Ehrenkodex für Kampfsport-Ausbilder gibt es das?

  • Hallo,


    vor einigen Stunden habe ich mich mit einem Bekannten unterhalten, dessen Freundin auch auf mein Anraten hin, eine Kampfsport-Art lernt und gute Erfolge hat.

    Zuerst waren alle begeistert, mein Bekannter, seine Freundin ...


    Dann hat ein höherer Dan-Grad auf einigen Lehrgängen, die wirklich hübsche Freundin meines Bekannten angemacht und zwar erfolgreich.

    Jetzt macht sie noch immer Kampfsport und etwas anderes mit dem Ausbilder ( schwarzen Gürtel höherer Grad )und trennt sich von meinem Bekannten.

    Dem Ausbilder war aber auch bekannt, aus gemeinsamen abendlichen Veranstaltungen des Verbandes, daß sie einen festen Freund und ein Kind von meinem Bekannten hat.

    Jetzt steht die Trennung an und ich leide wirklich , da mir die Tochter meines Bekannten sehr leid tut. Die jetzt zwischen Mutter und Vater steht und völlig hilflos ist.


    Achtet Ihr als Ausbilder oder Sensei darauf, nur die Kampfsport-Art den weiblichen Teilnehmern zu vermitteln? Oder ist ein " kleines Abenteuer auch möglich "?

    In meinem Kampfsport-Lebenslauf habe etwas ähnliches in einem Kampfsport-Verein erlebt und danach war alles anders.

    Viele Mitglieder haben gekündigt, ältere Schüler waren damit nicht einverstanden und danach haben beide ,männlicher Trainingspartner und seine " neue Freundin " den Verein verlassen.



    Es ist nicht immer einfach. Aber an bestimmte Regeln halte ich mich immer.

    Eine davon, lass die Finger von den Frauen anderer Männer .

    Sei zu allen Frauen und Mädchen freundlich aber beim Sparring macht das keinen Sinn.

    Kontrolliere nach Trainingsende die Duschräume der Mädchen und Frauen nicht, sondern lass das eine Frau machen.


    Wie verhaltet Ihr Euch?

    ?(

  • Techtelmechtel zwischen Schüler und Lehrer gehen überhaupt nicht.

    Auf der eine Seite beeinflußt es das Lehrverhalten, auf der andern Seite die obkejtive Einschätzung des Lehrlings.


    Lasse die Finger von den Frauen andere Männer. Wenn es Freunde sind, definitiv, so etwas geht nicht. Danach ist es aber ein komplexeres Feld. Ist z.B. die Frau mit ihrem "Schatz" ( in der Realität ein Stinkstiefel ) unglücklich und kommt mit mir besser aus, na warum denn nicht ? Eine Beziehung beruht auf Gegenseitig wie jeder Vertrag. Wenn eine Seite kündigt ist halt Schluß.

    Aussnahme Freunde . Man fischt nicht in des Bruders Revier. Basta.

  • Techtelmechtel zwischen Schüler und Lehrer gehen überhaupt nicht.

    Auf der eine Seite beeinflußt es das Lehrverhalten, auf der andern Seite die obkejtive Einschätzung des Lehrlings.


    Lasse die Finger von den Frauen andere Männer. Wenn es Freunde sind, definitiv, so etwas geht nicht. Danach ist es aber ein komplexeres Feld. Ist z.B. die Frau mit ihrem "Schatz" ( in der Realität ein Stinkstiefel ) unglücklich und kommt mit mir besser aus, na warum denn nicht ? Eine Beziehung beruht auf Gegenseitig wie jeder Vertrag. Wenn eine Seite kündigt ist halt Schluß.

    Aussnahme Freunde . Man fischt nicht in des Bruders Revier. Basta.

    DA sind einige Sachen dabei, wo ich dir zu 100% Recht gebe, aber bei anderen Sachen Widersprechen muss.


    "Techtelmechtel zwischen Schüler und Lehrer gehen überhaupt nicht."

    Sehe ich anders, denn wo die Liebe hinfällt, Gefühle aufkommen, kann man sich nicht verweheren. Nur sollte mna ab Eintritt Dojo eine klare Linie ziehen.


