Was macht einen Meister zu einem Meister ?

  • Aus meiner Sicht kann man eine Sache nie absolut meistern. Jede Situation, jedses neue Projekt wirft Fragen auf für die amn häufig kein antwort hat. Esisit wie bei n den japansichen Tsubameistern. Jeder entwickelt einen Meissel nach dem anderem, im Laufe der Zeit hat man hunderte um seine Vorstellungen in das Metall schneiden zu können. Anders gesagt , es gibt kein Ende des Lernvorgangs. Also meistern in dem Sinne sit unmöglich.

    was aber geht aus meiner Sicht, ist das ganze Zeug welches man im Laufe der Jahre gelernt und erprobt hat weiter zu geben. Das nennt man Lehren wenn ich mich nicht irre. Insofern ist der begriff Lehrer für einen sehr weit Fortgeschrittenen der vermittelt akkurater. Ansonsten ist und bleibt man ein Lernender.


    Nur meine Gedanken dazu

  • Anders gesagt , es gibt kein Ende des Lernvorgangs.

    Wenn irgendjemandin/-er irgendwen anderes ausbildet, in egal was. Und es wird alles an Grundlagen, Spezialitäten und Tricks weitergegeben.


    Die/Der Ausgebildete macht seine "Zunft" auf und geht seinen Weg.


    In dem Moment, wenn das Handwerk als "ebenbürtig" von anderen anerkannt wird, diese von der Verbindung zwischen Ausbilderin/-er und ausgebildeter Person allerdings nichts wissen, dann ist ein neuer Meister entstanden.


    In dem Moment wurde der alte Meister zum Großmeister.


    Und in dem Moment, als sich beide treffen und beim Bierchen überlegen, wie sie einen Verband gründen, wurde der eine Greatgrandmaster of all time und der andere Universal elite Greatgrandmaster... ich verrate aber nicht, wer von beiden wer ist.


    :P

    Und selbst wenn du Spagat könntest, hinter her dankt es dir sowieso keiner. - Vater Smoo

  • Da fehlt mir irgendwie der objektive Maßstab.


    !Der folgende Satz enthält keine Rechtschreibfehler.


    Wenn verschiedene Leute das Ergebnis aus je dem Handwerk zweier unterschiedlicher "Profis" als einsatztauglich erachten, dann sagt das mehr aus, finde ich, als wenn da einpaar wissbegierige Studenten hocken, die das "Endprodukt" noch erst lernen in seiner Qualität zu erkennen - da reden wir noch nicht vom Fertigen.


    Ich stimme aber zu, dass der Begriff Meister das Ausbilden impliziert.


    Weil Meister nur den Weg zur Hochwertigkeit kennen, fallen sie nicht vom Himmel... Oder so ähnlich. :P

    Und selbst wenn du Spagat könntest, hinter her dankt es dir sowieso keiner. - Vater Smoo

  • Meister kommt von Magista was einfach Lehrer bedeutet.

    Experten eines Handwerks kommen zusammen, bildeten eine Gilde um Konflikte untereinander zu regeln, Preise und Standarts zu besprechen und die Ausbildung des Nachwuchs zu abzustimmen, so das jeder Betrieb in einer Stadt/einer Region ein Stück vom Kuchen abhaben kann und es sich keine Monopole bilden die andere aus dem Geschäft schubsen. Die Leute die Ausbilden dürfen und das von der Gilde bewilligt bekommen haben ihren Meisterbrief gemacht und dürfen sich Meister nennen.

  • Ist es nicht so, das es eben auch Unterschiede in dem Begriff Meister, auch in den verschiedenen Länder gibt?

    Wer wurde bei den alten Griechen als Meister betitelt? Was bedeutet bei uns ein Meisterbrief? Und wie sieht es in Asien aus?

    Gut, in Asien ist der Begriff "Meister" schon ein wenig umstritten. Den ob Sifu oder Sensei, beide werden eher einem Lehrer zu gesprochen.

    Ist es vielleicht dem Ami zu verdanken, dass er für den Titel Sifu/Sensei nichts besseres in der Übersetzung wusste, als Master zu nehmen? Obwohl es mit Teacher besser gepasst hätte?

    Fragen über Fragen...

    "Die Wahrheit versteckt sich oft hinter Lügen"
    Meins!! :D

  • Ein Meister ist für mich ganz sicher kein objektiver Begriff. Im Bereich Kampfkunst bedeutet "Meister" ja oft, dass jemand ein komplettes System erlernt hat, also alle Techniken. Ist das möglich?

