Wie wird man richtig gut?

  • Meistens werden gute Schüler guten Trainern zugeordnet. Dabei wird die These aufgestellt, nur gute Trainer können gute Schüler hervorbringen. Dementsprechend wird der Fokus auf den Trainer gelenkt und zumeist sowohl nach den Qualifikationen, als auch nach dem konzeptionellen Unterbau der jeweiligen Trainer gefragt.


    Weniger bekannt scheint zu sein, dass auch gute Trainer nicht nur gute Schüler hervorbringen. Meine These hierbei ist, dass selbst Weltklasse-Trainer nur ganz wenig "gute" Schüler hervorbringen. Die Masse sind und bleiben nicht gut, obwohl sich diese Trainer tatsächlich um jeden einzelnen bemühen. Wie man auf Deutsch gerne auch sagt: "Mühe allein reicht nicht"... so scheint es tatsächlich auch zu sein.


    Schaut man in ärmere Länder und deren Trainings-Qualität, muss auffallen, dass dort nur sehr wenig Trainings-Equipment (z. B. Trainingshallen, Trainingsgeräte, Schutzausrüstung, etc.) vorhanden ist und die Trainer häufig wenig bis keine Kenntnisse der vielen wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit z. B. der Trainingsphysiologie und -psychologie haben. Was allerdings auch auffällt ist, dass sich das Training mit der Einstellung der Schüler - man kann sagen - dramatisch verändert. Es ist eben ein Unterschied, ob man so ein Training als Hobby betreibt, oder durch ein Training und damit einhergehende Wettkämpfe z. B. die Familie ernähren muss. Hier geht es also um existenzielle Einstellungen.


    Auch kann ich aus meiner über 20-jährigen Erfahrung als Trainer die Beobachtung weitergeben, das sich Lernende generell in mehrere Klassen einteilen lassen. Es gibt Lernende, die kommen, fangen stark an und lassen ebenso stark nach, weil der Druck des "Neuen" nachlässt und sie ohne äußere Reize keinen Anlass sehen, sich mehr als nötig anzustrengen. Dann gibt es diejenigen, die viel Spaß am Sport haben, häufig beim Training anwesend sind, allerdings nur wenig an ihre Grenzen gehen und den Sport demnach nur so lange ausüben werden, bis sie den Spaß daran verlieren. Meiner Erfahrung nach bildet diese Gruppe die Masse. Und es gibt die ruhigen aber konsequenten Lernenden. Sie sind bei jedem Training anwesend, gehen immer und grundsätzlich bis an ihre Grenzen und versuchen, jede einzelne Übrung vollkommen auszuloten. Dabei ist es egal, ob ein Training mal gut oder mal schlecht ist. Sie nehmen alles so mit, wie es kommt.


    Frage wäre, welcher dieser Lernenden wohl die Möglichkeit hat, gut zu werden? Letztlich entwickelt sich daraus die generelle Frage, wieviel Prozent ein Trainer tatsächlich am "gut werden" von Lernenden beteiligt ist?

  • Ich bin ein gutes Beispiel dafür, dass schlechte Trainer auch gute Schüler hervorbringen können :D


    Spaß beiseite: Ein schlechter Trainer wird wohl niemals einen Weltklasse Sportler hervorbringen, aber bis zu einem bestimmten Level hängt es vom jeweiligen Schüler ab. Als ich noch TKD gemacht habe, habe ich als Jugendlicher an lokalen Wettbewerben teilgenommen, aber nie gewonnen, weil mein Trainer keine Ahnung hatte. Dann habe ich eine C-Lizenz gemacht und wusste fortan, worum es geht. Zwei Saisons später war ich schon Vize-Landesmeister. Mein Trainer hat mitgezogen und mich unterstützt, auch wenn er weiterhin einige Ansichten vertrat, die ich lieber nicht übernahm.


    Um aber auf noch höherem Niveau zu spielen (Kampfsportarten gehören ja zu den Spielsportarten), hätte ich andere Trainer gebraucht. Mehr Training hätte nichts gebracht, da war ich zeitlich am Limit. Ich habe dann aber nach etwa 3 oder 4 Saisons wieder mit dem Leistungssport aufgehört, die Entsagungen waren mir die Sache nicht wert.


    Richtig gut werden nur Sportler, die richtig an die Grenzen gehen. 20 % Talent, 80 % Fleiß. Hast du so einen Sportler, ist der limitierende Faktor der Trainer - so würde ich es ausdrücken.


    LG,
    Bundus

    Humor ist der Regenschirm der Weisen. (Erich Kästner)

  • Wat soll man dasgen? Die besten Chancen haben talentierte Schüler mit Disziplin, dem Willen weiterzukommen und einem zu ihnen passenden Trainer.

  • Eigentlich wollte ich das Thema noch nicht online setzen und eigentlich ist das oben "nur" ein erster Entwurf. Ich bitte Euch darum, noch einmal den folgenden Link zu lesen: Wie wird man richtig gut?


