Meditation - Kontemplation : Kämpferpersönlichkeit

  • Schönen guten Abend zusammen,


    Zunächst einmal ein großes Lob und Danke an die Forenbetreiber. Die Ausschweifungen in Politik, Religion, Philosophie sind lustiges Beiwerk... viel-leicht für manch Eine/-n lästiges Beiwerg... für wider andere ;) listiges...


    So wie ihr das schaukelt, müsste auch ein Thread Stand halten, der sich rund um die Thematik der Entwicklung einer Kämpferpersönlichkeit beschäftigt, die die Fähigkeit hat sich selbst zu "resetten".


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    @Topic:

    Warum ist das Thema so schwierig? Nun eigentlich hätten wir alle auch Räuber werden können.



    Aber warum sind wir das nicht? In der Regel halten wir uns an einen einfachen Maßstab: Es wird nur auf der Kampffläche gekämpft. Und eigentlich halten sich die meisten daran. Auch im Training herrscht viel Respekt, selbst wenn mal etwas die Verhältnismäßigkeiten überschritten wurden.


    Von besonders hoher Priorität empfinde ich, dass man frühest möglich gangbare Wege aufzeigt (aufgezeigt bekommt) sich selbst zu trainieren, um vor allem Gesund zu bleiben. Für mich besteht eine Korrelation zwischen Körper und Geist : Ich bin ein Geistkörperseelenkomplex. (Diese Ansicht muss man hierfür nicht vertreten)


    Wenn man dieses Verständnis oder ein Ähnliches verfolgt und für sich selbst Kampfkunstinhalte trainieren will, dann kommt man an gewissen Hürden einfach nicht vorbei. Zum Beispiel, dass es totaler Quatsch ist eine Standardkampfstellung einfach abzugucken. Es ergibt sich immer nur ein individuelles Kampfverhalten, dass nur Sinn macht, wenn es auf sich selbst bezogen ist und Gesundheit und Ausgeglichenheit im Fokus hat, denn die Tatsache die auf jeden Kampf folgt ist: REUE. Jede körperliche Auseinandersetzung lässt die psychische Auseinandersetzung folgen. War das gut? Nein. War es aber richtig? Ja... So lautet vereinfacht in aller Hoffnung geschrieben die Antwort darauf.


    Denn ein Kämpfer der nicht reut jemandem Schaden zugefügt zu haben, der ist ungefähr auf diesem zugekoksten Über-Egoniveau dieses Rappers, der die komplette Bushido-Landschaft in den Schmutz gezogen hat, indem er glaubwürdig versichert hat, dass er Gangstarrap nicht verstanden hat und Opfer s.M.n. verachtenswerte Menschen sind.


    Ein Reueverhalten kann man nicht perfektionieren, wohl aber die Ernte ihrer Besinnung.


    Innerhalb der Bushidô-KKe und auch der Budô-KKe und KSa sind über die Jahrhunderte hinweg die geistigen Aspekte der Kampfkünste perfektioniert worden. Heute kenne ich aber nur noch sehr wenige Meister, die dieses Wissen transportieren... oder tradieren? Meistens sind es nur Kurz-Einführungen in die Kurz-Meditation. Einige dieser Kurzanleitungen wirkten auf mich schon wie schlecht per stille Post empfangen. Fakt ist aber, dass viele Aikidoka, Karateka und Taekwondoka vor und nach dem Training meditieren. Der Lerneffekt wird durch diese Kurzmeditation um ein gewisses Vielfaches erhöht. Eine Gruppenmeditation stärkt das Wir-Bewusstsein und dadurch den Zusammenhalt ungemein.




    [h1]Ziele:[/h1]
    Vielleicht kann ja aus diesem Thread Wissen vieler verschiedener KKe, KSa zusammengetragen werden, wie man gewisse Dinge, alleine durch die eigene Denkmurmel ins richtige Rollen bringt.


    Also ein Thread als Hilfe zur Informationsbeschaffung über Bücher, Seminare aber auch Tipps zur Selbstanleitung und wer sich das Traut: Reflexion von Grenzerfahrungen.


