Beiträge von Inoshishi

    Wobei das natürlich eine interessante Frage ist. wie konnte das Schwert diese Symbolkraft erlangen ? Wieso nicht Spiegel Perle und Bogen ? Den Gründungsmythos lassen wir mal schön aussen vor, der wurde ja erst in der Zeit erfunden.

    Meine Persönliche Vermutung:

    Ein Messer ist ein Werkzeug das man in allen möglichen Situation benutzen kann.

    Pfeil und Bogen als auch Speere bzw Spieße sind Waffen die man häufiger zum Jagen benutzte um gegenüber dem Wild einen Klaren Distanzvorteil zu haben. Schließlich sind so ziemlich alle möglichen Tiere stärker als Menschen und mit natürlichen Waffen ausgestattet. Das machte diese Waffen natürlich auch im Krieg effektiv, aber im Alltag waren es wohl eher Jagdwaffen.

    Äxte und Hämmer haben ihren Ursprung auch eher als Alltagswerkzeuge.

    (Schußwaffen nehme ich mal aus der Betrachtung raus, da sie erst deutlich später in der Menschengeschichte erscheinen)


    Nur Schwerter ... Schwerter sind Waffen bzw. Werkzeuge die in der Intention geschaffen wurden andere Menschen zu Schneiden.

    Und während man Menschen natürlich mit allen anderen oben aufgeführten Waffen/Werkzeuge auch Menschen töten konnte denke ich das dieser Unterschied der Grund für die Symbolkraft des Schwertes ist.

    Das Schwert ist das Symbol des Herrschers, der mit dem Recht über Leben und Tod.

    Und dieses Recht wird delegiert an die ihm unterstehenden Krieger. Die mit dem Job andere Menschen zu töten.


    Oder ich schreib wie so oft nur Quatsch den ich mir ausm Hintern ziehe ;)

    Wenn man in der Heian Zeit vom Weg des Kriegers sprach, sprach man von Kyûba no Michi, dem Weg von Pferd und Bogen.

    Und wenn jemand zu dieser Zeit als "Großer Fechter" gelobt wurde klebte ihm immer der Ruf eines "lausigen Schützen" nach.

    Als die Armeen größer wurden, gab man den Fußsoldaten Naginata und Odachi in die Hand, die wirkten Wunder gegen gegen Pferde.

    Aber bald darauf entdeckte man das es viel leichter war die Leute mit Speeren zu versorgen und man mehr Leute auf weniger Platz in einer Formation unterbringen konnte als mit einer Naginata. Und als dann die Muskete kam, wurde natürlich die benutzt.


    Und während Schwerter sicher nicht die erste Waffe für den Einsatz auf dem Schlachtfeld war, waren sie jedoch immer dabei.

    Schließlich sind Schwerter nicht nur bequeme Waffen die man auch Zivil tragen kann, sondern haben in vielen Kulturen, besonders auch in Japan, eine Gewisse Symbolkraft. Die drei göttlichen Schätze des Kaiserhauses sind Spiegel, Perle und Schwert.

    Halte ich für Quatsch.

    Man muss keine asiatische Lebensweise annehmen um die Kampfkunst zu meistern(obwohl es in vielen Fällen sicher hilft. Einer meiner Senpai gehört auch der Urasenke Chanoyu(Teezeremonie) an. Er hat keine Probleme mehr mit Seiza).

    Was von Nöten ist ist ein Verständnis für die kulturellen Hintergründe.

    Ergo wenn ich eine traditionelle japanische Kampfkunst authentisch unterrichten möchte sollte klar sein das das viel besser geht wenn man Japanisch spricht und eine Ahnung hat warum man was macht.

    Genau diese Lücke ist in einigen Ryûha gerade ein Kyûsho. Du schreibst davon das man dadurch "etwas" beweglicher wird.

    Hattest du schon mal eine Haramaki oder eine Oyoroi an? Wir selber benutzen für Yoroigeiko Nachbildungen von Domaru, daher ich kann daher nicht einschätzen inwiefern Haramaki oder Oyoroi die Hüftbewegungen einschränken. Würde aber Schlussfolgern das es für Infanterie Truppen als notwendiges Risiko gesehen wurde diese Schwachstelle zu haben.

    Ne, ne ne so klappt das doch nicht.

    Wir brauchen mindestens fünf Leute, davon gründet jeder sein eigenes System und man baut sich erstmal einen Stamm williger Schüler auf.

    Am besten mit Kindertraining in einer kleinen Gemeinde wo wenig los ist, aber mit guten Anbindung zu einer Stadt.

    Dann gründen wir einen Verband indem wir uns als Großmeister alle selber gegenseitig die Anerkennung erweisen.

    Ausserdem können wir noch verschiedene Japanische Ehrenmitglieder in unserem Verband aufnehmen. Kommt besonders gut wenn man mal ab und zu nen Seminar von denen besucht um schön Fotos zu machen.

    Dojo Funds kann man dann später noch über Crowdfunding beschaffen bei verschiedenen Charitys weil man ja was für die Kinder macht oder man startet ne Indigogo/Kickstarter Kampagne. Und den Spendenbutton auf der Webseite nicht vergessen!


