Mysteriöse Geschichte

  • So eben habe ich das hier entdeckt:



    Was sagen unsere Experten dazu ? Ihr kennt die Geschichten doch auch, oder ? Dann sind diese Schwerter doch so eine Art Heiliger Gral oder das Bernsteinzimmer ?


    Bitte nicht zuviele Fachbegriffe nutzen :) Ich weiß kaum was über jap. Waffen, Schwerter oder die Kultur der Samurai ... darum haben wir ja euch !


    P.S.:


    Ja, ich weiß das es so einen Bogen nicht gegeben haben kann, aber was ist mit dem Schmied aus der 1. Geschichte ?

  • Willy: ich fürchte Märchen.

    Da passen einige Sachen nicht zusammen. Es gibt keinen Fürsten Hideyoshi ieyasu Tokugawa, aber sehr wohl Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu, zwei der drei Reichseiniger aus dem späten 16. Jhdt.

    Ich denke, dass der Schmied Muramasa gemeint ist, er wurde wohl auch als Murakami gelesen wurde. Drei Generationen von Muramasa sind plausibel - nichts besonderes -

    im Bereich bestimmter sehr produktiver Schmiedetraditionen dieser Zeit gab es etliche Schmiedenamen , welche sich noch ununterbrochen bis zum Ende des feudalen Japans halten sollten.

    Die Zeit passt nicht ganz. Der erste Muramasa arbeitete etwa um 1500.

    Die Zeit ab 1500 ist aber besonders. Zwar herrschte immer noch Bürgerkrieg, gleichzeitig entstanden aber auch wichtige Handelszentren und wichtige Städte und damit ein gewisses Stadtbürgertum. Wichtige Schwertkampfschulen entstanden und das Schwert bekam mehr zivile Bedeutung. Und wie es immer so ist, wollte man gerne besonders kurze, schnelle und scharfe Schwerter. Insbesondere Schmiede aus Mino waren für praktikable und scharfe Schwerter bekannt. Muramasa gehört aber zu einer Mix-Tradition - auch nichts ungewöhnliches.

    Ungewöhnlich ist eher das Pech, welches die Tokugawa Familie (also die, welche ab 1603 bis 1868 die Shogune stellten) mit Klingen von Muramasa hatten. Die Tokugawa hielten deshalb die Klingen dieser Schmiede für bösartig und damit war Tür und Tor der Legendenbildung geöffnet. Gerade im späten 19. Jahrhundert war es bei den politischen Gegnern der Tokugawa besonders hipp, eine Muramasa-Klinge zu tragen.

    Die Legendenbildung führte auch dazu, dass die Lebensdaten der Muramasa Schmiede nach hinten verschoben wurde. Teilweise galt Muramasa als (natürlich böser) Schüler des berühmtesten Schmieds Japans: Masamune. Selbst der Swordsmiths Revised von Hawley packt Muramasa noch in das Späte 14. Jahrhundert, 100 Jahre zu früh.

    Von weiten konnten Muramasa-Klingen bestimmt töten - wenn man sie geworfen hat.