    Zumal!


    Wer richtig ver(sinn)bildlicht vorstellen kann, der kann komplette Formenabläufe (Kata, Hyong, Tul, Palgue, Taiji Quan... da lehne ich mich nicht zu Unrecht weit aus dem Fenster ;) ) alleine durch das Visualisieren heraus erlernen.


    Kurz mich selbst als Beispiel zweckentfremdet:
    Ich habe mir am Sonntag das Skateboardfahren selbst beigebracht ;) . Das ist wie Skifahren! Richtig geil :D Ich sehe schon die ersten Österreicher bei uns im Ruhrpott Pennyboardurlaub buchen und mit mir über die Halden perzen... :P Das zum Thema visualisieren. Wer will kann dann bei mir Seminare für 'nen spott Preis buchen. :P;)


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    [h1]
    Zur Hilfe ein kleiner Umriss:
    [/h1]

    • Meditation: Die Meditation wird häufig verkompliziert. Sie ist eigentlich nichts weiter als eine Versenkung bzgl. auf einen konkreten Gegenstand. Ich stelle das nur deswegen klar, weil es wichtig ist den Unterschied zur Kontemplation herauszustellen. Jeder kann das! Meditation kann ruhig geschehen zB. indem man einen Gedankenverlauf in Stille verfolgt. Sie kann aber auch aktiv geschehen: Indem man tanzt, läuft, sich rhythmisch bewegt etc.
    • Kontemplation: Sie ist eine sehr schwierig zu beschreibende geistige Entleerung, die auf eine noch schwieriger zu beschreibende Erfahrung treffen 'kann', die im Zen mit Leere beschrieben wird - beide geistigen Übungen gehen ineinander über und es wird noch bestimmt andere Leute geben, die es genau umgekehrt bezeichnen. Vielleicht erarbeiten wir uns hier neue Definitionen? Gemeint (als Gipfel) ist die Auflösung der Ich-Grenzen, und das Erleben eines Emergenzzustandes. Manche sprechen auch von einem "sich im Gottsein Fallenlassen" und sonst dergleichen. Das mag hochtrabend klingen und es gelingt wenigen wirklich häufig. Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang eine umstrittene Definition des alten Wortes Person von personare - hindurchtönen. Ken Cohen beschreibt diese Zustände in seinem Buch QiGong sehr gut (!), indem er die Erfahrungen verschiedener geistiger Strömungen einbezieht und beleuchtet. Abschließend: Bei der Kontemplation liegt vor allem die Ruhe im Zentrum. Sie geschieht also nicht aktiv. Sie erfordert eine Nuance an Aufmerksamkeit.
    • Problem: Auch hier kommt man nicht umhin Erfahrungen zu machen, die für viele ähnlich sind. Als ein Beispiel: Die Penisreaktion. Sie wird in wenigen Büchern überhaupt erwähnt. Sehr individuell kann es je nach Erreichen gewisser Versenkungszustände nach ausgiebiger Meditation dazu kommen, dass sich eine Errektion einstellt. Wie das bei Frauen abläuft, kann ich nicht beurteilen. Dieser Aspekt ist auch ein Schwieriger. Man kann in jedem Falle nicht herleiten: "Achso, du meditierst also du Schlingel!" - aber auch hier ist eine Kenntnis über ähnliche Dinge wichtig, sofern man seriös erarbeiten können möchte, wie weit man nun eigentlich fortgeschritten ist. Man kommt auch nicht daran vorbei für sich Wege zu finden, wie man das Einschlafen vermeidet.



    Gewinn der Diskussion kann für Viele sein: Gangbare Wege zu finden

    • sich trotz akuter Belastungssituation schnellst möglich zu beruhigen
    • trotz Belastung in kürzester Zeit Alternativpläne zu schmieden
    • Krankheitsverläufe positiv zu beeinflussen (vor allem durch neue Fähigkeiten der Visualisierung), also hins. der Beschleunigung des Heilungsverlaufs. <- Sehr umstritten!
    • Symptomlinderung
    • Steigerung der Lerneffekte (s.o.)
    • uVm. , das ihr hier ergänzen könnt.