    Ich möchte aber noch einmal folgendes zu meiner These verdeutlichen: Aus meiner Sicht gibt es keine schlechten Trainer. Wie auch sollte man schlechte Trainer identifizieren können? Wie groß ist die Chance, einen Trainer zu finden, der von sich behauptet, er sei ein "schlechter" Trainer? Und: Wenn ihr einen - aus eurer Sicht - schlechten Trainer ausfindig macht, würde dieser zugeben, ein schlechter Trainer zu sein... konkreter an die Trainer hier gefragt: Seit IHR schlechte Trainer? Nein? Sind also nur "andere" schlecht? Daran sieht man eigentlich schon das Dilemma: Man belügt nicht nur sich selbst, sondern versucht auch andere für diese Lüge empfänglich zu machen. Daher noch einmal: Es gibt keine schlechten Trainer. Anders erklärt: Hast Du einen guten Schüler, und damit meine ich nicht nur das, was man als "talentiert" bezeichnet, sondern auch solche, die einen absoluten Willen und eine absolute körperliche und geistige Präsenz haben und jedes Training - sei es auch noch so anforderungslos - ausfüllen und mitnehmen, wird der von Training zu Training Fortschritte machen müssen. Warum? Weil es im Training nicht nur diese "Immer was Neues traineren Variante" gibt, sondern auch die "Immer das Gleiche trainieren Variante" bzw. die "Konditionierungs-Variante", welche immer dann zum Zuge kommen, je häufiger man die gleichen Dinge trainiert.


    Ein Trainer ist - aus meiner Sicht - lediglich "Mittel zum Zweck". Übrigens auch gut zu sehen, wenn ich die Argumentation mal umdrehe und behaupte, dass auch der "beste Trainer dieser Welt" (wenn man denn so jemanden auch so ausmachen könnte) auch schlechte und mittelmäßige Schüler hervorbringt und die Masse dieser schlechten Schüler immer die Masse der guten Schüler übersteigen wird. Anders erklärte: Auf einen "guten" kommen - das ist mein geschätzter Wert - ca. 30 nicht gute Schüler. Ein guter Trainer kann nur dann seine Kompetenz durchbringen, wenn er ein entsprechendes Pendant hat. Haben wir da zwar einen absolut talentierten aber auch völlig lustlosen Schüler, sprengt das die Kompetenz eines jeden Trainers. Als Trainer benötigst Du unbedingt jemanden, der aufmerksam, motiviert und intelligent genug ist, um selbst den kleinsten Reizen zu folgen - was auch Sinn macht... denn in einem Wettkampf hat der Schüler Leute vor sich, die ihm das Leben richtig schwer machen. Wenn er von sich aus mit bringt, sich von derartigen Dingen überhaupt nicht beeinflussen zu lassen und - im Gegenteil - wenn dem Schüler solcher Widerstand geradzu beflügelt, hat so ein Schüler alles, was man zum Gewinnen benötigt.


    Nur ein Schüler mit den schon beschriebenen Eigenschaften (Grundsätzlich: motiviert, präsent, intelligent) hat die Möglichkeit, gut zu werden. Der Trainer kommt erst dahinter. Manche Trainer schaffen es dann eher, diese Motivation aufzugreifen, manche weniger gut. Dadurch wird allerdings der Schüler, der ja diese Attribute fest in sich trägt, nicht schlechter. Für mich ist es also ein absolut falsche Denken, nur ein "guter" Trainer schafft gute Schüler hervor. Im Übrigen gibt es hierfür nicht einen einzigen Beweis, wohl aber viele Beweise dafür, dass auch "weniger gute" Trainer gute Schüler hervorbringen... Hier liegt der Hauptteil meiner Beweiskraft in der Fußballbundesliga, in der immer wieder völlig unbekannte Trainer Super-Fußballer hervorbringen, und wo immer wieder Super-Trainer Spieler "schlechter" werden lassen... vllt. sollte man hier Götze, der ja zu Dormund gewechselt hat, als Beispiel nehmen.


    Daher halte ich meine These auch insgesamt als sehr realistisch. Das eigentliche Problem ist die Beantwortung der Frage, warum Trainer immer wieder mit ihren Erfolgen und Können werben. Die Antwort ist einleuchtend: Sie wollen damit Kapital anlocken. Ich kenne keinen Trainer, der sich dafür nicht bezahlen lässte bzw. wo in derartigen Konstellationen kein Geld Grundlage des Handelns ist. Schlecht? Sicherlich. Aber seit Jahrzehnten kenne ich es nicht anders. Leider entstehen durch solche Sachen immer wieder Mythen und eine dieser Mythen ist aus meiner Sicht, zu behaupten, nur gute Trainer würden gute Schüler voranbringen. Im Übrigen habe ich hier noch nicht die Frage gestellt, was ein guter und was ein schlechter Trainer ist. Wie oben schon erwähnt, gibt es sowas aus meiner Sicht nicht, weil ein Trainer immer - und das wiederhole ich - immer beide Versionen in sich vereint. Es gibt lediglich bekanntere und unbekanntere Trainer. Das ist alles.

  • Hallo,


    da möchte ich auch etwas dazu schreiben.


    Wie wird man richtig gut?
    Da möchte ich einen kleinen Widerspruch vortragen. Richtig gut für was ?
    Nehme ich das Beispiel von Vagabund, der im Taekwondo nach seinen eigene Angaben seine C-Lizenz gemacht hat.
    Dann mehr über den Wettkampf-Sport Taekwondo wußte und einige Erfolge bei Turnieren nachweisen kann.
    Ist er beim Wettkampf-Sport- Taekwondo geblieben?
    Nein, er hat aufgehört, weil zum Leistungssport auch der zeitliche Rahmen und noch einiges anderes passen muß.
    - Der letzte Satz ist eine Vermutung aus Deinem Schreiben -


    Wenn ich: Wie wird man richtig gut?
    Aus der Sicht sehe, ich möchte ein Kampfsport-Art als Hobby aber für längere Zeit ausüben.
    Dann könnte ich einen Karate-ka oder Taekwondo-in der diese Kampfsport-Art noch mit 6o oder 70 Jahren begeistert ausübt, wenn auch nur zweimal die Woche, als jemand betrachten der für sich entschieden hat. Ich möchte in meiner Kampfsport-Art richtig gut werden.
    Da muß ich dann kein Leistungssport betrieben, sondern die Gesundheit, das gemeinsame Training in der Gruppe,
    das Miteinander, den Versuch auch mehr über das Land meiner Kampfsport-Art zu erfahren,...
    Nein! Ich muß nicht den Großmeister als Ziel haben!


    Daher möchte ich den Kampfsport nicht nur als " Erfolgs-Sport " viele Pokale, hohe Gürtelgrade, ... Anerkennung durch die Schüler/innen,
    Posten im Verband....
    als mein Ziel sehen.
    Wenn ich in meiner Kampfsport-Art auch nach vielen Jahren noch gesundheitlich und voller Freude aktiv bin.
    Dann und das ist meine ganz persönliche Ansicht: Dann bin ich richtig gut in meiner Kampfsport-Art.


    Mit einem fröhlichen Lächeln....denn auch das gehört zum Leben dazu.

  • Aus meiner Sicht ist jedes Denken eines Schülers legitim... also sowohl das Denken "ich will jeden Wettkampf gewinnen" und "ich will Großmeister werden", als auch "ich möchte nur Spaß haben" oder "ich will einfach mal etwas neues probieren".


    Die Frage hier war ja: Wie wird man richtig gut. Vorraussetzung, um gut zu werden, ist eben ein entsprechendes Denken bzw. ein entsprechend konsequentes und zielgerichtetes vorgehen. Mit dem Denken "ich möchte nur Spaß haben" kann man nicht gut werden - soviel kann ich da schon mal aus Erfahrung beitragen. Nur Schüler, die "Biss" und "Wille" haben, kommen weiter... oben hatte ich noch die Attribute "Motivation" und "Intelligenz" eingebracht, die m. E. zwingend dazugehören. Kenne keine "dummen-Guten". Dies betrifft übrigens m. E. auch die Lebensrealität von jedem in Schule, Beruf, Politik und sozialem Handeln.


    Ich möchte aber noch einmal die Zahlen aufgreifen, die ich oben benannt habe. Dort habe ich bezüglich meiner These erläutert, dass aus meiner Erfahrung heraus auf einen "guten" Schüler ca. 30 "schlechte" Schüler kommen. Hier sind wir dann wieder im Bereich "Marketing", weil dann folgende Strategie selbsterklärend für Geld und Ruf ist: Je größer die Schule, umso mehr "gute" Schüler. Habe ich also einen "guten" Namen, bekomme ich viele Schüler mit der Wahrscheinlichkeit, auch mehr "gute" Schüler zu haben, als kleinere Schulen bzw. Vereine. Das diese Zusammenhänge genauso sind, wie ich sie beschreibe, beweist wiederum ein Blick in die Realität, wobei die Realität das, was ich geschrieben habe, zumeist auch noch übersteigt. "Gute" Schüler bekommen nämlich auch mit, dass sie an größeren Schulen bessere Chancen haben. Warum? Weil größere Schulen dann natürlich wieder mehr Ressourcen haben. Nicht deswegen, weil sie besser sind, sondern weil sie "größer" sind, ihnen also lediglich durch die Mehrheit an Schülern auch mehr Geld zur Verfügung steht. Auch zeigt ein Blick in die Realität, dass größere Schulen eben nicht auch günstiger, sondern erheblich teurer sind, was wiederum die Ressourcen erhöht.


    Die Klischees, die man über die "weisen" Trainer also erzählt und über die man zwangsläufig selbst mit beeinflusst wird, decken sich eben nicht mit der Realität. Die wenigsten machen sich aber auch Gedanken über die Realität - erschrechkender Weise... denn sie bleiben bei ihrer Ansicht, obwohl sie es in der Realtitä anders erleben. Ein Widerspruch, allerdings auch ein Indiz, wie stark Klischees in jedem von uns ihre Wirkung entfalten und wie wenig Widerstandsfähigkeit wir wider besseres Wissen entfalten wollen (können).

  • Hallo Paladin,


    ich verstehe Deine Sichtweise, daher besteht zwischen unseren gegenteiligen Ansichten auch kein Widerspruch.


    Deine Frage: Wie wird man richtig gut!
    War auf den Wettkampf oder den sportlichen Erfolg ausgerichtet.
    Da gebe ich Dir vollkommen recht. Nur mit einem guten Trainer und dem richtigen Willen, werde ich sportlich erfolgreich sein können.
    Dann sei mir noch diese Anmerkung erlaubt, wie lange kann ich sportlich erfolgreich sein?
    Ist da nicht eine völlig andere Einstellung erforderlich?
    Viele bekannte Taekwondo-in haben daher den Weg zur Bundeswehr gewählt und sind in der Sport-Förder-Kompanie.
    Auch ein bekannter Karate-ka des DKV ist bei der Sport-Kompanie der Bundeswehr da er dort optimal gefördert wird.


    Meine Antwort, das möchte ich noch einmal hervorheben, betrifft mehr oder weniger die Breitensportler.
    Das sind die Mitglieder ohne die eine Verein nicht überleben kann.
    Da schreibe ich aus Erfahrung, denn unsere Abteilung wurde total umgestellt, nachdem unsere Kampfmannschaft in die Jahre gekommen war.
    Neue Trainer, neue Mitglieder-Werbung, der Versuch den Breitensport mehr in den Vordergrund zu rücken.


    Der Trainer oder Sensei in unserem Verein hat da eine ganz andere Aufgabe als der " Wettkampf-Trainer ".
    Mit einem bekannten Namen aus der Wettkampf-Szene kann ich Wettkämpfer anlocken nur wollen sich auch die Breitensportler,
    das harte Training zu muten?
    Wo bei uns früher 100 Sportler die Halle füllten, ist unsere Abteilung bei 10 - 15 Karate-ka angekommen.
    Unsere Jugendgruppe ist im Aufbau auch etwas " Wettkampf " wird wieder versucht.
    Nur das ist allen ganz bewußt, ohne die Karate-ka die nur zum Spaß und als Hobby zum Kampfsport kommen,
    wird unser Verein nicht überleben.


    Daher habe ich vielleicht eine andere Sichtweise, wenn wir über Deine Anfrage sprechen.
    Hoffe, das kam auch so rüber.


    Gruß

  • Wir sind uns argumentativ nicht einig. Du redest von einem "guten" Trainer, ich behaupte allerdings, dass es keine "guten" Trainer gibt. Jeder Trainer führt das "gut" und "schlecht" in sich. Es liegt weniger (bis gar nicht) am Trainer ob ein Schüler gut wird, sondern viel (bis absolut viel) am Schüler und dessen Einstellung. Kein Schüler kann zu einem Training gezwungen werden, dass er nicht will. Im Übrigen ist das, was ich hier schreibe, Lebensrealität und betrifft nicht nur den Kampfsport oder sämtliche andere Sportarten, sondern alles, was in unserem Leben mit Lernen und Weiterkommen zu tun hat. Schule: Es gibt "gute" und "schlechte" Lehrer (wenn man Eltern und Schülern glauben darf) dennoch machen die Schüler, die vorankommen wollen (unabhängig von "gut" oder "schlecht"), ihr Abi und Studieren, andere scheitern bei den gleichen Lehrern und halten sich dann wiederum an "gut" und "schlecht" auf... warum wohl?


    Generell kann man darüber philosophieren, ob nur ein "guter" Trainer auch gleichfalls nur "gute" Schüler hervorbringt. Eine berechtigte Frage, denn viele "gute" bzw. erfolgreiche Trainer werben ja mit ihren Vorteilen. Allerdings: Auch gute Lehrer in der Schule bringen nicht nur gute Schüler hervor. Woran liegts? Ganz sicher nicht bzw. nicht nur am Lehrer? Daher kann auch der beste Trainer mit seinem besten Training nur jene Schüler erreichen, die wiederum die erforderlichen Attribute mitbringen, um die Konsistenz des Trainings auch gewinnbringend und nachhaltig umsetzen zu können. Denken wir z. B. an große Musiker, große Dichter und an große Sportler und an deren Schüler. Letztlich wurde nicht jeder Schüler eines "großen Guten" selbst "gut". Im Übrigen laufen gerade die olympischen Spiele: Habe die Teilnehmer alle gute Trainer gehabt, und die Sportler, die nicht an den olympischen Spielen teilnehmen, nicht? Ist das wirklich alles so einfach mit "gut" und "schlecht" zu erklären?


    Ein Training ist ein Training. Ausgehend von der These, dass sich kein Trainer dieser Welt absichtlich vornimmt, seine Schüler schlecht zu trainieren, ist jedes Training prinzipiell "gut". Hier könnte man die Trainer höchstens nach ihren Kompetenzen und/oder Erfahrungen beurteilen, obgleich auch dieser Maßstab z. B. aufgrund von fehlender Weiterbildung kaum anzusetzen ist. So können auch "ungelernte" Trainer "gute" Trainer sein!!


    Ich denke, man muss sich zum Individuum hindenken. Hier vereint sich letztlich alles zu einem Ganzen, so auch die o. g. Attribute mit den Inputs der Trainer. Demnach wäre also die entscheidene Frage, wie ein Schüler trainieren muss, damit er "gut" werden kann. Dazu die folgenden beiden Ideen, die eigentlich selbsterklärend sind:


    Regelmäßige Trainingsteilnahme,
    möglichst jede Trainingseinheit mitnehmen. Bedeutet: Andere Anforderungen im Leben, wie z. B. Schule und Beruf sind so gut zu organisieren, dass einer regelmäßigen Trainingsteilnahme nichts im Wege steht.


    Motivierte Trainingsbeteiligung,
    ungeachtet dessen, welche Inhalte im Training durchgenommen werden und wie intensiv das Training ist. Ob ein Training langatmig oder kurzweilig ist, spielt keine Rolle, jedes Training wird konsequent, diszipliniert und motiviert durchgeführt.


    Ich bin mit meiner Argumentation näher am Schüler selbst. Du bleibst insgesamt die Erklärung schuldig, was ein guter Trainer ist. Ich möchte nun nicht wissen, was "für Dich" ein guter Trainer ist, sondern, was allgemein ein "guter" Trainer ist - kann man das eigentlich so erklären? Alternative: Es gibt keine Attribute bzw. jeder fällt mal mehr mal weniger darunter bzw. jeder beschreibt das "gut" oder "schlecht" anders... es wird also alles sehr individuell. Bedenke: Auch bei guten Traineren entwickeln sich nicht alle Schüler gut (siehe mein o. g. Verhältnis von guten und schlechten Schülern). Aber auch das ist Lebensrealität... wie ich es bereits mehrfach erwähnt habe. Nur an jenen Schulen, deren Auswahlverfahren explizit nur die besten Schüler zulassen, sammelt sich die Elite. Man weiß eben auch, warum. Nicht wegen der Lehrer, sondern wegen des Auswahlverfahrens, welches für sich schon die "schlechten" aussortiert.

