Geht es uns schlecht?

  • Hallo Forum,


    nachdem heute morgen ein Kollege wieder klagte, wie schlecht es uns hier durch unsere Politiker geht, konnte ich nur mit dem Kopf schütteln. Meine Tochter ist zurzeit für ein Jahr in Ghana im Freiwilligendienst für IGI ( Inspire Global Ideas) im Einsatz. Wer mal einen kleinen Einblick erhalten möchte kann mal auf ihrem blog mitlesen. Natürlich berichtet Sie nicht nur über Missstände, sondern auch über alltägliche Erlebnisse.


    https://365tageweltwaerts.wordpress.com/


    Viel Spaß beim Lesen.


    P.S., und wer 'nen Euro über hat.....


    Kibon

    Ihr seid doch wieder ohne Aufsicht....ich merk das doch!

  • Klar, wenn man sich mit den Ärmsten vergleicht geht es uns gut. Schaut man aber mal genauer hin und vergleicht uns mit anderen relativiert sich manches. So hat der Durchschnittsdeutsche weniger Vermögen als der Italiener oder Grieche. Das meiste Vermögen ( in der EU ) haben die Luxemburger ... gefolgt von den Zyprioten. Und von wegen die letzteren sitzen in windschiefen Hütten, da gab es einen Bauboom und die haben alle neue Häuser.


    Daß mit dem geringeren Vermögen hat mehrere Ursachen: 1. und 2. Weltkrieg, Flucht und Verteibung, DDR, schlechte Geldanlage usw. . Daß läßt sich also nicht über Nacht beheben.


    Ach ja ... die Quellenangabe ! Diese Studie stammt von der EZB ! Wurde aber erst nach der " Griechenlandrettung " veröffentlicht.


    Übrigens ... von wegen die Einkommensschere geht auseinander ... laut GINI-Koeffizient sind in keinem Land der Welt die Einkommen so gleich verteilt wie bei uns ...

  • WW I / II plus Vertreibung als Ursache ? Also bitte, man sollte mal auf den zeitlichen Rahmen schauen.Zusätzlich nach dem Krieg konnte man im wahrsten Sinne des Wortes aus Scheiße Geld machen. Voraussetzung ? Nicht wimmern, ran die Bouletten bis der Arzt kommt.

    Funktioniert großenteils heute noch, bloß heute herrscht die lustige Mentalität vor, daß Faulheit honoriert werden sollte.

    So kommt man natürlich zu nichts. Wer auf seine 38 Stunden Woche pocht und zweimal mindestens langen Urlaub im Jahr und oben drauf noch Krankfeiern, der darf sich nicht wundern wenn das Wirtschaftswunder bei ihm irgendwie nicht eintreten will. Schon gar nicht wenn man auf Teufel komm raus nichts riskieren will. Wenn man dann noch lernfaul ist wie es immer mehr Mode wird, dann ist der Misserfolg garantiert.

    Übrigens liest man den Text in der anderen Richtung, dann begreift man schnell was Unternehmer ausmacht, die wirklich Geld machen....

    Das war schon immer so, egal ob Gutsherrn oder Unternehmer wie Fugger, im Endeffekt immer das gleiche Spiel. Wer sich den Faktoren nicht stellt, verliert, egal wie die Ausgangsvoraussetzungen waren.


    Bezogen auf die Ausgangsfrage : Es geht vielen hier zu gut.

  • Interessant. Willi macht zwei Aussagen, die hier eine klare Trennung der Welt darstellen, die Armen und wir. Ja , natürlich geht es uns besser als den Drittländern. Allerdings , hier muss ich widersprechen , machst Du das " gut gehen" am Vermögen fest. Das wiederum reicht mir als Bezugspunkt persönlich nicht, es gibt viele weitere Faktoren die das beeinflussen.

    Es gibt so einen "Fragebogen für besorgte Bürger" den ich mal in einigen Punkten zitieren möchte:

    Haben Sie ausreichend zu essen?

    Haben Sie Zugang zu sauberem Trinkwasser?

    Sind Sie Krankenversichert?

    Dürfen Sie Ihre Regierung frei und geheim wählen?


    um nur ein paar Punkte anzuführen. Ich denke, dass es mehr ausmacht als Geld auf der Bank zu haben.


    Zur wirtschaftlichen Situation in diesem speziellen Fall, da ich mit meiner Tochter dank Internet im regen Austausch stehe: kostenlose Bildung? Nein, gibt es nicht, Jeder Schüler muss Schulgeld bezahlen, umgerechnet etwa 5 € pro Monat. Das Durchschnittseinkommen eines Ghanaers ist 25 €.

