Mal zum Nachdenken.........

  • Genau deshalb sollte man sich unter Religionen besser verstehen und kein Krieg führen, nur weil man an was anderes glaubt, was im Endeffekt dann doch dasselbe ist.

  • Ja der Christentum und Islam basieren tatsächlich auf viele Gemeinsamkeiten, kann da die Feindschaft nur schwer verstehen.

  • Die Feindschaft zwischen den Religionen ist ja nicht in der Diversität der Gottheiten begründet. Hier sind sich Christentum, Judentum und Islam ja sehr ähnlich bzw. haben die selben Ursprünge.

    Es geht immer und zu allen Zeiten nur um die Deutungshoheit der Schriften.

    Religionen gründen in ihrer Dogmatik ja vor allem in der Auslegung der zentralen Schriften. Was steht in der Bibel, im Talmud, im Koran?


    Die Frage ist also nicht die nach einem Gott, sondern nach der Interpretation einer Schrift.

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer

  • Und die wird immer so gewählt, wie es ins Welt- oder besser ins Feindbild passt.

  • Naja, vor allem dient die weltliche Instanz eines Glaubens (also Kirchen, etc.) der eigenen Machtkonsolidierung. Wer die Deutungshoheit hat, hat(te) auch den größten Knüppel in Händen.

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    - Tony Blauer

  • Jap, der kleine aber feine Unterschied zwischen Glaube und Religion. ;)

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    - Tony Blauer

  • Und da beginnt doch alles sehr schwammig zu werden... Was ist Glaube und wo ist die Religion? Mit Religion wird der Glaube vorgeschrieben und der Glaube bezieht sich nur noch auf die Religion und nicht mehr was eigentlich dahinter stehen sollte.

    Religion wurde Politisch und auch hier Regierte plötzlich das Geld... Schauerlich!


    Aber diese Video zeigt gleich eines auf; Egal welche Schrift es ist, alle vermitteln eigentlich die selben Humanen Grundwerte!

    Und es ist wirklich nur noch so, das die Auslegung der Schrift, Zwist zwischen den Gläubigen brachte.


    Ich erinnere mich an ein Gespräch zwischen einem Journalisten und einem buddhistischen Lama aus Tibet; Der Lama wurde gefragt; Was ist die beste Religion auf der Welt in seinen Augen? Lama; Keine ist besser oder schlechter als andere. Wenn man mit besten Gewissen und Gutem Herzen an seine Religion glaubt, dann ist man schon ein guter Gläubiger. Aber man darf nicht seine Gläubiger täuschen um seinen eigenen Vorteilswillen. Denn gerade nur diese eine Aussage; Neben mir darfst du keine andere Götter anbeten! Diese Aussage wird in vielen Religionen gepredigt und bringt den Gläubigen dazu, seinen Nachbarn zu ächten. Der Buddhismus lehrt den Glauben an die Philosophie des Lebens, daher sehen wir andere Religionen nicht feindlich. Darum ist es gleich an was du glaubst, wichtig, du bist ein guter Gläubiger, aber der sich nicht Blenden lässt.


    In meiner Ansicht ist jedes Philosophische, Religiöse Buch ausgestattet mit allen wichtigen Grundelementen, die wichtig sind für die Menschheit. Aber es sind die dazu gedichteten Geschichten drum herum, die die Wahrheit verdecken und falsches lehrt.

    "Die Wahrheit versteckt sich oft hinter Lügen"
    Meins!! :D

  • Jap, der kleine aber feine Unterschied zwischen Glaube und Religion. ;)

    Nö, für mich ist da kein Unterschied. Ich sehe einen zwischen Kirche und Glaube. Aber Glaube ist trotzdem immer die Grundvorraussetzung für all das. Gibt ja logischerweise keine Religion oder Kirche für Atheisten.

  • Gibt ja logischerweise keine Religion oder Kirche für Atheisten.

