Beiträge von Inoshishi

    Ne, ne ne so klappt das doch nicht.

    Wir brauchen mindestens fünf Leute, davon gründet jeder sein eigenes System und man baut sich erstmal einen Stamm williger Schüler auf.

    Am besten mit Kindertraining in einer kleinen Gemeinde wo wenig los ist, aber mit guten Anbindung zu einer Stadt.

    Dann gründen wir einen Verband indem wir uns als Großmeister alle selber gegenseitig die Anerkennung erweisen.

    Ausserdem können wir noch verschiedene Japanische Ehrenmitglieder in unserem Verband aufnehmen. Kommt besonders gut wenn man mal ab und zu nen Seminar von denen besucht um schön Fotos zu machen.

    Dojo Funds kann man dann später noch über Crowdfunding beschaffen bei verschiedenen Charitys weil man ja was für die Kinder macht oder man startet ne Indigogo/Kickstarter Kampagne. Und den Spendenbutton auf der Webseite nicht vergessen!


    Mit genug Geld kann man sich auch ne Japanreise können und mal aufn Besuch im Kodokan, Aikikai und im Bujinkan Hombu vorbeischauen und nen paar Fotos machen.


    Alle drei Monate machen wir dann ein Freundschaftsseminar wo wir die Fotos auf Social Media hochladen können. Und nach 2-3 Jahren kann man die ersten Führungskurse für Business Leute anbieten. Und danach kommt man sicher in Die Budo News und wird zur Wasserkuppe eingeladen!

    Perath :

    Ein Skandal ist ganz sicher für Youtube.

    Das Problem ist nämlich die Paul Brüder(Logan und Jake) sind die Golden Boys momentan von Youtube.

    Mit engen Geschäftbeziehungen und eigenen YoutubeRed Serien. Sie hatten sogar ihr eigenes Segment im Youtube Rewind im Dezember und das will schon was bedeuteten wenn man da mehr als 5 Sekunden bekommt.


    Ein weiteres Problem ist auch: das Video war 24 Stunden auf der Plattform und wurde 6 Millionen mal angesehen. Es wurde sogar von irgendjemanden evaluiert und durchgelassen, obwohl Youtube dann in einer Pressemitteilung bestätigt hatte das das Video gegen die Community Guidelines verstossen hatte. Es war Logan Paul selber nach heftiger Kritik seiner MitYoutuber und anderer Medien der das Video heruntergenommen hat. Youtube hat einen Scheiß gemacht. Das ist der Skandal daran.


    Die Zielgruppe der Paul Brüder sind dabei auch noch Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren. Jedenfalls ist das die Hauptdemografik die die Paul Brüder guckt und die sind sich dessen eigentlich durchaus bewusst(schließlich verkaufen sie das teure Merch an die Kleinen)

    Und rate mal wer jetzt Bilder einer Selbstmordleiche alles gesehen haben, emotional verwirrt sind und verstört wurden...


    Vielleicht ist es jetzt aber auch ein guter Nebeneffekt das manche Eltern langsam merken das Youtube noch weniger als Fernsehen ein Erziehungsersatz ist.

    https://www.buzzfeed.com/tanya…erm=.vlN7RXL8W#.pc71Ly0vZ

    Ich habe das Video gesehen.

    Was ihm zugute zu halten ist das er keine Witze über den Toten an sich gemacht hat(er hat die Leiche aber mindestens einmal als "it" /es bezeichnet).

    Er und seine "Crew" haben eher über die Situation gelacht das sie wirklich eine Leiche gefunden haben. Für die meisten Leute aus der Gruppe schien das Erlebnis auch sehr surreal gewesen zu sein und ihre erste wirkliche Begegnung mit dem Tod. Und jeder gute Editor hätte solchen Humor der aus "Schock" entstanden ist eigentlich raus schneiden müssen ....

    Das eigentliche Ziel war ja anscheinend im "Gruselwald" zu übernachten und vielleicht ein bisschen Blair Witch Projekt zu machen. Glaube nicht das sie wirklich verstanden haben was Aokigahara wirklich bedeutet und haben es als "Gruselgeschichte" abgetan, wie das alte verlasse Haus das in jedem Dorf irgendwo an ner Ecke steht wo ein Mord mal passiert ist und wo Kinder zur Mutprobe mal einsteigen. Anders kann ich mir diese dämliche Idee in diesen Wald rein zu spazieren nicht erklären.


    Eigentlich doch, weil es gibt auch die Theorie das er ganz bewusst da rein ist um halt eine Leiche zu finden weil das halt die Views bringt. Aber ich halte ihn lieber für total Bescheuert und Nachhilfebedürftig in seinem moralischen Kompass.