    "Lasse die Finger von den Frauen andere Männer."

    Da sind wir zu 100% auf einer Linie.

  • Einer meiner Lehrer hat eine seiner Schülerinnen geheiratet, wenn ich mich nicht ganz täusche.

    Vor 25 Jahren.

    Ich kenne keine Ehe, die so widerlich gut läuft, wie diese ;)

    Und freue mich immer wieder für die beiden.


    Sprich: Wenn es passiert, passiert es halt.

    Die Leute sind erwachsen, da kann es auch dazu kommen.


    Wo will man sonst auch irgendwann die Grenze ziehen?

    Dürfen die Lehrer nicht mehr mit den Schülern befreundet sein?

    Ich bin mit den meisten meiner Lehrern auch befreundet; mit einem war ich bei der Judo-Bundesliga zum Beispiel, ich werde regelmäßig ein Stück im Auto mit nach Hause genommen.



    Das die Freundin im Startbeispiel nun eine neue Beziehung hat: Ich stimme absolut zu, daß man die Finger von Leuten zu lassen hat, die in einer Beziehung stecken.

    Egal, ob ich mit dem Partner befreundet/ bekannt bin oder ihn noch nie gesehen hab. Da bin ich altmodisch.


    Aber: Auch dazu gehören immer zwei.

    Dann nur bei einer Seite den Fehler zu suchen, geht auch nicht gut.



    Allerdings würde ich auch das nicht am schwarzen Gürtel festmachen.

    Die Bauchbinde macht einen Menschen noch immer nicht besser oder schlechter als andere Menschen, und entsprechend auch nicht fehlerfrei oder moralisch überlegen.

  • Stimme Dir da zu Syron. Ich habe mir gerade überlegt, wie es wohl bei einem Schwimm-, Turn- oder Leichtathletikkurs ist...? Warum sollte für die KK etwas anderes, als für andere Sportarten gelten? Letztlich geht es hier um die Menschen und ihre Bedürfnisse, nicht um den Sport und Edelmut.

  • Klar können sich Lehrer und Schüler ineinander verlieben. So etwas pasiert. Das ist ja auch in Ordnung Blos dann sollte sich der Schüler einen anderen Lehrer suchen.

    Anders sieht das bei normalen Freundschaften aus, die tangieren eine Sache doch nicht in der gleichen Intensität.

  • Okay: Wenn es um Lehrer und Schüler einer Schule geht, also einer Haupt-, Ober-, Realschule oder Gymnasium, würde ich dir da absolut zustimmen. Wir reden hier über Hobbys und unser Privatleben, sowie den Vergleich zu allen anderen Sportarten, in denen das gleiche passiert bzw. bereits passiert ist.

  • Es hat ja einen Grund warum ich das so sehe. Es liegt nicht daran das ich es nicht gönne, in keinster Weise. Es liegt daran das ich auf dem Standpunkt stehe als Lehrer den Schüler maximal fördern zu wollen. Dazu gehört in der KK und über haupt der ganzen Schwertwelt Härte und Strenge, ob man das bei einem Menschen den man liebt immer in angemessener Weise hinbekommt ?

    Ich schätze doch das die meisten Leutchen da eher zu nachsichtig werden.

    Damit tut man dem Schüler aber keinen Gefallen.

  • Ich finde, das man gerade den Partner richtig schleift und mehr fordert, als von anderen.

  • Partial sehe ich schon einen kleinen Unterschied zwischen den KK Arten und den anderen Sportarten.

    In den KK lernen wir Leute zu verletzen oder zu töten, das ist aus meiner Sicht eine extrem ernste Angelegenheit, die man eben nicht so leicht und flockig sehen kann wie z.B. ein Fussballspiel.

    Dizsziplinlosigkeit, Unaufmerksamkeit im Fussball, was passiert ? Man bekommt maximal eine rote Karte und wird vom Feld gestellt. ach wie schlimm.

    Disziplinlosigkeit und Unaufmerksamkeit im Iaido , man hat einfach keine Finger mehr weil die jetzt auf dem Hallenboden liegen.....und das ist noch ein harmloser Unfall.

