Opensource Kampfsport/Kampfkunst gibts das schon? Solls das geben? Wie wärs mal mit einer Ethikkommision?

  • Sindber absolut witzlos und führen sehr schnell zu Klagen.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • Also fußend auf der Freiwilligkeit sollte es doch keine Klagen geben. Aber du hast Recht eine Beschwerdeöglichkeit/Rechtfertigungsmöglichkeit muss es geben, um gewisse Empfehlungen zu entkräften.


    Wer aber die Mittelfingertour fährt, sollte nicht Teil einer solchen Organisation sein.

    Si·g·na·tu̱r
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    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Du willst es nicht verstehen, oder?

    Deine Kommission empfiehlt irgendwas über einen Verein. Das passt dem Verein nicht, dem folgt dann eine Anzeige und eine Zivilrechtsklage.

    Und was den Mittelfinger betrifft: google mal nach Budo Mafia und was dabei rum gekommen ist.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • Eine so große Sache muss viel weiter gedacht werden.


    Denn wir bräuchten doch erstmal einen Dachverband. Empfehlungen statt Verurteilung, das habe ich verstanden und finde ich gut. Außerdem ist das Argument Wingtschung nicht richtig, weil sie natürlich beurteilen können, wie jemand kämpft. Technisch gehen die Kampsportarten unterschiedlich vor, bei einer Einzelfallbetrachtung, profitiert aber eine Analyse von vielen verschiedenen Ansichten. Ein Taekwondoka findet einen schnelleren Weg aber ein Aikidoka einen "kompromissvolleren...". Das ist eine Plus an Wissen und sehr wertvoll.


    Aber eine Einordnung muss her.


    Moral: Normen von Gut und Schlecht

    Ethik: kritische Analyse dieser Normen und ihrer Inhalte (viele Strömungen zur Untersuchung)

    (Habe mir das so gemerkt: M&M = Ethik ist Mutter der Moral *hihi*)



    Eine Ethikkommission tut eigentlich immer das:

    - Erzielen eines Grundkonsens

    - Arbeitsteilung

    - Entscheidungsfindung über Diskussion. Offene darlegen von Argumenten...

    - ... Für weiteren Diskurs und Abwägung

    - demokratische Einigung auf Vorgehensweisen.

    - So können Hilfestellungen in viele Richtungen gegeben werden: Wissenschaftler etwa Historiker, Ärzte, Juristen, Politiker, Ingenieure...

    - Sie spricht aber nicht Recht.


    Standardprobleme sind immer:

    - die Zusammensetzung

    - Umsetzung

    - Outsourcing des Gewissen


    @Schnüffler

    Eine Rechtsgundlage ist eine gute Idee. Sie macht das ganze doch erst demokratisch legitim. Wie bei der Stammzellenforschung. Dann werden aber auch die Rechte der Teilnehmer beschrönkbar. Da ja alles freiwillig erfolgen soll und Empfehlungen keine Regelung beinhalten ist aber eine Klage eher unwahrscheinlich - sieht mein Feund auch so.

  • Es hat doch jeder eigene Mensch schon ein anderes Verständnis dafür, was überhaupt "richtig" ist; allein da kommt man doch schon kaum zu einem Konsens.


    Banales, plattes Beispiel: Darf eine Frau geschlagen werden, wenn diese einen Mann angreift? (Bitte keine Diskussion dazu starten! Es soll nur als Beispiel dienen!)

    Da gibt es alles, beginnend von "Ja" bis zum anderen Ende "Nein".

    Wie soll man da dann noch über das gesamte Spektrum KS/ KK etwas finden, auf das man sich einigt.



    Dann geht es weiter: Wie soll ein Taekwondoin beurteilen, ob/ was ein... weiß der Geier was... BJJler richtig/ fair/ was auch immer macht.


    Wie Drax schon sagte: Das funktioniert schon nicht innerhalb einer Disziplin; diszipinübergreifend ist es dann eh vorbei.

    Selbst die Kitsch-Vorurteile passen schon nicht zueinander, denn Boxer sind nur Schläger und Aikidoka die sanften Riesen.

    Nun maßt sich ein Aikidoka an zu sagen: Das dürft ihr beim Boxen nicht mehr, bzw. das solltet ihr beim Boxen nicht mehr?

  • Hallot Schnüffler,


    da ist glaube ich ein Missverständnis entstanden.


    Nur die Vereine, die sich der Kommission anschließen, können auch in die Transparenz einbezogen werden. Also, wenn die WT (WorldTaekwondo) ihre Kommerzveranstaltungen abhält, aber nicht "Mitglied" ist, solange wird eben auch keine Empfehlung ausgesprochen.


    Zum Thema Klagen. Wenn man freiwillig mitmacht, kann man auch freiwillig aufhören. Wenn alles transparent geschieht, dann kann ein Verein auch sagen "Das passt uns nicht, Tschüss."


    Dadurch entstehen keine Nachteile.

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  • Empfehlungen bedürfen keiner Rechtsgrundlage.

    Sie bedürfen aber einer gewissen Kompetenz.;)

    Bezüglich der Koryû beispielsweise bezweifle ich ganz stark, dass andere Leute als der Sôke (ggf. Shihanke usw., kurz die "Häuptlinge") oder möglicherweise noch Kaiden-Inhaber überhaupt genug Einblick in die jeweilige Schule besitzen, irgendwelche gutgemeinten Ratschläge erteilen zu können.

  • Nun maßt sich ein Aikidoka an zu sagen: Das dürft ihr beim Boxen nicht mehr, bzw. das solltet ihr beim Boxen nicht mehr?

    Wie sich die KKa/KSa organisieren bleibt ihnen selbst überlassen. Um Verbote geht es nicht, das habe ich jetzt wirklich zigfach dargelegt.


    Es hat doch jeder eigene Mensch schon ein anderes Verständnis dafür, was überhaupt "richtig" ist; allein da kommt man doch schon kaum zu einem Konsens.

    Das ist ja auch gut und richtig so. Die Mitglieder sind ja nicht "moralisch" höher stehend. Es geht um offenen Diskurs, transparente Entscheidungsfindung.


    FG

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  • Sie bedürfen aber einer gewissen Kompetenz.;)

    Bezüglich der Koryû beispielsweise bezweifle ich ganz stark, dass andere Leute als der Sôke (ggf. Shihanke usw., kurz die "Häuptlinge") oder möglicherweise noch Kaiden-Inhaber überhaupt genug Einblick in die jeweilige Schule besitzen, irgendwelche gutgemeinten Ratschläge erteilen zu können.

    Äußerst scharfsinnig, da grübel ich jetzt erstmal dran rum.


    :)

    Si·g·na·tu̱r
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    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Ethik und Rechtsanspruch. Ein sehr dünnes Eis, da wir uns eben nicht nur auf deutschem Rechtsgebiet bewegen. Im anglistischem / amerikansichem Recht ist die Rechtslage etwas anders. Da wäre z.B das "Nein" einer Ethikkomission bindend. Man sollte es also nicht auf die zu leichte Schulter nehmen. National hätte es nämlich keinerlei Sinn bei interntionalen Verbänden. Das nur mal so als Nebengedanke..

  • Nur die Vereine, die sich der Kommission anschließen, können auch in die Transparenz einbezogen werden. Also, wenn die WT (WorldTaekwondo) ihre Kommerzveranstaltungen abhält, aber nicht "Mitglied" ist, solange wird eben auch keine Empfehlung ausgesprochen.

    Das wird dann doch dasselbe in grün, wie mit der kritisierten Verbandsmalerei: Ihr gehört nicht zu uns, also empfehlen wir euch auch nicht.

    Dazu müsstet ihr nach unseren Regeln spielen/ euch unseren Ansichten unterwerfen - sonst ist Pech und ihr dürft nicht mitspielen.

  • Eine Empfehlung hinsichtlich "Das ist eine gute KK" darf es sowieso nicht geben, das widerspricht dem Kerngedanken des "Individuums".


    Wenn überhaupt, kann auf Fehlerquellen, Verletzungsursachen, Doping, Extremismus, Geschichtliche Verzerrung... hingewiesen werden. Dafür bedarf es auch fachfremder Spezialisten. Warum sollte ein Historiker, der die Geschichte der KKs kennt, weniger qualifiziert sein als Master Ken? Nur weil Master Ken überzeugender zuschlagen kann, hat das für die Historie überhaupt keinen Gehalt.


    Es kann doch nicht sein, dass irgendein Pseudomeister, von denen gibts langsam immer mehr, sich auf irgendwelche Meisterlinien bezieht, diese nicht zur Überprüfung herausrückt und dann horrende Gelder für "authentisches" Waschmido verlangt. Angenommen er würde sich dieser Kommission anschließen wollen, um ein seriöseres Image zu erlangen, müsste er sich der Empfehlung ausgesetzt sehen, die Urkunden zu zeigen. Wenn er dies nun trotzdem nicht tut, bliebe zum Beispiel der Vermerk: "Ist dem nicht nachgekommen, unsere Erforschungen zeigen dies oder jenes." So wäre für Transparenz gesorgt. Der gemeine Schüler könnte sich informieren und ein "authentischeres" Bild von der jeweiligen KK-Schule erlangen. Wenn dem Meister das jetzt nicht passt, kann er ja austreten und die Informationen werden gelöscht. Klagen könnten sich nicht ergeben, weil man sich nicht eine für Transparenz einstehenden Gesellschaft, nicht aufgrund von Transparenz verklagen kann - Ausnahme: Wenn wirklich gröbste Fehler gemacht werden (Holocaustverharmlosung; Quellen zitiert wie "die Höle des Tangun" als Beleg für das Alter des TKD von 4000 Jahren oder so...)


    Utopie, aber das kann man ja noch schmücken.


    Es gibt immer 1000 Gründe irgendetwas nicht zu tun.


    Zur Verbandsmaierei: Nur so kann ein vernünftiger Rahmen gesetzt werden, sonst wäre es nichts anderes als eine Kampfkunst-Stiftung-Warentest...


    FG

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  • ... wie wäre es denn mit einem 'Gütesiegel'?

    Da könnte zuvor formuliert werden, welche Voraussetzungen eingehalten werden müssen,

    um dieses Siegel zu erhalten.

    Ein Verein könnte dieses Siegel beantragen oder auch nicht,

    und dann hinge es einfach von der allgemeinen Akzeptanz ab,

    ob so ein Siegel für einen Verein erstrebenswert ist oder nicht ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Das würde immer nur ein kleiner, in sich geschlossener Kreis bleiben.

    Außenwirkung oder Außendarstellung gleich null.

    Läuft auf "jeden" kleinen Verband mit irgendwelchen "Großmeistern" heraus, die sich selbst beweihräuchern und auch sich so gegenseitig legitimieren.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • Das würde immer nur ein kleiner, in sich geschlossener Kreis bleiben.

    Außenwirkung oder Außendarstellung gleich null.

    Das käme dann aber auf die Art des Gütesiegels an ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Das käme dann aber auf die Art des Gütesiegels an ...

    Wer will sich denn anmaßen sowas zu vergeben?

    Welche übergeordnete Stelle soll das sein?

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • Vielleicht wäre es als Urkunde etwas Schicker. Denke da gerade irgendwie an Ettikettierung, durch so ein "Siegel" - Problem: Was ist, wenn der Verein die Voraussetzungen einmal erfüllt hat und nach her nicht mehr erfüllt?


    Das ist doch bei den angeblichen "Pflegeeinrichtungen" mit Note "Sehr gut" oft alles ermogelt. Da wird dann an einem Tag alles rausgeputzt, vor allem wenn der MDK kommt, und danach versiffen die Arbeitsmaterialien wieder und Schwester Rabiata kommt aus dem Urlaub zurück.


    Soll man dann die Urkunde/das Siegel/Zertifikat zurückfordern? Wird es nicht ausgehändigt, müsste es eingeklagt werden... das ist langwierig.


    Um die Bürokratie gering zu halten, wäre ein digitaler Eintrag "Kooperiert mit ...Kommission" auf der Homepage einfacher.


    Außerdem würde so auch vermieden werden, dass andere sich verballhornt fühlen, weil die Urkunde noch ausgehängt ist.


    ---


    Das würde immer nur ein kleiner, in sich geschlossener Kreis bleiben.

    Das ist spekulativ und es fehlt eine Begründung.

    Außenwirkung oder Außendarstellung gleich null.

    Das ist nicht richtig, denn genau darum geht es bei Transparenz.


    Läuft auf "jeden" kleinen Verband mit irgendwelchen "Großmeistern" heraus, die sich selbst beweihräuchern und auch sich so gegenseitig legitimieren.

    Deshalb sollte nur ein Committee innerhalb der Kommission unabhängig handeln und zwar immer mit Mehrheitsbeschlüssen und unter Ausschluss "Befangener" - wenn die Sache klein ist, lohnt es sich nicht darüber nachzudenken, man muss sie großdenken. Spezialisten aus allen Bereichen. Problem: Ein Kyokushinkaikan wird einen Shotokanler kaum akzeptieren, oder ein Atheist einen Christlichen Theologen... Parität muss gewährleistet werden. Vielleicht wäre es besser wenn man das Committee noch unterteilt in Gruppen: Vertreter Budo, Vertreter Wushu, Vertreter MMA/K1/Kickboxen... zu groß darf es aber auch nicht werden :D .


    ---


    Noch ein Antibeispiel:

    Ich erinnere mich an Anfang der Tausender. Aufeinmal wurden die Keypoints in den Formen im WTF-TKD angepasst. Tolle Formenlehrgänge konnten dann besucht werden... absoluter Kommerzmüll und für die Konservierung oder Erlangung von Kampfverständnisses in den Formen, schon gar nicht zu gebrauchen. Wer auf den Wettkämpfen mitmachen wollte, musste aber wissen, wie man die Faust zu platzieren hat.


    Warum sollte ein Shotokanler oder Kyokushinkaikan hier nicht sagen dürfen: Das ist kapitalistisch, intransparent und dient nicht dem Bewegungsverständnis des Kämpfers. <- das wäre die Wahrheit gewesen.


    FG

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  • Wer will sich denn anmaßen sowas zu vergeben?

    Welche übergeordnete Stelle soll das sein?

    1. Immer demokratisch, niemals eine Einzelperson. Nur durch Beschlussfassung.

    2. Committee s.o.

    Si·g·na·tu̱r
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  • 1. Immer demokratisch, niemals eine Einzelperson. Nur durch Beschlussfassung.

    2. Committee s.o.

    Und schon sind wir wieder in der Verbandsklüngelei....

  • Das verstehe ich jetzt nicht, wie meinst du das?

    Si·g·na·tu̱r
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