Denn zum Kämpfen sind wir da: Sollte es Muss oder nur Können sein?

  • Leute, Rechner aus, ab in´s Bettt mit warmen Tee und mal abspannen. Ich mag hier keinem eines auf den Deckel geben müssen.

    Kaji



  • ALs Forumit : Ideale können existieren wenn man sie denn verwirklicht. Durch Negierungen natürlich nicht.

    Damit : Schlaft man schön.

  • Bedeutet: Wenn ein Boxer besser boxt als ein Ringer ringt, dann wird jawohl der Boxer gewinnen, es sei denn, der Boxer richtet sich nach den Ringerregeln und darf nicht boxen oder andersherum. Aus meiner Sicht stehen sich dann auch nicht zwei Kampfsportarten gegenüber, sondern zwei Kämpfer.

    Hallo Paladin,


    auch das ist von vielen Experten bereits analysiert worden. Der Boxer entwickelt echtes boxerisches Vermögen später, als ein vergleichbares "Exemplar" im Ringen. Heißt: Wer fleißig ein halbes Jahr ringen lernt (ich greife hier schon zu hoch) ist einem Boxer, Karateka, Taekwondoin, Capoeirista, Kickboxer und MTler (die *ing *ungler traue ich mich nicht ;) Die sind immer zu Tode beleidigt) mit selber Erfahrung idR. überlegen - dieser Vergleich lässt sich so eigentlich nicht aufstellen, weil man ja eigentlich zwei mal dieselber Person bräuchte. Aber es gibt einfach mittlerweile genug Videomaterial das ausgewertet wurde. Ob die Leute das hören wollen oder nicht.


    Für mich spielt hier auch überhaupt keine Rolle, ob irgendwer drölfzig Jahre KK-Erfahrung hat, und hier eine andere Meinung meint haben zu müssen. Das respektiere ich absolut. Aber ich gehe eben am liebsten wissenschaftlich vor. Und alle längsschnitt und querschnitts Beobachtungen - dazu gibt es kein Material in irgendwelcher Literatur, jedenfalss wäre mir das neu - zeigen diese Entwicklung auf. Woher ich das weiß? Weil ich mit den Profitrainern offen reden konnte. Man hat mit mir intellektuell auf Augenhöhe geredet. Da kam keiner mit: Du bist doch noch nicht mal Dan-Träger, mit dir rede ich nicht. Die Leute waren sogar manchmal echt Dankbar für das Interesse und die Aufgeschlossenheit. Ich habe gerne mit diesen Leuten gequasselt und Erfahrungen abgegriffen - ich habe da wohl mit Sicherheit am Meisten profitiert. Mancher meinte auch, dass er froh sei, dass das endlich erkannt werde - traurig wie langsam sich das entwickelt. Aber wir sehen, manche streuben sich. Ich kann da nichts gegen tun, als zu sagen: Videos vergleichen und analysieren was das Zeug hält. Das Meiste an Bedeutung für die Erfahrung aus den Analysen werfen nicht die Profikämpfe ab. Das ist aber mein Erfahrungswert. Meine These sehe ich eher bestätigt, wenn ich mir die "Unbekannten" angucke, die für sich ins MMA gehen. Der eine aus dem MT-Schuppen mit bisl BJJ, der andere aus einem echten BJJ-Schuppen mit bisl MT... ich weiß, auf welchen Anfänger ich meine Kohle setze.


    Alle MMA-Profischuppen haben sich diese Erkenntnis ganz ganz dick ins Programm geschrieben. Da will ich mir aber sowas von sicher sein.



    Ringer sind also nicht grundsätzlich einem Boxer überlegen, oder andersherum. Aus meiner Praxis bzw. meiner Erfahrung heraus würde ich nur so weit argumentieren: Es ist einfacher, an jemanden heranzukommen, als jemand auf Entfernung zu halten. Insofern haben m. E. sämtliche Nahkampfsportarten, wie z. B. Judo, Wrestling aber auch Ringen durchaus Vorteile, wobei eben diese Vorteile auch erst einmal genutzt werden müssen. Alles Andere hat nichts mit einem System, sondern den Voraussetzungen des Sportlers zu tun, als da wären Kampferfahrung, Kondition, Nehmerqualitäten, etc.

