vernünftig Raufen lernen

  • Schlaghemmungen sollten gar nicht erst aufkommen. Schrieb ich ja bereits.


    Meine Junge rauft sich nicht er zeigt nur verhaltenaufälligen Kinder Ihre Grenzen auf. Notfalls Faust => Nase


    Ich glaube er wäre unglücklich wenn er es nicht könnte. :P

  • Schlaghemmungen sollten gar nicht erst aufkommen. Schrieb ich ja bereits.
    Meine Junge rauft sich nicht er zeigt nur verhaltenaufälligen Kinder Ihre Grenzen auf. Notfalls Faust => Nase


    Ich glaube er wäre unglücklich wenn er es nicht könnte. :P

    Wenn das hier keinen Sarkasmus enthält, dann war es wohl der Beitrag von diesem Rellisch-Figürchen, aus diesem Drama, das ich noch nie gelesen habe... bzw. der Like an dem ich gleich erkannte, dass...


    Moonlightshadowrainbow


    ...Ich Gewalt zu tiefst ablehne.


    Ich befürworte nur eine Richtung, die man gedanklich gehen kann. Das ist die der freiheitlich-sozialen-demokratischen-Grundordnung. Dieses kleine Wörtchen Sozial stelle ich nicht so gerne in den Fordergrund, weil es die SPD benutzt, sondern weil ich mir unter Sozial auch das dazugehörige Sozialverhalten der Teilnehmer an der FDGO vorstelle. Wenn ich auf die Smileys weitesgehend verzichte und auf die Netiquette verweise, dann dürfte mein Ernst hoffentlich deutlich genug rüber kommen.


    Also ich möchte sagen, dass zu meinem Sozial einfach (am liebsten dreifach) ein Verhalten gehört, welches die Gewaltvermeidung zur Grundlage verwendet.


    Und zwar:
    Weil das Kämpfen mit dem Körper viel höhere gesundheitliche Folgen (akut betrachtet) bereithält, als das ohne Körper. Will heißen, dass man immer von der Ruhe aus, über die Deeskalation hin zur Flucht arbeitet, und wenn nix mehr geht, muss halt dieser eine bestimmte Geheimtritt ausnahmsweise mal seine Anwendung finden.


    Das ist halt immer brav das aller Letzte, was ich wählen würde, weil ich mir dasselbe Verhalten meiner Artgenossen erwarte. Weil ich wirklich gut weiß, was Kämpfen ist (aus Laiensicht), möchte ich doch hoffen, dass wir beide ein ähnliches Verständnis vom Frieden haben. Ich lasse zwar Qualitätsunterschiede zu, möchte aber deinem metaphorischen Ansatz, den ich in deinen Texten über die Beiträge zT. in anderen Threads querlese, freundlich widersprechen.


    Also in ganz kurz:
    Ich rieche Chauvinismus, und zwar solange keine ordentliche Abgrenzung dahingehend definiert wurde, wann ein für mich erträglicher Anfang für einen zulässigen Schlag als Reaktion, in Form eines körperlichen Angriffs, gesehen werden kann.


    Dieser Anlass scheint doch bei dir auf ein Minimum falsch reduziert worden zu sein. Also dein zulässiger "niedrigster Anlass" für eine Erstschlagsetzung liegt mir eindeutig vorsortiert über der nach vernünftigen Maßstäben zu setzende Grenze zur Lösung des Konflikts mit Worten. Worte sollen das lösen, und die Fähigkeit die richtigen zu wählen, und sie in eine verständliche Reihenfolge zu setzen ;) fehlt manchen Usern im Internet, die eine große Meinung von sich und ihren Maßstäben haben.


    Mir drängt sich dieser böse Gedanke auf, dass du es nicht verdreht und verzwickt meinst, wie man einen Beitrag schreiben würde, wenn man Witze macht? Oder extra schwer verständlich, bloß um zu ärgern. :D


    Datt ist mir hier gerade bisl nebulös.


    Wann schlägt dein Junge zu?


    Oder ich stelle die Frage mal anders:
    Geht dein Junge in diesen einen Kindergarten, wo sich die Ärzte der örtlichen Ambulanz über die Unfähigkeit der Kindergärtnerinnern/-er, anfangen zu wundern... da wird sich wohl über die falschen gewundert, so wie es den Anschein hat, oder?


