Beiträge von Paladin

    So wie ich Ernstfälle bisher erfahren habe, wähle nicht ich, sondern wählt der/die Täter den Kampfplatz, wobei sie genauso vorgehen: Sie wählen ihren Ort sorgfältig aus.


    Mal eine rhetorische Frage an dich: Würdest Du vor mir weglaufen, könnte ich Dich dann einholen, weil ich evtl. schneller als Du bin? Die Frage musst Du Dir beantworten. Daran denken musst Du, dass die meisten Täter jünger sind. Könnte ich Dich einholen, dann könnten es jüngere Täter erst recht.


    Für mich gibt es auch keine Prävention zur Flucht, sondern lediglich eine Prävention vor einem Ernstfall. Allerdings wage ich mich damit schon ziemlich weit an die Grenze, denn Täter - und das betone ich immer wieder - sind keine Dummies, haben ebenso strategische Überlegungen, habe zumeist ihre Tat schon vorher geplant und führen ihre Tat oft mit äußerster Brutalität aus. Wie gesagt: Statistiken belegen, dass sie überaus erfolgreich damit sind. Auch wenn sie später gefasst werden, ändert es ja nichts an der Tatsache und spricht sogar eher dafür, dass sie ihre Tat "erfolgreich" durchgeführt haben. Bedeutet: Irgendetwas müssen Täter Opfern ganz offensichtlich voraus haben. Bedeutet aber auch, dass Verteidiger zunächst mal den ersten Angriff (die 1. Welle) überstehen müssen, daran haperts schon zumeist.


    Ganz abgesehen davon ist ja die Flucht das Hauptthema. Auch hierzu die konkrete Frage an Dirch: Würdest Du einer 40-jährigen, völlig unsportlichen Hausfrau zur Flucht raten, obwohl du weißt, dass die nichtmal 5 Meter weit kommt, weil sie einfach zu langsam und zu unbeweglich ist? Was, wenn nicht nur Unsportlichkeit und Unbeweglichkeit hinzukommt, sondern auch Übergewicht, Gelenkprobleme, usw? Wann also würdest Du jemand nicht zur Flucht raten oder ist Flucht doch grundsätzlich eine Option?

    Hallo,


    ich bin schon ein älteres Semester und möchte mal in Erfahrung bringen, ob man(n) auch noch mit über 50 mit dem Grappling anfangen kann. Bisher habe ich nur jahre, jahrzehntelang Stand-UP und FMA gemacht. In einigen Internetbeiträgen habe ich gelesen, dass man Grappling auch noch im Alter anfangen kann, natürlich nicht wettkampfmäßig, sonder aus Spaß und Fitness. In anderen Beiträgen habe ich dann gelesen, dass es doch sehr verletzungsanfällig sein. Bin recht fit und durchs Turnen und Yoga noch beweglich. Freue mich auf eure Beiträge. Will mich halt mal vorab informieren, bevor ich dann mal ins Probetraining gehen. Nach Corona versteht sich.

    Grappling kannst Du - meiner Erfahrung nach - in jedem Alter anfangen, sofern Spaß und Fitness im Fokus stehen und Du auch mit gleichgesinnten trainierst. Aus meiner Sicht müssen die Partner grundsätzlich Rücksicht aufeinander nehmen. Nicht jeder - auch nicht jeder Jüngere - trainiert Grappling für Wettkämpfe. Auf jeden Fall kann man viel an Kondition und Technik-Knowhow mitnehmen. Wenn Du also ein Probetraining startest, solltest Du darauf achten, ob Du einen Partner findest, der Dich ernst nimmt aber Dich eben auch fordert.

    Da Du aber nicht auf Kritikpunkte eingehst ("Der Begriff wurde nicht "zu eng" gefasst" ist kein Eingehen auf Kritik...) sondern stattdessen behauptest, wir wären nicht beim Thema... Wenn das Deine Diskussionsregeln sein sollen, bitte, aber so lässt sich meiner Meinung nach nicht diskutieren. Ich bin aus der Diskussion raus.

