Eine angemessene Bestrafung

  • Hi Leute,


    wir hatten jetzt einen heftgien Fall in unsemr Dojo. Ich werde das Ergebnis jetzt nicht schreiben, wiel alles schon gelaufen ist. Ich möchte aber gerne versuchen mit euch auszuloten, ob das was passiert ist angemessen war.


    Also bei uns hat sich ein kleine verliebter Junge in die privaten Räumlichkeiten geschlichen, während des Trainings. Kleiner Raum direkt neben den Toietten, gerade Platz genug für Regale und Schrank in dem nur Getränkekisten gelagert sind. Weil wir faul sind bleibt der Raum einfach auf, denn er ist im hintersten Winkel. Also der Kerl ist 15 und hat sich dann während des Trainings für einen Toilettengang abgemeldet. Dauerte immer eine ganz normale Zeit. Normalerweise wird nicht während des Trainings gestrullt, das macht man vorher. Aber Notdurft ist Notdurft, da diskutieren wir auch nicht, wenn es vereinzelt vorkommt und es war wirklich nur 3 oder 4 mal.


    Ahcja. In dem Regal sind viele Ordner mit Trainingszeug aber auch einer, unter 20 der enthält eine Adressliste für Notfälle, wenn was bein Training passirt.


    OK. Also der ist dann wohl "auf Klo2 und tatsächlich hat der sein Handy irgendwie mitgenommen und immer kurz den Raum betreten und abfotografiert und ausgekundschaftet. Der hat sich dazu wohl richtig schlau gemacht wie man sowas macht. Das ganze ging jetzt von Mitte August bis eNde Setpemben. Naja er hat dann die Adressdaten seiner Geliebten gefunden... 16 Jahr hübsches Ding, kommt aber seid Scheidungskrieg ihrer Eltern nicht mehr zum Training. Die Mutter ist umgezogen und hat eine Privatnummer und neue Handynummer, weil der Mann wohl Tyrann ist.


    Mit 2 Promille ist der dann zu seiner Schwarm gefahren mit dem Fahrrad. 20 km Fraitags abend und hat da an der Tür angeschellt. Er muss wohl gelallt haben und hat sie gerufen ob sie da ist. Und dann dachten die das wär der Tyrann und es kam wie es in gut Deutschland kommen musste. Polzilei. Hat gepustet und wurde seinen Eltern übergeben. wie er an die Adresse kam. Das hat der konsequent verschwiegen.


    Die Mutter hat dann angerufen und uns den ganzen schlamassl erzählt. Und auch gefragt, ob wir da irgendwie... Wir konnten uns das nicht erklären, wir haben damit einfach nicht gerechnet. Weil auch nimand wusste das da überhaupt ein Ordner existiert den hatten wir so selten in Gebrauch. unbeschriftet steht der und wartet seid jahren geduldig auf Notfälle, damit der Staub mal abgeht.. Leuft doch heute alles über Iphone.


    Dann kam s zur Konforntation mit ihm, und er hat uns die Geschichte erzählt. Tat ihm alles leid aber wir mussten ihn bestrafen.. Anzeigen und für die Zukunft Steine in den Weg legen muss ja nicht sein, aber ohne Konsequenzene davonkommen lassen geht ja auch nicht.


    Wir haben uns dann mit den Eltern abgesprochen und meinten, dass das vom Verein aus sinnbringend bestraft werden würde. Als wir fertig waren mit dem Plan haben wir den Eltern bescheid gegeben.


    Also das Ergebnis hat uns ein zweites mal den Boden unter den Füßen weggerissen, der hat so dermaßen geflennt, und seither kommt er nihct mehr zum Training. Anfang November wenn er bis dnan nicht kam, rufen wir da mal an.


    Ich schreibe auf was passiert ist, soll hier kein Rätselraten werden, aber erstmal interessiert mich, wie ihr damit umgegangen wäret???


    Wie würde eure Bestrafung auf diese Geschichte lauten?


    Grüße

  • Dojo fegen.


    Oder nein!


    Besser: Deine Texte hier korrigieren.


    :D

    Und selbst wenn du Spagat könntest, hinter her dankt es dir sowieso keiner. - Vater Smoo

  • Ist jemand dadurch physikalisch zu Schaden gekommen?

    Wie ich deinen Text entnehme anscheinend nicht. War jetzt nicht okay, aber hey, er ist jung mitten in der Pubertät und hatte Liebeskummer. Ich glaub sein Leiden war verständlich. Ich würde den Jungen halt ne förmliche Entschuldigung schreiben lassen an den Verein und die Mutter der angeschwärmten, in der er darstellt warum sein tun falsch und nicht okay war und dann bei einer Verwarnung belassen. Beim zweiten mal kann man über ernsthafte Maßnahmen nachdenken.


    Als Verein sollte man sich jedoch eher Gedanken darüber machen welche Mitschuld man an der gesamten Situation trägt indem man seine Aufsichtspflicht und Datenschutzpflicht vernachlässigt hat.

  • Ich schließe mich mal der Sache der Mitschuld an, wenn solche Sachen leich erreichtbar herumliegen.


    Was ich mich frage: Wenn der Ordner seit Ewigkeiten einfach nur da steht und im Grunde schon in Vergessenheit geraten ist, wie kann dann eine scheinbar relativ neue Adress- und Telefonnummer drin sein?

    Vielleicht ist der Ordner also nicht ganz so in Vergessenheit geraten?


    Wenn da dann einfach jeder nach belieben dran gehen kann (lassen wir mal außen vor, daß es sich offensichtlich nicht gehört), ist das auch nicht gerade gut gelöst.



    Da du ja nun nicht geschrieben hast, wie ihr vorgegangen seid, sondern nur das was passiert ist, würde es mich auch nicht zu sehr wundern, wenn er erst einmal nicht wieder kommt.

    Je nachdem, wie ihr das gehandhabt habt, weiß nun vielleicht jemand, den es nichts angehen würde, was passiert ist; nicht der beste Grund, um weiter zu kommen.

    Je nachdem, wie ihr selbst euch gegeben habt, ebenfalls nicht.

    Ist also auch schon schwer zu sagen.

  • Syron, was ist denn nu die Strafe, die du vorschlägst?

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  • Also die Strafe verdient der, der den Ordner da hat rumstehen lassen.

    So etwas darf aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht sein - und Ihr solltet aufpassen, dass da nichts nach kommt.


    Der Kleine hat schon Strafe genug und mit sich selbst genug zu tun.

    Wenn sowas bei mir passieren würde, kurze persönliches 4 -Augen Prinzip (evtl. Co Trainer dazu) und gut ist.


    Man sollte niemals vergessen, was man selber unsinniges als Pubertier so alles (in den Augen Erwachsener) angestellt hat.

  • Also die Strafe verdient der, der den Ordner da hat rumstehen lassen.

    So etwas darf aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht sein - und Ihr solltet aufpassen, dass da nichts nach kommt.


    Der Kleine hat schon Strafe genug und mit sich selbst genug zu tun.

    Wenn sowas bei mir passieren würde, kurze persönliches 4 -Augen Prinzip (evtl. Co Trainer dazu) und gut ist.


    Man sollte niemals vergessen, was man selber unsinniges als Pubertier so alles (in den Augen Erwachsener) angestellt hat.

    Ganz genau so seh´ ich das auch...persönliches Vier-Augen-Gespräch und gut is. Der Junge schämt sich in Grund und Boden, das ist Strafe genug.

    Ihr müsst euch ganz klar den Vorwurf gefallen lassen, den Datenschutz nicht gewährleistet zu haben. Warum der Ordner da rumsteht, ist grundsätzlich irrelevant...DASS er da steht, allerdings schon.

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer

  • Sorry, das sehe ich nicht so.


    "Tut mir leid, ich schäme mich so." Das haben meine Cousins mit großem Erfolg durchgezogen, um ungeschoren davon zu kommen. Die beiden mag ich sehr, aber ich habe da auch schonmal durchgreifen müssen.


    Und wenn es mal Stille 15 Minuten sind, und alle anderen spielen gehen.