    Mit genug Geld kann man sich auch ne Japanreise können und mal aufn Besuch im Kodokan, Aikikai und im Bujinkan Hombu vorbeischauen und nen paar Fotos machen.


    Alle drei Monate machen wir dann ein Freundschaftsseminar wo wir die Fotos auf Social Media hochladen können. Und nach 2-3 Jahren kann man die ersten Führungskurse für Business Leute anbieten. Und danach kommt man sicher in Die Budo News und wird zur Wasserkuppe eingeladen!

    Perath :

    Ein Skandal ist ganz sicher für Youtube.

    Das Problem ist nämlich die Paul Brüder(Logan und Jake) sind die Golden Boys momentan von Youtube.

    Mit engen Geschäftbeziehungen und eigenen YoutubeRed Serien. Sie hatten sogar ihr eigenes Segment im Youtube Rewind im Dezember und das will schon was bedeuteten wenn man da mehr als 5 Sekunden bekommt.


    Ein weiteres Problem ist auch: das Video war 24 Stunden auf der Plattform und wurde 6 Millionen mal angesehen. Es wurde sogar von irgendjemanden evaluiert und durchgelassen, obwohl Youtube dann in einer Pressemitteilung bestätigt hatte das das Video gegen die Community Guidelines verstossen hatte. Es war Logan Paul selber nach heftiger Kritik seiner MitYoutuber und anderer Medien der das Video heruntergenommen hat. Youtube hat einen Scheiß gemacht. Das ist der Skandal daran.


    Die Zielgruppe der Paul Brüder sind dabei auch noch Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren. Jedenfalls ist das die Hauptdemografik die die Paul Brüder guckt und die sind sich dessen eigentlich durchaus bewusst(schließlich verkaufen sie das teure Merch an die Kleinen)

    Und rate mal wer jetzt Bilder einer Selbstmordleiche alles gesehen haben, emotional verwirrt sind und verstört wurden...


    Vielleicht ist es jetzt aber auch ein guter Nebeneffekt das manche Eltern langsam merken das Youtube noch weniger als Fernsehen ein Erziehungsersatz ist.

    https://www.buzzfeed.com/tanya…erm=.vlN7RXL8W#.pc71Ly0vZ

    Ich habe das Video gesehen.

    Was ihm zugute zu halten ist das er keine Witze über den Toten an sich gemacht hat(er hat die Leiche aber mindestens einmal als "it" /es bezeichnet).

    Er und seine "Crew" haben eher über die Situation gelacht das sie wirklich eine Leiche gefunden haben. Für die meisten Leute aus der Gruppe schien das Erlebnis auch sehr surreal gewesen zu sein und ihre erste wirkliche Begegnung mit dem Tod. Und jeder gute Editor hätte solchen Humor der aus "Schock" entstanden ist eigentlich raus schneiden müssen ....

    Das eigentliche Ziel war ja anscheinend im "Gruselwald" zu übernachten und vielleicht ein bisschen Blair Witch Projekt zu machen. Glaube nicht das sie wirklich verstanden haben was Aokigahara wirklich bedeutet und haben es als "Gruselgeschichte" abgetan, wie das alte verlasse Haus das in jedem Dorf irgendwo an ner Ecke steht wo ein Mord mal passiert ist und wo Kinder zur Mutprobe mal einsteigen. Anders kann ich mir diese dämliche Idee in diesen Wald rein zu spazieren nicht erklären.


    Eigentlich doch, weil es gibt auch die Theorie das er ganz bewusst da rein ist um halt eine Leiche zu finden weil das halt die Views bringt. Aber ich halte ihn lieber für total Bescheuert und Nachhilfebedürftig in seinem moralischen Kompass.


    Unterm Strich glaube ich das er einfach ein junger amerikanischer Idiot ist, mit einem Empathieproblem das durch seinen Erfolg und Ruhm ausgelöst wurde und jetzt zeigt ihm die gesamte Internet und Old Media Community das dies halt wirklich nicht okay ist ... für Views über Leichen zu gehen/ bzw. eher an Leichen. Er hat ja schon verkündet das er eine Auszeit nimmt um zu reflektieren. Und ich hoffe das seine Entschuldigung aufrichtig war und das er wirklich über seine Taten und seine Zukunft nochmal ganz genau nachdenkt. Aber das kann man bei solchen Mediengestalten ja nie genau Wissen.


    Mal davon abgesehen das auch sein sonstiges Verhalten in Japan sowas von nicht okay war:


    https://kotaku.com/japan-isnt-…o-video-either-1821766445

    Verletzung der Aufsichtpflicht.

    Verletzung des Datenschutzes.

    Emotionaler Missbrauch eines Schutzbefohlenen.(wahrscheinlich nicht straf relevant, da nicht schwer genug, aber das Vertrauensverhältnis ist deutlich zerstört)


    Seit ihr sicher das ihr überhaupt Kindertraining geben dürft?