    Also mal zu Deinen Kritikpunkten - kurz und knapp, dass mein Thema "Flucht" ist und dies der "Kern" oder die "Essenz" dieser Diskussion sein soll:


    0.: Zum Thema Schwimmen. Die Realität ist, überhaupt Schwimmen zu können, so wie z. B. Lesen und Schreiben. Einige Menschen erweitern ihre Kompetenz, indem Sie z. B. Buchautor, Schwimmlehrer oder Teilnehmer bei den Olympischen Spielen im 50-Meter-Kraulen werden. Für meinen Artikel war lediglich das Curriculum des "Schwimmenlernen" interessant. Gehört aber nicht zum Thema.

    1.: Abwenden zur Flucht, ist nichts anderes, als Vorwärtslaufen. Wenn Du rückwärts schneller als vorwärts läufst, lass es mich wissen - dann machen wir mal einen kleinen Wettlauf.

    2.: Hilfe rufen: Noch einmal die Erinnerung, dass das Thema "Flucht" ist. Alles, was man sonst noch so machen kann, stelle ich nicht in Abrede, habe ich aber auch nichts drüber geschrieben

    3.: Eine Strategie, die zu 50% Wahrscheinlichkeit besitzt würde ich - wenn es um mein Leben und meine Gesundheit geht - eher nicht umsetzen wollen. Der Rest des Punktes ist nich mein Thema

    4.: Etwas persönliches bei der Flucht zurückzulassen, sollte immer vermieden werden, um etwas anderes (tatsächlich das Aufsuchen der Person) zu vermeiden. War ja auch nur ein Ratschlag...

    5.: Flucht ohne Komplikationen meint - im Kontext des Artikels - dass Flucht gelingen kann, weil man selbst schneller und ausdauernder als der/die Täter ist.

    6.: Wenn 1/3 der Täter alkoholosiert sind, dann 2/3 nicht, wenn ich richtig gerechnet habe. Eine Frage der Wahrscheinlichkeit, auf wen man wohl treffen wird.

    7.: Der Artikel geht nur davon aus, dass Flucht generell keine gute Strategie ist. Da man erst weiß, ob Täter folgen, wenn man flüchtet, spielt man da m. E. mit dem Feuer

    8.: Wenn Täter sich dazu entschließen, einem Opfer hinterherzulaufen, dann ganz sicher nicht mit der Einstellung, dies langsam zu tun. Sie wollen das Opfer einholen... also doch: Wettlauf.


    Das Problem an meiner Antwort ist nun, dass die immer im Zusammenhang mit den jeweiligen Fragen von Tai_Eule zu sehen sind. Für die folgenden Diskussion wünsche ich mir zu gunsten der Übersichtlichkeit, die wirklich für das Thema wichtigen Punkte nacheinander zu diskutieren.

    Aus gegebenen Anlass habe ich heute die Board-Regeln geändert. Begünstigt hierdurch werden alle User, die einen neuen Thread-Erstellen. Hierbei geht es insbesondere darum, die betreffenden Themen zu diskutieren. Was unbedingt vermieden werden sollte ist, über die Diskussion selbst zu diskutieren und dadurch ein "Themenhopping" zu betreiben. Wichtig ist, sich unbedingt an das Thema zu halten. Wenn sich ein User nicht verstanden fühlt, irritiert ist, sich unbedingt "Luft" machen muss, usw. dies bitte nicht im Thema selbst diskutieren, sondern hierfür die boardeigene "Konversation" benutzen.


    Die Board-Regeln wurden - wie folgt - ergänzt:

    1. Der Thread-Ersteller ist maßgebend dafür, ob sich ein Beitrag an seinem Thema orientiert, oder nicht. Jeder Thread-Ersteller wird dementsprechend darin bestärkt, sich an einem Moderator zu wenden, wenn er der Auffassung ist, dass sich ein oder mehrere Diskutanten nicht am Thema orientieren.
    2. Wenn Sie innerhalb eines Themas einen Beitrag schreiben, so muss dieser unbedingt Bezug auf das übergeordnete Thema nehmen. Dazu ist es unbedingt notwendig, sämtliche, im Anfangsthread für das Thema angegebenen Informationen sorgfältig durchzulesen und zu verstehen. Wichtig für Sie zu wissen ist, dass wir in diesem Forum kein "Halbwissen" tolerieren. Sollte ein User also die Informationen des Anfangsthreads nicht vollständig gelesen haben und sich dadurch in einem Beitrag - aus Sicht des Thread-Erstellers - am Thema vorbei bewegt, so wird der entsprechende Beitrag kommentarlos gelöscht. Bitte bedenken Sie: Nicht Sie als Mitdiskutierender, sondern der Thread-Ersteller ist maßgebend dafür, ob sich ein Beitrag an seinem Thema orientiert, oder nicht.
    3. Um ein "Themenhopping" innerhalb eines - eigentlich klaren - Themas zu vermeiden, sollten Sie daher vor dem Verfassen Ihres Beitrages überlegen, ob sich Ihren Beitrag tatsächlich auf das übergeordnete Thema bezieht. Sollten Sie sich nicht sicher sein, fragen Sie bitte vor der Erstellung Ihres Beitrages den Erstellter des Themas. Hierzu bitten wir Sie, durch eine persönliche Nachricht an den Thread-Ersteller Ihre Irritationen und/oder Fragen zu klären. Bitte respektieren Sie den Thread-Ersteller und das Thema, indem Sie sich ausschließlich mit Ihren Beiträgen am Thema orientieren . In der Regel weiß der Thread-Ersteller sehr genau, warum er einen Beitrag so geschrieben hat, wie er es hat. Respektieren Sie das, indem Sie z. B. Besserwissereien, Interpretationen, Rechthabereien oder Neben-Themen vermeiden. So bleiben Themen übersichtlich und der Argumentationsverlauf ist - auch für Außenstehende - gut nachzuvollziehen. Beiträge von Usern, die sich nicht an diese Regel halten, werden kommentarlos gelöscht.
    4. Wer Themen bewusst (bedeutet: Auch nach Aufforderung durch den Thread-Ersteller oder einem Mod) zu Ungunsten der Qualität und der Übersichtlichkeit beeinträchtig, wird dafür von den Administratoren bzw. Moderatoren sanktioniert (Verwarnungen bis zum Ausschluss aus diesem Thema oder dem Forum). Bitte wählen Sie deshalb – auch und gerade wenn Sie ein eigenes Thema erstellen – den Namen des Themas und dessen Zugehörigkeit (also unter welchem „Überpunkt“ Sie Ihren Beitrag veröffentlichen wollen) sorgfältig aus! Denken Sie daran, dass Ihr Thema auch - dem Sinn nach - zu dem jeweiligen „Überpunkt“ passen muss. Diskutanten bleiben beim Thema und suchen bei Irritationen den Kontakt zum Thread-Ersteller über eine persönliche Nachricht.

    Wenn Du "in der Realität" bleiben willst, kannst Du nicht das Ganze im Vakuum ("mir egal, was die Alternative zur Flucht ist" - ich paraphrasiere) betrachten. Das macht einfach keinen Sinn...

    Dies ist mein Thema - das solltest Du zuerst verstehen. Mein Thema befasst sich mit der "Flucht als Strategie", die Grundlage ist der betreffende Artikel. Ohne, dass Du also den Artikel gelesen hast, können wir hier nicht diskutieren. Ich mache es Dir einfach mal leichter: Die Grundaussage des Artikels ist, dass Flucht in der Regel keine Strategie ist, weil der Grundsatz von Flucht der ist, unbedingt schneller und/oder ausdauernder als der Verfolger zu sein. Gerne mache ich hierzu mal mit Stefan das praktische Experiment: Er läuft vor mir weg, ich ihm nach... die spannende Frage: Werde ich ihn einholen? Wenn ich ihn einhole, wäre die spannende Frage warum... also läuft er dauernd im Kreis auf der Stelle oder ist er einfach körperlich gar nicht in der Lage, zu flüchten? Dann geht es aber weiter: Würde ich Stefan einholen: in welcher körperlichen Verfassung wäre er?