    Daraus resultiert für mich absolute Unnachgiebigkeit in der Ausbildung am Schwert, zum Schutz des Schülers.

    Genau da sehe ich aber wie im oben angesprochen Fall Probleme am Horizont.

  • Da muss ich dich etwas korigiieren: In den meisten KKs lernt man, sich im sportlichen Vergleich zu üben. Verletzen oder Töten ist da einfach nicht vorhanden. Weiterhin finde ich, dass du den Leuten, die eine Beziehung miteinander pflegen, einfach etwas unterstellst, nämlich - paddelig, wie man als "verliebter" ist - einfach nur Augen für den Partner zu haben. Das trifft vielleicht Kino-Filme, die Realität aber nicht. In meinen über 40 Jahren KK in den verschiedensten Vereinen und Schulen habe ich so manchen Trainer kennengelernt, der seine Freundin/Frau als Schul- bzw. Vereinsmitglied gefunden hatte... darunter sind auch richtige KK-Größen - zumindest, was Deutschland anbelangt. Ich habe aber niemand verliebtes gesehen, der - aus seiner Verliebtheit (Unachtsamkeit) jemanden verletzte oder gar tötete. Mir ist hier auch Bundesweit nicht ein einziger dokumentierte Fall bekannt.


    Aus meiner Sicht ist das, was Du beschreibst, eine absolute Ausnahme. Habe übrigens hierzu gestern einen Ausschnitt einer Befragung des - ich glaube - USA-Verteidigungsministers gesehen. Darin wurde er gefragt, warum Mexikaner und Muslime nicht einreisen dürfen. Darauf antwortete er sinngemäß "...wegen der Dinge, die sie uns antun könnten..."... daraufhin kam die Frage: "Ja, ist denn schon etwas passiert, was wir nicht mitbekommen haben?"... daraufhin die Antwort: "Nein, aber es wird passieren..." Woraufhin der Fragestelle völlig irritiert war - ich such mal den Passus.


    Was ich damit sagen will: Sich nach den absoluten Ausnahmen zu richten, bzw. nach dem, was hätte, sein können, glaube ich, ist kein guter Rat.

  • Ich formuliere es mal so. Die Schwertkunst, das ist nun mal meine KK ist sehr alt. Es ist schon immer so gewesen und wird auch seinen Grund haben, denn für überflüssigen Kram oder Nonsens war eben kein Raum und ist bis heute keiner.

    Es gibt keine Dokumentierten Fälle : klar so etwas wird jemand dokumentieren, das bekommt dem Schulenruf ja so gut....Ich sage nur soviel, ich durfrte wegen solchem Mist schon aufwischen. Schwerter sind halt scharf, wer nicht aufpasst, Pech gehabt.

    Solche Fälle werden hübsch unter das Tatami gekekehrt.


    Ich widerspreche wehement gegen die Aussage das man in irgendeiner KK nicht zumindest das Verletzen eines Gegners lernt.

    Man zieht nicht voll durch, das war es auch. Würde man egal ob Judo, Karata oder Kenjutusu durchziehen, das gäbe lethale Fälle bis kein Arzt mehr notwendig ist.

    Zu behaupten es ist nur Sport weil man eben nicht durchzieht, ist aus meiner Sicht ein Verkennen der Faktenlage, en Verharmlosen, ein Schönreden.

    Warum heißt es denn KK ?
    Weil es eben ein KAMPF-Sport ist, kein Ballet, Schwimmen oder Fussball wo man wirklich nur miteinader und gegeneinander wettkämpft.

    Wenn ein Körperkuschler wirklcih mal z,b einen Hebel, Tritt etc kräftig ansetzt, was passiert denn dann ? Gelenk kaputt, Sehne gerissen, Knochen gebrochen etc.....Das ist ja eigentlich auch der Sinn der Übung, es ist ja eben kein athletisches Kunstturnen.