    ----


    Viel habe ich geschrieben, viel habe ich zur Debatte gestellt. Aber abschließend möchte ich aus und zu euch einleitend Fragen:


    1. Welche Grundsätzlichkeiten muss man beachten?
    2. Gibt es Gründe davor zu warnen?
    3. Wie handhabt ihr das in eurem Training / Habt ihr es erlebt von eurem Verein aus?


    Mit freundlichen Grüßen (nur an die, die mitmachen :P )


    Sm8


    ;)

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von Gast 2 () aus folgendem Grund: Fehla und Verlinkung noch eingefügt ;) KKe = Kampfkünste KSa = Kampfsportarten Fehler korrigiert

  • Hallo Smoo,


    ich denke, da hast Du Dir viel Mühe gemacht und auf die Meditation in den Kampfkünsten oder Kampfsport-Arten verwiesen.


    Was könnte ich Dir antworten?
    Dieser Thread wird je nach Erfahrung und Erlebnis des Schreibers in eine bestimmte Richtung laufen.
    Nur, ich gebe es zu. In den Kampfsport-Arten habe ich nur die kurze Meditation am Anfang und Ende des Trainings erlebt.


    Warum?
    Die Zeit spielt eine große Rolle. Der Sensei oder Trainer, meistens nebenberuflich, soll den Schülern die Grundlage seiner Kampfsport-Art vermitteln.
    Nehmen wir Karate, dann gehört dazu eine gründliche Einweisung in das Stretching, dann die Grundstellung, die Techniken, die Formen, eine Einweisung in den Wettkampf.
    Wenn der Trainer jetzt eine Meditation anbietet, die wirklich intensiver ist, wie muß ich sitzen, wie muß ich atmen, was soll ich denken? Etwa aus dem ZEN,
    welche Schüler würden sich dafür interessieren?


    Daher wird auch bei uns im Verein, wir haben uns auf den Breitensport konzentriert. Nur die kurze Meditation angeboten.
    Habe, auch bisher in anderen Kampfsport-Arten keine andere Art kennen lernen können.


    Was könnte ich Dir vorschlagen?
    Der ZEN -Weg wird bei uns in einem Kloster in der Nähe ( christlich ) angeboten, jeden Monat einmal.
    Was ich für mich besser finde, ist das Autogene Training.
    Kommt meiner westlichen Einstellung zum Leben mehr entgegen.
    Würde Dir von Anja Schwarz & Aljoscha Schwarz, Autogenes Training, blv, mit CD empfehlen.
    Dort findest Du die Grundübungen und stellst auch fest, es dauert auch einige Zeit.


    Bestimmt bekommst Du auch noch andere Vorschläge.
    Wobei auch das " Stille Qi Gong " eine Möglichkeit ist.
    Oder die längeren Lehrgänge eines bekannten Karate-Meisters, dort wird auch ZEN angeboten.


    Wünsche Dir viel Glück
    auch mit diesem interessanten Thema.


    Gruß

    Gewinn der Diskussion kann für Viele sein: Gangbare Wege zu finden

    • sich trotz akuter Belastungssituation schnellst möglich zu beruhigen
    • trotz Belastung in kürzester Zeit Alternativpläne zu schmieden
    • Krankheitsverläufe positiv zu beeinflussen (vor allem durch neue Fähigkeiten der Visualisierung), also hins. der Beschleunigung des Heilungsverlaufs. <- Sehr umstritten!
    • Symptomlinderung
    • Steigerung der Lerneffekte (s.o.)
    • uVm. , das ihr hier ergänzen könnt.