    Ich stelle auch nicht das System Ringen über andere Systeme, sondern die Fertigkeit des Grapplings-/Bodenkampfes als die überlegene Fertigkeit gegenüber dem Standupfight dar.


    Bitte nicht missverstehen.


    Und ich wiederhole: Alle Arten von isoliert trainierten Standupfightern, werden von Ringern weggefrühstückt.

    (isoliert trainiert = absolut keine Bodenkampferfahrung)


    Ich widerspreche also ausdrücklich.


    Auch aus eigener Erfahrung, setze ich noch eins oben drauf. Ein austrainierter Ringer mit Boxerskills, ist für einen reinen Boxer überhaupt nicht mehr zu kontrollieren.


    Das darfst du anders sehen, es widerspricht aber aller Analysen im Profibereich und der Entwicklung aller modernen Hybriden. Ich schreibe das auch nicht, weil ich das von Anfang an gelernt habe, denn früher wäre ich eher deiner Sichtweise gefolgt. Ich bin mir nur sicher, dass ich mich damals geirrt habe.


    Letzter Gedanke: "Echtes Kämpfen" findet weder beim Ringen, noch beim Boxen statt. Für das Training zum "echten Kämpfen" müssten - entsprechend der Realität - auch sämtliche Distanzen, also Kicken, Boxen, Trapping, Ringen und Boden trainiert werden.

    Da sind wir uns, zumindest verstehe ich das jetzt so, zu 100% einer Meinung.


    ---



    Hier eine Ringergeschichte von jemandem, der sich im Dienste des Volkssouveräns befindet... und daher auf gar keinen Fall verfiziert werden können darf.


    Also:


    Es war einmal in einer Institution, irgendwo in Europa, in welcher auf bestimmte Schutzbefohlene besonders aufgepasst werden können muss... Zu diesem Zwecke wird auch heute noch ein verpflichtendes Selbstverteidigungsprogramm gefahren. So kam dann der Schönling, er sah etwa so aus...


    nosferatu_1.jpg


    ... zur Ausbildungsstätte... und wurde zum SV-Training beordert. Das wurde geleitet von einem Taekwondoka, und einem Kickboxer. Beide von sich überzeugt, vor allem, dass das alles richtig ist, insbesondere lagen auch noch alle anderen stetig falsch.


    Es ergab sich die typische Situation in welcher zwei Dummbatzen KK-ler über alles in der Welt erhaben rumschwadronierten, ihr eigenes Nirvanalahmarschprogramm durchzogen, sich gegenseitig dabei bestätigten, wie klasse doch diese Ausführungen doch alles seien. Die Jungs waren warm, gedehnt, trainiert.


    Ja da sagt doch glatt mein alter Trainingskollege (ein halbes Jahr habe ich gerne mit ihm trainiert; ein ganzes haben wir gerne mal miteinander gequatscht... er mit internationaler Kampferfahrung zu mir, der ohne irgendeine Ahnung vom Ringen... hat bei ihm einbisl was gelernt der Smoo)


    "Hallo, ich bin X. Hört mal Jungs, was ihr da macht, das funktioniert so nicht." <- aus der Erzählung meinte er es wohl ehrlich, so kannte ich ihn. Offen und direkt.


    *kurz-am-Bier-nippen-und-dann-weiterschreib*


    Darauf haben sich diese Leute, sie schienen wohl mit der Meinungsfreiheit nicht umgehen zu können, echauffiert. Sie waren dermaßen sauer, dass ein kleiner Azubi... mit hässlichen Blumenkohlohren (was für mich Warnsignal wäre...) dieses grandiose Selbstverteidigungsprogramm, das insbesondere dazu geeignet seien MUSSTE die Personen in Obhut bei Ausrastern unter Kontrolle zu bringen.


    Und dann meinten die doch glatt frech werden zu müssen und sagten: "Was fällt dir ein. Was glaubst du als Azubi... Wer bist du überhaupt."


