DM Bowhunter DFBV 2017

  • Hier ein kurzes Feedback von der Deutschen-Meisterschaft Bowhunter 2017 des DFBV in Coswig.


    Zuerst ein dickes Lob an den kleinen Coswiger Heimat-Sportverein und den anderen vielen Helfern und dem DFBV für das, was sie da gestemmt haben. Immerhin mussten 435 aktive Teilnehmer bespaßt und "organisiert" werden.

    Wenn ich an die Dessauer-Gegend denke, fällt mir nur plattes Elbauenland ein und ich habe befürchtet, dass sich die Schwierigkeiten der Schüsse im Wesentlichen an ans Limit gestellte Tiere definieren würden. Ich wurde eines Besseren belehrt. Ich hatte das Glück, am Samstag und Sonntag zwei richtig interessante Parcours schießen zu dürfen. Tag 1 war eine ehemalige Kiesgrube mit einigen doch recht spektakulären Schüssen. Und Tag 2 verbarg ein Wäldchen gleich in der Nähe ein Gelände, welches mittelgebirgs-ähnliche Schusssituationen offenbarte. Die Leute in meinen beiden Gruppen waren super nett und vom Allgäu über Bayern, dem Saarland und dem Ruhrgebiet hatte ich bei mir alles vertreten. Dafür mussten die dann mein Berliner Akzent ertragen.

    Wettertechnisch passte auch alles zu einer DM. Hatten wir in der Kiesgrube noch die pralle Sonne, stapften wir am Sonntag mit Modder an den Stiefeln bei Regen durch den Wald und schlitterten Abhänge runter.

    Die Tier-Auswahl hätte vielfältiger sein können, auch die Qualität bestimmter Tiere war für eine DM manchmal suboptimal. Die Schüsse jedenfalls waren z.T. recht anspruchsvoll.


    Ich selbst bin am Samstag verdammt gut gestartet und hatte in meiner Gruppe 12 Pflöcke die Führung inne, dann wurde es etwas zäher und musste mein erstes Miss in der Doppelhunter verzeichnen. So richtig auf einen grünen Zweig kam ich dann nicht mehr. Tag 2 fing dagegen mies an. Deutlich kälter und nass fing meine Gruppe gleich mit Hunter-Schüssen an mit einem Vieh, was auf max. Entfernung gestellt war (etwa 54 Meter). Miss 1 für mich. Ziel 2, ein Krokodil "duckte" sich knapp unter meinem Pfeil: das 2. Miss. Was für ein "toller" Start. Ziel 3, ein liegender Eber hatte ich auch schon aufgegeben, tatsächlich hatte ich in noch knapp erwischt. danach rappelte ich mich wieder einigermaßen. Zum Ende hin ging jedoch das taktieren und Punkte-rechnen wieder los, was mich nicht gerade lockerer machte.

    Aber man merkt, das bei einer DM schon eine andere "Qualität" am Start ist. Fällt die Leistung bei vielen Schützen bei regionalen Regenturnieren deutlich ab, spielte das in Coswig keine Rolle.


    Unter die ersten 10 zu kommen war mein Ziel. Nach Tag 1 war ich 12. und obwohl ich am Tag 2 minimal besser war musste ich noch mal 2 Plätze hergeben. Am Ende 14. von 27 in meiner Wertungsklasse. Hört sich undankbar an. aber ich bin nicht unzufrieden. Der Abstand nach oben ist nicht "unmachbar". Da ist noch Potential vorhanden, zumal ich Material benutzt habe, was ich kurz vorher erst zusammengestellt habe.

  • Der Abstand nach oben ist nicht "unmachbar". Da ist noch Potential vorhanden, zumal ich Material benutzt habe, was ich kurz vorher erst zusammengestellt habe.

    ... also zunächst mal meine Gratulation zum bisher Erreichten,

    das sollte doch Mut für die EM machen :)

    Suche das Einfache und misstraue ihm.
    (Alfred North Whitehead, Logiker und Philosoph, 1861-1947)

  • Naja, vielleicht lasse ich mich um-operieren. Bei den Mädels wäre ich punktetechnisch Vize geworden...;)

  • Sag nur du hast nicht die Witwe genommen? :D Dennoch, was so in dem Mittelfeld landet ist voll okay... je näher die Treppchen, um so panischer der Schütze.. und Ego-Geplagter 8o

    "Die Wahrheit versteckt sich oft hinter Lügen"
    Meins!! :D

  • Sag nur du hast nicht die Witwe genommen? :D Dennoch, was so in dem Mittelfeld landet ist voll okay... je näher die Treppchen, um so panischer der Schütze.. und Ego-Geplagter 8o

    Nee, meine Langstrecken-Artillerie: Hoyt HPX MT und Hoyt F4 WA, Gabriel GUX BiDrop Pfeilauflage und Gabriel Magnetraster-Button. Ich habe mich den Tag vorher noch für die schwächeren Wurfarme mit nur 50 lbs auf den Fingern entschieden. Bei meinen stärkeren F4 habe ich 56 lbs auf der Patsche. Dagegen ist ja die Witwe mit ihren 45 lbs gerade mal ein Schlüppergummi. Da muss ich ja die NASA anrufen, wenn ich auf ein auf Limit gestelltes Vieh der Kategorie 1 beim DFBV schieße. Ich könnte ja aus versehen ein Satelliten mit der Pfeilflug-Parabel erwischen.biggrin-svg


    KAJIHEI

    Ich habe leider kein schön glänzendes langes Haar, sonst könnte ich glatt als Conchita Wurst durch gehen.