    Unterm Strich glaube ich das er einfach ein junger amerikanischer Idiot ist, mit einem Empathieproblem das durch seinen Erfolg und Ruhm ausgelöst wurde und jetzt zeigt ihm die gesamte Internet und Old Media Community das dies halt wirklich nicht okay ist ... für Views über Leichen zu gehen/ bzw. eher an Leichen. Er hat ja schon verkündet das er eine Auszeit nimmt um zu reflektieren. Und ich hoffe das seine Entschuldigung aufrichtig war und das er wirklich über seine Taten und seine Zukunft nochmal ganz genau nachdenkt. Aber das kann man bei solchen Mediengestalten ja nie genau Wissen.


    Mal davon abgesehen das auch sein sonstiges Verhalten in Japan sowas von nicht okay war:


    https://kotaku.com/japan-isnt-…o-video-either-1821766445

    Verletzung der Aufsichtpflicht.

    Verletzung des Datenschutzes.

    Emotionaler Missbrauch eines Schutzbefohlenen.(wahrscheinlich nicht straf relevant, da nicht schwer genug, aber das Vertrauensverhältnis ist deutlich zerstört)


    Seit ihr sicher das ihr überhaupt Kindertraining geben dürft?

    Ist jemand dadurch physikalisch zu Schaden gekommen?

    Wie ich deinen Text entnehme anscheinend nicht. War jetzt nicht okay, aber hey, er ist jung mitten in der Pubertät und hatte Liebeskummer. Ich glaub sein Leiden war verständlich. Ich würde den Jungen halt ne förmliche Entschuldigung schreiben lassen an den Verein und die Mutter der angeschwärmten, in der er darstellt warum sein tun falsch und nicht okay war und dann bei einer Verwarnung belassen. Beim zweiten mal kann man über ernsthafte Maßnahmen nachdenken.


    Als Verein sollte man sich jedoch eher Gedanken darüber machen welche Mitschuld man an der gesamten Situation trägt indem man seine Aufsichtspflicht und Datenschutzpflicht vernachlässigt hat.

    Meister kommt von Magista was einfach Lehrer bedeutet.

    Experten eines Handwerks kommen zusammen, bildeten eine Gilde um Konflikte untereinander zu regeln, Preise und Standarts zu besprechen und die Ausbildung des Nachwuchs zu abzustimmen, so das jeder Betrieb in einer Stadt/einer Region ein Stück vom Kuchen abhaben kann und es sich keine Monopole bilden die andere aus dem Geschäft schubsen. Die Leute die Ausbilden dürfen und das von der Gilde bewilligt bekommen haben ihren Meisterbrief gemacht und dürfen sich Meister nennen.

    Kennt ihr auch so Sätze wie "Kann ich schon." oder "Haben wir doch schon mal gemacht." Von Leuten, die es nicht können. Wenn das eine Gruppe ansteckt steht man ganz schön doof dar, wenn man den Leuten klar machen muss, dass sie es einfach noch nicht richtig routiniert haben.


    Wie geht ihr denn mit sowas um?

    Um ehrlich zu sein kenne ich das nicht.

    Wobei ich sagen muss das wir bei uns die Leute im Schwertbereich allein 4 längere Partnerkata zu üben haben. Vom Iai und Bojutsu mal abgesehen übt man eigentlich die ersten 5 Jahre praktisch nur diese vier Formen im Kenjutsu bei uns. In jedem einzelnen Training.

    Um meinen Beitrag von oben aufzugreifen "Kann ich schon" kommt nicht vor weil den Leuten jedes Training in einem anderem Aspekt berichtigt werden.

    Und " Haben wir schon mal gemacht" kommt nicht vor weil bei uns von Anfang an kommuniziert wird wie der Trainingsablauf von statten geht und das man in jedem Training eigentlich immer wieder diese 4 Formen übt bzw. mit ihnen Anfängt um zu versuchen sie zu perfektionieren.

    Die Leute die solcher Wiederholungen leid sind kommen meistens nicht wieder.

    Einbischen stehe ich schon aufm Schlauch gerade. Eine Korrektur verlangt ja, dass vorher etwas falsch gelaufen ist.

    Was ist deine Definition von falsch?

    Ich glaub ich bin da ich auch eine Form von tradt. Bujutsu trainiere deutlich näher an Rene dran als an deinen MMA Training und kann ihn daher glaub ich besser verstehen.


    In meinen Üben ist es häufig so das es ein Idealbild von Techniken gibt, welches aber von den meisten Anfängern unmöglich erreicht werden kann, weil die Voraussetzungen einfach nicht da sind. Da Timing und Körperposition besonders im Waffenkampf essentiell sind und man mal gut 8 Details auf einmal korrigieren müsste und der Schüler bei Maximaler Lernkapazität grade mal zwei langfristig in einer Einheit Behalten kann. Daher muss man individuell entscheiden welche Korrekturen für den Schüler gerade wichtig sind.


