Wie liked man eigentlich richtig

  • Hallo zusammen,


    Kommunikationswissenschaftliche Studien haben dargelegt, dass die Kommunikation unter "Gleichgesinnten" abgeguckt wird. Welch große Erkenntnis :D


    Satzbau, Begrifflichkeiten und Gepflogenheiten im Umgang sowie Spielereien ergeben sich häufig aus dem "Miteinander" automatisch. Das finde ich auch gut so.
    Darauf muss man sich nicht konzentrieren und sollte man auch nicht. Das wäre heuchlerisch...


    Aber:
    Eine These der Forscher lautete auch, dass die ältere Generation gezwungen wird, sich an der neuen heranrückenden Internetgeneration zu orientieren.


    Naja... ich like bisher immer alles unter den folgenden Voraussetzungen:
    1. Die Intention desjenigen, der schreibt kann ich erahnen
    2. Der Sachinhalt ist verständlich
    3. Passt zum Thema


    Manches habe wusste ich nicht gewusst oder vergessen, manches wusste ich schon aber ich like nicht das, was ich ultra geil finde, sondern was sich meiner Meinung nach für jeden zu Lesen lohnt.


    Und ihr so?


    FG :saint:

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Hallo zusammen
    .......
    Manches habe wusste ich nicht gewusst oder vergessen, manches wusste ich schon aber ich like nicht das, was ich ultra geil finde, sondern was sich meiner Meinung nach für jeden zu Lesen lohnt.


    Und ihr so?


    FG :saint:

    Verstehe ich jetzt nicht! :D
    Zum Rest kann ich nur sagen, mach ich auch so!

  • ... wenn ich mir Deine Liste so anschaue, dann erinnert mich das irgendwie an die Grundschule,
    da kriegen die Kinder auch 'Lobstempel', wenn sie was richtig gemacht haben ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • ... wenn ich mir Deine Liste so anschaue, dann erinnert mich das irgendwie an die Grundschule,da kriegen die Kinder auch 'Lobstempel', wenn sie was richtig gemacht haben ...

    Nein!


    Genau das niemals. Kein Zucker-Brot-Peitschenprinzip.


    Auf eine Außenwirkung habe ich es dabei nicht abgesehen. Ich wähle dabei danach aus, was ich einfach nicht vergessen möchte. :)


    ;)


    Mein voller ernst. Das was ich geliked habe, lese ich immer nochmal durch. Mit Notizen ist das so doof!

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Also ich like grundsätzlich nicht. Mir erschließt sich der Sinn davon einfach nicht. Wenn ich was sagen will, dann sag bzw. schreib ich es.

  • Verschiedene Sinne:
    1. Man sieht, was man mal geliked hat, liest es noch einmal und prägt es sich besser ein


    2. Die unabstreitbare Außenwirkung, die ich noch gerade mitberücksichtige aber nicht immer beabsichtige:
    - Bestätigung desjenigen, der gepostet hat, dass man "ihn" gelesen und verstanden hat auf einen Blick (das erspart die Antwort)
    - Wertschätzung dessen was geschrieben wurde, wird signalisiert und evtl. wahrgenommen. Viele verstehen likes auch einfach nur noch als Bestätigung.


    So ein Luftleeres im Raum stehen lassen empfinde ich als unangenehm. Alle Themen ergeben nur mit allen Beiträgen zusammen genommen ihren Sinn. Da das Gedächtnis über die emotionale Verarbeitung läuft, will ich mir die Dinge, über die ich mich ärgere, gar nicht erst einprägen.


    Daraus kann man nicht den Rückschluss ziehen, dass ich alles, was ich nicht like auch nicht mag. DA, wenn man ja antwortet unweigerlich zu erkennen gibt, dass man es geistig verarbeitet hat, braucht es auch meines Erachtens nach keinen Like mehr.


    Ich kenne nur eine Willensrichtung hier zu lesen und zu schreiben! Und die ist darauf ausgerichtet Wissen zu erwerben, reflexieren, erworbenes Wissen zu hinterfragen und zu erweitern oder zu korrigieren. Dabei hilft die Likefunktion auch noch einfach einen schnellen Überblick zu erhalten.


