Geschichten rund ums Bogenschießen

  • Damit Ihr mal ein Einblick habt, was man denn so beim Bogenschießen treibt, stelle ich hier mal den Link zu einem Turnier-Bericht ein, den ich für die Homepage unseres Vereins geschrieben habe. Es ist Brauch bei uns, Berichte von Interessanten Turnieren den Vereinsmitgliedern zu hinterlassen.


    Zur Erläuterung: es handelt sich um ein 3D Turnier. 3D Bogenschießen ist momentan die am meisten boomende Disziplin des traditionellen Bogensports. Hier wird auf naturgetreue Nachbildungen von Tieren geschossen. Natürlich kommt diese Art des Bogenschießens aus den USA und war dort ursprünglich eine Variante des Jagdtrainings. Das 3D Bogenschießen, welches als Sport betrieben wird, hat jedoch mit Jagdsimulation sehr wenig bis gar nichts zu tun. Lediglich der Umstand, das die sich Parcours in Wald und Flur befinden, die Entfernungen unbekannt sind und die Schusssituationen realistisch gebaut werden erinnert ans jagen. Dennoch, die Schüsse sind im Vergleich zur echten Jagd viiiel zu weit und an statt eines Sicheren Stands wird hier auf Raffinesse und Schwierigkeit wert gelegt. Auch die Bögen, welche die meisten Schützen schießen wären für die Jagd schlicht zu schwach. Im 3D Bogensport gibt es neben Landes- und Deutschen Meisterschaften auch Europa und Weltmeisterschaften. Häufig stellen Vereine Spaßturniere bei denen sich Gleichgesinnte treffen und der Bericht handelt über ein Spaßturnier.


    Wie funktioniert das 3D Schießen nun. Das Ziel ist eine Tier-Nachbildung. Diese Tiernachbildung funktioniert wie eine Zielscheibe nur dass diese nur 4 Wertungszonen hat: das x-Kill, das Innenkill (ja nach Verband oder Ausschreibung wird X- und Innenkill als eine Trefferfläche "Innenkill" zusammengezogen) , das Aussenkill (auch hier wird je nach Zählweise der gesamte Killbereich als eine einzige Trefferfläche gewertet) sowie der restliche Tierkörper. Der Killbereich umfasst den Herz-Lungenbereich und hier erhält man die höchsten Punkte. Trifft man jenseits des Kills den übrigen Körper gibt's weniger Punkte. Hufe, Hörner und ein Sockel gelten als "M" (Miss). Eine häufige Variante ist die 3-Pfeil Runde, was bedeutet, das man drei Pfeile hat um das Ziel zu treffen. Das ist natürlich ein weiterer riesen Unterschied zur Jagd, denn geht Pfeil 1 daneben, ist das Wild weg. Beim 3D bleibt das Gummi-Tier geduldig an Ort und Stelle. an geht also an den Pflock, schätzt Entfernung, Gelände und Lichtverhältnisse ein und versucht natürlich das Kill zu treffen. Trifft der erste Pfeil wird dieser gewertet und das Schießen an dieser Position ist beendet. Trifft man nicht, muss es der zweite oder gar der dritte Pfeil tun. Hat man auch da vergeben: ein "M" gleich 0 Punkte. Ansonsten kann die Wertung folgendermaßen aussehen: 1. Pfeil Kill 20 Pkt/ Körper 17 Pkt., 2. Pfeil Kill 14 Pkt./Körper 10 Pkt. der dritte Pfeil Kill 8 Pkt./Körper 5.
    Daneben gibt es noch die Hunter-Runde. Hier darf nur ein Pfeil geschossen werden. Beispiel Kill 20 Pkt. Körper 10 Pkt. vorbei 0 Pkt.


