Beiträge von sabiji

    Ich mag mich hier im Forum nicht mehr zu pol. Dingen äußern, aber Kevins Betrag trifft es recht gut. Was das Volk will, interessiert den regierenden Politikern wenig bis gar nicht. Die bestehenden großen Parteien sind Blass und Konturlos und verschmelzen von Rot über Grün bis zur CDU zu einer undefinierbaren Soße.


    In meiner Jugend waren die Fronten noch klar: der Prolet wählte SPD, der gutgehende Mittelständler die FDP, Spinner, Kiffer und Langhaarige die Grünen und der ganze übrige Rest, von der Hausfrau bis zum Rentner die CDU. Die CSU war den depperten Bazis vorbehalten.


    Diese Wahl/Sozialstruktur gibt es nicht mehr. Die Gutverdiener, welche in Sommer und in den Ski-Urlaub fahren, welche in den Szenevierteln Prenzlauer Bergs, Friedrichshain oder im Bergmannstraßenviertel wohnen, die als Willkommenskulturler Beifall an den Bahnhöfen klatschten wählen links. Kein Quatsch: wir haben hier in Berlin im Bezirk Friedrichshain -Kreuzberg Wahlplakate der Grünen zu hängen mit " Willkommen bei den Gutmenschen" oder "Willkommen im links/Grün-versifften Bezirk". Leute, die woanders wohnen,denen es weniger gut oder Sch...e geht, die in Problemvierteln wohnen wie Marzahn sind wohl keine Gutmenschen, politisch Unterbemittelt und werden ein rechtes Kreuz machen.


    Bleiben noch die, welche zur keiner dieser Fraktionen gehören, so wie mich, meine Familie, Eltern, Bekannte, Freunde. All die, wie Kevin es schrieb sich von den Politikern verarscht fühlen und einfach nicht wissen, was sie wählen sollen. Nein, die "Alternative" ist keine Alternative, aber welche Möglichkeiten bleiben??? Ich sehe es doch wieder kommen, man wird natürlich Ampelkoalitionen bilden, auf keinen Fall die AFD akzeptieren, weitermachen wie bisher und die Wählerstimme des Protestes ignorieren. Hat keiner von den "Alten eine regierungsfähige Mehrheit, dann bilden wir eben politisch-ökomenischen Club und sichern uns so unsere Pfründe.
    Natürlich profitiert die AFD davon. Sie profitiert von den Unfähigkeiten der Regierungsparteien auf die Situation im Land zu reagieren. Sie profitiert von der schieren Konzeptlosigkeit und Scheuklappenpolitik. Sie profitiert von Angst und Unzufriedenheit.


    Kajihei schrieb: "Dein Punkt ist schon klar, aber glaubst du wirklich das purer Populismus ohne auch nur den Ansatz eines Lösungsweges da aus der Misere hilft ?" Aber das haben wir doch momentan unter den regierenden Parteien - nichts anderes! Populismus und keinen Ansatz eines Lösungsweges außer "Wir schaffen das!" Wer ist bitte "Wir"? Konzeptlos und populistisch waren alle Parteien schon immer. Jetzt wo die "K...e" am dampfen ist reißen sie die arme hoch und rennen schreiend im Kreis. Da gibt's es auf einmal ein Konkurrent, der nicht nur temporär an der 5% Hürde nagt. Ein Konkurrent um Posten und Positionen.

    Ja die Seite habe ich auch schon gesehen.
    Wenn man wenig bis kein Wissen von der Materie hat ( und die Texte lassen daran keinen Zweifel), sollte man lieber so nicht in der Öffentlichkeit auftreten. Unterm Strich schadet das ihm nur.
    Nein, das Register-Papier hat nichts mit dem "Dolch" zu tun. Wie auch, denn er ist unsigniert. Wie Kaji schon schrieb, das Ding ist neu, wahrscheinlich sogar Showa.


    Was den Yasuhiro betrifft... Kaji mag recht haben dass ein Hozon bei einer echten Signatur wenig problematisch ist. Hozon bedeutet aber auch bewarenswert. In dem Zustand wage ich es wirklich zu bezweifeln, dass das Teil überhaupt das Hozon bekommt.


    Kogaratsu, nein du brauchst nicht die Expertise anfordern, es wird sich wahrscheinlich schlicht um ein allgemeines Pamphlet zur Ishido-Schule handeln und gar nicht die Klinge betreffen.

    So, heute bekommt ihr die volle Packung Klassik. Folgendes denke ich immer wenn früh der Wecker klingelt und ich auf Arbeit muss, aber die Galou mit ihrer außergewöhnlichen Alt-Stimme bringt es um Welten besser rüber. Tja und Bach ist eh unerreicht.

    Ach Kajihei, du Dinosaurier. Man nennt so etwas heutzutage nicht mehr irre, man nennt es innovativ!


    Es ist zwar sonderbar, dann einen rostigen Prügel mit polierten Rücken zu haben, aber was macht man nicht alles für einen guten Zweck. Er spendet ja die Erlöse daraus.

    Na siehste, wozu so ein Fred doch gut ist. Nee, Kogaratsu, da ist nichts repariert worden. Da hat sich nur so etwas wie Kaji, nämlich der Togishi ausgetobt. Ist so etwas ähnliches wie der Polier-Absatz im Munemachi-Bereich bei Schwertklingen. Kajihei wird das besser erklären...

    Ach und noch was zu der Yari. Sie ist verhältnismäßig breit und mit 9 mm recht dünn. Diese Yari ist eher ein Cutter für den virtuosen Umgang für einen mit der Yari erfahrenen Samurai. Weniger die schlichte Spitze einer Stoßlanze des typischen Fußsoldaten.

    Inspiriert von Kogarasus OT im Klingenraten mache ich hier eine Schwerterkiste auf. Hier kann ja jeder vollkommen subjektiv seine "Lieblingsschwerter" bzw. anderweitig bemerkenswerte Klingen, welche ihm im Net vor die Augen gekommen sind, rein packen. So können sich auch andere daran ergötzen, Kommentare geben oder es ergeben sich Fragen dazu. Außerdem passt es ergänzend prima zum Klingenraten Thread. Schön wäre es, wenn jeder kurz was zu seinem Link schreiben könnte. z.B. warum er das Stück zeigenswert hält.


    Ich fange mal an.


    Ein Aizu Izumi no Kami Kanesada : http://www.toukenkomachi.com/index_en_tachi&katana_A090616.html


    Ein sehr elegantes und doch kräftiges Schwert. Bemerkenswert der sehr feine und de facto fehlerfreie Masame-Hada. Ich mag solche ruhigen, unaufdringlichen und doch sehr qualitätvollen Arbeiten. Der Preis ist jedenfalls auch Bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass man dafür die letzte Aoe-Klinge aus dem Nanbokucho mit Juyo-Papieren bekommt. Dennoch ein sehr schönes, wenn auch teures Schwertchen.


    Und noch eins, ganz frisch bei Aoi: http://www.aoijapan.com/yari-m…ribute-as-sue-seki-School


    Eine Yari, Sue-Seki. Sie hat eine schöne Länge und, was besonders ins Auge fällt, einen typisch Minoesken und aktiven Hamon. Yari werden immer mit mehr Fokus auf Funktionalität gebaut, weshalb der Standart-Hamon bei Yari sich im Wesentlich aus einen Suguha-basierten beschränkt. Hier mal was "aktives" und altes (Sue-Koto) und recht langes, gut passend für eine Sammlung.

    Ich habe mir gestern mal die beiden ersten Videos angesehen. Weiß nich... im ersten Augenblick erinnerte mich der Typ an einen ebenso durchgeknallten Tausendsassa und Da-Träger im "ein dutzend" Kampfsportarten. Das Rüstungsvideo ist doch funny! Mit den Getas sah richtig hipp aus und das rote Katana würde ich auf pink upgraden - an seiner Stelle. Mir ist der Klammergriff auch aufgefallen. Was den Jodan betrifft: nach meiner Kendo-Zeit habe ich mich eine weile in Katori Shinto geübt. Katori Shinto ist auf Rüstung ausgelegt. Ein über den Kopf ausholender Schlag - wird zu mindestens in Zusammenhang mit einer Katchu wegen des Kabuto nicht praktiziert. Wie das in anderen Kenjutsu Ryu ist, weiß ich allerdings nicht.


    An das zweite Video kann ich mich kaum mehr erinnern. Bin sanft trotz der Schnattertasche entschlafen...

    Naja, solche Sukashi-Horimono gab es auch zu früheren Zeiten. Besonders in Echizen des frühen Shinto kommen neben "Standart-Horimono" immer wieder solche Sukashi vor, was sicherlich an den ebenfalls dort ansässigen Tsuba-Machern der Echizen-Kinai-Werkstätten liegt.


    Die älteste (mir bekannte) Löcherklinge ist wohl eines der Küchenmesser Masamunes (Hocho-Masamune).

    Ich bin mir sicher das es eine Sengo-Klinge ist, zudem noch eine von Muramasa. Es passt einfach alles zusammen. Die Gonome-Gruppierung, das Itame-Masa, das Nie zur Schneide. Bei den Klingen in der Hand würde man den Muramasa auch von der Farbe von Shitahara unterscheiden können.


    Auf die Funagata-Angelform greifen doch viele Soshu-Schmiede seit Masamune zurück. Ganz typisch gerade im Sue-Soshu. Die ganzen Hiromasas und Masahiros ohne Funagata-Angel geht gar nicht. Die Tanago-Bara als Abwandlung davon resultiert nicht wirklich auf einen mutierter Fisch, sondern geht auf eine kleine Bitterling-Art zurück (Tanago). Diese Form findet sich auch in Variation bei Sue-Mino Klingen.


    Doubletten-Hamon, ist der wirklich so ungewöhnlich? Oder zu dieser Zeit ungewöhnlich? Viele Shinto und Shinshinto-Schmiede haben Doubletten gemacht.

    Ida, du machst mir langsam Angst...


    Der kleine Scheißer im deinem Link ist einfach zu kurz, um da eine Sori rein zu bauen. Es ist halt kein Sunnobi Tanto. Ansonsten: herzlichen Glühstrumpf!


    Bei Herrn Sesko solltest du auch das finden, was ic ursprünglich von dir wollte:
    https://markussesko.com/2015/05/29/kantei-3-hamon-boshi-1/

    Okay, jetzt muss ich mal einspringen (gerade eben aus London zurück).


    Ida, Yamashiro must du dir immer als sehr adeliges Understatement vorstellen, nicht so einen plakativen und ordinären Itame-Nagare. In Yamashiro ist alles sehr fein und wirkt nobel, von mir aus auch etwas arrogant. Aber in keinem Fall showy. Natürlich kann Yamashiro auch spektakulär sein. Die Aoe-Klinge hatte für mich einen sehr spektakulären Hada - für einen Ko-Mokume. Aber das Spektakuläre spielt sich halt auf einem Level ab.


    Erinnere dich an die Soshu-Den Kantei-Klinge von Norishige mit dem Matsukawa-Hada. Das war ein sehr augenfälliger O-Hada wie er den Soshu-Den wunderbar rüberbringt. Norishige galt ja als Schüler Masamunes, zu mindestens aber als Schüler eines Schülers von Masamune, dem Soshu-Den Schmied schlecht hin. Er hatte noch andere Schüler, welche den Stil übernahmen, variierten und neue Stile kreierten, wie zum Beispiel Shizu Saburo Kaneuji. Dieser kam ursprünglich aus dem Yamato, lernte Soshu und indizierte damit den Mino-Stil.


    Wie Kaji schon schrieb, haben wir hier Rührkuchen. Der Rührküchen passt zu dem feinen Yamashiro-Den nicht. Bei Rührkuchen, haben wir gelernt, sollten bei uns die Alarmglocken für Soshu läuten. Hier haben wir einen Itame Rührkuchen, welcher aber eine deutlich Nagare-Ausbildung zeigt, d.h. er ist sehr gestreckt und erinnert phasenweise an Masame. Hätten wir hier eine Shinogi-Zukuri Klinge, würde ich mein A... verwetten, das im Shinogo-Ji ein ausgeprägtes Masame zu finden wäre. Hier spielt also noch ein anderer Stil eine Rolle, der Mino-Den.


    Die Form: es ist ein sehr langer Dolch und er hat eine Sori. Hier können wir schon einmal sehr frühe Dolche ausschließen, welche kürzer waren und keine Sori aufweisen. Extendieren tat alles ab Nanbokucho, auch die Dolche. Auch bekamen sie hier eine Sori. Also wird es ab Nanbokucho interessant. Aber wesentlich interessanter und ausgesprochen häufig sind solche Sunnobi-Tanto in der Muromachi-Zeit und im Sengoku-Jidai. Noch bis in die frühe Shinto-Zeit wurden Sunnobis geschmiedet, dann war schlagartig Schluss.


    Ansonsten hat Tsuruta schon viele Zaunpfähle gesetzt, genauso wie Kaji. Folgende Dinge sind hier besonders wichtig: die Angelform und eine Besonderheit des Hamon. Nun, eigentlich sehen wir ja die Angel nicht. Deswegen also Augenmerk zur Hamon, was zugegebener maßen etwas knifflig ist, da Suguha jetzt nicht unbedingt sehr typisch für die Schule ist. Aber es bleiben genug Merkmale, welche ziemlich eindeutig für die Schule stehen.


    1. Unmittelbar nach der Ha-Machi beginnt der Hamon mit einer "dreihügeligen" Gonome-Formation. so abrupt wie die Formation beginnt, endet sie auch wieder. Die Formation ist häufig zwei oder dreihügelig, seltener einhügelig. Diese Erscheinung hat einen bestimmten Namen und ist schon ziemlich das Gegenteil der Yakidashi von Shinto-Klingen. Diese Erscheinung findet man auch bei Mino-Klingen. Bitte finde heraus, wie man die Erscheinung nennt.


    2. Das bringt die Oshigata nicht genug rüber, aber auf den Fotos sieht man, dass das Nie die Schneide partial berührt. Auch das ist typisch für die gesuchte Schule. Würde die Hamon z.B. ein Gonome sein, würden die Tani, also die Täler, haarscharf vor der Schneide enden und das Nioiguchi würde die Schneide berühren.


    So, ich denke einen weiteren Zaunpfahl heben wir uns noch für später auf.

    Super Ida! Bitchu Chu Aoe ist meine beste Idee und der Schmied könnte das Kanji Tsugu im Namen tragen. Allerdings wie Kaji schon schrieb, ganz eindeutig ist es nicht, da bestimmte Features sich nicht zweifelsfrei erkennen lassen, wie etwa Sumi-Hada. Bewegt man die Fotos auf und ab, scheinen die Schatten im Ji, die auf Utsuri hindeuten könnten mehrschichtig zu sein. Was wieder für AOE sprechen könnte oder für meine blühende Fantasie...

    Wie ich dazu gekommen bin, weiß ich nicht mehr. Und es geht mir so wie Kajihei, ändern hat wenig Sinn - man ist mit dem Synonym schon zu sehr verwachsen.


    Ernster Teil:


    Sabi kommt aus der Wabi - Sabi Konzeption jap. Ästhetik. Im Grunde ist seit frühester Zeit mit der jap. Kunst und Kultur verwoben, aber erst der Tee-Meister Sen no Rikyu (1522 - 1591) gab mit seinem Wabi-Sabi Verständnis die Impulse in Teezeremonie, Kunst und Architektur wie noch heute als typisch Japanisch Empfunden werden.


    Wabi kann man mit einer gewissen Melancholie erklären und Sabi etwa mit reif, alt und Patina. Beides zusammen ergibt dieses ästhetische Schönheitsempfinden dessen Größe, Stärke und Erhabenheit sich im Unscheinbaren "verbirgt". Da Wabi-Sabi unmittelbar mit Zen-Buddhistischen Verständnis verbunden ist, offenbart sich die Schönheit erst dem Verstehenden. Es vermittelt weiter, dass Schönheit nicht in Perfektion besteht, sondern im Verstehen ,dass es keine Perfektion gibt noch erreicht werden kann. Schönheit liegt im Augenblick, denn nichts ist von Bestand.


    Die Ausprägung in seiner reinen Form findet sich unter Sen no Rikyu natürlich in der Teezeremonie und allen mit ihr in Verbindung stehenden Kunstformen wie Dichtkunst, Malerei, Architektur, Töpferei usw. und wurde von den Anhängern dieses Konzepts wie Hon'ami Koetsu, Kobori Enshu uvm. weiter verfolgt und geprägt.


    Weniger ernster Teil:


    Mann muss sich das so vorstellen: da hockt jemand wie Hon'ami Koetsu neben einen Nobori-Gama (einen großen Töpfer-Hangofen) welcher nach 4 Wochen Brenndauer und 1 Woche Abkühlung nun endlich geöffnet wird. Enttäuscht sortieren die Töpfer verzogene, gerissene, ungleichmäßig glasierte oder anderweitig durch unkontrollierte Anflugglasur oder Feuer verunstaltete Vasen, Töpfe und Schalen als unbrauchbar aus. Vollkommen verständnislos schütteln sie über den offensichtlich verrückten Koetsu den Kopf, der über einige der Ausschuss-Waren in schiere Verzückung gerät. Einige dieser Teile besitzen nun Namen und sind unbezahlbare Nationalschätze.
    Natürlich kommen die Töpfer bald auf den Trichter, wie die neuen Hipster ticken und bald wird Teekeramik "gewollt" auch unter Anleitung von Kobori Enshu oder Furuta Oribe.


    Ich persönlich kann mit Tee nichts anfangen und der Teezeremonie ziehe ich in jedem Falle ein leckeres Bier vor. Aber auf unerklärliche Weise zog mich dieses Wabi-Sabi Konzept seit Kindheit magisch in Bann. In Museen und Ausstellungen ließ ich alles links liegen und starrte auf jap. "Mußtöpfe" oder Pinseleien - und logischerweise Waffen, Montierungen, Tsuba, Schwerter...


    Und hier kommen wir zu Sabi-Ji. Da Sabi ja mit Patina und in Verbindung mit Eisen also mit Rost verstanden wird, haben die Japaner einen prima Lack erfunden, der Eisen und Stahl vor Rost schützt und gleichzeitig nach Rost=Patina aussieht, den Sabi-Nuri. Derart lackierte Flächen welche Rost imitieren, aber auch die vollkommen natürlich verrostet-patinierten Flächen werden in der jap. Kunst Sabi-Ji genannt. Ich bin ein großer Fan von Eisen-Montierungen von Schwertern und eines meiner ersten antiken Katana hatte diese vollständige Eisenmontierung, die Saya zu dem mit Sabi-Nuri lackiert.


    Seit dem ich Ende der 90er online ging hatte ich immer Sabiji als Nickname. 2001 wurde ich Moderator in einem anderen Budoforum. Das Besondere, hier gab es erstmals im deutschsprachigen Raum die Rubrik "Nihonto". Auch Kajihei wurde dort Moderator. Heute lockt das Thema kaum jemand hinterm Ofen vor, aber damals erregte dass Forum auch an "höherer Stelle" eine gewisse Aufmerksamkeit, so dass ich vom damaligen Präsi der NBTHK bei Treffen gerne regelmäßig als "der Herr Sabiji" begrüßt wurde. Spaßvogel Kajihei setzt dem ganzen gern noch eins auf und verballhornt mein Nick regelmäßig mit "alte Rostlaube".


    Hier noch eine lustige Anekdote die Wabi-Sabi tangiert: Ich besaß unter anderem vor Jahren ein wirklich riesiges Rollbild auf dem ein einziges energisches Kanji geschrieben stand "Mu" = "Nichts". Besuchern viel dieses Rollbild natürlich immer auf Grund der Präsenz gleich auf und der Ablauf des Gesprächs zu diesem Bild war immer der Gleiche. " Oh, das ist aber groß! Was steht denn da?" - "Nichts!" - "Hä, aber da steht doch was!" -" Ja, Nichts!" - (erster Unmut zeigte sich) - "Ja, wie Nichts, das muss doch was bedeuten?" - "Herr im Himmel - da steht Nichts und es bedeutet Nichts! Rein gar Nichts!" - schweigen...
    Denn meisten dämmerte es dann. Bei manchen musste ich aber auflösen, damit es nicht zu Gewalttätigkeiten kam.

    1. Was für ein neuer Bogen und der wievielte ist das Jetzt? ;)


    2. Fujiwara? Edo-Zeitlich?


    Meinst du die Shinto-Takada Leute (Bungo) auch Fuliwara-Takada genannt?


    Gut, die haben auch Suguha gebaut, ko-Mokume passt auch, aber dennoch passt Bungo hier gar nicht. Auch Formtechnisch kommen wir mit Edo-Zeitlich, abgesehen vom Shinshinto nicht hin.