    So jetzt muss man sich das mal kurz in korrekte Relation setzen, denn die beiden, die aufgemuckt haben, die sahen ungefähr so aus... Also der Erste von beiden, jedenfalls der Erzählung nach,


    der muss so ausgesehen haben:


    200?cb=20120413110946&path-prefix=de


    Und der Andere... ja ähm, den stellte ich mir so vor:


    colorful-vector-illustration-of-a-cartoon-green-goblin-smoking-a-pipe-fbje38.jpg



    Bevor hier irgendeiner meckert:

    1. Die Geschichte ist, was die Dialoge angeht, wahr!
    2. Auch die Situation ist insgesamt wahr, kann halt nicht ins Detail gehen! Daher halt ausgeschmückt, damit es nicht zu abstrakt ist.
    3. Ich weiß, was naturalistische Darstellungen sind, und ich versuche ein möglichst wirklichkeitsnahes Bild abzuliefern, was die Details angeht... (Ich weiß nömlich leider nur, was der X so richtig gut kann, aber nicht mehr, ob es jetzt Kickboxen oder sonst was wahr... sorry)


    Der besagte X, erklärte dann unter Offenlegung seiner Erfahrung, dass die gezeigten Abläufe zu kooperativ seein, und kein Mensch sich so verhalte, wenn er nicht ordentlich geschockt wurde... oder sofort in den richtigen Griff kommt... Er habe schon in vielen Situationen solche Erfahrungen gesammelt.


    Ja, man glaubt es nicht, man würde sagen, das denkt sich der Smoo doch bloß aus. Nein. Was jetzt kommt, das ist so gewesen.


    Doch die beiden Helden vertieften ihren Stolz in der Unterhaltung: "Wenn du meinst, dass du es drauf hast, dann kannst du es uns ja zeigen... Fraikampf..."


    Der gute X erklärte, dass er an sowas kein Interesse habe... blabla... lasstet sein. Braucht doch keiner.


    Die beiden Helden: "Wenn du so zurückspringst, dann hast du wohl doch keine Ahnung."


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    einhornfleisch_eff89a5985a475378cd3170917df5aaf.jpg


    --- Werbung Ende --- :D



    Es kam zu einer Absprache. Nur jeder Einzeln. Alles erlaubt, außer Groinkicks und Fingerstiche, Haareziehen, Handflächen auf Ohren... das Übliche.


    Der Erste:


    Griff ihn an, versuchte ihn zu stürmen. Der X hat den einfach "untertaucht" über die Schulter hochgehoben und fallen lassen. Keine Schnitte. Der konnte nicht weitermachen... war raus.


    Der Zweite:


    Wollte es wohl besser machen... scheiterte ebenfalls an einem Wurf.


    An einem einzigen Wurf. Beide.


    Ergebnis:

    Beide Helden verletzt, mussten Krankenschein schmeißen. Ärger für alle vom Chef...


    ----


    Jetzt könnte man ja meinen, dass diese einzelne Geschichte keinerlei Gehalt hat, um daraus auch nur irgendeine Regel ableiten zu können.


    ----


    Deshalb hier die zweite Geschichte, die geht auch viel kürzer.


    Da waren also ganz viele junge Danträger in den 80ern und 90ern, die sich gerne mal aufs Korn nahmen. Haben sich untereinander gerne gerappelt und gesparrt. Bis dann einer in den Bodenkampf ging und alle dominierte. Die anderen zogen nach...


    Diese Leute binden sich heute keinen Dan mehr um, denn was du sagst, das stimmt schon. Der Kämpfer ist ein Idividuum. Aber die Fertigkeiten des Standupfights und des Ground-'n'-Pound unterscheiden sich signifikant. Beides für sich reicht dem Laien gegenüber bei weitem aus, aber nicht, wenn man auf Gleichstarke trifft. Da zählt im offenen Gefecht, wer mehr Kontrolle hat, wenn er dem Erstschlag entweichen oder fressen konnte...


    Daher schließe ich mit.


    Gute Nacht.


    :D


    Träumt was Schönes


    :D

    Si·g·na·tu̱r
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  • P.S.:


    Dann gehe ich pennen. Oder noch erst spazieren... Habe ich jetzt im Schreibgewusel vergessen. Wollte noch irgendwie einen Bezug zu Maßstäben und Erfahrungswerten hier im Forum aufbauen.


    Schnüffler ist hier der Bescheidenste. Ich weiß um seine Kraftwerte, die hat er offengelegt. Ich kenne die Kampferfahrungen anderer Kämpfer, die in Osteuropa gekämpft haben... das Regelwerk... Kampfklasse...


    Irgendwie empfinde ich es immer als äußerst schade, dass diese Leute, ihre Erfahrung nicht über die Tastatur bringen. Mal hier mal da... immer kleine Hinweise. Nicht böse gemeint von mir jetzt, aber das ist typisch für diese vollaustrainierten Wettkämpfer. Die Leute kennen ihr Handwerk und gut. Sie bleiben am Ball und sind auch im Forum aber wo bleibt der Einsatz für die eigenen Erfahrungserte? Ist kein Angriff und keine Aufforderung! Ich meine bloß, dass eben diese Leute dieses Wissen ganz besonders verifiziert haben. Ich möchte dich nicht, Schnüffler, falls du es liest, in Verlegenheit bringen, oder dazu nötigen den Käse zu lesen und zu bestätigen oder zu widerlegen. Mir geht es gerade nur um meinen Maßstab.


    Wenn ich also irgendwo aufschlug, um Gespräche bat und da interessiert lauschte, dann ergab sich meistens sowas: "Was, du glaubst nicht, dass Bodenkampf so wichtig ist? Dann geh mal zum Jup rüber, den erkennst du am lustigen Ohr, deswegen nennen den hier alle Ohri..." Und dann durfte ich dem Lauschen, der mich dann wieder zum nächsten schickte. :D Und so verifizierte ich über deren Kampferfahrung, worauf ich in Kampfanalysen achten musste. Und einpaar meinten "Ohne eigene Erfahrung in den Systemen, erkennst du nicht, was die da treiben." Daher war ich überall mal irgendwie, bis ichs wenigstens etwas geschnallt habe.


    Ich bin nie so weit gekommen im Wettkampf, um sagen zu dürfen, dass ich wüsste, wie ich einen solchen Kämpfer aufbauen muss, weil ich beruflich zu weit eingespannt war. Aber ich lasse mir bestimmt nicht die Fähigkeit absprechen, das einschätzen zu können. Dafür habe ich zuviel in das Training und allem Zipp und Zapp investiert.


    Daher: Wer diese, also Schnüfflers (jetzt am konkreten Beispiel) Art zu kämpfen beherrscht, und diese Kraftwerte aufweist. Ja mein lieber Scholly, dann setzt man sich hin und hält die Fresse und staunt. Das ist Zerschnitzeln in Reinform.


    Nur damit wir mal irgendwie einen Bezugspunkt hier aus dem Forum haben. Sorry Schnüffler, wenn ich dich jetzt hier irgendwie verzerrt dargestellt haben soll, ich meine ich kenne dich ja auch nicht, aber ich bewerte dich jetzt auch nicht, sondern das, was ich mir Vorstelle... zusammengewürfelt aus dem was ich von dir und von anderen weiß. Internationale Kampferfahrung in aber genau jenem Stil und in diesen Bereichen, das sagt einfach verdammt viel aus. Dazu die berufliche Expertise und die mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit erprobte Anwendung. Wenn hier irgendeiner weiß, was Bodenkampf ausmacht...


    Also ich fände schön, wenn die Leute ihre Maßstäbe offenlegen würden. Mehr als das ganz ehrlich zu formulieren kann ich nicht.


    Gute Nacht


    :sleeping:

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  • Smoo, das war ein wirklich guter Text. Leider kann ich zu deiner Aufforderung nicht viel beitragen.

  • Smoo, was ist denn deine genau Frage?
    Was möchtest du wissen?
    Für wie wichtig ich den Bodenkampf halte?

    Wie meine Erfahrungen im Bodenkampf im Vergleich zum Standkampf sind?
    Wie die dienbstlichen Erfahrungen dazu sind?

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • Moinsen,


    Schnueffler schrieb:

    Für wie wichtig ich den Bodenkampf halte?

    Wie meine Erfahrungen im Bodenkampf im Vergleich zum Standkampf sind?


    Wie die dienbstlichen Erfahrungen dazu sind?

    Joah, also alle Antworten auf diese Fragen läsen sich hochinteressant.


    Denke ich doch. ;)

    Si·g·na·tu̱r
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    • Hilfreich

    Na dann will ich mal versuchen, die Sicht meiner Dinge darzustellen.


    1.Für wie wichtig ich den Bodenkampf halte?

    Ich halte den Bodenkampf für elemantar wichtig, genauso wie den Standkampf, den Kampf mit Waffen und Gegenständen.

