Rückwärts gedrehter Fersendrehschlag

  • Guten Morgen zusammen,


    bei der Beobachtung der Ausführung des rückwärts gedrehten Fersendrehschlages (der aufgrund der üblichen babylonischen Sprachverwirrung in jeder Schule anders heißt - z. B. dwit-dolyo-chagi, pandae-dolyo-chagi, momdolyo-dolyo-chagi etc etc etc) sind mir verschiedene Varianten in der Ausführung begegnet. Dabei geht es mir nun ausschließlich um das Standbein.


    Begegnet sind mir bei der Ausführung aus dem Stand:


    • Drehungen des Standbeines auf dem Ballen,
    • Drehungen des Standbeines auf der Verse und
    • Drehungen des Standbeines, bei denen von Ballen auf Ferse oder umgekehrt gewechselt wird.


    Darüberhinaus gibt es gerade aus der Bewegung heraus bei Kombinationen mit Schrittarbeit/Tritten die Variante,


    • nach einem beliebigen Tritt das Bein vorne abzusetzen und dabei schon mit der Ferse auf den Gegner zu zeigen und den Fersendrehschklag dann ohne weitere Drehung des Standbeines auszuführen.


    Welche Variante(n) nutzt ihr, wo seht ihr die Vor- und/oder Nachteile?


    Es geht mir hier nicht um die Differenzierung nach gestrecktem, gewinkelten, peitschenden Trittbein, sondern ausschließlich um die Drehfläche des Standbeines.


    Interessierte Grüße


    Mac :-)

  • Moin Mac!
    Ich zeige die Variante auf dem Ballen, halte ich für die bessere Art sich zu drehen. Ich beobachte bei meinen Schülern immer den Verlust des Gleichgewichtes nach der Drehung wenn sie auf der Hacke drehen.
    Übrigens heisst der Tritt im Kuk Sool Hapkido Hoe Dschun Chaggi ;)


    Bei der Bewegungsformunterrichte ich auch die rückwärtsgestellte Ferse, erleichtert die folgende Trittausführung, ich empfinde es als flüssiger im Gesamtablauf.


    K/

  • Beim Dollmio Pandae Dollyo Chagi ;) drehe Ich das Standbein auf dem Fußballen ein bis der Fuß ungefähr 110° gedreht ist und erzeuge so eine "Spannung" im unteren Rücken und in der Beinmuskulatur. In der Rotationsbewegung des Rumpfes setzt die Ferse auf, so dass ich im Moment des Treffers auf dem kompletten Fuß stehe.
    Drehe ich weiter um das Trittbein wieder nach "hinten" zu bekommen, geschieht das vornehmlich auf der Ferse.


    Vorteil:

    • Sicherer Stand beim Auftreffen auf Ziel mit maximaler Krafftübertragung
    • Die Gefahr "gefegt" zu werden ist minimiert
    • Kontrolle der gesamten Bewegung durch sichern Stand
    • Durch das vorspannen der beteiligten Muskulatur kann ich ohne großen Kraftaufwand maximale Energie übertragen (Stichwort - gespannte Sehne beim Bogen) und komme gleichzeitig sehr schnell wieder in eine "entspannte" Haltung

    Den Fersentritt ohne Drehung - Pandae Dollyo Chagi (und auch den Side Kick - Yop Chagi) zeige ich den Leuten, die sich im Anfangsstadium befinden auch mit vor-eingedrehtem Fuß, da sie das mit dem eindrehen noch nicht hinbekommen.
    Allerdings geht dadurch auch Energie verloren, bzw. kann nicht aufgebaut werden, da ich über die reine Muskelkraft kaum Beschleunigung aufbauen kann und der letzte Bumms fehlt.

  • Hi Drax,


    spannend, ich hole hole die Vorspannung (auch aus ap_gubi) aus der Drehung des Oberkörpers und lasse dann das Bein folgen.


    Deine Variante probiere ich bei Gelegenherit einmal aus.


    Winke


    Mac :-)

  • Reihenfolge der Trittseite - nachdem ich das Standbein eingedreht habe

    • Augen
    • Schulter
    • Hüfte
    • Bein

    Wir sind nah beieinander, was mich aber auch nicht wirklich wundert! :D