Denn zum Kämpfen sind wir da: Sollte es Muss oder nur Können sein?

  • Moin Leute,


    ein Verein hat sich an mich und einen Freund von mir gewendet, weil die Mitglieder sozusagen verschwunden sind. Fehleranalyse und Reflexion? Pustekuchen.


    Wir sollen jetzt das quasi bereits gesunkene Schiff retten... dabei ist unsere Art zu trainieren absolut Kampf bezogen und mit deren Gehampel nicht vereinbar.


    Was ich mal mit euch diskutieren wollte:

    Ich bin ja durchaus so tolerant geworden zu zugestehen, dass man mit dem 1. Dan in irgendeiner Kampfkunst nicht unbedingt Kämpfen können muss, da er ja erstmal nur anzeigt, dass man die Grundlagen gelernt hat. Dass man sich ansonsten auch der Bewgungsfolklore hingibt und nur Spaß am Formenlaufen hat, ist von mir aus auch noch OK.


    Aber (jetzt kommts) gänzlich intolerant bin ich aber, wenn sich ein KAMPFsportverein für das Erlernen einer Kampfkunst und Selbstverteidigung präsentiert und dann NUR und AUSCHLIEẞLICH Techniktraining, Formenlauf, Schrittkampf und Hirnverbrannten SV gelehrt wird.


    Für mich gänzlich unverständlich ist, wie man sich BEREITS innerhalb der eigenen Kampfart dem Kämpfen versperren kann. Das ist wie Tennisspielen ohne Ball... Und ich veräppel euch nicht, unausgesprochen liegt dieser Philosophie die Annahme zu Grunde, dass man durch das bloße "Kata-Training" den Zweikampf zur Perfektion lernen kann.


    Ich könnte jetzt nocht Beispiele hier herein schreiben, die das blanke Entsetzen auslösen könnten, wie zum Beispiel, dass extra keine Deckung trainiert wird, damit man so schön ohne Verletzungsrisiko treten kann, weil man könnte ja den Ellbogen treffen... Auf mein Argument, den Tritt mit Gemach und wohlplatziert auszuführen, wird nicht eingegangen.


    Diese Leute treiben mich zur Weisglut, weil sie so fernab von der Realität trainieren und ihre Meinung immer Überordnen und sachliche Argumente als Angriff verstehen.


    Frage an euch: Wie und mit welchem Erfolg, habt ihr euch den Traumtänzern entgegen gestellt?


    FG

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

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  • Moin Leute,


    Was ich mal mit euch diskutieren wollte:

    Ich bin ja durchaus so tolerant geworden zu zugestehen, dass man mit dem 1. Dan in irgendeiner Kampfkunst nicht unbedingt Kämpfen können muss, da er ja erstmal nur anzeigt, dass man die Grundlagen gelernt hat. Dass man sich ansonsten auch der Bewgungsfolklore hingibt und nur Spaß am Formenlaufen hat, ist von mir aus auch noch OK.

    Bis zum 1 ten Dan sind wieviel Jahre Training?


    In meinem Club so ca. sechs Jahre, regelmäßige Trainingsteilnahme vorausgesetzt.


    Die KK ler die sechs Jahre trainieren und dann "nicht unbedingt" Kämpfen können, im Sinne, sportliches Sparring, sorry.


    Da ist alle Kritik seiten der KS Leute mehr als angebracht.

  • Danke für deine Antwort.


    Du triffst natürlich vollkommen meine Meinung.


    Also in diesem Verein sind 3 Jahre bei zwei mal Training pro Woche... Dan-tauglich.


    Ich zähle mal auf, was die nicht trainieren und wovon die noch nie gehört haben:

    - Rhythmusaufnahme, Bruch, Schrittschule, Beinarbeit etc.

    - Raumaufteilung, Angriffslinien, Distanzen,

    - Ausweichbewegungen, Fangtechniken, Schlagaufnahme

    - Würfe, Hebel, (Fishhooken :D Dirtytricks? Vergiss es)


    Schockerzitat aus einem anderen Verein, aber ähnlich aufgestellt. Der war richtig geil. :D Aber leider doch kein Witz.


    ALSO: Das Taekwondo ist ja für die Trittlastigkeit berühmt berüchtigt und das auch zu Recht.


    Jetzt trainieren mein besagter Kumpel und ich da feuchtfröhlich mit und machen, oh selten erlebt, echten Fußkampf. Also NUR Trittechniken, die auch NUR mit Beintechniken abgefangen und gekontert werden dürfen. Eine sehr gute Trainingserfahrung.


    Wir hatten dann abgesprochen, dass wir so und so oft die eine Seite und dann die andere trainieren. Ergo, beide Beine einsetzten.


    Auf einmal sagte die Trainerin: "Wir machen Fußkampf traditionell nur mit rechts."


    Da ist in mir eine Fensterscheibe zersprungen.


    Bevor ich zu viel schreibe...


