Woran erkenne ich einen guten Verein/Schule ? Diskussion

  • Jetzt bin ich überfordert!


    Mein Gehirn schwappt über vor Ideen! :D Soll ich erst warten? Diskutieren wir noch? Kommt da noch was?


    Wenn ich schreibwütig bin, dann schreibe ich unsinn, und frage nach her, ob es OK war :D:D


    ;) Also?

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • ... gehe ich recht in der Annahme, dass Du nur ganz sanft andeuten wolltest,
    dass man Fragen zu diesem Thema doch bitte etwas konkreter und ernsthafter stellen möge?

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Hi Kibon,


    hier einige subjektive Ansätze, wann ich eine Schule gut finde:


    • beim ersten Training kommt ein Trainer auf den Neuling zu und begrüßt ihn;
    • der Trainer erkundigt sich nach Motiven für das Training und bietet an, vor und nach dem Training Fragen zu beanworten;
    • es erfolgt eine Einladung, ein oder mehrere Probetrainings zu machen, bevor die Anforderung zum Abschluss eines (auch langfristigen) Mitgliedsvertrages kommt;
    • der oder die Trainer haben Trainerlizenzen und sind ausgebildet;
    • der Verein ist einem Landssportbund angeschlossen; was ggf. für Trainingsunfälle wichtig ist;
    • während des Trainings korrigiert der Trainer aktiv und persönlich;
    • es gibt Trinkpausen;
    • die Antworten zu Fragen beziehen sich wirklich auf die Fragen, sind keine Worthülsen und holen den Neuling ab;
    • es gibt keinen Personenkult;
    • der Trainer ist in der Lage und Willens, Techniken zu zeigen, ohne unützen Schmerz zuzufügen oder seinen Status/Überlegenheit zu betonen;
    • es gibt sanitäre Anlagen und sie dürfen benutzt werden;
    • dem Neuling wird freigestellt, entsprechend seines konditionellen Zustandes mitzutrainieren und er wird nicht heruntergemacht, wenn er pausieren muss oder durch Gruppenzwang überfordert;
    • bei Kontaktsportarten wird entsprechend vorsichtig mit ihm umgegangen;
    • es wird beim Training höflich miteinander umgegangen;
    • der Verein hat ein soziales Gefüge, was sich z. B. durch freiwillige gemeinsame Unternehmungen ausdrückt;
    • der Verein ist einem Verband angeschlossen, falls der Neulung z. B. Interesse an Wettkämpfen hat oder der Verein ermöglicht den Zugang zu offenen Turnieren.


    Die ist ist nicht abschließend...


    Winke


    Mac

  • Die Frage finde ich schwierig, weil sie zu Pauschal-Antworten verleitet, außerdem liegen derartige Dinge immer im "Auge des Betrachters". Nur als Beispiel: Kein "Personenkult" ist schon schwierig, weil ich genau diesen in vielen traditionellen Stilen vorgefunden habe. Hier könnte ich sogar behaupten, dass viele traditionelle Kampfkünste ohne einen Personenkult gar nicht funktionieren würden. Wie gesagt: Reine Behauptung. Zu den "sanitären Anlagen", denke ich an die Anfänge des Kenpokan-Dojo in Hannover/Langenhagen... Chris müsste das bestätigen können: Sanitäre Anlagen waren da eine einzige Katastrophe... das Training war geil!


    Wollte eigentlich nur damit zum Ausdruck bringen, dass diese Fragestellung - auch mir - zu unkrokret ist und zu Pauschalisierungen geradezu einlädt.


    Für Haue stehe ich jetzt jederzeit zur Verfügung... ;(

  • Die Punkte 1 bis 8, 10, 12 bis 14 können aber meiner Meinung nach übernommen werden.
    Die übrigen Punkte sollten wir noch mal besprechen.




    Nachsatz:


    Schaut mal oben, so in der Art?

    Ihr seid doch wieder ohne Aufsicht....ich merk das doch!

  • Zur Nr. 5.
    Ansonsten sollte eine eigene Versicherung bestehen.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!