  • Also liest man diese Bogennamen, so denkt man willkürlich an Staubsauger und Steroanlagen in den frühen Jahren...Der Super duper mit 3 overhampling auf Gleitfrequenz bei gleichzeitigenm tunig der Bassläufe im Einhklang....Und alles mit Magnetschalter....

  • Hihi, bei teilweiser Namensvergebung der Teile.. joa.. könnte man denken. Da gibt es Namen wie Formel4, Eclips, Genesis, Knight, Aeroforce.. bla bla bla. Staubsauger? Rennwagen? Ritter =O ? Flugzeug?

    Aber die Technik die dahinter steckt. Die ist die selbe, wie bei den Top Modernen Autos, Ski oder Flugzeugbau. Da werden Analysen gemacht wegen Vibrationen und Energie-Effizienz. Auf ganz hohem Niveau. Auch bei Geräuschentwicklung ist man da schon sehr empfindlich.

    Beschrieb eines Compoundes:

    • IBO/ATA - bis zu 370+ fps
    • Standhöhe – 5” / 127mm
    • Let Off - 75%
    • Achsmaß - 34 1/16” / 86,5cm
    • Gewicht – 1,8 Kg
    • Erhältliche Zuggewichte - 50#, 60#, 70#
      80# mit Aufpreis (77,00€)
    • Auszugslängen - 24” - 30” (61 - 77cm)
    • Kinetische Energie - 82,10 @70#

    Die Auflistung klingt schon als würde man ein Auto kaufen wollen :D


    Darum gibt es auch Menschen, die wollen echt nur, ein mit Schnurr gekrümmter Stock. 8o und gut is! Die heißen dann nur Falke, Wolf, Habicht... ^^

    "Die Wahrheit versteckt sich oft hinter Lügen"
    Meins!! :D

  • Darum gibt es auch Menschen, die wollen echt nur, ein mit Schnurr gekrümmter Stock. 8o und gut is! Die heißen dann nur Falke, Wolf, Habicht... ^^

    Nööö! Da kann ich gegenhalten: ich hatte mal einen English Warbow, also einen schlichten Eibenbogen.

    Und das geht so: English Warbow, 83.67 Zoll, 78 lbs bei 29 Zoll Auszug, alpine italienische Eibe in 2000 Meter auf Karstsinter gewachsen, Sturmbruch, Tips im englischen Stil aus asiatischen schwarzen Büffelhorn, Rohhautbacking, Rohhautpfeilanlage, ohne Griffleder/Wicklung, Leinölfinish.:P

  • Was? 83.67 Zoll? ^^ Das ist ja mehr ne 2m Dachlatte als ein Bogen. Aber sonst klingt der doch sehr interessant. Nur.... welcher arme Indianer musste da gehäutet werden für das Backing? =O

    Ach neee... ROH-Haut :D:D nicht Rothaut :D

    "Die Wahrheit versteckt sich oft hinter Lügen"
    Meins!! :D

  • Ja, ging nicht anders bei meinem Auszug. Nach dem der Prügel nach 30 Schuss halbwegs elastisch war, haben meine Finger mit der weißen Fahne gewedelt. Ach hatte ich noch vergessen, der Bauch war wärmebehandelt. So lange ich den Warbow hatte, zeigte er null Stringfollow.

  • Ach, immer diese verwirrenden Fachbegriffe ^^ Allgemein können die Stöckbögen mit der Zeit ihren Power verlieren. Müssen aber nicht. Aber sobald sie ein Backing haben, oder eben Bauch wurde wärmebehandelt, passiert das weniger.

    Und bei knappe 84Zoll und der regulären Standhöhe, ist da eine Änderung im Zugverhalten eh nicht, oder kaum spürbar. ;)

    Das ist ja kein Hasel oder Manau :D

    "Die Wahrheit versteckt sich oft hinter Lügen"
    Meins!! :D

  • Der Artikel ist fehlerhaft. Das ist nicht ein sondern sind zwei verschiedene Begriffe mit verschiedenen Bedeutungen! Stringfollow ist die zusätzliche Krümmung gegenüber der "Ruheform" direkt nach dem Schießen. Die geht mit der Zeit auch wieder zurück.

    Der Set ist dagegen die permanente Krümmung gegenüber der Ausgangform. Also Stringfollow -> temporär, Set -> permanent.

  • Ach, immer diese verwirrenden Fachbegriffe ^^ Allgemein können die Stöckbögen mit der Zeit ihren Power verlieren. Müssen aber nicht. Aber sobald sie ein Backing haben, oder eben Bauch wurde wärmebehandelt, passiert das weniger.

    Kommt drauf an. Unsachgemäß angewendet können genau diese Maßnahmen auch zur Zerstörung des Bogens beitragen.