Vitalpunkte, was ist das?

  • Gerade habe ich in einem anderen Thread das hier gelesen:


    Nun ein Beispiel aus dem Buch;

    beim Schließen der Faust zum Fauststoß drückt die Spitze des Mittelfingers auf den Vitalpunkt Pc 9.


    Werden diese Feinheiten im Training bei Euch angesprochen oder wo liegen die Schwerpunkte in der Formenschule bei Euch?

    und da stellte sich mir die Frage, ob diese 'Vitalpunkte' wissenschaftlich belegt sind, oder ob es sich nur um eine systemimmanente Annahme handelt.

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Nun, es sind zunächst mal Nervenpunkte die ja unbestritten im Körper vorhanden sind und in fast allen KK'S genutzt werden. Einige, z.B. Kyusho, sagen, dass ein mehrfachangriff auf unterschiedliche Punkte zur Ohnmacht führen können.

    Basierend auf die TCM orientieren sich aber alle an den Meridianen.

    Das man einen Vitalpunkt beim Fauststoß bearbeitet habe ich so noch nicht gehört, allerdings spannen wir die Muskulatur um 1. Und 2. Knöchel beim Schlag und drücken nicht mit den Fingern in die Handfläche.

    Hapkido- die Kunst Kleider zu falten, in denen noch Menschen stecken!

  • Gerade habe ich in einem anderen Thread das hier gelesen:


    und da stellte sich mir die Frage, ob diese 'Vitalpunkte' wissenschaftlich belegt sind, oder ob es sich nur um eine systemimmanente Annahme handelt.

    Liebe ida,


    ich sage immer probieren ... nicht nur studieren..


    Im Buch: Lebenskraft und Vitalität durch Karate, von Martina Edenhofner, gibt es bei Amazon für 14,89 €

    finden sich folgende Angaben zur Autorin: 3. Dan Shotokan Karate

    Taiji und Qi Gong seit 1997


    Oizuki = Fauststoß


    beim Schließen der Faust drückt die Spitze des Mittelfingers,auf den Vitalpunkt Pc 9 Zhongchong Herzbeutel,

    beim Zurückziehen der Faust an die Hüfte wird der Punkt Gallenblase 25 stimuliert.


    Wenn Du die Klinik am Steigerwald

    97447 gerolzhofen


    oder das Buch: Chinesiche Medizin für die westliche Welt, Christian Schmincke, Springer Verlag liest, findest Du einen Einblick

    in die TCM 12 Hauptmeridiane und 2 Sondermeridiane.


    Perikardmeridian 9 Punkte

    der Punkt Pc 9 befindet sich am daumenseitigen Nagelwinkel des Mittelfingers, wird beim Schließen der Faust stimmuliert.

    Natürlich kann ich diesen Punkt auch mit dem Finger stimmulieren.



    Die Chinesische Heilkunst ist nicht nur in Deutschland bekannt.

    Prof. Dr. med. Alexander Wang ist Facharzt für Neurologie und Psychiatrie in Wien und Spezialist für TCM.

    Buch: Chinesische Heilkunst, Kneip Verlag, Alexander Meng, Wolfgang Exel


    Besuchst Du einen Kurs : Baduan Qi Gong oder die 8 edlen Brokate des Qi Gong - etwa bei der VHS -

    solltest Du auch bereit sein, Dich auf Neues einzulassen.

    Ist für uns Westler nicht so einfach, wenn wir zu Atemzyklen unsere Arme und Beine wegen und dadurch das Qi bewegen sollen.

    Aber können alle Chinesen die in den Parkanlagen oder auf Plätzen Qi Gong oder Taiji-Chan ... üben alle etwas falsch machen?


    Dann sollte nicht vergessen werden, es gibt auch Punkte am Körper die negative Wirkungen hervorrufen können. Diese werden im Kyusho gelehrt.

    Da verlasse ich mich auf einen Fauststoß der zwei Bretter zerbricht, der hat auch Wirkung bei einen Gegner.


    ;)

  • Kevin

    Deine 'Hinweise' deuten darauf hin, dass diese 'Vitalpunkte' nur systemimmanent existieren,

    von einer wissenschaftlichen Belegbarkeit lässt sich hier nichts finden.


    Kibon

    sind die 'Nervenpunkte' identisch mit den 'Vitalpunkten'?

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es bisher keine Hinweise, dass ein geregeltes System an "Vitalpunkten", "Nervenpunkten" oder "Druckpunkten" existiert. Unbestreitbar ist natürlich, dass es über den ganzen Körper verteilt verschiedentliche Areale gibt, die besonders empfindlich reagieren: Sei es auf Druck, Stoss, Wärme oder was auch immer. Diesen liegen jedoch unterschiedliche physiologische Strukturen zugrunde. Der Solar plexus ist sicher vielen bekannt. Ein Schlag auf diesen löst verschiedentliche Symptome aus und kann, in seltenen Ausnahmefällen (und bei Vorerkrankungen) auch zum Tode führen. Ursache dieser Wirkung sind mehrere Nerven und Gefäße, die hier durch Schlageinwirkung gestört werden können. Andere schmerzhafte oder "wirkungsvolle" Orte gehen auf Muskelansätze, Gelenkstrukturen oder ähnliches zurück.

    Eine Sache sei natürlich noch erwähnt: Sobald Sinneseindrücke eine Rolle spielen sind so gut wie immer Nerven beteiligt. Nur weil etwas fies weh tut, ist das aber kein Grund, gleich von einem "Nervenpunkt" oder ähnlichem auszugehen.

    Als systemimmanente Hilfen sind diese Vorstellungen natürlich brauchbar.

    Koryu ist kein Selbstverwirklichungsbaukasten!

  • Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es bisher keine Hinweise, dass ein geregeltes System an "Vitalpunkten", "Nervenpunkten" oder "Druckpunkten" existiert.


    Die traditionelle chinesische Medizin hat eine mehr als 2500 Jahre alte Geschichte und wird in China auch noch heute an den medizinischen Hochschulen gelehrt.

    Die westliche Medizin ist dagegen ...


    Die TCM ist ein ganzheitliches System. Wer sich damit behandeln läßt muß sich darauf einlassen.

    Ich finde es überheblich, wenn wir unsere westliche Medizin als den einzigen richtigen Weg zur Heilung von Krankheiten bezeichnen.


    Im fernen Australien leben die Aborigines und diese wenden ihre eigene Medizin an und leben noch immer; obwohl sie von den " Weißen " in ihrem eigenen Land in Gebiete verdrängt wurden, die sonst keiner haben wollte.

    Die Ärztin Dr. Franziska Rubin, hat ein kleines Büchlein geschrieben, das die Rezepte für die Gesundheit und Ernährungshinweise der Aborigines vorstellt.

    In Alice Spring gibt es ein Krankenhaus nur für Aborigines , das seine eigenen Heilmittel herstellt.


    Nur als Beispiel.



    Liebe ida,


    diese Akupunkturpunkte existieren.

    Ich habe mich dafür interessiert und einige Lehrgänge bei einem chinesischen TCM Arzt bei der VHS besucht.

    Natürlich hatte ich auch Vorurteile, diese Punkte wirken nicht.

    Der kleine Mann drückte auf einen Punkt und ich konnte spüren... wie der Schmerz kam.


    Wo ich Dir aber zustimme. Bei uns in Deutschland gibt es einige - auch Ärzte - die Akupunktur anbieten und wirklich keine Ahnung davon haben.

    Leider habe ich da auch einiges an Geld unnötig ausgegeben.


    Was könntest Du tun?

    Ich könnte Dir einen Kurs bei dem chinesischen Arzt Weihong Yang empfehlen. Ob er auch Kurse in Deiner näheren Umgebung gibt?


    ;)


    PS:


    Ich habe auch nichts von dem Kieselstein-Bruchtest von Kwon Jae-hwa gehalten, bis ich die Möglichkeit hatte, direkt dabei zu sein und den Stein danach

    in den Händen zu halten.

  • Kevin, du schweift ab. TCM ist nicht mit der Anwendung reiner Nervenpunktpressuren zu vergleichen, denn Akupunktur ist nur ein kleiner Teil der TCM.

    Und nein, die westlichen Ärzte sind da nicht hinterher, Neurologen sind da vollkommen auf dem laufenden, Nervenbahnen und Nervenpunkte sind schon lange bekannt.

    Und noch eines bringst Du hier durcheinander, nämlich sind Meridiane nicht gleichzusetzen mit Nervenbahnen. Allein schon der Unterschied, dass Meridiane im Gegensatz Zeitrelevant sind.

    ida , Vitalpunkte werden diese Nerven auch genannt, ist meiner Meinung nach aber nicht exakt auf alle Punkte hinsichtlich einer vitalisierung derselben zutreffend.

    Hapkido- die Kunst Kleider zu falten, in denen noch Menschen stecken!

  • Nachsatz, um noch ei en Unsinn klarzustellen:

    Aborigines haben eine andere Enzymstruktir im Gegensatz zu den Einwanderern, die heute angebotene Nahrung ist zum Teil Gift für sie. Deswegen das KH. Dir würde diese Aborigines Diät ganz und gar nicht bekommen.

    Das ist keine Besonderheit sondern Teil der Genetik, siehe auch Japaner und Alkohol.

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  • Die traditionelle chinesische Medizin hat eine mehr als 2500 Jahre alte Geschichte und wird in China auch noch heute an den medizinischen Hochschulen gelehrt.

    Die westliche Medizin ist dagegen ...


    Die TCM ist ein ganzheitliches System. Wer sich damit behandeln läßt muß sich darauf einlassen.

    Ich finde es überheblich, wenn wir unsere westliche Medizin als den einzigen richtigen Weg zur Heilung von Krankheiten bezeichnen.

    1. Alt ist nicht gleich richtig. Zumal die westliche Medizin in etwa genau so alt ist... Chirurgie z.B. existiert seit über 3.500 Jahren in Europa.

    2. Westliche Medizin integriert mittlerweile den ganzheitlichen Ansatz, nennt sich dann nur anders: Bio-Psycho-Soziales Krankheitsmodell. Zugegeben, hat etwas gebraucht, aber man macht Fortschritte in dem Bereich...
    3. Richtig in einem Bereich heisst nicht richtig in allen Bereichen. Aderlasse waren früher Allheilmittel. Heute wird das bei seltenen Blutbildungsstörungen noch angewandt, sonst ist es eher unsinnig.

    4. Wenn ich an eine Behandlung glauben muss ("muß sich drauf einlassen."), ist es keine allgemein gültige Behandlung, wie sie in der westlichen Medizin angestrebt wird. Placebo und Nocebo-Effekte sind sehr real und werden laufend von Ärzten, Psychologen und Pharmazeuten untersucht. Ich bevorzuge erprobte Methoden, die nachweislich auch ohne den Glauben daran wirken. Leider trifft das auf viel zu viele Techniken der Medizin (und zwar egal, welcher!) noch nicht zu.



    Kibon : Nervenbahnen sind mir bei Neurologen bekannt. Was genau meinst Du mit Nervenpunkten?

    Koryu ist kein Selbstverwirklichungsbaukasten!

  • 1. Alt ist nicht gleich richtig. Zumal die westliche Medizin in etwa genau so alt ist... Chirurgie z.B. existiert seit über 3.500 Jahren in Europa.

    2. Westliche Medizin integriert mittlerweile den ganzheitlichen Ansatz, nennt sich dann nur anders: Bio-Psycho-Soziales Krankheitsmodell. Zugegeben, hat etwas gebraucht, aber man macht Fortschritte in dem Bereich...
    3. Richtig in einem Bereich heisst nicht richtig in allen Bereichen. Aderlasse waren früher Allheilmittel. Heute wird das bei seltenen Blutbildungsstörungen noch angewandt, sonst ist es eher unsinnig.

    4. Wenn ich an eine Behandlung glauben muss ("muß sich drauf einlassen."), ist es keine allgemein gültige Behandlung, wie sie in der westlichen Medizin angestrebt wird. Placebo und Nocebo-Effekte sind sehr real und werden laufend von Ärzten, Psychologen und Pharmazeuten untersucht. Ich bevorzuge erprobte Methoden, die nachweislich auch ohne den Glauben daran wirken. Leider trifft das auf viel zu viele Techniken der Medizin (und zwar egal, welcher!) noch nicht zu.



    Kibon : Nervenbahnen sind mir bei Neurologen bekannt. Was genau meinst Du mit Nervenpunkten?


    Lieber Tai_Eule


    welche westliche Medizin ist etwa genau so alt wie die Medizin der Chinesen?

    Spielst Du auf das Mittelalter an, da waren die Errungenschaften der Medizin der " Römer " schon lange vergessen.



    Dann habe ich nicht die ganze westliche Medizin verteufelt, sondern nur darauf verwiesen, es gibt gewaltige Unterschiede.

    Wie Kibon erwähnt, die Aborigines und andere " Naturvölker " sind nicht auf unsere " westliche Medizin " angewiesen, sie leben einfach anders.


    ;)



    Warum sollte unsere westliche Medizin, anderen Regeln folgen? Gibt es hier keine Placebo- und Nocebo- Effekte?

    Auch hier muß ich mich auf den Arzt und die Pillen die er mir verschreibt einlassen.

    Hoffen, daß die technischen Geräte die er einsetzt, wirklich einen Erfolg bringen.


    Welche Macht hat die Pharam- Industrie.

    Welchen Sinn haben viele Igel-Leistungen, die mir mein Arzt unbedingt andrehen will?

    Welche Methoden sind erprobt und gehören nicht auf den Prüfstand?



    Das sind wirklich nicht die Antworten auf die Frage von ida.

    Aber vielleicht der Hinweis nicht alles als Wahrheit hinzunehmen sondern einfach einen Blick über den Tellerrand zu wagen.

    Habe ich nie eine Behandlung bei einem TCM Arzt gehabt, welche eigenen Erfahrungen kann ich hervorheben?

    Ich kann auf Bücher verweisen, medizinische Literatur



    Weiterhin viel Spaß bei diesem Thema

  • Kevin, du schweift ab. TCM ist nicht mit der Anwendung reiner Nervenpunktpressuren zu vergleichen, denn Akupunktur ist nur ein kleiner Teil der TCM.

    Und nein, die westlichen Ärzte sind da nicht hinterher, Neurologen sind da vollkommen auf dem laufenden, Nervenbahnen und Nervenpunkte sind schon lange bekannt.

    Und noch eines bringst Du hier durcheinander, nämlich sind Meridiane nicht gleichzusetzen mit Nervenbahnen. Allein schon der Unterschied, dass Meridiane im Gegensatz Zeitrelevant sind.

    ida , Vitalpunkte werden diese Nerven auch genannt, ist meiner Meinung nach aber nicht exakt auf alle Punkte hinsichtlich einer vitalisierung derselben zutreffend.


    Hallo lieber Kibon


    Die TCM hat einige Teilbereiche und einer davon ist die Akupunktur, neben Kräuterkunde, Qi Gong, ...

    Wo habe ich behauptet, die TCM beschränke sich nur auf die Akupunktur?


    Dann sei mir erlaubt darauf zu verweisen, ich bin nie auf die Nervenbahnen eingegangen.

    Denn bei dem von mir besuchten Kurs, des chinesischen Arztes , wurde die TCM und dort als Teilgebiet die Akupunktur und Akupressur behandelt.



    Das von mir vorgestellte Buch : Lebenskraft und Vitalität durch Karate

    Positive Vitalpunktstimulation in Grundtechnik, Kata, Partnerübung, von Martina Edenhofner,

    ist auf chinesisches Gedankengut ausgerichtet.

    Du findest in diesem Buch die Bezeichnungen der TCM etwa Stimualtion von Blase, BI 36 Chengfu ,

    die Autorin versucht Gemeinsamkeiten zwischen einigen Katas der Shotokan- Richtung und als Beispiel des Qi Gong herzustellen.

    Daher habe ich sie bei der Diskussion über die Formen des Taekwondo - Tang Soo Do - usw. die vom Karate der Shotokan- Richtung und deren Formen beenflußt wurden vorgestellt.

    Meine Frage war dort, geht ihr als Ausbilder auf diese positive Vitalpunktstimulation ein?

    In unserem Dojang ist das nicht Teil der Ausbildung - bevor eine Nachfrage kommt.


    Möchte nach Möglichkeit nicht falsch zitiert werden.

    :)

  • Du wurdest nicht falsch zitiert, sondern vielmehr wirfst Du TCM mit Neurologie durcheinander. Lies mal deine Ergüsse.


    Tai_Eule , richtig , die Neurologie kennt die Nervenbahnen, ein durchweg verästeltes System im Körper. Durch die Verästelung gibt es zwangsläufig Knotenpunkte- auch die sind belegt- diese sind leichter reizbar als die Nervenbahnen.

    Als Beispiel liegt so ein Knoten unter der Ellenschlagader ca 3 cm unterhalb der Armbeuge, den nutzen wir im HKD um den Arm des Partners leichter Beugen zu können. Kriege grad aus Zeitmangel keine Grafiken eingefügt, hole ich nach!

    Hapkido- die Kunst Kleider zu falten, in denen noch Menschen stecken!

  • Hm, Da ich von beiden so gut wie keinen Schimmer habe, erlaube ich mal Folgendes einzuwerfen. Man kann beides eben nicht getrennt sehen, denn es schein, wenn ich wiki richtig verstehe diverse Überschneidungspunkte zu geben. Ist ja eigentlich auch logisch, denn auch TCM kann nur das benutzen was der Körper hergibt, das sind nun mal Nerven, Knochen Muskeln etc.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ky%C5%ABsho_Jitsu

    https://de.wikipedia.org/wiki/…nelle_chinesische_Medizin

    Z.:B die Akkupunktur in der TCM ist ja kein Zauberwerk. Selbst im duseligen Europa hat man schon sehr früh gewusst, das man mit Nadeln gezielt Nervenbahnen kurzzeitig lahmlegen kann. wurde z.:b teilweise bei Amputationen benutzt.

  • Kibon : Ok, danke, jetzt verstehe ich besser, was Du meinst. Im Endeffekt also empfindlichere Teile der Nervenbahnen bedingt durch Verästelung, Oberflächennähe oder ähnliche "Besonderheiten" in der jeweiligen anatomischen Struktur. Korrekt?


    Kevin : Ich kann Dir die Lese-Arbeit nicht abnehmen. Wie ich schon schrieb: Chirurgie ist über 3.500 Jahre alt. Die TCM ist kein über 2.500 Jahre unverändert tradiertes Gebilde, sondern ebenso wie die westliche Medizin verschiedene, ineinander übergehende Strömungen, weshalb ich den Vergleich hier durchaus zulässig finde. Natürlich wirken Placebo/Nocebo Effekte auch auf westliche Medizin. Nur ist der Anspruch, dass die Verfahren auch ohne diese Effekte eine Wirkung haben sollen und dies auf BELEGBAREN wissenschaftlichen Grundsätzen zu basieren hat! Dass es in dem System natürlich auch Schwächen gibt, die ständig erforscht und verbessert werden müssen, hatte ich schon erwähnt. So funktioniert nun mal Wissenschaft: ständiges beobachten und korrigieren von "Fehlern" aller Art.


    Zu Deinen Fragen...

    Pharma-Industrie: Der Klassiker. Die sind böse, weil sie Geld verdienen wollen. Gilt für TCM genau so oder glaubst Du, die chinesischen Ärzte und Apotheker machen das aus reiner Freundlichkeit?

    Arzt-Leistungen: Auch das hat nichts mit dem zugrunde liegenden System zu tun sondern findet sich genau so bei allen Ärzten. Bei manchen mehr, bei manchen weniger.

    Prüfstand: ALLES gehört IMMER auf den Prüfstand, so sollte Wissenschaft idealerweise funktionieren. Es gibt kein "ausgeforscht". Natürlich spielt am Ende Politik eine Rolle, da die Ressourcen zur Überprüfung begrenzt sind.

    Und eine persönliche Anmerkung: Bekommst Du eigentlich Geld dafür, die ganzen Bücher/Kurse zu empfehlen? Ansonsten würde ich Dich bitten, die Inhalte gezielter zusammen zu fassen und einen Vermerk ans Ende zu setzen; in etwa "Wer mehr wissen will: folgende Bücher/Kurse... usw." Es fällt mir nämlich ziemlich schwer, sinnvolle Inhalte aus Deinen Beiträgen zu extrahieren.

    Koryu ist kein Selbstverwirklichungsbaukasten!

  • Kibon : Ok, danke, jetzt verstehe ich besser, was Du meinst. Im Endeffekt also empfindlichere Teile der Nervenbahnen bedingt durch Verästelung, Oberflächennähe oder ähnliche "Besonderheiten" in der jeweiligen anatomischen Struktur. Korrekt?

    Genau so.

    Hapkido- die Kunst Kleider zu falten, in denen noch Menschen stecken!

  • Kibon : Ok, danke, jetzt verstehe ich besser, was Du meinst. Im Endeffekt also empfindlichere Teile der Nervenbahnen bedingt durch Verästelung, Oberflächennähe oder ähnliche "Besonderheiten" in der jeweiligen anatomischen Struktur. Korrekt?


    Kevin : Ich kann Dir die Lese-Arbeit nicht abnehmen. Wie ich schon schrieb: Chirurgie ist über 3.500 Jahre alt. Die TCM ist kein über 2.500 Jahre unverändert tradiertes Gebilde, sondern ebenso wie die westliche Medizin verschiedene, ineinander übergehende Strömungen, weshalb ich den Vergleich hier durchaus zulässig finde. Natürlich wirken Placebo/Nocebo Effekte auch auf westliche Medizin. Nur ist der Anspruch, dass die Verfahren auch ohne diese Effekte eine Wirkung haben sollen und dies auf BELEGBAREN wissenschaftlichen Grundsätzen zu basieren hat! Dass es in dem System natürlich auch Schwächen gibt, die ständig erforscht und verbessert werden müssen, hatte ich schon erwähnt. So funktioniert nun mal Wissenschaft: ständiges beobachten und korrigieren von "Fehlern" aller Art.


    Und eine persönliche Anmerkung: Bekommst Du eigentlich Geld dafür, die ganzen Bücher/Kurse zu empfehlen? Ansonsten würde ich Dich bitten, die Inhalte gezielter zusammen zu fassen und einen Vermerk ans Ende zu setzen; in etwa "Wer mehr wissen will: folgende Bücher/Kurse... usw." Es fällt mir nämlich ziemlich schwer, sinnvolle Inhalte aus Deinen Beiträgen zu extrahieren.


    Ich bemühe mich immer, den Gedankengängen anderer User zu folgen ohne sofort eine Beurteilung abzugeben.

    Was ich auch meistens beachte, ich versuche höflich und freundlich meinen Standpunkt darzulegen. Wenn es nicht immer klappen sollte,

    bitte entschuldige.


    Was aber in unserer Zeit sehr leicht möglich ist, ich kann vieles sofort auf den Wahrheitsgehalt überprüfen - da ist mir mein Notebook eine große Hilfe - da ich auf Google zugriff habe.

    Wikipedia gibt die Mitte des 19. Jahrhunderts als die " Geburtsstunde der Schulmedizin " an.

    Vorher war es mit den beschränkten Mitteln auch nicht möglich, wirklich wissenschaftliche Arbeiten zu erstellen.

    Hervorgehoben wird in der Literatur die hervorragenden Kenntnisse der " Ärzte " in der römischen Legion, leider ist dieses Wissen mit dem Untergang des Römischen Reiches verschwunden.


    Nehmen wir die Ureinwohner Australiens, so findet sich ein ausführlicher Bericht vom Max Planck -Institut im Internet.

    Nach den neusten Forschungen leben die Ureinwohner seit über 50 000 Jahren in Australien, ihrer neuen Heimat.

    Lese ich weitere Zeilen, dann sehe ich die " Siedler " mit anderen, leider sehr negaiven Augen.


    Kurz zu Deiner Anmerkung.

    Ich beschäftige mich schon seit über 30 Jahren .. untertrieben einige Jahre mehr .. mit den ostasiatischen Kampfsport-Arten.

    Habe daher in meiner Jugendzeit einige Kurse besucht, natürlich auch in TCM, Qi Gong, ..

    viele Fachlehrgänge auf meinem beruflichen Weg,

    einige meiner vielen Bücher habe ich inzwischen entsorgt, einige Unterlagen ebenfalls.


    Aber ich würde trotzdem einige Bücher oder Lehrgänge weiter empfehlen, da ich die Ansicht vertrete:

    Wissen sollte erlebt werden.

    So beschreiben die Worte: Ch´on -Gun Man Gun-

    übersetzt : aus 1000 Pfund werden 10 000 Pfund , ein sehr gute Übung gegen Knieschmerzen aus einem Buch von einem koreanischen Großmeister.


    Vielleicht kannst Du mir verzeihen, daß ich mir nicht mehr die Mühe mache und überall anmerke, wo es weitere Hinweise gibt.


    :)

  • Offtopic

    Der Begriff Schulmedizin stammt aus dem 19. Jhd. und zwar als abwertende Bezeichnung von Homöopathen... Chirurgie lässt sich wunderbar durch die Jahrhunderte verfolgen. Die erste "Fachklinik" für innere Medizin ist aus der Mitte des 18 Jhd. belegt. Auch in der chinesischen Medizin finden sich unterschiedliche historische Strömungen, angefangen von der Ahnenlehre über religiöse Medizin bis hin zur Naturkundlichen Lehre. Noch dazu gab es bereits zum Ende des 16 Jhd. einen Austausch an medizinischem und anatomischen Wissen zwischen "Ost" und "West". TCM ist nicht inhärent besser oder schlechter, sie ist in erster Linie anders. Sie basiert in Teilen nicht auf wissenschaftlich belegbaren Annahmen. Damit ist sie für mich weniger geeignet, als andere Verfahren. Anekdoten interessieren mich bei dieser Bewertung nicht.

    Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass das, was aktuelle als TCM rumläuft, viel auf die Förderung unter Mao zurückgegangen ist und damit faktisch erst Jahrzehnte alt ist. Und auch in China existieren beide Formen von Medizin, TCM und "westliche", der Patient wählt, wo er hingehen möchte.

    Zu Rom: Wissen "verschwindet" nicht ohne weiteres. Das römische Reich ist auch nicht "unter"- sondern in andere Zivilisationen "über"gegangen, Byzanz lässt fröhlich grüßen.


    Was hat der Zeitpunkt, seit wann Aboriginies in Australien leben, mit diesem Thema hier zu tun? Aboriginies haben im Übrigen eine um 8 Jahre geringere Lebenserwartung als ihre Vergleichsgruppe. Ja, so etwas hat viele Faktoren als Ursache, einer wird sicherlich auch die medizinische Versorgung sein... Am Rande: Auch die mittlere Lebenserwartung von Chinesen liegt z.B. unter der von US-Amerikanern oder Japanern.
    Offtopic Ende

    ida : Einmal zusammengefasst was Kibon, Kajihei und ich zu Deiner Frage geschrieben haben: Es handelt sich bei diesen "Vitalpunkten" um systemimmanente Annahmen die, je nach System, ihre Entsprechung in anatomischen Strukturen haben. Diese Entsprechung ist nicht in allen Systemen und für alle Punkte voll gegeben.

    Koryu ist kein Selbstverwirklichungsbaukasten!

  • Gerade habe ich in einem anderen Thread das hier gelesen:


    und da stellte sich mir die Frage, ob diese 'Vitalpunkte' wissenschaftlich belegt sind, oder ob es sich nur um eine systemimmanente Annahme handelt.


    Hallo liebe ida,


    ich bemühe mich meistens, eine Anfrage von Dir zu beantworten.

    Leider habe ich zuerst meine persönlichen Erfahrungen mit der Akupunktur ins Spiel gebracht.



    Du wolltest aber wissenschaftliche Abhandlungen zu diesem Theam.

    Gut, daß ich bei Google nachsehen konnte.



    -Akupunktur - Gemeinsamer Bundesauschuss




    - Veränderung sensorischer Parameter durch Akupunktur

    edoc.ub.uni-muenchen.de/


    - Wirkt Akupunktur überhaupt


    - 2 wissenschaftliche Grundlagen der Akupunktur

    link.springer.com/content(pdf/10 1007% F 978-3-662-215


    Du findest im Internet noch mehr Artikel.


    Hoffe, damit kannst Du mehr anfangen.


    :)

  • Einmal zusammengefasst was Kibon, Kajihei und ich zu Deiner Frage geschrieben haben: Es handelt sich bei diesen "Vitalpunkten" um systemimmanente Annahmen die, je nach System, ihre Entsprechung in anatomischen Strukturen haben. Diese Entsprechung ist nicht in allen Systemen und für alle Punkte voll gegeben.

    Ja, so habe ich eure Beiträge auch verstanden, danke für die Erklärungen :)

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Hallo zusammen,

    Einmal zusammengefasst was Kibon, Kajihei und ich zu Deiner Frage geschrieben haben: Es handelt sich bei diesen "Vitalpunkten" um systemimmanente Annahmen die, je nach System, ihre Entsprechung in anatomischen Strukturen haben. Diese Entsprechung ist nicht in allen Systemen und für alle Punkte voll gegeben.

    Gefällt mir gut, die Zusammenfassung!

    Die Vitalpunkte kann man als "Schwach-Stellen" betrachten, die einen Zugang zur Struktur des Gegners ermöglichen um diese damit zu meinen Gunsten zu beeinflussen.

    Das können Stellen sein, die schmerzen (um zu bewirken dass der Gegner sich von diesem Schmerz wegbewegt und somit in eine schlechtere Position gerät) aber auch rein mechanische Stellen, an denen man ansetzt um z.B. eine Hebelwirkung optimal zu erzielen.

    Ob man das nun mit moderner Anatomie, Neurophysiologie o.ä. oder mit TCM erklärt muss jeder, der sich näher damit beschäftigt, selber entscheiden.

    Das, was gemeinhin als "Kyusho Jitsu/Jutsu" gelehrt wird, ist oft die Kampfkunst-übergreifende Beschäftigung, sich systematisch mit diesen Stellen auseinander zu setzen.

    Es gibt sicherlich genügend KK, in denen das automatisch mit drin ist (deren Ausübende sehen verständlicherweise oft keinen Sinn darin, sich mit Kyusho-Jutsu als System zu beschäftigen), es gibt aber auch genügend Systeme, wo man dieses nicht systematisch lernt. Anhänger dieser System findet man dann auch häufiger auf Kyusho-Seminaren. Das kann dann eine Bereicherung sein...