  • Hey Paladin,


    nun, ich würde mich nicht als schlechten Trainer bezeichnen, aber ich rangiere definitiv nicht in der ersten Liga. Wir sollten vielleicht besser nicht nur in gut und schlecht unterteilen, sondern die Graustufen beachten. Wenn ich so überlege, was Top-Trainer alles gelernt haben (bis hin zum Sportdiplom) und geleistet haben (z.B. auf internationalem Niveau Erfolge holen)... Geben wir denen mal eine 10.


    Dann so richtig schlechte Trainer, die keine Ausbildung haben und nur aus dem Bauch heraus unterrichten und dabei auch trainingswissenschaftlich viel falsch machen (das ist objektiv bewertbar). Geben wir denen mal eine 1.


    Gemessen jetzt alles daran, ob sie jemanden im Wettkampfbereich auf hohes Niveau bringen könnten. Der Maßstab ist natürlich der Knackpunkt, man könnte das auch ganz anders bewerten. Hm, erstmal ein Trainer-Kompetenzraster machen ;-)


    LG,
    Bundus


    Edit: Es ist mir klar, dass das, was ich hier schreibe, nur einen Teilaspekt von deinen Überlegungen anspricht (nämlich die "Trainerfrage")

    Humor ist der Regenschirm der Weisen. (Erich Kästner)


  • Aus meiner Sicht gibt es keine schlechten Trainer.

    Als das halte ich für grundfalsch. In jedem Metier gibt es gute und schlechte Vertreter. Nur hängt gut und schlecht teilweise auch vom Ziel ab. Nehmen wir mal Vagabunds Beispiel.Für den Wettkampf war der Trainer wohl ungeeignet, da nachdem Vagabund mit anderen Methoden deutlich erfolgreicher war. Ist der ein schlechter Trainer? Keine Ahnung, vielleicht war der aj ein Formen-As und hätte jemanden zum Erfolg in dem Bereich führen können.


    Anderes Beispiel. Ich verfolge ie NFL und mein Team sind die Steelers. Die haben ihre ersten 40 Jahre im Keller der Liga verbracht. Dann kam Chuck Noll und innerhalb sehr weniger Jahre (ca. 5) das Team zur abslot dominanten Macht der 70er umgebaut. Trainer können riesigen Einfluss haben.

  • Als das halte ich für grundfalsch. In jedem Metier gibt es gute und schlechte Vertreter. Nur hängt gut und schlecht teilweise auch vom Ziel ab. Nehmen wir mal Vagabunds Beispiel.Für den Wettkampf war der Trainer wohl ungeeignet, da nachdem Vagabund mit anderen Methoden deutlich erfolgreicher war. Ist der ein schlechter Trainer? Keine Ahnung, vielleicht war der aj ein Formen-As und hätte jemanden zum Erfolg in dem Bereich führen können.
    Anderes Beispiel. Ich verfolge ie NFL und mein Team sind die Steelers. Die haben ihre ersten 40 Jahre im Keller der Liga verbracht. Dann kam Chuck Noll und innerhalb sehr weniger Jahre (ca. 5) das Team zur abslot dominanten Macht der 70er umgebaut. Trainer können riesigen Einfluss haben.


    Tyrdal, so sehe ich es auch. Mein Trainer war zwar auch im Formen-Bereich nicht besonders gut, aber man könnte sicher eine Kategorie finden, in der er gut war.


    Das meinte ich mit "Kompetenzraster". Ein Trainer, der Spitzensportler zu Erfolgen bringen kann, ist für einen Breitensportverein vielleicht völlig ungeeignet. Aber wenn man sich auf ein Ziel geeinigt hat, kann man m. E. schon sagen, dass der eine oder andere Trainer besser geeignet ist als ein anderer.


    Paladin, natürlich kann man nicht (oder zumindest in den meisten Fällen nicht) sagen, dass ein Trainer insgesamt einfach nur das Prädikat "schlecht" oder "gut" verdient hat. Nehmen wir Jürgen Klinsmann. Für die WM 2006 hat er sicher gutes (oder sogar sehr gutes) geleistet. Danach hat er beim FC Bayern aber keine guten Ergebnisse hervorgebracht. Da kann man nun nicht sagen, dass er schlecht oder gut ist, das wäre zu undifferenziert. Dennoch ist er garantiert immer noch besser als der Trainer eines Feld-Wald-und-Wiesen-Vereins, oder?

    Humor ist der Regenschirm der Weisen. (Erich Kästner)

  • Hallo Paladin,


    ich vermute, ich habe meinen Hinweis, etwas in meinem langen Text versteckt.
    Worauf beziehst Du Deine Aussage: Wie wird man richtig gut?
    a) Auf sportliche Erfolge?
    b) Wie komme ich in der Gürtel-Hierarchie weiter?
    c) Oder wie lange und mit welcher Ausdauer bleibe ich meinem Sport treu?


    Um meine These deutlicher vorzustellen, möchte ich drei Beispiele aufführen.


    a) Seo Yoon-Nam, ein bekannter Taekwondo-Meister, mit dem 9. Dan, WTF unterrichtete in München in seinem Dojang ein Taekwondo das mehr auf die Gesundheit ausgerichtet ist. Der Erfolg auf der Wettkampf-Bühne war da Nebensache.
    www.seo-yoon-nam.de/


    b) Auch Meister Ko Eui Min, 9. Dan, Taekwondo unterrichtet in München. Sein Ziel ist ein anderes Taekwondo, ausgerichtet auf Wettkampf-Erfolg.
    www.masterko.de/


    c) Viele Spitzensportler im Taekwondo finden ihre Heimat in der Sportförderung der Bundeswehr.
    Optimale Trainingsbedingungen, keine Sorgen um finanzielle Absicherung während des Trainings,
    Spitzentrainer bei der Bundeswehr oder im Heimatverein und da ist der Sport die Hauptsache.
    www.bwsportmag.de/


    Bei der Bundespolizei wird auch der Spitzensport gefördert aber soweit ich erkennen konnten, im Kampfsport nur Judo.



    Wenn ich jetzt Deine Frage beantworten möchte, wie wird man richtig gut?
    Im Wettkampf-Taekwondo, dann ist für einen erfolgreichen Taekwondo-in, der Weg in die Sportförderung der Bundeswehr eine Möglichkeit richtig gut zu werden, viele Trainer, das Augenmerk nur auf das Training,
    Lehrgänge der Bundeswehr können dem " Spielbetrieb des Taekwondo " angepaßt werden.


    Das war ein Versuch, meine Gedanken zu : Wie wird man richtig gut? Auf einen Wettkampf-Taekwondo-in abzustimmen.
    Für einen älteren Sportler, der auch an seine Gesundheit denken will, neben dem Beruf und neben der Familie ,
    wäre der Weg von Seo Yoon-Nam vielleicht der besser Weg um in seinem Sport richtig gut zu werden.


    Mit einem Lächeln...
     :)


    PS: Ein Foto vom Magazin der Bundeswehr eingefügt.

  • Hilfreich!

    @Tyrdal und Vagabund...


    Ich wiederhole mich: Es gibt aus meiner Sicht keine "guten" oder "schlechten" Trainer, weil - wie ihr schon richtig erwähnt - es keinerlei Referenzen für "gut" oder "schlecht" gibt. Daher ist alles sehr individuell zu sehen, genau das beinhaltet meine These.


    Also lässt sich die Frage, was eigentlich "gut" ist, nur individuell beantworten. So kann für den Einen "gut" sein, dass er die Prüfungen bis zum grünen, braunen oder schwarzen Gürtel geschafft hat, für einen Zweiten, wenn er sich in Wettkämpfe qualifiziert, wie z. B. auf Bezirks- oder Landesebene, für einen Dritten, wenn er akrobatische Kicks umsetzen kann, für einen Vierten, wenn er sich in einem Straßenkampf (Schlägerei) bereits mehrere Male erfolgreich zur Wehr gesetzt hat und für einen fünften, wenn er seinen Körper sichtbar für alle durch das Training in einen attraktiven Zustand versetzt hat. Manche bezeichnen sich auch als "gut", wenn sie nach einigen Jahren Trainings immer noch Lust und Hunger auf mehr haben und somit den Spaß nicht verlieren. Wenige verbinden einzelne der o. g. Zielsetzungen miteinander. Eine anerkannte Definition, wie man eigentlich ist, wenn man "gut" ist, gibt es nicht. Hier zählt der eigene Maßstab, mit der Sicht auf sich selbst, dem eigenen Wohlbefinden und den Rückmeldungen aus seinem Umfeld bzw. der Öffentlichkeit.


    Faktisch ist daher zur Beantwortung der Frage der eigene Ego eine unumgängliche Größe. Gerade jüngere Sportler suchen nach Ruhm und Anerkennung. Sie möchten ihre erworbenen Fähigkeiten und ihr Können nicht für sich behalten, sondern einem großen Publikum präsentieren. Internet-Plattformen, wie YouTube, Clipfisch, Twitter und Facebook eröffnen damit eine weitere Dimension des "gut" seins: Es geht nicht nur um die eigenen Fähigkeiten, sondern auch um deren gewinnbringende Vermarktung. Das jeweilige Können soll berühmt werden, letztlich ist es ein Traum vieler, berühmt zu werden, der häufig noch vor dem Wunsch steht, "gut" zu sein.


    Philosophisch gesehen kann allerdings immer nur der Weg das Ziel sein. Letztlich ist z. B. nach dem Wettkampf wieder vor dem Wettkampf, nach der Prüfung zum Schwarzgut wieder vor der Prüfung zum nächsten DAN-Grad und nach dem Training wieder vor dem Training. Und sowieso: Nach dem letzten Video, welches online gesetzt wurde, ist vor dem nächsten Video, dass online gesetzt werden muss, um das Interesse an seine Person aufrecht zu erhalten. So gesehen könnte eine weitere Antwort auf die Frage, wie man ist, wenn man "gut" ist, auch die sein, dass man über eine sehr lange Zeit sein antrainiertes Nivieau kontinuierlich halten und evtl. sogar noch steigern konnte. Aber auch hier könnte man sofort wieder ansetzen und sich über die Qualität des Wortes "Niveau" auseinanderzusetzen.


    Letztlich wird kein Trainer dieser Welt als Trainer für Spitzensportler ausgebildet. Bedeutet: Derartige Trainer sind nicht "gute" oder "bessere" Trainer als andere, sondern sind im Rahmen ihrer Qualifikation im Spitzensport angekommen. Berechtigte Frage hier ist - wenn man denn nicht nur auf das Endprodukt "Spitzensportler" schaut - ob der Trainer zuvor, welcher dem Sportler erst den Weg zum Spitzensportler ermöglichte, nicht ein ebenso "guter" Trainer war? Haben eigentlich alle Spitzensportler zuvor ausschließlich "gute" Trainer gehabt...? wird man nun fragen müssen und wieder der Blick hier... was war denn hier nun das "Gute" im Trainer, was evtl. anderen Trainern gefehlt hat... wenn es das gibt.


    Alles fragen, die man evtl. mit einem sehr, sehr groben Raster beantworten kann, sicherlich aber nicht mit einem "genauen hinschauen".

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    Begründung: Hallo, mit diesen Deinen Vorstellungen, komme ich gut zurecht. Darauf war auch mein letzter Beitrag ausgerichtet.

  • @Tyrdal und Vagabund...


    Ich wiederhole mich: Es gibt aus meiner Sicht keine "guten" oder "schlechten" Trainer, weil - wie ihr schon richtig erwähnt - es keinerlei Referenzen für "gut" oder "schlecht" gibt. Daher ist alles sehr individuell zu sehen, genau das beinhaltet meine These.


    Also lässt sich die Frage, was eigentlich "gut" ist, nur individuell beantworten. [...]


    Soweit ok! Man kann also Trainer bewerten, man muss nur einen Maßstab bzw. Kriterien, oder - wie du es nennst - eine Referenz festlegen und diese Referenzen sind subjektiv bzw. in deine Sprache übersetzt individuell.


    Vergleich mit der Bewertung der ökologischen Vorteilhaftigkeit von Produkten:


    Produkt A gegen Produkt B (z.B. Glasflasche gegen Plastikflasche). Welches ist ökologischer? Dasjenige, das den geringsten Beitrag zum Klimawandel hat? Oder dasjenige, das die geringste Fläche verbraucht? Oder dasjenige, das am wenigsten zur Überdüngung beiträgt? Dies sind drei Beispiele für sog. "Umweltwirkungskategorien", auf das (edit: die) sich die Wissenschaft weitestgehend geeinigt hat.


    Bewertungen dieser Art sind immer subjektiv, man kann schließlich auch verschiedene Kategorien unterschiedlich wichten (auch eine Gleichgewichtung ist eine Wichtung!). Abgesehen davon, dass man auch andere Kategorien finden könnte, aber mit der Zeit kristallisierte sich heraus, was sinnvoll ist. (Das hat im Fall der sog. Ökobilanzierung etwa 20 Jahre (und wahrscheinlich hunderte wissenschaftliche papers) gedauert. Sog. Single-score Bewertungen haben sich mehr oder weniger als nicht hilfreich herausgestellt, bis auf wenige Ausnahmen.


    Genauso könnte man "Trainerbewertungskategorien" erstellen. Und dann könnte man jeden Trainer der Welt mit jedem anderen Trainer der Welt vergleichen. Da kämen sicher einige dabei heraus, die in allen Kategorien schlecht abschneiden und die würde ich dann insgesamt als "schlechte Trainer" bezeichnen. Immer noch philosophisch gesehen subjektiv (individuell), aber praktikabel (wenn man so eine Bewertung denn bräuchte).


    Solche sind mir leider im Bereich Breitensport (Breitenkampfkunst) untergekommen. Hatten keine Ahnung, bildeten sich was auf ihren nachgeworfenen Schwarzgurt ein und man lernte nur Quatsch bei ihnen. Ich spreche von dem einen oder anderen TKD und HKD-Trainer. Sowas ist einfach schlecht, behaupte ich. Die hatten nur wenige Schüler, weil es im Umkreis keinen anderen Verein gab oder weil die Schüler sie erstmal nicht durchschaut haben. Schließlich hatten sie einen schwarzen Gürtel um (ergo: Meister!).

    Humor ist der Regenschirm der Weisen. (Erich Kästner)

  • @Tyrdal und Vagabund...


    Ich wiederhole mich: Es gibt aus meiner Sicht keine "guten" oder "schlechten" Trainer, weil - wie ihr schon richtig erwähnt - es keinerlei Referenzen für "gut" oder "schlecht" gibt. Daher ist alles sehr individuell zu sehen, genau das beinhaltet meine These.

    Ich ich wiederhole mich, daß es ich es ganz anders sehe :)


    Wieder mein Beispiel aus der NFL. Die Steelers haben 40 Jahre im Keller der der Liga verbracht. Dann hat der neue Trainer die Mannschaft und die Taktik umgestellt und innerhalb weniger Jahre 4 Superbowls mit dem Team gewonnen. Und gewonne Superbowls sind sehr wohl eine Referenz in der NFL.


    Wann ist ein Trainer gut? Wenn er den Trainierenden geben kann was sie brauchen. Klar kann das individuell sein. Deshalb ist nicht jeder gute Trainer auch für jeden gut. Trainer und Trainierender müssen zusammenpassen.

  • Hallo,


    jetzt habe ich alle Antworten von Euch gelesen.



    Ihr könnt mich schlagen aber ich finde, sehr weit sind Eure Ansichten nicht voneinander entfernt.
    Da möchte ich auf diesen Satz von Paladin verweisen.
    " Ich wiederhole mich: Es gibt aus meiner Sicht keine " guten oder schlechten " Trainer, weil - wie ihr schon richtig erwähnt- es keinerlei Referenzen für " gut" oder " schlecht" gibt. Daher ist alles sehr individuell zu sehen, genau das beinhaltet meine These."


    Meine These:
    unter www.masterdo.de/


    findet sich der Lebenslauf von Ko Eui Min, der Trainer der koreanischen Nationalmannschaft war.
    Da hatte er nur die besten Taekwondo-in aus Korea - ausgebildet von anderen Trainer - denen er seine Sichtweise des Wettkampfes beibringen mußte.
    Er war als Trainer sehr erfolgreich, wobei vielleicht auch angemerkt werden muß, daß öfters auch koreanische Meister die Wettkämpfer beurteilen.