    Ja, ist es, wenn man rein auf die Quantität der Techniken eingeht. Hier wird aber noch keine Aussage zur Qualität gemacht, da eine Technik ja nicht nur in sich selbst existiert, sondern immer im Kontext der Anwendung gesehen werden muss. Man hört also eigentlich nie das Lernen auf, insofern wäre der Begriff Meister in diesem Zusammenhang falsch.

    Viele Verbände vergeben diesen Titel ja als so etwas wie eine hierarchische Einordnung...Schüler, Lehrer, Meister, Großmeister usw. Da is das Thema ja dann unstrittig. Wie eine Gürtelfarbe halt.

    Und dann gibt es für mich noch den begriff "Meister" als Respektsbekundung...also synonym für Lehrer. Quasi der schlaueste Hahn im Stall. Kann man machen.

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer

  • Eigentlich ist es ja nur eine Art Orientierungsbegriff. In einem Haufen voller Leute, wird es einen geben, der sich in 'der Materie' auskennt.


    Dass das wiederum zu Auswüchsen führt ist ja nur ne Frage des Egos.


    Mein Lieblingsbeispiel ist Meister Leonardo da Vinci. Hat sich bis zum Ende voller Minderwertigkeitsgefühle für einen Deppen gehalten. Die gibt's halt auch.


    Antibeispiel aus unserer Zeit: der Begründer der Antivirensoftware MCafe.


    Wer ist schon wahrlich Meister seiner selbst?

    Und selbst wenn du Spagat könntest, hinter her dankt es dir sowieso keiner. - Vater Smoo

  • Zum Meister machen eine Andere - Ich bin ein Lehrer und immer Lernender!

  • Zum Meister machen eine Andere

    Ja wenn es doch nur immer so wäre...

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer

  • Zunächst die Frage: Was ist für mich ein "Meister" i. d. Kampfkunst? Meine Antwort: Jeder, der - über Jahre hinweg - seine Kampfkunst in seinem Bereich authentisch repräsentiert. Dabei muss er - äußerlich - nicht unbedingt ein DAN-Träger, ein GURO, SEINSEI oder sonst irgendeinen Grad innehaben. Wer einen zum Meister macht: Andere Leute, da kann man selbst nur die Vorarbeit zu leisten. So gesehen müsste es viel mehr "Meister" in der Kampfkunst geben. Der Punkt: Diese Meister arbeiten unerkannt, gehen in der Masse derjenigen unter, die dann ihre Meisterschaft auch noch promoten. Die Bühne ist eben klein und viele denken: Groß genug für mich, kein Platz für Andere.


    Überall dort, wo nicht andere Leute im Spiel sind und man sich selbst zum Meister macht, wird es schräg. Da spielt einem dann der eigenen Ego einen Streich.

  • ... kann man auch ganz einfach sehen:

    ein Meister ist jemand, der zuvor festgelegte Anforderungen seines Faches voll und ganz erfüllt,

    dafür gibt es in Deutschland 'Meisterschulen' für Handwerker

    und 'Meisterklassen' für Künstler,

    der erfolgreiche Abschluss berechtigt dann dazu, sich 'Meister' zu nennen.


    Alle anderen Verwendungen dieses Wortes sind eher schwammig.

    Da gibt es z.B. die Gewinner diverser 'Meisterschaften', die sich dann 'Meister' nennen dürfen,

    es gibt den 'Bürgermeister' und sogar den 'Oberbürgermeister',

    dann gibt es da noch die 'Meister' irgendwelcher okkulter Vereinigungen usw. ...


    na ja, und dann kann ich natürlich sagen, dass jemand Meister seines Faches sei,

    weil ich ihm ein besonders großes Können in diesem Bereich zuschreibe,

    aber das ist dann eben kein Titel, und wie viel diese Aussage wirklich wert ist,

    hängt davon ab, wie viel Vertrauen die anderen in meine Expertise setzen,

    halten die meine Aussage für wahr, oder zweifeln sie die an?

    Suche das Einfache und misstraue ihm.
    (Alfred North Whitehead, Logiker und Philosoph, 1861-1947)

  • Nun ja, nach Idas Definition darf ich mich Meister nennen.

    Aber ich sehe ich definitiv nicht so.

    Ich glaube schon, daß ich ein recht guter Lehrer und Wegbereiter bin.

    Aber trotzdem probiere und studiere ich andere Wege und Möglichkeiten.

    Frei nach dem Spruch:"Man kann alt werden wie eine Kuh, man lernt immer noch dazu!"

    Als Meister meines Fachs sehen mich eher Freunde, Familie, Bekannte und meine Schüler.

  • Der Begriff Meister ist auf eine Fertigkeit bezogen. Wenn man diese perfekt beherrscht, ist man Meister, auch ohne Brief.


