Autofahrer oder: Vom Irrsinn

  • Eine kleine Überlegung zu meinen heutigen Erlebnissen um 21 Uhr im Stau auf der A10:



    Rettungsgasse: Nö.

    Standstreifen zum durchbrettern nutzen: ja. Sich 10m rollen lassen und dem Hintermann vorne drauf rutschen: ja!

    Gesperrte Abfahrt (weil Baustelle) nehmen, dann wenden weil es nicht weiter geht und verkehrt zurück auf die Autobahn: oh ja!!!!!!!!!!!!! Licht an machen im Stau? Nö!

    In der 60iger Zone extrem dicht auffahren, den Vordermann bedrängen und dann überholen um direkt danach ohne zu blinken bei 1m Abstand rüberziehen und bremsen: ja!!!


    Ich glaub es gibt viel mehr Führerschein-lottogewinner als Menschen mit Verstand. Auto hat jetzt eine dolle Beule in der Front und ich Kopfschmerzen.



    Was könnt ihr denn so für wilde Geschichten von Menschen erzählen die euch mit dem Auto bewiesen haben, dass Neandertaler lieber keinen Führerschein haben sollten.

  • Ich muss tagtäglich den längsten Parkplatz Deutschlands nutzen, die A40. Auf den 20km einfache Strecke ist mindestens auf meiner oder der Gegenfahrbahn ein Auffahrunfall im Stopp&Go. Kann ich mich auch nicht von frei sprechen, ich auf der mittleren Spur mit ca. 20km/h, vor mir kommt alles zum stehen, ich blinke links, will auf die linke Spur, ziehe leicht rüber, schaue dabei nochmal über die Schulter, da knallt es direkt vor mir und ich rutsche mit noch ca. 5 km/h dem Vordermann rein. Er etwas Lack auf dem Nummernschild, mein Nummernschildhalter gebrochen. Mehr ist nicht passiert.


    Schlimmer wird es nur, wenn man selbst mit Blaulicht und Krawallhorn unterwegs ist. Danach biste schweißgebadet, wie nach 5 Std. Training in der prallen Sonne bei 50 Grad und 100% Luftfeuchtigkeit.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • Aber nicht die durchschnittliche Staulänge. ;)


    P.S. Die durchschnittlichen 50km Stopp&Go die zwischen 7 und 18 Uhr in beide Fahrtrichtungen zwischen Dortmund und Duisburg werden ja gar nicht mehr in den Staumeldungen erwähnt.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • So einen Blödsinn hatte ich gerade am Samstag auf der Rückfahrt Bayrischer Wald -> OWL. Fahrbahnverengung 5 km lang angekündigt wegen einer Brückensperrung, endlich am Reißverschlußpunkt angekommen, brav den links fahrenden reingelassen ( ca. 50 m vor der Abfahrt) überholt doch so ein Hirni noch links vorbei mit nem dicken Benz...... und zack, erstmal eine ganze Reihe Sperrrbaken umgesemmelt. Irgendwie war Schadenfreude da legitim.

    Ihr seid doch wieder ohne Aufsicht....ich merk das doch!

  • Auto habe ich nie gemacht, nur Motorrad. Den Irrsinn habe ich nur im ÖPNV. Was aber noch viel irrsinniger hier in Berlin ist, Radfahrer! Manchmal habe ich echt der dringende Bedürfnis ein Vertreter dieser Spezies einzufangen und zu obduzieren. um herauszufinden, ob in der Birne so etwas wie ein Gehirn vorhanden ist und wenn ja, was an diesem Gehirn vollkommen falsch läuft. Radfahren in Berlin ist das Ausleben persönlicher Freiheit abseits sämtlicher Regeln und allgemeinverbindlicher Normen.


    Dabei bin ich selbst jahrelang Fahrrad gefahren, täglich auf Arbeit und zurück. Und zwar Friedrichshain-Prenzlauer Berg-Friedrichshain. Ihr denkt, ihr seit harte Kerle, schmerzfreie Kampfsportler? Nee, der durchschnittliche Berliner Radfahrer ist Kampferprobter und um längen kaltblütiger und skrupelloser.

  • Nee, der durchschnittliche Berliner Radfahrer ist Kampferprobter und um längen kaltblütiger und skrupelloser.

    Du warst noch nie in Amsterdam? Radfahrer zwischen den Fußgängern und dazu noch Motorroller! Wer da als Fußgänger überlebt hat Glück gehabt.

    Ihr seid doch wieder ohne Aufsicht....ich merk das doch!

  • Du warst noch nie in Amsterdam? Radfahrer zwischen den Fußgängern und dazu noch Motorroller! Wer da als Fußgänger überlebt hat Glück gehabt.

    Die nehmen doch eh alle Drogen!

  • Jetzt seid doch nicht mal immer so negativ,

    man kann doch sowohl dem Stau, der zur Entschleunigung unseres hektischen Lebens beiträgt,

    als auch dem Gewusel im innerstädtischen Fahrradverkehr, das die Reaktionsfähigkeit schult,

    etwas durchaus Positives abgewinnen ;)

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Na los: alles rein egal welcher Verkehrsteilnehmer:)


    Bei den Spezies die gestern einfach auf die Baustelle abgefahren sind war ich aber auch schadenfroh

  • Jetzt seid doch nicht mal immer so negativ,

    man kann doch sowohl dem Stau, der zur Entschleunigung unseres hektischen Lebens beiträgt, ...

    etwas durchaus Positives abgewinnen ;)

    Superklares Nein!

  • Tja, dann kann ich es auch anders formulieren:

    wer in der großen Stadt leben will mit all ihren Vorteilen, der hat gefälligst auch mit den Nachteilen zu leben.

    Für uns in der ländlichen Gegend ergibt sich so ein Verkehrschaos eher selten, und das können wir ganz gut ab ...

    ach ja, bevor die Städter uns Landeier aussperren wollen,

    sollten sie sich bitte überlegen, wer die Arbeit, die in der Stadt anfällt, noch machen soll

    und wer in den feinen Geschäften einkaufen soll ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Dabei bin ich selbst jahrelang Fahrrad gefahren, täglich auf Arbeit und zurück. Und zwar Friedrichshain-Prenzlauer Berg-Friedrichshain. Ihr denkt, ihr seit harte Kerle, schmerzfreie Kampfsportler? Nee, der durchschnittliche Berliner Radfahrer ist Kampferprobter und um längen kaltblütiger und skrupelloser.

    Tja sonst überlebt er nicht, selbst wenn er sich brav an alle Verkehrsregeln hält. Sag ich mal so mit diverse Jahren quer durch Berlin auf dem Rad. Wer sich in die Hose macht ist schlichtweg tot, oder zumindest ernsthaft verletzt. Eine bittere Erfahrung aus Jahren wo man von Reinickendorf nach Schöneberg, Lichtenberg, Tiergarten etc gefahren ist. Also immer einmal senkrecht durch durch Berlin, also keine Kurzstrecken wie Prenzelberg -Friedlhein. Übrigens, das Zauberwort :Abkürzung durch Nebenstraßen. Wer freiwillig so einen Mist die Frankfurter Allee fährt mit dem magersüchtigen Radweg, den wildgwordenen Hupfetischisten und den brüllenden Fußgängern, selber schuld. Da fahr ich lieber eine, zwei Kilometer mehr, geb etwas Pedale und hab meine Ruhe.;)

  • Ich landei Stern regelmäßig tausend Tode da LKWs und Autos mit regelmäßiger Freude nen scheiss auf den Sicherheitsabstand beim Überholen geben (keine Radwege!!!). Mir ist letzte Woche auch schon mal ne leere BK-Tüte an den Kopf geworfen worden beim vorbeifahren. Das so richtig geil.

  • Tja, dann kann ich es auch anders formulieren:

    wer in der großen Stadt leben will mit all ihren Vorteilen, der hat gefälligst auch mit den Nachteilen zu leben.

    Also mal davon abgesehen, daß ich Staustehen auch nicht mochte als ich auf dem Dorf wohnte, sehe tatsächlich null Vorteile darin meine Zeit so zu verschwenden. Zumal das nicht zwingend so sein müsste wenn einige Fahrer mal ordentlich fahren würden und die Baustellen sich mehr nach Bedarf als bürokratischen Regeln richten würden.

  • Die nehmen doch eh alle Drogen!

    Ich stelle mir das gerade so vor :Ein vollkommen zu gedröhnter Motoroller den sein Herr und Meister probiert zu lenken...