    Dojo fegen war also wirklich sehr sehr ernst gemeint. Da "kehrt" man in sich, und ist mit dem Problem in Verarbeitung.


    Klar sehe ich auch, dass er sich wohl sehr geschämt haben muss, aber das als "Bonus" zu betrachten, da spiele ich nicht mit. Vielleicht als Milderungsgrund... der ihn davor bewahrt die Toiletten zu putzen, die ja Teil seines Tricks waren.

    Und selbst wenn du Spagat könntest, hinter her dankt es dir sowieso keiner. - Vater Smoo

  • Das "Sich schämen" ist kein Bonus, es ist eine Strafe...überleg mal. Das Kerlchen klaut zuerst sensible Daten, betrinkt sich dann nach allen Regeln der Kunst um dann mit voll einen im Tee bei der Geliebten (deren Aufenthalt er durch den datenklau rausgefunden hat) aufzukreuzen und ihr seine Liebe ans Fenster zu lallen. Mit Polizeieskorte geht's dann Richtung Heimat in die liebenden Arme der stolzen Eltern.

    Der Brauch des "Fensterlns" existiert nur noch bei uns im ländlichen Bayern und selbst da geht's gesitteter zu.


    Der Kleine hat sich ordentlich ins Fettnäpfchen gesetzt und ist erst mal die Lachnummer der Schule/der Mädchen/des Dojos. Und das beste: bei seiner Angebeteten wird er sicher nicht mehr landen.

    Ein klares Konfrontationsgespräch mit dem Trainer halte ich für eine geeignete Maßnahme. Das Dojo fegen funktioniert nur in Karate Kid, bei uns nennt man so was Zwangsarbeit bei Minderjährigen. ;)

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer

  • Ich denke, daß man als Trainer/ Dojo/ Betroffener des Vereins vor allem sich selbst an die Nase packen muss.

    Warum liegen Adressdaten für jeden greifbar rum?


    Notrufnummer könnte ich vielleicht noch verstehen, aber alles? Samt Adresse? Selbst dann noch, wenn bekannt ist, daß da eine nicht ganz saubere Scheidung läuft?

    Finde ich weitaus fahrlässiger, als einen dumme Jungen-Streich.

    War dieser in Ordnung? Nein!

    Ich denke aber auch, daß der Bursche schon gestraft genug ist, wenn ihm erst einmal klar wird, was er sich da geleistet hat.


    Aber wieviel hat da das Dojo/ der Trainer bei der Bestrafung mit zu bestimmen?

    Man kann da sicherlich ein klärendes Gespräch führen, okay. Nichts gegen einzuwenden.

    Aber sonst?

    Sonst ist es Sache der Eltern.


    Das Dojo ist nicht Mitleidenschaft gezogen worden; auch nicht direkt die Mitglieder, mit Ausnahme des einzelnen Mädchens.

    Ich halte es sicher nicht für gut oder gar vernüftig, was der Bursche gemacht hat.

    Aber zunächst sollten die Leute des Dojo mal sich selbst bestrafen, pikante Daten einfach rumstehen zu lassen, anstatt sie wegzuschließen.

    Dann können sie ein Gespräch führen.

  • Ja, das schlechte gewissen plagt und quält. Mag es sich auch als Strafe anfühlen, aber wo bleibt da die "Entschädigung" für die beklauten, deren Vertrauen zerstört wurde, weil es missbraucht wurde.


    Ich meine, klar haben die Fehler gemacht mit dem Ordner, überhaupt keine Frage. Aber wie stehen die denn jetzt dar? Man kann doch nicht einfach sagen "Gelegenheit macht Diebe" selber schuld und der Dieb hier im Beispiel, kann überhaupt nichts zurückgeben. Überhaupt wäre fraglich, ob das die Strafe erübrigen würde, würde der Täter NACHDEM er erwischt wurde, die Gegenstände zurückbringen.


    Daher für mich zu berücksichtigen, aber nicht stark genug, um eine Strafe aufzuheben. Das Fegen ist für den Verein gut genug, um auch zu zeigen, dass er sich wieder in deren Gesellschaft einfügen möchte.


    Das ist ja jetzt grandios gescheitert.


    ---


    Wurde von meinen Leichtathletiktrainern immer kopfüber durch die Sprunganlage gezogen (Sandkasten, wo man beim Weitsprung reinhüpft). Dann konnte ich zu Hause ziemlich dusselig erklären, wieso ich so schmutzig war. :D Naja Zeiten ändern sich... war damals schon nicht das modernste pädagogische Verständnis.


    P.S.: Das mit der Zwangsarbeit meinst du jetzt aber nicht ernst oder? Einmal fegen und ruhig sein... überlegen, was man falsch gemacht hat... Dauer evtl. 30 Minuten. Also äh: Nach Absprache mit den Eltern empfinde ich das als sinnvoll. Jedenfalls sinnvoller, als wenn die Anzeige durchging und er dann Sozialstunden bekäme und ihm das immer angelastet wird.

    Und selbst wenn du Spagat könntest, hinter her dankt es dir sowieso keiner. - Vater Smoo

  • P.S.: Das mit der Zwangsarbeit meinst du jetzt aber nicht ernst oder? Einmal fegen und ruhig sein... überlegen, was man falsch gemacht hat... Dauer evtl. 30 Minuten. Also äh: Nach Absprache mit den Eltern empfinde ich das als sinnvoll. Jedenfalls sinnvoller, als wenn die Anzeige durchging und er dann Sozialstunden bekäme und ihm das immer angelastet wird.

    Natürlich meine ich das nicht ernst...also nicht wirklich. Ich übertreibe da.

    Nur als Verein bleibt einem eben nur ein gewisser Handlungsspielraum offen. Konsequenzen aus dem Verhalten eines Schülers zu ziehen kann Dinge wie den vorübergehenden Ausschluss aus dem Training oder sogar aus dem gesamten Verein bedeuten.

    Aber die Bestrafung ist nicht Sache des Dojos, sondern der Erziehungsberechtigten. Da kommt man ganz schnell in ungute Situationen. Und wenn so etwas in Betracht gezogen wird, dann nur und ausschließlich in enger Absprache mit den Eltern des Betroffenen.

    Das Eine ist das reale Strafmaß (30 Minuten fegen), das andere ist die subjektive Wahrnehmung des Betroffenen und der Umstehenden. Ähnliches Beispiel wäre das "In die Ecke stellen im Klassenzimmer". Von solchen Methoden ist man nicht umsonst abgerückt.

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer

  • Konsequenzen aus dem Verhalten eines Schülers zu ziehen kann Dinge wie den vorübergehenden Ausschluss aus dem Training oder sogar aus dem gesamten Verein bedeuten.

    Das würde ich immer versuchen zu vermeiden. Besser ist, dass die Klufft so klein gehalten wird, wie es nur geht und man dann versucht das wieder aufzubauen. Wobei die Bringschuld bei dem liegt, der das Desaster angerichtet hat.

    Aber die Bestrafung ist nicht Sache des Dojos, sondern der Erziehungsberechtigten. Da kommt man ganz schnell in ungute Situationen. Und wenn so etwas in Betracht gezogen wird, dann nur und ausschließlich in enger Absprache mit den Eltern des Betroffenen.

    Bin mal gespannt was Smilingman dazu meint. Sehe ich ähnlich. Warum dürstet er danach, dass er eine Strafe erhebt?

    Von solchen Methoden ist man nicht umsonst abgerückt.

    Noch mal aufgegriffen. Der Ausschluss vom Training wäre dem Fegen gegenüber jetzt vorzugswürdig?

    Und selbst wenn du Spagat könntest, hinter her dankt es dir sowieso keiner. - Vater Smoo

  • Ja, das schlechte gewissen plagt und quält. Mag es sich auch als Strafe anfühlen, aber wo bleibt da die "Entschädigung" für die beklauten, deren Vertrauen zerstört wurde, weil es missbraucht wurde.