    Das ist das Thema, zumindest ist es mein Thema, welches ich hier diskutieren will. Ich gehe tatsächlich davon aus, dass Du den Artikel nicht gelesen hast, denn im Artikel habe ich auf einen anderen Artikel hingewiesen, um "die Realität" zu beschreiben, von der ich ausgehe. Möchtest Du also über "die Realität" sprechen, dann kannst Du gerne ein weiteres Thema aufmachen. In diesem Thema geht es um die Flucht und die - eigentlich ziemlich einfach - Frage, ob Flucht tatsächlich eine gute Lösung ist und ob Geschwindigkeit und Ausdauer tatsächlich keiner Bedeutung haben.


    Gerade zum letzteren wurde hier noch nicht ein einziges Mal bezug genommen. Einige Diskutanten kenne ich ja und für die - so glaube ich - wäre Flucht keine Option, weil sie körperlich dazu überhaupt nicht in der Lage sind. Nun denken wir mal an die 40-jährige Hausfrau, die einen Frauen-SV-Kurs besucht. Kann man ihr tatsächlich zur Flucht raten? Wäre sie tatsächlich schneller und ausdauernder? Genau darum geht es in diesem Thema... aber: Wer den Artikel nicht gelesen hat, kann nicht beim Thema sein. Insofern kannst Du dich hier gerne ausklinken, was allerdings nicht am Thema liegt. Du bist einfach daran vorbeigeselgelt. Würde ich Deinem Argument folgen, müssten wir hier noch über ganz andere Dinge diskutieren, wie z. B. Wetter, Bekleidung (ist auch im Artikel vorhanden), Umgebung, usw. Das würde zumindest mein Thema sprechen.


    Natürlich kann ich - um bei dem Thema "Wassergraben" zu sein, auch zufällig vor einer Polizeistation stehen, wo ich reinflüchten kann. Konstruieren kann ich viel. Ich gehe aber auch nicht von der Ausnahme, sondern von der Regel aus. In der Regel suchen sich Täter den Ort ihrer Wahl, i. d. R. sind sie bestens vorbereitet usw. Das alles steht im Artikel und im Artikel, wie es so in der Realität aussieht.


    Das Thema ist also nicht, wie konstruiere ich am besten eine Situation, damit meine Argumente stimmen, sondern viel banaler: Was benötigt ein betroffener, damit eine Flucht gelingen kann? Wer hier mit diskutieren will, ist gerne eingeladen.

    Leider sind wir hier nicht wirklich beim Thema. Es geht nicht darum, was man macht, wenn man einer Bedrohung gegenüber steht. Das ist mir alles zu abstrackt, denn jede Szene ist anders. Es gibt keine Vergleichbarkeiten. Das Thema ist ausschließlich "Flucht" und die Frage, ob Flucht immer eine gute Option ist, also auch für Ältere, Gewichtigere, Unsportliche, Kranke, etc. Darauf wurde in dieser Diskussion kein einziges Mal eingegangen.


    Daher die konkrete Frage: In Eurem Training oder in von Euch gehaltenen Seminaren - ratet ihr das auch dem o. g. Klientel (zur Erinnerung: Ältere, Gewichtigere, Unsportliche, Kranke, etc) zur Flucht?


    Den Begriff "Flucht" müssen wir hier nicht besonders Diskutieren, auch wurde er von mir nicht "zu eng" gefasst. Er ist so, wie er ist. Wer nicht weiß, was "Flucht" ist, googlet einfach. Der einzige Diskussionspunkt wäre der "Fluchtreflex" welcher evolutionär in jedem von uns steckt.


    Über das, was passiert, wenn ich nicht flüchte, brauchen wir eigentlich auch nicht zu sprechen - zumindest gehört es nicht zum Thema. Ob ich mich also in mein Schicksal ergebe oder mich stelle, ob ich - wenn ich mich stelle - auch immer schneller bin, als der/die Täter (was ja immer suggeriert wird), steht ebenfalls auf einem ganz anderen Blatt.


    Immer an die Realität denken und somit z. B. an den Statistiken. Zu bedenken ist hierbei, dass Täter offensichtlich mit ihrer Strategie sehr erfolgreich sind, sonst gebe es nicht so viele z. B. Raubüberfälle usw.

