Selbstverteidigung beginnt ...mit einfachen Strategien

  • Selbstverteidigung...

    da kann ich vieles auch hier im Forum lesen, was ich unbedingt beachten sollte. Welche Kampfsport-Art die bessere sein könnte.

    Welcher Ausbilder die beste Selbstverteidigung unterrichtet, usw.


    Warum aber beginnen wir nicht einfach am Anfang!

    Warum nicht lernen mit einfachen Strategien .. souverän mit Ärger und Kritik umzugehen?



    Wie verhaltet Ihr Euch?


    Ein Beispiel:

    Was ist jetzt los?

    Wenn Sie verwirrt, ärgerlich oder gekränkt sind,

    drücken Sie sofort auf die Pausetaste. Gönnen Sie sich eine Auszeit, bevor Sie reagieren.


    Von Barbara Bereckhan die einige Bücher geschrieben hat, wie ich mich gelassenen durchsetzen kann.



    :)

  • Die Antwort: Weil es sich dabei nicht um Selbstverteidigungsstrategien, sondern um Konfliktkultur handelt. Auch Menschen, die mit eine KK überhaupt nichts am Hut haben müssen sich dem stellen, weil es sich hierbei um eine unvermeidbare Lebenspraxis handelt: Der Streit. Wie froh bin ich, dass sich dieses Forum - im Gegensatz vieler anderer Foren - unmittelbar auch um den Bezug zur Lebensrealität bzw. Lebenspraxis der Menschen beschäftigt. So kann man bei diesem Thema deutlich machen, dass es - egal wie man es betrachtet - überhaupt nichts mit Selbstverteidigung zu tun hat.


    Und hier haben wir es wieder... das Problem der KK bzw. der Macher. Überall möchten sie sich mit eingeben, eigentlich möchten sie, dass die KK omni-präsent ist, weil sich nur so der Umfang der Einnahmen erhöhen lässte. Das wirtschaftliche Denken der KK wird deutlich.


    Um den Transfer in die Lebensrealität zu verdeutlichen: Jeder Mensch - bleiben wir mal in Deutschland - durchläuft bestimmt "Sozialisationsstufen" und wird - grob erklärt, zunächst allein von den Eltern mit Nachbarskindern bzw. Freunden aus der ganz nahen Umgebung, dann zusammen mit anderen Kindern im Kindergarten und fremd-betreut von ErzeiherInnen und später in der Schule zu einem sozialen Wesen geformt. Das Ziel ist, ein wertvolles gesellschaftliches Mitglied zu erziehen. Soziales Lernen besteht dabei im Wesentlichen aus geben und nehmen, sowohl in idieller, als auch in absolut praktischer Hinsicht. Jemand profitiert von mir, ich profitiere von anderen. Allerdings muss man auch lernen, seine Interessen gegenüber Interessen Anderer durchzusetzen, sofern man von der Richigkeit seiner Interessen überzeugt ist, bzw. um auch seinen Ego zu trainieren. Dies ist das Ultra-Beispiel für Streit. Er lässt sich nicht und nirgendwo verhindern, es geht einzig und allein darum, Streit so zu kultivieren, dass eine "Win-Win-Situation" entsteht.


    Menschen, die im Leben aufgepasst haben, werden keine Probleme damit haben, im kultivierten Streit mit anderen zu existieren. Hin und wieder hat man selbst die besseren Argumente, manchmal muss man neidlos die besseren Argumente des Anderen anerkennen. Probleme ergeben sich hierbei auf 2 Ebenen: Bei der ersten Ebene haben wir es mit Menschen zu tun, die vordergründig eine Meinungsverschiedenheit führen, hintergründig aber ein ganz anderes Ziel verfolgen. Bei der 2. Ebene handelt es sich um Menschen mit Persönlichkeitsstörungen, deren Krankheitsbild keinen anderen Weg zulässt.


    Wer also lernen möchte, "...mit einfachen Strategien .. souverän mit Ärger und Kritik umzugehen...", sucht sich besser Fachleute im Bereich Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Soziologie und Psychologie. Hier gibt es unendlich viele Weiter- und Fortbildungen.


    Selbstverteidigung beginnt... mit einem körperlichen Angriff - alles andere ist aus meiner Sicht lebensfremd konstruiert.