    Hier nun aber der Bericht:
    http://media.tib1848ev.de/uplo…hte/33_fuchsjagd_komp.pdf

  • Einfach nur um mal rumzomosern: Es gibt aber noch mehr Wertungsarten und du hast noch gar nix zu den Bogenklassen/arten gesagt :)

  • Ist Verbandstechnisch extrem viel was man da aufzählen müsste was Wertungen an geht. ^^
    Aber mal Bogenklassen im einfachen:
    Historisch
    Langbogen
    Jagdrecurve
    Modern Recurve mit und ohne Visier
    und Compound mit und ohne Visier
    Dazwischen gibt es Unterklassen und dann noch Aufteilung Altersklassen und M/W
    Alleine Compound im IFAA wird in 5 Untergruppen geteilt. =O
    Nur da schon die Feinheiten auf zu zählen... und dann so das jeder Beginner mit kommt... da gebe ich lieber gleich ein Seminar zu 5 Stunden nur Grundwissen :D


    Aber Tyrdal, ich werde den Verdacht immer noch nicht los dich schon in Bogenforen gesehen zu haben :D

    "Die Wahrheit versteckt sich oft hinter Lügen"
    Meins!! :D

  • Vollkommen richtig, Doch wenn ich gleich das gesamte Regelwerk einiger Verbände aufgefahren hätte, Wären eventuell schon einige mit der Stirn auf der Tischplatte gelandet, bevor ich zum Punkt gekommen wäre.


    Was es für Bögen und Bogenklassen gibt, kann in einem separaten Fred erörtert werden. Di kannst gerne dich beteiligen.


    Gerne geh ich aber auf den Bericht noch mal ein. Da stand zu lesen, dass ich in der Blankbogenklasse gestartet bin. Hier nur die Erklärung für die Insider: Ich greife nicht mediterran, sondern mit nur 2 Fingern unter Nock. Ich greife jedoch nicht wie echte Blankbogner die Entfernungen ab, sondern schieße intuitiv. Die die meisten Auschreibungen bei Jagdbögen mediterranen Griff verlangen, lande ich den in der Blankbognerklasse.
    Da dies nun schon eine weile so ist habe ich für diese Zwecke das Gerät entsprechend "technisiert" Es ist ein Hoyt Tiburon mit Hoyt F4 Carbon Schaum WA´s in 64 Zoll und 50 lbs auf den Fingern, magnetischer Pfeilauflage und Button sowie ein 650 g Blankbogengewicht. Die Pfeile sind 400er Easton Lightspeed mit 100grain Spitzen und eigengestanzten sehr flachen 3,75 Zoll Saubuckel-Naturfedern. Zum Fita-Schießen auf 50, 40, 30, und 20 Meter kommen 560 Easton ACc zum Einsatz.


    Muss ich nicht in der Blankbogenklasse starten, tuts meine Black Widow PCH 60 Zoll Ironwood und Eastern Diamondback auf den WA´s. Diese Zicke hat gemütliche 47 lbs. und hat mich schon einige graue Haare gekostet. Wer behauptet, eine Witwe ist ein gutmütiger Bogen hat entweder noch nie ne Witwe geschossen oder kennt meine nicht.

  • Tja, die PCH ist mit seinem doch sehr kurzen Mittelteil schnell eine Zicke. Das wundert mich gar nicht. Darum ist das ein Modell das oft in den Märkten auftaucht. Hingegen ich mit meiner PM(A) III und mit 51# bin da eher ruhiger im Abschuss durch das doch recht grosse und schwere Mittelstück.
    Mein Gegenstück zu deinem Tiburon ist der GMII mit den originalen WA. Auch mit ca. 50lbs. Da habe ich komischer weise mal einen 600er als besser empfunden :huh: und durch das geringe Pfeilgewicht extrem schnell unterwegs.


    Okay, was für anderes Thema können wir hier behandeln bevor wir auf Bogen Analyse gehen? ^^

    "Die Wahrheit versteckt sich oft hinter Lügen"
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  • Wenn ihr mir jetzt noch erklären könnt was Analysen mit dem Thema "Geschichten rund um das Bogenschießen "zu tun haben, dann bekommt ihr den goldenen Kullerkes am Bande ohne Noppen.
    Also husch, husch zurück zurück zum Thema.
    Kaji die Forenschubse.


    PS : Es freut mich das hier bisher noch keiner eine Witwe geschossen hat, diese nehmen es zeternder Weise übel......

  • Hi Leut´s hab da mal ne Frage.


    Ich habe mal aufgeschnappt, dass die Kompositbögen der zentralasisatischen Reitervölker, bis heute eine unterreichte Qualität haben.


    Stimmt das?


    Danke