Einschränkung wegen Persönlichkeitsstörung

  • Ich glaube ich weiß jetzt warum ich immer so gehemmt beim kämpfen bin.

    Ich war 6 Wochen in der Klinik. Bei mir wurde eine ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung festgestellt.


    ich glaube das ich ein bisschen soziales Kompetenztraining brauche.

    Habe einiges nachzuholen.

  • hm, also eine ÄVPS,

    ich hoffe, man hat Dich nach den sechs Wochen nicht einfach so aus der Klinik heimgeschickt,

    ohne Dir noch weitere fachliche Hilfe angedeihen zu lassen.

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • leider doch. also Sie haben mir schon ambulante Psychotherapie empfohlen. Da muss ich aber ein Jahr warten.

  • ... ein ganzes Jahr?

    hast Du es schon einmal bei der Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung versucht?

    Die sind auch für solche Termine zuständig, da geht dann angeblich alles ratz fatz ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Hey Pharao,


    Das Warten auf einen ambulanten Therapieplatz kann tatsächlich sehr frustrierend sein.

    Wichtig ist, dass du am Ball bleibst, oft ergibt sich ein freier Platz. Und so blöd das klingt bei den Wartezeiten... Nimm nicht den erst besten Therapeuten. Der-/diejenige sollte zu dir passen und du solltest ein gutes Gefühl dabei haben.

    Aber für sowas gibt's ja die Probatorik-Sitzungen.


    Ida hat da schon recht... Über die KV ist da oft was zu machen.

    Weißt du denn, in welche Richtung du suchst? Tiefenpsychologisch/Analytisch oder Verhaltenstherapeutisch?

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer

  • Auf jeden Fall Verhaltenstherapie. Bei mir kommen noch Depressionen schwere Episode hinzu!

  • Krass sowas hab ich auch noch nicht gehört. Wünsch dir viel Erfolg bei der Therapie.

    oh ja, eine solche Reaktion wünscht man sich, wenn es einem wirklich schlecht geht und eine angemessene Therapie noch in weiter Ferne liegt,

    insofern hätte Pharaos 'Dankeschön' sicher ein Ironiesmiley vertragen.


    @ Pharao:

    ich habe jetzt das Problem vieler Laien, ich weiß nämlich nicht, wie 'normal' ich mich im Umgang mit Dir verhalten sollte,

    aber 'in Watte packen' möchte ich Dich auch nicht gerade ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Ähm ja....ich glaube das an der eit ist mich für einige harte Angriffe zu entschuldigen. Das konnte keiner wissen.

    Kaji

  • Buddha sagt: Geh den Weg der Mitte. Sei mir kein Feind aber auch keine Ehefrau! ^^ Aber du kannst mir eine Freundin sein, Ida!

  • @ Pharao:

    ich habe jetzt das Problem vieler Laien, ich weiß nämlich nicht, wie 'normal' ich mich im Umgang mit Dir verhalten sollte,

    aber 'in Watte packen' möchte ich Dich auch nicht gerade ...


    Behandeln, wie man andere Leute auch behandelt.

    Nicht den Arsch pudern, aber auch nicht Arsch sein.

    Halt verhalten wie bei jedem anderen auch.

  • Behandeln, wie man andere Leute auch behandelt.

    Nicht den Arsch pudern, aber auch nicht Arsch sein.

    Halt verhalten wie bei jedem anderen auch.

    So siehts aus!

    Eine Persönlichkeitsstörung ist keine Demenz oder Schizophrenie. Weder entschuldigt sie etwas noch verpflichtet sie zu etwas. Ganz normaler Umgang und gut ist. :)

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer

  • Seit dem ich weiß das ich eine ÄVPS habe, bin ich noch gehemmter,

    Ich glaube ich verstecke mich hinter dieser Diagnose!


    Ich weiß jetzt was mit mir los ist. Ich glaube das kommt doch nicht so gut!

  • Die selben Symptome habe ich immer noch, wenn auch nur noch ganz schwach und in bestimmten Situationen. Ich war damals echt extrem Zurückgezogen und meine 4 Wände waren mir das sicherste, aber es war nicht förderlich im Berufsleben.

    Also hab ich mir selber eine Therapie verpasst. Und da war nur einmal eine grosse Überwindung nötig.

    Ich machte mein Hobby zum Nebenjob. Ich konnte da direkt mit Kunden und Fremden reden, über etwas, wo ich mit sichert viel wusste und viel auch vermitteln konnte. Das gab mir eine innere Sicherheit und je mehr ich mein Wissen nach aussen tragen konnte und Bestätigungen bekam, um so mehr fühlte ich mich auch wohler.

    Das schlimmste war, ich konnte damals mit niemanden darüber reden, ohne das ich gleich wieder zu einem Sonderling und Aussenseiter gestempelt wurde. Das hätte es noch weiter verschlechtert. Es war einfach ein Kick aus mir selbst heraus nötig, das ich einiges selbst wieder Richten konnte und, es muss auch aus dir selbst heraus kommen. Nur dann kannst du die Power aufbringen um etwas zu ändern.

    Bleib dran und kämpfe, wie es einem Kämpfer gebührt!

    "Die Wahrheit versteckt sich oft hinter Lügen"
    Meins!! :D

  • Konfrontationstherapie ist bei Menschen mit einer ÄVPS erschwert, da wir auch unbewusst immer wieder die Vermeidung suchen.

  • Genau, und darum habe ich es mit meinem Hobby gemacht, wo ich mich eben Sicher fühlte. Klar, brauchte ich auch da erst Überwindung, eine Person überhaupt ansprechen zu können (uh, war das Peinlich und Beängstigend!), aber sobald die gemerkt haben, der weiss was, dann fragten sie immer mehr und du hastest einfach das Gefühl, das du eben dann gebraucht wirst (war dann ein geiles Gefühl).

    Und alles kommt dann in kleinen Schritten. ;)

    "Die Wahrheit versteckt sich oft hinter Lügen"
    Meins!! :D

  • Da ich noch andere Leiden hatte und vielleicht noch habe... weiss man ja nie ;) , konnte ich/man das nie genau festlegen. Auch waren Medikamente mit Schuld am ganzen Dilemma das ich hatte. Wegen den Medis könnte ich heute noch den damaligen Arzt mit C4 in die Luft jagen :cursing:

    Der damalige Psychoanalytiker hat fast Purzelmammutbäume gemacht, als er mich behandelte (leider nur kurzzeitig, hätte gerne bei dem weiter gemacht, war Spitzenmann).

    "Die Wahrheit versteckt sich oft hinter Lügen"
    Meins!! :D

  • Ach wisst ihr, da seid ihr nicht ganz alleine. Das Leben verändert Menschen. Früher war ich dauernd unterwegs. Party hier, Vorlesung da etc. heute ? Man braucht fast einen glühende Kohlenzange um mich loszueisen aus meinen Wänden.. Aber dank des Museums, ja das hört sich jetzt beknackt an, merke ich wieder das ich doch noch nicht ganz hinüber bin. Klar, jedesmal schiebe ich leichte Panik bevor ich da auftauche, ich weis nie was kommt. Aber wenn man erstmal da ist, anfängt zu erzählen....das befreit das Ego wieder.