    Ob er gute Taekwondo-in in seiner Taekwondo-Schule in München ausbildet?
    Damit beurteile ich ihn nicht als Trainer, denn ich habe kenne ihn auch von zwei Lehrgängen und fand seinen Unterricht gut.
    Das war aber vor sehr langer Zeit.


    Da stütze ich die These von Paladin : " gute " oder " schlechte " Trainer .. das kommt darauf an, welche Vorstellungen ich habe.
    Ich finde Seo Yoo-Nam gut mit ein Grund ist sein " Gesundheits-Taekwondo " das einfach - jetzt entsprechenden meines Alters -
    das richtige für mich ist.


    Dann stimme ich auch Tyrdal bei.




    Ich ich wiederhole mich, daß es ich es ganz anders sehe :) 
    Wann ist ein Trainer gut? Wenn er den Trainierenden geben kann was sie brauchen. Klar kann das individuell sein. Deshalb ist nicht jeder gute Trainer auch für jeden gut. Trainer und Trainierender müssen zusammenpassen.


    Wo ist da bei beiden Aussagen der große Unterschied?

  • Der Unterschied ist, daß es für mich Referenzen gibt, die einen guten (für mich persönlich) Trainer ausmachen.

  • Hi Paladin,


    dein Argument, warum man nicht von guten oder schlechten Trainern sprechen kann, ist ja, dass eine solche Bewertung auf individuellen Maßstäben beruhen würde und daher nicht allgemein gültig sein kann, richtig?


    Dann könnte man auch nicht von guten oder schlechten Schülern sprechen, oder?


    LG,
    Bundus

    Humor ist der Regenschirm der Weisen. (Erich Kästner)

  • Ich ich wiederhole mich, daß es ich es ganz anders sehe :) 
    Wieder mein Beispiel aus der NFL. Die Steelers haben 40 Jahre im Keller der der Liga verbracht. Dann hat der neue Trainer die Mannschaft und die Taktik umgestellt und innerhalb weniger Jahre 4 Superbowls mit dem Team gewonnen. Und gewonne Superbowls sind sehr wohl eine Referenz in der NFL.


    Wann ist ein Trainer gut? Wenn er den Trainierenden geben kann was sie brauchen. Klar kann das individuell sein. Deshalb ist nicht jeder gute Trainer auch für jeden gut. Trainer und Trainierender müssen zusammenpassen.

    Ich verstehe ja, was Du damit sagen willst und irgendwie kann ich dem auch folgen. Aber gerade im Fußball gibt es so viele Beispiele dafür, dass es keine "guten" oder "schlechten" Trainer gibt - allenfalls könnte man argumentieren, dass es "passende" und "unpassende" Trainer gibt. Kevin hat es noch anders ausgedrückt und den Begriff "erfolgreich" mit ins Spiel gebracht. Ist denn "erfolgreich" auch gleich gut? Auch der erfolgreichste Trainer - falls es den geben sollte - bringt nicht nur erfolgreiche Schüler hervor... nunja... wieder so ein Wort, dass man eigentlich genauer definieren sollte, denn erfolgreich kann ein Schüler schon sein, wenn er von der Straße weg kommt und regelmäjßig am Training teilnimmt. Nur das sieht bzw. misst natürlich niemand, also bleibt ein derartiger "Erfolg" ganz offensichtlich unerwähnt.


    Um bei Deiner Argumentation zu bleiben: Findest Du, dass Jürgen Klinsmann ein "schlechter" Trainer ist? Müsste er nach Deiner Theorie sein, denn bei den Bayern hat er nichts bewirkt. In den USA hingegen hat er den Fußball erst richtig entwickeln können und hat zuvor als Bundestrainer das "Sommermärchen" ausgelöst. Aber sag Du es mir: Ist Klinsmann ein schlechter Trainer?


    @Vagabund
    Ganz richtig! Allerdings muss man auch hier konsequent weiterdenken...! Selbstverständlich gibt es auch keine "guten" oder "schlechten" Kampfkünste bzw. Kampfsportarten. Man sieht: Es lohnt sich, auch mal auf die Realität so zu schauen, wie sie ist und nicht so, wie man sie gerne hätte... ;)

  • Hi Paladin,


    dass es keine guten oder schlechten KK gibt, ist unbestritten. Für den jeweiligen Zweck (z.B. SV oder Meditation) gibt es eben nur passendere oder unpassendere.


    ich stimme zu, wenn du sagst, dass man einen Trainer nicht im absoluten Sinne als "gut" oder "schlecht" bezeichnen kann. Siehe Klinsmann. Man kann sie aber vergleichen (das meinte ich mit "Graustufen") und insofern als "besser oder schlechter als..." bezeichnen. Das geht nicht bei allen Trainern, aber niemand wird bestreiten, dass ich ein schlechterer Fußballtrainer als Klinsmann bin, oder?


    Stimmt, es ist ganz gut, mal auf die Realität zu schauen ;-) In diesem Sinne: Ich kann meine KK-Trainer fast alle in eine Rangfolge stellen. Nur bei einigen würde ich sagen "X hatte hier seine Qualitäten, Y dafür hier". Und der, der ganz oben steht, ist nunmal der beste, den ich kenne. Klar, der kann auf menschlicher Ebene auch "unpassend" für einen jeweiligen Schüler sein. Damit bleibt er aber in allen anderen Bewertungskategorien dennoch gut und würde eine hohe Durchschnittsnote von einem Trainerbewerter bekommen.


    LG,
    Bundus

    Humor ist der Regenschirm der Weisen. (Erich Kästner)