    Wirtschaftlich drängt ein bekannter Schweizer Konzern mit N. ( der, für den sauberes Trinkwasser kein Menschenrecht ist) mit seinen Produkten in die Läden zu Spottpreisen. Folge, Landesprodukte sind teurer, werden nicht mehr gekauft und somit eine Vernichtung der Arbeitsplätze vor Ort. Kein Geld , keine Schulbildung ( das Geld muss ja zum Leben reichen).


    Also, geht es uns schlecht???


    Nein. Auch wenn bei uns einiges anders geregelt sein könnte.

    Ihr seid doch wieder ohne Aufsicht....ich merk das doch!

  • Erst mal Respekt für Deine Tochter, Kibon, und dass was sie in Ghana tut.


    Meine Tochter ist fast zeitgleich nach Japan ab gedüst und ackert für schnöden Mammon allerdings 6 Tage in der Woche auf einer Farm auf Kyushu. Keiner konnte dort kapieren, wie jemand FREIWILLIG um die halbe Welt fliegt und als junges Ding ausgerechnet in der Landwirtschaft arbeiten will. Die Landwirtschaft ist dort gnadenlos überaltert. Mit dem verdienten wechselt sie dann noch in ein Naturschutzprojekt, wo sie für ihren Unterhalt selbst aufkommen muss.


    Bezogen auf die Ausgangsfrage : Es geht vielen hier zu gut.

    Als Tochter geboren wurde haben wir hier in Berlin etwas über 1.000 DM Miete bezahlt. Wenn ich Heute unsere Miete in DM umrechnen würde wären es etwa 1.900,00 DM. Müssten wir uns Morgen eine neue Wohnung suchen, gleicht das hier in Berlin einer Katastrophe. Fast unmöglich.

    Nein, wir nagen nicht am Hungertuch. Ja wir besitzen ein 10 Jahre altes Auto. Richtiger Urlaub? Müsste ich lange überlegen - da war Tochter in der 2. Klasse. Meine Frau macht neben den Beruf noch mal eine Ausbildung über 5 Jahre die sie selber zahlt. Zuschüsse vom Staat? :D! Seit 23 Tagen im Stück hat sie keinen freien Tag gehabt. Arbeit/Schule/Arbeit/Schule...


    Geht´s uns viel zu gut? Sicher, gegenüber Ghana schon....:/

  • Ich weiß ehrlich gesagt nicht worauf Willi und Kaji hinaus wollen. Vermögen ist doch erstmal nur eine abstrakte Zahl. Urlaube dagegen kann man erleben und sich hinterher noch dran erinnern. Das tun zu können ist doch schon Luxus.Klar gehen die Kosten vom Vermögen ab, aber was hab ich denn von einer abstrakten Zahl? Und erleben sollte man Dinge solange man noch kann. Man weiß nie wann es einen erwischt. Auf die lange Bank schieben macht für mich wenig Sinn. Fazit: Dem Durchschnittsdeutschen geht es sehr gut. Vielen ärmeren immer noch gut.

  • sabiji, natürlich muss man differenzieren. Keine Frage. Ich denke, wenn man Einzelschiksale hier bei uns betrachtet kann man anders argumentieren. Deswegen würde ich hier auch gar nicht in eine politische Situation einsteigen wollen. Richtig, bei einer Inflation die in diesem Monat wieder bei 2,3 % liegt, steigende Energiepreise und so weiter kann man manchmal keine großen Sprünge machen.

    Hier sehe ich aber immer noch die "Gesamtsituation", und da sage ich, es geht uns gut.


    P:S. Mein Auto ist letzte Woche 29 geworden, das haben wir mit einem Ölwechsel gefeiert ! :)

    Ihr seid doch wieder ohne Aufsicht....ich merk das doch!

  • Bleiben wir beim Urlaub. Nach meiner Meinung, die keiner teilen muß, ist Urlaub eine Belohnung für harte Arbeit. Warum kommen dann Hartz IV Empfänger auf die witzige Idee Urlaub haben zu wollen ?

    Weil sie offensichtlich noch nicht in der Realität angekommen sind, oder in diesem Staat läuft ganz gewaltig was schief.

    Wieso wird hier Lernfaulheit toleriert ?

    Leute wie Sabijis Frau kümmern sich um ihr Fortkommen auf eigene Kosten, aber ein nicht unerheblicher Teil der jungen Leute ist der Meinung das Schule etc eh was für "loser" sei. na herzlichen dank. Warum soll man das unterstützen ?

    Aber noch wichtiger, wie kommen die Leute auf solch schwachsinnige Gedanken ?

    Weil es ihnen zu gut geht.


    Oder auch die Unflexiblität.

    Ich kenne da jemanden der hat erst Brauer gelernt, nix geworden mit einem Job, dann Büchsenmacher angefangen und oben drauf noch einen Gesellenbrief als Zimmermann. Zum Schluß noch vor nicht zu langer Zeit dann den Abschluß im Steuerfach. Da war das Kerlchen schon deutlich über 40 ig. ( Das nenne ich mal respektabel ! )

    Und siehe da es funktioniert.

    Da soll mir doch mal jemand erklären warum sich Leute hinstellen und sagen "Dafür bin ich mir zu fein oder interessiert mich nicht"

    Das bekommt man vor allem von Herrschaften ohne brauchbare Qualifikation egal wo zu hören.

    Das soll man suportieren ?

    Aus meiner Sicht nein, daher wird dieser Wahnwitz für selbstverständlich gehalten, weil es den Leuten noch zu gut geht.

    Ein Sozialsystem ist etwas wunderbares wenn es darum geht wirklich Bedürftigen zu helfen, aber so nicht.


    Der nächste Punkt.

    Die unglaubliche Erwartungshaltung der Menschen.

    Uns wird in den Medien eine Realität vorgegaukelt die es so in der Regel nicht gibt.

    Da können sich Studenten halt eben mal ein Loft leisten etc.

    Da aber immer weniger zwischen virtuelle / Medienwelt und der Realität differenziert wird, ist das Ergebnis die Leute haben , obwohl sie eigentlich alle besitzen was man zum Glück aus meiner Sicht braucht, eine Erwartungshaltung die nie zu erfüllen ist.

    Sie bemerken also vielfach nicht mehr welches Privileg sie haben, wie gut es ihnen geht.


    Nur einige konfuse Gedanken zum Ursprung des Problems.

  • WW I / II plus Vertreibung als Ursache ? Also bitte, man sollte mal auf den zeitlichen Rahmen schauen.

    Nicht als alleinige Ursache ! Aber es ist eine Tatsache, daß ca. 55 % der BRD-linge zur Miete wohnen ... In anderen Ländern Europas ist die Qoute der EIgenheimbesitzer deutlich höher. Und das hat auch damit zu tuen, daß viel Bausubstanz im Krieg vernichtet wurde.


    Hier ist ein interessanter Beitrag über Ghana:



  • Sabij, habe ich von Dir geredet ? Glaube nicht.

    Dennoch würde ich meiner Frau diesen Fred lieber nicht zu lesen geben. Die arbeitet inner Klapse. Und wie überall im Pflege- und Soz.-Wesen krauchen die dort auf den Zahnfleisch. Man hat ja festgestellt, dass es im Pflegebereich zu wenig Fachkräfte gibt. Also wird den Einrichtungen vorgegeben, wie hoch das Verhältnis der Fachkräfte/Ungelernte sein muss. Und wie bekommt man das am besten hin? Klar, man entlässt die Ungelernten. So manche Schicht ist meine Frau vollkommen allein. Windeln und satt machen, wer wegen mangelnder Beschäftigung frei dreht bekommt "Bedarf". Pädagogische Arbeit oder Therapie? :D. Ja, man hat versucht, sog. Flüchtlinge zu integrieren, aber keiner kam länger als 3 Monate zur Arbeit. Meine Frau schiebt echten Hass auf die momentane Politik. Und nein, sie ist nicht für die AFD, denn die würden keinen Pfennig in diesem Bereich locker machen.


    Ich gehe jeden Arbeitstag etwa 2,5 km vom Bahnhof Friedrichstraße die Friedrichsstraße runter bis zum Checkpoint Charlie, in dessen Nähe ich arbeite. Dieser Teil der Friedrichstraße ist so etwas wie das Äquivalent zum Ku-Damm. In den letzten 3 Jahren hat die dichte bettelnder Obdachloser dramatisch zugenommen. Viele Geschäfte stellen Sicherheitsbeamte an um die Menschen vor "ihren" Geschäften fort zu jagen. Letzten Winter habe ich das erste mal erlebt, wie Obdachlose WOCHEN bei eisigen Temperaturen unter offenen Himmel Tag und Nacht neben dem Ein- und Ausgang zur U-Bahn unter Planen dahin vegetieren, während tausende Büromenschen und Touris an ihnen vorbei hasten. Unter der Brücke zur S-Bahn war einfach kein Platz mehr. Da waren schon -zig Obdachlose. Das gleiche Bild in vielen anderen Bahnhöfen der Hauptstadt. Früher nur in bestimmten Problem-Bezirken, Heute flächendeckend überall in Berlin. Das schlimme, es wird zur Normalität.


    Ich weiß, es hat nichts mit den eigentlichen Fred zu tun. Aber ich bin in echter Sorge vor allem über die heftige Dynamik, wie sich vieles hier eben nicht zum Positiven, ganz massiv in den letzten Jahren entwickelt hat.

    Aber gut, das ist die große Politik und wir wollten hier nicht mehr politisieren.

  • Worüber reden arme Menschen wohl den ganzen Tag ?

    Warum spielen ( ich eingeschloßen, zumindest gelegentlich :thumbsup: ) viele Leute Lotto ?

    Woran zerbrechen viele Beziehungen ?


    Hat das nicht auch etwas mit der finanziellen Situation zu tun ? Meine These ist, daß reiche Menschen glücklicher sind als Arme. Ich glaube die Geschichte " Geld allein macht auch nicht glücklich " nur zum Teil. Geld löst viele Probleme, die Menschen ohne Geld eben haben.


    Und Geld ermöglicht es z. Bsp. zu helfen ... das ist doch wahre Erfüllung. Wäre ich Jeff Bezos ( Amazon-Gründer, momentaner Wert seines Aktienpaketes: ca. 150 Milliarden Dollar ) würde ich damit nicht 2.000 Sportwagen kaufen, sondern einen gut Teil spenden. Ich würde mit einem Teil des Geldes die 5G-Technologie nach Afrika bringen. 7 von 10 Afrikanern haben heute schon ein Mobiltelefon ... wenn die jetzt alle Zugang haben zu Kommunikation und dem Wissen der Welt ( dem Internet ), würde das die Menschen regelrecht aus der Armut katapultieren. Daß brächte mehr als 60 Jahre Entwicklungshilfe.

  • Ich behaupte mir und meiner Familie geht es gut. Warum? Ganz einfach, wir haben ein Dach über den Kopf, eine warme Stube, jeden Tag satt zu essen, sind alle gesund, die Kinder dürfen zur Schule gehen, wir verdienen unser Geld zu Leben, einen Fahrbareruntersatz gibt es auch, Sonntags gibt es Brötchen und zu allen Luxus ist auch noch mal Urlaub drin. Wir leben hier ohne Kriege und Naturkatastrophen. Deswegen geht es uns gut.

  • Kaji, meine Tochter ging in Friedrichshain in eine Secundarschule. Eine Erfindung des Berliner Senats um Real- und Hauptschule zusammen zu legen, damit die besseren Schüler die schwächeren "mit ziehen". Die allermeisten Eltern der Klasse der Grundschule meiner Tochter stopften ihre Zöglinge auf Gedeih und Verderb auf Gymnasien, die hoffnungslos überfüllt waren. Mehr als dreiviertel der Schüler ihrer neuen Klasse waren Jugendliche mit Migrationshintergrund. Etwa die Hälfte der Klasse schaffte nicht den MSA. Meine Tochter war eine von 3 Schüler, die noch ihr Abi machten.

    Ich war 2 Jahre Elternsprecher. Die Kids waren nicht schlecht. Aber zu Hause interessierte sich niemand für ihr Lernen an der Schule. Es gab Eltern, die haben sich erst nach Monaten gemeldet und beschwert, weil ihre Zöglinge offensichtlich keine aktuellen Schulbücher zum neuen Schuljahr bekommen haben. Ihnen musste erklärt werden, dass sie die Bezugsscheine nur bekommen, wenn die Zeugnisse unterschrieben vorgelegt werden. Da kam echt als Antwort, was für Zeugnisse?


    Viele hätten das Potential, kommen aber allein nicht aus ihrem Milieu-Sumpf heraus. Hier liegt vieles im Argen.

  • @ Willi,

    ja den Bericht der Sendung Panorama kenne ich. Leider wird hier nicht differenziert. Es gibt Unternehmen die wie Reiseveranstalter arbeiten, kosten einen riesen Batzen Geld und sind in Wahrheit auf Gewinnmaximierung ausgelegt. Also Reiseveranstalter für das gute Gewissen.

