Beiträge von Vagabund

    Na ja, wenn keiner die Portart x betreibt verletzt sich auch keiner. Insofern ist so eine Fallstatistik nicht so sondelrich aussagekräftig insofern sie nicht auf die Gruppengröße heruntergebrochen wird.

    Ein weiterer Aspekt ist der, das man in den KK eine Ausbildung erhält. Das Im Fussball ? In der Form mit Kihon etc....wohl weniger, damit steigt natürlich auch das eigene Verletzeungsrisiko.

    Es werden ja die Verletzungen pro 1000 Stunden angegeben. Das ist statistisch aussagekräftig.


    Den zweiten Abschnitt verstehe ich nicht: Meinst du, dass man im Fußball keine Ausbildung erhält? Und was hat das mit Formenlaufen zu tun? Wer nur Formen läuft, wird sich natürlich auch weniger verletzen - meinst du das?

    Nun ja, TKD ins maßen und richtig ausgeführt ist sicher eine sehr gesunde Sache. Genau wie viele andere Kampfarten. Was man allerdings leider nur in sehr wenigen Vereinen sieht. Gesundes Training sieht nämlich nach nichts aus und wenn man Mitglieder anlocken will, sollte schon der eine oder andere spektakuläre Tritt dabei sein.


    Erfolge bei Wettkämpfen möchten auch fast alle haben und schon sind wir beim Leistungssport. Der wiederum nie gesund ist, egal in welcher Sportart. Im TKD sind Verletzungen wie Bänderrisse vielleicht seltener als in den Ballsportarten, aber der Verschleiß ist, so wie die meisten Vereine trainieren, bestimmt nicht zu vernachlässigen.

    Klar, wer wirklich will, wird sich durch einen mittelmäßigen Trainer nicht aufhalten lassen. Habe ich da nicht schon ein Beispiel erwähnt? :D


    Mir kommt dabei der Spruch "man kann ein Pferd zur Tränke führen, trinken muss es aber alleine" in den Sinn. Alles auf den Lehrer oder Trainer zu schieben, ist eine faule Ausrede.

    Hi Paladin,


    dass es keine guten oder schlechten KK gibt, ist unbestritten. Für den jeweiligen Zweck (z.B. SV oder Meditation) gibt es eben nur passendere oder unpassendere.


    ich stimme zu, wenn du sagst, dass man einen Trainer nicht im absoluten Sinne als "gut" oder "schlecht" bezeichnen kann. Siehe Klinsmann. Man kann sie aber vergleichen (das meinte ich mit "Graustufen") und insofern als "besser oder schlechter als..." bezeichnen. Das geht nicht bei allen Trainern, aber niemand wird bestreiten, dass ich ein schlechterer Fußballtrainer als Klinsmann bin, oder?


    Stimmt, es ist ganz gut, mal auf die Realität zu schauen ;-) In diesem Sinne: Ich kann meine KK-Trainer fast alle in eine Rangfolge stellen. Nur bei einigen würde ich sagen "X hatte hier seine Qualitäten, Y dafür hier". Und der, der ganz oben steht, ist nunmal der beste, den ich kenne. Klar, der kann auf menschlicher Ebene auch "unpassend" für einen jeweiligen Schüler sein. Damit bleibt er aber in allen anderen Bewertungskategorien dennoch gut und würde eine hohe Durchschnittsnote von einem Trainerbewerter bekommen.


    LG,
    Bundus

    Hi Paladin,


    dein Argument, warum man nicht von guten oder schlechten Trainern sprechen kann, ist ja, dass eine solche Bewertung auf individuellen Maßstäben beruhen würde und daher nicht allgemein gültig sein kann, richtig?


    Dann könnte man auch nicht von guten oder schlechten Schülern sprechen, oder?


    LG,
    Bundus

    @Tyrdal und Vagabund...


    Ich wiederhole mich: Es gibt aus meiner Sicht keine "guten" oder "schlechten" Trainer, weil - wie ihr schon richtig erwähnt - es keinerlei Referenzen für "gut" oder "schlecht" gibt. Daher ist alles sehr individuell zu sehen, genau das beinhaltet meine These.


    Also lässt sich die Frage, was eigentlich "gut" ist, nur individuell beantworten. [...]


    Soweit ok! Man kann also Trainer bewerten, man muss nur einen Maßstab bzw. Kriterien, oder - wie du es nennst - eine Referenz festlegen und diese Referenzen sind subjektiv bzw. in deine Sprache übersetzt individuell.