    Das würde mich gedanklich wenigstens einen Schritt weiterbringen, wenn ich wüsste: Warum, dann klären wir noch das Wozu.


    Ich bin nämlich noch relativ ratlos, weshalb man seinen Kindern jemals so früh, solch ein delinquentisches Verhalten beizubringen versucht, wenn es nicht wenigstens auch die Zielsetzung hat, es für sich selbst zum Nutzen anzuwenden... so wie es bei mir ankommt, nicht, wie ich es gerne hätte. Ich kenne mich halt auch mit Gewaltspiralen aus. Meine das nicht böse. Wirklich nicht und ich betone, dass hier der Sarkasmus vermieden wurde - aber trotzdem habe ich dich hier und da auf den Arm genommen ;) .


    Es grüßt der Schlingel


    Smoo

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Smoo was soll ich dir schreiben?


    Wir, meine Frau und ich, erziehen die Kinder so wie wir das für richtig halten. Hier wurde nach dem Jungen gerechten raufen gefragt, zusätzlich kam die Frage auf,
    in wie weit "raufende Junges" eine gesellschaftlich unerwünschte Erscheinung sind.


    Mir ging es darum konstruktiv meinen Beitrag zu leisten, wie ich das handhabe.


    Und wenn die Art wie ich meine Beiträge verfasse und zu welchen Themen ich mich äußere, dazu führen, dass ich mich auch unterschweligen Anfeindungen aussetzen muss, dann ist das so.


    Mir geht es um die Argumente des Gegenübers nicht um eure Weltanschauungsmodelle, eure Gesinnung oder eure Moralvorstellungen. Auch brauche ich keine Belehrungen wie ich die Dinge zu sehen habe.


    Ein´s kann ich dir auch in aller Offenheit sagen: Der ganze Zeitgeist geht mir volle Pulle auf den .... piep ...... und zwar richtig.


    Da gibt es nichts was mich nicht aufregt. Was meinst du warum ich kein TV mehr guck, selbst auf den Weg zur Arbeit lass ich das Radio aus und mach mir so meine Gedanken über meine kleine Welt.


    So als Einschub zu deiner Querlese analyse

  • Ja nun, es war wirklich nicht zur Anfeindung gedacht.


    Aber ich möchte auf die Überschrift und ihfen Wortlaut hinweisen. Da steht 'vernünftig', ich weiß nicht, wie man das von einander trennen soll, also davon ab 'gerecht', ohne sich beim Tippen heute noch zu verhaspeln.


    So wünsche ich eine gute Nacht und muss dich vertrösten. Eine Antwort kommt bestimmt.


    Wenn ich auch dich gerne noch frage: wieso reduzierst du auf 'gerecht'? So ist das eine ernstgemeinte Verständnisfrage.


    Schlaghemmungen unterliegen wir von Natur aus, soweit ich weiß.
    Solange der gesunde Mensch seine/unsere Existenz nicht bedroht sieht, fürchtet er sich vor nachteiligen Konsequenzen.


    Knast zum Bleistift, wenn man andere wiederholt vermöbelt.


    Oder, wofür schon so mancher die VHMK überschritten hat: Ordnungsgeld, weil man zu blöde war Müll korrekt zu entsorgen... Zigarretten auf Gehwegen zum Beispiel. Bei sowas schlägt man doch nicht zu.


    'N Nacht

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • deshalb frage ich jetzt:läuft möglicherweise etwas in der Erziehung falsch, müssen Kinder (oder nur Jungs?) das *richtige Raufen lernen,
    oder ist 'Raufen' eine gesellschaftlich unerwünschte Erscheinung, die unterdrückt werden muss,
    wo immer man auf sie trifft?[/quote]


    *Darauf bezog ich mein jungen gerechtes Raufen

  • ... als ich meine Frage stellte, hatte ich dabei auch einen Aufsatz von Wolgang Bergmann im Kopf.
    Der Aufsatz trägt den Titel 'Jungs von heute - verweichlicht und verweiblicht'
    Zitat aus diesem Aufsatz:


    Irgendwas zwischen Rangeln und Hauen
    Jetzt müssen sie keine Angst haben, sie sind wie in Watte gepackt mit lauter weichem weiblichen Verständnis, freundlichen Anleitungen, die alle auf dasselbe hinauslaufen: Kreativität und soziale Kompetenz. Wenn ein Kind einen Panzer mit in den Kindergarten bringt, hören sie von der Erzieherin, dass Gewalt keine Lösung sei.
    Das Gleiche sagen Erzieherinnen, wenn die Kleinen ihre Kämpfe austragen, irgendwas zwischen Rangeln und Hauen. Einmal ist es ernst, ein andermal wieder nicht. Aber die Erzieherinnen können das nicht auseinanderhalten. Für sie ist alles Gewalt.
    Johannes und seine Freunde müssen untereinander ausmachen, wer der Stärkste ist, wer das Sagen hat. Aber das sollen inzwischen nicht mehr ihre Raufereien bestimmen, sondern die Erzieherinnen. "Morgen bist du der Bestimmer", sagen sie beschwichtigend zu dem kleinen Johannes, "heute ein anderer."


    Der Bestimmer sein
    Johannes mag das nicht. Dem anderen würde er es gern einmal richtig zeigen, dann wäre es vorbei mit der Bestimmerei. Vertragen kann man sich ja trotzdem wieder. Überhaupt könnte man, meint Johannes, von einer Stunde zur anderen entscheiden, wer der Bestimmer ist.
    Zwischendurch müsse man sich nur einmal raufen, kriegt eine kleine Faust an den Kopf, weint. Aber dann wüsste man, dass man heute kein Bestimmer mehr werden kann. Morgen ist ein neuer Tag. Aber so ist das alles nicht, für Johannes nicht und für seine Freunde auch nicht. Sie sitzen im Kreis und summen ein Lied und schneiden dabei Buchstaben aus, ganz vorsichtig, mit Kinderscheren. Nachher gehen sie noch in den nahen Park, aber geordnet, am liebsten wäre es den Erzieherinnen, sie hielten sich alle an den Händen, in Zweierreihen. Die Mädchen machen das doch auch, warum ihr nicht?


    Den kompletten Aufsatz kann man hier lesen: http://www.welt.de/debatte/kom…cht-und-verweiblicht.html


    Mich hat dieser Aufsatz jedenfall sehr nachdenklich gemacht ...


    gruß ida

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • ... als ich meine Frage stellte, hatte ich dabei auch einen Aufsatz von Wolgang Bergmann im Kopf.


    gruß ida

    Hi Ida,


    der Aufsatz von Wolgang Bergmann (das is doch ein Kerl), wenn den die Genderlobby in die Finger kriegt, dann wir er zerrissen. :)

  • Also mein Junge, 7 Jahre alt, hat überhaupt keine Lust sich zu raufen. Er hat keine schlechten Erfahrungen gemacht. Niemanden richtig weh getan oder dergleichen. Wir haben ihm auch nicht eingetrichtert, dass Gewalt böse ist... Er sieht einfach keinen Sinn darin. Zuhause raufen wir zum Spass. Da macht auch mein Töchterchen mit :D


    In seiner Klasse gibt es Jungs, die sehr friedfertig sind und das ähnlich sehen. Andere Jungs raufen sich um herauszufinden, wer der stärkste ist. Manche brauchen diese "Rangordnung", manche nicht.

  • Meine Junge rauft sich nicht er zeigt nur verhaltenaufälligen Kinder Ihre Grenzen auf. Notfalls Faust => Nase


    Ich glaube er wäre unglücklich wenn er es nicht könnte. :P


    Oh, oh der Schuss kann leicht nach hinten losgehen. Wie leicht kann da dein Sohnemann ebenfalls in der Schublade "verhaltensauffällig" landen. Kinder können eben nicht immer beurteilen wann ein Angriff gerechtfertigt ist und wann nicht.
    Damit haben ja selbst Erwachsen von Zeit zu Zeit ihre liebe Not.

  • Oh, oh der Schuss kann leicht nach hinten losgehen. Wie leicht kann da dein Sohnemann ebenfalls in der Schublade "verhaltensauffällig" landen. Kinder können eben nicht immer beurteilen wann ein Angriff gerechtfertigt ist und wann nicht.
    Damit haben ja selbst Erwachsen von Zeit zu Zeit ihre liebe Not.