    Ich meine, klar haben die Fehler gemacht mit dem Ordner, überhaupt keine Frage. Aber wie stehen die denn jetzt dar? Man kann doch nicht einfach sagen "Gelegenheit macht Diebe" selber schuld und der Dieb hier im Beispiel, kann überhaupt nichts zurückgeben. Überhaupt wäre fraglich, ob das die Strafe erübrigen würde, würde der Täter NACHDEM er erwischt wurde, die Gegenstände zurückbringen.

    ...

    Entschädigung für die Beklauten?
    Die können froh sein, wenn die nicht selbst noch ne Anzeige bekommen, wegen Verstoß gegen den Datenschutz.

    Die sollten also mal die Füße ganz schön still halten.

    Du schlägst zu wie ein Vegetarier!

  • Hab ich das jetzt richtig verstanden. In ein für alle Vereinsmitglieder (oder gar öffentlich) frei zugänglichen, unverschlossenen Raum, liegt dieser Ordner sichtbar und ungeschütz herum? Zudem scheint es kein explizites Verbot gegeben zu haben, dass der Raum betreten werden darf?


    Sorry Leute wo seht ihr nen Diebstahl? Ich seh in aller erster Linie ein Datenschutzverstöß des Vereins. Die Mutter des Mädchens könnte theoretisch den Verein da mächtig Stress machen, bis hin zur Entschädigung etc.. Dem Jungen wirklich anlasten kann man nur das besoffen Rad fahren. Je nachdem wieviel er intus hatte. Und das könnte später schon reichen wenn er dann mit 18 den Führerschein machen will das das nicht so einfach möglich ist.


    Dass das von den Jugen daneben war ist klar und Alles was danach kam natürlich auch. Wobei man auch bedenken sollte das der Junge wohl nix von der problematischen Scheidungssituation der Eltern des Mädchens wusste. Und sich schon in den Alter Mut ansaufen naja. Aber er ist mit dieser Peinlichkeit schon genug bestraft, der Rest ist meiner Meinung nach Aufgabe der Eltern des Jungen!

  • Die können froh sein, wenn die nicht selbst noch ne Anzeige bekommen, wegen Verstoß gegen den Datenschutz.

    Ich hatte es ganz allgemein gemeint, wenn "etwas" geklaut wurde - kenntlich daran, dass ich da schrieb, dass man hier im Fall ja nichts zurückgeben kann.


    Also Sachdiebstahl dem Datendiebstahl gegenübergestellt.


    Stelbstversändlich hast du Recht.


    Jetzt ist es sehr präzise.

    Und selbst wenn du Spagat könntest, hinter her dankt es dir sowieso keiner. - Vater Smoo

  • der Rest ist meiner Meinung nach Aufgabe der Eltern des Jungen!

    Du als Elternteil, wie würdest du denn vorgehen?


    Ich würde ihn, einer ordentlichen Entschuldigung vorausgesetzt, noch einmal Fegen schicken. :D

    Und selbst wenn du Spagat könntest, hinter her dankt es dir sowieso keiner. - Vater Smoo

  • wir hatten jetzt einen heftgien Fall in unsemr Dojo. Ich werde das Ergebnis jetzt nicht schreiben, wiel alles schon gelaufen ist. Ich möchte aber gerne versuchen mit euch auszuloten, ob das was passiert ist angemessen war.

    ... na ja, mal ehrlich, so besonders 'heftig' finde ich diesen Fall nun auch wieder nicht,

    weder das Pubertier noch der Verein haben sich untypisch verhalten,

    schließlich hat der Junge seine Angebetete weder gestalkt noch aus Enttäuschung gemobbt,

    und der Verein war ganz 'normal' schludrig mit seinen Daten.


    Wenn Du jetzt mit uns 'ausloten' möchtest, ob das, was im Anschluss an den 'Vorfall' passiert ist, angemessen war,

    dann möchte ich jetzt schon gerne wissen, was ihr da eigentlich habt passieren lassen,

    und warum ihr das so gemacht habt ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.
    (Alfred North Whitehead, Logiker und Philosoph, 1861-1947)

  • Mit Verlaub, diese konstruierte Nebelkerze ist albern. Man sieht zu genau, daß dieses Ding konstruiert wurde.