    Zum technischen Problem: Die Wahrscheinlichkeit, dass es an AdBlock liegt, ist hoch. Probier einfach mal einen anderen Browser, stell AdBlock mal aus... wie auch immer: probier einfach. Zum Rest: Danke für die Rückmeldungen. Mir ist aufgefallen, dass Deine Quelle von 2013 ist... gibt es da auch neuere Studien zu?

    In der Kampfkunst wird gerade im Bereich der Selbstverteidigung, ob im Training oder Seminaren, immer wieder das Thema "Flucht" angesprochen. Insbesondere geht es zumeist bei Angriffen, bei denen scharfkantige Waffen benutzt werden, um die Strategie, sich durch Flucht vom Tatgeschehen zu entfernen. Aber: Ist Flucht grundsätzlich eine gute Strategie? Dazu habe ich einen Artikel in einem Blog verfasst und möchte mit Euch hier diskutieren. Wer hier mitdiskutiert, sollte sich den Blog wirklich komplett durchlesen haben, da die Gedanken zusammenhängend sind.


    Wichtig für die Diskussion ist, Behauptungen und eigene persönliche Sichtweisen auch als solche erkennbar zu machen.


    Für Leser ist es m. E. außerordentlich wichtig zu realisieren, wie sich dieses Thema aufstellt, also woher die Diskutanten ihre Ansichten haben (z. B. von ihren Trainern, durch Erfahrung, irgendwo mal gelesen - Quelle nicht vergessen!) usw. Auch habe ich hierzu eine kleine Umfrage gestartet. Die Fragen und Antworten sind m. E. selbsterklärend. Jeder hat die Möglichkeit, bis zu drei Antworten zu geben. Die Umfrage ist selbstverständlich anonym.


    Hier nun der Artikel: Wie sinnvoll ist Flucht

    Noch einmal meine Wünsche für diesen Thread: Alle Vorschläge und Wünsche sind erwünscht. Damit beziehe ich mich grundsätzlich auf den Anfangsbeitrag, als das THEMA. Dies soll eine Art "Brainstorming" werden. Wer mit dem Begriff nichts anfangen kann: Jeder Vorschlag und jede Andregung ist willkommen, wird aber nicht diskutiert. Allerhöchstens, wie ich es schrieb, von mir kommentiert - siehe bei Armin. Sonst bleiben wir bereits am ersten Vorschlag kleben und diskutieren uns einen Wolf, wobei insgesamt die Kreativität und Konstruktivität leidet.


    Mit "Konstruktiv" meine ich Beiträge, die LÖSUNGSVORSCHLÄGE beinhalten. Dieser Beitrag ist nur zur Information gedacht, also bitte hier nicht darauf reagieren oder kommentieren. Ich wünsche mir jetzt nur noch Beiträge zum Thema.

    Als Admin finde ich es schwierig, zu sehen, wo genau es Ecken und Kanten gibt, die evtl. behoben werden sollten. Auch ist es schwer nachzuvollziehen, was genau User bei ihren Beiträgen noch benötigen bzw. brauchen können. Dieser Beitrag soll dazu dienen, den Usern eine Bühne zur Verfügung zu stellen.


    :!:Worum es geht

    Ich benötige Eure Wünsche, Eure Konstruktivität und Eure Kreativität. Lasst mich wissen, was für dieses Forum gut wäre. Es fängt bei den Regeln an (Ergänzungen oder Weglassen), geht über die Funktion von Moderatoren und Admins, bis hin zu Addons bzw. PlugIns, die Ihr irgendwo mal gesehen habt (oder von denen ihr gehört habt), welche dieses Forum gut ergänzen können. Wichtig ist die Frage: Wovon würde das Forum profitieren.


    :!:Worum es nicht geht

    Ungewünscht ist ein "sich auskotzen" oder Kritik und/oder Beiträge ohne konstruktive Ansätze (ohne lösungsorientiert zu sein). Hier geht es auch nicht um persönliche Befindlichkeiten und/oder Abrechnungen. Es geht also nicht um die Frage: Wovon könnte ein Einzelner profitieren.