    Hi Kijihei,


    der erste Elternsprechtag ist bereits gelaufen. Keine negativen Rückläufer.


  • Hi Ida,


    ich habe über diese Fragen nun schon länger nachgedacht, auch schon vor einigen Jahren. Spielerisches Raufen halte ich für eine gute Sache für die Kinder, die das mögen. Das sind meiner Erfahrung nach auch Mädchen, zumindest bis zu einem bestimmten Alter.


    Als ich mal einen Lehrauftrag an einer Grundschule hatte, habe ich in Sport mit den Viertklässlern Ringen gemacht (nicht das Olympische, die Regeln waren etwas anders. Eine Mischung aus Sumo und Ssireum). Da haben die Mädels richtig los gelegt und einige waren auch besser als einige Jungs.


    Die Erfahrung der eigenen Kraft, der eigenen Aggressivität ist wertvoll. Aber auch die Erfahrung von Fairness und von Grenzen und davon, dass man mitten im Kampf anfangen kann zu lachen. Nichts anderes tut man ja mit seinen Kindern, wenn man tobt.


    Aber um den Bestimmer zu bestimmen... Ich weiß nicht. Dass vom Kindergarten an geübt wird, sich an Regeln zu halten und bei Konflikten die Erwachsenen hinzu zu ziehen, halte ich für richtig.


    Wenn die Kinder Gelegenheit haben, spielerisch zu kämpfen, ist doch alles ok, oder? Was genau macht dich nachdenklich?


    LG,
    Bundus

    Humor ist der Regenschirm der Weisen. (Erich Kästner)

  • Wenn der Junge und ich zu Hause raufen, fängt das Mädchen immer an zu knatschen. Sie kann es gar nicht leiden. Nichtmal zuschauen mag Sie.

  • Schlaghemmungen sollten gar nicht erst aufkommen.
    ... er zeigt ... verhaltensauffälligen Kinder Ihre Grenzen auf. Notfalls Faust => Nase

    Wie unterscheidet sich ein Kind, das "keine Schlaghemmungen" hat und "Grenzen aufzeigt" durch "Faust=>Nase" deiner Ansicht nach von einem Kind, das du als "verhaltensauffällig" einstufen würdest? Welche Kriterien sind da für dich entscheidend?


    -------


    Ich weiß nicht, was andere hier mit "Früher" meinen. Ich bin 1970 zu Schule gekommen. Aus meiner Sicht ist das durchaus "Früher". Knapp ein halbes Jahrhundert ist vergangen seitdem. Im Fernsehen gabs damals z.B. "Rappelkiste". Und auf dem Schulhof herrschte Null-Toleranz gegenüber jeglicher Form von Gewalt.

  • Wie unterscheidet sich ein Kind, das "keine Schlaghemmungen" hat und "Grenzen aufzeigt" durch "Faust=>Nase" deiner Ansicht nach von einem Kind, das du als "verhaltensauffällig" einstufen würdest? Welche Kriterien sind da für dich entscheidend?

    Aggressives Verhalten. Aus nichtigen Gründen prügeln und würgen. Meiner ist dazwischengegen als es einen verbalen Konflikt gab, den er laut eigener Aussage verbal schlichten wollte und dann hat er eine Turmbeutel vor den Kopf gekriegt (vgl gefährliche Körperverletzung) der andere Faust => Nase.



    Leider keine Quelle zur Hand, aber vor kurzem lass ich, dass Menschen die im erwachsenen Alter auffällig werden (Gewalt) schon in der Kindheit zu solchen Sachen neigten.



    So etwas in die richtung hier
    http://www.welt.de/gesundheit/…anle-in-der-Kindheit.html

  • Aggressives Verhalten. Aus nichtigen Gründen prügeln und würgen. Meiner ist dazwischengegen als es einen verbalen Konflikt gab, den er laut eigener Aussage verbal schlichten wollte und dann hat er eine Turmbeutel vor den Kopf gekriegt (vgl gefährliche Körperverletzung) der andere Faust => Nase.


