Medienkritik

  • Anmerkung Mir ist noch eine Frage aus dem Publikum eingefallen, die ich sehr gut fand.


    Sie lautete ungefähr so: "Wenn es um die Energiewende oder um Umweltschutz geht, dann heißt es oftmals, das würde alles Arbeitsplätze kosten. Aber wessen Arbeitsplätze eigentlich? Welche sind das? Warum wird dazu nie eine konkrete Angabe gemacht? Sollen das die Pfleger und Ärzte sein, weil dann weniger Menschen krank werden, oder was soll das?"


    :D


    Ja, das wurde im Groben nur bestätigt.


    Mir ist über die Nacht aufgegangen, dass es zum Teil eher zurückhaltend war, was der Referent Langrock dort von sich gab. Die Rechtfertigung für seine Berufsgruppe wurde über alle Maßen positiv aufgenommen, es gab auch Rückmeldungen, dass das in dieser Form nicht nötig sei und er sich ja nicht dafür zu rechtfertigen brauche, wenn da einige Leute nicht richtig lesen können oder wollen.

    Aber insgesamt war es doch sehr vorsichtig, was da auf die Fragen aus dem Publikum geantwortet wurde.


    FG

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.

  • Zum Beispiel:
    - Gebuäed Nummer seiben vom Neinileven. Es kann doch nicht sein, dass keiner weiß und sagt, warum es eingestürzt ist. Ich müsste sagen "sei", weil ich ja nicht dabei war.

    Ich dachte es kämen Widersprüche ;)


    Also bereits in Quarks und Co. wurde das angesprochen und es gibt sogar einen eigenen Wikipediaartikel dazu.


    Fakt ist, dass die Medien an der Berichterstattung über diese Verschwörungstheorie verdient haben. Warum und wieso, das kann sowieso keiner mehr rekonstruieren. Es gibt Stimmen die meinen, dass man damals noch Glück hatte, dass nicht noch weitere Gebäude eingestürzt seien. Für mich ist daher das Faktum Einsturz vollkommen unerheblich gegenüber der Tatsache, wie und was berichtet wurde.


    Da waren die Medien unsauber und haben die "Ausuferungen" begünstigt.


    Dasselbe bei Putin mit Pankreaskrebs.


    Was soll das?


    -------


    Im Moment beobachte ich Focus-Online. Die wurden von Bild rechtlich ins Visier genommen, weil sie mehrfach Bild.plus-Inhalte verbreitet hatten. Also Inhalte, für die Bild.Plus-Leser bezahlen müssen, waren dann auf Focus-Online, sogar mit Angabe "Wie Bild berichtet", frei zugänglich. Das ist schon ziemlich frech.


    Wie das weiter geht? Da bin ich mal gespannt, keine Ahnung, wie man das verfolgen kann.


    Auf Focus-Online fällt in den Artikeln jedenfalls auf, dass immer wieder solche Floskeln vorkommen "Wie Stern berichtet." etc.


    Diese Form der medialen Berichterstattung möchte ich hiermit im Thread offiziell auch als kritisiert verstanden haben. :P


    FG

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    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.

  • http://m.spiegel.de/spiegel/wa…g-bedeutet-a-1183879.html


    Ein Beispiel für miserablen Journalismus.


    Geld dafür verlangen, dass ein so wichtiges Thema hins. Sicherheit und Ordnung mit einer Überschrift versehen wird, die auf eine gegenwärtige Gefahrenlage in ganz D schließen lässt und eine Brücke zu dem Kapitalismusklischee der Juden schlägt.


    Das ist derart bebrest und bebimmst, das muss sich ein Vollbebrester ausgedacht haben, wobei ich glaube: da hat überhaupt keiner mehr irgendwas gedacht.


    Ja, es ist ihr das gutes Recht für getane Arbeit Geld zu verlangen.

    Nein, wenn man Geld für Müll und Zeitverschwendung ausgeben muss, dann ist das nicht ok.


    Wenn die Gefahrenlage so akut wäre, wie die Überschrift des Artikels es suggeriert, dann müsste jeder darüber sachlich und in kurzform unterrichtet werden.


    Langtext mit Wortklaubereien ist hier einfach fehl am Platze.


    Einfach nur schockierend, dieser verallgemeinerte Angriff auf alle Araber in D.


    Unterüberschrift: "Alltag als Jude in D"


    Überschrift: "Es ist normal geworden, in der U-Bahn von Arabern verprügelt zu werden"

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    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.

  • Der Spiegel ist es mir noch nicht einmal mehr wert, über Kritik nachzudenken. Was diese Hohlfritten täglich an Müll produzieren ist eine Frechheit und hat mit Journalismus nichts mehr zu tun.


    Sehr wohl habe ich aber neulich eine sehr interessante Diskussion mit einem Redakteur der Süddeutschen gehabt. Der Hat auf meine Kritik sehr schnell und ausführlich reagiert. Da kams tatsächlich zu einer richtigen Diskussion über Journalismus im Allgemeinen und moderner Presselandschaft im Speziellen.

    Hat mich doch positiv überrascht.

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer

  • Butter bei die Fische, worum ging datt, watt wurde ausgetauscht?

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  • Ich habe bemerkt, dass die Süddeutsche in Facebook immer häufiger Kommentare einzelner Redakteure veröffentlicht hat. Und damit nicht genug, hatten diese teilweise brutal Meinungs-bildende Überschriften.

    Darauf habe ich also zunächst einmal hingewiesen, mit dem Argument, dass der "einfache Leser" die Meinung eines Autors/Journalisten ja aufgrund seines Berufes häufig als objektiver betrachtet als irgend eine Stammtisch-Parole. Klar, Kommentare sind subjektiv, wie jede andere Meinung auch. Aber von einer Zeitung quasi abgesegnet und veröffentlicht kriegt das ganze halt so einen offiziellen Charakter.


    Der Redakteur hat darauf sehr selbst-kritisch reagiert und daraus hat sich dann eben ein Gespräch über die Verantwortung der Medien in der Meinungsbildung ergeben. Er meinte sogar, er würde dieses Thema in die nächste Redaktions-Konferenz mitnehmen. Ob er das jetzt tatsächlich gemacht hat oder nicht, kann ich natürlich nicht sagen.

    Die Kommentare in Facebook haben indes nicht abgenommen...wenn ers also getan hat, hats keinen Effekt gezeitigt! :D

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    - Tony Blauer

  • Interessant war, dass der Redakteur erst einmal reflexhaft den Kommentar als journalistisches Mittel verteidigt und mich nach einem Beispiel gefragt hat.

    Daraufhin habe ich ihm erst mal erklärt, dass es mir nicht um das journalistische Mittel als solches, sondern um den Umfang des genutzten Mittels geht. Teilweise hatte man ja das Gefühl, dass jeder Artikel von einigermaßen großer Tragweite umgehend mit einem Kommentar versehen wurde.

    Ich habe ihm dann flugs so an die fünf Beispiele zitiert. Darauf hin hat er die "professionelle Deckung" fallen gelassen und ist in ein richtiges Gespräch mit mir eingestiegen.

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  • Professionelle Deckung als Zeichen von Schwäche. :P

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  • Hi Perath,


    OK ich sehe es so: Serdar Somuncu ließ mal fallen "NSDA *Hust* Spiegel*


    Ich glaube nicht, dass man eine staatliche Propaganda dahinter vermuten kann. Welche etablierte Partei würde heute so bescheuert vorgehen? Da wird sich bestimmt jemand gedacht haben, dass diese starke Provokation einpaar Dummdussel einfängt, die die 39 Cent hinhauen... Dass sie danach noch vom Arzt Vomex benötigen, daran hatten sie sicherlich nicht gedacht ;)


    Also für mich zählt Inhalt. Die Einleitung des Artikels verriet sofort: Das ist emotionales Dummblabla, dazu die Aufmachung und ihre Kernaussage. Heftig.


    Nichts desto weniger hat auch der Spiegel klasse Journalisten, das kann man auch deshalb annehmen, weil sogar manche Bild-Reporter seriös sein können, wenn sie denn äh... wollten? Zumindest waren schon solche Journalisten in den Polittalksendungen und haben wirklich klasse und sachlich die Runde beeinflusst.


    Nicht ad hominem... Ich meine den Inhalt.


    Von daher keine Namen. Die habe ich auch ohne hin vergessen :D


    Gute Nacht

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    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.

  • Klar arbeiten beim Spiegel genauso wie bei der Bild sicherlich gute Redakteure. Nur sind die halt eben auch dem Duktus des Hauses unterworfen.

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    - Tony Blauer

  • Focus, Spiegel, bild...


    Beobachte ich seit 2012 intensivst.


    Kontrollmedium aus Spaß: Tagesschau.de


    Bei komplexen SV... Alles was irgendwie noch seriös ist.

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