Frau = Freiwild?

  • Also ich lasse alle sexuellen Übergriffe (verbal/körperlich) auf mich, im Job, einfach ins Leere laufen und reagiere nicht darauf.


    Fertig.

    Ja, hat dir schonmal jemand einen Klapps auf den Po gegeben und sowas gesagt wie "Los mein süßer Knackarsch, jetzt aber mal los." Am besten noch vor den eingesessenen Kollegen mit "Hihihi" oder wahlweise "Hohoho"??

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Ja, hat dir schonmal jemand einen Klapps auf den Po gegeben und sowas gesagt wie "Los mein süßer Knackarsch, jetzt aber mal los." Am besten noch vor den eingesessenen Kollegen mit "Hihihi" oder wahlweise "Hohoho"??


    Smoo was ich alles schon im Job erlebt habe spielt hier im Detail keine Rolle.


    Es sind eindeutig sexuelle Übergriffe verbaler und körperlicher Natur auf meine Person, durch weibliche Kundschaft.


    Wenn ich da ein Fass aufmache, sitze ich morgen bei der GF im Büro und muss mich rechtfertigen. Is so!

  • Smoo was ich alles schon im Job erlebt habe spielt hier im Detail keine Rolle.


    Es sind eindeutig sexuelle Übergriffe verbaler und körperlicher Natur auf meine Person, durch weibliche Kundschaft.


    Wenn ich da ein Fass aufmache, sitze ich morgen bei der GF im Büro und muss mich rechtfertigen. Is so!

    Ich hatte gehofft, du konterst und schreibst: "Spielt keine Rolle, aber ist dir sowas passiert, oder wie kommst du auf dieses Szenario?"


    Dann hätte ich geschrieben "Im ersten Ausbildungsjahr zum Krankenbruder ist mir genau das passiert. Gibt halt auch Täterinnen."


    Da wir uns vom Ursprungsthema weit genug entfernt hatten, da dachte ich, könnte man das auch mal einstreuen.


    :P



    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Es sind eindeutig sexuelle Übergriffe verbaler und körperlicher Natur auf meine Person, durch weibliche Kundschaft.

    Wenn ich da ein Fass aufmache, sitze ich morgen bei der GF im Büro und muss mich rechtfertigen. Is so!

    ... och wie süß,

    und Deine Kolleginnen halten natürlich die männlichen Pendants, ebenfalls 'Kunden', aus ...

    aber darum geht es nicht wirklich ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.
    (Alfred North Whitehead, Logiker und Philosoph, 1861-1947)

  • Es ist eine Frage wieviel Charme du in dein Kompliment reinlegst: geile Titten= Aufdringlichkeit, du bist eine sehr attraktive Frau= Kompliment. Männer Baggern, Frauen wählen. Dann lass Sie auch wählen, du muss ihr Zeit lassen und nicht deine Samenzellen über die Gehirnzellen stellen.

  • Da wir uns vom Ursprungsthema weit genug entfernt hatten ...

    ... na dann sollten wir mal schleunigst dahin zurückkommen ;)

    Suche das Einfache und misstraue ihm.
    (Alfred North Whitehead, Logiker und Philosoph, 1861-1947)

  • Männer Baggern, Frauen wählen.

    Das geht auf einen grandiosen Erfahrungsschatz zurück, oder? :D


    Komm schon, du wolltest den Sexismus verstecken... das kannst du besser.

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • ... och wie süß,

    und Deine Kolleginnen halten natürlich die männlichen Pendants, ebenfalls 'Kunden', aus ...

    aber darum geht es nicht wirklich ...

    Naja Ida,


    unangebrachte Komplimente von Männer sind Sexismus (sexuelle Belästigungen)


    das war der Sachgrund warum sich der Faden halt ein wenig in diese Richtung entwickelt hat.


    Mein Punkt ist halt.


    Ich für meinen Teil mache da kein riesen Drama raus.


    Während ja ein Teil der Weiblichkeit hinter jedem Kompilment ja gleich eine potentiellen Vergewaltigung als Gedankenverbrechen erkennt.


    Da Du das mit dem Beruf hier reingebracht habe, war ich dann mal so frei und habe geschildert wie ich damit umgehe.

  • Es ist doch ganz einfach : Das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten. Heir ist die Grenze also sehr simpel zu ziehen.

    Knifliger wird es beim Wort, wo hört das Kompliment auf, wo fängt die Belästigung an ?

  • Und wie stellt man (<- geschlechtsneutral) die fest?


    "Gestatten Sie mich vorzustellen?" :)


    "Was erdreisten Sie sich, dieses Recht mich anzusprechen, so unbedarft unzulässig zu gebrauchen!!!EINS!!ELV!!!" eeeek-svg


    Ääähm :D


    ----


    Anfassen ist phaboten, das sollte ja jedem klar sein, aber wenn man es von der Sympathie abhängig macht, dass man jemanden umarmt, oder mal ein Stück heranrückt, dann klingt das sehr vernünftig... aber auch einseitig, wenn man überlegt, dass überhaupt keine Konversation statt gefunden hat. Von Interaktion rede ich nicht. Klar kann man Anbandeln auch überverintellektualisieren.