    Ist jemand dadurch physikalisch zu Schaden gekommen?

    Wie ich deinen Text entnehme anscheinend nicht. War jetzt nicht okay, aber hey, er ist jung mitten in der Pubertät und hatte Liebeskummer. Ich glaub sein Leiden war verständlich. Ich würde den Jungen halt ne förmliche Entschuldigung schreiben lassen an den Verein und die Mutter der angeschwärmten, in der er darstellt warum sein tun falsch und nicht okay war und dann bei einer Verwarnung belassen. Beim zweiten mal kann man über ernsthafte Maßnahmen nachdenken.


    Als Verein sollte man sich jedoch eher Gedanken darüber machen welche Mitschuld man an der gesamten Situation trägt indem man seine Aufsichtspflicht und Datenschutzpflicht vernachlässigt hat.

    Meister kommt von Magista was einfach Lehrer bedeutet.

    Experten eines Handwerks kommen zusammen, bildeten eine Gilde um Konflikte untereinander zu regeln, Preise und Standarts zu besprechen und die Ausbildung des Nachwuchs zu abzustimmen, so das jeder Betrieb in einer Stadt/einer Region ein Stück vom Kuchen abhaben kann und es sich keine Monopole bilden die andere aus dem Geschäft schubsen. Die Leute die Ausbilden dürfen und das von der Gilde bewilligt bekommen haben ihren Meisterbrief gemacht und dürfen sich Meister nennen.

    Kennt ihr auch so Sätze wie "Kann ich schon." oder "Haben wir doch schon mal gemacht." Von Leuten, die es nicht können. Wenn das eine Gruppe ansteckt steht man ganz schön doof dar, wenn man den Leuten klar machen muss, dass sie es einfach noch nicht richtig routiniert haben.


    Wie geht ihr denn mit sowas um?

    Um ehrlich zu sein kenne ich das nicht.

    Wobei ich sagen muss das wir bei uns die Leute im Schwertbereich allein 4 längere Partnerkata zu üben haben. Vom Iai und Bojutsu mal abgesehen übt man eigentlich die ersten 5 Jahre praktisch nur diese vier Formen im Kenjutsu bei uns. In jedem einzelnen Training.

    Um meinen Beitrag von oben aufzugreifen "Kann ich schon" kommt nicht vor weil den Leuten jedes Training in einem anderem Aspekt berichtigt werden.

    Und " Haben wir schon mal gemacht" kommt nicht vor weil bei uns von Anfang an kommuniziert wird wie der Trainingsablauf von statten geht und das man in jedem Training eigentlich immer wieder diese 4 Formen übt bzw. mit ihnen Anfängt um zu versuchen sie zu perfektionieren.

    Die Leute die solcher Wiederholungen leid sind kommen meistens nicht wieder.

    Einbischen stehe ich schon aufm Schlauch gerade. Eine Korrektur verlangt ja, dass vorher etwas falsch gelaufen ist.

    Was ist deine Definition von falsch?

    Ich glaub ich bin da ich auch eine Form von tradt. Bujutsu trainiere deutlich näher an Rene dran als an deinen MMA Training und kann ihn daher glaub ich besser verstehen.


    In meinen Üben ist es häufig so das es ein Idealbild von Techniken gibt, welches aber von den meisten Anfängern unmöglich erreicht werden kann, weil die Voraussetzungen einfach nicht da sind. Da Timing und Körperposition besonders im Waffenkampf essentiell sind und man mal gut 8 Details auf einmal korrigieren müsste und der Schüler bei Maximaler Lernkapazität grade mal zwei langfristig in einer Einheit Behalten kann. Daher muss man individuell entscheiden welche Korrekturen für den Schüler gerade wichtig sind.


    Wenn ich also das Ideal als richtig definiere, und alle Abweichungen davon als falsch, dann muss man sagen das es die meisten Menschen im Bujutsu eine lange Zeit brauchen um es richtig zu machen. Und jede Trainingseinheit einen Schritt vorwärts auf den richtigen Pfad darstellt.


    Es ist recht problematisch im Bujutsu in den Kategorien "falsch" und "richtig" zu denken. Da das Training immer als Annäherung an die Idealform verstanden wird.

    Zu sagen das eine Graduierung nichts aussagt ist zu einfach.

    Wenn wir zum Beispiel ins BJJ gucken stellen wir sehr schnell fest das dort den Gurt durchaus was über die Kampfkraft des jeweiligen Kämpfers aussagt.

    Die Graduierung hat natürlich einen stärkeren internen Aussagewert, kann jedoch auch extern extrahiert werden wenn wir einfach den Blickwinkel ändern.


    Wenn wir einen 10.Dan in Bakadô vor uns haben zum Bleistift.

    Und dieser her sich eindeutig weder effizient bewegen, noch eine sinnvolle Anwendung oder Erklärung geben kann, dann können wir anhand dieses Goldstandarts sehen das Bakadô anscheinend unter diesen Aspekten nichts zu bieten hat und dementsprechend sollten auch die Schüler keine höhere Leistung zeigen können.