    Vergleich mit der Bewertung der ökologischen Vorteilhaftigkeit von Produkten:


    Produkt A gegen Produkt B (z.B. Glasflasche gegen Plastikflasche). Welches ist ökologischer? Dasjenige, das den geringsten Beitrag zum Klimawandel hat? Oder dasjenige, das die geringste Fläche verbraucht? Oder dasjenige, das am wenigsten zur Überdüngung beiträgt? Dies sind drei Beispiele für sog. "Umweltwirkungskategorien", auf das (edit: die) sich die Wissenschaft weitestgehend geeinigt hat.


    Bewertungen dieser Art sind immer subjektiv, man kann schließlich auch verschiedene Kategorien unterschiedlich wichten (auch eine Gleichgewichtung ist eine Wichtung!). Abgesehen davon, dass man auch andere Kategorien finden könnte, aber mit der Zeit kristallisierte sich heraus, was sinnvoll ist. (Das hat im Fall der sog. Ökobilanzierung etwa 20 Jahre (und wahrscheinlich hunderte wissenschaftliche papers) gedauert. Sog. Single-score Bewertungen haben sich mehr oder weniger als nicht hilfreich herausgestellt, bis auf wenige Ausnahmen.


    Genauso könnte man "Trainerbewertungskategorien" erstellen. Und dann könnte man jeden Trainer der Welt mit jedem anderen Trainer der Welt vergleichen. Da kämen sicher einige dabei heraus, die in allen Kategorien schlecht abschneiden und die würde ich dann insgesamt als "schlechte Trainer" bezeichnen. Immer noch philosophisch gesehen subjektiv (individuell), aber praktikabel (wenn man so eine Bewertung denn bräuchte).


    Solche sind mir leider im Bereich Breitensport (Breitenkampfkunst) untergekommen. Hatten keine Ahnung, bildeten sich was auf ihren nachgeworfenen Schwarzgurt ein und man lernte nur Quatsch bei ihnen. Ich spreche von dem einen oder anderen TKD und HKD-Trainer. Sowas ist einfach schlecht, behaupte ich. Die hatten nur wenige Schüler, weil es im Umkreis keinen anderen Verein gab oder weil die Schüler sie erstmal nicht durchschaut haben. Schließlich hatten sie einen schwarzen Gürtel um (ergo: Meister!).

    Als das halte ich für grundfalsch. In jedem Metier gibt es gute und schlechte Vertreter. Nur hängt gut und schlecht teilweise auch vom Ziel ab. Nehmen wir mal Vagabunds Beispiel.Für den Wettkampf war der Trainer wohl ungeeignet, da nachdem Vagabund mit anderen Methoden deutlich erfolgreicher war. Ist der ein schlechter Trainer? Keine Ahnung, vielleicht war der aj ein Formen-As und hätte jemanden zum Erfolg in dem Bereich führen können.
    Anderes Beispiel. Ich verfolge ie NFL und mein Team sind die Steelers. Die haben ihre ersten 40 Jahre im Keller der Liga verbracht. Dann kam Chuck Noll und innerhalb sehr weniger Jahre (ca. 5) das Team zur abslot dominanten Macht der 70er umgebaut. Trainer können riesigen Einfluss haben.


    Tyrdal, so sehe ich es auch. Mein Trainer war zwar auch im Formen-Bereich nicht besonders gut, aber man könnte sicher eine Kategorie finden, in der er gut war.


    Das meinte ich mit "Kompetenzraster". Ein Trainer, der Spitzensportler zu Erfolgen bringen kann, ist für einen Breitensportverein vielleicht völlig ungeeignet. Aber wenn man sich auf ein Ziel geeinigt hat, kann man m. E. schon sagen, dass der eine oder andere Trainer besser geeignet ist als ein anderer.


    Paladin, natürlich kann man nicht (oder zumindest in den meisten Fällen nicht) sagen, dass ein Trainer insgesamt einfach nur das Prädikat "schlecht" oder "gut" verdient hat. Nehmen wir Jürgen Klinsmann. Für die WM 2006 hat er sicher gutes (oder sogar sehr gutes) geleistet. Danach hat er beim FC Bayern aber keine guten Ergebnisse hervorgebracht. Da kann man nun nicht sagen, dass er schlecht oder gut ist, das wäre zu undifferenziert. Dennoch ist er garantiert immer noch besser als der Trainer eines Feld-Wald-und-Wiesen-Vereins, oder?

    Hey Paladin,


    nun, ich würde mich nicht als schlechten Trainer bezeichnen, aber ich rangiere definitiv nicht in der ersten Liga. Wir sollten vielleicht besser nicht nur in gut und schlecht unterteilen, sondern die Graustufen beachten. Wenn ich so überlege, was Top-Trainer alles gelernt haben (bis hin zum Sportdiplom) und geleistet haben (z.B. auf internationalem Niveau Erfolge holen)... Geben wir denen mal eine 10.


    Dann so richtig schlechte Trainer, die keine Ausbildung haben und nur aus dem Bauch heraus unterrichten und dabei auch trainingswissenschaftlich viel falsch machen (das ist objektiv bewertbar). Geben wir denen mal eine 1.


    Gemessen jetzt alles daran, ob sie jemanden im Wettkampfbereich auf hohes Niveau bringen könnten. Der Maßstab ist natürlich der Knackpunkt, man könnte das auch ganz anders bewerten. Hm, erstmal ein Trainer-Kompetenzraster machen ;-)


    LG,
    Bundus


    Edit: Es ist mir klar, dass das, was ich hier schreibe, nur einen Teilaspekt von deinen Überlegungen anspricht (nämlich die "Trainerfrage")

    Ich bin ein gutes Beispiel dafür, dass schlechte Trainer auch gute Schüler hervorbringen können :D


    Spaß beiseite: Ein schlechter Trainer wird wohl niemals einen Weltklasse Sportler hervorbringen, aber bis zu einem bestimmten Level hängt es vom jeweiligen Schüler ab. Als ich noch TKD gemacht habe, habe ich als Jugendlicher an lokalen Wettbewerben teilgenommen, aber nie gewonnen, weil mein Trainer keine Ahnung hatte. Dann habe ich eine C-Lizenz gemacht und wusste fortan, worum es geht. Zwei Saisons später war ich schon Vize-Landesmeister. Mein Trainer hat mitgezogen und mich unterstützt, auch wenn er weiterhin einige Ansichten vertrat, die ich lieber nicht übernahm.


    Um aber auf noch höherem Niveau zu spielen (Kampfsportarten gehören ja zu den Spielsportarten), hätte ich andere Trainer gebraucht. Mehr Training hätte nichts gebracht, da war ich zeitlich am Limit. Ich habe dann aber nach etwa 3 oder 4 Saisons wieder mit dem Leistungssport aufgehört, die Entsagungen waren mir die Sache nicht wert.


    Richtig gut werden nur Sportler, die richtig an die Grenzen gehen. 20 % Talent, 80 % Fleiß. Hast du so einen Sportler, ist der limitierende Faktor der Trainer - so würde ich es ausdrücken.


    LG,
    Bundus

    1:0 für Kaji (auch, wenn es ihm lieber andersrum wäre)


    @Kevin: Was Kaji "erwartet", hat er glasklar geschrieben. Aber du bist ja entweder nicht willens oder nicht fähig, auf klare Fragen klare Antworten zu geben. Also lass es am besten sein, denn deine Texte sind lang, dafür aber inhaltslos.


    Nach dem Motto: Entschuldigen Sie bitte den langen Text, für einen kürzeren hatte ich keine Zeit ;)

    Quelle:


    [...]
    "Wer die Mentalität der Menschen aus diesem Kulturkreis kennt, wird einfach anerkennen müssen, die sind sehr selten bereit sich auf unsere Kultur und unser Verständnis von Demokratie einzulassen." Welcher Kulturkreis? Der arabische, türkische, syrische, iranische, afghanische, indische, pakistanische, marokkansiche, algerische, somalische, eritrerische? Muslim nicht gleich ein Kulturkreis.
    Weißt du eigentlich welche Gastarbeiter wir hier zum großen Teil damals aus der Tüürkei bekommen haben?
    Das waren diejenigen, die unter dem restriktivem System der Säkkularisierung nicht leben wollten, die eine strenge Form des Islams befürworteten. Das waren oftmals auch diejenigen, die aus irgendwelchen Käffern in OStanatolien stammten wo die Demokratie noch nicht angekommen ist und auch, trotz vorhandensein in der HAuptstadt und in den dort lokalen polit. Forderungen, nicht erwünscht war weil man lieber die lokalen Dorfstrukturen beibehalten wollte.


    Gut gebrüllt, Löwe.


    Wenn ich jemanden von "der Mentalität dieser Menschen" sprechen höre, höre ich immer gleich weg.


    Es ist grober Unfug zu behaupten, dass sich "diese Menschen" (was für eine Verallgemeinerung!) nur selten auf unser Kulturgut und unser xy einlassen wollen. Arg, das tut echt weh X/

    Ich denke schon, dass das Fach Informatik den Namen verdient hat, wenn man sich anschaut, auf was es in Klasse 11 hinaus läuft. Hier ein Auszug aus dem Bildungsplan:



    Das ist allerdings für viele Schüler illusorisch, denn ich unterrichte an einer Art Gesamtschule (heißt bei uns nur anders) und einige aus meinem künftigen Kurs werden nur den Hauptschulabschluss schaffen (ob überhaupt eine(r) die Quali für die Oberstufe schafft, wage ich zu bezweifeln).


