Minderheitenschutz in Deutschland: In NRW werden Jüdische Feste abgesagt (aus Sicherheitsgründen)

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    Kibon

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  • Solange die Leute nicht unterscheiden können zwischen einem Juden, also einem Menschen jüdischen Glaubens und und einem Anhänger des Staates Israel, solange wird das auch zu Recht weitergehen. Von mir aus kann jeder glauben was er möchte, egal ob Jude, Muslim, Pastafari oder was weis ich auch immer.

    Wo der Spaß aufhört, ist der Punkt wo sich ein Staat wie Israel auf Grund frei erfundener Rechte die Unverschämtheit heraus nimmt unbescholtenen Bürger am Band zu enteignen und auszugrenzen. Ein Staat der den Holocaust verdammt aber ähnliche Systematiken betreibt ist mir zumindest suspekt,.

    Sobald die ersten Juden das kriminelle Treiben des Staates Israel verdammen, wird es Frieden geben. Die Muslime machen es vor, der Zentralrat der Muslime wettert gegen Übergriffe und Radikalisierung.

    Nur wenn beide Seiten das tuen wird der Irrsinn aufhören, vorher nicht, egal was das Ausland treibt.

  • Danke, Kajihei! Es ist schwierig, heut zu Tage Leute zu finden, die bereit sind, auch mal kritisch über Israel (Staat, nicht Volksgemeinschaft/Religion) zu diskutieren.

    Ich würde zwar nicht gerade behaupten, die Israelis betrieben ähnliche Systematiken wie den Holocaust, aber zumindest eins tiefst rassistische/chauvinistische Einstellung ist nicht von der Hand zu weisen.

    Aber da haben wir eben das Problem. Kritik an der israelischen Staatspolitik wird mit Antisemitismus gleichgesetzt. Und sobald die Keule aus dem Köcher ist, hat sich jede sachliche Diskussion erledigt.

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer

  • Danke, Kajihei! Es ist schwierig, heut zu Tage Leute zu finden, die bereit sind, auch mal kritisch über Israel (Staat, nicht Volksgemeinschaft/Religion) zu diskutieren.

    Kajiheis Beitrag hat doch mal wieder gezeigt warum genau das nicht möglich zu sein scheint.

    Die israelische Politik zu kritisieren reicht ja nicht, nein, es muss gleich ein völlig absurder Holocaust-Vergleich gezogen werden.

    Sobald die ersten Juden das kriminelle Treiben des Staates Israel verdammen, wird es Frieden geben.

    Lass mich raten: noch nie eine israelische Zeitung gelesen oder gar näher mit der israelischen Gesellschaft befasst?

    Mal ganz davon abgesehen dass die Idee abstrus ist Juden (Jude und Israeli sind zwei unterschiedliche Dinge) seien per se für die israelische Politik in irgendeiner Form verantwortlich, so ist die Behauptung es gäbe keine "jüdische" Kritik an der israelischen Politik schlicht und ergreifend absurd.

  • Die Muslime machen es vor, der Zentralrat der Muslime wettert gegen Übergriffe und Radikalisierung.

    Es ist aber auch klar, dass dieser 'Zentralrat' nur eine Minderheit der in Deutschland lebenden Muslime vertritt

    und international keine Rolle spielt ...

    Im übrigen wettert natürlich auch der 'Zentralrat' der Juden in Deutschland genauso dagegen,

    der Unterschied besteht nur darin, dass Juden in Deutschland ausgesprochen selten übergriffig oder gar gewaltbereit sind ...


    Solange die Leute nicht unterscheiden können zwischen einem Juden, also einem Menschen jüdischen Glaubens und und einem Anhänger des Staates Israel ...

    die 'Anhänger des Staates Israel', wer sind die?

    Ich denke, dass das vor allem die sind, die sich auf Grund leidvoller Erfahrung nach einem sicheren 'Heimatland' für alle Fälle sehnen;

    denn wenn sie etwas aus dem Holocaust gelernt haben, dann das:

    'wenn du dich nicht selbst verteidigen kannst, dann hilft dir so schnell niemand'.

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Stimmt, Selbstverteidigung besteht darin des Nachbarn Grundstück zu stehlen und diesen zu vertreiben oder einzusperren. Aber als mit den jüdischen Mitbürgern das in Deutschland gemacht wurde, mann nannte es Enteignung, da war das Entsetzen groß. Zweierlei Mass? Nein, ohne mich. Das war hier Unrecht und dort ist es es auch. Da interessiert es mich gelinde gesagt einen Dreck was irgendwelche israelischen Gazetten schreiben, da höre ich lieber Flüchtlingen zu, die eben den friedlichen Weg wählten und flohen vor den Aggressoren.

  • Selbstverteidigung besteht darin des Nachbarn Grundstück zu stehlen und diesen zu vertreiben ...

    ... ohne das, hätte es nie einen Staat Israel geben können,

    die Geschichte kennt da wohl viele vergleichbare Beispiele ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Geht auch ohne Israel bezug

    Da hast Du wohl Recht,

    aber es ist schon recht anstrengend, ständig irgendeine Minderheit vor der anderen schützen zu müssen ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Da hast Du wohl Recht,

    aber es ist schon recht anstrengend, ständig irgendeine Minderheit vor der anderen schützen zu müssen ...


    Die progressiven Themen finde ich auch "anstrengend". Ist aber auch halt en vouge. tired-svg

  • Naja, das Komplizierte an der Sache ist ja die Historie...vor der Staatengründung Israels in den 40er Jahren waren "die Juden" faktisch ein heimatloses Volk.
    Natürlich war (und ist) es geo-politisch höchst problematisch, einfach im Handstreich einen kompletten Staat aus dem Boden zu stampfen.

    Vereinfacht gesagt hat man umliegende Staaten/Gemeinschaften enteignet, einen Staat Israel auf die Karte gesetzt und die Israelis bis an die Zähne bewaffnet. Das ist auch der einzige Grund, warum der Staat Israel noch existiert. In den ersten vierzehn Tagen nach Staatengründung gab es zig Kriegserklärungen und nur durch internationale Schützenhilfe (hihi) konnte das israelische Staatsgebiet verteidigt werden.

    Soweit mal zu den historischen Begebenheiten.


    Dass den Juden (jetzt Israelis) natürlich hier ein gelobtes Land "ZURÜCKgegeben" wurde, hat der ganzen Sache eine moralische Legitimation verpasst. Insofern ist es schon verständlich, dass die Israelis ihre neue alte Heimat mit Händen und Füßen verteidigen...


    ...aber...


    Die aktuelle Politik Israels halte auch ich für chauvinistisch, elitär, rassistisch und arrogant. Einer Zwei-Staaten-Lösung wird konsequent ein Riegel vorgeschoben und der Siedlungsbau im Gaza-Streifen gießt nur mehr Öl ins Feuer.

    Aus moralischen Gründen traut sich (im Westen) niemand, Israel zu kritisieren/konfrontieren, in Deutschland wird die tiefe Freundschaft und der Schutz Israels weiter zur Staatsraison erklärt.

    Damit wird jede Debatte von vorne herein unterbunden, denn gegen die Staatsraison zu handeln heißt gegen die Grundwerte des Staates selbst zu agieren.

    Wir sehen hier also eine Realpolitik, die nicht zwischen Israel und Jude unterscheidet und wundern uns dann, wenn der "unzufriedene Mitbürger" das auch nicht tut?


    Wir nehmen aus einer historischen Schuld heraus einen Staat in Schutz, der eine Politik betreibt, die von elitärem Expansionismus geprägt ist (also genau der Politik, die Europa damals ins Chaos gestürzt hat), weil wir nicht zwischen Staat und Volk unterscheiden. Wer wundert sich da über die aktuelle Situation?


    Mein Wünsche wären:

    - Eine sachliche Debatte, in der Israel als Staat auch kritisiert werden darf

    - Das Ende antisemitischer/rassistischer Übergriffe auf allen Seiten

    - Das Bekenntnis zu mehr Frieden, Gemeinsamkeit und Offenheit

    - Der Mut, auch mal heiße Eisen anzufassen, um eine wirklich AKTUELLE Politik machen zu können, keine auf Befindlichkeiten beruhende Pseudo-Politik

    - Die Möglichkeit, all das, was ich geschrieben habe zu sagen, ohne meine Meinung von der AfD und anderen Nazi-/Rassisten-Verbänden instrumentalisiert zu sehen.

    - Zwei Kugeln Eis in der Waffel, einmal Schoko, einmal Vanille!



    P.S. Ja, ich habe die historischen Begebenheiten sehr vereinfacht dargestellt. Das ist mir bewusst, ich denke aber trotzdem, dass der Kern einigermaßen deutlich wird.

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    - Tony Blauer

  • Eine sachliche Debatte, in der Israel als Staat auch kritisiert werden darf

    eine sachliche Debatte ist immer gut,

    und Kritik an israelischer Politik sollte genauso möglich sein, wie Kritik an der Politik anderer Staaten,

    insoweit stimme ich Dir voll zu :)

    Bauchschmerzen kriege ich aber, wenn Israel 'als Staat' 'kritisiert' werden soll,

    ich denke, dass man hier mit der Alt-68er-Palästinenserromantik nicht unbedingt weiterkommt ...


    Zwei Kugeln Eis in der Waffel, einmal Schoko, einmal Vanille!

    :):):)

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Bauchschmerzen kriege ich aber, wenn Israel 'als Staat' 'kritisiert' werden soll,

    ich denke, dass man hier mit der Alt-68er-Palästinenserromantik nicht unbedingt weiterkommt ...

    Da stimme ich dir zu! Einen Staat an sich zu kritisieren ist insofern nicht sinnvoll, als man sich ja erst mal darauf einigen müsse, was konkret daran kritisiert wird.

    Staatsform, Staatsgebiet, Geschichte? Ich denke, worauf sich die Debatte heut zu Tage (so sie denn sachlich geführt wird) bezieht ist die Ausrichtung und der Duktus der israelischen Politik. Mithin sind aber auch die Politiker im Knesset und nicht die Israelis an sich zu kritisieren.

    Jeder deutsch-tümelnde Bürger verbittet es sich doch auch, zusammen mit "Danke-Merkel" in Sippenhaft genommen zu werden. Immerhin sind das ja "Die da oben" und nicht WIR Deutschen. ;)

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    - Tony Blauer

  • Einen Staat an sich zu kritisieren ist insofern nicht sinnvoll, als man sich ja erst mal darauf einigen müsse, was konkret daran kritisiert wird.

    Staatsform, Staatsgebiet, Geschichte

    ... also ich habe 'Staat an sich' so gedeutet, dass es um die Existenzberechtigung dieses Staates geht,

    und ich denke, dass es uns nicht zusteht, diesem Staat die Existenzberechtigung abzuerkennen ...

    (genauso wenig erkenne ich übrigens den Kurden das Recht auf einen eigenen Staat ab,

    die haben es bloß noch nicht geschafft ...)

    Jeder deutsch-tümelnde Bürger verbittet es sich doch auch, zusammen mit "Danke-Merkel" in Sippenhaft genommen zu werden. Immerhin sind das ja "Die da oben" und nicht WIR Deutschen.

    ... da kann ich den Diskussionszusammenhang noch nicht so genau erkennen ...



    aber eigentlich entfernen wir uns vom Thema, in dem es darum geht, dass das Wort 'Jude' wieder mal zu einem Schimpfwort geworden ist.

    Jüdische Einrichtungen und sogar jüdische Kinder müssen vor unseren 'Mitbürgern' geschützt werden,

    und genau diese Notwendigkeit ist es, die mich ärgert ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Jude war auch zu meiner Schulzeit vor etwas mehr als 10 Jahren aufm Dörfchen nen Schimpfwort unter den deutschen Dorfbratzen.

  • Stimmt, Selbstverteidigung besteht darin des Nachbarn Grundstück zu stehlen und diesen zu vertreiben oder einzusperren. Aber als mit den jüdischen Mitbürgern das in Deutschland gemacht wurde, mann nannte es Enteignung, da war das Entsetzen groß. Zweierlei Mass? Nein, ohne mich. Das war hier Unrecht und dort ist es es auch. Da interessiert es mich gelinde gesagt einen Dreck was irgendwelche israelischen Gazetten schreiben, da höre ich lieber Flüchtlingen zu, die eben den friedlichen Weg wählten und flohen vor den Aggressoren.

    Warum schaffen es manche nicht Israel zu kritisieren ohne gleich einen unsinnigen Nazi-Vergleich zu ziehen?

    Denn nein, nichts von dem was der Staat Israel seit der Staatsgründung bis heute zu verantworten hat ist auch nur Ansatzweise mit dem Holocaust zu vergleichen.


    Im Prinzip zeigen derartige "Argumente" doch dass es gar nicht darum geht den Staat Israel zu kritisieren.

  • Jude war auch zu meiner Schulzeit vor etwas mehr als 10 Jahren aufm Dörfchen nen Schimpfwort unter den deutschen Dorfbratzen.

    ... das ist für mich neu (groß geworden in Hessen und dort schon seit deutlich mehr als zehn Jahren zur Schule gegangen ...),

    an unserer Schule haben sich die 'Dörfler' in dieser Hinsicht eigentlich immer wirklich gut benommen,

    die einheimischen 'Bratzen' haben vor ca. 10 Jahren eher 'Behinderte' im Blickfeld ihres Beschimpfungswortschatzes gehabt,

    war natürlich genauso wenig akzeptabel ...

    Warum schaffen es manche nicht Israel zu kritisieren ohne gleich einen unsinnigen Nazi-Vergleich zu ziehen?

    ... och, man kann sogar die Daseinsberechtigung dieses Staates in Frage stellen, ohne den Nazi-Vergleich zu ziehen,

    aber geht es denn in diesem Thread darum?





    Suche das Einfache und misstraue ihm.