    Leider keine Quelle zur Hand, aber vor kurzem lass ich, dass Menschen die im erwachsenen Alter auffällig werden (Gewalt) schon in der Kindheit zu solchen Sachen neigten.

    Aber das bedeutet doch - soweit man das aus diesen Schilderungen überhaupt entnehmen kann - daß die Kriterien für das Anwenden körperlicher Gewalt subjektiv sind? Möglicherweise stellt sich die Situation aus der Sicht des Turnbeutelbenutzers ja anders dar?
    Mir geht's nicht um deinen Sohn konkret. Sondern um die grundsätzlichere Frage nach Kriterien rechtmäßiger Gewalt auf dem Schulhof. Wer soll das wie nach welchen Gesichtspunkten entscheiden dürfen?


    Aus meiner Sicht und vor allem Erfahrung gibt es solche Kriterien nicht.


    Und ja: Es gibt die These, daß Menschen, die als Kinder lernen, daß sie ihre Ziele mittels körperlicher Gewalt erfolgreich durchsetzen können, es schwer haben, diese Strategie als Erwachsene nicht ebenfalls anzuwenden.

  • Zum Thema subjektiv:


    Manch ein Erwachsener entscheidet, subjektiv, dass es besser ist sich ausrauben zu lassen und keinen Widerstand zu leisten, der andere entscheidet sich aus subjektiven Gründen anderes.

  • Hilf mir auf die Sprünge: Was hat das mit der Akzeptanz von Gewalt auf dem Schulhof und der Erziehung zu Gewalt als Konfliktlösungsstrategie zu tun?

  • Hilf mir auf die Sprünge: Was hat das mit der Akzeptanz von Gewalt auf dem Schulhof und der Erziehung zu Gewalt als Konfliktlösungsstrategie zu tun?

    Mmmmmmmh,


    ich habe von beiden Nichts geschrieben. Müsste dann mal meinerseits nachfragen wie wir an den Punkt gekommen sind.

  • @ Carsten:
    bitte nicht verwechseln, 'Gewalt' auf dem Schulhof ist nicht unser Thema ...
    Ich zitiere noch einmal:
    "Das Gleiche sagen Erzieherinnen, wenn die Kleinen ihre Kämpfe austragen, irgendwas zwischen Rangeln und Hauen. Einmal ist es ernst, ein andermal wieder nicht. Aber die Erzieherinnen können das nicht auseinanderhalten. Für sie ist alles Gewalt."


    Das Thema ist, dass Kinder anscheinend nicht mehr die Unterschiede lernen können, obwohl viele, gerade junge Kinder, durchaus das Bedürfnis danach haben, sich auch körperlich auseinanderzusetzen.
    Deshalb ja auch die Frage nach dem 'vernünftigen Raufen', damit sollen keineswegs kleine Schläger herangezogen werden,
    im Gegenteil, Kinder sollten hier eben auch Grenzen erfahren können ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Ich teile nicht deine Ausgangsthese, es sei "einmal ernst, ein andermal wieder nicht". Ich bin der Meinung, daß "wenn die Kleinen ihre Kämpfe austragen" Körperlichkeit in keiner Weise als Argument erlebt werden sollte. Da müssen Erzieherinnen also nichts auseinanderhalten können: "Rangeln und Hauen" ist nach diesem, meinem Verständnis in einer KiTa nicht zu akzeptieren.
    (Ich war an einer als Elterninitiative funktionierenden selbstverwalteten KiTa beteiligt, es gab zudem eine Evangelische und eine Katholische im Ort. In diesem Punkt herrschte Einigkeit.)


    Für das Erleben körperlicher Auseinandersetzung gibt es inziwschen 1001 erprobte, wunderbar funktionierende Konzepte, die in KiTas umgesetzt werden (können). Gemeinsam ist allen, daß sie in irgendeiner Weise nach einem transparenten Regelwerk funktionieren. Das ist m.E. der einzige Rahmen in dem "vernünftiges Raufen" denkbar ist. Findet körperliche Auseinandersetzung außerhalb eines solchen Rahmens statt, ist sie per se nicht "vernünftig".


    Was das "Verwechseln" angeht:
    Das Verhalten, das oben geschildert wurde, und das ich in Frage stelle, ist m.E. durchaus eine logische Konsequenz.

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