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  • In unserer schnelllebigen Zeit ist Meditation, wie sie oft gewünscht wird, gar nicht mehr möglich. Es ist doch so, es will sich doch kaum wer mehr Zeit nehmen, um nur mal in ruhe sich auf das Sofa zu setzen und ein Buch zu lesen... nicht nur eine oder zwei Seiten... nee, gleich mal 20 oder mehr! Dazu muss man sich heute einen Urlaub nehmen und erst alle die Aktivitäten erledigen die man sich eh schon im voraus verplant hat. Der Mensch muss alles haben und wird dafür alles tun. Aber etwas für sich zu tun und für seine Fitness und vor allem für seine Gesundheit, dazu fehlt dann einfach die Zeit. Auch das stimmt was ihr da schon angeschrieben habt. Im KS und der KK wird heute sich kaum mehr die Zeit genommen richtig zu Meditieren oder in sich zu Versinken. Man hat ja nur mal 90 Min, mehr oder weniger Zeit für das Training. Da ist kein Platz für mindestens 20 Min. in sich zu gehen. Man will ja lernen wie man mit den Fäusten um zu gehen hat. Dazu kommt noch das tägliche Ritual.. morgens schnell einen Kaffee dann los zur Arbeit, danach schnell ein Bierchen mit den Kumpels, was schnell in die Futterlucke stecken und ab vor die Glotze (oder Zocken ^^ ) , Ledertreten schauen oder mal Fitnesscenter. Huch, da kommt ja noch der Haushalt! Nur noch ins Bett und pennen... nächster Tag- gleicher trott.
    Ist es das was zu 80% bei uns zu Hause ab geht? Wahrscheinlich oder? Wo ist den da die Zeit wo man sich wirklich mit sich selbst beschäftigt (nicht das falsche denken!! :D )?
    Dann hört man eben von Meditieren... uh, das klingt ja schön, genau das was mir fehlt. Was? Soviel Zeit muss ich dafür nehmen.... hmm.. das überlege ich mir dann noch mal..
    Und dann eben wo mit einbauen.. wo passt es hin? Ja klar KK, aber ich will da doch eher lernen Tritte aus zu teilen. Also wieder nix mit Meditation.
    Was tun?
    Erstens; was macht im Leben keinen Sinn von den Tätigkeiten in deinem Tagesablauf? Auf was kann man getrost verzichten? (Zeit schaffen)
    Zweitens; wie kann ich es mit was verbinden? ( Lustiger weise mit eher Stumpfsinnigen Sachen, was das Gehirn nicht belastet :D )
    Drittens; Konsequent bleiben! Durchziehen!


    Uff, das wird viel :D darum mal Teil 1! Teil 2 folgt wenn ihre möchtet :P

    "Die Wahrheit versteckt sich oft hinter Lügen"
    Meins!! :D

  • Im KS und der KK wird heute sich kaum mehr die Zeit genommen richtig zu Meditieren oder in sich zu Versinken.

    Ist das denn überhaupt notwendig? Wer will kann ja zu Meditationskursen gehen, die gibts auch außerhalb der KK.

  • Hallo Tyrdal


    ein guter Einwurf.


    Ich denke, es ist jedem Kampfsportler auch verständlich, dass der Trainer keine Meditation im Sinne von Z'EN durchführen kann.
    Denn er muß sich entscheiden, unterrichte ich eine Kampfsport oder Kampfkunst- Art oder eine Entspannungsmethode.


    Aber die kurze Meditation vor und nach dem Training, als Umschaltung vom Alltag ins Training.
    Die macht meiner Ansicht nach schon einen Sinn.
    Ich stimme Dir aber bei. Das Autogene Training sollte ich in einem extra Kurs lernen .


    Gruß

    Ist das denn überhaupt notwendig? Wer will kann ja zu Meditationskursen gehen, die gibts auch außerhalb der KK.

  • Ist das denn überhaupt notwendig? Wer will kann ja zu Meditationskursen gehen, die gibts auch außerhalb der KK.

    Hallo Tyrdal,


    ich bitte dich inständig darum davon Abstand zu halten, das gesamte Thema in Frage zu stellen. Wenn es explizit darum geht die noch vorhandenen meditativen Übungen einzuschleifen, dann kann die Frage nach ihrem Vorhandensein dahinstehen, denn genau darum geht es: WENN es trainiert wird, WIE wird es DANN möglichst gewinnbringend trainiert.