    Schönen Start in die Woche ;)

    Si·g·na·tu̱r
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  • Hilft im Grund nur eins: Regeln festlegen, VK Sparring und dann los.


    Meine Zeit würde ich nicht für sowas opfern, wenn die Leute ihr Ding machen wollen, bitte.


    Nur dann brauch man sich halt nicht wundern, wenn es "Haue" gibt wenn man mal auf "Kämpfer" trifft.


    In der Halle ohne großes Risiko, mit Anspruch auf "SV" könnte es draußen böse enden.


    Zeitverschwendung!

  • Täuschbewegungen kennen die übrigens auch nicht. Und wie man Lücken provoziert und ausnutzt auch nicht.


    Mir fällt bestimmt noch mehr ein.


    :D


    Die stellen ihr Wissen einfach nicht auf den Prüfstand.


    Ja waste of time.


    Mein Kumpel meint, wir sollen einfach unser Ding durchziehen und drauf sch**ßen. Problem: Bereits jetzt werden wir immer wieder gefragt, und natürlich erklären wir unsere Methoden...


    ... die dann sowieso nicht angenommen werden.


    Vorteil für uns: Ne Halle und Duschen.

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  • Wir sind harte Hunde und trainieren bei Wind und Wetter draußen...


    ... vermutlich haben wir bereits mehr im Regen gestanden, als Mas Oyama unter Wasserfällen trainiert bzw. meditiert hat. :P


    Ok ist gelogen, wir stellen uns dann unter Dächer. :D Aber hat irgendwie Flair... und vertreibt die rumlungernden Kiffer.

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  • Smoo, tut mir Leid, aber das bringt doch nix.


    Bis zum ersten DAN drei Jahre... no comment

    Kein (zumindest regelkonformes) Sparring....no comment


    Interessant ist, dass die Leute Fragen stellen, die Trainer/Lehrer aber blocken.

    Eigentlich sollten die sich mal ihr Konzept durch den Kopf gehen lasen und überlegen, warum Mitglieder ausbleiben!


    Wenn Ihr das aus reinem Eigennutz macht - was ich durchaus verstehen kann - dann regt Euch nicht auf.

    Allerdings läuft es dann auf einen größeren Konflikt hinaus, weil ihr gegen die dort gelehrten "Prinzipien" verstößt.


    Aus Sicht des Trainers würde ich mir das nicht auf Dauer gefallen lassen - Auch wenn Ihr zwei Beide recht habt.

  • Allerdings läuft es dann auf einen größeren Konflikt hinaus, weil ihr gegen die dort gelehrten "Prinzipien" verstößt.

    So sieht das nämlich aus.


    Man hat uns mitgeteilt, dass man sich für unsere Neuerungen öffnen würde.


    Dann habe ich gesagt, dass wir zwar vom Bodenkampf vielleicht ungefähr 5% Ahnung haben, Basics und einpaar Techniken. Meine Frage war, wie die das nach her abprüfen wollen, wenn sie an dem TKD-Gürtelprüfungssystem feshtalten.


    Zitat: "Das traue ich mir zu."


    Von jemandem der:

    - noch nie gekämpft hat

    - keinerlei Bodenkampferfahrung hat


    ----


    Ich offenbare mal all meine Arroganz:

    Um den Leuten mal einen Maßstab zu nennen, wollte ich erst einpaar Metaphern bringen. Aber schon nur halb ausgesprochen, wäre das eigentlich eine Beleidigung. Also hatte ich überlegt tatsächlich zu sagen, dass ich mit dem rechten Arm auf den Rücken gebunden, nur mit Links dazu in der Lage wäre jeden Schwarzgurt in diesem Verein nicht nur zu dominieren... wobei sie alle Techniken außer Augenstiche, Haareziehen u.Ä. anwenden dürften. Ich würde mich sogar zu 16oz Handschuhen hinreißen lassen.


    Mein Kumpel bat mich das nicht zu tun.

    Dahinter steckt nicht, zu zeigen, watt ich für ein grandioser Hecht bin, weil ich im Moment eher nicht fit bin (viele Verletzungen), sondern es steckt dahinter ganz einfach deren kämpferisches Unvermögen aufzudecken. Eigentlich ist das nicht mal wirklich arrogant, weil das ja tatsächlich so ist.


    Ich würde sogar 100€ darauf wetten.


    Und stelbstversändlich kann ich das auch so unterrichten, dass es ohne Meistergehampel auskommt oder Geheimgeschnörkel.


    Steinigt mich!

    Si·g·na·tu̱r
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  • Hey Smoo,


    um es kurz zu machen, ich sehe zwei Möglichkeiten: entweder stellst du deinen Weg dem Vorstand vor und sagt so und nicht anders oder du sagst gleich "Nein."


    So wie du es schilderst, glaube ich nicht das sie bereit sind deinen Weg zu gehen. Zum anderen gebe ich auch zu bedenken das es viele Grautöne gibt und nicht nur schwarz/weiß.

    Jeder hat einen anderen Fokus oder Interpretiert es anderes. Die Frage die sich mir stellt ist, kannst du oder willst du dich für den Verein verbiegen?


    Ich würde die Anfrage ablehnen.

  • Jo danke.


    Also mir ist noch was eingefallen, wovon die keinen blassen Dunst haben, weil schon das Vokabular nicht vorhanden ist:

    - Konditionierung des Gegners

    - Akzentuierung eigener Angriffsabfolgen (darunter verstehe ich das abfeuern von Techniken mit eher mäßiger Kraft bis dann eine Technik wie ein Hammer in die Lücke schlägt)


    ---


    Normaler Weise wäre die Sache auch einfach zu lösen. Es gibt einpaar Probleme:

    - Man ist bestrebt die Hallenzeiten zu halten, weil man nie wieder so günstig an eine öffentliche Halle kommen wird.

    - Mein Kumpel will da eigentlich mit mir für 'uns' trainieren... nur sieht er nicht die Probleme - habe bisl das Gefühl, dass er sehr blauäugig in diesen Punkten ist. Außerdem sehe ich es als meine Pflicht, Trainingsteilnehmer entsprechend zu involvieren und nicht einfach mein Ding da durchzuziehen... was dann definitiv zu Konflikten führt. Wie ihr ja merkt.


    Was mich persönlich richtig suckt, und damit möchte ich auf deine Frage:

    kannst du oder willst du dich für den Verein verbiegen?

    eingehen.


    Ja klar kann ich das. Bin flexibel. Könnte auch das Ganze als sehr Taekwondo lastig angepasst verkaufen.


    ABER


    Die Leute verstehen ja schon ihr eigenes Handwerk nicht. Für die ist der Makki einfach ein Block. Wie im Karate ja auch von vielen nicht verstanden wird, dass das Fangtechniken und Hebelansätze sind. Das heißt, auch hier habe ich mich soweit entwickelt, dass das mit deren Taekwondoverständnis nicht mehr vereinbar ist.


    Das habe ich denen auch unverblümt gesagt. Davon ist fast nichts über geblieben. Weil ich eben das TKD komplett für mich durchgewuselt habe - mit Ausnahme der Hyongs.


    Lustiger Weise sind mein Kumpel und ich auch indirekt beleidigt worden. Der Trainer, der eigentlich komplett aufhören wollte, tauchte auf einmal auf und hielt 10 Minuten Monolog, ohne jedes Einholen anderer Perspektiven geschweigedenn der Frage nach Richtigkeit seiner Annahmen. Ich kenne ihn jetzt seit bald 14 Jahren und "Kickboxen" war für ihn immer so eine Art Idiotensport... als ich ihm das mit dem Bodenkampf und dem übriggebliebenem TKD erklärte (ich war übrigens nicht unhöflich dabei oder so), dann meinte er doch glatt "Ja, dass ihr dann da euer Kickboxen macht..." so in dem Sinne. Boah der Typ hat das Ding voll vor die Wand gefahren und bringt so knaller Sätze wie "Jetzt muss ich hier irgendwie die Kuh vom Eis holen."


    Nein!


    Puh...


    Der Standpunkt zur zeit ist: Wir trainieren für uns, und wer will, der kann mitmachen, muss sich aber dann um sein Prüfungsrogramm selber kümmern, weil wir das schlicht nicht liefern.

    Si·g·na·tu̱r
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  • ein Verein hat sich an mich und einen Freund von mir gewendet, weil die Mitglieder sozusagen verschwunden sind.

    ... tja, warum sind die Knilche wohl einfach so 'verschwunden'?

    und wohin sind die eigentlich 'verschwunden'?

    Hast Du das mal gefragt?

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Mein Kumpel war da schneller und viel stärker involviert.


    Also im Grunde wissen die, dass es an der Einseitigkeit liegt, aber versperren sich trotzdem dem VVarum.


    Ich meine, man muss sich mal reintun, dass der "Haupttrainer" glaubt, dass man vom reinen Hyonglaufen das Kämpfen perfektioniert. Der Kerl ist Akademiker, Soziosachen studiert, sieht aus wien Lauch, heißt Lauch, hat ne Lauchfrisur spricht sogar Lauchisch fließend...


    Die haben es nicht geschafft (seit 2003 gibt es den Verein), genug Pratzen anzuschaffen, dass 10 Mann Paarweise trainieren könnten. Die haben Sage und SCHREIBE 3 Pratzen - meine ich jedenfalls - (eine davon aus massiv Holz mit Leder umwickelt - habe ich gespendet und ist 'ne Eigenkreation :D dachte halt damals, dass das irgendwie gut wäre, da war ich noch Anfänger.)


    Achja! Und die haben ganz viel keine Ahnung davon, wie man mit Pratzen umgeht. Die nehmen Schlabberpratzen und halten sich diese für Faustschläge :D Oder stellen sich in einer Reihe auf damit jeder mal einen ApChagi treten kann.


    Leute, das ist Bullshido in Perfektion!

    Si·g·na·tu̱r
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  • Also ich bin ja auch Akademiker.... (du doch auch! :P )


    Ne mal im Ernst, wenn die das nicht schaffen genug Pratzen ranzuschaffen innerhalb von 10 Jahren, dann kannst du den Verein doch in der Pfeife rauchen. Ich hab mittlerweile als Privatperson 4 Paar Handpratzen und 3 viereckige (wie auch imemr die heißen: Torsogröße) sowie 11 Bokken/11 Tanto/11 Suborito (kommt davon wenn man an ner Schule ne AG gibt und dann nicht mehr mit aufhören kann :D ). Kann doch nicht so schwer sein, sich das als Verein anzuschaffen.



    Andere, mögliche, Vorgehensweise:

    Die wollten euch als Trainer haben, richtig? Dann sollen sie sich auch an euer Training halten. Tun sie das nicht weil sie denken ihr Gehüpfe und Formenlatschen reicht aus, wird nen Exempel statuiert und ausprobiert, ob das denn wirklich ausreicht. Nur ein wenig Stress aufbauen beim Sparring ohne wirklich voll durchzuziehen. Schauen wie die sich geben. Und dann anhand dieser Erfahrung mit denen das Stück für Stück durchgehen warum ihr das so udn so macht.

    Evtl. hilft das ja, im Zweifelsfall: Hau den Lauch um, schau allen mit verstörtem Blick in die Augen und grunz sie an, dass jetzt alles auf dein Kommando hört :P

  • Ne mal im Ernst, wenn die das nicht schaffen genug Pratzen ranzuschaffen innerhalb von 10 Jahren, dann kannst du den Verein doch in der Pfeife rauchen. Ich hab mittlerweile als Privatperson 4 Paar Handpratzen und 3 viereckige (wie auch imemr die heißen: Torsogröße) sowie 11 Bokken/11 Tanto/11 Suborito (kommt davon wenn man an ner Schule ne AG gibt und dann nicht mehr mit aufhören kann ). Kann doch nicht so schwer sein, sich das als Verein anzuschaffen.


    Ich kann vermutlich nicht alles aufzählen, aber nur mal zur Demonstration, um was für ein Vielfaches ich als Einzelperson mit meinem Zeug einen Verein übertreffe...


    Dann wird auch verständlich, warum ich so intolerant bin, wenn ein Verein das nicht geschissen bekommt wenigstens Pratzen anzuschaffen. Das ist für mein Verständnis eine Grundausstattung, mit der man ordentlich trainieren kann. Ich lege großen Wert auf ganzheitliches Training insbesondere synergetische Gestaltung (HIT) und auch Optimierung der Muskelketten, deshalb die Gerätschaften bei mir.


    Wenn mich jemand fragt, ob ich eine Alternative zu irgendwas kenne. Ja.


    - Habe eine richtig edele 76 kg Haudraufsäule aus 8 Autoreifen selbst gebaut, kann man auch aufhängen.

    - Bank fürs Bankdrücken

    - Ständer für Hantelkniebeugen

    - Eine Normale Stange

    - Eine SZ-Stange

    - Gewichte um im 5kg Schema stufen zu können bis 150 KG <- richtig nice über die Jahre abgestaubt Manchmal hat man auch Glück :)

    - 6 Kurzhanteln zum Schrauben

    - Fausthanteln 1kg

    - 2 Thaipads

    - 2 Boxpratzen

    - 1 Boxbirne, wo ich meine beiden Schlabberpratzen dran gebastelt habe, für Angriffe auf Leber und Milz

    - 4 Paar Schienbeinschoner

    - 2 Paar Unterarmschoner

    - 6 verschiedene Paar Boxhandschuhe: MMA, Boxsackhandschuhe, 16 oz Sparringshandschuhe, 12 oz Sparringshandschuhe, TKD-Handschuhe 2 oz, 2 Paar billig Dinger fürs Grappling.

    - 2 Paar Suspensorien

    - 1 TKD-Helm (Mein Boxhelm wurde geklaut :( )

    - Cut: Diverse lustige Trainingsgeräte wie Schläuche, Seilchen, Gummibänder, Biegehantel, Türreck etc. (Makkiwara abgebaut und weggeschmissen)


    Mir fehlt noch:

    - Vorschlaghammer und LKW-Reifen (darauf kann man auch sau gut für die Vaden hüpfen).

    - Lange Ropes

    - Der Abslite 5000 :P

    - Kettelmoped




    Jetzt der Verein:

    - 3 Pratzen

    - 4 Seilchen, die ich mal gespendet habe und nicht benutzt werden

    - 2 Kampfwesten, die keiner nutzt

    - Zettel

    - Stift

    - Klarsichtfolie

    - versiffter Notfallkoffer

    - die haben den geklauten Boxsack nicht ersetzt


    :D




    Sorry


    -------------------------------------------------


    Also ich bin ja auch Akademiker.... (du doch auch! )

    Nein ich bin Schtudent und verleugne die Möglichkeit zu scheitern nicht... Ist nicht in Sichtweite, daher ist alles in Dortmund.