    Wenn ich also das Ideal als richtig definiere, und alle Abweichungen davon als falsch, dann muss man sagen das es die meisten Menschen im Bujutsu eine lange Zeit brauchen um es richtig zu machen. Und jede Trainingseinheit einen Schritt vorwärts auf den richtigen Pfad darstellt.


    Es ist recht problematisch im Bujutsu in den Kategorien "falsch" und "richtig" zu denken. Da das Training immer als Annäherung an die Idealform verstanden wird.

    Zu sagen das eine Graduierung nichts aussagt ist zu einfach.

    Wenn wir zum Beispiel ins BJJ gucken stellen wir sehr schnell fest das dort den Gurt durchaus was über die Kampfkraft des jeweiligen Kämpfers aussagt.

    Die Graduierung hat natürlich einen stärkeren internen Aussagewert, kann jedoch auch extern extrahiert werden wenn wir einfach den Blickwinkel ändern.


    Wenn wir einen 10.Dan in Bakadô vor uns haben zum Bleistift.

    Und dieser her sich eindeutig weder effizient bewegen, noch eine sinnvolle Anwendung oder Erklärung geben kann, dann können wir anhand dieses Goldstandarts sehen das Bakadô anscheinend unter diesen Aspekten nichts zu bieten hat und dementsprechend sollten auch die Schüler keine höhere Leistung zeigen können.

    Der Buchtitel bezieht sich auf einen zentralen Lehrsatz unserer Schule Tenshin Shô-den Katori Shintô-ryû Heihô:

    heihô wa heihô nari [兵法は平法なり]


    Es handelt sich dabei auch um ein Wortspiel.

    Die Zeichen des ersten Heihô, welches auch Hyôhô gelesen werden kann, ist die Bezeichnung für Strategie/Kunst des Krieges. Gemeint ist damit ein ganzheitliches System das Ausbildungsmethoden (bujutsu/bugei), Strategische und Taktische Lehren als auch religiöse und philosophische Lehren in sich vereint.


    Das zweite Heihô wird mit den Zeichen für Kunst des Friedens geschrieben.


    Es bedeutet also soviel wie: Die Kunst des Krieges ist die Kunst des Friedens.

    Gemeint damit ist das der Sinn unseres Trainings darin liegt uns eine solche Stärke anzueignen, körperlich als auch geistig, das wir um zu Siegen nicht mehr kämpfen oder im besten Fall töten müssen und die Anwendung unserer Kampfkunst nur gestattet ist um den Frieden zu erhalten.


    Disclaimer: Ich habe das Buch selber noch nicht gelesen und ich besitze es auch noch nicht.

    Ich habe von einem alten Japaner die Obaka-ryû gelernt. Das ist eine alte Familien-ryûha, die bis er sie mir offenbart hatte total geheim war.

    Natürlich kann ich keine Dokumentation darüber vorweisen weil mit Verlaub nicht alles nieder geschrieben wurde. Mein Lehrer hatte die Ryûha in seiner Erziehung gelernt, da gilt das dann als selbstverständlich.


    Komm Kaji, jetzt mess mal nicht mit doppelten Maß.


    Und ja, ich halte die Geschichte mit den sieben Tugenden für Flausen die jeder einfach ohne nachzufragen auf seine Webseite gekleistert hat. Deswegen habe ich ja explizit nach japanischen Quellen gefragt.

    Genauso wie 9 von 10 Ju-Jutsu Vereinen auf seine Seite klatscht das Jûjutsu eine waffenlose Selbstverteidigung ist.

    Und wie jeder zweite Karate und Judo Verein die geile Symbol Story über den Reifungsprozess des Schülers und Gurtfarben drauf hat.


    Btw. guck mal was auf der Wikipedia Seite steht die du verlinkst:

    Zitat

    [...]Die insgesamt sieben Falten des im Budō üblichen Hakama – fünf vorn,
    zwei hinten – sollen angeblich mit den sieben Tugenden der Samurai
    assoziiert werden[...]

    Dies wird allerdings auch als Erfindung der Neuzeit angesehen.[2] Die Falten in Hakamas wurden vermutlich während der Edo- oder Meiji-Zeit für militärische Zwecke entwickelt und waren oft mit rechts 4, links 3 Falten versehen.[...]

    Bzw. die Aikidotexte die du hier verlinkst sind auch voller Klischees und Fehler die ich aufbröseln könnte

    Dann stelle ich mal die Frage warum es keine Hakama mit 9 Faltenabnähern gibt, sähe auch gepflegt aus.....oder ohne, gab es auch mal in der Historie.

    Dave Lowry schreibt in seinem Buch "In the Dojo", das ihm kein historischer japanischer Text bekannt ist indem die Verbindung der 7 Tugenden aus Nitobes Bushido zum Hakama erwähnt wird und das er diese Verbindung noch nie von einem seiner japanischen Koryû Sensei gehört hat.

    Und das diese Interpretation wahrscheinlich genauso eine moderne Vakuumfüllung ist wie das die bunten Gurtfarben die Kawaishi aus Frankreich ins Jûdô aufgenommen hat irgendwelche symbolkraft haben soll.


    Wenn du behauptest das habe damit zu tun dann wäre eine Textquelle dazu interessant. Und da wir Wissen das Japaner durchaus dazu neigen westliche Ideen aufzusaugen und auch zu importieren(siehe Ninjatô und Herriegels Zen in der Kunst des Bogenschießens) würde sich eine Textquelle die sich mindestens vor dem 2.Weltkrieg datieren lässt anbieten. Wenn also wirklich jeder Hakamahersteller das wegen den sieben Tugenden macht, sollte das ja irgendwann irgendwer festgelegt haben.

    Da du die Behauptung als erster hier aufgestellt hast liegt die Beweispflicht daher auch bei dir.


    Vermutlich hat es einfach damit zu tun das um den Hakama gut Falten zu können, Falten benötigt werden. Dabei sind dann 6-7 Falten ideal und minimalistisch um die gegebene Menge Stoff zu komprimieren. Dem rechten Bein werden dann 4 Falten bzw. mehr Stoff zugestanden da das rechte Bein mehr Bewegungsraum braucht da es beim Schwertziehen als erstes agiert( so wurde es Lowry erklärt). Und am Ende haben wir halt sieben Falten. Klar könnten es auch neun sein, das wäre aber wieder mehr Arbeitsaufwand für einen standartisierten Budo Hakama.

    An Inoshishis Erklärung ist was dran, nur mit der Logik bin ich nicht einverstanden. Ersten mag man in dem Moment eine Logik nicht erkennen wollen und zweitens, was dem Einen logisch erscheint, muss es für dem Anderen noch lange nicht sein. Philosophische Logik contra formale Logik.

    Vielleicht ist Logik da auch der falsche Begriff. Worauf ich hinaus will ist das Tradition die Weitergabe des Feuers ist und nicht der Asche.
    Form, Etikette, Kleidung und (Trainings)Werkzeug müssen eine Funktion erfüllen oder man darf sich nicht darüber aufregen das jemand mit der Tradition bricht.


    Warum bricht jemand mit der Tradition?

    Dafür gibt es wenn wir davon ausgehen das die Person es nicht in böser Absicht tut meiner Meinung nach zwei Möglichkeiten.


    1) Ignoranz - Es handelt sich um einen Anfänger/Frischling der in seinem Training halt das was er dort bricht noch nicht erklärt bekommen hat.

    2) Frustration - Es handelt sich um jemand Fortgeschrittenen dessen Lehrer ihm keine befriedigenden Antworten liefern konnte.


    Das hängt zum Teil auch stark mit der "westlichen" bzw. "deutschen" Kampfkunstkultur zusammen. Viele der Pioniere hatten nie eine volle Ausbildung in ihren eigenen Stil genossen. Und eine Weiterbildung in Japan wurde nur von den wenigsten angestrebt. Und danach wurden halt innerhalb Deutschlands schnell eigene Verbandsstrukturen geschaffen die zum Teil von Japan großartig unabhängig sind. Das Problem ist halt wirklich das Kampfkunst innerhalb unserer Landen oftmals als Sport verstanden wird und nicht als Handwerk wo eine Beziehung zwischen Meister und Lehrling essentiell ist.


    Bis heute ist der schwarze Gürtel für viele das Große Ziel, weil man dann ja endlich Meister ist.

    In Japan ist man damit gerade jemand der soviel verstanden hat das man jetzt mit ihm "richtig" trainieren kann und der keinen Welpenschutz mehr braucht.


    Wenn wir beim Handwerksbeispiel bleiben dann ist es halt so das in Europa zu viele Gesellen und Lehrlinge eigene Schüler ausbilden, die entweder den Kontakt zum Meister verloren haben oder diesen zu selten sehen.


    Leute die wie Drax es beschreibt sich hinter der Tradition verstecken, sind Gesellen denen ihr eigener Status durch das hinterfragen ihrer eigenen Schüler zu schmerzlich bewusst gemacht wird.