lustiges Klingenraten oder: wir üben mal Kantei

  • Herrjeh, ist Ida vom Vogelsberg gestürzt?


    Das Teilchen sollte doch recht einfach sein, zumal Plappermaul Tsuruta Steilvorlagen gegeben hat. Viel bleibt ja nicht mehr übrig...


    Mann, mann, mann... ein Schlendrian hier...

  • Ich verzweifel gerade an einer Klinge. Ein 'hamon der sich in soviel Ji nie auf einem Masame auflöst das ich keine Ahnung habe wo der Hamon denn nun anfängt geschweige denn aufhört....

  • Ne, weder noch. Mein erster Tip war Aizu Michitoki, aber dazu ist die Klinge zu gut. Das ganze Teil leuchtet wie ein Weihnachtsbaum. Kunikane hatte ich schon, der hat anders funktioniert, hosho sieht auch anders aus. Nebenbei falle ich gerade bei einem madoake rückwärts aus dem Fenster...erst nur eine suguha, dann wird eine ko-nie Nijuba im Yubashir-Stil sichtbar und wenn ich nicht vollkommen bescheuert bin jetz auch noch was utsuriges. Mal sehn wie es weitergeht. wirklich spanned gerade.

  • so, ich puste mal den Staub und die Spinnenweben beiseite - hust -

    Ich denke mal das ist ein Izumi Kami. Der Hada zeigt teilweise noch Horikawa-Einfluss und ist noch nicht vollständig Osakaisiert. Möglicherweise ein später Papa- Kunisada.

  • Wo steckt eigentlich unsere Ida ? Hoffentlich nicht krank.

    Ja ja, die Jugend von heute. Da macht man sich Sorgen und derweil wird Sie sich irgendwo mit Family unter Palmen aalen.

  • Na ja, ist auch gut so, ich tille allmälich...Nie-Deki-Suguha mit langezoegen nei Yubashiri die fast eine Nijuba bilden. Jetzt bin ich etwas weiter und was kommt ? Ein schepperndes Utsuri in Ko-Nie-- Ich glaub einfach nicht was ich da sehe. die Klinge sieht wie Totalschaden aus aber im Fensterle..holla die Waldfee. Der Stahl hat einen massiven Blaustich. Das letze Mal hab ich so ein Knallutsuri bei Rai Kunitoshi geshehen, aber dafür ist der Hamonstil zu alt.

    Der andere Kandidat, ich krieg einen Blätterkrampf, im Augenblick häng über Fujishiros Meito Zuikan.

    Wirklich aufregend das Ganze.

  • Oh Überraschung, es war der Oya Kunisada.

    Die nächste Runde ist super duper einfach.

    https://www.aoijapan.com/appraisal-quiz-476

    ... na ja, solche Bemerkungen sind für ein armes Schülerchen nicht gerade motivierend ...

    nein, ich brauche vorerst keinen Zaunpfahl, Herr Tsuruta hat genügend gesetzt,

    und ich bin sogar ein bisschen stolz drauf, dass ich sie eigentlich nicht gebraucht hätte,

    aber ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Eigentlich müssen die Schüler die Lehrer motivieren damit diese freiwillig lehren unentgeldlich und voller Hin und Weggabe.

  • O-Sensei, das hatte ich ganz vergessen http://smilie-land.de/t/t-v/verneigen/verneigen0001.gif


    In Zukunft werde ich mein Bestes geben, Euch zu motivieren,

    allerdings befürchte ich, dass mein Bestes nicht gut genug sein wird ...


    aber ich will es zumindest versuchen.

    ich gehe also lehrplanmäßig vor und beginne mit der sugata:

    ein Tanto in hira-zukuri mit einer uchi-zori (ja, das kann man auch ohne Herrn Tsurutas Hinweis sehr deutlich sehen),

    eine fukura ist nur minimal vorhanden, die Form erinnert an einen Bambussprössling,

    deshalb auch takenoko-zori.

    Mune ist ein mitsumune, das sagt Herr Tsuruta (kann man so etwas eigentlich auf einem Bild erkennen?).

    Die nakago ist kiri (gerade abgeschnitten) und gekrümmt.


    als nächstes die jihada:

    Rührkuchen, aber besonders schön und lebendig,

    dass es sich um eine matsukawa hada handelt, hätte mir Herr Tsuruta dieses Mal nicht erst sagen müssen,

    die hatten wir schon bei Rätsel #400, und sie ist mir gut in Erinnerung geblieben.

    Die Reflexionsbilder kann ich immer noch nicht so gut 'lesen',

    aber mir scheint, dass die Stahlfarbe in diesem Fall ein 'leuchtendes' Schwarz ist.


    die hamon:

    obwohl suguha basiert, sieht sie wahnsinnig lebhaft aus,

    und sie nimmt eigentlich überhaupt keine Rücksicht auf den Ji, sie geht mit ihren Strukturen da einfach rein.


    Zeit: spätes Kamakura, Anfang 14. Jahrhundert

    Stil: Soshu den

    Provinz: Etchu


    ich schließe Hankei und Kunihiro (Shinto) aus,

    weil ihre Interpretation von matsukawa hada meiner Meinung nach nicht so gut zu unserem Rätselteil passen,

    und auch die Uda-Schule aus dem 14. Jhd. schließe ich aus, weil sie sich zwar in dieser hada versucht haben,

    aber das Ergebnis, zumindest nach den Bildern, die ich gefunden habe, längst nicht so perfekt aussieht.


    also bleibt nur noch der Meister himself oder bestenfalls einer seiner ersten Meister-Schüler:

    Etchu Norishige



    So, liebe Lehrer,

    jetzt habt ihr hoffentlich genügend Material,

    um mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Mein erster Eindruck war, zu schön um wahr zu sein. Bis jetzt hatten wir mal eine Naginata-Naoshi, die Norishige zugeschrieben wurde. Aber diese Dolchform ist so typisch. Wenn das Ding noch signiert ist - ich kann mir nicht vorstellen, dass das gute Stück einfach so bei Aoi angeboten wird.


    Stellt sich noch die Frage nach einer hervorragenden späten Kopie. Pauschal fällt mir dann nur noch die Kiyomaro-Schule ein, die das in hinreichender Qualität hinbekommen hätten können. Aber mir sind die Augen rausgekullert, ich finde kein augenscheinlich gröberes Nie, weder im Hamon, noch - wie man es gerade bei späten Kopien in der Regel sieht - im Ji. Nüscht, nix, nada.


    Ich fürchte mal, das Ding ist wirklich das, was es wirklich offensichtlich ist.


    Wohl kanteiisiert Ida, ich kann nichts hinzufügen.

    Mal sehen was unser Marcel Reich-Ranicki des Nihonto zu sagen hat...

  • Bis jetzt hatten wir mal eine Naginata-Naoshi, die Norishige zugeschrieben wurde.

    ... ja, das war das Rätsel mit der Nummer 400, auf das ich mich bezogen hatte

    (blöderweise will unser Programm gleich immer verlinken, wenn es ein einfaches Nummernzeichen entdeckt ...),

    damals wart ihr zwei beiden so aus dem Häuschen, dass ich mir diese Klinge gut gemerkt habe ;)

    Suche das Einfache und misstraue ihm.