    Exempel statuiert

    Wie gerne ich das machen würde. :( Aber "Sparring" ist zu gefährlich. Das machen die fast gar nicht, und wenn, dann wird nur gehüpft im Ultraleichtkontakt ohne Schutzkleidung. Alle haben berechtigter Weise Angst, dass ein Tritt in die Weichteile geht, oder Schienbeine zusammenstoßen... weil sie einfach nieeeeeee richtig ins Sparring eingeführt wurden.


    Und der Sabum (Trainer auf koreanisch :P ) Lauch hat in den 14 Jahren die ich ihn kenne, an keinem Trainingssparring teilgenommen. Es spielt aber auch keine Rolle, weil das TKD-Sparring, das die machen, so dermaßen schlimmschlecht aussieht und die in ihrem Hamsterrad auch nur diese Form zu kämpfen kennen, wäre eine Exempelstatuierung schlechterdings nicht möglich gewesen, denn es wäre dasselbe Rumhüpfen wie immer gewesen. Egal wie lustig ich da Techniken hingezaubert hätte, das wäre wie üblich ignoriert worden. Ganz früher, als noch viele junge Leute da waren, da haben wir auch tatsächlich echt miteinander gesparrt. Das hatte zwar auch kein Niveau, war aber trotzdem eine wichtige Erfahrung.


    Sidestory:

    Ich habe auch nur einmal ein echtes Exempel an jemandem statuiert. Ein Trainer aus einem anderen Verein, war auf einmal Danträger. Der war so Ende 40 zu dem Zeitpunkt, ist kleiner als ich aber genauso schwer, Mops halt. Der hat mich richtig schräg angesaugt und meinte, ich solle bloß richtig jetzt mit ihm Sparring machen. Habe das komplett nüchtern sachlich aufgenommen und war einverstanden, er kündigte schließlich an mich nicht zu schonen. Habe ihn einfach bisl ins leere Kicken lassen, ich hatte ja richtige Stepschule gelernt. Vorder-Bein angetäuscht und mit dem hinteren auf die offene Seite "Roundhouse" abgezogen. Wir hatten Westen an und Schienbeinschoner... Aber naja, datt hat gefruchtet. Er brach sofort ab. 30 Sekunden Sparring insgesamt.


    Tat mir im Endeffekt leid. Der war in der Midlife Crisis - hätte ihm auch einfach das Ego streicheln können. Der wollte sich nur messen, es gab keinen Grund mich doof anzumachen. Auf solche Situationen stehe ich nicht, dann geh ich einfach. Es gibt so viele Leute, die noch schlechter sind und meinten sie wären unerkannte Weltmeister... man kann sie einfach nicht alle verhauen.


    Schwamm drunter.


    ;)


    FG

    Si·g·na·tu̱r
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  • :O Klingt spannend was du hast....Zwecks LKW-Reifen: Bei meinen Eltern auf dem Hof hab ich eine ganze Trainingsscheune, bzw. mein Vater und ich ^^


    Da fängts an mit Boxsack, Makiwara in verschiedensten Formen (Vater ist Karateka u.a.), Reifen zum hinter sich herziehen, Reifen zum Draufhämmern, Reifen für Beinchen hoch und Renn du Sau, Seile zum Klettern, herabhängendes Tuch für Grifftraining, Kettelbell, Hantelbank, Holzfigur zum Draufkloppen mit Bokken und Jo, alter ausgedienter Barren, Kletternetz, alte ausgediente Matten und nen selbstgebautes Griffset zum Bouldern. Ich vermiss die olle Scheune gerade :(



    Was den Verein angeht: Haben die keinen Tiefschutz? (Ich fürchte du antwortest mit NEIN)


    Ich hatte vor vierJahren ein ähnlich gelagertes Problem:

    Mein alter Aikidoverein (gehört nicht dem Aikikai Deutschland an), in dem ich "das Rollen" gelernt habe bzw in dem ich das erste Mal im Leben Aikido trainierte, war für längere Zeit für mich wieder nur die einzige Trainingsmöglichkeit.

    Viele von denen, die mit mir angefangen hatten waren schon "hoch" graduiert (4 Jahre Training und bereits beim 1. Kyu bzw schon 1. Dan). Ich hatte mittlerweile einiges an neuem Input durch mein Studium und dem dort von mir besuchten Verein sowie durch verschiedenste nationale und internationale Lehrgänge. Im Aikikai war ich damals trotz 3 Jahren Trainings dort nur nen 5. Kyu (mit 4 Jahren insgesamt Aikido-Erfahrung). Mitunter auch, weil bei uns da nicht so viel Wert auf "du musst schön regelmäßig die Prüfung machen" gelegt wurde. Gab halt auch keine bunten Farben wie im anderen Verein.