  • Ich versuche jetzt mal in 30 Minuten mein kleines Konzept aufzustellen, dass ich mir gerade unter der Dusche ausgedacht habe, als ich eigentlich daran denken wollte, wie dümmlich man mich im KKB bespitzelt hat :D


    Eine gute Schule erkennt man auf den ersten Blick


    I. zu aller erst an den Verletzungsvermeidungsstrategien


    • Es sollten für Würfe aller Art Matten bei Anfängertrainings ausgelegt sein
    • Diese müssen hygienisch sauber sein
    • Die Halle sollte übersichtlich sein
    • Es dürfen NIEMALS Bälle im Raum frei rumliegen
    • Regeln sollten ausgehängt sein




    II. immer noch auf den ersten Blick aber jetzt schwankend auf Verletzungsfolgeneindämmungsstrategien


    • Kennt der Trainer PECH nicht?

    Dann ist das eigentlich schon ein ziemlich schlechtes Zeichen, denn er kennt die Grundlagen zur Behandlung aller akuter Notfälle nicht.
    Man sollte vielleicht auch nicht nach Pech fragen, sondern eher, nach: "Wie kühlt ihr eigentlich eure Verletzungen?" (bitte ganz lesen, erklärt sich von selbst).


    PECH bedeutet:


    P = Pause (Training sofort unterbrechen und aufhören)
    E = Eis (Zur Kühlung für die Verengung der Blutgefäße und zur Reduzierung der Einblutung sowie Schmerzlinderung)
    C = Compression (Für Englisch Kompression :P also Druck auf die Verletzte Stelle, damit nicht so stark ins Gewebe eingeblutet wird
    H = Hochlagerung (Hochlagerung der verletzten Extremität, zur Verminderung der Einblutung, der Verbesserung des Blutabflusses und Stabiliesrung des Kreislaufs iZm. P)


    Wer hier auf Eis-Spray verweist, dem ist nicht mehr zu helfen. Diese Trainer haben ihre letzte Erste-Hilfe-Fortbildung verschlafen und sind zusätzlich absichtlich nicht hingegangen. Denn das Eis-Spray provoziert im Körper eine Überreaktion, so dass die Durchblutung der zuvor gekühlten Stelle wieder besser durchblutet wird. Das hat zur Folge, dass die Einblutungen noch schlimmer werden. ABER Das Eisspray kann man auch richtig anwenden, sonst würde es in der Bundesliga nicht angewendet werden. Nämlich indem man es kombiniert. Zu erst mit Spray und dann mit Kühlpack ;) .


    Grund für meine harten Worte: Eine Minute Einblutung nach einem Muskelfaserriss kann bis zu eine WOCHE zusätzliche Regenerationszeit bedeuten. Natürlich kennen viele alte Hasen den Satz: "Ach ja, Muskelfaserriss, dauert nur 3-6 Wochen." Gegenfrage: "Warum nicht einfach immer nur höchstens 4, wäre doch ein tolle Kompromiss, oder?"



    2. Es müssen schon allein von Gesetzes wegen aus


    Erste-Hilfe-Kästen im Trainingsraum oder in unmittelbarer Nähe sein. Und diese müssen vollständig sein. Alle müssen wissen wo das Ding ist und jeder muss wenigstens einmal in den Umgang eingewiesen worden sein (Wenn 18 Jahre alt). Ein Verein ohne Kühlpack ist ein Hallenhalmaverein. Da hast du dich wohl verlaufen. Die richtig guten Kampfsportschuppen erkennt man an der Ahnungslosigkeit, wann das Ding zuletzt gebraucht wurde, obwohl das Sparring auf der Hausordnung steht. Da ist der Umgang ausgezeichnet.



    3. Besonderheiten / Seltenheiten


    a) Körperliche Gebrechen
    Selten verirrt sich mal eine Menschin mit Herzerkrankung oder mit Folgen eines Schlaganfalls in das Gym. Solche Situationen müssen unbedingt mit dem Arzt abgeklärt werden. Die Auskunft des "Patienten" ist hier niemals ausreichend und viel zu risikoreich. Erst mit Unbedenklichkeitsbescheinigung, darf das Training angefangen werden.


    Defibrilatoren geben nur das Gefühl der Sicherheit. Diese Geräte sollten am Besten niemals ihre Verwendung finden. Trotzdem gibt es auch Herzsportgruppen, die gerne mal über den Tellerrand schauen und auf solche Gerätschaften angewiesen sind. Darauf sollte geachtet werden.


    b) Menschen mit geistiger Behinderung
    Da die Erscheinungsformen so vielfältig sind, dass man hierauf gar nicht allgemein eingehen kann, nur einpaar Sätze der Grundsätzlichkeit hierzu.