    Ich muss unterscheiden, was ich wofür benötige. Habe ich a) eine Wettkampfsituation mit entsprechendem Regelwerk oder b) eine Selbstverteidigungssituation ohne Regeln oder c) eine Maßnahme des unmittelbaren Zwangs, wo gewisse Regeln vorherrschen.

    Zu a) Wettkampf:
    Ich bin im Thai und Kickboxen, sowie in reinen Judo und Grapplingwettkämpfen gestartet. In fast keinem Wettkampf bin ich vollkommen untergegangen (einmal im Kickboxen bei einem Anfängerwettkampf, mein 2. Kampf jemals im Kickboxen, sonst noch keine StandUp Kämpfe betrieben, gegen jemanden angetreten, der im K1 und MT B-Klasse gekämpft hat, aber im Kickboxen halt noch nicht) Aber gegen die Spezialisten auf ihrem Gebiet hatte ich im Endeffekt keine Chancen. Mein Hauptaugenmerk lag immer auf den Allkampf Wettkämpfen, sprich MMA im Gi und etwas dickeren Schützern. Ich hatte das Glück, dass ich einen Trainer und Coach hatte, der ein sehr gutes Auge für Leute hatte und mir direkt sagen konnte, bleib im Stand oder gehe mit dem runter. Um im Stand zu bleiben, muss man was von Takedowns/Würfen verstehen, um diese zu Verteidigen. Will man selbst in den Boden, dann muss man auch was von Würfen verstehen und wie man diese vorbereitet. Ich am liebsten durch Schläge und Knie im Clinch. Im Boden muss man dann auch wissen, was man machen muss, um in entsprechende position zu kommen, um zu submitten oder um GnP anwenden zu können.
    Zu b) Selbstverteidigung:
    Hier ist es für mich extrem wichtig zu wissen, was ich tun muss, um NICHT in den BOden zu kommen, sprich meine Verteidigung muss gut sein. Aber ich kann mich nur gegen was verteidigen, was ich auch kenne. Selbiges für den Bodenkampf selbst. In der SV ist mein Bestreben möglichst schnell wieder in eine dominante Position zu kommen und den Angriff zu beenden. Da muss ich aber wissen, wie ich dahin komme.
    Zu c) Unmittelbarer Zwang:
    Hier muss ich wissen, wie ich jemanden im Team zu Boden bringen kann und dort fixieren und kontrollieren kann, ohne ihn zu verletzen. Andere Voraussetzungen, aber trotzdem wieder das Wissen und das Können, eine dominante Position einzunehmen.

    Zusammengefasst, Bodenkampf ist wichtig um ihn zu vermeiden, genauso um notfalls schnell wieder auf die Füße zu kommen.


    2. Wie meine Erfahrungen im Bodenkampf im Vergleich zum Standkampf sind?

    Als reiner Grappler bin ich zu schlecht. Da frühstücken mich die BJJ Leute, Luta Livre Leute, Judoka, Ringer, etc. Was bei mir gut ist, was auch sehr viele dieser Leute bestätigt haben, dass es für sie extremst schwer ist, mich in den Boden zu bekommen. Wenn dann noch Schläge und Tritte erlaubt waren, wurde es für sie um so schwieriger. Selbiges im Boden. Reines Grappling kann ich halbwegs verteidigen, komme aber selten gegen die Spezialisten dazu, selbst eine Submission durch Würger oder Hebel anzusetzen. Sobald GnP erlaubt ist, fällt mir vieles leichter.

    3. Wie sind die dienstlichen Erfahrungen?
    Gut. Sei es Leute dort zu kontrollieren und zu fixieren, so dass die Maßnahmen durchgeführt werden können oder auch die Durchsetzungeiner Maßnahme, in dem ich einen Beschuldigten ko würgen musste, damit er keine gefahr mehr für mich und meine Kollegen darstellt.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • Stell dich ahnungslos, dann gehts dir gut.

    Ich benutze kein Twitter und weiß nicht was du willst. Aber egal du wirst jetzt von mir ignoriert, auf deine Tiegschläge kann ich verzichten.

  • Hallo Paladin,


    auch das ist von vielen Experten bereits analysiert worden. Der Boxer entwickelt echtes boxerisches Vermögen später, als ein vergleichbares "Exemplar" im Ringen.