    Um die o. g. Dinge zu realisieren, habe ich diesen Beitrag oben angepinnt. Er wird auch immer akutell gehalten. Sicherlich wird es Wünsche oder Vorschläge geben, die wir schon einmal probiert haben und/oder die wir so nicht umsetzen wollen und/oder die bei uns nicht umsetzbar sind. Von daher bitte ich darum, dies dann auszuhalten. Ich werde - der Übersichtlichkeit wegen - auch direkt in den jeweiligen Beiträgen darauf reagieren, damit es für alle sichtbar ist.


    Ansonsten gilt: Ich hoffe auf viele Wünsche, Anregungen und Vorschläge. Um die dann umzusetzen wird es naturgemäß etwas dauern, da wir Veränderungen insgesamt im Moderatoren-Forum diskutieren und gemeinsam entscheiden, was und wie wir etwas umsetzen.

    In Niedersachsen geht das noch nicht... draußen und drinnen mit dem gewohnten Abstand, da ist Kontakt noch nicht drin.

    Was Corona insgesamt betrifft, bin ich eher skeptisch. Eine Pandemie ist nicht weg, nur weil es weniger Infizierte gibt. Außerdem sehe ich immer wieder viele Unvernünftige, wie z. B. auf den Demos und nun auch in den Urlaubsorten. Wir waren z. B. am Samstag an der Nordsee, um Freunde zu besuchen. Da wurde praktisch nirgends der Abstand eingehalten.


    Sollte also tatsächlich das Abstandhalten eine gute Maßnahme zum Eindämmen des Virus sein, haben das nicht mehr viel Leute auf den Schirm. Einfach nur zu sagen: "Es wird langsam Zeit..." reicht mir persönlich nicht als Argument, hört sich so nach dem Kind an, was dauernd fragt: "...wann sind wir endlich da...?" Für mich geht Sicherheit immer vor, ein Grund, warum ich Kampfsport trainieren.

    Hat das wer bezweifelt?
    Es hieß doch immer nur, das ein Sparring in welcher Vertsion auch immer einen nur auf den Kampf vorbereitet und einem gewisse Attribute mit an die Hand gibt.

    Das ist so immer eine Sache in der Kampfkunst: Direkt wird nie etwas bezweifelt, zumeist liest man dafür ein "aber..." Ich hatte schon den Eindruck, dass einige Mitdiskutanten Sparring und Ernstfall zwar vom Wort aber nicht vom Inhalt her trennen.

    Da sind wir dann ja einer Meinung: Zwischen Sparring und Realität ist dann doch ein großer Unterschied. Auch wenn es noch so absurd klang, war die Absicht, deutlich zu machen, dass ein Sparring keinesfalls den Ernstfall repräsentiert. Zwar haben wir z. B. im Ernstfall kein "scharfes Schwert", wohl aber immer häufiger "scharfe Messer", was statistisch belegt ist (in der Statistik des BKA daher neu aufgenommen).


    Diese Info finde ich gerade für Leser wichtig, die noch nicht so den Background haben.

    Und wie simuliert ihr Blutverlust oder durchtrennen von Sehen, wie die Stichverletzungen? Wie simuliert ihr Treffer in die Augen oder auf dem Kehlkopf?

    Nunja, wenn man eben Dinge weg lässt, wird es immer unrealer. Über Messer scheint da so niemand richtig nachzudenken, wird damit noch zu wenig in der Realität nachgedacht oder ist man sich da unsicher, wie man so etwas abwehrt. Ich stelle mir mal eine Sparring vor. Ich habe verstanden, eigentlich trainiert hier jeder real. Also: Wie sieht ein reales Knife-Sparring aus... müssen dann ja auch - natürlich - richtige scharfe Messer sein...?