    Es ist eben nicht harmlos und nur "sportlich"

    So wird es gerne dargestellt, das ist aber einfach falsch. Es wird aber gerne gemacht, da es in usnerer zartbeseiteten Gutmenschen Gesllschaft einfach ungehörig ist als klar zu sagen "Ich lerne jemanden die Knochen einzeln zu brechen oder die Gelenke auf links zu drehen " So etwas ist politisch und moralisch nicht korrekt, da schwindelt man es lieber schön.

    Selbst das angebliche so versportlichte und harmlose Kendo, gib mir einen Regenschirm und sieh zu was passiert ; Das Gegenüber wird schirmisiert eh der bis drei zählen kann. Ein netter tsuki mit der Schirmspitze, ein Men mit dem Griff und nichts rührt sich bei dem Opponenten mehr.


    KK sind nun mal Techniken um Gegener zumindest kampfunfähig zu machen und sich vom Leibe zu halten. Das geht nur in den man ihn verletzt, ausser man beherrscht diesen komischen No-Contact-Blödsinn.....


    Man verzeihe diese harten Worte, aber dieser, mit Verlaub, verlogene HLBS des "Nur-Sport" geht mir so etwas von gegen den Strich. Ich habe einfach keine Lust bei dem Illusions und Lügenreigen mitzuspielen.


    Und nein ich unterstelle nicht, daß der Übende nur Augen für seinen Partner hat. Habe ich auch nirgens geschrieben. Ich habe gesagt das die Liebe daran hindert dem Schüler die notwendige Disziplin und Aufmerksamkeit einzuhämmern. Dazu gehört Härte, wer bringt die schon dem Partner gegenüber im erforderlichen Masse auf um das Optimum herauszuholen ?

    Wieso hat man denn früher wenn man es denn konnte den Kindern scharfe Hauslehrer verpasst, sie in Kadettenanstalten gesteckt ? Weil diese Härte von einem Elter eben nicht durchhaltbar ist. Das Gleiche gilt auch für Paare, denn die Liebe weicht nun mal auf.

    Ernsthafte KK ist eben keine Ponyhof, sondern harte Arbeit, Schweiß und im Zweifel auch Tränen bevor man sich über Erreichtes freuen darf.

  • WIe gesagt, ich habe es mehrfach anders erlebt, das der Lebenspartner/in härter gefordert wurde, als alle anderen.

  • WIe gesagt, ich habe es mehrfach anders erlebt, das der Lebenspartner/in härter gefordert wurde, als alle anderen.

    Glaub ich dir, warum auch nicht. Jeder hat einen anderen Erfahrungs und Wissenhorizont. Ich hab bisher immer nur meine Variante erlebt.

  • ... na ja, wie überall:

    es kommt halt drauf an ...


    Hat jemand Ambitionen, an einem Wettkampf um deutsche oder gar internationale Meisterschaften teilzunehmen,

    dann bleibt bei dem schon ein ungutes Gefühl, wenn statt seiner der Liebling des Trainers nominiert wird,

    das ist dann wie in einer Firma, in der die Geliebte des Chefs (oder der Geliebte der Chefin, oder ...) befördert wird,

    eine solche Situation ist eigentlich weder für Firmen noch für Vereine förderlich ...


    Was ich persönlich ganz mies finde, sind die Gockel, die es grundsätzlich bei jeder Frau versuchen

    und dann hinterher sauer sind, wenn sie nicht landen können ...


    Ansonsten hat Kajihei nicht unbedingt Unrecht, was die Verletzungsgefahr angeht:

    Gerade in der Kennenlernphase verhalten sich Verliebte oft sehr irrational ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.
    (Alfred North Whitehead, Logiker und Philosoph, 1861-1947)

  • Grundsätzlich unterscheiden sich m. E. Kampfsportarten, wie Judo, Taekwondo und Karate von Kampfkünsten dadurch, dass man - wie der Name schon sagt - im Kampfsport den sportlichen Vergleich ins Auge zieht. Da ich diese Kampfsportarten selbst trainiert habe, weiß ich, dass hier keine Tötungsabsicht bzw. -prinzip gelehrt wird - zumindest in den Judo-Schulen, die ich kennenlernen durfte. Richtig ist, dass es auch im Judo Tote gibt, richtig ist aber ebenso, dass diese Toten nicht deswegen Tot sind, weil dort Todestechniken trainiert werden und jemand nicht früh genug abstoppte, sondern es handelt sich allesamt um Trainingsunfälle.


