lustiges Klingenraten oder: wir üben mal Kantei

  • ... also dieses Mal stehe ich ganz schön auf der Leitung,

    ich glaube, so wird das nichts mehr bis morgen ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Also wenn ich richtig liege, hat sich meine Tochter gerade tränenreich aus dieser alten Provinz "..." - wo es jetzt sehr frühlingshaft warm ist und auch Palmen stehen - verdrückt, und hockt jetzt zähneklappernd in der alten Provinz Shinano. Dort ist über Nacht mal wieder Schnee gefallen.

  • ... gut, dann werde ich mal fleißig nach Schmieden aus Satsuma suchen :)

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Gut , diese "Schlieren" haben sogar einen eigenen Namen. "... gane"

    Damit hätten wir dann das Satsuma-gane,

    sieht irgendwie wie chikei aus, nur etwas länger und dicker.

    Und jetzt klärt sich auch, warum ich bei der zeitlichen Einordnung recht unsicher war,

    die Kameraden haben ja ihre sugata vom Keicho-Shinto bis zum Shinshinto kaum geändert.

    Und dann hatte ich auch noch die 'Kartoffelranken' im hamon übersehen ...


    So, dann hätte ich wohl im wesentlichen zwei Schmiede zur Auswahl:

    Masayoshi und Oku Motohira,

    Motohira schließe ich aus, weil die Kissaki unserer Rätselklinge eine o-kissaki ist,

    und das ist für ihn, im Gegensatz zu Masayoshi, untypisch.

    Außerdem sind die yasurime bei Motohira sujikai, während unsere Klinge kiri-yasurime aufweist.


    also lautet mein Tipp:

    Masayoshi oder einer seiner 40 Schüler


    p.s.:

    zur Naminohira-Schule habe ich für Shinshinto keine ordentlichen Darstellungen gefunden,

    deshalb habe ich die außen vor gelassen ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • hm, da heißt es wohl: vorsichtig ranschleichen ...


    Die sugata wirkt irgendwie klassisch, aber eine ubu Klinge aus dem Kamakura mit dieser Länge dürfte wohl ausgesprochen selten sein,

    außerdem ist der Verlauf im oberen Drittel der Klinge doch nicht ganz so gerade.

    Für Nanbokucho ist das Ding wohl viel zu zierlich, es sei denn, es stammt aus einer Schmiede, in der man sich einen Teufel um die gerade angesagte Form geschert hat,

    im Shinto oder Shinshinto könnte man vielleicht so etwas als Kopie aus alten Zeiten finden, aber irgendwie sieht die Angel dafür zu alt aus.

    Am ehesten könnte das gute Stück noch aus dem frühen Muromachi stammen.

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Irgendwie bin ich noch viel zu schlapp, mir das neue Stück genauer anzuschauen, bzw. klare Gedanken dazu hervor zu bringen. Mich hat es am WE so richtig die Beine weggehauen, in dem ich was gegessen habe, was ich liebe hätte lassen sollen. Jedenfalls war das Klo, bzw. besser der Eimer mein bester Freund. Nur ein bisschen Konzentration auf eine bestimmte Sache, selbst Radio hören - also noch nicht mal was körperliches - hat mich enorme Kraft gekostet. Kann mich nicht entsinnen, dermaßen so ausgeknockt gewesen zu sein.

    Bin natürlich heute brav auf Arbeit gewankt...habe noch jede Menge Gummi in den Gelenken und im Kopf.


    Ich gebe Ida absolut recht, das diese Form in der frühen und mittleren Muromachi sehr beliebt, fürchte jedoch, hier das Vorbild für diese Renaissance zu haben. Auffällig ist auch der rustikale Hada. Spontan habe ich also was auf´m Zettel gekrakelt. Ich hoffe nicht, dass ich darüber den Kopf schüttle, wenn ich wieder etwas schärfer sehe...den der Hamon erscheint erst mal für meine Idee zu brav.

  • Sollte frühes Muromachi sein. Da hat man ja Heian auf dem K III basiert wieder erneut kopiert. Wenn ich nichts ganz doll schiele hat die Oshigata diesmal fast nichts mit der Wirklichkeit zu tun.

    Tsuruta sagt etwsas von Katana mit Tachi-form. Na schön. wäre es frühes Kamakura, dann landen wir fast zwangsläufig bei Aoe, die haben teilweise Katana-Mei signiert. Blos so wirklich Aoe-ig wirkt das Ding eben nicht. In Bizen war es super, super selten.


    Ansonsten, gute Besserung alter Freund.

  • ... muss das Ding jetzt wirklich ein Tachi mit Katana-mei sein?


    das würde mir so gar nicht in den Kram passen, denn ich verfolge gerade die Spur Rai Kuniyukis,

    und da habe ich nirgends etwas über 'ungewöhnliche' Signaturen gefunden ...

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • ... so, die 'Spur' hat mich nach Higo geführt,

    mein Tipp lautet:

    Enju-Schule, Kuniyoshi 2. gen.

    Higo no Kuni-ju Kuniyoshi

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

  • Mein Zettel ist................Tara ! Komplett leer.

    Ich hab mich diesmal derartig verfusselt , daß ich nur noch wie ein Schwein ins Uhrwerk gucke.

  • Mir geht's nicht anders. Ich mache gerade Dartwerfen. Ich bekomme die Einzelkomponenten einfach nicht zusammen. Dennoch muss ich nennen, was ich in meinem wirren Stadium am Montag gekrakelt habe: Hoki.

  • Irgendwie beruhigt mich das. Dachte schon ich verblöde komplett.

    Übrigens, das Ding nervt mich derartig das ich schon irre Tagträume davon habe...und da jopdelt es Ko-Bizen.

  • Ich bin nach wie vor überzeugt, dass das Teil kein Muromachi ist. Die Form ist einfach irgendwie...ehrlich...

    Die Hi wurde Edo-Zeitlich rinngeschnippelt.

  • sieht nach Nanbokucho aus.

    Der shinogi-ji wirkt ziemlich breit, oder kommt mir das nur so vor?

    Suche das Einfache und misstraue ihm.

    • Neu

    So, ausgeschmollt! Bei dem Hada hätte ich nie Oei-Bizen in Betracht genommen.


    Bei dem Neuen: kann das sein, dass das schon wieder ...ist?