Wing Chun - Hamburg Altona

  • Hey zusammen,



    wir starten eine neue Trainingsgruppe für Guangdong Wing Chun in Hamburg-Altona. Unterrichtet wird nach den Lehren von Shifu Li Huage aus Guangzhou, China. Jeder, der sich das gerne einmal anschauen möchte, ist herzlich eingeladen mich zu kontaktieren und bei einem Probetraining mitzumachen. Wir trainieren in sehr familiärer Atmosphäre mit Spaß an der Sache.



    Training findet montags, mittwochs und freitags statt.

  • Willkommen,

    wo ist der Unterschied in eurem Stil zu den anderen *ing ung* Stilen?


    K/

    Ihr seid doch wieder ohne Aufsicht....ich merk das doch!

  • Hallo Kibon,


    nun, diese Frage ist nicht so einfach in drei Sätzen zu beantworten. Der große Unterschied - zumindest wenn man sich den Stammbaum anschaut - ist die fehlende Verbindung zu Ip Man. Shifu Li's Wing Chun geht zurück auf Yuen Kay Shan, also auf die Region um Guangzhou und Foshan, und ist in vielen Aspekten anders als die Systeme, die in Hongkong unterrichtet werden. Bestandteil sind natürlich die drei Formen, die Holzpuppe, die Doppelmesser und der Langstock. Zusätzlich gibt es u.a. noch den Rattan-Ring (藤圆). Betrachtet man das System in der Anwendung, so fällt meines Erachtens auf, dass wir etwas kompakter sind. Knie und Ellbogen sind dichter zusammen als beispielsweise im WT. Ein weiterer auffälliger Unterschied is das Prinzip der Ausrichtungslinie, das im Guangzhou Wing Chun eher von sekundärer Natur ist.


    Es gibt einen Blog von einem Amerikaner, der Wing Chun nach Ho Kam Ming unterrichtet und Shifu Li besucht hat. Er hat seine Eindrücke der Unterschiede ganz gut zusammengefasst: https://centreclash.com/2016/02/06/instinct-part-3/


    Ich hoffe, ich konnte deine Frage etwas beantworten.

  • Ein weiterer auffälliger Unterschied is das Prinzip der Ausrichtungslinie, das im Guangzhou Wing Chun eher von sekundärer Natur ist.

    Das finde ich interessant. Sprichst du dabei die Ausrichtung auf die Zentrallinie des Gegenübers an? Meiner Erfahrung nach funktionieren viele Techniken aus dieser Kampfkunst nämlich nicht mehr, wenn die Zentrallinie verlassen wird.

    Kannst du da noch ein bisschen näher drauf eingehen? :)

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer

  • Hallo Perath, entschuldige bitte die späte Antwort. Zu deiner Frage: Richtig, ich meine die Ausrichtung zur gegnerischen Zentrallinie. Diese ist uns natürlich bekannt und findet auch ihre Beachtung, allerdings nicht zwingend. Ein Beispiel hierfür sind die Hebeltechniken bei denen wir bewusst die Ausrichtungslinie verlassen, um eine höhere Rotationsbewegung und somit einen stärken Druck auf das entsprechende Gelenk auszuüben. Persönlich würde ich sagen, dass das jetzt kein bahnbrechender Unterschied ist, weil ich es in ähnlicher Form auch in Hongkong-Stilen gesehen habe - wenn auch nicht so ausgeprägt.

  • Okay, dann versteh ich, worauf du anspielst. Danke für die Antwort!

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    - Tony Blauer