Wie würdet ihr euch keinen Gentleman vorstellen wollen?

  • Meiner würde sich niemals dazu hinreißen lassen Minderheiten, gleich welcher Art, zu diskriminieren.

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

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  • hmm, smoo, soll ich vielleicht die Überschrift ändern?
    Aus keinen besser einen machen?


    Meiner benutzt die Worte Bitte und danke, kennt die Werte von Höflichkeit, Respekt und Anstand und verhält sich danach,

    Ihr seid doch wieder ohne Aufsicht....ich merk das doch!

  • Bitte nicht umbenennen. Ich erklärs dir.


    In deine Richtung gedacht, fänden wir Profis hier das Ende zu schnell.


    Sage doch lieber:


    Meiner vergisst nicht, Bitte und Danke zu sagen.


    Das wäre doch ein Kompromiss oder?

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  • dann passt deine Aussage nicht zum Titel!


    Dann wäre meiner ein egoistisches Rektum.

    Ihr seid doch wieder ohne Aufsicht....ich merk das doch!

  • Ich stelle mir diesen Typen aber tatsächlich nicht vor... Bei mir gibt es keinen Gentleman der jemals Minderheiten diskriminiert.

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  • Ich finde das Rektum notwendig.

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  • Du stellst es dir nicht vor, aber es wäre so!
    Das beißt sich.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • AH JETZT SEH ICHS! Du hast Recht.


    Mein Titel hat das "Wollen" verschluckt.



    Wie würdet ihr euch keinen Gentleman vorstellen wollen?



    So wäre es richtig :)


    ----


    Beispiel mit Begründung:
    "Ich stelle mir diesen Typen aber tatsächlich nicht vor... Bei mir gibt es keinen Gentleman der jemals Minderheiten diskriminiert."
    Weil ich mir so einen nicht vorstellen können möchte geschweige denn wollen würde.

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  • Ich würde mir auch keinen vorstellen wollen, der Lieder hört mit Texten, die zum Ausdruck bringen, wie sich die Sänger über Opfer amysieren. Nur um den ersten Gedanken mal ein wenig einzugrenzen. Also jemand der das Tut, wäre kein Vorbild mehr für mich.

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  • Vorstellen wollen. Will ich mir so etwas vorstellen, besser gesagt muß ich mir so etwas vorstellen ?
    Weniger.
    Das sehe ich doch tagtäglich in allen Schattierungen wenn ich vor die Tür trete. Der Anti-Gentleman ist allgegenwärtig.
    Das fängt beim Äusseren an.
    Ich habe bei Leibe nichts gegen legere Kleidung, aber in Jogging-Hosen und Badelatschen in der Öffentlichkeit unterwegs sein, also bitte, das ist ja fast so furchtbar wie die Damenwelt die der Meinung ist ihr Ausschnitt müßte da aufhören wo ihr zu kurzer Minirock anfängt.
    Der Stil eines Gentlemen hingen ist eher gediegen. D.h. nicht das es superteure Massanzüge sein müssen, aber es sollte schon die Haltung betonen und auf eine gewisse Selbsbtachtung die sich durch das Äussere manifestiert Rückschlüsse ziehn lassen.
    Haltung.
    Das fängt schon bei simplen Dingen wie dem Gehen an. wenn ich sehe wie da Jugendliche und junge Männer durch die Gegend schlurfen wie volltrunkene Großväter ; wie energielos kann man denn sein ?
    Diese Haltung, das Kernstücks muß sich aber im Benehmen und dem Umgang mit Menschen spiegeln.
    Das fängt bei der Fairness an. Unsportliches,unfaires Verhalten wie einer alten Frau die an Krücken geht den Sitzplatz vorzuenthalten weil man selber smartphone lauschend die Füße hochlegen will, ein absolutes NO-GO.
    Dito Auseinandersetzungen. Man probiert prinzipiell höflich zubleiben, auch wenn man innerlich die Nägel für die Kreuzigung sortiert und das Beil für die Dekaputation wetzt.
    Ebenfalls würde ein NIcht-Gentlemann genau das tun was man sehr häufig hört : Herumbrüllen. Mit Verlaub, so etwas geziehmt sich für eine Brüllaffen, aber nicht für einen Gent.
    Ein weiterer Punkt, der jedem echten Gentleman die Schamesröte in das Gesicht treiben würde . Rücksichtsloses, unerzogenes Verhalten wie das häufig zu beobachtende, man verzeihe mir , in die Gegend rotzen, am besten vor die Füße andere Mitmenschen.
    Ein weiter wichtiger Punkt den man bei dem Anti-Gent häufig sieht und hört : Miserables Komunikationsverhalten. das fängt bei der flüsternern nuschelnder Aussprache an und endet bei Smartiphonieren während einer Unterhaltung.
    Für einen echten Gentleman sind solche Dinge die man eigentlich nur bei Pubertierenden Jugendlichen erwarten sollte unvorstellbar.
    Der Grund dafür ist sehr einfach. Man ist ist bemüht die Komunikation so zu gestalten das man leicht verstanden wird und unter keinem Umstand das Gegenüber kränkt oder sonst wie verletzt.Smartiphonieren wäre z.B. in diesem Kontext ein deutliches Zeichen der Missachtung des Gegenübers.
    Damit sind wir schon beim nächsten Punkt der den Nicht-Genleman zu einer unerfreulichen Erscheinung macht : Respektlosigkeit & Diskriminierung. Ich habe mit Absicht diese Reihenfolge gewählt, das die dDskriminierung die Steigerung der Respektlosigkeit der Würde anderer Menschen gegenüber ist.
    Was ebenfalls eine der schlimmsten Dinge ist die die Anti-Gent auszeichnen : Dumme Arroganz mit der dieser glaubt ein Gent zu sein. Selbst wenn man eigentlich weis das man überlegen ist, man muß es das genüber nicht spüren lassen. Wenn man nicht überlegen ist , ist es noch stilloser arrogant zu sein, wie einige Politiker z.B ( von denen man eigentlich zumindest rudimentäre Zügen korrekten Benehmens erwarten dürfte ) die allen ernsten die Bevölkerung per se als Pöbel titulieren.
    Ein letzter Punkt : Mitleid-Haschen wie es heute dauernd zu beobachten ist, ist ein absolutes Anti-Gent-Merkmal. Man belastet andere Leute nicht mit seinen Sorgen. Man ist zurückhaltend und trotz eigenem Kummer freundlich und zu vorkommend.


    Ich glaube alleine diese groben Ansätze was den Nicht-Gentleman ausmacht reichen aus um vermuten zu lassen das echte Gentleman frei nach Grizmek eine eher seltene und vom aussterben bedrohte Spezies sind.
    Es gibt noch dutzende weiter Punkte, die hier aber den Rahmen sprengen würden.
    Gruß euer Kaji der wenigsten probiert einer zu sein, ein Gentleman der alten Schule.


    Post scriptum : Ich habe mir erlaubt den Text so zu gestalten das er in beide Richtungen des Überschriftenverständnisses verwertbar ist.

  • Danke Kaji :D


    ---


    Hi Hai,


    ich muss auch noch genau grübeln, ob die Fragestellung jetzt richtig ist. Aber eigentlich ja :D


    Also: Wenn ich mir einen Gentleman vorstellen würde, der ich gerne selbst wäre, dann würde ich vermutlich auf Lamborghini, Schlips und Krawatte achten... aber das Verhalten macht doch den Gentleman aus.


    Also ein Gentleman, der eher auf Lamborghini und Schlips und Krawatte achtet, den möchte ich mir lieber nicht mehr vorstellen wollen. Da gibt es in mir nicht den geringsten Ansatz an Willensbildung. :D


    Wie würde man ihn sich am "Liebsten" nicht vorstellen wollen? ;)


    Ich würde mir zum Beispiel auch einen Gentleman nicht vorstellen wollen, der Fremden die Türen vor der Nase zuschlägt.


    Manchmal passiert es... dann stelle ich mir doch einen vor, der sich die Ausnahme rauspickt und meint, er wüsste, wann man sowas machen darf... aber dann frage ich mich, von welchem Willen das eigentlich getragen wird?


    In mir gibt es diese Grundlage hoffentlich bald nicht mehr.


    :)

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  • @Smoo
    Es gibt eben keine Ausnahmen vom Kodex. Das macht es doch gerade so schwierig den Ansprüchen eines wahren Gentlemen gerecht zu werden.
    Dazu kommt das ein Anti-Gent noch einen widerwärtigen Punkt hat.
    Er fordert mehr von den anderen als von sich selbst.
    Das ist genau die verkehrte Richtung.
    Das hat aber den Effekt das man erstmal seinen eigenen Ansprüchen selber gerecht werden muß. Spätestns da wird es manchmal schwierig bis unmöglich.
    An dieser Stelle kommt der nächste Scheidepunkt zum Tragen :
    Unser Grusel-Gentlemen versucht dann sich herauszuwinden um seine eigene Unzulänglichkeit zu kaschieren.
    Ein echter Gent hat einfach den Stil den Fehler offen zuzugeben den bei sich selber gefunden hat.
    Das tut natürlich weh, aber wir bewahren trotzdem Haltung.
    Übrigens Protzerei ist auch so ein Ding was den Anti-Gent auszeichnet.
    Man hat Rang und Titel und das nötige Kleingeld. Aber man steht nicht auf dem Standpunkt das einen das erhaben machen würde über andere.
    Anders unser Anti-Gent : Er segelt in seinem Ferrari durch die Gegend, schmückt sich mit gekauftem Titel und protzt per Goldkettchen mit seinem Reichtum.
    Entschuldigung, bei dieser Pornoproduzenten-Prinzen Vorstellung wir mir minimalst unwohl.
    Ich beschreibe diesen Alptraum daher nicht näher.
    Gruß
    Kaji

