nur zum raten verdonnert werden, da Du uns zwar schon viel mitgeteilt hast, sich dass meiste von Deinem Problem allerdings unter der Wasseroberfläche (Bild: Eisberg) befinden wird. Alles das wissen wir nicht. Vielleicht wäre da mal tatsächlich ein persönliches Telefonat mit jemanden, den Du gut kennst oder von dem Du die Idee hast, der/die könnte Dir weiterhelfen von nutzen?


    Ich kenne derartige Schilderungen aus der eigenen Erfahrung so nicht. In meiner Trainerausbildung habe ich davon gehört, dass es ein sogenanntes "Übertraining" gibt, dass man selbst erst dann bemerkt, wenn es in einem Überhand genommen hat. Bedeutet: Da hat sich jemand völlig in seinen Sport verrannt, investiert alles (Körper, Psyche, finanz. Ressourcen, etc.), wobei diese Investitionen zum "WEG" gehören, auf den man sich macht und dann, wenn sich dieser jemand mal kurz auf eine Bank setzt, um auszuruhen und durchzuschnaufen, merkt er, dass tatsächlich ein Ziel fehlt. Ich meine nicht eine Ziel wie eine DM oder so, sondern ein persönliches Ziel, was einem eine Art Genugtuung gibt. In der Folge stellt man - selbsterklärend - vieles oder alles in Frage, es passt nicht mehr, bekommt eine Schieflage, bis hin, dass so jemand alles hinschmeißt. Die Leute fühlen sich zumeist leer, was nichts mit "kara" zu tun hat, sondern eher mit einer innerlich gespürten, schmerzhaften Sinnlosigkeit.


    Wie gesagt: Derartige Schilderungen kenne ich leider nur aus der Theorie. Um das hier weiterdiskutieren und Dir so helfen zu können, wäre es gut, wenn Du - so gut wie möglich - Deine innere Befindlichkeit und Einstellung zu der von Dir absolut favorisierten Kampfkunst schildern könntest. Manchmal reicht es schon, dass Problem für sich selbst fassbarer und verständlicher zu machen. So könnte ich mir einen ersten Schritt zur Klärung Deines Problems vorstellen... was meinst Du?

  • sabiji


    Steig einfach mal aus ... und wenn es nur eine geringe Zeit ist. Laß das Bogenschießen mal sein und nimm dir Urlaub. Fahrt nach Skandinavien und wandert zwei Wochen durch die Natur. Sowas macht den Kopf frei.

  • Was du da beschreibst sind klassische Symptome eine Burn Out...jetzt nicht im "großen Sinne", wie man das kennt, sondern Themen-bezogen.

    Ich hab mit dem Einen wie mit dem Anderen jeden Tag beruflich zu tun. Mehr dazu gerne per PN, falls du Interesse hast. Ich steh zur Verfügung. :thumbup:

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer

  • Hört sich vielleicht ein bissken doof an, bei mir wirkt es aber:


    Ich habe neben meinem Bett ein Buch liegen und jeden Abend schreibe ich da drei Dinge rein (durchaus auch banale), die ich gut gemacht habe.

    Das führt letztendlich dazu, dass man den Tag reflektiert. Leider neigt man zu oft dazu, nur das Schlechte zu sehen anstatt das Positive.


    Eine weitere Möglichkeit ist auch einfach mal regelmäßig aufzuschreiben, wofür man dankbar ist (manche nennen so etwas auch beten :)).


    Beides steigert (zumindest bei mir) die Zufriedenheit eklatant.



    .....nein Smoo, ich nehme keine Drogen :thumbsup:

  • Hä?


    Wieso werde ich mit so einer Frage in Verbindung gebracht?


    Der Tipp ist gut.

    Und selbst wenn du Spagat könntest, hinter her dankt es dir sowieso keiner. - Vater Smoo

  • Erst mal vielen, vielen Dank für das viele Feedback! Ich denke nicht das ich ein Burnout habe und auch nicht, dass ich übertrainiert bin.


    Paladin hat interessanten Sätze geschrieben:

    Ich meine nicht eine Ziel wie eine DM oder so, sondern ein persönliches Ziel, was einem eine Art Genugtuung gibt. In der Folge stellt man - selbsterklärend - vieles oder alles in Frage, es passt nicht mehr, bekommt eine Schieflage, bis hin, dass so jemand alles hinschmeißt.

    und

    Um das hier weiterdiskutieren und Dir so helfen zu können, wäre es gut, wenn Du - so gut wie möglich - Deine innere Befindlichkeit und Einstellung zu der von Dir absolut favorisierten Kampfkunst schildern könntest. Manchmal reicht es schon, dass Problem für sich selbst fassbarer und verständlicher zu machen. So könnte ich mir einen ersten Schritt zur Klärung Deines Problems vorstellen... was meinst Du?

    Zu Erstens: ja, die fehlt mir. Eine Art "Genugtuung". Das könnte erklären, warum ich mich irgendwie selbst belohnen will, mir im Bereich meines anderen Hobbys Nihonto & Co irgendwas leisten möchte, obwohl ich keine Sammlung wieder aufbauen möchte. Das ist zwar ein ganz anderes Thema, betrifft aber die Problematik ziemlich genau. Das jetzt hier auszubreiten würde zu weit führen. Aber wer mich persönlich kennt weiß, wenn ich was mache, dann mit ganzer Intensität. So wie im Schwertkampf, greif an mit alles Konsequenz, oder lass´ es besser sein. Wie sich vielleicht jeder denken kann, ist dieses Nihonto-Hobby nicht billig. Es sind nicht nur die Stücke selber, die man erwirbt, dazu kommt die Literatur (oft kosten Bücher über EUR 200), und die Fahrten zu den Treffen der Schwertgesellschaft (bei mir immer quer durch die Republik) manchmal mit Übernachtung. Aber ich hatte auch hier in Berlin bei einem befreundeten Sammler viel Zeit investiert, eine kleine Runde aufgebaut, Kantei organisiert, Vorträge gehalten usw...

    Aber ich habe ja auch noch eine Familie.

    Irgendwann gab es einen Gau und ich habe einen radikalen Cut gemacht und meine Sammlung verkauft. Ich habe mich gut 5 Jahre überhaupt nicht mit der Materie beschäftigt und fast alle Kontakte abgebrochen.

    Doch wie war es wirklich? Mann kann nicht nach 20 Jahren intensiver Beschäftigung irgendwas cutten! Ich habe Bücher in Folge verkauft, weil ich nicht mehr reinschauen konnte. In Museen konnte ich nicht gehen, weil ich einfach nicht hinsehen konnte. So hing doch mein Herz dran.

    Ein Schwert hat überlebt, weil es jahrelang bei Kaji rum lag, dem ich es zwischenzeitlich auch zum Kauf angeboten hatte (zum Glück hat er es nicht gemacht).

    Heute beschäftige ich mich (auch zum Glück) wieder mit der Materie. Allerdings sachte und mit Abstand. Ich habe lediglich 2 jämmerliche Restaurierungsprojekte. Sammlungstechnisch solide Klingen aber finanziell sinnlose Liebhaberprojekte. Ich habe hier das Forum und wir - ich und Kaji mit IDA eine galaktisch phänomenale Schülerin. so was habe ich in 27 Jahren nicht erlebt.


    Kendo hatte ich aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben. Meine Knie waren der Meinung, das Kendo Sch...ße ist. Als ich mit meinem Sammlungskram aufgehört habe, brauchte ich einen Ersatz. Ich habe schon immer irgendwie Bogen geschossen, aber nur sporadisch, bei den Eltern auf dem Grundstück und schon gar nicht im Verein. Wenn man Kendo gemacht hat und sich für´s Bogenschießen interessiert, liegt doch Kyudo nahe. Aber ich konnte nach 15/16 Jahren Kendo keinen "Weg" mehr beginnen. Gerade im Kyudo konnte ich das "geschwebe" und die "Entrücktheit" mancher Leute dort einfach nicht mehr ertragen. Nach dem Kendo hatte ich ja auch zwischenzeitlich Katori Shinto Ryu begonnen, da es nicht so körperlich belastend ist wie Kendo. Aber vielleicht hatte ich nur eine unpassende Schule gefunden. Irgendwie hatte ich das Gefühl, das jeder dort eine Möhre im A... hatte. Es war für mich kein Schwertkampf. Damit möchte hier nicht das Ryu schlecht machen, ich denke, die Chemie mit der Schule hat einfach nicht gestimmt.


    However, ich wollte was machen, wo ich vielleicht ein Trainer habe, den Rest aber mit mir selber ausmache. Bogenschießen hat prima gepasst.

    Lange Rede, kurzer Sinn: siehe oben - wenn ich was mache, dann richtig...

    Fing als kleines Hobby an, dann stellte sich raus, das ich nicht schlecht bin. Mein erstes Turnier habe ich gewonnen! Bei einem 2. richtig anspruchsvollen 3D-Turnier wurde ich 5. in der Gesamtwertung (nach Lippeckfaktor) usw. Bin in diversen Jahren in diversen Disziplinen in offenen wie in Verbandsturnieren zig mal auf´m Treppchen gewesen usw. Eine Spirale halt die sich hochschraubt mit Anspruch ans Material und an sich selbst und der übliche Kram. Letztendlich landet man (ich) in der Abteilungsleitung des Vereins und organisiert dort interne und offene Turniere und bespaßt die Vereinskameraden.


    Man kann jetzt Ahnen, wo das hinführt. Zeit! ich habe nach wie vor Familie. Eine Tochter im finalen Abi-Jahr, die in 10 Monaten für ein Jahr nach Japan abdackelt. Eine Frau, die sich seit 2 Jahren und noch 2 folgende Jahre neben den Job noch mal upgradet.

    Und ich eier fast jedes Wochenende auf Turnieren rum, dazu Training in der Woche. Ich bin wieder auf so einen Level was den Fokus betrifft, wie damals mit dem Nihonto-Kram.


    Deswegen zu Paladins innerer Befindlichkeit: das wurde mir jetzt klar - Zerrissenheit und schlechtes Gewissen. Es gibt kein Stress zu Hause deswegen, aber es ist schon mittlerweile grenzwertig. Klar, wenn man sich massiv auf irgendwas vorbereitet und der familiäre Rückhalt, den ich ja auch wirklich damit strapaziere - ist "bemüht", dann sinkt auch meine Mentalität dazu.


    Ich denke, hier liegt der Hase im Pfeffer. Das darf alles nicht zum Spagat werden. Spätestens 2018 nach der EM werde ich zurückfahren, auch im Verein. Ich muss einen Weg finden, wo alle wieder glücklich sind.