    ... na aber immerhin können Atheisten ganz schön dogmatisch sein,

    und gerade der Dogmatismus ist es doch häufig, der für Probleme sorgt ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Wie meinst du das? Immerhin sind Atheisten eine extrem inhomogene Masse. Das einzige was sie eint ist das Fehlen eines Glaubens.

  • Ich unterscheide zwischen dem Glauben als unorganisierte, spiritistische Denkweise an einen oder mehrere Gottheiten/höhere Mächte und Religion als durch den Menschen organisierte Glaubensform, die sich in Kirchen, Sekten und anderweitigen Gemeinschaften mit eigener Dogmatik ausdrückt.


    Ich kann an Gott glauben ohne mich den in der Bibel festgehaltenen Schriften zuzuwenden. Dann bin ich gläubig.

    Wenn ich jedoch die in der Bibel zusammengefassten Schriften und die katholische Dogmatik als Organisationsform meines Glaubens hernehme, bin ich religiös.


    Zum Thema Atheisten: Atheisten können durchaus gläubig sein, sie glauben nur nicht an eine Gottheit als übergeordnete Instanz. Siehe z.B. Spiritismus und Esoterik.

    Wer sich dem "Übernatürlichen" in jeglicher Form verweigert ist ein Agnostiker.


    Dogmatisch kann jeder sein, da das Wort ja erst mal nur andeutet, dass man sich sehr wortgetreu an die für sich relevanten Regeln/Werte/Rituale hält. Insofern können Wissenschaftler genauso dogmatisch wie Priester sein. :)

    "In reality based self defense, there are no 100%...if you want a guarantee, buy a toaster!"

    - Tony Blauer

  • Gibt ja logischerweise keine Religion oder Kirche für Atheisten.

    Mein Lieber, da irrst Du! Gibt es seit einigen Jahren in England!

    Ihr seid doch wieder ohne Aufsicht....ich merk das doch!

  • Zum Thema Atheisten: Atheisten können durchaus gläubig sein, sie glauben nur nicht an eine Gottheit als übergeordnete Instanz. Siehe z.B. Spiritismus und Esoterik.

    Wer sich dem "Übernatürlichen" in jeglicher Form verweigert ist ein Agnostiker.

    Äh nein. Agnostisch heißt nicht wissen. Das heißt nicht zu glauben, daß es etwas nicht gibt.


    Was soll denn das Dogma bei Atheisten sein? Ich seh es immer noch nicht. Atheismus ist doch nicht organisiert. Es ist einfach nur das Fehlen eines Glaubens an Götter. Auf der anderen Seite heißt Glauben( im religiösen Sinn) an etwas zu glauben was nicht bewiesen ist/werden kann oder gar dessen Unwahrheit bereits bewiesen wurde. An der Stelle sehe ich auch keinen Unterschied zu Spiritismus und Esoterik.

  • Das ist richtig, da muss ich mich korrigieren . Der Agnostiker erkennt erst einmal alles an, weil er sich bewusst ist, nicht alles zu wissen. Insofern schließt er Götter/das Übernatürliche nicht kategorisch aus.

    Damit verweigert er sich selbst aber auch der Deutungshoheit, wie sie zum Beispiel die Kirchen für sich beanspruchen.


    Zum Thema Atheisten und Dogmen: "Es gibt keinen Gott, Basta!" ist ein Dogma, unter dem sich alle Atheisten versammeln. Und tatsächlich gibt es weltweit einige Organisationen, die den Atheismus systematisieren.


    Zum Beispiel könnte man sagen:


    Der Glaube an Gott ist Theismus, die katholische Kirche ist eine von vielen möglichen Organisationsformen dieses Glaubens

    Die Verweigerung des Glaubens an (jedweden) Gott ist Atheismus und könnte sich z.B. in der Freien Liga für Nichtgläubige oder der Partei der Atheisten organisieren.


    Im Prinzip das Gleiche...ein Konzept (Glaube, Nicht-Glaube) organisiert sich in irgend einer Form.

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    - Tony Blauer