Geister

  • Was spräche dagegen eine Kamera in diesem Garten, mit Blick auf die typische Erscheinungsgegend, zu installieren? Mikrofone, Wärmebild, Fotoauslöser, digitale Temperatur-/ Luftfeuchtigkeits- /Druckmessgeräte?


    Je mehr Daten, desto besser.

    ... na ja, als angehender Jurist weißt Du doch aber, was gegen die 'Installation' spricht, oder?


    und natürlich kannst Du den Garten analysieren, genauso wie die Umstände und die Historie,

    aber die 'Auswertung' ist der Knackpunkt,

    und wenn da nicht der Hase im Pfeffer liegt, dann liegt da eben der Hund begraben ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.
    (Alfred North Whitehead, Logiker und Philosoph, 1861-1947)

  • Ich bin auch nur sonst von mäßigem Verstand... :D

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.


  • Na anhand der Methodik natürlich!

    Zu erst dachte ich gerade: Wie blöde, dass ich das nicht so geschrieben habe. Dann ist mir wieder eingefallen, dass die Methode als solchen noch keinen "seriösen" Wissenschaftler ausmacht, sondern erst die wiederkehrende Ausarbeitung seiner Ergebnisse in SERIÖSEN / ANERKANNTEN Fachzeitschriften.


    Also mein Hinweis auf die Publikation hatte das unsichtbar berücksichtigt. :P

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.

  • hey smoo, ich wollte Dich nicht ärgern,

    ich glaube, die Anspielung auf den Juristen war wohl etwas zu kurz erklärt,

    ich meinte damit folgendes:

    Du musst jeden Fremden, der Deinen Garten betritt, darauf hinweisen,

    welche technischen Geräte ihn dort 'erfassen' können,

    dieser Fremde wird natürlich wissen wollen, warum das so ist,

    und puff, die Objektivität ist weg, weil der Proband sich anders verhalten wird als sonst ...


    und im vorliegenden Fall haben eben Fremde den Garten betreten und die Urahne gesehen ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.
    (Alfred North Whitehead, Logiker und Philosoph, 1861-1947)

  • Ich habe mich nicht geärgert. Mir war klar, worauf du abzieltest. Die Sache ist nur, wie soll man an verlässliche Daten kommen, wenn die einzige Möglichkeit positivistischer Vorgehensweisen verhindert werden würde.


    Daher habe ich das auch nicht vertieft. Wäre in meinem Garten die Oma unterwegs, würde ich erst die Wissenschaftler einladen und nach her ne Attraktion draus machen... Je nachdem.

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.

  • Es sind auch die adulten rational denkenden Menschen die den Kindern ein magisches Denken beibringen, um es später wieder als ad absurdum zu führen. Ein Paradoxon unserer Kultur.


    Ich glaube, wir bewerten vieles zu schnell und leichtfertig. Wir sind eine Spezies, die alles schnell in passende Schubladen stecken muss, um so in einer existenzwichtigen Ordnung leben zu können. Diese Schubladenzugehörigkeiten der Unterspezies nennt man dann Gesellschaften. In diesen Gesellschaften - soz. Oberordnungen findet das Individuum Schutz, solange es an das Schubladensystem seiner Gesellschaft glaubt und folgt. Mit anderen Worten: wir sind das Produkt unserer Gesellschaft, Kultur und Werte.

    Würden Smoo und Tyrdal Angehörige irgendwelcher indigenen Völker Asiens, Afrikas oder Amerikas sein, würde die Diskussion ganz anders verlaufen, da dort die "Geisterwelt" Bestandteil des normalen Alltags ist. Sie wären ja ganz anders erzogen worden. Dabei hat ein Einwohner Papuas sicher auch seine Schubladen. Wir sind alles nur Menschen.


    Letztendlich bleibt für mich die Frage, muss ich das letzte bisschen Magie aus meinem Dasein vertreiben? Macht es mich so viel "reicher", wenn ich auch das letzte Quäntchen erklären kann? Wobei ja letztes gar nicht der Fall ist, wir verlassen uns auf Theorien - weil wir ALLES gar nicht beweisen können. Aber wir glauben es. Glauben - da ist schon wieder das Wort.

  • Der Ansatz der gesellschaftskritischen Auseinandersetzung zeigt nur darauf wie wir uns von anderen Gesellschaften unterscheiden, wenn wir solche Phänomene betrachten.


    Aber es hilft uns nicht weiter, wenn wir die Phänomene konkret analysieren wollen.


    Darüber hinaus ist der Einwurf des Schubladendenkens etwas missglückt. Diese Fähigkeit ist notwendig, damit wir nicht zu Autisten mutieren. Das fängt an bei der Zuordnung von Mustern und Farben und hört längst nicht bei Geruch und Geschmack auf. Die Sinneseindrücke müssen korrekt zugeordnet werden, sonst laufen wir Gefahr krank zu werden. Zum Beispiel durch Fehlinterpretation und dementsprechendem Fehlverhalten.


    Wir können im Grunde genommen nicht mal davon ausgehen, dass das grün, das ich sehe, von anderen ähnlich grün empfunden wird. Möglicherweise sehen andere es blau... Braunäugige Menschen erfahren eine andere Eintrübung der Umgebung als Blauäugige. Frauen erkennen besser Rottöne, Männer hingegen besser die Blautöne. Alles hat seine Vor und Nachteile.


    Es hat gewiss keinen Nachteil, wenn man ein Phänomen korrekt zuordnet.

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.

  • Es hat gewiss keinen Nachteil, wenn man ein Phänomen korrekt zuordnet.

    ... oh doch,

    der Nachteil besteht darin, dass man zu wissen meint, was unter 'korrekt' zu verstehen ist ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.
    (Alfred North Whitehead, Logiker und Philosoph, 1861-1947)

  • Es gibt die etablierten Wissenschaften, die uns dabei geholfen haben Phänomene wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Wetterverhältnisse, Elektrizität, Energieumwandlung und Speicherung... zu verstehen und sogar Vorhersagbar tatsächlich nutzbar zu machen.


    Kann ein weiteres Phänomen sinnvoller Weise hier ergänzt werden, kann das einen Vorteil bieten um weitere Fortschritte zu ermöglichen. Möglicherweise hülfe es dabei alte Problemfälle endlich abzuschließen und für die Zukunft ähnliche Probleme zu vermeiden, was wirtschaftlich betrachtet bestimmt keinen Nachteil böte.


    Unter einer korrekten Zuordnung verstehe ich eine Zurordnung, die unter nachvollziehbaren und methodischen Umständen statt gefunden hat.


    Einen Restzweifel wird es immer geben, da is' doch der Glaube auch gut aufgehoben. Ist doch ein schöner Kompromiss.

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.

  • Daher habe ich das auch nicht vertieft. Wäre in meinem Garten die Oma unterwegs, würde ich erst die Wissenschaftler einladen und nach her ne Attraktion draus machen... Je nachdem.



    Das fällt mir nichts mehr zu ein, das ist einfach.. stil und geschmacklos. Verwandte als "Attraktion".:thumbdown::thumbdown:

  • Du hast schon gelesen, dass da steht : "Je nachdem"


    Evidente Ironie... einfordern aber nicht gelten lassen.


    *seufz*

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.

  • Das ist eine Bewertung.


    Dieser Satz ist falsch.


    Alle Sätze in diesem Posting sind wahr.

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.

  • Unter einer korrekten Zuordnung verstehe ich eine Zurordnung, die unter nachvollziehbaren und methodischen Umständen statt gefunden hat.

    ... na, mit dieser Erklärung kann man ja sogar innerhalb eines inkorrekten Systems korrekt sein ...


    aber ich glaube, wir entfernen uns vom Thema,

    eigentlich ging es doch darum, dass es Dinge gibt, die sich unseren Erklärungsversuchen erfolgreich entziehen.

    Suche das Einfache und misstraue ihm.
    (Alfred North Whitehead, Logiker und Philosoph, 1861-1947)

  • Öch nö, der lahme Trick mit der Aussagenkopplung zur Erzielung eines Paradoxons....Ich nehme jetzt jeden Satz als unikum in Unabhängigkeit vom anderem und schon stimmt die Aussage. Durch den vergrößerten Zeilenabstand wird dieser Zustand der inhaltlichen Unabhängigkeit ja betont. Sinnloser oder voller wird es dadurch übrigens auch nicht...

  • Und jetzt der Erkenntnisgewinn:


    Wir berücksichtigen:

    Sinnloser oder voller wird es dadurch übrigens auch nicht...

    Danach:

    ( Gut, ich sag mal die wahrheit. Jeder der herkommt bekommt von mir erstmal ein altes Photo gezeigt, "Guckt mal Urgroßmutter" aber immer ......)

    Und zum Abschluss:

    Das fällt mir nichts mehr zu ein, das ist einfach.. stil und geschmacklos. Verwandte als "Attraktion".

    Dann lachen wir gemeinsam und stellen fest.


    quod erat demonstrandum


    :D


    640?cb=20130608013225


    P.S.: Sollte Pharao tatsächlich ein Troll sein, ich würde ihn in Ausbildung nehmen. :D

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.

  • Hüstel......Aus dem Kontext reissen zur Untermauerung der eigenen Position...Ne, ne mein Bester, so nicht. Da mußte schon mit was Besserem kommen. ( Wir sind hier nicht vor Gericht ) :P:P

    Pharaöhnchen... Nun ja....

  • Ähm ja, es interessiert sich jeder nur für das Geld und ja der Fortschritt ist immer sinnvoll....Nein, so geht es eben nicht.

  • Da diese Diskussion öffentlich geführt wird, werde ich versuchen mal echte Profis heranzuholen.

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."

    - George Santayana, Philosoph und Schriftsteller.