    Kam ich also wieder zum Training mit meiner weißen Binde und wurde dafür schon mal als Erstes angezählt nach dem Motto "watn da los, du musst doch auch schon braun sein hier und so". Naja, die Diskussion nach Sinn und Unsinn war dann kurzweiig, man wollte prüfen was ich denn schon gelernt hab woanders. Sah dann so aus, das wir im abschließenden Trainingsrandori richtig "hart" rangenommen wurden. Der Trainer war recht ruppig bei mir und extrem viel nur über Kraft gemacht und sein Körpergewicht gemacht. Bei den anderne weniger stark. Dann war ich an der Reihe, ausgeführt etc. und es polterte ständig bie vielen anderen:

    Die konnten trotz des jahrelangen Trainings immer noch nicht richtig rollen! Sapperlot war ich da stinkig, durfte mir ja vorher die ganze Zeit dumme Sprüche ob meines Gürtels anhören. Die Attacken waren auch alle recht halbherzig bzw stumpf ohne Erfahrungswerte was Schlagen udn Treten angeht. MEin damaliger Lehrer im Studienort hatte auf vernünftige Technik auch beim Schlaen und Treten geachtet (er kam aus zwei anderen Kampfsportarten mit viel Sparringserfahrung). Ich hatte dann mehrmals freundlich darauf hingewiesen. Ebenfalls als vom Trainer nur mit viel KRaft gezerrt etc wurde als er dran war.


    Irgendwann reichte es mir dann ob der Beratungsresistenz:

    Trainer kam mit einem "Schlag" zum Oberkörper und bekam dafür die Quittung. Danach durfte ich mehrere Male das Training leiten. War interessant, da zwar alle es "lernen" wollten aber irgendwie keiner sich dran gehalten hat. Habs dann aufgegeben und bin gottseidank wieder umgezogen in einen Ort wo ich nun wieder in nem richtigne Verein trainieren kann und auch wieder viel Crosstraining zugelassen wird unter dem "Harten kern" der Trainingsgruppe.



    Letzten Monat war ich dann wieder bei besagter Trainingsgruppe:

    Gleiche Spiel wieder.....Rollen können sie immer noch nicht korrekt und mittlerweile haben zwei weitere nen Schwarzgurt um den Bauch. Konditionsmäßig siehts auch sehr bescheiden bei denen aus...

    Aber die ganzen Begriffe der Techniken kennen sie auswendig. Die Prinzipien sind zwar immer noch nicht verstanden und Variationen bzw. flexible Umwandlung der Techniken kriegen sie iimmer noch nicht hin, aber was solls.

    Schärfste war dann das Bokkentraining. Grader Schlag zum Men, keinerlei aus dem Weg gehen, schlechter Block. Beim zweiten Mal gabs dann ne Schelle von mir bei meinem Trainingspartner (1. Dan) und ne Ansage. Beim dritten MAl sauste das Bokken dann bis kanpp auf den Kopf und daraufhin folgte dann eine Standpauke vom Trainer woraufhin ich meinte, man solle evtl erst einmal lernen (vor allem bei nem Schwarzgurt), dass man aus der Linie verdammt nochmal rauszugehen hat wenn da mit schweren MAterial gearbeitet wird. So nen Bokken eitert nämlich böse raus.



    Im Endeffekt muss man da überlegen (in unserer bieder Situationen): Will man den Anderen helfen udn was beibringen oder lässt man sie mit ihrer Dussligkeit alleine und zieht sich zurück.

  • Was den Verein angeht: Haben die keinen Tiefschutz?

    In jedem Verein wo ich war, hatte man da auch lieber seinen eigenen... den man gefälligst am Geruch wiedererkannt hat.


    So nen Bokken eitert nämlich böse raus.

    :D


    Im Endeffekt muss man da überlegen (in unserer bieder Situationen): Will man den Anderen helfen udn was beibringen oder lässt man sie mit ihrer Dussligkeit alleine und zieht sich zurück.

    Ja, also ich hebe noch mal hervor. Mein Kumpel war derjenige der zu erst gefragt wurde. Nun hatte er die Chance gewittert, für uns bessere Bedingungen ranzuholen. Ich bin aber der Ansicht, dass wenn wir da gebeten werden mitzuhelfen auch in der Pflicht stehen dafür Sorge zu tragen, dass der Verein wieder auf die Beine kommt: Ergo, die Leute mittrainieren können. Folgeproblem: So ist das nicht deren TKD...


    Diese Blauäugigkeit nervt mich. Man kann sich in einem Verein nicht isoliert verhalten. Es sei denn, dass es klar so abgesprochen ist.


    Ich bin immer für klare Verhältnisse.


    FG

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Hey Smoo...


    jetzt ist ja schon Vieles geschrieben worden. Die ganzen Beispiele, die du hier angeführt hast, treiben mir eine Mischung aus Angst-Schweiß und Lach-Sabber aufs Lätzchen.

    Aber lass uns das Ganze doch mal auf nen gemeinsamen Nenner runterbrechen:


    - DIE haben EUCH um Hilfe gebeten, weil ihnen die Mitglieder weglaufen

    - Bei eurer "Überprüfung" stellt sich raus, dass die Leute hanebüchene Trainingskonzepte und Einstellungen zum Thema Kampfsport fahren

    - Ihr macht Verbesserungsvorschläge, die dann stante pede geblockt werden ("Ja-Aber-Prinzip)


    Auf diesem Boden lässt sich doch nicht arbeiten. Entweder habt ihr das Mandat, was an den Konzepten zu ändern oder ihr lasst es bleiben.

    DIE wollen was von EUCH. Also strampelt euch nicht ab bis zum Frust sondern macht denen das klar. Klar, wenn ihr denen alles auf links dreht, was für die gut und recht ist, haben se natürlich ein Problem. Niemand lässt sich gern seine eigenen Ansicht zerpflücken. Aber zumindest eine kritische Selbstreflexion erwarte ich von jemandem, der sich anmaßt, anderen etwas beizubringen.


    Und bitte...bitte lass ab von irgendwelchen Fantasien alá "Ich krieg euch auch mit einem Arm klein". Das mag schon sein. Nur erstens kann´s eben auch ganz anders laufen und zweitens macht das keinen guten Eindruck...vor allem nicht, wenn Erstens eintritt. ;)

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer

  • Hallo Perath,


    Danke für deine Antwort.

    Auf diesem Boden lässt sich doch nicht arbeiten. Entweder habt ihr das Mandat, was an den Konzepten zu ändern oder ihr lasst es bleiben.

    DIE wollen was von EUCH. Also strampelt euch nicht ab bis zum Frust sondern macht denen das klar. Klar, wenn ihr denen alles auf links dreht, was für die gut und recht ist, haben se natürlich ein Problem.

    Also ich bin ja sozusagen mittelbar gefragt worden. Als mein Kumpel mir die Lage erklärte überschoss es mich. Aber kurz zu deren Konzept: Die hatten früher teilweise 4 Gruppen. Kindertraining lief wohl auch nicht schlecht. Aber eigentlich profitierte der Verein davon, dass die Eltern froh waren, dass die Dötze ausm Haus waren, weil wirklich interessiert daran, was die da lernen, und ob es funzt - Pustekuchen. Selbst mein Vater weiß nicht was ich wirklich kann. Habe mich daran gewöhnt, dass es irgendwie typisch deutsch ist.


    Die haben das Training dann so gemacht:

    Tag 1:

    Gruppe 16 - 17 Uhr Kleinstkinder 6 - 8

    Gruppe 18 - 19 Uhr Kinder 8 - 12

    Gruppe 19 - 20 Uhr Jugendliche bis 16

    Gruppe 20 - 21 Uhr Erwachsene


    Tag 2:

    identisch


    Tag 3:

    90 Minuten Halle auf für freies Training (Hallenzeit wurde abgegeben, hat keiner wahrgenommen)


    Als ich im Verein war, gab es Tag 3 noch, da wurde dann gesparrt. Und an den Wochenenden trafen wir uns draußen (meine Initiative). Heute gibt es pro Trainingstag nur noch eine Gruppe, ich glaube manchmal 2.


    Das Training war immer Schema F:

    15 Minuten aufwärmen, 15 Minuten Dehnen, 30 Minuten Taekwondo


    Bei 2 Trainingstagen die Woche hat man also effektiv eine Stunde reines Taekwondotraining gemacht, denn das Aufwärmen wurde immer häufiger "Basketball".


    Als ich dem Verein kündigte, hatte ich erklärt (als Rotschwarzgurt - bis heute - den hohen Danträgern gegenüber), dass das Taekwondo auf 5 Grundsäulen steht. Dazu gehören:

    - Grundschule

    - Formenlauf

    - Wettkampf

    - SV

    - Bruchtest


    Aber es wurden nur 3 trainiert. Es wird ja schon nicht auf den Bruchtest spezifisch hingeübt, sondern am Tag der Prüfung aufeinmal ein Brett hingehalten... was ich für fahrlässig halte. Natürlich wird einpaarmal irgendwie ein Übungsbrett hingehalten, aber niemals so oft, dass echte Routine aufkommen könnte. Das habe ich mir alles sozusagen selbst beigebracht.


    Man hat nicht auf mich gehört, nach mir bröckelten die Leute meines Alters alle weg. Es blieben nur die, die von Mama gebracht wurden... übrigens waren die Trainergehälter bei 12,50€ Monatsbeitrag angenehm...

    Ich ging dann in einen Wettkampfverein und war schon von der Pratzenvielfalt entzückt. Dort blieb ich auch einpaar Jährchen, bis mir das TKD zu bunt wurde, aufgrund der schlechten Armarbeit. Egal. Dort trainierte ich 120 Minuten 4-5x die Woche und es wurde ALLES sportartspezifisch gemacht. Obwohl ich schon Träger des 1. Kups war, dachten die, ich wäre Grüngurt und würde flunkern. Es dauerte ca. 1 Jahr, bis ich endlich hart treten konnte. Nach 3 Jahren, war mein Tritt so schnell, dass die Pratze von beschleunigte, als mein Bein wieder am Boden war. Diese Form des Tretens ist ja das Ideal des TKD. In dem Verein, den wir retten sollten, war das Hexenwerk und gänzlich unbekannt.


