Beiträge von ryoma

    Der Artikel zementiert mit allerlei grenzwertigen Aussagen das Bild des alten, blassen Sammlers mit zuviel Geld und Zeit.

    Vielen Dank auch... so fördert man das Interesse bei Jungen wirklich ungemein.


    Auch wenn solche Journis locker und jovial rüberkommen und man gerne mit ihnen spricht, man weiss einfach nie, was dabei rauskommt. Ich hatte auch meine Erfahrungen damit und es nervt mich noch heute.

    Das Curriculum in Koryū kommt ja auch hier des öfteren zur Sprache und ist gerade für Laien manchmal etwas schwer zu entziffern.

    Auch in diesem Bereich versucht die Hokushin Ittō-Ryū Hyōhō möglichst offen und transparent zu sein.
    Dazu wurde die Curriculum-Seite der offiziellen Webseite entsprechend überarbeitet und ergänzt, um die einzelnen Teile des Lehrplans verständlicher darzustellen und auch "Nicht-Spezialisten" einen umfassenden Überblick zu ermöglichen.

    Bitte sehr!

    Deutsch: http://de.hokushinittoryu.com/curriculum/

    Englisch: http://uk.hokushinittoryu.com/curriculum/

    Japanisch: http://hokushinittoryu.jp/%E7%A8%BD%...0%8E%E6%B3%95/

    Am 5. + 6. Mai 2018 findet bereits das fünfte Seminar der Hokushin Ittô-ryû Hyôhô in der Schweiz statt. Somit also schon ein Jubiläums-Seminar!

    Geleitet wird das Seminar von Ôtsuka Ryûnosuke Masatomo, dem 7. Sôke der Hokushin Ittô-ryû Hyôhô.

    Eine gute Gelegenheit, eine der berühmtesten Schwertschulen der Edo-Zeit zu erleben!

    Alles weitere wie Trainingsinhalte, Anmeldekonditionen etc. kann dem Attachment entnommen werden.


    HIRH Seminar 2018_Schweiz.pdf

    Wow... Zuerst dachte ich TOPPREIS... Ja klar, Auktionsstartgebot!

    Sayagaki ist halt so ne Sache. Prinzipiell kann man einer Sayagaki trauen, wenn sie das beschreibt, was in der Saya ist (also eine Beschreibung der Klinge).

    Wem aber nun ein Schwert gehört hat, naja. Obwohl natürlich Sato Kanzan wohl kaum seine Reputation beschädigen wollte, mit falschen Zuschreibungen. Aber auch er konnte ja nur draufschreiben was er sonstwo gelesen oder gehört hatte oder der entsprechenden Überlieferung Glauben schenkte.


    Das Teil würde schon von der Sayagaki her schön zu meinem Wakizashi passen, welches auch mit einer Sayagaki von Sato versehen ist (von 1964). ;)

    Sorry, das kam wohl missverständlich rüber.

    Ich bin sehr an Diskussionen interessiert, auch und gerade wenn sie sich aus meinen Artikeln entwickeln!


    Naja, damals gings auch eher um so Sachen wie ich sei zu "befangen", wenn ich über Koryû schreibe und selbst in einer bin (was es nicht alles gibt...).

    Oder das ich meinen Artikel gleich hätte umschreiben sollen und um jede mögliche Ausnahme ergänzen können. :thumbsup:

    Interessant! Genau für diese Feststellung musste ich mich in einem anderen bekannten KK-Forum (:P) vor etwas mehr als einem Jahr heftig verteidigen...

    ...

    4. Er ist Meister des Zen oder Daoismus? Ich weiß nicht, was ein Daoismus-Meister ist. Und ich meine gehört zu haben, dass es mehr Philosophien als das Zen und den Daoismus gibt. Naja, schade für die christlichen Kampfkünstler...ihr habt Pech gehabt...

    Ganz ehrlich... hier beneide ich die HEMA-Szene.

    Die asiatischen, speziell jap., KK leiden tatsächlich unter diesem ständigen Sich-messen-lassen an irgendwelchen imaginären 101-jährigen Meister mit langem, weissen Bart und wallenden Gewändern. Es ist zum Verzweifeln.


    In den Koryû versucht man diesbezüglich viel mehr auf dem Boden zu bleiben wie mir scheint. Hauptursache ist wohl, dass sich hier wesentlich mehr Leute um die tatsächlichen kulturellen, soziologischen und auch religös-philosophischen Hintergründe bemühen.


    Aber bei den Gendai-Künsten sehe ich leider wirklich Hopfen und Malz verloren. Jeder plappert einfach seinem Lehrer nach der seinem Lehrer nachgeplappert hat und dieser wiederum etc. etc. ..... Mal etwas anderes lesen und kritisch nachfragen, ne zu mühsam: Man hat ja noch Familie und den Garten und die Kumpels ausm Fussballclub wollen auch jeden Woche in die Kneipe mit einem.

    Ich weiss: SEHR plakativ aber genau so empfinde ich es halt.


    Wenn die KK nur einfach ein Hobby ist unter vielen ist das völlig in Ordnung und Gendai-Budô hat wertvolle Inhalte. Dann sollte man aber einfach ehrlich zu sich selbst sein.