    Es gibt gute Alternativen zum Sparring. Wer irgendeine filippinische Kampfkunst trainiert kennt und trainiert sie. Vieles wird auch beim filippinischen Militär eingesetzt, die sich wiederum Ausfälle durch z. B. Sparringsverletzungen nicht leisten können. Selbst die legendären "Dog-Brothers" haben ihr Vollkontaktsparring zugunsten der Gesundheit reduziert. Mit einem Stock oder einer Machete ins Sparring zu gehen, ist eben nicht so, wie ohne Waffen, also "lediglich" mit Fäusten, Füßen, usw. Um also zu lernen, gegen ein Messer halbwegs realistisch zu arbeiten, muss zuerst gelernt werden, mit ihm zu arbeiten. Dann geht es noch um ganz viel Strategie und Taktik, also z. B. Nähe und Distanz, Hand- Armhaltung... kurzum: Genau dafür gibt es in den FMA einige Alternativen zum sparren. Insofern muss niemand in den FMA sparren, der nicht will, weil es genügend alternativen gibt, wobei z. B. ein Knife-Sparring durchaus Sinn macht. Hierzu muss man allerdings erwähnen, dass auch hier das Wort "Sparring" in den FMA wohl anders interpretiert wird. Außerdem ist jedes Stocksparring in den FMA nie wirklich realistisch zu bewerten, da Treffer auf die Hände, Ellbogen, Knie, Füße, Kopf, etc. ja keine Wirkung zeigen, da sie gepolstert sind. Bedeutet: Die Leute kämpfen genauso weiter, wie vorher, obwohl sie im ernstfall keine Waffe mehr in den Händen halten könnten. Ohne Schlagwirkung keine Realistik. Aus diesen Gründen - und da bin ich wieder beim Anfang - gibt es in den FMA einige sehr gute Alternativen.


    Allerdings finde ich es spannend, die vielen anderen Sichtweisen mitzubekommen. Wo du gerade dieses "Mädel" erwähnst... wie macht ihr das: Wie löst ihr das Problem z. B. der größeren Gewichtsunterschiede, die ja nicht nur im Kampfsport selbst, sondern auch in der Realität (z. B. im Boden) zu absoluten Vorteilen gegenüber der schwereren Person führen?

    Da es ja um "meine System" geht, antworte ich mal anstatt Ida:
    Bis hierhin "Zirkeltraining, etc. " hast Du recht. Sparring ist ein Trainingsmittel unter vielen. Danach wird es, im Kontext von Koryu und Sogo Bujutsu Ryuha (Schulen vollständiger Kriegskunst), falsch. Einfach gesagt, erheben Sogo Bujutsu Ryuha für sich den Anspruch, alle Antworten zu haben bzw. ein System für alle Situationen bereit zu stellen. Damit muss sich die Schule nicht an mich anpassen, sondern ich mich an die Schule. Dies wird kombiniert mit einer exakt vorgegebenen Lehrmethodik. Die Begründung für die Methodik ist dabei häufiger traditioneller als sachlicher Natur. Der Gründer meiner Schule legte zum Glück wert auf einen didaktisch sinnvollen Aufbau. Von diesen Vorgaben wird nur sehr begrenzt abgewichen, wenn überhaupt, was unter anderem auch daran liegt, dass Koryu immer ein Stück gelebter Geschichte sind. Quasi geistiger Denkmalschutz. Ich habe also eine inhaltliche und eine historische Begründung für Sparring.

    Den "Ernstfall" lass ich hier mal außen vor, denn der wird (hoffentlich) nicht eintreten. Allein schon, weil die allermeisten Leute hier nicht 'nen Katana, Yari, Naginata oder ähnliches zu Hause rumliegen haben und ich in der Regel auch nicht mit meinen Schwertern draußen rumlaufe. Nur so viel sei angemerkt: Die Schule ist aus einer Zeit tradiert, in der so ein Ernstfall existierte und die Leute offensichtlich mit den Lehren der Schulen erfolgreich waren.

    Das finde ich sehr interessant! Ich glaube, unser Disput ist eigentlich einer, der etwas mit Traidtion und Progression zu tun hat. Dennoch muss ich sagen, klingt diese Argumentation absolut schlüssig. Jetzt kann ich auch das einordnen, was Du zuvor geschrieben hast.


