Tradition gegen Moderne ?

  • Oh ja, Kampfkunst ist meinem Sinne nach ebenfalls ein Handwerk. Kein Zweifel.


    Zu deinem Intermezzo mit der Schule der kurzen und langen Schwertern: Nun, das Zauberwort hier lautet PRINZIPIEN.

    Das ist ja das Schöne an klassischen Ryûha mit einer ununterbrochenen Übertragungslinie: Im Begriff der Technik gefangen zu sein, heisst, das erste Stadium noch zu durchlaufen.

    Danach stösst man zu den Prinzipien vor (vorausgesetzt, man bleibt der Schule und dem Keppan verbunden). Und da spielt es eben keine Rolle mehr, wie lang das Schwert ist. So wurde und wird das hinbekommen.


    Der kulturellen Aspekt, den du erwähnst, ist ebenso immens wichtig, da gehe ich mit dir absolut einig! Die jap. Sprache und die gesellschaftlichen und kulturellen Gepflogenheiten (welche man ja nur bei einem langen Aufenthalt in Japan erfährt und anwenden muss) bilden einen entscheidenden Anteil des Studiums. Da ist nix mit anlesen. Da zählt nur die Erfahrung.

  • Da bin ich mal übers Wochenende kaum im Forum...


    Ich sehe das alles gar nicht so "kantig". Koryû bewahren doch ebenfalls Traditionen vor dem "Aussterben" auch wenn sie ursprünglichen Sinne nicht mehr gebraucht werden. Gerade was Japan betrifft - sorry, ich kann mich vom Wissen her auch nur auf Japan beziehen - kann man sich doch glücklich schätzen, dass in der Kampfkunst noch ununterbrochene Linien gibt. Wir in Europa dagegen müssen unsere alten Fechttechniken auf der Basis von wenigen bildlichen Quellen "neu erfinden".


    Nicht jede jap. Handwerkskunst hatte die "Exklusivität", von "oben" gerettet zu werden, wie es bei den Schwertschmieden und folglich den Togi der Fall war.

    Die einbrechende Moderne entriss schon ab der späten Edo vielen Handwerkskünsten jegliche Basis.

    Beispiel jap. Keramik. Die jap. Teeschale ist für viele das Sinnbild japanischer Ästhetik. Diese in der späten Muromachi gebildete Strömung im Sinne des Wabi/Sabi macht Japan bis Heute so einzigartig. Manche Teeschale, manches Teepulver- oder Frischwassergefäß hatte in der Momoyama-Zeit den Gegenwert einer ganzen Provinz - wertvoller als jedes Schwert.

    Und doch brachen all diese großen und wichtigen Ofentraditionen am Mitte des 19. Jahrhunderts wie Kartenhäuser zusammen und starben einfach aus. Erst kamen neue Techniken durch den Westen wie Kohle-, Gas- und Elektroöfen, schließlich erwies sich der Import von Gebrauchskeramik immer noch als günstiger, als eigene Produktionsstätten zu erhalten.

    In den 30ger Jahren stellte man fest, das man diesbezüglich einen gewaltigen Fehler gemacht hat. Es gab keine Teishitsu Gigei-in der Keramik-Welt. Man stellte fest, das es niemanden mehr gab, der wusste wie Setoguro funktioniert, oder bestimmte Effekte beim Bizen-Yaki entstehen. Es gab zwar noch Nachkommen berühmter Töpferdynastien, aber die besaßen nicht mehr das Wissen ihrer Urgroßväter. Öfen mussten geradezu archäologisch ausgegraben werden, Scherben untersucht, Glasuren verstanden werden. Welche Zusammensetzung müssen Tone und Glasuren haben? Wie reagieren diese Temperaturen, auf Reduktion und Oxidation? Das alles musste vollkommen neu erforscht werden.

    Und jetzt kommt das Dramatische: die Zukunft dieser mühsamen Renaissance einer traditionellen Handwerkskunst sieht nicht rosig aus. Ein großer Noborigama (Hangofen) verschlingt bei 3 Wochen Brenndauer Tonnen an Rot-Kiefer und produziert entsprechende Emissionen, welche im krassen Gegensatz zum modernen Umweltbewusstsein stehen.


    Aber selbst die Schwertschmiede haben schon Probleme, Nachwuchs zu finden. Die Togi mögen sich momentan noch zurücklehnen. Da gibt es noch Unmengen historischer Schwerter, die restauriert werden wollen. In der Vergangenheit galt der Markt japanischer Antiquitäten als einer der Krisenfestesten. Doch die Preise gehen immer weiter in den Keller und der Markt ist überschwemmt. Das hat Einfluss auf die Restauration und deren Preise. und letztendlich auf die Arbeitsweise der Restauratoren.

    Deswegen, jeder der etwas Traditionelles bewahrt sitzt doch im selben Boot, nur dass er mit ganz individuell-spezifischen Problemen zu kämpfen hat. Wenn Du Kaji für einen seltenen Naturstein ewig den Markt absuchen und letztendlich Unsummen bezahlen musstest, wirst Du diesen nicht an einem Ebaystaubsauger verschleudern, der für eine Gurke 300 Äppel bezahlt hat und deren weiterverkaufsfördernde Aufhübschung max. ein Appel und ein Ei kosten darf. da überlegst Du kaum, welche alten Techniken Du anwendest, um den Handwerk gerecht zu werden.


    Ausübende von Koryû werden mit den Umstand zu kämpfen haben, dass der Zeitgeist im Kampfsport - ich sage bewusst Kampfsport - genau dort liegt: im sportiven Bereich und der Anwendbarkeit auf der Straße. Selbst die Sichtweise "Selbstverteidigung" ist nicht mehr die selbe wie vor 10 Jahren. Man muss schon einen besonderen Grund haben, eine Kampfkunst lernen zu wollen, die aus einer anderen Zeit und Kultur geboren wurde. Ich kann mir vorstellen, dass man da ordentlich um Nachwuchs zu kämpfen hat. Deswegen kann ich auch vollkommen nachvollziehen, dass man mit diesem Hintergrund kaum Verständnis für Truppenteile einer Pseudo-Ryûha hat, die öffentlich von langer Tradition reden, die offensichtlich überhaupt nicht gibt.

    Der Hoki no Kami Ason Masayuki Versteher

  • Dieser Thread ging leider etwas unter, schade.


    Natürlich muss um Nachwuchs gekämpft werden, teilweise. Nur dieses Problem haben ja bei weitem nicht nur solch "altertümliche" Sachen wie Koryû Bujutsu. Selbst ganz normale Sportvereine (oder sonstige Vereine) bekommen kaum noch Nachwuchs, der dem Verein auch über eine lange Zeitperiode erhalten bleibt.

    Hier geht es also nicht um etwas Spezifisches, mit dem sich junge Menschen NICHT auseinandersetzen wollen.

    Grundsätzlich alles, was mit Verbindlichkeit im weitesten Sinne zu tun hat, ist heute nicht mehr gefragt. Viele reden es sich schön und sprechen von "Flexibilität" und "Individualität", aber das halte ich persönlich für Bullshit. Es fehlt ganz einfach an der lieben, alten Disziplin. Bereits dieses Wort führt ja bei gewissen Personen schon zu Schnappatmung.


    Auch wirkt der andere, fremde kulturelle Hintergrund nicht wirklich bremsend. Meist nützt da ja zu Beginn noch die asiatische Romantik, welche dann natürlich bald der Erkenntnis weicht, dass es eben....... Disziplin für das Ganze braucht.

    Auch Unterfangen, welche aus dem eigenen Kulturraum stammen und hier fest verwurzelt sind, die aber ebenfalls auf eine grosse Verbindlichkeit und Disziplin angewiesen sind, haben es schwer. Siehe z.B. pflichtschlagende Verbindungen.


    Wenn man sich nun für so etwas wie Koryû Bujutsu interessiert, mag der Einstieg noch nicht so sehr anders sein, wie bei modernen Budô-Künsten. Später aber, wenn eine Ryûha darauf besteht, dass nicht-japanische Schüler sich auch umfassendes kulturelles Wissen inkl. Sprache aneignen müssen, dann trennt sich die Spreu vom Weizen.

  • Sabiji hat das Problem was unsere Szenerie hat beschrieben. Der Markt zwingt uns, modernes Irgendwas zu machen. Das kostet auch Zeit, viel Zeit. Aber wann soll man dann die alten Dinge tradieren, erhalten ?


    Ryoma hat auch einen wichtigen Punkt angesprochen, den ich aber etwas anders bezeichne. Hingabe an die Sache.


    Ein weiterer Punkt der uns in die Schwierigkeiten bringt. Wie ich anderswo schon schrieb, man muß verrückt sein um von der Kunst des Schwertschleifens zu leben. man wird nicht reich, wird belächelt in Europa zumindest.

    Aber auch in Japan haben kaum Schüler Lust darauf sich wirklich die Hände mal dreckig zu machen wenn sie den nötigen Geist besitzen. Beides gehört aber neben Disziplin dazu.

    Alles in allem ein harter Weg der im modernen Sinne eigentlich nicht belohnt wird. kein Ruhm, kein Vermögen nichts außer der Sache an sich.

    Ich weiß nicht wie es bei den Anfängern im Koryu ist, ich kann nur von meinen Erfahrungen mit Interessierten erzählen.

    Es ist immer das Gleiche gewesen ( ich habe diesbezüglich wirklich aufgeben ). Die Leute die den Geist haben wollen eben keine Tsuya schleifen, Steine putzen etc. Die nächste Kategorie macht das zwar, versteht aber den theoretischen Unterbau nicht. Die dritte Kategorie denkt "Lernen noch nach der Arbeit ?" ohne mich. Tja anders geht aber nicht. Am Anfang ist ein 8 Stunden Tag einfach Illusion. Das ist mindestens die normale Arbeit, der Rest der kommt hinterher.

    Ich sage es mal deutlicher : Der Einstieg in das Handwerk, die Kunst ist hart und es wird auch nicht sanfter oder weicher, eher im Gegenteil. Arbeiten wo ich vor 20 ig Jahren noch zufrieden war, da nörgel ich heute dran rum. Warum ? Weil es ein langer Weg ist bestimmte japanische Ästhetiken zu begreifen. Mein Freund Sabiji hat es über die Chawan geschaft, ich hab die Tür über das Hadori gefunden.

    Das Verständnis kommt aber auch nur, wenn man sich mit der Kultur wirklich mal beschäftigt, der Gedankenwelt , die dahinter steht.

    Allerdings wer glaubt er wird dadurch zum Japaner, das wird man auch nach mehreren Jahren Aufenthalt dort nicht, dazu ist es eben zu fremd, zu komplex. Das ist aber nicht schlimm, man hat zumindest den richtigen Weg gefunden.

  • Das Verständnis kommt aber auch nur, wenn man sich mit der Kultur wirklich mal beschäftigt, der Gedankenwelt , die dahinter steht.

    Allerdings wer glaubt er wird dadurch zum Japaner, das wird man auch nach mehreren Jahren Aufenthalt dort nicht, dazu ist es eben zu fremd, zu komplex. Das ist aber nicht schlimm, man hat zumindest den richtigen Weg gefunden.

    Da ich der Einzige bin, der hier das Topic "Aufenthalt in Japan" eingebracht hat, gehe ich davon aus, dass dies auf mich gemünzt ist.


    Dieser Vorwurf (siehe rot), taucht interessanterweise immer mal wieder auf, obwohl ich nicht wüsste, wie ich je diesen Anschein erweckt hätte.

    Ja, ich habe Japanisch studiert.

    Ja, ich spreche Japanisch fliessend.

    Ja, ich habe jahrelang in Japan gelebt und gearbeitet (und das nicht etwas als Expat)

    Ja, meine Frau ist Japanerin.

    Ja, all dies erlaubt es mir, einen relativ realistischen Blick auf dieses interessante, aber auch zwiespältige Land zu haben.

    Ja, all dies hilft mir auch, nicht in die Budôromantik-Falle zu tappen (das ich dass überhaupt erwähnen muss...).

    Nein, ich glaube nicht und habe nie geglaubt, durch all das zum Japaner zu werden.

    Und nein, Japaner möchte ich bei Gott nicht werden (und wenn es nur der simple Grund ist, dass ich dann meine schweizerische Staatsbürgerschaft aufgeben müsste).


    P.S. Und ja: Es macht eben einen ganz gewaltigen Unterschied, ob man sich theoretisch oder praktisch (sprich langer Aufenthalt) mit einem Land und seinen Menschen befasst.


    Diejenigen, welche diesen Vorwurf äussern, tun dies wohl einerseits, weil viel zu viel in solche simple Statements wie "ich habe viele Jahre in Japan gelebt" hineininterpretiert wird. Andererseits mag manchmal auch unterschwellig ein gewisser Neid vorhanden sein. Teilnehmer dieses Threads sind damit natürlich nicht gemeint.


    Anmerkung vom Admin: In diesem Thread geht es nicht um Dich oder Personen, Vorwürfe, Rechtfertigungen. Ich belasse diesen Thread, ermahne Dich aber. Bitte unbedingt ans Thema halten!

  • Nein, es war nicht auf dich gemünzt, ich kenne genügend Leute die lange drüben waren.


    Schade. Man kann offensichtlich nicht mehr aus dem Erfahrungsschatz plaudern ohne das sich jemand angegriffen fühlt.

    Kann ich aber leider nicht ändern.

    Wenn ich provozieren wollte hätte ich dir nicht die letzte PN geschrieben. Titel ? Frieden /Bücher. Einfach damit das mal klar ist.

  • Nö, ehrlich! Der eine Typ mit den Stichblättern in Kawagoe konnte kein Fatz englisch und ich beherrsche kein Fatz japanische Konversation. Was hätte ich gerne fachgesimpelt. Mit englisch kommst Du nicht sonderlich weit in Japan.

    In einen Atelier für Shigaraki Keramik habe ich ein paar Keramiken auf englisch gelobt. Der Angestellte hat sich ein Loch in Bauch gefreut und fragte mich "Do you like Shigaraki?" Darauf habe ich ihn zugetextet und sein Gesicht wurde immer länger. Er meinte dann radebrechend, er habe im Prinzip nichts verstanden. Er studiere englisch wirklich sehr ernsthaft, aber es ist ja so schwer...

    Andersherum gings mir auch nicht anders. Anderer Laden: Karatsu Yaki? Hai! Und dann gings los ... Laberrababer...äh...ja...immer lächeln und nicken...

    Das ist manchmal echt frustrierend.

    Der Hoki no Kami Ason Masayuki Versteher

  • Na dann lern doch einfach etwas Japanisch, du bist ja dies bezüglich nicht so glorios unbegabt wie meine Wenigkeit. Ansonsten kommt man mit Fachjapanisch auch schon ein Ende weiter. Mache ich jedenfalls mit meinem japanischen Kunden immer so. Sein Englisch ist toll wie mein Japanisch...aber es geht.

  • Einfach mal um zu zeigen was denn nun diese alten Traditionen sind. Deswegen schrieb ich auch dahinter "zur Info". Aber danke der Nachfrage.

  • Ja, hübsch.

    Aber was hat das nun mit dem Thema zu tun?

    Ha ha, das ist ja jetzt witzig.:D

    GENAU diese Frage habe ich mir - insbesondere nach Paladins Bitte endlich zum Thema zurück zu kommen - auch sofort gestellt, zumal mir (wie wohl fast jedem Anderen auch) natürlich schon gut bekannt war, dass es auch heute noch etliche traditionelle Künste gibt. Okay, durch Kajiheis Antwort an Dich weiß ich jetzt zumindest schon einmal, worauf er eigentlich mit den schönen Clips hinaus wollte und dass es eigentlich zum Thread passen wüde (eigentlich weil....siehe Text zum Folgezitat).




    Einfach mal um zu zeigen was denn nun diese alten Traditionen sind. Deswegen schrieb ich auch dahinter "zur Info". Aber danke der Nachfrage.

    Also grundsätzlich ist diese Vorstellung gar nicht verkehrt, man hätte vielleicht sogar noch moderne Künste vorstellen können, damit man dann wirklich einmal den postulierten Gegensatz sieht.


    Hätte man so eine Vorstellung bzw. die Vorgabe, was unter den zum Disput dargebotenen Dingen genau zu verstehen ist aber nicht sinnvollerweise zu Beginn des Threads klären sollen, also bevor sich Jeder erst einmal intensiv zum Thema des Threads ausgelassen hat?


    So am Ende(?) der Diskussion nochmal spontan festzulegen, was überhaupt die anzuwendenden Parameter sind, halte ich ehrlich gesagt für nicht zielführend denn es wird damit sozusagen mehr oder weniger automatisch zurück auf den Anfang der Diskussion verwiesen und jeder einzelne Post müsste nun noch einmal abgeglichen werden mit dem, was nun nachträglich nochmal als Standard (in diesem Falle nür für den Teil der Tradition) vom Threadersteller vorgegeben wird.


    Zumindest ich persönlich hätte da vielleicht einfach nochmal ein schönes neues Thema zu den traditionellen Künsten aufgemacht aber das ja nun auch egal.


    Zum Thema Tradition gegen Moderne überlege ich mir gleich nochmal etwas.

  • Ich frage mich immer mehr, was ist richtig, was ist falsch.

    Als ich begonnen habe, vor einigen Jahrzehnten war das Credo "Naturstein pur" Also ackerte man sich auf teilweise unglaublichen Sandsteinen etc ab.

    Die Zeit lief weiter.

    Ich unterschiede da zwei Dinge für mich, bin aber möglicherweise ein Extremfall:

    Klinge u.ä. als Gebrauchsgegenstand: Elektrohammer und andere arbeitserleichternde Hilfsmittel sind kein Problem, wenn es das Tempo erhöht und den Preis verringert.

    Klinge u.ä. als Sammlerobjekt: solch ein archaisches Teil soll bitte auch heutzutage bitte schön archaisch hergestellt werden, Entweder RICHTIG traditionell oder gar nicht.





    Dies Beispiel [[JKD-Lager] zeigt, dass sowohl Tradition als auch Moderne wichtig sind und gut auch nebeneinander existieren können. Probleme gibt es nur, wenn jemand behauptet, dass Eine wäre besser als das Andere. Leider lässte sich sowas nie beweisen, sodass alles nur an der Oberfläche mit Behauptungen diskutiert werden kann. Behauptungen wiederum haben noch kein einziges Thema "beflügelt" oder "weitergebracht", sie sind einfach nur eine desturktive Einbahnsatraße: man biegt in so eine Einbahnstraße schon mit dem Wissen ein, dass man da nicht rauskommt. Für einen Kampfsportler bzw. Kampfkünstler m. E. gerade im Realitätsdenken ein absolutes NOGO!

    Zunächst einmal finde ich, dass wer Traditionelles oder Modernes machen möchte, dies ruhig tun soll.....soweit, so gut




    Paladin schrieb:

    Die Moderne benötigen wir, um aus unserem (z. T. eintönigen und reizlosen) Alltag ausbrechen zu können. Von Grund auf sind wir alle neu- und wissbegierig. Dass soll auch so bleiben. Modern bedeutet hierbei allerdings "mit der Zeit zu gehen" und nicht "der Zeit voraus zu sein". Das gilt es, nicht verwechselt zu werden. Nicht falsch verstehen: "der Zeit voraus sein" ist nicht schlecht, man spricht auch von Visionären. Es ist allerdings auch mit der Gefahr verbunden, auch scheitern zu können. Insofern gebietet es die Lebenspraxis, bodenständig zu bleiben.

    Das mit dem (vermutlich immer noch kampfkunstbezogen?) "der Zeit voraus sein" habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden, könntest Du das vielleicht an einem Beispiel erläutern?



    Das klingt so, als seien ausgerechnet diejenigen, die wertvolle Kulturobjekte eigentlich bewahren sollten jene, die letztlich an deren Zerstörung AKTIV mitwirken.


    Natürlich möchte man von seinem Beruf leben können aber wenn dieser gleichzeitig auch eine Berufung ist, muss man sich halt immer fragen, inwieweit man alle Moden mitmacht.


    Im schlimsten Falle stellt sich die Frage, ob man als Idealist (sollte man einer sein) sein Berufsfeld ganz bewusst wechseln sollte - ggf. auch verbunden mit finanziellen Einbußen - da man als eigentlicher Bewahrer eines Kulturbereichs allein schon aus moralischen Gründen nicht länger an dessen allmählicher Auslöschung mitwirken möchte. Als jemand, der meint, oft die moralisch richtige Entscheidung getroffen zu haben mitsamt den i.d.R. negativen Folgen dieser Entscheidung, verstehe ich, dass es nicht immer leicht ist, den für sich vermeintlich richtigen Weg nicht nur zu finden, sondern diesen dann auch wirklich konsequent zu gehen.




    Aber bleiben wir doch mal abgesehen von den Animositätengesäusel beim Thema.

    Ich möchte solche Themen zwar nicht ausführlich behandeln, kann das aber so als Mitglied und Vertreter einer Koryû einfach nicht stehenlassen und hoffe, EIN Einwand reicht jetzt aus:


    Du äußerst Dich mehrfach zu einem Thema (INNERE Belange von Koryû), von dem Du nachweislich keine Ahnung hast bzw. überhaupt haben KANNST und ein berechtiger Hinweis darauf, hat m.A.n. nichts mit irgendeinem "Animositätengesäusel" oder Vergleichbarem zu tun. Es ist vielmehr so, als würde Dir der Arzt, der gerade eine Hand näht und dem Du Tips gibst klarmachen,

    dass ein paar Folgen Schwarzwalklinik eben kein Medizinstudium ersetzen würden und er nunmal einfach besser wisse als Du, wie man kaputte Hände wieder ordentlich zusammenflickt.

    Selbstverständlich heißt das jetzt natürlich nicht, dass man sich nicht grundsätzlich auch als (Koryû-)Laie gerne zum Thema Koryû äußern kann.:)






    Ich sehe es simpel, für mich ist eine KK auch ein Handwerk, resp eine Handwerkskunst. Im europäischen Raum spricht man ja nicht umsonst vom Waffenhandwerk.

    Im japanischen Bereich sehe ich es ähnlich. Jutsu (Kenjutsu, Jûjutsu, Hôjutsu etc.), oft nur als "Kunst" übersetzt und dementsprechend oft recht falsch interpretiert und argumentativ eingesetzt (z.B. Kampfkunst als vermeintlich total friedliche Sache, die man vielleicht sogar nur irgendeiner Ästhetik wegen übt im Gegensatz zum knallharten Kampfsport mit Verletzten), kann ja auch - und das tue ich bevorzugt, einfach um den üblichen Missverständnissen zuvorzukommen - als KunstFERTIGKEIT übersetzt werden. Gerade beim Hôjutsu, dem Schießen mit Feuerwaffen, stellt sich doch die Frage, um was wenn nicht besagte Fertigkeit es gehen sollte (ja, in Filmen wird ästhetisch ansprechend auch aus dem Flicflac oder einem 5fach-Salto heraus die Waffe gezogen und/oder abgefeuert aber DAS hat ja nun wirklich nichts mit Hôjutsu im eigentlichen Sinne zu tun:D).

  • Das mit dem (vermutlich immer noch kampfkunstbezogen?) "der Zeit voraus sein" habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden, könntest Du das vielleicht an einem Beispiel erläutern?

    Ich bin immer noch bei der Kampfkunst bzw. dem Kampfsport. Die Pointierung lag auf "Modern vs. Traditionell" und nicht auf "der Zeit voraus sein". Eher ging es mir, deutlich zu machen, dass jeder Mensch von Geburt ab an neugierig und wissbegierig auf die Welt kommt. Leider verfügen wir über ein Schulsystem, dass den Kindern bereits in der 1. Klasse beibringt, besser still zu sein, ruhig zu sitzen und den Mund zu halten. Genau das Gegenteil davon habe eben diese Kinder noch im Kindergarten gemacht. Nun sollen sie keine Kinder mehr sein dürfen, sondern Schüler. Von daher stellt sich insgesamt die Frage, ob gute Schüler gut sind, weil sie intelligent sind, oder nur, weil sie sich besser anpassen können. Teilweise lernen intelligente Kinder schneller, sich anzupassen. In der Pädagogik allerdings ein "alter Hut". Das Wissen über den Ruf der Schule als "Fantasie- und Kreativtod" bei Kindern habe ich bereits in meinem Studium diskutiert. Angepasste Kinder - auch wenn sie intelligent sind - sind kaum bis gar nicht Teamfähig, verfügen über ein rudimentäres Selbstvertrauen, drehen sich mit Meinungen und Argumentationen nach dem Wind, sind autoritätshörig. Was ihnen fehlt: Ein freier Wille, Kreativität, eigene Wege zu entwickeln, Durchsetzungsvermögen, usw. usf.


    Die Schule in Deutschland wurde so, wie wir sie kennen, zu Kaiserzeiten in Deutschland konzipiert. In Preußen wurde um1810 die allgemeine Schulpflicht - damals noch mit Schulgeld - eingefügt, unser damaliger Kaiser modifizierte um die Jahrhundertwende die Bildungsideale, Vorbild war ein gewisser Wilhelm von Humboldt, Bruder von Alexander. Die Schule verfügt also - eigentlich - über eine große Tradition. Im Laufe der Jahre hat sich die Schule dann immer mehr der jeweiligen gesellschaftlichen Anforderungen angepasst. Damit teilt sie das Schicksal ihrer Schüler: Anpassung. Allerdings ist sie von der Grundstrucktur, also z. B. der Lernmethodik fast identisch zu der in der Kaiserzeit. Heute finden sich dafür nur modernere Wörter. Wenn ich z. B. mit Schulen ins Gespräch gehe und frage, wie der Unterrichtsstil aussieht, bekomme ich zu 99% die Antwort: Frontalunterricht. Spreche ich das an, erklären mir viel, dass sie aber auch Gruppenarbeit mit einbringen. Man stelle sich das Szenario bei 6 Stunden am Tag vor: Jede Stunde wird man für 45 Min. (Warum eine Stund in der Schule nur 45 Minuten dauert, hat mir übrigens auch noch niemand erklären können) von jemanden da vorne berieselt. Mal bekommt man was mit, mal schaltet man ab. Zu Kaiserzeiten, als die Schule vor allem mit militärischem Hintergrund konzipiert wurde (still sitzen und zuhören), kein Ding. Heute gibt es bereits seit Jahrzehnten wesentlich modernere und - vor allem - pädagogisch sinnvollere didaktische Konzepte. Es ist schon erstaunlich: Diejenigen, welche sich selbst "Pädagogen" nennen handeln in jeder Faser ihres beruflichen daseins völlig unpädagogisch, also an den Bedürfnissen ihrer ihnen anvertrauen Kinder und Jugendlichen vorbei. Die Zeit hat sich eben geändert und damit auch der Bedarf unseres Nachwuchses.


    Wie also wird in einer Gesellschaft Wissbegier und Kreativität bewertet und wie wird mit dem Wissen der Bedürfnisse unseres Nachwuchses umgegangen? Genau in dieser Frage treffen Tradition und Moderne stets aufeinander. Die Tradition sagt: Chemie ist Chemie, Biologie ist Biologie und Geografie ist Geografie. Trennschärfe ist wirchtig. Die Moderne sagt: Alles um uns herum ist Chemie, Biologie und Geografie. Die Zusammenhänge sind wichtig.


    In der Kampfkunst wird - traditionell - gesagt: Judo ist Judo, Taekwondo ist Taekwondo und Savate ist Savate. Die Moderne sagt: alles ist Kampfkunst - die Zusammenhänge sind wichtig. Mir ist die Sichtweise gerade auf diese Dinge viel zu einfach. Das ist so, als wenn jemand vor einem Bild steht, einen Elefanten erkennt und sich fragt, warum das Bild "Sonnenuntergang" heißt. Die Lösung ist so einfach, für manche aber doch zu kompliziert: Einfach ein paar Schritte zurückgehen (Rückschritte machen, ist eben in unserer Gesellschaft nicht beliebt und wird oft mit "Versagen" erklärt), und schon kann man das Bild in seiner vollen Pracht sehen und erkennen, dass dort tatsächlich ein Sonnenuntergang dargestellt wurde und der Elefant lediglich ein Ausschnitt des Bildes ist.


    Wenn die Erkenntnis von Tradition also lediglich auf Ausschnitte des Großen und Ganzen beruht, befindet sie sich zusehends in einer Einbahnstraße. Wenn Sie dazu Ausblicke verschafft, gibt es in der Einbahnstraße einen Wendekreis. Wenn sie die Ausschnitte als Teil des Großen und Ganzen erklärt, befindet sie sich auf der Autobahn.


    Tradition in der Kampfkunst ist für mich keinesfalls die Aufteilung in Systemen und das beharren darauf eben diese Systeme und nur die in diesem System vorhandenen Rituale, Techniken und Prinzipien. Tradition ist für mich übergeordnet, in Deutschland würde ich dazu wohl eher das Wort "Etikette" benutzen. Also: Das Wissen über die Kleidung, das "sich einlassen auf die Trainingsstunde", das gemeinsame An- und Abgrüßen für ein verlässliches Miteinander, usw. Es geht darum, diese Dinge zu seinem Eigen zu machen, es in sich aufzunehmen, in sich wirken zu lassen und zu sehen, dass es einem gut tut, weil es verlässlich ist. Also auch hier sollte es nicht darum gehen, sich Ritualen anzupassen oder anzugewöhnen.


    Modern in der Kampfkunst ist, wenn man das Gefühl hat, sich nicht einem System anpassen oder - um ein böseres Wort zu benutzen - unterordnen zu müssen. Vielmehr ist es das Ziel, das System zu individualisieren, sodass jeder Kampfkünstler das System zu "seinem" System umfunktionieren kann. Gerade für Systeme, die auf der Straße Wirkung zeigen sollen, eine m. E. alternativlose Methode. Allerdings findet man in allen modernen System auch traditionelle Aspekte, zumeist Rituale, die den gleichen Stellenwert denen der traditionellen Kampfkünste einnehmen. Eine Tradition, die sich ausschließlich mit einem Ausschnitt einer Sache beschäftigt, findet man hier jedoch nicht.


    Komme ich letztlich zu den Visionären. Einer der wohl bekanntesten Visionäre war Bruce Lee. Er war seiner Zeit meilenweit voraus. Im Grund hat er damals wohl mit "homöopathischen Mitteln" gearbeitet, zumindest für die Welt außerhalb bestimmter Ortschaften der USA, denn erst jetzt (seit ein paar Jahren) dringen seine Ideen und Konzepte immer mehr in das Bewußtsein der Kampfkunstszene. Zu seinen Lebzeiten haben nur wenig Menschen das Wissen mit ihm Teilen können. Er ist den meisten Kampfkünstlern uneinholbar vorausgelaufen. Heute bekommen wir sein Erbe "nur" noch über Guro Dan Inosanto mit, der - wie Bruce Lee damals auch - progressiv beeinflusste. Eine "traditionelle" Form des JKD gibt es eigentlich nicht, wohl aber Leute die behaupten, sie würden dieses trainieren. Das Drama dabei: Bruce Lee wollte unbedingt ein offenes, direktes und explizit non-traditionelles System. Wenn also ein System trainiert wird, welches Bruce Lee genauso oder so ähnlich 1972 trainiert hat, passt man sich - um im obigen Bild zu bleiben - lediglich einem Ideal an, von dem man nur einen Bildausschnitt kennt. Aus meiner Sicht eine Einbahnstraße ohne Wendekreis.


    Jetzt habe ich zwar weit ausgeholt, aber in jedem Land sind Lernmethoden stark am gesellschaftlichen Kontext gebunden. Aus Sicht von Kindern und Jugendlichen findet Lernen nicht beim Judo oder Karate statt, sondern in der Schule. Der Rest ist Freizeit und wird daher - mehr oder weniger - ernsthaft und nachhaltig betrieben.

  • Warum du dich hier so auf Kinder und das deutsche Schulsystem fixierst, erschliesst sich mir nicht. OK, am Schluss sagt du, du hättest weit ausgeholt. Das hast du in der Tat.


    Rituale korrelieren für mich nicht unbedingt mit Tradition, bzw. mit Wissen um Tradition.

    Gerade in den modernen jap. Kampfkünsten wie z.B. Aikidô, Judô, Karatedô, Kendô kann man das sehr schön sehen. Die Praktizierenden im Westen vollführen "Rituale" (z.B. das Verbeugen oder das ominöse "OSS!" in einigen Karatestilen) ohne auch nur einen einzigen Gedanken an die Entstehung, Herkuft oder Bedeutung dessen zu verschwenden. Man sehe sich mal an, wie sich gerade Judôka "verbeugen"... absolut schrecklich. Sie sollten es wirklich lassen (oder richtig lernen).


    Sich in einem traditionellen Gebilde zu bewegen wird hier etwas abwertend dargestellt, im Sinne dass dies nur eine Krücke sei, weil man nicht selber denken will.

    Aber gerade in der modernen Welt zeigt das Sich-befassen mit und Leben in einem traditionellen System eine grosse Flexibilität und Offenheit.


    In der Welt des Koryû Bujutsu ist es aber nun mal so, dass die jeweiligen Schulen ganz individuelle Kulturen pflegen. Selbst wenn sie bekanntlich alle aus Japan stammen, besteht doch eine grosse Vielfalt. Und gerade "Vielfalt" ist doch so in Mode heute.

    Man kann natürlich mit Mitgliedern anderer Schulen befreundet sein, ein Bierchen trinken und sich gut verstehen. Trotzdem muss man die feine Linie kennen und erkennen, welche einen in Bezug auf die eigene Ryûha trennen. Ein grosses "Friede-Freude-Eierkuchen" aller Ryûha kann und darf es nicht geben. Es besteht immer ein gewisses Level an Konkurrenz und Rivalität zwischen den Schulen. Und das ist gut so! Nur so lebt es!

    Und genau deshalb sind die Schulen des Koryû Bujutsu nicht für jedermann geeignet.


    Auch zu diesem Themenbereich habe ich vor über zwei Jahren mal etwas verfasst auf meinem Blog: https://schwertgedanken.com/20…bluehenden-leben-erhaelt/

  • Warum ich mich auf das Schulsystem und Schüler beziehe, ist doch naheliegend: Methodik und Didaktik in Wechselwirkung von Moderne vs. Tradition. Ebenfalls haben wir es in der Schule mit Ritualen zu tun. Die Parallelen zur Methodik und Didaktik der Kampfkunst ist sehr naheliegend... oder findest Du nicht? Wenn nicht, müsstest Du mir das konkret erklären.

    Zitat

    Gerade in den modernen jap. Kampfkünsten wie z.B. Aikidô, Judô, Karatedô, Kendô kann man das sehr schön sehen. Die Praktizierenden im Westen vollführen "Rituale" (z.B. das Verbeugen oder das ominöse "OSS!" in einigen Karatestilen) ohne auch nur einen einzigen Gedanken an die Entstehung, Herkuft oder Bedeutung dessen zu verschwenden. Man sehe sich mal an, wie sich gerade Judôka "verbeugen"... absolut schrecklich. Sie sollten es wirklich lassen (oder richtig lernen).

    Das würde ich jetzt einfach mal bestreiten und von Dir eine Quelle benannt bekommen, die Deine These belegt. Alternative: Du schreibst, dass das Deine Erfahrungen mit den von Dir bekannten Praktizierenden sind. So klingt das sehr allgemein und pauschalisierend.


    Insgesamt möchte ich Dich bei diesem Thema ganz dezent darauf hinweisen, dass sich die Kampfkunst insgesamt nicht um die "Welt des Koryû Bujutsu" dreht. Damit siehst Du nur einen kleinen Pixel auf dem riesigen Kampfkunst-Bild mit einer Auflösung von 6000x6000 Pixeln. Ich finde, dass ist sehr Egomanisch. Die Moderne sollte eigentlich dazu führen, einfach mal über seinen Tellerrand hinauszuschauen, eine Fixierung - egal wo und wie sie stattfindet - hat grundsätzlich etwas mit Stillstand, Vorurteilen und Egoismus zu tun, zumindest, was die Gesellschaftsform in Deutschland betrifft.


    Ich habe verstanden, dass Du in dem von Dir praktizierten Stil eine sehr individuelle Kultur pflegst. Wie es aber immer so ist, sollte einem dabei immer im Bewusstsein verankert sein, dass die Historie von Kulturen immer die war, friedlich nebeneinander zu existieren. Niemand spricht einer anderen Kultur die Berechtrigung ab. Sonst driften wir ganz leicht in einen Bereich ab, den ich hier lieber nicht besprechen möchte...

  • Wenn es dir nicht reicht, dass ich hier meine Erfahrungen teile, dann ist das eben so.

    Was genau bestreitest du? Dass ein Grossteil der westlichen Praktizierenden (von jap. KK) keinen Schimmer haben von den "Ritualen" welche sie da meist zombiemässig abspulen?


    Ich masse mir nicht an, über andere KK zu sprechen, von denen ich nichts verstehe. Deine Ausführungen zu JKD las ich äusserst interessiert, zumal ich auch Bekannte aus diesem Berich habe (soviel zu Tellerrand und so).

    Ich teile hier den versammelten Forums-Mitgliedern lediglich mit, wie es sich in dem Bereich, in dem ich mich nun mal auskenne, verhält. Ein anderes Mitglied hier schreibt ja sehr kenntnisreich zu fast 100% über seinen Bereich, das Polieren jap. Schwerter. Dieses Privileg nehme ich mir einfach auch heraus.


    Zudem verbitte ich mir die Unterstellung, ich würde einer anderen Kultur deren Berechtigung absprechen. Allein das ich darauf hinweisen muss, ist schon allerhand.

    Ich habe dargelegt, wie sich die Schulen des Koryû Bujutsu in ihrer Vielzahl verstehen. Punkt.