    Gibt davon leider eine ganze Menge ( 1 Woche Schildkrötenputzen auf Kreta für 4000 € ! ), und die sind den "seriösen" Trägern schon lange ein Dorn im Auge. Gerade weil diejenigen, die wirklich etwas bewirken wollen in Misskredit gebracht werden.


    Dann gibt es Institutionen die über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gefördert werden zu 75 %, den Rest muss die Entsendeorganisation über Spenden zusammenbringen.

    Diese Organisationen schicken Menschen für mindestens 1 ! Jahr in Drittländer. Drunter gibt es nicht. Auch werden diejenigen vorher ausgewählt, man kauft nicht einfach ein Ticket.


    Und nein, damit verdient man kein Geld, Unterkunft, Verpflegung und ein Taschengeld in Höhe von 80 € im Monat. That's it.

    Ihr seid doch wieder ohne Aufsicht....ich merk das doch!

  • Ich behaupte mir und meiner Familie geht es gut. Warum? Ganz einfach, wir haben ein Dach über den Kopf, eine warme Stube, jeden Tag satt zu essen, sind alle gesund, die Kinder dürfen zur Schule gehen, wir verdienen unser Geld zu Leben, einen Fahrbareruntersatz gibt es auch, Sonntags gibt es Brötchen und zu allen Luxus ist auch noch mal Urlaub drin. Wir leben hier ohne Kriege und Naturkatastrophen. Deswegen geht es uns gut.

    Wenn schon eine dieser wichtigen Pfeiler Gesundheit, Arbeit, Wohnung oder wie auch Willi so schön schreibt "Ehe" brechen, haben viele Normalo-Arbeitnehmer schon extrem zu rudern, nicht aus den Gleisen zu kippen. Mehr als je zuvor.

  • Ich swh das ähnlich wie Kalios,


    Ich bin gelernter Krankenpfleger und arbeite seit 13'Jahren im Bereich Psychiatrie/Psychosomatik.

    Ich lebe im Speckgürtel von München, wo Mieten von 13 Euro + pro Quadratmeter nichts Ungewöhnliches sind.

    Ich hab eine schöne Wohnung, ein Auto, nen Fernseher, einen teuren Gaming PC und zwei Katzen. Regelmäßige Mahlzeiten und Heizung sind eh selbstverständlich.

    Ich kann nicht im Geringsten behaupten, dass es mir schlecht ginge.


    Klar, ich könnte mehr verdienen oder weniger Arbeiten.

    Aber das wäre MEHR Luxus, nicht WENIGER Armut.


    Es gibt Leute, denen geht es schlechter als mir und es gibt Leute, denen geht es besser. Das hängt stark davon ab wo ich nachfrage...


    Insgesamt denke ich aber, dass wir in einem wohlhabenden, sicheren und von Katastrophen weitestgehend verschonten Land leben.

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer

  • Wenn ich diesen Mietwucher lese, dann schwillt mir minimalst der Kam. Ich selber vermiete ja auch in einer Berliner Gegend die nicht unbedingt zu den ärmsten Regionen gehört. Trotzdem lieg ich deutlichst unter 8 Euro der qm und es geht auch obwohl ich locker und flockig weit über 2 Euro unter dem Mietspiegel agiere.

    Was die Herrschaften anstellen ist zutiefst unanständig. Das hat mit Geschäftstüchtigkeit nichts mehr zu tuen, das ist dreckiges Ausnutzen von Notlagen. widerwärtig so etwas.

    Ich weis das war OT, mußte aber sein.

  • Wenn ich diesen Mietwucher lese, dann schwillt mir minimalst der Kam. Ich selber vermiete ja auch in einer Berliner Gegend die nicht unbedingt zu den ärmsten Regionen gehört. Trotzdem lieg ich deutlichst unter 8 Euro der qm und es geht auch obwohl ich locker und flockig weit über 2 Euro unter dem Mietspiegel agiere.

    Was die Herrschaften anstellen ist zutiefst unanständig. Das hat mit Geschäftstüchtigkeit nichts mehr zu tuen, das ist dreckiges Ausnutzen von Notlagen. widerwärtig so etwas.

    Ich weis das war OT, mußte aber sein.

    https://www.tagesspiegel.de/be…-genehmigen/22581126.html


    Da müssen sich die Spree-Athener mal an die eigene Pickelhaube äh Nase faßen und vielleicht mal was anderes wählen ...


    Wenn man Leute in die Ämter hievt, die von Ökonomie nicht allzu viel und von Naturgesetzen rein gar nichts verstehen ... Bitte !