    Ich hoffe, dass wir uns mal treffen und ein paar Dinge ausprobieren können. Dein Einwand, dass niemand mit einem Katana herum läuft, finde ich absolut berechtigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du gegen ein oder mehrere Messer stehst, ist allerdings sehr hoch. Von dem her würde ich gerne mal sehen, wie deine Strategie gegen einen Messerangriff aussieht. Im Übrigen trainieren wir auch Knife-Sparring, so ist das nicht. Es ist aber lediglich eine unter vielen Methoden, aber das schrieb ich bereits. War vor Kurzem in Los Angeles in der Inosanto-Academy... es gibt so viele Trainingsmethoden, z. B. mit Einzelstock, Doppelstock, Langstock, Stock-Messer, Messer, Empty-Hands, flexiblen Waffen, etc. Ich denke, dass gerade bei dieser Vielfalt an Möglichkeiten jeder für sich das beste herausziehen kann. Dazu muss ich sagen, dass Bruce Lee und Dan Inosanto bereits schon in den 1970'er Jahren mit der Entwicklung des Jeet Kune Do den Anwender in den Mittelpunkt gestellt haben und Gruo Dan nach Lee's Tod genau daran weitergearbeitet hat.


    Von daher müssen sich unsere Sichtweisen auch voneinander unterscheiden. Finde ich aber in Anbetracht Deiner Schilderung gar nicht schlimm sondern eher - für den Leser - inspsirierend. Es gibt eben nicht immer nur diesen einen Weg...

    Danke Ida, so ist es richtig!

    Hier nochmal das, was ich weiter oben schrieb.

    Ich als Trainer werde niemanden zwingen. Lediglich erklären, warum etwas wieso gemacht werden sollte. Wer sagt, er will das nicht machen, muss eben auf die Unterrichtsinhalte verzichten. Da die für ein Weiterkommen in den Graduierungen ebenfalls relevant sind, wird er auch da keine Fortschritte machen, ergo keine (weiteren) Graduierungen bekommen. Im Endeffekt ist ab einem gewissen Level ohne Sparring "Schluss". Ich bleibe bei meiner Frage, warum man dann überhaupt eine solche Kunst üben will, wenn man sie ja doch nicht voll umfänglich üben möchte...

    Mich würde interessieren, welche Kampfkunst Du hier meinst...

    Auf deine Frage hin, warum man überhaupt so eine Kampfkunst trainieren möchte, ist nicht mit einer einzigen Antwort zu erklären. Die einen trainieren eine Kampfkunst, um fit zu bleiben, andere aus Gründen der Selbstverteidigung, wiederum andere wollen tatsächlich mal wett-kämpfen, wiederum andere wollen einfach mal etwas anderes trainieren, dann gibt es da noch diejenigen, welche die technischen Herausforderungen lieben, usw. usf. Es gibt also nicht "die eine Motivation", sondern ganz unterschiedliche. Bei uns kommen welche, die JKD lernen wollen, um das zu trainieren, was Bruce Lee früher trainierte. Zum FMA oder Inosanto LaCoste Kali kommen Leute, um zu lernen, wie man sich professionell gegen Waffen verteidigt und um zu lernen, mit Alltagsgegenstände umzugehen.

    Aber darum geht es doch in dieser Diskussion gar nicht,

    hier geht es doch nur darum, wie viel oder wie wenig Sparring nötig ist,

    um eine Kampfkunst adäquat betreiben zu können.


    ... aber vielleicht habe ich da etwas missverstanden ...

    Nein Ida - Thema war, ob ein Übender zum Sparring gezwungen werden kann. Das war die Eingangsfrage. Es geht also nicht um die Frage, wie viel oder wie wenig Sparring nötig ist, um eine Kampfkunst adäquat betreiben zu können, denn dies würde ja implizieren, dass ein Sparring grundsätzlich nötig ist. Hier hatte ich bereits geschrieben, dass es genügend Kampfkünste gibt, bei denen kein Sparring nötig ist. Es geht also nicht um "Notwendigkeiten", sondern darum, wie man damit umgeht, wenn ein Übender nicht sparren möchte. Die Antwort für z. B. Judo, Aikido, Ju-Jutsu, Taekwon-Do, Karate, usw. wäre hier eindeutig: Jeder Trainer würde sagen: Klar brauchst Du hier nicht zu sparren. Beim Boxen wäre es m. E. anders. Hier müsste der Trainer sagen, dass Sparring zum Boxsport gehört.