Das Hick-Hyman-Gesetz unterstellt -strenglogisch weitergedacht- nahezu allen KÄMPFERN traditioneller Kampfarten: Aggression

  • Um die Juristerei geht es eher weniger.


    Primär ist der Gedanke, wie kann man trainieren, die Reaktionsgeschwindigkeit hoch zu halten? Wie kann man trainieren zu vermeiden in die Situation eines Schlagabtausches zu geraten?

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.

  • Ich weis, aber den Scherzus wollte ich mir nicht kneifen.


    Reaktionsgeschwindigkeit : Die hängt hauptsächlich, abgeshen von den physiologischen Faktoren , von der Erfahrung ab. Nur wenn ich eine Sache absolut verinnerlicht habe kann ich sie ohne zu denken sofort umsetzen. das erfordert Übung ohne Ende und das auch in harten Situationen. Dojoturnen alleine reicht da nicht. Hemmungen jemand wirklich wehzu tuen z.B verzögern massiv.

    Eien Königsweg dafür kenne ich nicht.


    Schlägerein aus dem Wege gehen ; Augen auf und gesunder Mesnchenverstand plus etwas Erfahrung, gut druchrühren und dann riecht man Ärger meilenweit. Und nein, das ist kein Witz.

  • Danke für deinen Erfahrungswert, das gibt dem ganzen wieder ein Gewicht.


    So erhoffe ich auch gelernt zu haben wo Ärger anfängt.


    Allerdings kann man alleine durch Visualisierung die Reaktionsgeschwindigkeit erhöhen. Sie steigt noch einmal mehr, wenn man die Techniken, welche man gerade anwenden muss, kurze Zeit vorher noch (am selben Tag) trainiert hat.


    Eine Kurve zur Darstellung habe ich gerade nicht.


    Ansonsten stimme ich dir absolut zu.

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.

  • Smoo schrieb:

    Primär ist der Gedanke, wie kann man trainieren, die Reaktionsgeschwindigkeit hoch zu halten? Wie kann man trainieren zu vermeiden in die Situation eines Schlagabtausches zu geraten?

    Ich weiß nicht, ob das Thema hier noch mehr hergibt, aber:


    Reaktionsgeschwindigkeit hatten wir schon als Thema. Das ist eigentlich ganz einfach, denn es gibt - vereinfacht gesagt - zu beeinflussende und nicht zu beeinflussende Faktoren. Bedeutet: Auch mit noch so guten Training lässt sich der biologische Faktor der Nervenleitschwindigkeit nicht unterbieten.


    Und noch eine - wieder recht simpel klingende - lebenspraktische These: Reaktion kann man nur auf dass zeigen, was man - wie auch immer - mitbekommt. Der Clou bei Tätern ist ja der, dass sie - gemeiner Weise - immer dann tätig werden, wenn man es nicht denkt oder vermutet. Ich weiß, es ist kaum zu ertragen, aber tatsächlich ist diese Strategie durchaus erfolgreich für die Täter. Auch hat sich als gute Strategie für Täter herausgestellt, im Team zu arbeiten. Was ich damit sagen will: Es wird immer nur aus der einen, und damit scheinbar einzigen, Sicht gesprochen, die des Opfers. Dabei muss doch klar sein, dass für ein Opfer nur das übrig bleibt, was der Täter übrig lässt. Wenn also ein Angriff plötzlich und unerwartet passiert, dann passiert er nunmal plötzlich und unerwartet. Da gibt es dann nichts mehr zu reagieren, höchstens einzustecken - sprich: Nehmerqualitäten. Die wiederum kann man sehr wohl im Training bedienen. Ironie des Schicksals: Häufig werden Nehmerqualitäten aber nicht trainiert, weil man irrsinniger Weise davon ausgeht, dass man im Ernstfall als Kampfsportler immer eine Chance hat. Man diskutiert also lieber das eher unwahrscheinlichere, als das naheliegende.


    Will sagen: Zu vermeiden ist ein Schlagabtauch nur in "Face to Face" Situationen und in Filmen. Nur in Situationen, in denen ein Täter als Täter einwandfrei auszumachen ist, kann das funktionieren, ansonsten nicht.

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    Dazu vielleicht mal ein schönes Trainingsspiel:
    Ihr als Trainer erklärt eine Technik und die "Vorkampfsituation" mit Ansprache, stressen, Diskussion.

    Danach soll einer der Schüler es nachspielen, ihr seid der Verteidiger. In dem Chaos kommt ein zweiter Schüler von hinten an den anderen Schüler und tatscht ihn nur vor den Kopf.

    Da werden viele merken, wie sehr sie im Tunnelblick sind, selbst wenn es nur Training ist und die Situation klar gekennzeichnet ist.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • Ja das ist mal ein geiler Trainingstipp.


    Ich kenne den Verbunden mit einem kombinierten Angriff ins Leere: Doppelellbogen, mit Faust. Entweder knallt der Ellenbogen, dann den, der geklopft hat weg, oder die Faust erwischt ihn.


    Vermutlich stammt die Technik aus dem SPEAR System, das weiß ich aber nicht genau.


    Wir haben das so trainiert, dass man einmal frontal gegen den einen gearbeitet hat, ein zweiter kam und klopfte von hinten auf die Schulter, Kopf, Rücken und dann musste man sich mit diesem Ellenbogenmoped umdrehen und die Pratze weghauen. Fand ich sehr gut, sollte ich mal wieder trainieren.

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.