Free- (Cage-) Fights als Quelle von Gewalt?

  • Da hast du irgendwie die Realität verpasst. Publikum gibts doch bei vielen Wettbewerben. Einige KK sind halt beliebter als andere und werden dann eben auch im Fernsehen übertragen.


    Und was ist denn deiner Meinung nach sinnloses zu Brei kloppen im MMA? Ich kann da nix entdecken, daß es nicht so auch woanders gäbe.

    Ich rede hier von sinnlosen, ernsthaften, häufig nicht reversiblen Verletzungen zum Aufgeilen des Pöbels.
    Wenn ein Publikum bei normalen KK´s zuschauen will wo man weis das wäre mörderisch, na warum denn nicht.
    Jeder Gusteur weis was etwas ist.
    ich muß jemand nämlich nicht die Rübe abschlagen zum zu zeigen wie toll ich bin..
    Und nein auch beim O-Kurma wanken nicht zwie Häften aus dem Dojo... es geht auch anders.


    Das heißt im Klartext : Die Rechtfertigung dafür ist einfach das Ausnutzen der Unkenntnis der Majorität der Leute die eben nicht wissen was ein Schlag durchgezogen ausrichten kan.
    Moderne Gladiatoren halt, Dumpfbackenbelustigung.
    Interessiert mich eigentlich nicht wirklich, aber wenn andere leiden geht mir es besser...


    Wer das braucht..
    Ich nicht.

  • Gib mal ein konkretes Beispiel.

    Ich weiß, dass ich nicht gemeint bin....


    Dennoch:
    Ein Freund von mir aus einem meiner früherer Vereine hatte einen MMA-Anfängerkampf. Er hebelte auf dem Gegner liegend den Arm, sodass die Schulter verdreht wurde. Die Begriffe kriege ich nicht mehr auf die Kette. Jedenfalls hat der Gegner nicht getapped. Dann "knaxte" es. Er dachte, dass jetzt der Kampf beendet werden würde. Der Gegner hat immer noch nicht getapped... Mein Kumpel sagte noch. "Es war unglaublich, da hat es geknaxt, der Ringrichter hätte es theoretisch hören können. Und was passiert? Ich konnte diese Position nicht aufgeben... und ich musste weiter machen. Es knaxte also ein zweites mal."


    Der Gegner fuhr verletzt nach Hause. Ich bin nicht dabei gewesen. Aber diesen Sieg hat mein Kumpel auch nicht genossen. Die Trainer wurden soweit ich weiß zur Verantwortung gezogen. Der Kämpfer ist wohl auch noch aktiv.


    Das ist doch keine vernünftige Basis.

    Was hat man ihm beigebracht? Ganz sicher nicht den Respekt vor der eigenen Gesundheit. Und das sage ich als Vollkonakt Kämpfer. Auch wenn aus mir nie was geworden ist. Ich bilde mir ein beurteilen zu können, was schwachsinn ist. Und das was ich da gehört habe, rief in mir denselben Unmut hervor, wie in dem jenigen, der mir diese Geschichte erzählt hat.


    So entsteht auch der Anschein, dass die MMA-Szene "brutal" ist. Hinzu treten dann Machtkämpfe aus verschiedenen **gruppen rund um diese Veranstaltungen.


    Das will ich nicht vertiefen.


    Sehr sehr sehr sehr bedenklich sollte man diese Entwicklung betrachten.


    FG

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.


  • Ein Freund von mir aus einem meiner früherer Vereine hatte einen MMA-Anfängerkampf. Er hebelte auf dem Gegner liegend den Arm, sodass die Schulter verdreht wurde. Die Begriffe kriege ich nicht mehr auf die Kette. Jedenfalls hat der Gegner nicht getapped. Dann "knaxte" es. Er dachte, dass jetzt der Kampf beendet werden würde. Der Gegner hat immer noch nicht getapped... Mein Kumpel sagte noch. "Es war unglaublich, da hat es geknaxt, der Ringrichter hätte es theoretisch hören können. Und was passiert? Ich konnte diese Position nicht aufgeben... und ich musste weiter machen. Es knaxte also ein zweites mal."

    Ist ne Kombination aus Doofheit von Gegner und Ringrichter. Auch das ist kein Alleinstellungsmerkmal.

  • Hallo Tyrdal,


    ich muß zugeben, Du vertrittst Deine Ansichten wirklich gut.


    Dann könntest Du doch auch einige Worte loswerden, was ist der erzieherische Wert dieses " Frei -Cage- Fight " oder
    was kann ich da lernen ?
    Ist der Kampf, wie schlage ich den Gegner schnell und wirkungsvoll, K.O. das Ziel.


    Oder gibt es auch einen kleinen Teil in dieser Kampfsport-Art, die mir bestimmte Werte vermittelt:
    Respekt vor dem Partner, Höflichkeit, Disziplin,
    vielleicht auch einen ganz kleinen Einblick in die Meditation.


    Alles, was unsere Trainer versuchen in unserem Verein zu vermitteln.
    Wobei die Gesundheit des Trainingspartners immer an höchster Stelle steht.
    Auch den Spaß sollte ich nicht vergessen und auch der Trainer gibt zu, er kann nicht alles können oder wissen.


    Gruß


    Allerdings keinesfalls ein Alleinstellungsmerkmal von MMA.

  • Ist es denn Aufgabe einer KK solche Werte zu vermitteln? Ich meine nicht direkt. Normalerweise sollten diese Werte von den Eltern im normalen Leben vermittelt und dann angewendet werden. Ausnahmen mache ich da nur in speziellen Bereichen wie: Wie gehe ich mit einem Schwert um, weil die halt im normalen Leben nicht mehr vorkommen.


    Eine K ist für mich da, um Kämpfen zu lehren.

  • Da es sich bei MMA um ein Turniersystem handelt, wir uns also im Bereich Kampfsport bewegen, müsste man auch hier annehmen, dass es besonders wichtig ist einen bescheidenen Sieg zu vermitteln bzw. einen aufrichtigen Verlierer... auch wenn man das viel-leicht insgeheim gar nicht ist.


    Will heißen: Gerade im Kampfsport kommt es auf die Fairness an, diese fußt auf Respekt.


    Das nennt man Sportsgeist.


    Wenn ein KS-Schüler nach einem Kampf unterversorgt bleibt, dann ist das eine Quelle von Gewalt, die ich schlecht finde, bei der sich hoffentlich mehr Leute anschließen und Druck ausüben: "Achtet auf die Gesundheit eurer Kämpfer."


    Und man soll nicht jodeln, sodass es bis ins Tal alle hören, man soll es einfach nur tun.


    FG

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.

  • Hallo Tyrdal,


    entschuldige, da bin einer anderen Ansicht.



    Eine KK lernt uns das Kämpfen nach einem bestimmten Regelwerk.
    In jedem Sport-Verein oder -Schule gibt es Regeln die das Zusammenleben erleichtern und Probleme vermeiden sollen.


    Ein Kriegshandwerk hat nichts mit Show-Kämpfen zu tun.
    Nach Deinen Worten könnte sich daher die Bundeswehr darauf beschränken, ihren Soldaten beizubringen, wie ich andere Soldaten unschädlich mache.
    Denn ein Krieg ist kein Spaß.


    Trotzdem hat die Bundeswehr ein Soldaten-Gesetz,
    Vorschriften für das Leben in der militärischen Gemeinschaft


    Was möchte ich damit ausdrücken?
    Auch Soldaten lernen wie sie sich in einer Gemeinschaft verhalten müssen.


    Gruß


    Ist es denn Aufgabe einer KK solche Werte zu vermitteln? Ich meine nicht direkt. Normalerweise sollten diese Werte von den Eltern im normalen Leben vermittelt und dann angewendet werden. Ausnahmen mache ich da nur in speziellen Bereichen wie: Wie gehe ich mit einem Schwert um, weil die halt im normalen Leben nicht mehr vorkommen.


    Eine K ist für mich da, um Kämpfen zu lehren.

  • Was ist mit Daido Juko-Karate oder Ju Jutsu Allkampf?

    Eher das Gesamtpaket. Wie grüßt man vor und nach der Übung, beim Betreten der Fläche, der gerade Blick nach vorn, das Nichtanlehnen an die Wand während des Traings, das Nichtreden während des Trainings...

    Wo ist der Unterschied ob sich jemand verbeugt oder ob man sich die Hand schüttelt oder Touch Gloves macht?


    Im MMA lässt sich der eine mit Meister anreden und zelebriert seine Erscheinung.
    Der nächste kommt ständig zu spät, lässt seinen "besten Schüler" mal Aufwärmen machen... Das angrüßen bekommt den Anschein einer Last.
    Der Andere hat ein anständiges Angrüßen, ein anständiges Abgrüßen, überall Respekt... Nur 3 Chaoten, ausgerechnet Zugpferde... lassen den Bimbam weit raushängen.

    Und das ist nicht MMA-spezifisch. All diese Ausprägungen habe ich auch im Taekwondo vorgefunden.

  • ... Und das ist nicht MMA-spezifisch. All diese Ausprägungen habe ich auch im Taekwondo vorgefunden.

    ... ja, da hast Du sicher Recht,


    was aber meiner Ansicht nach durchaus MMA-spezifisch ist,,
    das ist die Zuschauerklientel bei 'Schaukämpfen' in den Medien,
    da sind meiner Meinung nach zuviele junge gewaltaffine Männer dabei,
    die Phantasie und Realität nicht mehr unterscheiden können ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.
    (Alfred North Whitehead, Logiker und Philosoph, 1861-1947)

  • Hallo liebe ida,


    wer sich Käfig-Kämpfe ansehen will, der wird es tun.


    Ich halte davon überhaupt nichts.
    Das ist kein Kampfsport...für mich.


    Denn unter Sport verstehe ich etwas völlig anders.


    Gruß

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  • Warum machs'n datt so spannend hömma?

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.

  • MMA im Ring ist viel zu gefährlich für die Kämpfer und daher abzulehnen.


    Aus gesundheitlichen Gründen.

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.

  • Schwere Verletzungen?


    Die bleiben zu meist aus.


    Oder verstehe ich dich falsch?

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.