    Mein ja bloß. Da bin ich wohl zu 100% auf Kajis Seite. Besser ist es die Worte zu wählen (Es reicht ja eine erkennbar gute Absicht durchschimmern zu lassen), anstelle sich über Anfassen Gedanken zu machen.


    ;)

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Mir geht diese ganze Diskussion gehörig gegen den Strich.

    Ja, ich finde es Sche*** wenn jemand zu weit geht.

    ABER: Soll/Muss ich jetzt immer und überall "hochachtsam" sein, weit über das Mass hinaus, was ich von meinen Eltern mitbekommen habe?

    Beim Training z.B. sind für mich alle gleich, da gibt es kein Männlein/Weiblein. Alle werden gleich behandelt, angegriffen, verhauen. Muss ich jetzt bei jedem Üben überlegen, wie ich mein Gegenüber angehe, da es sonst vielleicht falsch verstanden wird?

    Und wenn ich auf der Straße einer hübschen Frau hinterher schaue, wohlmöglich noch pfeife, bin ich ein potentieller Vergewaltiger?

    Irgendwie haben wir hier einen enormen Schiefstand und ich komm mir so vor als wären wir in dem Film "Wenn der Schwanz mit dem Hund wackelt".


    Gaaaanz seltsame Entwicklung!


    Musste ich mal los werden.

  • Frau hinterher schaue, wohlmöglich noch pfeife

    Eventuell lebensmüde, wenn die Angabe in deinem Profil stimmt. :D

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Dieses Kurzvid sagt mir, dass es gewissen Erfolg versprechen kann:


    ;)


    Im Ernst, wer kann mir so zu pfeifen beibringen?


    Gute N8

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Ich muss Drax da - fast - ausnahmslos zustimmen. Derartige Diskussionen haben es geradezu an sich, dass sie Schieflagen erzeugen. Irgendwo hier haber ich das schon einmal geschrieben: Wird ein Mädchen Opfer eines sexuellen Übergriffs, liest man tatsächlich: "Ein Mädchen...", wird ein Junge Opfer, liest man häufig: "Ein Kind...". Sexuelle Übergriffe - und das muss allen bei derartigen Diskussionen klar werden - sind niemals Einbahnstraße - wobei es klare Regeln gibt: Frauen sind Opfer, Männer sind Täter. Schade finde ich es, dass aber genauso diskutiert wird. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Frauen auch Männer bereits "angemacht" bzw. "sexuell belästigt" haben. Ich höre dann immer "Männer sind da härter im nehmen"... geht es nicht eigntlich um den Vorfall als solchen?


    Will sagen: So eine Diskussion im Gender-Kontext zu führen, halte ich für "an der Sache vorbei". Täter und Opfer werden geschlechtsspezifisch identifiziert und eigentlich könnte man die Diskussion an dieser Stelle beenden, da der Ausgang klar ist. Die Frage, die übrig bleibt ist: Was machen wir nur mit unserem männlichen Geschlecht?

  • Ich überlege schon seit Wochen, wie ich die ganzen Gedanken, die ich zu diesem Thema habe, in einen sinnvollen Kontext einordnen und wiedergeben kann.

    Da gibt es die Realität, in der ein überwältigender Großteil aller angezeigten sexuellen Übergriffe von Männern an Frauen stattfinden.

    Dann gibt es den Gender-Kontext, in dem die Übergriffigkeit von Frauen gegenüber Männern bagatellisiert wird.


    Um ehrlich zu sein, krieg ich diese ganzen Fäden in meinem Kopf nicht sinnvoll entwirrt. Ich merke nur selbst, dass mich diese ganze Diskussion von so vielen Seiten sehr ärgerlich macht, weil eben ständig diese von Paladin angesprochene Schieflage entsteht.

    Argumentiere ich in die eine Richtung, kommt aus der anderen ein "Ja aber was ist mit den...", wenn ich dann dahin argumentiere, heißt es "Du vergisst aber die..."


    Das ganze ist emotional hoch aufgeladen und irgendwie hab ich das Gefühl, in der Diskussion keinem gerecht zu werden.


    Es besteht ja bevölkerungsweit noch nicht einmal Einigkeit darüber, ab wann aus einem Kompliment eine Anmache und aus der Anmache ein Übergriff wird. Und auf dieser Basis zu argumentieren bedeutet immer, für die einen ein engstirniger Spießer und für die anderen ein potentieller Vergewaltiger zu sein.


    Ich persönlich tendiere bei diesem Thema lebens-praktisch zur absoluten Zurückhaltung. Da halte ich es mit dem Grundsatz, dass meine Freiheit da aufhört, wo die des anderen beginnt. Das ist immer individuell, klar. Letztendlich braucht es Gespür fürs Gegenüber und die Situation.

    Und jetzt kommts: Ich habe diesen Satz gerade geschrieben und höre mein inneres Gegenargument "Aber nur weil ich weniger Gespür habe, bin ich noch lange kein Triebtäter".



    Mein Gott...je mehr ich versuche, Grenzen für mich zu definieren, desto grauer werden die Zonen.

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer