Handtechniken im Taekwondo

  • Das sind diese Tricky Sprünge. Unglücklich geschrieben und mein Ding sind sie nicht. Aber bei Leichtgewichtlern schon mal gerne geübt. Schau mal bei den Kwon Leuten, da gibt es einige, die treiben dies bis zum im Exzess.

    Ist für ich aber reine Show - hochakrobatisch, brauch ich aber nicht.

    Aber es gibt es nun mal.

  • ... versteh ich das jetzt richtig:

    zum Anlauf nehmen einen Salto rückwärts (360°) und aus diesem Salto heraus dann einen gestreckten Winkel treten?

    Das sieht wirklich spektakulär aus ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Hallo Harlekin,


    da ich nicht daran interessiert bin mich an die Person zu heften, sonder nan das Thema, möchte ich dir gerne antworten.


    Zunächst möchte ich aber darauf hinweisen, dass du der Bitte um die Links von SmilingFreeman nicht nachgekommen bist. Mich interessiert auch welche Bücher du im Internet finden konntest um die Techniken zählen und vergleichen zu können.


    Was mir auffällt an deinem Posting. Erst heißt es, dass du ab September dort trainierst, dann berichtest du aus 1. Person singular Präsenz wie das Training ist. Dabei wird es doch wohl erst noch so sein? <- Tut mir leid, ich bin versucht scharfsinnig zu sein.


    ---


    Bevor ich jetzt auf die Techniken zu sprechen komme, möchte ich noch kurz darlegen, wie ich dazu gekommen bin, das zu schreiben, was ich zu den Handtechniken schreibe. Das kann auch übersprungen werden (siehe Techniken), nur falls es dich interessiert. ;) Es geht mir nicht darum, dass du irgendein "Mich" kennenlernst, sondern ich möchte nur meine Erfahrung nachvollziehbar darstellen.


    1. Ich habe zu erst 3 Jahre lang traditionelles TKD gelernt. 3 mal pro Woche. Immer nur für 60 Minuten (viel zu kurz, da nur 30 min. TKD Training. Deshalb bin ich oft zu befreundeten Vereinen gefahren). In meinem ersten Verein, wurden uns fast alle Techniken von der Hüfte aus dargestellt. Wie dieser typische Faustschlag zur Mitte. Das heißt, ganz egal, ob man einen Fingerstich Faustschlag gemacht hat, es führte immer über einen weiten Weg. Das ist aber Nonsense gewesen. Weil gerade ein Fingerstich zu den Augen, über so eine Technikausführung, für den Ausführenden selbst viel zu gefährlich ist, weil sie mit viel zu großer Kraft Einschlagen würden die die Finger mit Sicherheit brechen lassen würden.


    Ich habe mir dann die blaue Taekwondo-Bibel zugelegt und gestaunt, welche Techniken überhaupt nicht unterrichtet wurden. Dort wurden auch die Ausführungen etwas anders, als wie ich sie im Verein lernte, beschrieben. Also habe ich mich an das Buch gehalten, und an meinem Boxsack im Keller geübt wie Hulle. Aber mein Fehler war auch hier, das zum Beispiel die "Bärentatze" eine Technik ist, die es nicht Bedarf. Eine einfache Ohrfeige tut es genauso gut. Das heißt, manche Techniken kann man absolut vernachlässigen. Anders ist es mit den Handkanten und Fingerstichen. Wer die richtig anwenden kann, hat einen immensen Vorteil. Das lernt man hoffentlich im Verein. Lustigerweise habe ich das nicht im TKD gelernt, sondern in meinem MT, MMA Verein, wo wir im Bereich der SV die Techniken immer unter SElbsterfahrung angewendet haben. Also: Augen zu, Fingerstich drauf, Ergebnis... tut schon weh, wenn man auch nur leicht macht. Wir lernten dann eine komplexe Fingerstichhandkantenbewegung. Also einen Zwitter. Zu dem Zeitpunkt habe ich schon 9 Jahre Kampfsport gemacht, konnte also relativ schnell gezeigtes umsetzen.


    Das Ding ging so: In Kampfstellung stehend, mit der vorderen Hand wie einen Colt gezogen hoch, als Handkante geschlagen, wenn der Weg für die volle Ausführung frei war, klappten die Finger nach vorne zum Fingerstich in die Augen. Das ist eine Meistertechnik, die man lange üben muss. Dazu stand ich bestimmt umgerechnet in Trainingszeit schon 4 Stunden an einer Wand und habe diesen Stich geübt.


    2. Das TKD hat sich in viele Richtungen entwickelt. Weitere 4 Jahre (nach den Dreien im Ursprungsverein... aber noch vor dem MT) etwa habe ich das moderne TKD gelernt. Da haben wir nur die vertikale Faust und die normale Faust geübt. Und die auch nicht als Kombination, sondern nur als "extra Punkt". Für den waffenlosen Nahkampf auf der Straße fast nicht zu gebrauchen, weil er auch nicht aus der vernünftigen Deckung heraus geschlagen wird.


    Und hier haben wir einen ganz dicken Nachteil des TKD. Es möchte am liebsten in seiner Trittdistanz bleiben. Die Kämpfer sind in der Schlagdistanz oft überfordert und werden hektisch. Dazu kommt, dass Schlagtechniken oft nicht aus der richtigen Deckung heraus geschlagen werden, sondern eben stilisiert optimal aus der typischen TKD-Stellung. NAtürlich mag es da Ausnahmen geben. Habe davon nur sehr wenige kennengelernt. Die Gewohnheit aus dem Üben wird auch später zur Gewohnheit im Kämpfen. Soll heißen: Nur weil ich intellektuell verstanden habe, wie eine ordentliche Deckung funktioniert und wie man daraus schlägt, ist damit nicht gewährleistet, dass man auch im Kampf routiniert so kämpfen kann. Das wird dir auch jeder bestätigen. Je öfter man eine Bewegung ausgeführt wird, desto schneller und sicherer sitzt sie auch. Dafür muss ich aber auch wirklich oft genug aus dieser Position heraus gearbeitet haben und das tun viele Taekwondoin eben genau nicht. Die hampeln auf der Trittdistanz (sind da natürlich gefährlich) und werden in der Nahdistanz hektisch und können mit ihren Armen kaum was sinnvolles anfangen.


    Als ich das moderne TKD mit der Ausführung verstanden habe, habe ich zu Hause JEDE Beintechnik neu eingeschliffen. Das gleiche habe ich nochmal durchgemacht, als ich das Boxen und Thaiboxen lernte. Handkanten aus der sicheren Deckung. Fingerstiche... alles nochmal angepasst. Warum? Weil es im TKD nicht richtig unterrichtet wurde s.o..


    Arm-/Hand-Techniken

    Also et is so... Theoretisch kennt das TKD alle Hand und Armtechniken die das Karate, Boxen, Muaythai auch kennen. Und am Anfang meiner Zeit dachte ich auch, dass man durch das Laufen der Formen diese Bewegungen zur Anwendung lernen könnte. :D :D
    Verabschiede dich von dem Gedanken, dass es Taekwondo-Vereine gibt, die wirklich ALLE Techniken auf Anwendung lehren, das ist utopisch und mein eigener Maßstab ist auch nur der geworden, gerade die Techniken später mal weiterzugeben, von denen ich sicher weiß dass sie funktionieren. Diese möchte ich dir hier gerne aufschreiben, und zwar auf deutsch, damit du es einfacher hast. (Über den Aspekt Dô, denke ich mir einen "Weg" vom äußersten Punkt meines Armes, also den Fingerspitzen, bis zum Köprernächsten, also der Schulter und arbeite dir alle sinnvollen Techniken, wenn möglich, mit einer kurzen Beschreibung mal durch ;) Die Ausführung wirst du im Verein lernen müssen.)


    1. Fingerstich:

    - Als Stich zu den Augen unglaublich gefährlich und ganz sicher die Einladung der Staatsanwaltschaft für ein Verfahren, wegen § 226 StGB. Also mit Vorsicht zu genießen. (wahlweise auch Kehlkopf, Solarplexus, Axelhöhle, Oberarminnenseite... sei kreativ :D )

    - Als kleiner Tipp auf die Stirn blitzschnell geschlagen, mit der Intensität einen Lichtschalter umzulegen. Kann einschüchtern und richtet keinen Schaden an. (Meistertechnik)


    2. Fingerknöchel (Mittelgelenke):


    3. Faustschlag


    4. Handwurzelangriff

    Kann zur Seite ohne Kampfstellung schnell ausgeführt werden. Primärziel ist Solarplexus als Konter auf Überraschungsangriffe von der Seite


    5. Handkanteninnenseite

    Greift typischer Weise den Hals an, oder Vertikal von unten nach oben auf die Genitalien (das sind vom Prinzi schon drei Techniken, wenn man so will)


    6. Handkantenaußenseite

    Etwas schneller. Sieht der Gegner schlechter. Nicht unbedingt schwächer. Die selben Ziele wie bei der anderen Handkante zusätzlich auch Leber und Milz.


    7. Die klassische Ohrfeige (am liebsten als Osmanische Hand ausgeführt... für die Genießer unter uns)


    8. Faustrückenschlag

    a) als Schlag

    b) Gedreht (kommt im TKD zwar in den Formen vor, beherrscht aber keine Sau. Habe ich im MT gelernt. Auch als Ellenbogen)


    9. Unterarmblöcke... Sind eigentlich Angriffe, auf die Angriffswerkzeuge des Gegners, also eigentlich keine Blöcke.

    - Viele der Blöcke sind eigentlich Hebelansätze, weiß heute kein Schwein richtig anzusetzen im TKD und die Jujutsuka lachen sich schlapp, wenn man hierzu mehr schreibt...

    - Der berühmte "Untenblock" ist prädestiniert sich den Arm zu brechen, wenn jemand Tritt und man damit blockt. Eine Mülltechnik, die man am besten nicht lernt. Besser wäre das Lernen der Fangbewegung, die einwenig weitergeht, als so wie der Block ausgeführt wird.
    - Ich denke ich mache mich nur unbeliebt, wenn ich noch mehr schreibe. Daher möchte ich dir ein kleines Filterprinzip hier stehen lassen: Wären die Blöcke, so wie sie im TKD und z.T. auch Karate gelehrt werden effektiv... sie würden in der UFC auftauchen.

    - Meines Erachtens bleibtvon den Unterarmtechniken nur das über, womit man Fangen kann. Das sind ca. 8 Techniken



    10. Ellenbogen

    - Vertikal

    - Horrizontal

    - auch gedrehte kommen vor... kann fast keiner im Kampf anwenden, weil hier die Routine fehlt. Habe mir mal erlaubt in einem TKD-Verein diese Techniken sogar auf koreanisch anzusagen. Flugs kam die Beschwerde: "Wir sind hier beim Taekwondo!" ... Mach dich darauf gefasst. Es ist Bestandteil, aber es will nicht gelernt werden,

    weil vieles eben TKD typisch sein soll.

    - Einer der im MT nicht trainiert wurde: Der Ellenbogen nach hinten. Komischer Weise tatsächlich ein Ellenbogenangriff, der im TKD Anwendung findet.

    - (Bin selbst kein großer Ellenbogen Könner: Beherrsche aber neun Ellenbogentechniken: Horrizontal, Vertikal oben unten - unten oben, Stich, Drehung, Stampfer, Schnitt, Doppelellenbogen als Tacklekonter [ist im Wettkampf verboten, da er die Wirbelsäule angreift] + den nach hinten)


    11. Schultertackle

    Mit dem konnten die Samurais angeblich töten. Wahrscheinlich hieß der Samurai der das konnte bereits mit Vornamen Yokuzuna und das Opfer Lieschen Müller... Kommt im TKD nicht vor.


    Zusammenfassung:

    Sinnvolle TKD-Techniken, die man auf Anwendung trainieren könnte und dort auch vorkommen (also ich nehme meine MT-Erfahrung einfach raus), sind an der Zahl (Variationen unberücksichtigt! Also gedreht oder Grundausführung nicht extra gezählt) ca. 15 Stück. Mit Abwandlungen hinzu gezählt explodiert das schnell auf über 40.














    ---------

    P.S.: Getroffene Hunde bellen.

    Denkt ihr ernsthaft, es interessiert mich, was ihr über mich denkt?

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  • Das sind diese Tricky Sprünge. Unglücklich geschrieben und mein Ding sind sie nicht. Aber bei Leichtgewichtlern schon mal gerne geübt. Schau mal bei den Kwon Leuten, da gibt es einige, die treiben dies bis zum im Exzess.

    Ist für ich aber reine Show - hochakrobatisch, brauch ich aber nicht.

    Aber es gibt es nun mal.

    Sehe ich etwas anders. Habe den 540° extra nicht gelernt. Sondern nur den Tornadokick. Begründung: Ich will das auch noch mit 80 können. Ich lande also nicht auf einem Bein, wie es beim 540° Dingen typisch ist. Sondern auf beiden nahezu gleichzeitig. Abgeguckt von der langhaarigen koreanischen TKD-Legende, deren Name mir gerade nicht einfällt.


    Anwendung: Pushkick und sofort danach rein drehen. Geht :)


    Für die Leute, die ihn net kennen:

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  • Das sind diese Tricky Sprünge. Unglücklich geschrieben und mein Ding sind sie nicht. Aber bei Leichtgewichtlern schon mal gerne geübt. Schau mal bei den Kwon Leuten, da gibt es einige, die treiben dies bis zum im Exzess.

    Ist für ich aber reine Show - hochakrobatisch, brauch ich aber nicht.

    Aber es gibt es nun mal.

    Alles klar, jetzt versteh ich was gemeint ist.

  • ... Beherrsche alleine 12 Ellenbogentechniken.


    Anwenden kann ich davon unter Stress wohl 2 ? :D


    Habe gerade noch mal nachgezählt.

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  • Drax Gast 2  


    Na also, es geht doch. Endlich mal ein paar Antworten und persönliche Sichtweisen zum Thema. Die bisherigen Antworten von DRAX und dir zu dem Thema sind doch schon ein guter Anfang für eine Diskussion. Im Grunde lautet beim TKD-Training der Slogan "Es gibt für fast alles eine Technik, aber es wird nicht (in jedem Verein) alles unterrichtet". Vielleicht liegt genau hier der Grund, warum in vielen TKD-Büchern die Anzahl der Hand- und Armtechniken so stark variiert. Die Autoren der jeweiligen Bücher haben sich halt eben auf jene Techniken beschränkt, die ihnen am sinnvollsten erschienen. Das würde es zumindest erklären.


    Die Links werde ich gerne versuchen nachzuliefern, wird aber bis morgen warten müssen. Die englischsprachigen TKD-Bücher habe ich als ebooks auf dem PC, daher weiß ich nicht, ob es so eine gute Idee ist hier Links reinzustellen, wo man sie sich downloaden kann - nicht das es heißt, ich ermuntere hier jemanden zum illegalen Filesharing oder sowas. Ich kann aber zumindest dann die Amazon-Links reinstellen, damit du weißt, von welchen Büchern ich rede. Ich packe dann noch einen Link auf die Taekwondo.de-Unterseite, wo die Liste mit den Hand- und Armtechniken aufgeführt ist.


    Zu was anderen: ja, es stimmt, ich fange erst im September an zu trainieren, habe aber schon mein Probetraining (4 Wochen) hinter mir. Meine Vereinsmitgliedschaft fängt aber erst im September an, da während der Schulferien und im August ohnehin kein Training stattfindet, sonst hätte ich bereits für den August zahen müssen, ohne trainieren zu können. Daher kommen die ganzen Infos über meinen Verein, den ich hier in der "Ich-Perspektive" von mir gegeben habe. ;-)

  • Abgesehen davon - ich zähl die Techniken auch sonst nicht. Verschwendete Zeit.

  • Hi Drax,


    ich zahle sie auch nicht, denn das mach unflexibel.


    Aber für mein Vorhaben, mal eine Schule zu gründen, möchte ich gerne mal eine transparenzschaffende Liste bereitstellen, an der sich die Schüler orientieren können.


    Was ist Basis?

    Was Geschnörkel?

    Wie lange dauert dies und jenes...?


    Aleine eine richtige Kampfstellung im Schlag zu beherrschen und jederzeit abrufen zu können ist ein weiter weg.


    Mein letzter Schritt iSe. deutlichen Fortschritts, war das instant kämpfen aus dem stehen und gehen heraus. Dafür habe ich immer wieder 'Schleifen-trainiert' sah bestimmt aus wie 'listiges' Taichi... ;)


    Das gab auch eine neue Auffassungsgabe.


    FG

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  • Siehst Du, da denke ich anders.

    Ich will gar nicht kämpfen müssen und nichts ist für mich Geschnörkel. Es passt (für mich).

    Und glaub mir - ich kann kämpfen.

    Aber meist ist es nicht mehr wie ein Spiel.

    Alles ist eins und eins ist Alles!

  • 540°Tritte =Geschnörkel

    Kettenfauststöße = Geschnörkel

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  • Schau mal ins Boxen, für mich die "Königsdisziplin" der Handtechniken. Es gibt da eben nur die paar, die es gibt. Hinzu kämen dann noch einige wenige Handtechniken mit den anderen Teilen der Hand, wie z. B. Handkante und Handrücken. Will sagen: Es gibt keine "unendlich vielen" Handtechniken, weil die durch die Anatomie der Hand begrenzt ist. Auch bei den Abwehrtechniken würde ich das eher als "selbsterklärend" sehen: oben links und recht, mitte links und recht, unten links und rechts. Hinzu kommen Doppel- und Kreuzblöcke. Das habe ich aber im Shotokan-Karate nicht anders erlebt. Hinzu kommen, je nach Trainermeinung und Variationsneigung eben die Variationen. Mehr gibt es einfach nicht. Im Übrigen - und das wurde hier ja angemerkt - bedeutet jeder Entscheidungsschritt einen Reaktionszeitverlust. Daher sieht man von diesen Blöcken und Handtechniken bei Wettkämpfen so gut wie nichts mehr. Da ich selbst früher akiv gekämpft habe, kann ich sagen, dass ich z. B. Handkanten- und Fausrückenschläge nie in einem Kampf gesehen habe. Im TKD läuft da eh zu gefühlten 95 % über Fußtechniken.


    Apropos Fußtechniken: Hast Du die schonmal gezählt oder noch nicht dran gedacht?

  • Handkantenangriffe sind überwiegend verboten. Faustrückenschläge auf den durch eine Weste geschützten Körper eher unpraktisch...


    Zitat aus dem Publikum, als ein Trainingskollege auf der Landesmeisterschaft TKD Vollkontakt voll auf die Weste des Gegners mit Haken einhämmerte: "Wir sind hier nicht beim Kickboxen!!!1!elv!"

    Dabei war das absolut erlaubt. Man *will*, dass sich das TKD so unnatürlich über die Fußtechniken abgrenzt... (DTU)

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  • Du redest vonwe ttkampf, andere von SV.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • Paladin schrieb:

    Da ich selbst früher akiv gekämpft habe, kann ich sagen, dass ich z. B. Handkanten- und Fausrückenschläge nie in einem Kampf gesehen habe. Im TKD läuft da eh zu gefühlten 95 % über Fußtechniken.

    Der Bezug war eindeutig, da überdrei Merkmale bestimmt.

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  • Bestimmt sind nicht alle Techniken (ob nun Hand oder Fuß) des TKD SV-tauglich, aber müssen sie das immer sein? Würde man jede traditionelle Kampfkunst/Kampfsportart nur noch auf die Techniken reduzieren, die wirklich schnell und ohne Verzögerung im Straßenkampf anwendbar sind, dann würde von den Kampfsportarten nicht mehr viel übrig bleiben. Ich lerne Taekwondo (oder welche Kampfsportart auch immer) nicht bloß deshalb, weil ich mich damit selbstverteidigen will. Damit will ich jetzt nicht sagen, dass man sich mit TKD nicht verteidigen kann, aber es kann nicht der einzige Grund sein, warum Leute bereit sind eine Kampfkunst Jahrzehnte lang zu trainieren.


    Was die Wettkämpfe im Taekwondo angeht, ich vergleiche die gerne mit Fechtmeisterschaften. Denn bei den TKD-Wettkämpfen geht es wie bei Fechtmeisterschaften eigentlich nur darum Punkte zu erzielen und mit den ganzen Beintechniken des TKD bekommt man diese Punkte nun mal schneller und sicherer als mit Handtechniken, bei denen man mehr in seinen Gegner reingehen muss (womit auch das Risiko steigt selbst getroffen zu werden). Ich denke, dass man das normale oder traditionelle Taekwondo vom Wettkampf-Taekwondo unterscheiden muss. Beim TKD-Wettkämpfen wird nur ein Bruchteil der möglichen TKD-Techniken verwendet und das ist auch OK so.


    Das reguläre TKD-Training sollte aber so aufgebaut sein, dass man im Laufe der Jahre alle Techniken dieser Kampfsportart erlernt oder zumindest kennenlernt. Ob all diese Techniken wirklich SV-tauglich sind oder überhaupt Sinn machen, interessiert mich dabei nicht wirklich. Als Anfänger will ich erstmal TKD richtig erlernen, aber dann verlange ich auch, dass man mir keine Technik des TKD vorenthält - unabhängig davon ob diese Technik sv-tauglich ist, überhaupt Sinn macht oder Teil der Prüfungsordnung ist oder nicht. Ich weiß, ich spucke hier jetzt vielleicht große Töne, aber das ist halt meine Herangehensweise. Wenn ich eine Sportart beginne und bereit bin ihr Jahre meines Lebens zu widmen, dann will ich auch alle Facetten diese Kampfsportart kennenlernen.


    PS: Die Links zu den Büchern stelle ich noch rein, hatte heute aber nicht genug Zeit dafür.

  • Wie alt ist Harlekin dass sie,er sich so schnell in diese komplexe materie einlasen kann? dazu noch der sachverstand über distanzen und kombinationen zwischen den zeilen? das ist schon spannend.


    Wie alt bist du?

    Hast du ks vorerfahrungen?