    Solche Menschen können vom Kampfsport insbesondere vom Kata-/Hyong-/QiGong-Training besonders stark profitieren. Hier MUSS auf den Kampfaspekt verzichtet werden, da die Herausforderung sich frei im Raum zu bewegen bereits groß genug ist. Jede Überforderung kann Verunsicherungen schüren und so das Training wieder erschweren. Allerdings habe ich erlebt, wie solche Menschen dann die Brücke zum letzten Leistungslevel wieder besonders schnell gefunden haben, wenn die Trainingsatmosphäre ein konzentriertes Arbeiten zuließ.



    III. Geistiger Ausgleich bzw. Vorsicht vor unnötigem Stress


    Keiner hat Bock in einem Verein zu trainieren, wo man mehr Stress mit nach Hause nimmt, als man mit hingebracht hat. Ein körperliches Training wirkt sich immer ausgleichend auf den Körper-Geist-Seele-Einklang aus. Deshalb rate ich bei den folgenden Beispielen davon ab, überhaupt über ein Probetraining nachzudenken.


    • Es wird Gangstar-Rap gespielt

    Ja klingt hart. Ist aber so. Bushido Opferrapmüll lädt mMn. unterbwusst dazu ein sich über gesungene Worte Gedanken zu machen, die mitunter hassgefühle wecken. Das bringt im Karate ungefähr so viel, wie wenn man seine Augen mit Fingerstichen abhärten möchte. Stärker kann man seinen Geist nicht vergiften. Und das wo schon in den Texten hörber das Kokain versprachlicht wird... Neeee


    Wenn man sich darauf einigen kann diese Musik zu hören, weil man selber gerne so etwas hört. So what. Enjoy. Aber ich erinnere an eine der höchsten Regeln unter Kampfsportlern und Kampfkünstlern gleichermaßen: "Wenn du alleine in einen Trainingsraum gehst, verhalte dich stets so, als wäre ein hoher Gast anwesend." Für mich ist dieser opfererniedrigende Musikmüll durch nichts zu rechtfertigen.


    2. Es wird offen übers richtige Doping geredet.


    Tja. Da sind wir heute angekommen. In jedem Dummbatzenfitnessstudio wird dir Leistungssteigerungsdoping angeboten ohne Ende. Teils sogar legal. Die Wirkung vieler Trainingsbooster voller Taurin und Koffein wird selbst von Ernährungsberatern und Trainern oftmals unterschätzt!
    Wer meint, dass das zum Standardequipment gehört, lädt eigentlich zum Gehen ein, und so sollte man es auch handhaben. Supplements wie Eiweiß, Creatin, L-Carnitin, L-Glutamin u.Ä. können förderlich sein. Eine gesunde Ernährung, und die ist eigentlich extrem leicht einzuhalten, reicht! Wenn wir noch kurz beim Gedanken der Ernährung bleiben: Wer keine chronischen Krankheiten hat und soweit eigentlich, außer vielleicht leichter Allergie, gesund ist, der kann mit Meditarenar Küche, 2 Liter Wasser pro Tag und wenig Fleisch seinen körperlichen Zustand auf ein Optimum bringen. Und zwar auf einen Trainingszustand der mit Trainingsboostern nur verzögert hätte erreicht werden können, da diese nunmal auch eine Belastung sein können.


    Das gilt vor allem für diejenigen mit dem Lebensmotto "Fleisch ist mein Gemüse".



    3. Das Training bezieht den Erfolg als Maßstab ein


    a) Nein! Da sollte man nicht trainieren. Der Weg ist das Ziel. Dô!


    Kara-te-Dô
    Taekwon-Dô
    Ju-Dô
    Ai Ki Dô


    Ein kurzes Beispiel für die Budokampfkünste (Eine Familie von Kampfkünsten aus dem Raum Japan und Korea) bei denen man am ehesten sieht, wie zentral dieser Gedanke ist. Die Leistung ist es, die jeder Einzelne immer irgendwie erbringen kann und das immer nur höchst individuell.
    Wenn ein 1000 m Läufer im Ziel ankommt, dann gucken alle auf das Endergebnis, also die Zeit. <- Erfolg
    Wenn eine Rollstuhlfahrerin 1000 m auf den Paralympics fährt, dann staunen alle über die Technik. <- Leistung


    Und beim Kämpfen geht es immer um das Konstanthalten einer niedrigen Fehlerrate bei höchtsmöglich korrekter Ausführung der Technik. Das klingt kompliziert, ist es aber nicht. Wer die ersten Techniken (zB. ein Fauststoß) langsam zur Perfektion bringt, merkt, dass er diesen Schlag, schnell und langsam immer gleich ausführt. Wenn er also irgendwann mal 100 mal diesen Schlag hintereinander problemlos ohne Fehler ausführen kann, dann hat dieser Jemand schon einiges bis hier her geleistet. Man munkelt, dass die Grenze zur absoluten Perfektion der Technikausführung bei ca. 10.000 Ausführungen liegt. Solche Angaben sollte man eher als Metapher betrachten, auch wenn ein Funken Wahrheit dran ist.


    Der größte Erfolg dürfte dann für alle Kampfsportler und Kampfkünstler gleichermaßen darin begründet liegen, trotz eines kämpferischen Könnens, auf eben dieses zu verzichten. Die herangereifte Kämpferpersönlichkeit sieht auch bei sich ihr Konfliktpotential und geht der Gefahr frühest möglich aus dem Weg, weiß zu beruhigen oder zu deeskalieren, zu flüchten und im schlimmsten Fall auch zu kämpfen.


    Das muss der Verein aber vorgelebt bekommen, von seinen Trainern. Und die Gemeinschaft muss das bereitwillig aufnehmen und gemeinsam erhalten.



    b) Darfs doch etwas Erfolg sein?


    aa) Gewisse Grundübungen sind
    Indikatoren für die körperliche Fitness. Dazu gehören Liegestütze, Burpees, Streckwechselsprünge, Situps uVm.
    Das heißt im Klartext: Wer nicht wenigstens 20 LGS sauber auf den Fäusten hinbekommt, der ist ziemlich unfit. (Auf Zeige- und Mittelfingerknöchel bei geradem Handgelenk!)



    bb) Graduierungen und Gürtelsysteme
    Solche Systeme können Ansporn sein, ein gewisses Ziel zu erreichen. Zur Vollständigkeit: Erfunden wurde das Gürtelsystem vom Begründer des Judô. Zum Teil wird angenommen, dass das rein kapitalistische Gründe hatte. Andere vertreten die Meinung, dass damit innerhalb des Judô-Systems der Kenntnissstand der Schüler angezeigt werden soll. Das führte wiederum zu einem stark hierarchisch geprägtem Gürtelsystem und vor allem in Deutschland lebt man frei nach dem Motto: "Ich bin mehr Dan als du, also bist du leise." Viele dieser tollen Meisterinnen/-er übersehen gerne, dass sie nur innerhalb ihres Systems ein hohes Level erreicht haben. Zu gebrauchen ist der Kampfsport in Deutschland eigentlich nicht, da durch die Gewaltenteilung die Gewaltausübung an den Staat abgegeben wurde. Für die seltenen Fälle in denen man Opfer eines Raubüberfalls wird, spielen die kämpferischen Fähigkeiten keine Rolle, da diese Überfälle idR. geplant sind und auch der tollste Hecht in der Kampfkunstwelt ganz blöd aussehen wird, wenn er in eine Falle tappt.
    Und das ist auch das Kernproblem dieser isolierten Kampfsysteme mit Gürtelgraduierungen, sie können die klare Sicht auf die Wirklichkeit vernebeln.


    Gerne würde ich hier Angaben machen, wie man einen seriösen Danträger erkennt, aber das ist kaum noch möglich, da es in verschiedenen Kampfkünsten viele verschiedene Dangrade gibt. Das hat mitunter lächerliche Züge angenommen. Im Judô, Jujutsu, Aikido, Kyokushin-Kai Karate und manchen Thaiboxschuppen, die sich zu Dangradsystemen haben verleiten lassen,




    c) Und hier ein letzter Indikator, woran man einen schlechten Kampfsportverein erkennt:


    aa) Er kostet zu viel Geld:
    35 - 50 € für eine Kampfsportschule für ein Gruppentraining pro Monat sind in Ordnung, je nach Fülle des Angebots
    Für Vereine gilt das eigentlich auch. Sie sind aber oftmals günstiger und liegen bei 10 - 20 € im Monat.


    bb) Der Trainer trickst beim Traininggeben
    "Ach heute mal wieder nur Anfänger, heute gibt Kevin-Malte das Training, reicht." <- Nee das reicht vielen eben nicht. Deshalb gilt unbedingt in den Vertrag zu schauen, ob dort festgehalten ist, wer das Training gibt. Manchmal steht dort nur, wann Training statt findet, dann kann der Trainr auch ruhigen Gewissens "freie Trainings" veranstalten lassen, ohne dass er befürchten muss, dass sich jemand aus dem Vertrag lösen könnte.


    Solche Praktiken kommen in Profischuppen häufiger vor, sobald die "Zugpferde" des Vereins mal wieder Faulenzen. :D


    cc) Man redet dort schlecht über andere.



    To be continued

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

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  • Habe mal angefangen die vorhandenen Punkte in den Toppost einzuarbeiten. Lest bitte mal......



    K/

    Ihr seid doch wieder ohne Aufsicht....ich merk das doch!

  • Hi Kibon,



    Kibon schrieb:

    Ebenso sollte das Training vom Trainer/Meister geleitet werden. Steht der jedoch nur am Rand und lässt das Training gar von einem Farbgurt leiten ohne korrigierend einzugreifen,


    Das würde ich gerne etwas differenzieren. Ein Farbgurt kann durchaus eine Trainerlizenz haben ohne eine Danprüfung abgelegt zu haben. Das kann verwirrend sein, zumal es langgediente Sportler mit erheblicher Erfahrung gibt, die an Prüfungen einfach kein Interesse haben.



    Kibon schrieb:

    ohne korrigierend einzugreifen


    Oh je, das rüttelt an einer heiligen Kuh. Das offene Eingreifen selbst bei offensichtlichen Fehlern oder Fehlverhalten eines Trainers oder Hochgurtes ist sehr sehr verpönt. Da stehen das Wohl der Schüler (falsches Bewegungen vermeiden, schädliche Trainingsweisen eliminieren, falsche Lehrinhalte, Erklärungen) dem Anspruch gegenüber, nicht offen gerügt oder verbessert zu werden. Es ist in vielen Vereinen nicht gewollt, dass eingegriffen wird. Statt dessen soll das Verhalten unter vier Augen besprochen werden, um Gesichtsverlust zu vermeiden.


    Das ist fast schon einen eigenen Thread wert....



    Kibon schrieb:

    Ein Probetraining darf kein Geld kosten


    Es gibt Stile, in denen Anfänger nicht in die normale Gruppe integriert warden, sondern vor dem Beitritt in eine Schule einen kostenpflichtigen Einführungslehrgang mitmachen (müssen). In dem Lehrgang - der nicht auf 90 Minuten gegrenzt ist - soll dezidiert auf die Neulinge eingegangen werden, ohne dass ein normales Training durch Fragen etc gestört wird. Da nimmt sich der Trainer in einer Kleingruppe der Neuen an und lehrt das, was sie zum Einstieg in das normale Training können und wissen müssen und auch schon einige grundlegende Skills. Solche Lehrgängen wurden z. B. beim Krav Maga angeboten. Die Sinnhaftigkeit kann hier auch diskutiert werden. Es spricht einiges dafür aber auch dagegen.


    Winke


    Mac

  • Setzt ihr das auch alles selber um? Wenn ihr Training anbietet oder ihr euch nach einer neuen Trainingsgelegenheit um seht?


    Ich gehe mal davaon aus es eine Art Leitfaden sein soll, denn Verein deckt alle Punkte ab? Ich kenne keinen.

  • Natürlich gibt es keinen Verein oder Dojo der Alles abdeckt, das wäre auch Utopisch. Es soll hier aber darum gehen auf welche Punkte man mal schauen sollte bevor man den endgültigen Trainingsvertrag unterschreibt.
    Wo man dann seine persönliche Abstriche setzt, ist letztendlich jedem selbst überlassen

  • 1. Ja


    2. Ich kenne verschiedene Vereine, wo es sehr rund läuft und alles bekannt ist.


    3. Nobody is perfect: Für mich ist oberstes Qualitätsgebot die Sauberkeit, Ordnung und PECH-Regel. Da darf einfach nicht geschlammt werden. Vor allem im Vollkontaktsport nicht!

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

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  • Fein, wir nähern uns so langsam an, Konstruktive Kritik und Vorschläge sind weiterhin willkommen!!