    Nun zu meinem Vorschlag von "Konzept":


    1. Weg mit dem Meistergehampel, angrüßen OK und dann wird auf Augenhöhe mittrainiert und jeder trainiert direkt mit uns durch Partnerwechsel, damit die Betreuung besser/direkter ist und vor allem nicht von oben herab. Leadership.

    2. 15 min Seilchen, 15 min Koordination, 15 min dynamisches sportartspezifisches Dehnen, 30 Minuten Techniktraining mit Erläuterung, 30 Minuten Ballern zum Einschleifen evtl. Anwendung/Sparring aber in jedemfall Kräftigungsübungen, 15 Minuten Dehnen und Cooldown.

    3. Dafür müssen die Gruppen nur zusammengelegt werden. Was ja kein Problem ist, da ja ohne hin keine Sau kommt.


    Das würde, wie du schreibst, tatsächlich alles auf links drehen, aber auch das Niveau anheben.


    Bevor ich zu viel schreibe: Mein Kumpel meinte "langsam und stetig" und ich meinte "die Form muss vorhanden sein, sonst kriegen wir da nur einen Haufen Mist organisiert".


    Aber zumindest eine kritische Selbstreflexion erwarte ich von jemandem, der sich anmaßt, anderen etwas beizubringen.

    Joah.


    Man meinte in einer SMS an mich persönlich, dass die Gespräche zu viel Nachdenken geführt hätten und man sich für die Neuerungen öffnen würde.


    Witzlos hier: Wie soll das umgesetzt werden, wenn weiterhin blöde Gürtelprüfungen abgehalten werden in dem der Theorieteil enthalten ist, das TKD drölftausend Jahre alt ist. Das ist doch die genuine Zeitverschwendung - Detailwissen, das keine Sau braucht und auch noch falsch ist. Als ob ürgendein Muay Thai Kämpfer jemals versucht hätte genau zu datieren, wie alt das Muay Thai Boran ist. Reicht doch, dass das sagenumwoben und alt ist. Und dann kann man doch hübsch trainieren.


    Selbstreflexion kann man auch Schauspielern will ich damit sagen.


    Heute ist Training. :D


    Bin ja mal gespannt, was heute passiert.


    P.S.: Bei Aldi sind Kettelbells für 12 € im Angebot. Vermutlich aus Plastik, aber das ist mir egal. Gehe mir jetzt einen Kaufen.


    P.P.S.: Danach kaufe ich mir Schotter und kippe den innen Eimer. Wollte schon länger die Fingerstiche verbessern. ;) <- womit dann klar wird, warum das Problem auch "ich" ist und nicht unbedingt nur der Verein... der as natürlich verbockt hat, aber ich nunmal fernab von deren Realität "rumgeister".


    FG

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Witzlos hier: Wie soll das umgesetzt werden, wenn weiterhin blöde Gürtelprüfungen abgehalten werden in dem der Theorieteil enthalten ist, das TKD drölftausend Jahre alt ist. Das ist doch die genuine Zeitverschwendung - Detailwissen, das keine Sau braucht und auch noch falsch ist. Als ob ürgendein Muay Thai Kämpfer jemals versucht hätte genau zu datieren, wie alt das Muay Thai Boran ist. Reicht doch, dass das sagenumwoben und alt ist. Und dann kann man doch hübsch trainieren.

    Hier möchte ich ein wenig relativieren.

    Einig sind wir uns defintiv in der Sache, dass theoretische Hintergründe richtig vermittelt werden sollen. Keine Diskussion.


    Ob aber eine Schule Theorie-Anteile in die Prüfungen mit übernimmt oder nicht ist Philosophie-Sache.

    Wenn ich da einen Rat geben darf: Offensichtlich ist das Training an sich bei denen Quatsch. Gut, daran kann man arbeiten und das effizienter gestalten. Ordentlicher WarmUp, Technik-Training, etc.

    Versuche, das Training auf technischer Seite zu verbessern und effezienter zu machen, aber versuche der Schule nicht, ihre Grundphilosophie abzusprechen. Vielleicht ist Geschichte der Kampfkunst in deinen Augen Zeitverschwendung...eine legitime Sichtweise. Aber man kann das auch anders sehen. Für mich war es z.B. immer wichtig, auch die Hintergründe der Kampfkünste zu erfahren, die ich trainiert habe.

    Trainings-Methodik ja, Schul-Philosophie nein. Vielleicht wird dann auch das gegenüber ein bissl gewährender. ;)

    Ansonsten gefallen mir deine Ansätze sehr gut.


    Darf ich aus Erfahrung dringend empfehlen, den SV-Teil als tragende Säule zu verschweigen? :D

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer