Beiträge von Paladin

    Bin ich auch dafür, dann bleibt halt das Personal, dass der kritischen Infrastruktur angehört zu Hause und hütet die Kinder.


    Scheint mir ein absoluter Masterplan zu sein.

    Ich nehme mal an, dass nicht alle Eltern zur "kritischen Infrastruktur" zählen, genaugenommen die absolute Minderheit. Das schöne ist: Wir werden alle mitbekommen, wie es sich weiterentwickelt... insofern... Übrigens: "So richtig eng" wird es nicht nur mit den Kindern, sondern auch mit den Partnern - das nur mal so als "Erinnerung", wie Familie noch einmal richtig funktioniert.


    Es ist aber auch egal, wie wir es finden und was wir uns wünschen. Fakt ist: Es gibt Kontaktverbote, man soll das Haus nicht verlassen. Bedeutet: Unser bisheriges Leben wird total über den Haufen geworfen, was letztlich jeden Betrifft. Ebenfalls muss jeder damit klar kommen. Der Vorteil innerhalb der Familie ist, dass man die Probleme auf mehreren Schultern verteilen kann. Alleinstehende sind da m. E. nicht gerade bevorteilt. Eine weitere Frage ergibt sich bezüglich der Obdachlosen, wie hier verfahren wird. Wie gesagt: Alles wird in Frage gestellt. Ich hoffe nur, dass wir uns nach dieser Epedemie auch gesellschaftlich anders aufstellen werden. Wirtschaftlich - denke ich - muss da auf jeden Fall etwas passieren. War etwas erschrocken, dass selbst größere Firmen überhaupt keinen Plan B hatten und nur weiter auf Gewinn setzten. Im Übrigen war dieser Gewinn der Wirtschaft auch nicht immer ein Segen für die Gesellschaft, wenn man daran denkt, wie oft Verbraucher durch falsche Werbung, Plastik oder veränderte Rezepturen in den Lebensmitteln hinters Licht geführt wurden...

    also das iist jetzt mal ein Satz der mir ob seiner 'Schlüssigkeit' wirklich Spaß macht ;)

    In Zeiten wie diesen macht es mir eine Freude, die Spaß machen zu dürfen ;)

    Das ist nicht substanzlos, sondern überall zu lesen. Ersetze "Herr Wichtig" oder "Herr Egoist" mit jemanden, der z. B. auf Facebook etwas postet, wie z. B. - wie ich heute bereits hatte - wenn da jemand einen selbstgemachten Mundschutz verkaufen möchte und dafür massive Kritik erntet. Grund: Profit auf Kosten der gesundheitlichen Notlage anderer.


    Nun stellst Du die Frage: Wohin mit den Kindern? Als Elternteil würde ich mal annehmen: Zu den Eltern. Eigentlich eine ziemlich einfach Lösung. Allerdings hat sich da ebenfalls alles verselbstständig, denn was vorher noch als "Familienfreundliches Arbeitskonzept" verkaufte, entpuppt sich nun als nicht Familiendienlich. Die Kinder wurden um die Arbeit weg-organisiert, so, wie alles irgendwie immer nur um Geld und Wirtschaft organisiert wurde. Wenn dann nichts mehr funktioniert und die Familie wird nur noch auf sich selbst reduziert, weiß man plötzlich nicht mehr, wie Familie eigentlich funktioniert.


    Noch einmal kurz zusammengefasst: Die Eltern tragen die Verantwortung für ihre Kinder und haben diese lange genug fremd-organisieren lassen.

    Sorry, lieber Brandenburger... da trifft wohl die alte Regel: Nachher weiß immer jeder alles besser. Leider meldet sich Herr Jeder auch immer gleich zu Wort. Herr Wichtig und Herr Egoist sind auch gleich da, wenn es darum geht, ansich klare Zusammenhänge noch einmal so zusammen zu fassen, dass man meint, niemand sonst wisse es. Ich Vergass Herrn Besserwisser. All diese Herrn täten nun der Gemeinschaft einen wirklichen Gefallen, einfach mal zu schweigen.

    Hm... das suggeriert, du hättest das anders, evtl. sogar besser gemacht? Lass mich bitte nicht dumm sterben und erkläre mir, wie Du die Sachen angegangen wärst, bzw. was Du nun weiter machen würdest. Bin sehr gespannt.


    Was natürlich nicht so stehen bleiben kann: Die Experten und die Politiker sind ganz sich geistig normal entwickelt. Andersdenkende muss man ja nicht gleich Dummheit unterstellen? Auch den Punkt, da hätte die Verantwortlichen 8 Wochen lang Däumchen gedreht ist wohl eher infantil, als erwachsen gedacht?


    Zu Bedenken möchte ich geben, dass wir eine derartige Epedemie noch nie durchlaufen haben, sodass niemand ein fertiges Konzept aus der Schublade ziehen kann. Oft auch liegt es gar nicht an der Politik oder den Experten, denn die Menschen sind von sich aus Egoistisch und Ignorant. Erst gestern noch ist hier in der Nähe von Nienburg ein "Grünkohl-Marsch" von der Polizei gestoppt worden. Alles erwachsene und gebildete Leute, bei denen plötzlich der Arsch in den Kopf rutscht. Hier müsste man sich fragen: Warum...?

    Man sollte einfach vermeiden, das Wort "Hysterie" ständig zu verwenden. Es gibt Fakten. Nicht viele aber es gibt sie. Außerdem gibt es Ohren, Augen und das Gehirn. Wenn also einige Länder ihre Grenzen dicht machen, geht es wohl nicht im Toilettenpapier. Eigentlich ist es auch ganz einfach: Jeder weiß, was Viren sind. Wir kennen unsere Grippe. Wenn man nun bedenkt, dass die "normale" Grippe eigentlich immer etwas internes war und nicht so eine Krise ausgelöst hatte, kann man sich denken, dass diese Grippe irgendwie anders sein muss. Anders ist auf jeden Fall, dass es weder Impfstoff noch Therapie gibt. Allein das sollte schon wach-rütteln.


    Der gesunde Menschenverstand sagt: Vorsicht! Genau das machen wir. Vernünftig ist, Menschenanssammlungen zu vermeiden. Vernünftig ist, dass alle Events - ob groß oder klein - abgesagt werden. Vernünftig ist, seine sozialen Kontakte einzudämmen. Vernünftig ist das denken, andere Menschen vor der Ansteckung zu bewaren (hier natürlich insbesondere die Familie).


    Unvernünftig und zutiefst unsozial sind diese Hamsterkäufe, weil hier die Evolution das Ego puscht - die Vernunft bleibt draußen.

    Ergo: Gerade im Bereich Selbstverteidigung und Selbstschutz sollte man das Gelernte (als da wären z. B. die Disziplin, die Einschätzung der Gefahr, die Abwägung der eigenen Optionen) in die Realität umsetzen können. Ich wünsche mir für alle User hier sehr, dass ihr alle gesund bleibt bzw. die Grippewelle gut übersteht. Haltet den Kopf auf den Schultern....!

    Zu Deiner Frage: Das Objekt ist eine Kiste. Ohne sie zu öffnen, weiß man nicht, was drin ist. Das ist keine Realität, sondern eine Binsenweiseheit. Weiß ich, was in der Kiste ist, zum Beipiel, weil ich die Katze selbst in die Kiste getan habe, dann weiß ich das. Also ist die Realität die, das sich in der Kiste eine Katze befindet. Sagt mir mein Nachbar: "Andy, hör mal zu, in der Kiste ist eine Katze", so ist die Realität die, dass mir mein Nachbar eine Info gegeben hat. Schaue ich nach, bin ich wissend, schaue ich nicht nach, weiß ich dass eben nicht.


    Ich finde es an der Stelle auch schwierig, hypothetisch auf etwas zu reagieren, was real vorhanden ist. Der Duden - z. B. - hat keinen Grund, eine "eigene Realität" zu definieren sondern gibt in allem das wieder, worauf sich Wissenschaft geeinigt hat. Meines Wissens und meiner Erfahrung nach sind es auch nur Randgruppen, wie z. B. die Reichsbürger, die aus der Realität immer wieder irgendwas eigenes machen.... Meiner Beobachtung nach windest Du Dich hier, wie ein Aal, nur um nicht zuzugeben, was für 99% aller Menschen eh schon feststeht und genso in allen Lexika der Welt einheitlich wiederzufinden ist: Eben die obere Definition.


    Mir ging es darum, eine einheitliche Ebene für die Realität zu finden, um die Schwammigkeit herauszubekommen, die Anbieter wissentlich verbreiten, nur um ihr Geschäft durchzubekommen. Genau dafür habe ich die Wissenschaft zu Rate gezogen durch Quellenangaben z. B. des Dudens. Ich stelle fest, Du hast keine Quellen. Wenn Du eine findest, die das belegen, wofür Du stehst, wäre es jetzt ein guter Zeitpunkt, die zu bennen. Zwei Alternativen bleiben: Du erkennst die Wisschaft an oder zu erklärst einfach, dass es sich eben um Deine persönliche Ansicht handelt, womit die Sache auch für Außenstehende klarer wirde.


    Ich wünsche mir jetzt - ehrlich gesagt kein Herumgeeiere mehr sondern - wie wir Norddeutschen gerne an Stellen wie dieser Anfügen - "Butter bei die Fische". Denk mal bitte an die Board-Regeln und die Intention, Schwammigkeiten durch klar benennbare Quellen zu Be- und Widerlegen.

    Nein, da sind wir nicht angekommen, vielleicht bist Du da angekommen, der Text und meine Thesen ganz sicher nicht. Realität ist weder ein Gummiband noch kann man durch sie hindurchsehen. Sie ist da, sonst wäre sie keine Realität. Ich gebe Dir nun mal einen konkreten Input:


    Was ist Realität?

    Im Duden findet man zu dem Begriff „Realität“ die Synonyme „Wirklichkeit“, „reale Seinsweise“ und „tatsächliche Gegebenheit, Tatsache“. Im Wikipedia, der freien Enzyklopädie im Internet, liest man dazu Folgendes:


    Als Realität wird im allgemeinen Sprachgebrauch die Gesamtheit des Realen bezeichnet. Als real wird zum einen etwas bezeichnet, das keine Illusion ist und nicht von den Wünschen oder Überzeugungen einer einzelnen Person abhängig ist. Zum anderen ist real vor allem etwas, das in Wahrheit so ist, wie es erscheint, bzw. dem bestimmte Eigenschaften „robust“ – also nicht nur in einer Hinsicht und nicht nur vorübergehend – zukommen (→ Authentizität). Realität ist in diesem Sinne somit dasjenige, dem „Bestimmtheit“ zugeschrieben werden kann. Ein intentionales Objekt (z. B. eine Überzeugung, eine Einschätzung, eine Beschreibung, ein Bild, ein Film oder Computerspiel) gilt dann als realistisch, wenn es die Eigenschaften der darzustellenden Wirklichkeit in vielerlei Hinsicht und ohne Verzerrungen wiedergibt (→ Realismus).


    Sucht man im Internet das Gegenteil von Realität, so heißt es:

    Fiktion, Surrealismus, Illusion, Phantasie, Traum, Virtualität, Irrealität, Einbildung, Vorstellung, Trugbild, Täuschung, Schein, Irrglauben, Lüge, Wunschwelt, Beschiß, Betrug, Finte, Irreführung und Trug.


    Demnach ist die Realität das, worauf wir alle (jeder Mensch) schauen und das, was für alle gleich ist: Bäume, Häuser, Autos, die Sonne, das Wetter, Kaufhäuser, Feiertage, etc. Die Realität endet und mündet in die Individualität, wenn sie von Personen interpretiert wird. So können Bäume – je nach Sichtweise – groß, stark oder am Wachsen sein. Straßen sind für den Einen zu eng, für einen anderen zu holprig. Das Wetter ist dem Einen zu warm, dem anderen zu naß. Kurzum: Der Baum, der am Straßenrand steht, ist Realität. Der schmale Baum am Ende der Straße hingegen die Interpretation der Realität. Irritierend ist es und interessant wird es, wenn Menschen Realitäten interpretieren aber der festen Überzeugung sind, die Realität selbst zu beschreiben.

    Wenn eine Person etwas sieht, was andere Personen nicht sehen und was nicht für alle gleich ist, handelt es sich entsprechend um eine Vorstellung bzw. Wahrnehmung, eine Phantasie, eine Illusion, etc. der Person oder – exakter ausgedrückt – um deren Beobachtung. Um es an einem praktischen Beispiel zu verdeutlichen: Menschen behaupten, UFOs gesehen zu haben. Wenn alle anderen Menschen auf der Welt dieses UFOs ebenfalls gesehen hätten, wären UFOs Realität - so, wie es auch Flugzeuge sind. Realität diesbezüglich ist allerdings, dass nicht alle Menschen UFOs gesehen haben, womit die Behauptung der Menschen, es gebe UFOs, lediglich durch deren Beobachtung gedeckt wird aber keinesfalls Realität ist.


    Mich würde nun interessieren, was du vom DUDEN hälst. Gerne kannst Du auch in ein vor Dir favorisiertes Lexikon finden. Ich kann Dir aber schon sagen, dass Du überall eine ähnliche Definition finden wirst. Ich möchte Dich darauf hinweisen, dass da nichts von "Wahrnehmung" steht. Ganz ehrlich: Den Text sollte nun wirklich jeder verstehen. Die Alternative ist: Du schreibst, dass Du den Duden nicht anerkennst und dass es Dir darum geht, Deine eigene Sichtweise darzustellen. Das würde ich verstehen. Was ich nicht verstehen würde, dass Du nun weiter darauf bestehst, die Realität sei eine Wahrnehmung der Menschen, obgleich wirklich alles (einschließlich der Professionen der Pädagogik und Psychologie = die maßgeblichen Professionen, wenn es um Menschen geht) in die gleiche Richtung geht: Die Realität ist das IST um uns herum, der Mensch interpretiert das IST... jeder auf seine Weise. Die Interpretation ändert aber nichts an der Realität.


    Warum das Thema "Realität" so wichtig ist, habe ich bereits erklärt, wiederhole es aber noch einmal anders: Viele Menschen verdienen viel Geld damit, indem sie erklären, dass die Realität so sei, wie sie sagen. Es geht hierbei - in meinen Worten - um eine eindeutige und nicht mal schlaue Manipulation von Menschen zum Zwecke des Geld verdienens. Ich denke, dass da mehr Klarheit und weniger MischMasch reingehört.

    ... alles klar, Du hast die Nr. 1 des Threads verändert, und ich habe in Deinen aktuellen Anhängen gesucht,

    kann also weitergehen ...

    Achgott... dass hätte ich natürlich schreiben müssen... tut mir leid! Also für den Rest hier: Der Anhang befindet sich im Anfangs-Thread als PDF-Datei...

    H

    ... ja klar kannst Du den Anhang öffnen, das liegt an der Struktur Deiner Sai-Fon-Seite,

    aber wenn ich auf diesen 'Anhang' klicke, kann ich ihn eben nicht öffnen, was ebenfalls an Deiner Sai-Fon-Seite liegt ...

    Das kann nicht an "meiner Sai-Fon-Seite" liegen, da der Anhang auf dem Hoster des Forums liegt. Lösch doch mal Deinen Cache und probiere es erneut. Ansonsten melde Dich mal bitte per Konversation, dann muss ich der Sache mal genau nachgehen. Einen Anhang sollte man in diesem Forum ganz normal öffnen können... ich kümmere mich mal drum... ähm... was für eine Fehlermeldung bekommst Du denn?

    Ich habe übrigens den betreffenden Text im ersten Thread zwecks Nachlesen eingefügt. Nicht, dass danach gefragt wurde... ich möchte nur verhinden, dass jemand irritiert ist, weil er den Text nicht findet ;)

    Nun Kajihei... nun könnte ich - wie du - behaupten, deine Ansicht ist Blödsinn. Die Frage ist: Kommen wir mit einem derartigen Sprachniveau weiter? Meines Wissens ist es gerade dieser Sprachgebrauch, der in dir Dampf erzeugt hat. Wäre besser, du würdest dich davon selbst ein wenig befreien.


    Zur Sache:

    Fachleute sprechen von Objektivität und Inter-Subjektivität. Das eine ist das real existierende, welches von allen gleich gesehen wird, wie eine Straße oder ein Schlagloch. Ein Schlagloch einbilden oder sich einbilden, man fahre auf einer Straße würde wahrscheinlich mit psychotischem Verhalten in Verbindung gebracht werden müssen.


    Die Realität entsteht - genau genommen, also z. B. biologisch gesehen - absolut nicht durch Gedanken. Die Realität entsteht über das Auge, über Sehnerven und über die Spiegelung in das Gehirn. Dort wird sie bearbeitet. Eine Schieflage von dem, was in der Realität zu beobachten ist, zudem, dass jemand in so einer Situation einfach eine andere Realität sieht, ist - wie o. g. - z. B. eine Psychose. Das "ausklinken" aus der Realität.


    Wie auch immer: Ich habe verstanden, dass wir es grundsätzlich - also von der Theorie der Erfassung der Realität - unterschiedlich sehen, wir allerdings übergeordnet und so also in der Sache einen Konsenz haben. Mir geht es dabei übrigens nicht um Konfliktglösungsmöglichkeiten, dass wäre wiederum etwas anderes. Mir geht es um den Ernstfall: Personen befinden sich im "hier und jetzt" in einer körperlichen Auseinandersetzung. Und ich meine nicht diese "Biertischschlägereien", sondern Gewaltaten, bei denen zumeist ein oder meherer Opfe bis kurz vor dem Geschehnis noch überhaupt keine Ahnung haben, dass sie gleich Opfer einer Gewalttat werden. Ich nennen das "Realität des Ernstfalls", hier: Das Überraschungsmoment = eine überaus starke und erfolgsversprechende Strategie, die genau aus diesem Grund auch von Sondereinsatzkommandos auf der ganzen Welt eingesetzt wird.


    Ich widerspreche dir auch nicht im Punkte "Wahrnehmung bestimmter Realitäten bestimmt das Handeln", weil das ein Teil der These der "Realität des Ernstfalls" ist. Zum Einen gibt es da die Wahrnehmung (z. B. wie bedrohlich wird das Vorgehen des Täters empfunden, Nehmerqualitäten), zum anderen die Realität (z. B. wenige Kampfraum, wegen Tischen und Stühlen oder - draußen - aufgrund baulicher Gegebenheiten, Angriff mit einer Waffe, wie z. B. einem Messer). Und dann gibt es noch so eine Realität, die m. E. völlig unbeachtet bleibt: Evolution insbesondere das Fluchtverhalten bzw. das Verhalten in Krisen. Im Bewusstsein der Realität des Ernstfalls weiß das Opfer, dass hier ist ein Ernstfall und kein Training. Es weiß, ein Fehler kann zum Tod führen, zumal der/die Täter in der Realität vor dem Opfer stehen und es bedrohen (wie z. B. bei einem Banküberfall). Das wiederum provosziert Gefühle, wie Hoffnungslosigkeit oder Unterwürfigkeitsgefühle (sich in sein Schicksal fügen). Kein Training der Welt kommt nur in die Nähe der Realität eines Ernstfalls weil eines fehlt: Das Bewußtsein. Ein Mensch ist sich eben bewußt, ob er sich in Gefahr befindet (Ernstfall) oder im Training. Ihm ist bewußt, dass er aus dem Training lebendig raus kommt.


    Genau um diese Dinge geht es und um die Relevanz dieser Dinge. Das ist die Diskussion über die Realität schon sehr sinnvoll, allerdings fehlen mir hier viel mehr tiefgreifendere Gedanken zum Ernstfall, den oberflächlich betrachtet leben wir ja bekanntlich auf einer Scheibe. Diese Sichtweise entwickelt sich, wenn man subjektiv umher schaut und sich nur auf das verlässte, was man selbst sieht und daraus interpretiert.

    Verstehe... allerdings ist es ja auch so, dass dieses Thema einfach auch "schwere Kost" ist, weil es einerseits eher unbeliebt ist und verleumdet wird, andererseits vom Verständnis her - wie gesehen - so auch wirklich nicht einfach zu erklären ist. Daher ist das hier ja auch nur der Versuch, sich über eine intensive Auseinandersetzung dem Kern zu nähern... ;)

    Nunja... ich finde euren "fachlichen" Beitrag eben auch ein bisschen - sagen wir mal - unkonstruktiv.


    Wie ich 1. Bereits erklärte, geht es um den besagten Artikel (den ihr wahrscheinlich noch nie gelesen habt) genau um das: REALITÄT. Es scheint euch nicht aufgefallen zu sein, dass es auch um etwas Zusätzliches geht: Den ERNSTFALL. Die These: Die Vertreter der Zunft der Selbstverteidigung schaffen sich eine eigene Realität (die es nicht geben kann), aus der heraus die Schlussfolgerung dann wiederum logisch erscheint: Mit einem SV-Training siegt man auf der Straße (bzw. in der Realität). Hierzu braucht es ultra-realistische (da haben wir wieder die Realität) Techniken und die Stärkung des Selbstbewusstseins.


    Genau das ist die Kritik: Diese Aussagen stimmen eben nicht. Warum, erklärt der Artikel - so man ihn denn auch gelesen hat - oder in Zügen der letzte Beitrag, so man ihn denn auch gelesen und verstanden hat.


    Meine Empfehlung an Euch: Einfach raushalten oder thematisch mithalten. Alles Andere werte ich nun als Störung und werde es löschen.

    Genau darum geht es Ida... suggeriert wird im Rahmen des Ernstfalls grundsätzlich, es gebe nur diese eine Realität, nämlich die, die "durchaus etwas mit Wahrnehmung und Deutungen" zu tun hätte. Somit würde ein Ernstfall grundsätzlich über Wahnehmungen und Deutungen zu erfassen und zu definieren sein. Das - so meine These - stimmt so nicht.


    Ausgehend von der Überlegung - und genau deswegen ist die Sonne ein gutes Beispiel - dass es unanbhängig von individuellen Wahrnehmungen und Deutungen Dinge gibt, die für alle gleich sind, und diese Dinge mit "die Realität" gut definiert ist, gibt es also etwas, was für uns alle gleich ist. Egal von woaus wir schauen, egal wie unterschiedlich unsere Wahrnehmungen darüber sind. Es bleibt bei der einen, alles umgebenden Realität.


    Zu dieser Realität gehören, um die Sonne nicht als Einzelfall stehen zu lassen, auch die folgenden, beispielhaften Dinge:

    1. Wetter

    2. Straßen

    3. Autos

    4. Häuser

    5. Wälder

    6. Messer

    7. Menschen

    8. Tiere

    9. Luft

    10. ...


    Man sieht deutlich: Alle diese aufgezählten Dinge sind für jeden gleich. Individualitäten, wie z. B. die Wahrnehmung oder die Deutung fangen dort an, wo diese Sachen (also diese Realität) von Menschen beschrieben werden. Also: Das Wetter wird z. B. als zu warm, zu nass oder zu kalt beschrieben. So kann das Wetter als "warm" beschrieben werden, obwohl es anderen vielleicht zu kalt ist. Ein Zeichen von individueller Wahrnehmung. Dabei sprechen alle Menschen über ein und dieselbe Sache: Das Wetter. Das also Wetter stattfindet, ist eine Realität. Wie das Wetter dann auf die Menschen wirkt, ist die Wahrnehmung des Wetters.


    Straßen sind ebenso eine Realität, die sich nicht bestreiten lässt, denn: Es gibt sie zweifelsfrei. Die Wahrnehmung dabei ist, dass die Straßen beschädigt sind, dass man auf Autobahnen nicht gerne fährt, dass eine Straße viel befahren ist...


    Die Realität eines Ernstfalls ist - und damit beschreibe ich also keine Wahrnehmungen oder Deutungen - dass ein Ernstfall kein Training ist. Die Realität des Trainings ist - und damit beschreibe ich wiederum keine Wahrnehmung oder Deutung - dass es ein Training ist. Die Realität eines Ernstfalls ist aber nicht, dass es ein Training ist und die Realität eines Trainings ist nicht die, dass es sich um den Ernstfall handelt. Damit haben wir sie also schon einmal erfasst, die Realität des Ernstfalls.


    Warum es so wichtig ist, festzustellen, dass es sich beim Ernstfall nicht um ein Training handelt? Um in die Köpfe hineinzubekommen, dass man alle die Dinge, die man im Training vorfindet, nicht im Ernstfall vorfindet, wie z. B. Zeit, sich auf seinen Gegner einzustellen. Das Wissen, der Gegner greift mich jetzt mit dieser Technik an und ich wehre mich mit jender Technik. Das Wissen über den Deal des Trainings: Keiner verletzt den Anderen. Das Bewusstsein, man befindet sich in einer Sporthalle. Das Bewusstsein, man verlässt die Halle lebend. Das Wissen, man hat unendliche viele Versuche... usw. usf.


    Diejenigen, die behaupten, sie würden für die Realität trainieren, suggerieren, ihr Training wäre die Realität. Genauso wird diese Spinnerei auch beworben: Entweder es heißt: "Fit für die Straße in 8 Wochen" oder "Trainiere nur das wichtige für die Straße" oder "lerne dich zu wehren". Alles suggeriert, es geht um den Ernstfall und der ist berechenbar.... oh.... noch so eine Realität des Ernstfalls: Der ist nämlich nicht berechenbar. Nicht umsonst sind Täter so "erfolgreich".


    Genau das ist mit der "Realität des Ernstfalls" gemeint. Es geht also nicht um die Wahrnehmung darüber, wann etwas für den Einen oder Anderen gefährlich wird, wie das Sicherheitsgefühl ist, usw. Es geht um Fakten. Die Meisten Opfer von Gewalttaten sind Männer. Noch so eine unangenehme Realität des Ernstfalls, weil er eigentliche viele Frauen zum Nachdenken anregen sollte. Eine so große Gefahr, wie es immer wieder suggeriert wird, droht ihnen definitiv nicht. Dennoch wird genau mit dieser Suggestion (Angst haben) eine Menge Geld in der Selbstverteidigung verdient.


    Vielleicht hierzu noch 2 Dinge zum Nachdenken:


    1. Wenn dann Frauen-SV-Techniken ultra einfach zu erlernen und selbst für das "schwache" Geschlecht absolut durchschlagsfährig sind, wären sie doch ebenfalls optimal für Männder geeignet, die sich i. d. F. noch weniger Anstrengen müssten? Warum nur ist da noch niemals jemand drauf gekommen? Oder sollte es für Männder im Rahmen "Machos" viel zu einfach sein und als Mann muss man sich einfach die schwierigeren Techniken heraussuchen?
    2. Glaubt jemand im Ernst, dass - wenn ich wüsste, dass ich über einen Kurs so gut, wie nach über 40 Jahre Kampfkunsttraining werden könnte - ich nicht längst auf Kurse ausgewichen wäre? Das mal zu der Behauptung, man könne über SV-Kurse lernen, sich in lebensbedrohlichen Situationen (der Ernstfall) erfolgreich zur Weher zu setzen. Mit "erfolgreich" meinen die Anbieter: der/die Gegner liegen besiegt am Boden... eben so, wie man es im Kurs trainiert hat.

    Die Sonne ist da. Für uns alle. Das ist eine Realität. Sie hängt nicht von der Wahrnehmung ab, sondern ist Realität. Die Wahrnehmung ist: Wärme, Helligkeit...

    Die Realität wird nicht durch Wahrnehmungen verändert. Würde es so sein, so gebe es für jeden spezifisches Wetter. Das Wetter ist so, wie es ist. Es regnet, also regnet es. Es regnet auch immer noch, obwohl jemand meint, es würde nicht regnen. Die Wahrnehmung dabei ist: Jemand findet Regen gemütlich, für einen anderen ist Regen ekelig. Was sich ändert sind Situationen und die Sache ist: Jeder schau aus seinem Blickwinkel auf eine Sache. Noch einmal: Diese Sache (Realität) ist für jeden gleich, jeder schaut aber anders darauf (Wahrnehmung) und bewertet sie anderes. Eigentlich simpel und eigentlich sind das Binsenweisheiten wofür man nicht mal besonders gebildet sein muss.


    Um zum Thema zurück: Ein Training ist und bleibt ein Training und wird nie die Realität sein. Das ist eigentlich die Grundaussage für die Realität eines Ernstfalls. Dann sind wir wieder bei den Begriffen "plötzlich" und "unerwartet". Wer sehen möchte, was das bedeutet: Wir werden im Dezember einen "Knife-Day" veranstalten, da zeige ich - physisch - was "plötzlich" und "unerwartet" bedeutet. Ich habe noch niemanden gesehen, der es dann nicht verstanden hat...

    Die Seite musste aufgrund der langen Ladezeiten noch einmal aufgesetzt werden, der Blog ist momentan noch nicht auf der Seite.


    Ida... was Du meinst ist die einzige, existierende Realität. Es soll darauf hingewiesen werden, dass nur eine einzige Realität existiert und jeder Mensch im Grund das gleiche sieht, nur eben anders interpretiert. So sieht jeder beispielsweise einen Stuhl, die Sonne, ein Auto oder einen Topf. Die Unterschiede fangen dort an, diese Realität aus dem eigenen subjektiven Blickwinkel zu interpretieren. Das war der Hintergrund. Auch nichts neues, in der Psychologie oder der Pädagogik ein alter Hut.

    So, wie immer, geht es hier um den Verkauf. Nichts weiter. Sucht man auf den Seiten nach einem "roten Faden", sucht man vergebens. Was man findet sind viele Widersprüche und das umherschmeißen mit Superlativen. Grundsatz: Alles andere ist schlecht, nur dies ist gut. Transaktionsanalyse: Ich bin OK, Du bist nicht OK.


    Das wird mit "wissenschaft" argumentiert und ich sehe nicht eine einzige, wisschenschaftliche Begründung mit wirklich gesichertem Wissen. Da zählt nur die bloße Behauptung. Es heißt weiter, dass man keine "... Gürtel in diversen Stilen..." benötigt und doch zählen die Trainer ihre Gürtel bzw. Graduierungen auf. Bedeutet: Graduierungen bzw. Zertifikate scheinen dann doch wohl zumindest nennenswert zu sein.


    Für mich entscheidend ist allerdings eine "Graduierung": Instructor im Progressive Fighting System (PFS) von Paul Vunak, Schüler von Dan Inosanto (Freund und Trainingspartner Bruce Lees). Schätze mal, dies wird auch die Quelle der "Realität" des Systems sein, denn Vunak selbst war Ausbilder des Navy Seal Team Six. Auch die Videos sprechen eher für PFS als Grundlage: Immer wieder Kettenfauststöße, Ellbogen, Knie... Schaut Euch mal diese Videos von Vunak als vergleich an: