FMA - hoch komplexe Systeme

  • FMA sind die komplexesten Kampfkünste, die ich kenne.
    Schaut man zum Beispiel einmal auf die Bereiche, die im Inosanto-Lacoste Kali behandelt werden, wird dies schnell deutlich – Kurz gesagt umfasst es alles was man mit körpereigenen Waffen und „Hilfsmittel“ anstellen kann.
    Keiner – oder nur wenige – können alle, in diesem Fall 12 Stufen trainieren, aber dies ist auch kein muss. .“ Viel Wert wird auf Prinzipien gelegt.
    „Basics“ kehren immer wieder und lassen sich auf andere Stufen anwenden. Reglementierungen in der Anwendung gibt es in dem Sinne nicht, sondern sie dienen nur zum sicheren Training.


    Eine Besonderheit in FMA ist, dass der Weg über Waffenbasiert auf Waffenlos erfolgt. Gerade dieser Weg wird von vielen Außenstehenden falsch interpretiert. Eine gängige Aussage ist, „ Im Alltag habe ich auch keinen Waffen, wie Stock und Co dabei.“ Dies stimmt nur zum Teil, denn auch im waffenlosen Alltag gewinnt man viel durch das Training. Gerade das Training mit mehreren Waffen (Doppeltstock, Doppelmesser, ...) schult die Koordination ungemein. Messertraining steigert Reflexe und Geschwindigkeit ungemein. Letzten Endes kann ich (fast) alles als Waffen einsetzen, was nicht als Waffen gedacht oder zu erkennen ist. Ich denke hier an Dinge wie: gerollte Zeitung, Regenschirm,…


    Letztens Endes stellt Kali aber auch eine Art Lebenseinstellung dar.

  • FMA sind die komplexesten Kampfkünste, die ich kenne.

    Ich würde es so sagen: Jeder findet in den FMA das, was er persönlich sucht, da die FMA sehr vielfältig sind. Wer komplexe FMA-Systeme sucht wird diese finden. Wer einfache FMA-Systeme sucht wird auch diese finden.

  • Das ist richtig. Man sollte wissen was man will, eine Kampfkunst erlernen oder zu kämpfen. Nichst desto trotz kenne ich keine Kampfkünste die solche eine grosse Bandbreite aufweisen.

  • Dass die FMA hoch komplex sind, kann ich gut nachvollziehen. Als Schlagzeuger finde ich es cool, wenn die Stöcke so rhythmisch gegeneinander hauen; da entstehen z.B. Triolen :)


    Ist es aber nicht auch von Nachteil, wenn eine KK hoch komplex ist? Im Ernstfall ruft man doch eher wenige einfache Muster ab.

    Humor ist der Regenschirm der Weisen. (Erich Kästner)

  • Ist es aber nicht auch von Nachteil, wenn eine KK hoch komplex ist? Im Ernstfall ruft man doch eher wenige einfache Muster ab.

    Stimmt: Es hat alles Vor- und Nachteile. Ich gebe Dir auch Recht, dass man im Ernstfall eher einfache Muster abruft, daher gefallen mir auch die einfachen FMA-Systeme besser.


    Aber viele finden es todlangweilig, ständig die "einfachen" Dinge zu wiederholen, für Menschen die immer wieder Neues lernen wollen bzw. eine Vielzahl von Techniken lernen wollen sind die komplexen FMA-Systeme ideal. Wenn das Training keinen Spaß macht, dann macht man auch keine Fortschritte, daher ist es eben genial, dass die FMA sowohl für die Freunde der Komplexität als auch für die Freunde der Einfachheit Systeme zur Verfügung stellen.


    Einen sehr guten Überblick über die FMA-Systeme findet man in "Filipino Fighting Arts" von Mark Wiley, da werden diverse "komplexe" und auch "einfache" FMA-Systeme vorgestellt -und zwar ohne Politik.
    Auch das Buch "Mastering Eskrima Disarms" von Mark Wiley zeigt die Lösungen von komplexen FMA-Systemen bei Entwaffnungen und die Lösungen von "einfachen" FMA-Systemen bei Entwaffnungen.

  • Stimmt, so als Hobby über mehrere Jahre kann es mit wenigen Techniken bzw. simplen Ansätzen langweilig werden.