  • So.


    Von der sensibelen Daten wussten wir nichts. Wir wurden da gar nicht ins Vertrauen gezogen. Die Daten wurden uns gegeben und wir dachten das wäre die normale Adresse, wie sie im Telefonbuch zu finden ist. Dieser Ordner enthält gar keine sensiblen Daten, die man nicht auch sonst wie normal besorgen kann - dachten wir. Handynummern haben wir in unseren Handys. Ich denke nciht, dass wir da tatsächlich zu belangen ware. auf dem Raum Tür steht "Privat" und damit farf er da nicht rein. Ende



    Von der ganzen Scheidungssache erfuhger wir erst als die Hütte in Flammen stand. Der Scheidungskrieg brach erst nach dem Umzug aus. Was da los ist, wissen wir nicht, warum die kleine nicht kommt oder nur sehr vereinzelt? Mal ehrlich, wie tief darf ich als Trainer da nachhaken? Ich kann doch nur sagen, dass wenn sie das Trianing ernst nimmt auch gut wird. Vielleicht frage ich mal, was los iust, aber mehr nicht. Da kam ja nichts. wir dachten da ist alles normal.


    Also mit den Eltern hatten wir abgesprochen während des Trainings zwei Schauspieler in amerikanischer Uniform aufschlagen zu lassen. Die ihn dann an die Seite nehmen und befragen. Wir wollten ihn ein bisken vorführen und dadurch auf seinen Gesetzesverstoß aufmerksam machen. Also eigentlich nur eine witzige Belehrung. Wir haben da gute Kontakte zum Theater in der nächsten Großstadt. war Auch nicht teuer, haben wir alles selbst bezahlt. Dann kamen also die zwei Polizisten so richtig mit Klischee (Sonnenbrille, Attrappen und NYPD-Mütze) ins Dojo und fragten dann einen der Trainer... "Dominik kommst du mal bitte. Die Herren haben einpaar Fragen an dich." Er kam angedackelt und die Jungs zeigten ihre falschen Spielzeugmarken. Es hätte so schön werden können.


    "Sind sie Herr Müller?... Wo waren Sie am um? ... Können Sie etwas damit anfangen? Wissen sie was Datendiebstahl ist?"


    Und dann ging es los. Er brach in krampfartiges WWeinen aus. Und alles quoll aus ihm heraus. "ja, ich weiß, ich habe sie im Telefonbuch nicht gefunden. Die Tipps zur Beschaffung kamen von einem Freund. Der ha sowas im Buch gelesen. Ich wollte doch bloß... Ich liebe sie so sehr..." In 30 Sekunden kam da ein Wortschwall, obwohl er sonst eher ein ruhigerer Typ ist.


    Wir brachen das Training ab, haben den Jungen sofoert isoliert, damit er nicht noch mehr der Pein ausgesetz ist, dann haben wir alles litzartig aufgelöst und erklärt. Er beruhigte sich dann langsam wieder, als er etwas zu Trinken bekam. Wir haben uns entschuldigt und haben das den Eltern alles wahrheitsgemäß erzählt. Alles höchstens drie Minuten. Nur die Fassungslosigkeit sah man ihm noch an, als er nach dem Umziehen endlich ging.


    In diesem Moment habe ich mich so sehr geschömt wie noch nie in meinem Leben.


    P.S.: Von uns aus gab es an die Mutter der Angebetenen die Frage, wie wir das wieder gut machen könnten, dass wir durch unser Verhalten das Ganze ermöglichten. Alles in Ordnung meinte sie. Wir haben ihr dann angeboten, ihre Tochter für 1 Jahr Beitragsfrei zu stellen. Sie war wirklich sehr dankbar, dabei waren wir eigentlich dankba. Man huss halt nur miteinander reden. Wie wir den Jungen zurückbekommen wissen wir nicht. Wir hatten mit den Elten abgesprochen, dass im Worstcase eine Rückmeldung kommt. Die blieb bislang aus. Vielleicht, weil es nichts mehr zu sagen gibt?


    Namen geändert.