    Da ich von so einer "Expertenanalyse" noch nie etwas gehört habe, 2 Fragen mit der Bitte um klare, konkrete und kurze Antworten. Wenn das also so ist, solltest Du die Fragen genauso beantworten können...


    1. Wo kann ich die Expertise dieser wissenschaftlichen Analyse nachlesen? Bitte um einen entsprechenden Link

    2. Um was für "Experten" handelt es sich? Hier bitte die Namen, Professionalitäten und Vorerfahrungen


    Ich wäre Dir nun sehr dankbar, Deine Gedanken künftig, wir Dir schon geraten wurde, in wesentlich kürzeren Sätzen zusammen zu fassen. Mein Problem: Mitterweile weis ich überhaupt nicht mehr, was Du überhaupt noch für Standpunkte vertrittst. Du verennst Dich in Argumentationen, Deine Antwort auf Fragen beantwortet mit unter eben nicht die Frage (siehe Trapping), Du schweifst aus. Um das Thema hier rund zu bekommen bitte ich Dich, Deinen Standpunkt in max. 3 kurzen Thesen (pro These max. 3 Sätze) zu begrenzen. Ansonsten wäre ich eher dafür, diesen Thread zu schließen. Hier findet kein Austausch, sondern Monologe statt.

  • Hier mal meine Gedanken zu dem (gerade etwas ausufernden) Thema:


    1. Das Kommunikationsverhalten einzelner Forums-User gehört aus meiner Sicht nicht öffentlich, sondern per PN besprochen. Ich persönlich komme mit Smoos Postings gut klar, bin aber auch eher ein engagierter Leser. Da kippt Kritik schnell mal in einfaches Bloßstellen hinüber. Außerdem kann ich nicht erkennen, dass Smoo mit seinen Formulierungen gegen die Forums-Regeln verstoßen hätte.

    2. Über eine solche "Expertenanalyse" weiß ich auch nichts. Und ich würde mich auch stark wundern, wenn diese Aussage zuträfe. Aus meiner Sicht sind boxerische Bewegungen wesentlich einfacher in ihrer Ausführung, als ringerische. Das ist jetzt allerdings keine qualitative Aussage, sondern mein persönliches Gefühl aus dem Thai Boxen und ein wenig BJJ-Training vor ca. 15 Jahren.

    3. Dass der Bodenkampf dem Stand-Up-Fight im sportl. Wettkampf eher überlegen ist, zeigt ja ganz klar die UFC als eine Art Langzeitstudie. :) Alle haben sich fröhlich auf die Zwölf gehauen bis irgendwann ein Gracie kam und die Kontrahenten ein Stockwerk tiefer festgeschraubt hat. Und wie ja schon gesagt wurde, ist es einfach, jemanden mit einem TakeDown auf die Matte zu bringen, als ihn in Tritt- oder Schlagdistanz zu halten.


    So...hab ich alles? Jap, das wars! ;)

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer

  • Beim 3. Punkt muss ich Dir widersprechen...


    So z. B. leite ich nicht aus den Gracies ab, dass der Bodenkampf einem Nicht-Bodenkampf überlegen ist. Ich leite daraus das ab, was ich immer schon gesagt habe: Sowas liegt an keinen "Dingen", sondern an den Kämpfern. Es gibt - gerade im UFC so viele derbe Knock-Outs im Outfight. Daher stehen sich nirgendwo und niemals Systeme gegenüber, sondern Kämpfer und deren Attribute (Erfahrung, Kondition, Nehmerqualitäten, etc.)... das hat ausschließlich was mit den Menschen zu tun, nichts mit dem System.


    Von daher ist es per se eben nicht einfacher, jemanden mit einer Technik, wie z. B. einen TakeDown, auf die Matte zu bringen. Im Umkehrschluss ist es auch nicht per se einfacher, jemanden mit einem Jab oder Cross auf die Matte zu bringen. Es liegt immer an den Kämpfern und ihren Vorlieben.


    Allenfalls ist es einfacher, an jemanden heranzukommen, als jemanden auf Distanz zu halten, der rankommen will. Genau das lässt sich in der Praxis mit ganz einfachen Mitteln gut spiegeln.

  • Natürlich kommt es am Ende auf den Kämpfer an. Ein guter Boxer hat deutlich mehr Chancen als ein schlechter Ringer.

    Es gibt auch nicht "das überlegene" System, vollkommen richtig.

    Ich denke aber doch, dass es "an den Dingen" liegt...zumindest zu einem gewissen Prozentsatz. Ja, es gibt brutale Knockouts, aber ein Großteil der KO´s im MMA kommt durch Submission zustande.

    Und da es leichter ist, an jemanden ran zu kommen als ihn auf Distanz zu halten zeigt sich das Grappling IM KONTEXT eben als überlegen.


    Aber am Ende ist es auch egal...am Ende gewinnt eben der bessere Kämpfer, da sind wir 100% einer Meinung. Wie üblich kommts halt immer auf den Bezugsrahmen/Kontext an. ;)

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer

  • Sorry, wenn ich dem nochmals widerspreche, weil es m. E. schon auf den GENAUEN Blick auf die Praxis ankommen. Falsch ist im obigen Zusammenhang das Wort überlegen. Es stimmt nicht nur in diesem Kontext nicht, sondern auch überhaupt. Nichts ist jemanden überlegen. Es geht schlichtweg immer um das Ausreizen der eigenen Eigenschaften, z. T. sogar um Tagesform.


    Anstatt das Wort überlegen zu benutzen Zeit die Praxis eher, dass hier das Wort vorteilhafter es besser trifft. Bei einer Überlegenheit erwarte ich Gewinn. Ein Vorteil bleibt - praktisch gesehen - nur ein Vorteil. Den muss man dann auch erst nutzen. Und richtig, weil eben das ENDE genau das spiegelt: Es gewinnt immer der Kämpfer, der besser gekämpft hat.

  • Guten Tag in die freundliche Runde,


    Ich dachte mir, dass es von Vorteil wäre, wenn man hier einen Break macht und das ganze aufspaltet in mehrere neue Fäden:


    • Hier ist der Faden, der dazu dienen soll, dass wir das mit den Traumtänzern geregelt bekommen:

    Die Definition: Traumtänzers

    • Hier ist dann noch ein Faden, der die Sache mit dem Bodenkampf aufgreift und etwas ernster ausgestaltet:

    Diskussion: m.M. wird zur h.M. in der Welt der Kampfkünste (Bodenkampf < Standpkampf)


    • Und hier geht es zu einem Reflexionsthema, damit wir über einpaar Kommunikationsprobleme quatschen können, damit sich für die Zukunft solche Probleme vermeiden lassen:

    Reflexionsthread zum Thema: Denn zum Kämpfen sind wir da

    --------------------------------------------


    B R E A K

    Im weiteren wird wieder nur noch auf die Situation und die Entwicklung Bezug genommen, die sich vor Ort ergibt, um das Thema wieder auf Spur zu bringen.

    Danke für die Teilnahme und das Verständnis.

    Si·g·na·tu̱r
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  • Smoo - jetzt bleibe ich mal hartnäckig.


    Du hast behauptet, dass von "vielen" Experten analysiert wurde, dass Boxer ihr "echtes boxerisches Vermögen" später als ein Ringer entwickelt. Ich halte das für eine plumpe Behauptung. Entkräften könntest Du das - und genau darum habe ich Dich gebeten - indem Du Dein Argument mit einer entsprechenden Expertise dieser "Experten" belegst. Kannst Du das nicht, bleibt Dein Argument allenfalls eine Behauptung und das Thema ist druch. Also: Kannst Du Deine Behauptung belegen oder nicht?




  • Ja aber bitte im entsprechenden Thema.


    Ich habe deine Fragen weder übersehen noch ignoriert. Habe aber den Tag über auch nur begrenzt Zeit.


    Bei den Themen sind wir auf gemeinsame Definitionen angewiesen. Deshalb habe ich, damit dieses Thema wieder zurück zum Ursprungsideenfluss findet, gedankliche Trennungen in neuen Threads manifestiert.


    Jetzt sitze ich mit Handy im Bus und nehme mir die Tage Zeit für meine Thesen. Bis dahin kannst du dann dort gerne Anfangen zu widerlegen oder andere zu stützen.


    FG

    Si·g·na·tu̱r
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  • Nicht ausweichen. Anstelle der ganzen neuen Fäden hättest du auch einfach die Fragen beantworten können.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!