    Zumal manche KKs, die praktische Meditation in Flowzuständen übt. Da habe ich zwar noch nicht mitgemacht, das QiGong ist laut Buch und Unterhaltungen voll davon. Seit ich geschafft habe mein abstraktes Verständnis endlich anwendbar zu machen, ist mir aufgefallen, dass man viele Übungen geringfügig verändern kann um in einen Flow zu geraten. Das ist vor allem dafür gut um ein Bewegungsverständnis in Sachen Schwerpunktarbeit zu erarbeiten. Auch die Wechsel zwischen "konvexen und konkaven Bewegungen" werden dadurch "runder".



    Außerdem möchte ich dich darauf hinweisen, dass du auf viele Fragen oben überhaupt nicht eingegangen bist. Sei doch so gut und trag etwas zum Thema bei.



    Mit einem Danke im Voraus.



    FG

    Si·g·na·tu̱r
    Substantiv [die]

    Eine Kombination von Zahlen und Buchstaben, mit der ein Buch in einer Bibliothek registriert ist.

  • Ist das denn überhaupt notwendig? Wer will kann ja zu Meditationskursen gehen, die gibts auch außerhalb der KK.

    Ganz klares JA! Die Meditation im KS/KK unterscheidet sich zur Meditation die du in Kursen machst. Glaube es wurde schon mal gesagt; Meditation ist Vielschichtiger und Differenzierter als man denkt. Daher auch extrem verwirrend.
    Im Iaido lege ich meine Meditation so aus, dass ich mich auch auf eine Art und Weise auf mein Training vorbereite. Ich führe so zu sagen meinen Geist in meine Klinge... klingt doof, ist aber bei mir so :D Dass hilft mir dann mein Schwert bewusster zu führen. Entwickle dann auch mehr Kraft, Präzision und Geschwindigkeit (Nebeneffekt der Medit).
    Und sei mir nicht böse.. Solche Kurse sind fürn A... . Wer echte Meditation erlernen will, kann das nicht in so paar Stündigen Kursen. Um es gut zu beherrschen, kann es Jahre dauern. Schneller mit einer guten Führung eines Meisters.

    "Die Wahrheit versteckt sich oft hinter Lügen"
    Meins!! :D

  • Teil 2... ungefragt! :P


    Es wurde noch Kontemplation genannt. Da kann man sich bei Wiki dumm und dämlich lesen, aber was ist es den nun?
    Für mich ist es halbe Meditation. Denn es ist das Meditative in Bewegung. Einerseits in tiefer Konzentration versunken, betrachtet man Meditativ, ganz Bewusst jeder Bewegung die man vollführt. Für mich eines der besten Beispiele... die Olympischen Bogenschützen! Oder ein wenig japanischer; Kalligraphie, Bonsai-Pflege, Origami und sonst noch paar Sachen. Sowas kann man auch während einer Kata erreichen.
    Aber ich bin da schon wieder eine Stufe zu weit :D
    Nochmal zurück zur Meditation. Wie gesagt gibt es verschiedene Arten der Meditation. Es gibt einmal die, womit ich mich Entspanne, mein Geist und Körper zur Ruhe bringe um dann ohne Alpträume schlafen zu können. Diese Art wird vor dem Schlafen liegend praktiziert.
    Dann die Art der Erkenntnis und der Erweiterung. Im Za-Zen wird mit dem Atem das Chi/Ki durch den Körper geführt und einen AHA-Effekt geweckt.
    Die Art der Meditation vor/nach Training. Eine eher Sinnes-erweiternde Meditation (wie es die Ninjas machen? ^^ ). Hier will ich meine Aufmerksamkeit steigern, meine Reaktion verbessern und Kraft aufnehmen. Und auch als Vorarbeit zum kontemplierte Training.
    Zum Schluss noch die Energie-ladende Meditation. Aufnahme von Chi/Ki aus meiner Umwelt. Sammeln in der Mitte des Körpers, auch Energie-Zentrum gemeint.
    Jede dieser Arte haben Unterschiedliche Praktiken die es zu lernen und zu verstehen geht.