    Humor ist der Regenschirm der Weisen. (Erich Kästner)

  • Ich sehe die Komplexität nicht als Nachteil an. Der Schüler hat so Auswahlmöglichkeiten und kann sich auf seine Techniken konzentrieren. Für sie besteht nicht die Notwenidigkeit alles zu trainieren.
    Bei Trainern sieht es natürlich anders aus, ihr Spektrum sollte breiter sein. Nichts desto trotz haben auch Trainer ihre Schwerpunkte.


    Unter Umständen werden Systeme in verschiedenen Ländern auch andere trainiert und unterichtet.


    Ansonsten ist vieles eine Sache der eigenen Einstellung bzw. Sichtweise. (was will ich)

  • Jow Chris, stimme dir absolut zu. Nicht umsonst benutzen die Filipinos auch das Dreieck nicht nur praktisch, sondern ideologisch: Ganz unten und allem voran steht eine breit gefächerte Ausbildung, man erlernt den vollen Umfang der technischen Basis. Je länger man dabei ist und bleibt, umso weniger Input gibt es, allerdings schmeißt man dann auch die eine oder andere Sache raus, die einfach nicht zu einem passen will. So geht das weiter, bis oben hin zur Spitze des Dreiecks. Es bleiben ganz wenige Techniken, die aber voll zu einem passen und die praktisch aus jeder Lage funktionieren und abrufbereit sind.


    Für mich macht es also nicht die Masse der Techniken, sondern das Konzept dahinter, also wie ich als Mensch, Betreibender und Anwender einer derartigen Kampfkunst mitgenommen, involviert und eingebunden werde. Daher liebe ich das [lexicon]Inosanto Kali[/lexicon], da dieses System unmittelbar die Konzepte des JKD abgreift und umsetzt, also Persönlichkeit und Individualität an erste Stelle positioniert.

  • Ich persönlich finde die Einfachheit nie langweilig, sondern ich schätze sehr die Einfachheit beim FMA-Training, aber auch die Einfachheit beim Hanteltraining, Wurftraining, Privatleben und Berufsleben. "Keep it simple" ist für mich eine universelle Lebenseinstellung.


    Die FMA bieten die Freiheit, ein "einfaches" System noch "einfacher" zu machen. Umgekehrt bieten die FMA die Freiheit, ein "einfaches" oder "komplexes" System noch komplexer zu machen.


    Bei den FMA findet jeder, was zu ihm passt.

  • Hallo Wilhelm Tell,


    was Du schreibst, hat Hand und Fuß.
    Wobei ich nicht nur bei den philippinischen Kampfkünsten die Einfachheit für den wirklichen Kampf schätze.


    Ich hatte die Gelegenheit das Combat- Arnis auf einem Lehrgang in Stegen bei Freiburg kennen zu lernen.
    Dort wurde diese Kampfkunst von Cui Brocka vorgetragen und ich war begeistert.


    www.imaf-germany.de/


    Leider wollte in unserem Verein, damals Kick Boxen , keiner sich mit den Stöckchen beschäftigen.
    Daher sind weitere Lehrgänge für mich ausgefallen.
    Habe mir vor einiger Zeit das Buch von Christian Braun- Band 1 - Kali- Arnis- Eskrima - gekauft und etwas gelesen.
    Aber allein ohne Partner?


    Daher ist das koreanische Karate für mich ideal.
    Ich kann die Dehnungsübungen allein machen, alle Techniken ausprobieren,
    die Entspannungstechniken mache ich immer allein.


    Hätten wir einen Verein für die philippinischen Kampfkünste in der Nähe.
    Das wäre meine erste Anlaufstelle.
    Eine super Kampfsport-Art die auch meiner Einstellung entspricht.
    Greift mich jemand an, ein gutes Hilfsmittel kann die eigenen Chancen erheblich erhöhen ungeschoren davon zu kommen.



    Ich persönlich finde die Einfachheit nie langweilig, sondern ich schätze sehr die Einfachheit beim FMA-Training, aber auch die Einfachheit beim Hanteltraining, Wurftraining, Privatleben und Berufsleben. "Keep it simple" ist für mich eine universelle Lebenseinstellung.


    Die FMA bieten die Freiheit, ein "einfaches" System noch "einfacher" zu machen. Umgekehrt bieten die FMA die Freiheit, ein "einfaches" oder "komplexes" System noch komplexer zu machen.


    Bei den FMA findet jeder, was zu ihm passt.

  • @WilhelmTell , vielleicht solltest du die Einfachheit mal näher beschreiben. Was ist einfach was nicht, im Zusammenhang FMA.


    Es gibt Systeme, die sich auf das Wesendliche konzentrieren, während andere mehr "verspielt" sind.
    Innerhalb eines Systems gibt es meist mehrere Strömungen, damit meine ich das je nach Lehrer mehr oder weniger komplex sein kann.
    In jeden System gibt es Kämpfer und Tänzer. Aber ein einfaches FMA System? hm...

  • Ich persönlich finde die Einfachheit nie langweilig, sondern ich schätze sehr die Einfachheit beim FMA-Training, aber auch die Einfachheit beim Hanteltraining, Wurftraining, Privatleben und Berufsleben. "Keep it simple" ist für mich eine universelle Lebenseinstellung.

    ... hört sich irgendwie so ein bisschen nach „Ockhams Rasiermesser“ an, gefällt mir :)

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • @WilhelmTell , vielleicht solltest du die Einfachheit mal näher beschreiben. Was ist einfach was nicht, im Zusammenhang FMA.


    Es gibt Systeme, die sich auf das Wesendliche konzentrieren, während andere mehr "verspielt" sind.

    Ein paar Beispiele zur Einfachheit:


    Z.B. das Buch "Mastering Eskrima Disarms" von Mark V. Wiley. Du findest da von den meisten FMA-Systemen auch komplexe Entwaffnungen. Aber nicht vom Latosa-Escrima. Warum? Weil "keep it simple" ein wichtiges Prinzip von GM Latosa ist. Komplexe Entwaffnungs-Techniken gibt es nicht im Latosa-Escrima.


    In den meisten FMA-Systemen gibt es Hubud-Lubud-Drills. Aber GM Latosa unterrichtet keine Hubud-Lubud-Drills, weil "keep it simple" für ihn zentral ist.


    Die Anzahl der Techniken, die im Latosa-Escrima unterrichtet werden beträgt nur einen Bruchteil der Techniken, die z.B. im Modern Arnis oder Inosanto-Kali oder Giron-Escrima unterrichtet werden. Die massive Reduktion der im Latosa-Escrima unterrichteten Techniken ist auch Ausfluss der Einfachheit.


    Die "Einfachheit" führt auch dazu, dass Latosa-Escrimadore ihre wenigen Techniken genauso mit Mittelalter-Schwertern oder Säbeln oder schweren Äxten trainieren können wenn sie Lust darauf haben wie mit leichten Rattan-Stöcken oder Messern.


    Und wie gesagt sehe ich die Einfachheit als universelles Konzept. Auch im Judo trainiere ich auch lieber 2 Würfe als 20. Und ich trainiere auch mit Hanteln lieber eine Handvoll einfacher Grundübungen als 20 verschiedene komplexe Kraftübungen.


    Und auch im Privatleben und beruflichen Leben versuche ich soweit es geht die Komplexität zu vermindern. Ich hasse es z.B. wie die Pest, dass ich mir keinen einfachen Herd mehr kaufen konnte, sondern es nur noch komplexe Küchenherde zu kaufen gab. Deswegen macht der Küchenherd auch nicht das was ich will, sondern kostet mich die letzten Nerven mit seinem Gepiepse. Wenn es ginge würde ich mir auch ein Auto ohne jede Elektronik kaufen, die komplizierte Technik geht mir gegen den Strich. Und eben genauso würde mir jegliche komplexe Escrima-Technik auf die Nerven gehen.


    Aber jedem das Seine!

  • Greift mich jemand an, ein gutes Hilfsmittel kann die eigenen Chancen erheblich erhöhen ungeschoren davon zu kommen.

    Volle Zustimmung!


    Wobei natürlich auch ein Escrimador sich immer fragt: Kann ich den Angriff sofort und endgültig auch waffenlos bzw. verbal abwehren? Dann nutzt auch der Escrimador nur seine Körperwaffen bzw. deeskaliert die Situation rein verbal.


    Wenn aber die verbale Deeskalation und Körperwaffen nicht genügen zur Abwehr des Angriffs, dann kann der Escrimador auch Hilfsmittel aller Art einsetzen, natürlich im Einklang mit dem Notwehrrecht.


    Durch Escrima/Kali/Arnis werden die Optionen der Verteidigungshandlung um Hilfsmittel aller Art erweitert. Und gerade in der heutigen Zeit ist dies ein großer Vorteil, denn auch viele Angreifer nutzen Hilfsmittel oder Mittäter für ihren Angriff.

  • Hubud-Lubud - so wie andere drills auch - haben nichts mit komplexen Techniken zu tun, sondern stellen eine Art Trainingsmethodik dar.
    Sie sind ein Mittel zum Zweck und sollen unter anderen Techniken einschleifen, Koordination und Reflexe schulen.
    Sie geben dir also das Rüstzeug an die Hand. Doug Marcaida hat es so umschrieben und andere FMAler sehen dies nicht anders.


    Learn the drill
    Master the drill
    Dissect the drill
    Dissolve the drill


    In vielen Systemen bekommt der Schüler erst einmal eine solide Basis, zum Überleben sollte diese Basis auch vollkommen ausreichend sein.
    Ob es auch der Fall hängt meist vom Training ab und und nicht von der Basis als solches.
    Auch werden einige Systeme in Deutschland anders strukturiert unterrichtet als in der restlichen Welt.


    Rene Latosa stellt mit seinen "keep it simple" keine Ausnahme dar. Sein System ist sehr auf Deutschland und WT zu geschnitten, er hat weit mehr auf den Kasten als er (hier) zeigt.


    Versteht mich nicht falsch! Weniger ist manchmal eben doch mehr.
    Wie einfach oder komplex man "sein" FMA macht sollte jeden selbst überlassen sein.


    Deeskalation ist in Hinsicht auf FMA eine europäische Sache und wird man im Mutterland eher selten oder gar nicht finden.
    Waffenloser Kampf ist eher eine Notlösung, ich höre hier immer die Aussage; "Keiner kämpft hier waffenlos" oder "wenn du waffenlos kämpfst / kämpfen musst, dann hast du etwas falsch gemacht"
    Aber wie es heisst es? Andere Länder, andere Sitten.


    VG C

  • Du kannst die extrem "einfachen" Drills die Du im Latosa-Escrima findest meines Erachtens nicht vergleichen mit den komplexen Drills, die Doug Marcaida und die meisten anderen FMA-Systeme unterrichten.


    Das "keep it simple" findet sich auch wieder in den vergleichsweise "einfachen" Drills des Latosa-Escrimas und seiner Ableger. Auch die Anzahl der Drills ist im Latosa-Escrima sehr begrenzt im Gegensatz zu diversen anderen FMA-Stilen. Wie viele Drills hast Du denn gelernt? Ich habe im Latosa-Escrima nur eine Handvoll Drills gelernt.


    Jeder der Escrima-Ableger des Latosa-Escrimas hat natürlich seine individuellen Besonderheiten. Aber komplexe Drills wie bei den meisten anderen FMA-Systemen wirst Du nirgends finden. Genauso wenig gibt es komplexe Entwaffnungen im Latosa-Stil und seinen zahlreichen Derivaten.


    Im Latosa-Escrima spielt es auch keinerlei Rolle, dass auf den Philippinen die Deeskalation keine Rolle spielt, die Philippinen sind kein Referenz-Punkt, auch nicht was die Waffen-Auswahl angeht. Wer sich mit europäischen oder japanischen Klingen wohl fühlt, muss keine philippinischen Klingen wählen. Ich habe z.B. keine einzige philippinische Klinge, diese Waffen sind nichts für mich, aber ich wiege auch mehr als ein Filipino und lebe in einer ganz anderen Vegetation und Klimazone.


    Dass das Latosa-Escrima auf das WT "zugeschnitten" ist sehe ich nicht so. Denn von den Konzepten her ist das Latosa-Escrima das Gegenteil vom WT. Die ganzen weichen Drills und weichen Techniken, die es im WT und in vielen anderen FMA-Stilen gibt, gibt es gerade nicht im Latosa-Escrima.


    Ich würde eher so formulieren: Wenn jemand WT betreibt als Hauptkampfkunst, dann kann er vom Latosa-Escrima oder von den Derivaten des Latosa-Escrima sehr profitieren. Warum? Weil derjenige im Latosa-Escrima das Power-Hitting und runde Schläge lernt sowie eine variable Dreiecks-Fußarbeit. Das ist eine sehr sinnvolle Ergänzung fürs WT, von der viele WT-Leute profitiert haben.


    Umgekehrt gibt es wenige Leute, die Latosa-Escrima als ihre Hauptkampfkunst betreiben und die ihr Latosa-Escrima mit WT anreichern. Das sind genau dieselben Gründe, warum die wenigsten die Latosa-Escrima betreiben etwas mit den komplexen FMA-Drills und komplexen FMA-Techniken anderer Escrima-Systeme anfangen können.


    Aber jedem das Seine! Die FMA sind sehr vielfältig, das ist eine Stärke der FMA.


    Die Philosophie des Latosa-Escrimas liegt jedenfalls in der Reduktion nicht in der Anhäufung. Sehr gut wird das auch in "Filipino Fighting Arts" von Wiley beschrieben. Es ist eines der wenigen Bücher, das nicht aus FMA-Politik besteht, sondern das ganz neutral die unterschiedlichen FMA-Systeme beschreibt. Das "keep it simple" sowie die Beschränkung auf wenige Techniken innerhalb des Latosa-Stiles findest Du auch in diesem Buch.

  • Ob ein drill einfach oder komplex ist, spielt in meinen Augen keine Rolle. Er ist nur ein Mittel zum Zweck. Er ist nur eine Übung, die man erlernt und verstehen soll um sich dann davon zu lösen.
    Dies meinte ich mit den Zitat von Doug, Guro Dan Inosanto und andere sagen da nichts anderes.


    Wieviele drills ich gelernt habe, kann ich dir nicht sagen. Aber als Lehrer ist es mit Sicherheit auch etwas anderes. Nicht jeder kommt mit den einen oder anderen drill klar, da ist es hilfreich wenn man den Schüler Alternativen an die Hand geben kann. Wie gesagt, der Drill ist nur das Mittel zum Zweck. Es lassen sich viele Dinge in einen drill und im Training "verstecken", letzten Endes trainiert der Schüler ein bestimmtes Thema, immer und immer wieder nur merkt er es nicht unbedingt.


    Im Gedankengang "asiatische und europäische" Klingen kann nicht allerdings nicht folgen. Ist es egal was für eine Klinge geführt wird?



    Ich gebe dir 100% recht, wenn du sagst das die FMA sehr vielseitig sind und das dies eine Stärke von FMA ist. Jeder der will, wird hier sein FMA finden und bei jedem wird es ein wenig aus aussehen und das ist gut so!
    FMA lebt und wird sich immer weiter entwickeln.



    Ich wünsche dir noch zahlreiche gute und verletzungsfreie Trainings!
    Vielleicht sehen wir uns mal bei GM Rene.

  • Im Gedankengang "asiatische und europäische" Klingen kann nicht allerdings nicht folgen. Ist es egal was für eine Klinge geführt wird?

    Vielen Dank für Deine Trainingswünsche! Ich wünsche Dir ebenfalls noch eine möglichst lange und intensive und verletzungsfreie FMA-Lebens- und Trainingsweise.


    Zu den Klingen: Das Latosa-Escrima fokussiert sich bekanntlich auf fünf Grundschläge. Diese Grundschläge kann man mit allen Klingenarten trainieren und vertiefen. Natürlich erlaubt z.B. ein mittelalterliches Langschwert oder eine Streitaxt oder ein Kampilan oder ein Messer noch diverse andere Schläge. Und wer möchte kann natürlich auch weitere Schläge ergänzen. Aber auch bei einem mittelalterlichen Langschwert oder einer Hellebarde oder einem Baseballschläger oder Bowie-Messer oder Nicker wird sich der "typische" Latosa-Escrimador auf die fünf Grundschläge fokussieren, die er von Anfang an im Training lernt. Manche reduzieren sogar die fünf Grundschläge noch weiter und fokussieren sich z.B. nur auf drei Schläge.


    Natürlich findet man das "Five-Strike-System" auch in anderen FMA-Stilen. Aber dort ist es oftmals nur ein Bestandteil, der durch anderen Schlag-Systematiken ergänzt wird. Im Latosa-Escrima ist das "Five-Strike-System" zentral und zwar für die Fortgeschrittenen und Meister genauso wie für die Anfänger. Genau wie Mark V. Wiley in "Filipino Fighting Arts" richtig schreibt hat das Latosa-Escrima "a limited number of techniques." Daher werden auch nur die Menschen damit glücklich, die im Einklang mit dieser Philosophie der Technikreduktion leben.

  • Ich finde das DAV Modern Arnis ganz praktikabel.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!