  • Du kannst doch nicht einfach jetzt schon aussteigen :D


    Da stehen noch diverse andere Fragen des Respekts im Raum.


    Würde ich mir vielleicht eher einen vorstellen wollen, der Porsche fährt aber dafür Studenten die einfachere Wortklauberei beibringt? :P


    Zum Protzprinzen nur so viel: Gute Nacht Doitschland

    Si·g·na·tu̱r
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  • ... sorry, ich kann mir keinen Gentleman vorstellen, ohne daran erinnert zu werden,
    dass diese Spezies mal für sich in Anspruch genommen hat,
    meine Vorfahren nur als 'dienstbare Geister' wahrzunehmen,
    die man eher wie unmündige Kinder behandelte ...
    deshalb will ich mir lieber gar keinen Gentleman vorstellen ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • @ida :
    Ich befürchte da verwechselt du aufgeblasene , selbstgerechte Puter mit Gentlemen. Nur weil jemand aus der sog "Oberklasse" stammt muß er eben noch lange kein Gent sein. Eher im Gegenteil, ein Teil der schlimmsten Proleten und unerzogensten Lümmelinen wie diese Vanilla vom Hering stammen daraus.
    Rang bedeutet für einen Gent eben mehr Verantwortung und nicht mehr Rechte.
    Übrigens "dienstbare Geister" hatten eine hohe Achtung, nur total vertrottelte Herren waren schlecht zu ihnen oder missachteten Sie. Keiner ist so dämlich und sägt den Ast ab auf dem er sitzt. Wie Idiotie bestraft wird hat man ja z.B. im Land der Kullerköpfe mit dem großen F vorne daran gesehen. Auch in Preussen sind die "Dienstbaren Geister" von den Gütern wie man so schön sagt geflitzt als es möglich war wenn die Herrschaft nur das arrogante dreiste Putertum zelebrierte. Siehe die Ostpreussische Landflucht z.B. Ergebnis ? Ein Teil der Güter ging pleite und der Puter durfte darben. Willkommen in der Etage Herr Baron !
    Übrigens, nur so flockig nebenbei : Von einem perfekten Butler wird eben erwartet das er ein Gentlemen ist. Nur mal so.
    Diesbezüglich waren also Diener teilweise Vorbilder für die Herrschaft.
    Für Pervertierungen bin ich leider nicht zuständig.

  • @ KAJIHEI


    ... ich glaube, wir schreiben da gerade ein bisschen aneinander vorbei,
    mir geht es gar nicht darum, dass ein pommerscher Gutsherr vielleicht seinen Kutscher schlecht behandelt hätte,
    sondern eher um die Tatsache, dass der Begriff 'Gentleman' ganz eng mit einer bestimmten Gesellschaftsstruktur verbunden ist,
    die Bertrand Russell folgendermaßen beschreibt:
    "Der Gentleman muß als Mitglied einer Gesellschaft von Gleichberechtigten gezeichnet werden, die von Sklavenarbeit leben oder zumindest von der Arbeit von Menschen, deren untergeordnete Stellung außer Frage steht.“
    (Philosophie des Abendlandes, Kapitel „Pythagoras“)
    Der Kutscher kannte eben 'seinen' Platz im Leben, er begegnete seinem 'Herrn' mit Respekt,
    und wenn dieser ein echter Gentleman war, verhielt er sich seinem Kutscher gegenüber auf die gleiche Weise ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Aber Ida!


    Freigeistig erwarte ich, dass man neue Definitionen erbastelt und die alten dadurch ablöst.


    Deshalb ja auch die negative Abgrenzung von dem aus gedacht, was es besser nicht sein sollte.


    Also für mich ist kein Gentleman, wer sich selbst als einen bezeichnet. So einen würde ich mir nicht vorstellen wollen, um es mir als Vorbild vor mir herzutragen.


    ;)


    FG

    Si·g·na·tu̱r
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