    So, jetzt nimmt man die Meditation, kontempliert sie mit dem Training und stärkt so seinen Kämpfergeist und verfestigt seine Persönlichkeit.


    Und jetzt könnt ihr denken was ihr wollt... ich hau mich in die Welt des Chi! :P

    "Die Wahrheit versteckt sich oft hinter Lügen"
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  • Und sei mir nicht böse.. Solche Kurse sind fürn A... . Wer echte Meditation erlernen will, kann das nicht in so paar Stündigen Kursen. Um es gut zu beherrschen, kann es Jahre dauern. Schneller mit einer guten Führung eines Meisters.

    Oh ich bin dir nicht böse, ich stelle nur Fragen von denen ich denke, daß sie die Diskussion voranbringen. Und mit Kurs muss ja nicht die VHS gemeint sein. Da kannst du dir auch deinen guten Meister für die Führung suchen. Hintergrund meiner Frage war aber eher die nachträgliche dazudichtung von Zen zu vielen KK. Was fehlt wenn man weglässt was da eigentlich nie war?

  • Nein damit bist du nicht zu weit. Komtemplatiton beschreibt das in eine Sache eintauchen. Man ist absolut konzentriert und trotzdem wird man eher frei im Kopf.
    Man übt teilweise mechanisch eine Arbeit oder Tätigkeit aus, ist aber trotzdem extrem bei der Sache.
    Das Ergebnis ist eine Art top-Fokussierung auf das Objekt oder Problem bei gleichzeitiger geistiger Freiheit.
    Ein sehr schöner und nützlicher Effekt ..


    Ich erlebe das sehr oft auf der Arbeit. Man versinkt regelrecht darin, man spürt, fühlt, sieht aber alles im Unterbewußten was einem aber bewußte Antworten liefert.
    Beispiel : Der Uchigumori-do, ein Stein der viel Mühe macht. Man sitzt zwei, drei Tage daran. Immer der gleiche Stein, die exakt gleiche Körperhaltung und Bewegung. Der idente Schleifrhythmus.
    In dieser Zeit erzählt einem das Schwert wie es weitegehen muß.
    Es sagt einem welche Steine man braucht, wieviel Schleifdruck etc.
    Es entsehen die enfgültigen Bilder wie es denn mal ausehen soll, diese Faktoren im Hinterkopf.
    Auf der einen Seite ist man super fokusiert, auf der anderen schwirrt der Geist frei herum und baut Entwürfe.


    Besser kann ich es nicht erklären, tut mir leid.
    Kaji

  • Oh ich bin dir nicht böse, ich stelle nur Fragen von denen ich denke, daß sie die Diskussion voranbringen. Und mit Kurs muss ja nicht die VHS gemeint sein. Da kannst du dir auch deinen guten Meister für die Führung suchen. Hintergrund meiner Frage war aber eher die nachträgliche dazudichtung von Zen zu vielen KK. Was fehlt wenn man weglässt was da eigentlich nie war?

    Ah ja, das ne gute Nachfrage. :thumbup: In der Hinsicht hast du recht. Wenn man gerade mal nach Japan schielt. So waren die ersten KK ohne Zen und Gedöns. Das wurde glaub ich erst dann dazu gedichtet als man auch begann Staatsreligionen ein zu führen und auch um weg zu kommen von den Kriegs-Künsten. Darum auch das viele DO hinten dran.
    In China gehörte das schon eher dazu, aber so praktiziert wurde es viel mehr in den Klöstern. Die "normalen" Gong Fu Schulen machten das nicht zum muss.. vielleicht noch Wushu-Richtungen. Aber da müsste man Spezis fragen :D

    "Die Wahrheit versteckt sich oft hinter Lügen"
    Meins!! :D