    Aber auch an einem Gym sollte man m. E. ganz viel Wert auf allgemeine Anwenderkompetenz legen. Das ist heute so viel wichtiger als zu unseren Zeiten, als noch praktisch niemand online war.


    Man kann das alles auch durchaus als Grundlage dafür ansehen, dass die Schüler in späteren Schuljahren überhaupt die Fertigkeiten haben, um sich die eigentlichen informatikspezifischen Inhalte mit einem Computer zu erarbeiten. Ohne Computer ginge es vielleicht auch, aber das wäre ja so wie Physik ohne Experimente (was auch geht, ich musste es als Schüler selbst ertragen).


    In Chemie nehmen wir auch zu anfangs die verschiedenen Geräte und die Benutzung eines Gasbrenners durch.


    Danke für den Einwand, Tyrdal, denn für mich ist das eine gute Gelegenheit, über das, was ich da mache und das Warum zu reflektieren. Das ist mir sehr wichtig und war auch der Grund, warum ich mich in meinem ersten Beruf nicht wohl gefühlt habe. (Der Sinn fehlte.)


    LG,
    Bundus


    P.S.
    Wenn man an einer FH ein Ingenieurwesen studiert, wird man in Mathe von den mir bekannten Profs übrigens mit Theorien und Beweisen komplett in Ruhe gelassen. Dennoch nennt man das Fach "Mathematik" und nicht "praktisches Rechnen" :D

    Ich kann deine Pein gut nachvollziehen. Als (ehemaliger?) Ingenieur musste ich mich auch erst einmal damit abfinden, dass z.B. der Begriff "Arbeit" immer wieder falsch verwendet wird ;( ;)


    Aber du hast natürlich vollkommen recht. Übrigens: Eine meiner damaligen Kolleginnen hatte zwar Informatik studiert, wollte aber mit "Programmieren" oder "Entwicklung" nichts zu tun haben.

    Stimmt, das wäre eine Möglichkeit, danke für die Idee! Da gibt es durchaus einige Kolleginnen, mit denen ich mir das vorstellen könnte. Daran wären dann die drei Deutschlehrerinnen der drei Parallelklassen beteiligt... Die wiederum zum gleichen Zeitpunkt dieses Thema bearbeiten müssten... Mal sehen, ob das organisatorisch geht, aber ansprechen kann man's ja mal :)

    @Kaji: Da stimme ich dir absolut zu. Das wird in verschiedenen Abstufungen wahrscheinlich in jedem Jahr wieder kommen (nennt man "Spiralcurriculum"). Außerdem gibt es immer wieder die Möglichkeit, aktuelle Nachrichten zum Thema aufzugreifen. Das ist generell das Schöne am Fach Informatik: Es ist sehr aktuell und die Dinge ändern sich auch immer mal wieder (in der Physik und Chemie, meine eigentlichen Steckenpferde, kann man das nicht so sehr behaupten ;-) )



    durchaus auch Grundlagen in Projekten (Arbeitspakete, Strukturplan, Eskalation etc.).

    Gute Idee, daran hab ich noch gar nicht gedacht. Vielleicht wird das mal ein Projekt in einer höheren Klasse... Also ein Projekt über Projektarbeit ;-) Möglicherweise könnte man dazu Mitarbeiter aus einem Unternehmen einladen... Hm... :rolleyes:


    In Klasse 7 wird es übrigens ganz langsam losgehen mit allgemeinen Grundlagen, z.B. "wie mache ich mir ein sicheres Passwort und merke es mir bis nächste Woche?". Wenn ich nämlich in Klasse 8 Schüler aus den anderen Profilen bisher gehabt habe, war das immer ein großes Problem ;)
    Mal ein Beispiel: Ein Schüler wusste nicht, dass er eine Mailadresse, die er sich in der Schule angelegt hat (z.B. bei gmx) auch von allen anderen Rechnern auf der Welt nutzen kann. Ihm war auch nicht klar, dass der Benutzername und das PW, das er benötigt, um sich am Schulrechner einzuloggen, nichts mit seinem E-Mail-Account zu tun hat. Er war durchaus intelligent (immerhin gut genug, um eine zweite Fremdsprache ab Klasse 7 zu wählen), aber als einer der wenigen hatte er bis dato halt ü-ber-haupt nichts mit Computern zu tun.


    Dann gibt es aber halt auch diejenigen, die bereits erweiterte Kenntnisse haben, klar.


    Außerdem "wie heißen die Tasten auf der Tastatur?" (die meisten wissen nicht, was mit "enter" oder "Control" gemeint ist), gängige Shortcuts, Struktur schaffen durch Verzeichnisse usw.
    Dann kommt Textverarbeitung (Texte formatieren usw. Evt. auch schon für die Stärkeren Trennung von Inhalt, Struktur und Layout).