    Nicht falsch verstehen: Ich behaupte hier keineswegs, dass alle Leute in den Koryû totale Experten sind, fliessend Japanisch können und bereits ALLES zum Thema gelesen und intus haben. Nein! An anderer Stelle habe ich letztes ja auch geschrieben, dass auch in den Koryû das Mitläufertum (selbst in Japan) vorhanden ist. Der Unterschied besteht eher darin, dass man die Schüler eben ständig damit konfrontiert und auch entsprechendes Commitment einfordert. So trennt sich wohl die Spreu vom Weizen wesentlich effektiver.

    Sorry, Punkt 3 hätte weitergehen sollen...

    Und dann gab es Guntô hergestellt von den besten zeitgenössischen Schmieden überhaupt (Stichwort Yasukuni-tô).


    Langer Rede, kurzer Sinn: You get what you pay for. Wie bei allem (siehe Porsche). Gilt sogar für Schwerter.

    Ich möchte ja nicht unbedingt ein Spielverderber sein, werde aber wohl dazu gezwungen...


    1) Warum muss das Deko-Stück "schnitttauglich" sein? Mir ist jetzt auf Anhieb keine Ryûha des Karate (weder japanisch noch aus Okinawa) bekannt, in der man den Gebrauch und die Handhabung eines jap. Schwertes erlernt. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass du auch noch Iaidô oder Battôdo betreibst oder Mitglied einer klassischen Koryû bist, dann bitte entschuldige.


    2) Preislimit 600 EUR, aber die Klinge darf selbstverständlich kein Chinadödel sein. Hmmm... Was wäre denn noch OK, so rein geographisch: Thailand, Vietnam oder Indonesien? Mir ist einfach schleierhaft, was dir vorschwebt.

    Also, ganz simpel: Für 600 EUR bekommt man z.B. ein gutes Iaitô in einer hübschen Standardmontur. Natürlich Alu-Zink-Legierung, also nix mit rumschnippeln. Aber sicher ein hübscher Wallhanger (warum wollen sich eigentlich alle immer ein jap. Schwert an die Wand hängen???). Und was genau ist für einen Wallhanger relevant? Genau, die Montur. Punkt.

    Für 600 EUR bekommt man auch mittelmässige "Katana" chinesischer Provenienz. Ja, geschmiedet, ja, scharf "mit alles". Die Montierungen sind meist von schlechter Qualität, insbesondere Saya. Da die Dinger oft lange Zeit bei irgendwelchen Händler auf der ganzen Welt rumstehen und so eher selten aus der Saya gezogen werden, sind die Klingen häufig mit einem schmierigen Öl-Fett-Gemisch grosszügig "behandelt" worden. Nein, so rosten sie auch in 100 Jahren nicht... hinterlassen aber mindestens solange wunderprächtige Ablagerungen in der Saya. Eine Augenweide!

    Kann man damit schneiden? Aber klar, von Wasserflaschen über standesgemässen Bambus bis zu Cola-Dosen. Geht durch alles. Ist ja sowieso meist die einzige Qualifikation nach der gesucht wird (Stichwort: Backyard Cutters). For your reference:


    3) Du bist bereits Besitzer zweier Original-Guntô? Na dann besteht doch schon mal die Möglichkeit, dass du bereits ein sog. "Katana" zu Hause hast... Guntô ist ein sehr weites Feld und meist ist mit dem Begriff zwar ein maschinell gefertigte Klinge gemeint, aber wird auch oft lediglich für die militärische Montur verwendet, ganz egal was für ein Schwert da drinsteckt. Und oft wurden alte Katana in solche Monturen gesteckt. Aber ich möchte deine Hoffnungen nicht allzu hoch schrauben...

    Wenn du aber schon zwei Guntô besitzt, dann gehe ich einfach mal davon aus, dass du dich mit der Materie schon näher befasst hast. Oder?

    Falls ja, welche Literatur hast du beigezogen?

    Falls nein.... warum nicht???

    Mein Beitrag oben hätte eigentlich etwas ausführlicher ausfallen sollen, aber ein Termin kam dazwischen.


    Ich betrachte das natürlich alles durch die Koryû-Brille. Und hier dürfte ja bekannt sein, dass im Schnitt an die Mitglieder von authentischen Koryû höhere Anforderungen an das kulturelle Verständnis gestellt werden als z.B. an den durchschnittlichen Freizeit-Karateka oder -Kendoka (ja, Ausnahmen bestätigen die Regel).


    Aber Achtung: Das heisst noch lange nicht, dass sich das auch alle Schüler zu Herzen nehmen. In den Koryû gibt es auch genügend "Mitläufer". Und das ist auch grundsätzlich nicht schlimm. Aber das Oberhaupt einer Ryûha ist gut beraten, nur solchen Leuten den Aufstieg innerhalb der Schule zu ermöglichen, die auch das entsprechende kulturelle Wissen mitbringen bzw. gewillt sind, es sich anzueignen.

    Und dabei geht es weder um Zen-Übungen noch darum wieviele Sushi man essen kann oder ob man auch schön brav auf Futon schläft... ;)


    Damit wir uns richtig verstehen: Das Mitläufertum in Koryû ist auch gerade in Japan verbreitet.