Beiträge von ida

    Ich behaupte mal Schwerter waren nie die Waffe der ersten Wahl, wenn es um Schlachten geht. Nun haut den Kaji-Lukas.-

    ... hm, da fällt mir die Schlacht auf dem Lechfeld (955 n. Chr.) ein.

    Diese legendäre Schlacht hat Widukind von Corvey in einem Geschichtsbuch für Ottos Tochter, die Äbtissin Mathilde von Quedlinburg, aufgezeichnet.

    Kurz vor dem entscheidenden Kampf hält König Otto I. noch einmal, wie das so üblich ist, eine Anfeuerungsrede,

    der letzte Satz dieser Rede lautet:

    'Lasst uns lieber mit dem Schwerte als mit der Zunge den Streit beginnen.'

    Etwas später heißt es in diesem Bericht dann:

    'Die verwegensten der Feinde leisteten zuerst Widerstand, doch als sie sahen, dass einige von ihnen uns den Rücken kehrten, befielen sie Angst und Schrecken,

    die Unseren drangen in ihre Reihen ein und erschlugen einen nach dem anderen.'

    ... also das Wakizashi war ja von der 1. Generation Hisamichi,

    aber wenn Genroku richtig ist, könnte unsere Klinge vielleicht auch ein daisaku sein,

    da müsste man dann wohl erst mal sehen, wie das kiku - mon aussieht ...


    ich poker jetzt mal und lege mich auf die erste Generation Hisamichi fest.

    Der alte Kirschbaum, den mein Großvater gepflanzt hat, blüht wieder,

    und das Wetter ist den Immen freundlich gesonnen, deshalb summt und brummt es in der Baumkrone,

    die alte Bank nebst Tisch (hat mein Großvater noch getischlert) sind wieder aufgestellt,

    und ich habe Zeit, das alles ausgiebig zu genießen ...

    Ida, du machst mir Angst!

    ... das hatte ich keineswegs vor,

    es war nur einfach so:

    nachdem ich mit Deiner Hilfe bei der Familie Mishina gelandet bin,

    habe ich die Nachfahren des Gründers in der fraglichen Zeit halt einfach mal genauer betrachtet.

    Das Wakizashi war dabei nur ein Zufallsfund, manchmal habe ich eben mehr Glück als Verstand :)


    mein Tipp lautet also:

    Oumi-no-kami Minamoto Hisamichi




     


    Da ich wette, dass auch Kampfsportler und Kampfkünstler unfälle bauen, weil plötzlich und unerwartet jemand vor ihnen bremste, ein Tier auf die Fahrbahn läuft oder ein Kind da steht, sollten diese Begriffe einfach geläufig sein. Nur an der Auslegung hapert es noch. Wo Kampfkünstler bei Angriffen denken, sie könnten plötzliche und unerwartete Angriffe abwehren, bekommt plötzlich und unerwartet auf der Straße plötzlich eine ganz andere Bedeutung, weil dadurch, dass man es eben nicht vorherahnen kann, Unfälle passieren.

    ... ja Unfälle passieren,

    aber gerade die Unfälle im Straßenverkehr sind ein gutes Beispiel dafür,

    dass man lernen kann, sie zu vermeiden oder wenigstens abzuschwächen.

    Wennn jemand plötzlich und unerwartet vor mir bremst, kommt es zum Unfall, weil ich zu dicht aufgefahren bin oder abgelenkt war.

    Und ja:

    man kann Unfälle durchaus vorherahnen oder sogar vermeiden, wenn man seine Umgebung aufmerksam beobachtet,

    und wenn es dann trotzdem dazu kommt, kann man sich immer noch umsichtig genug verhalten, um die Folgen so gering wie möglich zu halten.


    Ja klar, es kann immer noch zu Situationen kommen, in denen ich hilflos ausgeliefert bin,

    aber der Gegenstand der SV sollte doch sein, die Zahl dieser Situationen zu minimieren,

    oder habe ich das falsch verstanden?

    ... ja, die sori ist für kanbun wohl wirklich zu tief, aber ich war mir etwas unsicher, weil unsere Klinge so 'kompakt' wirkt.


    Ansonsten habe ich im Moment etwas Probleme mit dem Bereich rund um die Spitze,

    die Oshigata zeichnet anscheinend den Verlauf der Härtelinie zumindest kurz vor der yokote nicht so richtig nach,

    und auf dem Foto kann ich die boshi auch nicht wirklich gut erkennen.

    Ich habe noch keinen Namen, den ich auf den Zettel schreiben könnte,

    deshalb erzähl ich mal ein bisschen, was ich so sehe:


    Also es ist eine recht kräftige Klinge mit einer Länge von 72 cm, Herr Tsuruta nennt sie breit und dick.

    Sie hat shinogi - zukuri, chu - kissaki und eine tori-zori von 2,3 cm, außerdem kann man funbari erkennen,

    sie dürfte also ubu sein.

    Die nakago weist sujikai - yasurime auf, das untere Ende ist iriyama.


    Die jihada ist von einer sehr klaren Textur, ich sehe koitame, das stellenweise wirkt, als ob es 'fließen' möchte,

    viel feines, gleichmäßig verteiltes nie und chikei. Im shinogi-ji kann man masame erkennen.


    Der hamon beginnt als suguha und wechselt dann fast übergangslos in ein großwelliges gunome midare,

    ich denke, das könnte eine Kyoto - yakidashi sein.

    Die yakiba reicht stellenweise fast ganz bis an die shinogi heran.

    Der hamon wirkt sehr lebendig mit viel kinsuji und sunagashi.

    Kurz vor der yokote wird die Härtelinie noch einmal gerade und läuft dann in der kissaki noch ungefähr bis zur Mitte neben der fukura her,

    bevor sie dann in eine maru-kaeri übergeht. Im Scheitel sieht sie etwas 'ausgefranst' (hakikake) aus.


    Von der Zeit her sieht das ganz nach Shinto aus, vielleicht Kanbun.



    Als nächstes würde ich mich jetzt bei den Kyoto-Schulen umsehen wollen.

    Könnte es sein, dass ich damit in eine Sackgasse gerate, oder lohnt es sich, da weiterzumachen?

    Man reiste also standesgemäß auf edlen Pferden und mit unzähligen Reisetruhen an,

    die vollgestopft waren mit allem, was gut und teuer war.

    Und nach der umständlichen, etwas steifen Begrüßungszeremonie konnte endlich das Feiern losgehen.

    Das heißt, tagsüber wurden Kampfspiele geboten, abends traf man sich dann bis in die Nacht zum Gelage,

    fahrende Sänger priesen die Taten der Helden, und Sindold, der Mundschenk, sah mit Schrecken,

    wie sich Fässer und Krüge im Keller mit unheimlicher Schnelligkeit leerten.

    Die armen Waschfrauen waren am Rande eines Nervenzusammenbruchs,

    denn ein Teil des Weines landete auch auf der kostbaren Kleidung der hohen Herrschaft:

    vil der rîchen kleider wart von wîne naz,

    dâ die schenken solden zuo den tischen gân.

    So ging das nun schon zehn Tage lang und Brünhild gab sich während dieser Zeit redlich Mühe, mit ihrer Schwägerin gut auszukommen,

    aber am elften Tag platzte ihr der Kragen, und das Unheil nahm seinen Lauf ...


        

    ... na ja, mit 'Supplementen' kann man eben ein gutes Geschäft machen,

    die Kunden sind in diesem Bereich immer noch sehr hoffnungsfroh ...