    Nicht nur in deinem Sport trainiert man mit scharfkantigen Waffen, auch in den FMA - hier sogar m. E. noch wesentlich realitätsnäher, schneller und konsequenter. Auch hier passieren Trainingsunfälle - klar. Diese sind aber dermaßen selten, dass man sie kaum als Regel für oder gegen etwas aufstellen könnte. Im Übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass ich früher auch im Leistungsturnen unterwegs war. Auch hier passieren Trainingsunfälle, ich glaube, so etwas passiert hin und wieder in jeder Sportart, mit - je nach Sportart - leichter oder schwereren Verletzungen.


    Ich finde auch, dass du in deiner Beurteilung, was KK-Techniken nunmal sind bzw. zu sein haben (Techniken... um einen Gegner zumindest kampfunfähig zu machen), völlig alleine stehst. Ich stelle fest, dass wir in Europa, Deutschland des Jahres 2017 leben. Viele trainieren KK, um fit zu bleiben, andere, um z. B. in Kämpfen Punkte zu gewinnen. Von "kampfunfähig" kann in erster Linie überhaupt keine Rede sein. Viele finden es z. B. beim Taekwondo ästhetisch, hoch zu kicken, was man z. B. im Streetfighting so gut wie nie macht... so unterscheiden sich halt die Ziele der Systeme, die Ziele eines Trainings, die Ziele eines Übenden, usw.


    Letztlich unterstellst Du es doch:

    Zitat

    Ich habe gesagt das die Liebe daran hindert dem Schüler die notwendige Disziplin und Aufmerksamkeit einzuhämmern.

    Gibt es hierfür irgendwelche Belege, Beweise, Erkenntnisse, Beobachten, etc. die mir entgangen sind? Wer sagt, dass die Liebe zwangsläufig (hast du nicht gesagt, liest sich aber so, weil du hier keine Ausweichmöglichkeit bietest) hindert, Disziplin und Aufmerksamkeit einzuhämmern? Sorry, dass sehe ich völlig anders, auch kenne ich kein einziges Beispiel, was das belegt, das du hier behauptest. Im Gegenteil: Für mich haben die Übenden (auch wenn sie noch so verliebt sind) grundsätzlich den Teil der inneren Einstellung im Training durchscheinen lassen, der ihnen ermöglicht, auch wirklich gut werden zu können, einschl. der Disziplin und Aufmerksamkeit... wir reden hier auch von Trainingseinheite, die teilweise weniger als 90 Minuten dauern.


    KK ist kein Ponyhof, gerne würde ich dich mal mit an ein Hochreck nehmen, oder einen Flick-Flack am Boden üben lassen. Turnen ist nämlich auch kein Ponyhof, ich denke, gleiches gilt für Tennis, Schwimmen, Fußball, etc. Warum du das alles ausschließlich auf die KK beziehst, habe ich nicht verstanden und ist mir persönlich auch wirklich völlig unverständlich.


    Ich glaube, wir haben a) eine völlig andere Sichtweise auf die KK, KS und SV b) eine völlig andere Philosophie von Liebe und Zusammenleben und c) ein völlig anderes Verständnis von Training, Moral, Ethik und Selbstverständnis. Daher werden wir wohl in diesem Thema nicht weiterkommen. Mir war es nur wichtig, deinen - ich nenne es mal ganz bewußt - Vorurteilen etwas aus meiner Interpretation der Trainings- und Lebensrealität entgegenzusetzen.

  • Nun, mit den anderen Sichtweisen magst du recht haben, was den Terminus "Vorurteile" angeht, den lasse ich mal aus Höflichkeit unkommentiert. Ich formuliere es lieber um ; du hast einen anderen Erfahrungshorizont..........Tellerrand.