    K/

    Ihr seid doch wieder ohne Aufsicht....ich merk das doch!

  • Hi Kibon,



    Kibon schrieb:

    In meinem Verständnis hat ein Trainer/Lehrer zu korrigieren/fördern/verbessern, dazu ist er ja da.


    Da bin ich bei Dir.


    Möglicherweise hatte ich den vorhergehenden Satz anders interpretiert als von dir gedacht:


    Kibon schrieb:

    Ebenso sollte das Training vom Trainer/Meister geleitet werden. Steht der jedoch nur am Rand und lässt das Training gar von einem Farbgurt leiten ohne korrigierend einzugreifen,


    Ah, ich verstehe. Ich bezug mich auf etwas anderes: dass ein Meister/Trainer einen anderen Meister/Trainer korrigiert, der gerade Training gibt.


    Winke


    Mac :-)

  • Und nicht den Mundschutz vergessen... :D

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

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  • ...
    To be continued

    ... aber bitte nicht durch ständige Neueditionen, das erschwert das Verfolgen dieses Threads ungemein,


    und bitte versteh mich nicht falsch, ich finde alle von Dir genannten Aspekte in diesem Thread wirklich gut,
    nur möchte ich nicht jedesmal nachlesen müssen, ob Du jetzt noch irgendetwas in einem 'alten' Beitrag hinzugefügt hast;
    das geht übrigens auch an Kibon ...


    und nix für ungut ...


    aber wir könnten schon überlegen, ob wir nicht das Ergebnis dieser Diskussion dann als 'Leitfaden für Anfänger' zusammenfassen sollten,
    den könnte man dann an exponierter Stelle im Forum zeigen ...


    gruß ida

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Oh entschuldige bitte!


    Das war so nicht beabsichtigt. Ich dachte, dass Kibon das irgendwie zusammen verbastelt. Aber wenn das jetzt so erstmal reicht. Dann können wir ja endlich mal mit der Kritik loslegen!


    Also: Jetzt mal ohne Watte unter den Bandagen ;)


    Ich bin mit meinem Geschreibsel bzgl. der Gürtel noch sehr unzufrieden. Es klingt so als gäbe es keine Schwarzgurte mehr, die man ernst nehmen müsste. So ist das um Gotteswillen nicht gemeint.


    Nur wüsste icht nicht zu präzisieren, in welchen Kampfkünsten ein 6. Dan im Alter von 17 Jahren in Ordnung ist, und wo er das nicht ist.


    Bzw. Kann man auch auf dem TKD-Schwarzgurt nicht nur rumhacken. Es gibt da zwischen den Verbänden krasse unterschiede.


    Un ehrlich gesagt, ist mir das Thema zu unwichtig, als dass ich mich da noch einmal einlesen wollen würde.

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Hi Smoo,


    Viele dieser tollen Meisterinnen/-er übersehen gerne, dass sie nur innerhalb ihres Systems ein hohes Level erreicht haben. Zu gebrauchen ist der Kampfsport in Deutschland eigentlich nicht

    jeder Prüfung in jedem Bereich spiegelt bestenfalls die Kenntnisse und Erfahrungen in dieser Nische. Wenn Du einen Klemptner brauchst, ist Dir der Malermeister auch nur bedingt nützlich.


    Und wenn sie ein hohes Niveau erreicht haben, ist das doch mehr als ausreichend.


    Man kann das Dan-Prüfungs-System auch kaputt reden, weil es einige schwarze Schafe gibt, die im Internet viel Raum einnehmen, während die Mehrzahl der guten Trainer einfach mangels Skandale nicht medial vertreten ist und es auch nicht sein will.


    Winke


    Mac

  • Ich werde auf jeden Fall - komme was wolle - noch einmal editieren. Das ist auch so abgesprochen. Ich dachte nur, dass es das Beste ist, wenn man schonmal was reinstellt, damit Brainstorm betrieben werden kann.


    :)

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Ich werde auf jeden Fall - komme was wolle - noch einmal editieren. Das ist auch so abgesprochen. ...

    ... abgesprochen mit wem?
    komm, jetzt stell Dich mal bloß nich bockich,
    sowas kenn ich sonst nur von meiner Tochter, die ist aber ein verzogenes Lehrerskind ...


    gruß ida

    Suche das Einfache und misstraue ihm.