    Denn abschließend noch hierzu:
    Wenn ich einen schönen Eingangsposting finde, der ein für mich diskutabeles Thema bereitstellt, ohne dass ich mitdiskutieren möchte, sondern nur um mitzulesen. Dann will ich auch zu erkennen geben, dass ich nur mitlese.


    Voller Widersprüche, weil ich manchmal beides tue, nämlich Antworten und Liken, setzt sich nun ans Lernen


    Das Smoo


    Cu

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Ich seh das halt völlig anders.


    zu 1.) Wenn ich normal antworte seh ichs doch auch
    zu 2.) Nö die Antwort erspart es nicht, da ich nicht weiß, warum etwas geliked wurde


    Wertschätzung? Als Intention vielleicht, aber je größer das Forum desto mehr Fanboys für bestimmte Personen und desto nichtssagender die Likes. Und wenn das so wichtig ist, warum keine Dislikes?


    Nene, wenn ich was ausdrücken will, dann schreibe ich es.

  • OK Standpunkt. Respektiere ich und finde ich vollkommen in Dortmund.


    Nur: Ich persönliche finde Fanclubs lächerlich. Meine Kumpels und ich liken uns auch nicht gegenseitig. Nur wenns mal herausragend ist. Und das kommt auch nicht jeden Tag vor.


    Wir lesen voneinander und lassen den Status der Freundschaft das Ganze einfach umfassen - mehr braucht es ja auch nicht, als das Gewahrsein, dass alles OK ist.


    Wenn ich ne Attentionwhore wäre, dann würde ich so Einzeiler, wie es im KKB der Standard ist, verfassen, die nichts zum Inhalt beitragen, den Kontext gerade so verändern, dass der TE doof aussieht und das unter den eigenen Leuten erkannt wird - und dann würde ich noch 'nen doofen Spruch drunter hauen von [lexicon]Bruce Lee[/lexicon], weil es immer geil kommt...


    :D


    So ein Kwatsch

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Die Welt besteht halt nicht nur aus dir und deinen Kumpels :)

    Das war ein abstraktes Beispiel :D


    Schon in Ordnung

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Also klar ist, dass ich mit dem Lesen bereits meine Zeit opfere und es am liebsten nach her nicht bereue.


    Über die Fluktuationen der "Likes" bin ich mir im Moment unsicher geworden. Kevin und ich scheinen manchmal ganze Likemarathone zu laufen... habe ich auf Facebook auch manchmal so gemacht.


    Nur manchmal scheint das dann wieder in Vergessenheit zu geraten.


    Dann wird im Forum kaum noch geliked. Das wundert mich. Ist natürlich jedem selbst überlassen wie er es macht, aber man fühlt sich auch genötigt, nicht das Dummdussel zu sein, das überall seinen Namen dran schmiert...


    Ich finde, im Klartext: Es sollte mehr geliked werden.


    ;)


    Nachtrag: :D :D :D Dann kommt man zurügg auf die Main, und sieht gleich drei "Like-Beiträge" <- Damit habt ihr mich aber nicht über die Zeitachse widerlegt, auf die ich mich beziehe! :D :D

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Ich würde die Frage zunächst mal damit beantworten, wie man nicht liken sollte und stelle mich damit gegen gefühlte 98%, die praktisch anders liken:


    Gelikt werden sollte nicht etwas imaginäres, wie z. B. eine gefühlte Solidarität oder Sympathie mit oder für den Ersteller eines Postings. Warum? Weil dann jemand der User und nicht das Geschriebene geliked wird. Ziel solcher Handlungen sind zu 99% andere User zu demütigen, bestrafen, bzw. sich zu sagen "... dem gebe ich es aber jetzt...". Wenn also User geliked werden, hat das nichts mit Qualität zu tun, sondern lediglich etwas mit Personen... Symphatiebekundungen, Ablehnungen...


    Liken sollte man, wenn man eine klare Trennung zwischen der Qualität eines Theams bzw. eines Beitrages und den Symphatien bzw. Emotionen, die ein Beitrag und/oder ein Benutzer hervorruft, schaffen will - zugunsten der Qualität!


    Genau darum möchte ich bitten, nämlich Qualität zu unterstützen und Emotionen und Unfrieden entgegen zu wirken. Ich weiß: Heutzutage ist es für viele Menschen spannender, sich vom Sessel aus und ganz gemütlich den Sensationen des Internet-Daseins hinzugeben. Überall dort, wo Unfriede, Streit und Zank sowie sogar Hass präsent ist, boomt das Leben. Es scheint auch so, als kämen manche Menschen ohne Streit im Internet gar nicht mehr zurecht. Wohl gemerkt: Im echten Leben sind sie vllt. weniger Streitsüchtig, im Forum - also in der Anonymität - schon. Da wird sich ausgelebt.


    In diesem Forum wünsche ich mir etwas anderes: Hier hat jeder die Möglichkeit zu zeigen, dass es auch anders geht und das es wirklich nur um die Qualität der Beiträge geht, womit ich wieder beim Liken bin. Also liken sollte man ausschließlich die Beiträge eines Users, niemals den User selbst! Nachzulesen auch noch einmal hier: NEWS - BEWERTUNGSSYSTEME

  • " Ziel solcher Handlungen sind zu 99% andere User zu demütigen, bestrafen, bzw. sich zu sagen "... dem gebe ich es aber jetzt..."
    Wer das im Kopf hat, wenn er etwas 'liked' hat nix im Kopf und ein sehr gestörtes Verhältnis zu seiner Mitwelt.
    Natürlich spielen Sympathien immer (wenn auch eher unterschwellig) eine Rolle, aber in erster Linie 'like' ICH, wenn mir ein Kommentar gefällt.

    Don't dream it, be it!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Drax ()

  • Bei so klaren Worten traue ich mich aber auch nicht zu liken, wenn damit ja eine gewisse Befürchtung im Raume steht.


    Trotzdem


    :thumbsup:

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Das Problem im Internet: Man kennt nur wenige persönlich... Sympathie hat immer etwas mit einem persönlichen Eindruck von einem Menschen zu tun. Mit was Sympathie nichts zu tun hat: mit dem geschriebenen Wort. Man findet ja Bücher oder Broschüren auch nicht Sympathisch bzw. deren Autoren. Sympathisch kann man also nur etwas finden, dass man persönlich kennt. Bedeutet: Texte kann man nicht sympathisch finden, man ist entweder einer Meinung oder nicht, man kann sie "gut oder schlecht geschrieben" finden. Hier fängt es eben an, unübersichtlich zu werden. Viele User nutzen das Like-System dafür, eine Meinung zu bestätigen, nach dem Motto: Je mehr likes jemand hat, umso mehr Recht muss er in der Sache haben... ein völlig falscher Ansatz für Diskussionen. Außerdem kennen wir aus unser eigenen Geschichte: Auch wenn Millionen von Deutschen einer Meinung sind, muss das noch lange nicht die richtige Meinung sein.


    Da dieses Wirrwarr von "...eigentlich will man ja diskutieren und Meinungen austauschen..." über "...dessen Meinung finde ich gut, bin nur zu faul etwas zu schreiben, daher like ich..." bis hin zu "...dem werde ich es aber geben, daher like ich den, der eine andere Meinung, als mein Widersacher, vertritt..." Diskussionen zu Pseudo-Sympathiebekundungen verkommen lässte und der - für so ein Forum eigentlich - wichtigere Austausch darunter leidet, würde ich mir sehr wünschen, das Geschriebene zu liken. Gesunder Menschenverstand sagt: In diesem Forum kann man auch nichts anderes, als das, was geschrieben ist, liken. Mehr gibt es hier nicht...irgendwie scheint sich dieser gesunde Menschenverstand aber immer wieder zu verabschieden...

  • Ich weiss ja nicht, was vorgefallen ist oder was hinter dem steckt warum Du darauf so vehement herum reitet, aber erstens kenn ich nun mal einige persönlich und länger und kann mir dann viel eher vorstellen, was sie Aussagen wollen (denn Worte sind oftmals sehr beschränkt) und zweitens habe ich schon gepostet, dass man prinzipiell nur das hier geschriebene bewerten kann.