lustiges Klingenraten oder: wir üben mal Kantei

  • Habe noch nicht mal reingeschaut. widme mich dem ganzen auch erst später. Muss gleich nochmal aus dem Haus. Diese Woche Urlaub und einiges zu erledigen.

    Gebe heute Abend meinen Senf dazu

  • Also am Besten mit dem Urschleim anfangen. Form -> Alter?

    also denn, was kann ich sehen:

    Shinogizukuri, Klingenlänge nach o-suriage noch 60,4cm, keine wesentliche Breitenabnahme, evtl. funbari nicht mehr erkennbar,

    eine deutlich erkennbare sakizori und eine chu-kissaki, insgesamt vermittelt die Klinge einen eher kräftigen Eindruck,

    so auf den ersten Blick würde ich als Zeit Muromachi annehmen.


    p.s.: nein, die Bohi habe ich nicht vergessen, die helfen im Moment bloß nicht allzuviel ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Diesmal echt schwierig. Ich finde die Kissaki schon recht gestreckt fast schon zu gestreckt für eine normale Chu-Kissaki. Das Ding ist O-Suriage. Der jetzige Angelpart hat kaum echte Patina und beide Mekugi-Ana wirken quieke neu. Die Bohi müsste dann in jedem Fall Ato-Bori sein. Die Sori ist dann eine tiefe Toori zusammen mit einer Saki-Sori. Das könnte spätes Nanbokucho, frühes Muromachi sprechen.

    Oder ein Utsushi...


    Irgendwie habe ich ein Mords-Störgefühl.

  • ... und auch wenn es ein Utsushi ist, müssten wir jetzt als Nächstes die 'Tradition' zu bestimmen versuchen ...


    wegen der Kombination aus itame und masame fällt mir zunächst Yamato ein, aber da scheint mir dann die hamon nicht zu passen,

    aber Mino könnte vielleicht ganz gut hinkommen.

    Was meint ihr dazu?

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Vollkommen richtig. Und das war auch meine erste Grundidee, nur das ich das Yamato in Spuren drin lasse und Richtung Naoe Shizu oder etwas später Mino Zenyo geschielt habe...


    Aber das Ding hat kein Fatz Shirake und außerdem zu Nie-lastig.

  • Na, ich habe Yamato-Spuren ja auch nicht verworfen, nur ist es eben kein reiner Yamato-Stil,

    deshalb bin ich dann zunächst mal bei Mino gelandet, wobei mein Kandidat eigentlich Senjyuin gewesen wäre,

    na ja, die nächste Aufgabe heißt dann wohl erst mal, zu beschreiben, was man alles genau in hada, hamon und boshi sehen kann ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Zeit : Na sagen wir mal Nambokucho. Mino, ja. Hübsche Kreuzung aus Yamato und Soshu. Auffällig ist der sehr hohe Notareanteil. Das Ding wirkt ruhig, zu ruhig für Shizu, also den ollen Knacker selber.

  • Hoppala, da ist er wieder!


    Ja, das Ding ist verdammt ruhig. Zu ruhig für das Meiste, was irgendwie diesen Stil gemacht hat, der oft bei allen anderen deutlich poppiger ausfällt. Zwischenzeitlich hatte ich noch an Kaga Fujishima gedacht, aber die Stahlfarbe stimmt nicht und selbst da würde der Hada mehr hadatatsu zeigen.

    Der Stahl wirkt weißlich, wie typisches Mino.

  • Der Stahl wirkt weißlich, wie typisches Mino.

    nachdem ihr beide ja nun hamon und Farbe des Stahls beschrieben habt

    und mir zur jihada nichts anderes aufgefallen ist als relativ feines itame mit masame gemixt ,

    sowie jinie und einiges chikei, bleibt für mich noch die boshi:

    die beginnt mit einem leichten midare und zeigt einen Hang zu togari, kaeri ist sehr kurz,

    wenn die kissaki im Rahmen der osuriage bearbeitet wurde, könnte da sogar noch die Andeutung einer Jizo-boshi dahinterstecken.

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

    • Neu

    so, nachdem ich noch ein bisschen hin und her gesucht habe,

    fällt mir immer noch nichts Besseres ein als:

    frühes Muromachi, Mino-den.


    Samanosuke : Wo bleibst Du?

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

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    Bin eben erst nach Hause gekommen sry leutz. Wir ziehen um da bleibt bissle was an arbeit hängen! noch bevor das es aufgelöst wird gebe ich en Tipp ab! ;)

    • Neu

    Freitag der Dreizehnte! Also habe ich noch mal die Unglücksklinge angeschaut und es machte mich nicht glücklicher: kein helles Strahlen am Horizont, keine Posaunen vom Himmel = keine neue Eingebung.


    Was mir bleibt ist dass, was man allgemein bei einer Kantei in diesen Fällen immer machen sollte, bei seinem ersten Bauchgefühl bleiben. Was auffällt ist, dass der Hada sehr sorgfältig und fein gestrickt ist, dass der Hamon Leuchtkraft hat, die Hataraki aber eher subtil wirken und wie Kaji treffend sich alles sehr ruhig darstellt. Mit anderen Worten, es fehlt so ein bisschen der letzte "Schnips", ein bisschen mehr Punk.

    Wenn ich nun Naoe Shizu sage, dann meine ich damit eher einen der vielen Kane... aus dem Gross der Schule, wie Kanetome, Kanenobu, Kanewasweißich...

    Zeitmäßig spätes Nambokucho.

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    Sue Nambokucho, Mino , Naoe-Shizu Gruppe, Kanetoshi oder Kanenobu. Tendiere zu Zweiterem wegem dem hohem Notareanteil

  • So, die Auflösung ist da:

    https://www.aoijapan.com/appraisal-quiz-495/

    Geanueres als Naoe-Shizu ist dabei nicht herausgekommen, nicht mal die Zeit wurde genannt ...


    Das neue Rätselding scheint mir ausgesprochen neu zu sein, mindestens mal Shin-shinto;

    andererseits erinnert es mich an einen berühmten Schmied aus dem frühen Nanbokucho,

    könnte das Ding ein utsushi sein?

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Gendai ? Nein. Utsushi ? Ja es ist eine Idee davon. Die Form der Hamon ist Tradition a, das nie Deki lässt aber den Einfluss von b erkennen, daraus folgt das ein xxx Utsushi sein soll.

  • na gut, dann möchte ich aber erst mal wissen, ob ich mit dem 'Original' richtig liege.


    Die Form der Hamon ist Tradition a, das nie Deki lässt aber den Einfluss von b erkennen, daraus folgt das ein xxx Utsushi sein soll.

    also ich sehe in unserem Rätselding einen saka choi hamon,

    da wäre dann die 'Tradition a' Bizen, dazu müsste dann aber nioi-deki gehören,

    wir haben aber nie-deki und ich sehe 'Einfluss von b' Masamune,

    also denke ich, dass xxx für SA steht (die hada würde jedenfalls passen) ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.