    Was Klingenwaffen angeht und die Relitätsnähe ; Mit Verlaub ich rede auch nicht über das Körperkuscheln, davon hab ich kein Schimmer, aber was Klingenwaffen angeht, da glaube ich schon einschätzen zu können was relitätsnah ist nach fast 40 Jahren............Insofern erzählst du da einfach Unsinn. Seid über 2 Jahrzehnten mache ich einfach nichts anderes mehr als auf dem Sektor zu lernen. Das gehört dummerweise zu meinem Beruf.

    Hast du schon jemals solche "unrealistischen Sachen" anwenden müssen mit einem Knüppel oder Regenschirm ? Ich schon...daher weis ich das es eben realitätsnah ist. q.u.e.d.


    Du sagst Judo und Karate seinen nur noch Sport ; mit Verlaub, das ist eben nicht richtig. Nur weil man dem Tiger die Krallen zieht oder einige Techniken verbietet ist es trotzdem keine MIetzekatze zum Kuscheln. Ich habe übrigens nirgens gesagt , daß es nur um das Töten geht, in keiner Zeile ! Etwas weniger "freie " Interprätationen meiner Zeilen wären schön.

    Selbst mit dem was jetzt gelehrt wird kann man famose körperliche Verwüstungen anrichten, das ist ja wohl unbestritten.


    Was deine Aussage ich steh alleine da angeht, kann gut sein ? Ich gehöre zu der komischen Gattung die sagt "Ich kann nur Schnitzel machen wenn ich ein Tier töte" als nicht nur den netten Aspekt des Panierens sehen. Ich habe gegen diese Schönrederei eine Allergie. Ich gehöre auch zu den Perversen die ein Huhn schlachten wenn sie Chicken Madras futtern wolen, das Fleisch fällt halt nicht liebevoll vom Baum, genausowenig wie die KK zu Sportzwecken entwickelt wurden.

    Wenn ein großer Teil der Trainierenden in der Körperkuschlerszene sagt "ich trainiere nur um mich zu beweisen im fairem Wettkampf ohne jede ernsthafte Gewalttätigkeit", dann sind sie halt politisch korrekt haben aber eigentlich nichts verstanden worum es wirklich ursächlich geht. ( Wenn ich mir MMA Käfigkämpfe Mu Thai ansehe, dann sehe ich in dem Kontext Pinoccihos Nas die Tür durchstoßen, es geht ja nur um den reinen Sport...... )

    Übrigens in den Koryu und der Schwertszene ist solches albernes Gehabe eher verpönt, das nur so nebenbei. Wir sind uns alle bewußt was wir da im Zweifel treiben.

    Ups, das heißt ja das ich nicht alleine mit meiner Meinung bin.


    ;)
  • Ich kann nun nicht darüber urteilen, wie es in einer romatischen Beziehung wäre, die hab ich nicht.

    Aber ich stehe meinen Lehrern schon recht nah, denke ich. Die passen etwas auf mich auf, wenn man so will.

    Und von dieser Perspektive her erlebe ich eher das, was schnueffler auch erlebt hat.


    Und was ich im Zusammenhang mit meiner Behandlung versus der Behandlung von anderen sagen kann: Ich bekomme weitaus früher der Arsch bis zu den Ohren aufgerissen, als die anderen und mindestens einer macht auch kein Geheimnis daraus, daß er mehr von mir erwartet, als von den anderen.

    Ich werde leichter bestraft (muss diese Strafen auch abarbeiten) und bin schon für etwas von der Matte geflogen, wofür ein anderer ganz gemütlich bleiben durfte.

    Was ich pumpen durfte und darf geht auf keine Kuhhaut (und war und ist leider auch berechtigt; Fluchen auf der Matte und Co )


    Die Sachen sind dann allerspätestens nach dem Training aber auch wieder vergessen, auch wenn wir uns während des Trainings vielleicht gerne gegenseitig den Schädel eingeschlagen hätten.


    Auf der Matte ist der Lehrer halt der Chef, dem man sich unterzuordnen hat, nach dem Training sieht die Sache dann anders aus.

  • WIe gesagt, ich sehe halt eine Differenz zwischen einer Beziehung und einer Freundschaft. Meinen Lieblingsschüler hab ich auch durch die Nudelmaschine gedreht bis er quieckte...mit Erfolg, der ist heut teilweise besser als ich.:)