Gürtelprüfungen

  • Sind euch Gürtelprüfungen eigentlich wichtig?


    Oder trainiert ihr lieber frei, ohne Budoanzug.

  • Für mich waren / sind Gürtelprüfungen dahingehend wichtig als dass ich daraus die Motivation ziehe immer besser werden zu wollen.


    Also eher in Richtung "Der Weg ist das Ziel"


    Gruß
    Padawan

  • Abgesehen davon das ich anerkannter Weise Träger des schwarzen Hosenträgers bin, ich glaube Pharao meint eher wieviel Wert legt ihr auf Graduierungen, umgangssprachlich auch Gürtel genannt.
    Ich für meine Teil habe den Kram bis zum zweiten Bauchbinder in schwarz mit gemacht, danach aufgehört Prüfungen zu machen sondern lieber so trainiert, weil mir das Ganze eben nichts brachte.

  • Eine bestimmte Kleiderordnung gibt es bei mir nicht, Prüfungen sind ein kann und kein muss.
    Eine Regelmentierung der Techniken gibt es nicht, d.h. auch ohne Prüfung lernt man alles.

  • Oh, da bin ich dann auf der bösen Seite :)
    Zum einen tragen wir schwarze Doboks ( da bestehe ich drauf, zum einen weil es traditionell in diesem Stil so ist, zum anderen weil ich mir das Genöhle nicht anhören will, dass das T-Shirt wieder zerrissen wird).
    Ja, und Hapkido ist strukturiert, Gürtel und ein Lernsystem, das aufbauend gestaltet ist.


    Wer das nicht mag, geht kravmagen......... :)



    K/

    Ihr seid doch wieder ohne Aufsicht....ich merk das doch!

  • Ich mag es als Anreiz. Sehe es aber nicht als muss an.
    Bei mir lernt jeder alles.
    Ich habe eine Dame mit dem grünen Gürtel, den hat sie jetzt fast 10 Jahre.
    Ihr gefällt er halt gut. Trotzdem lernt sie alles.

    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  • Richtig, allerdings ist es im HKD etwas anders, da den verschiedenen Graduierungen Technikgruppen zugeordnet sind. Beispiel: Anfänger _neben den Grundtritten und -schlägen lernen Fallen und grundlegende Handbefreiungstechniken,. In der nächsten Stufe Würfe am stehenden Partner und erste Bewegungsformen. Sinn ist dabei, dass der Schüler lernt sich am und um den Partner zu bewegen, dabei die Grundlagen für Hebel und Manipulation des Partners zu lernen. Und so weiter und so fort.
    Klar, könnte man alles ohne Gürtel und Prüfungen machen. Ist nun aber gängige Praxis.
    Jetzt kann man natürlich sagen, das ist ja nur Geldschneiderei, das kommt aber drauf an, wie der jeweilige Lehrer es sieht. Mein Hauptverband macht 12 Kup-Prüfungen bis zum 1. Dan. Da ich aber überlebenstechnisch nicht auf diese Einnahmen angewiesen bin, habe ich in Absprache mit meinem Verband nur 6 Prüfungen ( sind dann natürlich vom Programm her umfangreicher) Wer nur von einer Prüfung zur nächsten trainieren will ist bei mir eh verkehrt.



    K/

    Ihr seid doch wieder ohne Aufsicht....ich merk das doch!

  • Also ich hab den Spaß jetzt bei uns bis zum 5.Dan mitgemacht, weil es halt ab und an Inhalte nur ab bestimmten Levels gibt. Also sowas wie Blackbelt Weekend oder gar ab Shidoshi. Außerdem darf ich jetzt (theoretisch) auch graduieren :)


    Den Gi (meinen Budoanzug) mag ich völlig unabhängig davon.

