Beiträge von sabiji

    Übrigens Elite Samurai zu Ashigaru zu machen, nette Idee wirklich. Also das mit dem unter Druck setzen, ging wohl gründlich nach hinten los. Hingegen moderne Methoden wie Drill etc, die funktionierten.

    1) Wo habe ich das?


    2) Ganz im Gegenteil, es hat ja den Sieg gebracht. Verstehe die Aussage nicht. Hat übrigens auch (leider) bestens bei der Roten Armee im WK II funktioniert: vorne die Deutschen und hinten die eigenen Leute die jeden erschossen haben, die sich zurückzogen. Macht sich natürlich im Anschluss bei der Glorifizierung des Sieges schlecht. Auch in Nagashino.


    3) Drill ist relativ. Mann kann alles mögliche drillen. Ob und wie es sich im Ernstfall bewährt, steht auf einem anderen Blatt. Die britische Armee galt damals als die am besten gedrillte Armee der Welt. Doch Wellington misstraute seiner eigenen Infanterie bei Waterloo, weil weniger als die Hälfte der Soldaten tatsächlich schlachtenerfahrene Veteranen waren.


    Die Armeen der Spanier in der Befreiungskriegen waren riesig gegenüber denen der Franzosen. Die Spanier marschierten mit einem Heiden-Tamtam und Lametta auf, lösten sich meist nach einer einzigen Salve der Franzosen schon auf.

    Ach so, Ulanen trugen auch Säbel....zu den den Lanzen. Wenn also ein Husar wirklich durchkam, na holla die Waldfee, dann wurde gefochten nach alter Art.

    Jupp, das waren dann die gefürchteten dreiarmigen Ulanen!

    Übrigens Elite Samurai zu Ashigaru zu machen, nette Idee wirklich. Also das mit dem unter Druck setzen, ging wohl gründlich nach hinten los. Hingegen moderne Methoden wie Drill etc, die funktionierten.

    1) Wo habe ich das?


    2) Ganz im Gegenteil, es hat ja den Sieg gebracht. Verstehe die Aussage nicht. Hat übrigens auch (leider) bestens bei der Roten Armee im WK II funktioniert: vorne die Deutschen und hinten die eigenen Leute die jeden erschossen haben, die sich zurückzogen. Macht sich natürlich im Anschluss bei der Glorifizierung des Sieges schlecht. Auch in Nagashino.


    3) Drill ist relativ. Mann kann alles mögliche drillen. Ob und wie es sich im Ernstfall bewährt, steht auf einem anderen Blatt. Die britische Armee galt damals als die am besten gedrillte Armee der Welt. Doch Wellington misstraute seiner eigenen Infanterie bei Waterloo, weil weniger als die Hälfte der Soldaten tatsächlich schlachtenerfahrene Veteranen waren.


    Die Armeen der Spanier in der Befreiungskriegen waren riesig gegenüber denen der Franzosen. Die Spanier marschierten mit einem Heiden-Tamtam und Lametta auf, lösten sich meist nach einer einzigen Salve der Franzosen schon auf.

    Ach so, Ulanen trugen auch Säbel....zu den den Lanzen. Wenn also ein Husar wirklich durchkam, na holla die Waldfee, dann wurde gefochten nach alter Art.

    Jupp, das waren dann die gefürchteten dreiarmigen Ulanen!

    Tyrdal, da sprichst Du was wichtiges an. Nehmen wir z.B. die Britische Kavallerie während der napoleonischen Zeit. Die hatten überhaupt keine Lanzenreiter. Allerdings fanden sie die Polnischen Ulanen, welche auf Seiten Napoleons kämpften so cool, dass sie nach Waterloo bis zum 1.WK Lanzenreiter in die Kavallerie integrierten. Wenn wir also vor Waterloo die Dragoner und berittene Artillerie ausklammern, war die Primärwaffe - je nach dem - ein gerader oder gebogener Säbel. Zwar besaßen selbst Husaren Karabiner, aber der eigentliche Zweck war die schnelle Aktion gegen Linieninfanterie und Kavallerie mit der Blankwaffe.


    Ein britischer Husar wusste, wenn er an der Lanze des Ulanen vorbei kommt, war der Ulan im A...

    Dieses Prinzip wird in der Antike und Frühmittelalter nicht anders gewesen sein.


    Und um Kaji zu ärgern: welche Waffe war schlachtentscheidend 1575 bei Nagashino? Die Arkebusen der Oda/Tokugawa Allianz gegen die Reitermacht der Takeda? Ganz falsch.

    Es waren die gezogenen Schwerter der Elite-Samurai der Allianz, welche die Arkebusen-Ashigaru dazu zwangen, in Stellung zu bleiben und zu feuern. Allein die psychologische Wirkung eines massiven Kavallerie Angriffs ist verheerend. Das wusste die Allianz. Besonders der Umstand, dass die Linie eben nicht zum Einbruch kam, die enorme Wirkung kontinuierlichen Linienfeuers und sicher auch das ungünstige Gelände führte zum Sieg der Allianz.

    Die Takeda setzten voll auf ihre Kavallerie. Sie griffen von einer Waldböschung aus 200 Meter an. In dieser Entfernung waren die Arkebusen nutzlos, sie töteten die Reiter erst ab etwa 60 Yards. Aber Bogenschützen hätten die Palisadenlinien der Schützen unter Beschuss nehmen können, bis die Kavallerie angriff. Hätte, wäre, könnte...

    Hahaha, auf so etwas habe ich gewartet. Das ist fast unmöglich mit Sicherheit zu sagen. Shodai Hisamichi, Nidai Hisamichi, der leiblicher Sohn des Sandai Rai Kinmichi ist und überhaupt die Rai Kinmichi-Linie haben sehr eng zusammenarbeitet. Es gibt Klingen aus dieser Konstellation, die die Zusammenarbeit von 3 Schmieden dieser Linien ausweisen.

    Die höchste Wahrscheinlichkeit ist die, welche Kaji geschrieben hat. Ich denke dennoch, dass es "offiziell" ein Shodai ist.

    Na das ist wieder mal ein klassischer Kaji. Der Fred heißt "war das Schwert je eine Primärwaffe?" und gleich mit dem ersten Satz schränkt er auch schon ein:

    Ich behaupte mal Schwerter waren nie die Waffe der ersten Wahl, wenn es um Schlachten geht. Nun haut den Kaji-Lukas.-

    Kibon hart es schon richtig anklingen lassen. Erst mal müsste man klären, was eine Primär- und eine Sekundärwaffe ist.


    Im militärischen Sinne charakterisiert die Primärwaffe die strategische Aufgabe des Trägers oder einer komplexen Waffeneinheit (z.B. Panzer).

    Bleiben wir beim Panzer. Jedes Kind weiß, ein Panzer muss eine Kanone haben. Das ist die Primärwaffe. Sie dient zum verschießen diverser Explosivgeschosse. In der Regel besitzen Panzer noch ein MG, was dann die Sekundärbewaffnung ausmacht. Die Panzer der Pioniere besitzt keine Kanone. Die Hauptaufgabe dieses Panzer liegt im Einebnen, anlegen oder beseitigen von Hindernissen oder Bergen von Fahrzeugen. Der Dachs der BW besitz als Sekundärwaffe das MG 3. Obwohl es die einzige Schussbewaffnung des Dachs ist, bleibt das MG 3 aber Sekundärwaffe, weil es nicht die Hauptaufgabe des Dachs ist, mit diesem MG in Gefechte einzugreifen. Frühere Räumpanzer waren umfunktionierte Kampfpanzer die Kanonen besitzen, und automatisch wird diese Kanone zur Sekundärwaffe des Räumpanzers, da es nicht zur taktischen Aufgabe des Panzer gehört, damit rumzuballern.

    Das MG 3 des Dachs ist aber keinesfalls eine Standart-Sekundärwaffe. Es ist die Weiterentwicklung des im WK 2 gefürchteten MG 42 mit einer Schussfrequenz von bis zu 1500 Schuss/min. Es ist die Primärwaffe von MG-Einheiten der Infanterie. Eine Kanone genauso wie ein MG können je nach Hauptaufgabe Primär- wie auch Sekundärwaffe sein.


    Fazit: es gibt nicht DIE Sekundärwaffe oder DIE Primärwaffe.


    Genauso wenig ist deshalb das Schwert DIE Sekundärwaffe. Kriegsführung an sich funktioniert ziemlich simpel nach dem Prinzip "Stein, Schere, Papier". Als Schlachtenführer muss ich also eine möglichst effektive Strategie oder Gegenstrategie finden. Es gibt keine überlegende Waffengattung (außer vielleicht alles mit einer A-Bombe platt zu machen), überlegen wird eine Waffengattung erst, wenn sie die Vorteile ihrer Primärbewaffnung ideal einsetzen kann. Damit kann jederzeit dem Schwert die Rolle als Primärwaffe zufallen.


    Im ganz normalen "bürgerlichen" Alltag der Samurai erfüllte das Schwert damit sehr wohl die Rolle als Primärwaffe, denn er trug seine Schwerter stets am Mann, war er doch dazu seit Ieyasu verpflichtet. Auch im plötzlichen Falle eines Falls standen auch nur diese Schwerter ihm zur Verfügung. Ganz ohne Frage: Primärwaffe.


    Kommt es zu einem Krieg, kann unser Samurai plötzlich verpflichtet werden in einer Kompanie Lanzenträger zu kämpfen. Keine Frage was nun die Primärwaffe ist.


    Noch einmal: Die Primärwaffe bestimmt die Aufgabe des Trägers! Eine Waffe ist erst mal nur eine Waffe. Ich denke, es wurde gerne in der Vergangenheit diese Begrifflichkeiten "Primär- und Sekundärwaffen" aufgeschnappt und missverständlich benutzt. Leider zementieren sich dann diese Begriffe schnell. Ich erlebe das im Bogensport aktuell mit der Begrifflichkeit "instinktives Bogenschießen". Es wurde offensichtlich aus dem englischen instinctive archery übernommen, wo es so selbstverständlich im Sinne des traditionellen Bogenschießens benutzt wird. Gemeint ist das mehr oder weniger bewusste Zielen beim Bogenschießen.

    "Instinktiv" ist aber von der Bedeutung des Wortes gar nicht möglich. Instinkte sind genetisch Vorprogrammiert. Instinktiv sucht der Säugling die Mutterbrust. Bogenschießen wurde uns nicht in die Wiege gelegt. Das müssen wir mühsam lernen.

    Das Schwert war nie eine Primärwaffe.

    So dachte ich früher auch, habe aber meine Meinung nach Jahren revidiert, da diese Aussage im Kontext viel zu Allgemein ist. Das Schwert muss nicht zwingend eine Back up Waffe sein, sondern kann tatsächlich eine echte Primärwaffe darstellen. Man muss das immer Kultur- und militärhistorisch einzeln betrachten.

    Weitermachen! Bis jetzt sind wir Beide 100% Deckungsgleich - sollte ich richtig liegen.


    Tsurutas Toran-Erwähnung verstehe ich in unserem Falle gar nicht. Weder hat der Hamon was damit zu tun, noch "mein" Schmied. Zeitlich könnte sich die Klinge sogar einen Ticken später als Kanbun bewegen, so Richtung Enpo.

    Nach diesem Wochenende bräuchte ich eigentlich Urlaub.


    Das Treffen der NBTHK im Museum war vom Andrang her ein voller Erfolg mit Gästen aus u. a. Skandinavien, Groß Britannien und Italien. Nach allgemeinem bestaunen der ausgestellten Sammlung wurden 4 Schwerter vorgestellt. Auf Grund der hohen Besucheranzahl wurde auf eine Kantei verzichtet und so wurde im Vorfeld einiges zu den Klingen gesagt. Anschließend konnten 1 Rai Kunitoshi (Juyo), 1 Rai Kunitoshi (Juyo) mit Zuschreibung per Sayakaki von Herrn Tanobe auf Ryokai, 1 Rai Kunimitsu (Tokubetsu Juyo), sowie eine Unji Klinge (Juyo) näher in Augenschein genommen werden. Alle Klingen bewegten sich im Rahmen von 1280 bis etwa 1330.

    Als i-Tüpfelchen wurde dann doch noch eine Klinge zur (stillen) Kantei vorgelegt, was wahrscheinlich Kajihei zu verdanken war. Diese Klinge stellte viele vor einer echten Herausforderung. Die meisten Meinungen (von denen ich hörte) bewegten sich im Bereich Soden-Bizen. Tatsächlich war diese kurze Kräfte "Katate Uchi" Klinge ein signiertes Werk von Nobukuni - ubu noch dazu - mit dem Status Tokubetsu Juyo.


    Gegen 18:00 Uhr wurde das Treffen beendet und die Meisten treffen sich anschließend bei einem Essen. Gegen Mitternacht war ich zu Hause.


    Viele Gäste besuchten Sonntag noch einmal das Museum, während ich aber bei eisigen Temperaturen auf einen Turnier rumtrieb. Sonntag Abend besuchte mich noch einmal ein lieber Freund aus meiner Zeit bei der NBTHK und ich bekam - ich habe nicht gezählt - bestimmt nochmal 10 Klingen zu sehen. Ich denke, ich habe mich Kanteitechnisch recht wacker geschlagen. Systematisches Vorgehend hat mich immer gut in die Näher der korrekten Antwort gebracht. Um 23:00 war dann das Wochenende vorbei.