    Wer zu uns ins Training kommt und sich einen schwarzen Gürtel umbindet wird direkt eingenordet. Bislang drei mal vorgekommen. Der Grad sagt nur was im eigenen System aus, wenn ich in ein anderes System gehen, dann bin ich wieder weißgurt nach deren Verständnis. Wenn einer sich weigert den Gürtel abzulegen, weil er keinen anderen dabei hat, was jedemlal der Fall war, dann muss er zeigen, dass er ein Schwarzgurt ist. Also sein System meisterlich beherrscht.


    Dazu komtm dann unsre Frage "DHast du einen Mundschautz dabei?" wenn nein, dann schenken wir denen ein und haben auch den Wasserkocher zur Hand. Ja dann darf der gegen alles ab Grüngurt in den Ring und wenn er das nicht besteht, entweder Gürtel aus, oder wir nehmen ihn ab oder er geht.


    Da sind wir komplett intolerant. Wer meint uns in unserem Universum aufzukreuzen und sich als Meister zu präsentieren muss auch dasselbige sofort unter Beweis stellen. Sie scheiterten alle am ersten Grüngurt.


    2 zogen den Dan aus und stehen im freundschaftlichen Kontakt zu uns.

    Einer kam nie wieder, und machte gute Werbung.


    Anders läuft das, wenn jemand normal mitmacht und hohes Verständnis aufweist. Bereits 4 mal vorgekommen. Die bekomen dann sofort die entsprechende Stufe mitgeteilt und eine Urkunde dazu. Einer war sofort auf 3. Kyu. Hat 5 Jahre mittrainiert und hat jetzt ein eigenes kleines E.V. - auch hier ist freundschaftlicher Kontakt vorhanden.


    Was ich unseren Dananwärtern nicht sage: Wre den schwarzen Gurt haben will muss zeigen, dass er Schüler beiben will, also weiterlernen. Denn wenn man in der Lehrerposition ist, trägt man soviel mehr Verantwortung und da muss man erstmal richtig lernen den richtigen Ton anzuschlagen. Für unterschiedliche Menschen unterschiedliche Wege gangbar zu machen, damit alle nach her den MaiGeri beherrschen. Der Dan sagt nichts aus, nur das Individuum, dass den Schritt gegangen ist, kann etwas aussagen.


    Naja, trotzdem machen wir Fehla.

  • Hmm heißt Dan=Meister=Lehrer oder gar =Sensei? Ist man ab Dangrad wirklich schon in der Lehrerposition? Und will/muss/kann jetzt jeder Dan ein Lehrer sein? Ist das Pflicht? Würde das dann im Umkehrschluss bedeuten, wenn ein Danträger kein Lehrer sein will/kein Unterricht geben wollte/nicht mehr geben will, das man ihm dann trotz erreichter Fähigkeiten, wieder zum Kyu machen sollte? Klar kommt es oft vor das man ab ein bestimmten Stand auch anderen weiter helfen will/sein Wissen weiter geben. Aber das sollte nur für diejenigen gelten die sich auch wohl in dieser Rolle fühlen.


    Oder nicht eher das derjenige die Grundlagen (also Kyubereich) gemeistert hat und es jetzt interessant wird/ diese vertieft werden (für mich bedeutet Meister = etwas meistern, aber noch lange nicht das er jetzt ein Lehrer/Sensei ist. Wobei wenn ich oben die Begriffsdeutung sehe, die beim Lesen dann genauso Sinn machen, dann sieht das iwie jeder anders und jeder hat iwie Recht), also fachlich auf diesen Stand ist und die Techniken beherrscht/anwenden kann oder auch nur diese gelernt hat.

    Und ist es wirklich sinnvoll das Wort Meister (und vielleicht noch dabei an den Handwerksmeister oder bei ner KK-Urkunde an Meisterbrief denken. Also etwas völlig anderes, in nen ganz anderen Kontext und mit ganz anderen Zweck. Hey das Wort Hausmeister beinhaltet auch Meister nur fällt das niemanden dazu ein. Und die IHK stellt bestimmt kein Meisterbrief für ne Danprüfung aus, wenn jemand sich mit nen eigenen Dojo selbstständig machen will. Okay ich stell mir grad die Diskussion vor mit der IHK, wenn jemand damit ankommt :D) in ner KK so zu verwenden und Dan, Lehrer oder gar Sensei und Alles iwie miteinander gleichzusetzten.

    Das sagt aber nix über didaktische Fähigkeiten oder ob derjenige als Lehrer in Zukunft taugt. (Wobei man von vielen auch einfach so lernen kann/Anregungen holen und das ganz ohne ihr eigenes zutun/Absicht ein was beizubringen und didaktischen Fähigkeiten, in dem man einfach mit denjenigen trainiert/zuguckt und derjenige mal ganz nebenbei sagt wenn man in gleicher Situation immer wieder offen ist wie nen Scheunentor und das selbst nicht merkt, der andere das rausprovuzieren kann und schon vorher damit rechnet und man deswegen ständig Mens einfängt im Jikeiko (kam bei mir letzends vor und das unter Kyuträgern. Derjenige sieht einfach ziemlich gut die Fehler und Ursachen bei anderen, ne Sache wo ich einfach nur super blöd für bin ).


    Ich hab auch noch nirgends gehört, dass jemand in einer Danprüfung Lehrerqualitäten/Fähigkeiten unter beweiß stellen musste (okay ich bin auch noch Kyu und weiß nicht was da genau noch zusätzliches gefordert wird, was nicht im Prüfungsprogramm für Dane steht und da steht nix dazu). Wäre das so sollte ich wohl nie und nimmer den Kyubereich verlassen. Wenn ich jemanden iwas erklären muss, wird das für den anderen etwas ähm gewöhnungsbedürftig. Wenn ich nicht gerade mich Verhassple vor Aufregung etc, dann komme ich im blödesten Fall völlig vom Thema ab oder erzähl ne Menge nix nützliches was die noch gar nicht wissen müssen, zuviel Infos und Gedankensprünge etc., was die nur noch mehr verwirrt^^ .... btw upps mal wieder, jetzt aber schnell zurück zum ursprünglichen Threatthema den Bogen kriegen :p


    Ich hätte jetzt da auch eher erwartet das die Trainerscheine bescheinigen ob derjenige auf Schüler losgelassen werden sollte (aber das wäre dann eben ein Übungsleiter/Trainer, weniger Lehrer und erst recht kein Sensei) und nicht ne Danprüfung. Oder bei ner ganz kleinen Truppe derjenige der das will, am meisten Erfahrung hat und sein Training dafür etwas hinten anstellt (was ja dann zwangsläufig die Folge daraus ist und er daher in der Lage sein muss sein eigenes Training sicher zu stellen und für sich selbst trainieren kann. Dh das Fehlerkorrektur in jeden Training von außen nicht mehr nötig ist, also die Gefahr sich was Falsches anzugewöhnen hinter ein liegt).


    Im Kendo heißt es ja sogar, das man erst ab 4. Dan Sensei genannt werden dürfte. Alles davor sind fortgeschrittene Schüler, die wenn sie gut Erklären können und didaktische Fähigkeiten besitzen durchaus anderen etwas beibringen können und das ist auch gut so und wichtig (wo wäre denn das Kendo in D heute wenn nur 4. Dane aufwärts Trainings leiten würden) und sollte entsprechend gesehen werden.


    Aber wirklich wertvoll für die KK selbst kann jemand nur nach Jahrzehnten werden und das verbinde ich eher mit den Wort Sensei, wenn man lange und viel Kraft/Energie/Zeit rein gesteckt hat, man viel für die KK tut etc.. Sicher ist es dabei auch wichtig das man sehr lange trainiert hat und ein bestimmten hohen Grad erreicht hat, der nicht selbstverständlich von jeden erreicht werden kann bei entsprechenden Training und insbesondere anderen etwas vermittelt hat. Ne Menge guter neuer Schüler hervor bringt die ja bekanntlich die Zukunft einer KK darstellt. Aber wichtiger find ich dabei das man auch außerhalb seiner eigenen Interessen/sein eigenen Vorteils etwas für seine KK getan hat. Dabei behaupte ich jetzt einfach mal das das eigene besser werden/Graduierung erreichen in erster Linie nur ein selbst nütz aber der KK selbst und der Gemeinschaft weniger. Okay der Umkehrschluss das jetzt die Graduierung egal wäre bzw wie gut man selbst ist, sollte aber nicht daraus folgen^^


    Auch wenn ich ne Graduierung in erster Linie als "aha da steh ich also im Vergleich zu anderen wirklich bzw dies das und jenes sollte ich jetzt auf dem Level können". Oder böse gesagt, ne Orientierungshilfe/Vergleichshilfe, besonders für diejenigen die sich selbst nicht einschätzen können. Aber eigentlich kann es den anderen ja völlig wurscht sein was man selbst kann/ist (es sei denn er ist Gegner im Turnier), solange die anderen nicht ein Vorteil vom Wissen/Können/Handeln desjenigen haben.

  • Nite : Nope, sorry sollte keine Scheibenweltreferenz werden.


    Was ich damit meinte ist das die Bezeichnung "Meister" von einer Organisation vergeben wird und die Funktion erfüllen soll andere im Sinne dieser Organisation zu lehren.