  • Ich glaube man sollte bei der ganzen Problematik zwischen den niederrangigen Gürteln und den schwarzgurtigem-Simsalabim unterscheiden.
    Bei den Grundgurten macht es ja noch Sinn, aber spätestens ab dem Go-Dan im Kendo wrd es nicht mehr praktisch. Da feilt man nur an Feinheiten, große neu Erkenntnisse gibt es eben nicht mehr, ausser vielleicht das shinai satori.
    D.h. Das strukturell Notwendige endet irgendwann ab, um Dan Nr. 2.
    Danach beginnt der anstrengende Teil...Die Kunst des wirklichen Verstehens.
    Daher hab ich auch da aufgehört, weil eben strukturell soviel Wichtiges nicht mehr dazu kommt. Das Wenige das kann man dann auch so üben ohne das jemand herummosert oder hubert. ( Eh ich von den Mosern Ärger bekomme )
    Verstehen lernen geht auch ohne weiteren Bauchwickel.


    In den ganzen klassischen Bereichen ist dieser Bindenzirkus sowieso obsolet.

  • Gürtelprüfung/Farbe ist mir eigentlich nicht wichtig. Habe daher u.a. auch damals Aikido zu meiner Haupt-Kampfkunst gewählt.
    Da ich mir aber vorstellen kann irgendwann auch mal eine eigene Schule aufzumachen, bin ich momentan dabei, nach 3 Jahren mal wieder eine Prüfung anzumelden :)
    Mache seit über 7 Jahren Aikido und bin offiziell prüfungstechnisch noch nicht über den 4. kyu hinaus, auch wenn ich technisch bereits höher angesiedelt bin. Da Prüfungen aber bei uns im Dojo nicht verpflichtend sind, konnte ich mich bisher immer mit dem Training statt der Vorbereitung auf ne Prüfung beschäftigen.

  • ... also irgendwie habe ich da mit diesem Thema generell ein Problem:
    immer wenn es angesprochen wird, liest man in den Foren, dass die Sache mit den Gürteln völlig unwichtig ist,
    andererseits sind die Leute, die diese Gürtel haben, irgendwie stolz drauf,
    und die, die sie nicht haben, sind irgendwie neidisch,
    und die, die nix davon verstehen, sind immer beeindruckt ...


    ist aber nur der Eindruck einer hobbymäßig boxenden Sportlerin ...


    @ Alex,
    wenn Du eine eigene Schule aufmachen willst, brauchst Du natürlich einen möglichst hohen Gürtelgrad,
    weil das anscheinend zahlende Schüler einbringt,
    aber Dr.-Titel oder gar Professur im Bereich Kampfkunst wären auch nicht schlecht ... ;)

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Ich sag mal so:
    hätte ich gerne nen dunklen schwarzen Gürtel um die Plauze? Joar sieht schon cool aus...aber ich trag zu Hause auch ab und an Hakama wenn ich Rollen übe und die Techniken durch gehe, somit bin ich darauf nicht angewiesen das kleine Schwarze um zu haben im Training :D


    Abgesehen davon merken die Trainingspartner eh im Training auf welchem Level man sich befindet (im besten Falle).
    Vlt. liegts ja auch am Aikido, aber ich hab da keinen Futterneid und kenne auhc nicht soviele Aikidoka die den haben.



    Ich hab mir vorgenommen ernsthaft über die Eröffnung einer Schule nachzudenken wenn:
    ...ich den 2./3. Dan habe.
    ... die 30 überschritten habe.
    ...genug Kohle habe, um das auch wirklich leisten zu können.
    ...noch Mittrainer gefunden habe.


    :)
    Und am Dr. arbeite ich doch schon..... oh warte, wir reden ja vom Dr. im Bereich Kampfkunst, mist, kann nur mit dem in Geschichte dienen :P

  • Und als Gürtelträger ist man auch immer verpflichtet die Leistung der Graduierung gerecht zu werden.


    Wie sieht das aus wenn ein Schwarzgurt mal einen schlechten Tag hat und wie ein Grüngurt kämpft?

  • Hilfreich!

    Uh dünnes Eis.
    Mit dem Alter läst die Leistungsfähigkeit doch nach. Was machst du dann mit solchen Dan-Trägern ?
    Zwangsentgürteln ?

    NIL DESPERANDUM

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    Begründung: Sehr gut Hinterfragung!

  • Hilfreich!

    Wie sieht das aus wenn ein Schwarzgurt mal einen schlechten Tag hat und wie ein Grüngurt kämpft?

    Dürfen Dan-Träger keine schlechten Tage haben, bloß weil sie Dan-Träger sind?


    Einer meiner Lehrer hatte mich an einem Tag mal im gefühlten Fünf-Minuten-Takt lautstark und so richtig zur Schnecke gemacht, auch wenn später gar nicht mehr wirklich was war.
    Sag von außen bestimmt auch nicht ideal aus, aber er hatte halt einen schlechten Tag. Passiert.
    Hat sich später einmal entschuldigt und erklärt und spätestens da wäre der Drops gelutscht gewesen (für mich war der Drops gar nicht ausgepackt worden. War halt so und beim nächsten Mal wäre es wieder anders gewesen.)


    Dasselbe, wenn sie mal einen schlechten Tag haben: Ja, dann haben sie halt mal den kürzeren beim Training gezogen, na und?
    Ich hatte letztens Prüfungstraining mit einem meiner Lehrer; die Techniken hatten nicht ganz so gut wie funktioniert wie sie sollten, stattdessen hatte ich ihn einmal so geworfen, daß er gar nicht in seine Technik reinkommen konnte. War seine Tagesform halt auch mal nicht die Beste.
    Hat er lachend hingenommen und wir haben weitergemacht und bei der nächsten Einheit war wieder alles im grünen Bereich.


    Sind halt auch nur ganz normale Menschen, die genauso wie jeder andere mal schlechte Tage haben dürfen und auch sollen.

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    Begründung: Gute Sichtweise.

  • Hilfreich!

    Also in meinen aktuell praktizierten Sportarten gibt es keine Gürtel. rein optisch sind sie also bedeutungslos.


    Was die Graduierung an sich angeht, muss ich sagen, dass sie als Überprüfung des eigenen leistungsstandes ggf. nützlich sein können. Es ist halt auch eine Art Feedback.


    Für mich persönlich sind sie begrenzt wichtig. Theoretisch brauche ich sie ja nicht, ich verbessere mich ja auch ohne. Deshalb habe ich mir bisher auch viel Zeit mit Prüfungen gelassen.
    Aber wenn man seinen Sport liebt, möchte man ihn auch unterstützen, und das geht unter anderem indem man als Trainer, Prüfer, Kampfrichter etc. tätig ist.
    Gerade für die letzten beiden Punkte braucht man Lizenzen. Diese erfordern mindestens den zweiten Dan. Und auf höheren Ebenen (Dan-Prüfer, Bundeskampfrichter etc.) dann wiederum noch höhere Graduierungen.
    Da ich solche Bereiche für wichtig halte, finde ich es dann doch sinnvoll ab und an mal eine Prüfung zu machen, um dort tätig sein zu können.

    Wahre Kraft entspringt einem unbeugsamen Willen.

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  • Also ich hab den Spaß jetzt bei uns bis zum 5.Dan mitgemacht, weil es halt ab und an Inhalte nur ab bestimmten Levels gibt. Also sowas wie Blackbelt Weekend oder gar ab Shidoshi. Außerdem darf ich jetzt (theoretisch) auch graduieren :)


    Den Gi (meinen Budoanzug) mag ich völlig unabhängig davon.

    Hat sich was geändert? Als Shidoshi-ho durfte man früher immer bin einen Dan unter sich graduieren. Sprich vom max. 4 Dan einen anderen zum 3 Dan.

  • Ne noch nicht wirklich. Ich hab ja noch keine eigene Gruppe und werde den Teufel tun meinem Lehrer dazwischenzufunken.


    Ansonsten ist die Änderung halt, daß ichdie SHidoshi-Extrawürste mitmachen darf :) und mir mein Lehrer nicht mehr in den Ohren damit liegt. Also es ist jetzt nicht so wahnsinnig wichtig und ich überlege ernsthaft ob ichs jetzt dabei belasse.