Beiträge von Luxman

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bushid%C5%8D


    Ich habe kein Problem damit, dass euch das nicht gefällt und ihr auch berechtigte Kritik äußert. Mir gefällts trotzdem, ohne unkritisch zu sein, besonders im Verhältnis auf bedingungslose Treue. Das ganze System aber deswegen abzulehen halte ich für sehr pauschal. Die Lehren Buddhas, Zhuangzis und anderer, die ich in der japanische KK wiedergefunden habe, haben mich bisher in meinem Lebensweg immer bestärkt. Diese Lehren sind in Japan nunmal schon etwas älter (und nicht nur dort). Wer sagt denn, dass die Japaner keine positive kulturelle Entwicklung mehr durchmachen dürfen und alles uralt sein muss? Wie gesagt, wenns hilft, ist es mir rechtens.

    Das sehe ich auch so, sehe aber kein moralisches Problem dabei. Man muss sich aber darüber bewusst sein.


    Es gibt in den ostasiatischen Ländern aber wirklich einen größeren Einfluss durch Buddhismus und Daoismus auf die allgemeine Kampfkunst als das bei uns durch das Christentum der Fall ist. Daher ist an dem Budo- Geist schon was wesentlich philosophisches dabei. Ich sprach bisher ja garnicht um echte Kriegssituationen oder über die tatsächlichen Kriege der Samurai oder gar der Taten japanischer Soldaten im 2. WK, sondern über eine philosophische Strömung in der Kampfkunst, die sich über die letzten 3 oder 4 Jahrhunderte verdichtet hat. Deswegen ist es eigentlich klar eine Romantisierung, aber mir ist egal, was Samurai irgendwannmal gemacht haben. Mich interessiert nur was die Philosophie mir im Jetzt und Heute bringt. Es geht mir ja um die Ideale und nicht um irgendwelche Personen. Und es ist egal wo und wann diese Ideale entwickelt wurden.


    Und ganz neu ist der Budo- Geist auch nicht, zumindest ist die Baghavadgita wesentlich älter als die Samurai- Kultur Japans ;)


    PS: die Links funktionieren leider nicht.

    Wenn man willensstark ist, kann man natürlich körperliche Dispositionen ausgleichen. Ich bin mir aber nicht sicher, wo man die Grenze zwischen offensichtlichen Dispositionen zu nicht offensichtlichen und darüber hinaus zu psychischen Dispositionen zieht. Jemand der eine Art von Muskelschwäche besitzt, weil er z.B. ein Protein oder Vitamin schlechter bilden kann als andere, wird eventuell nicht in der Lage sein, eine muskuläre Ausdauer oder Anspannung aufzubauen, wie Derjenige der das besonders gut kann, der dann als talentiert bezeichnet wird. Ähnlich ist das mit dem Auf- und Abbau von Fettgewebe. Die Person mit naturbedingt hohem Fettgehalt wird gerne als faul oder verfressen angesehen und somit körperlich "talentlos" für diese Art von Sport. Jedenfalls halte ich den Unterschied zwischen talentiert/untalentiert für sehr subtil. Im Alltag wahrscheinlich sogar unbedeutend, aber unter großen Leistungsanforderungen entscheidend.


    Jemand der zu Depressionen neigt, wird auch gerne als talentlos abgestempelt, weil ihm Dinge schwerer fallen als anderen. Dabei magt die subjektive Anstrengung der Person mit der Disposition durchaus höher sein, als bei dem, der als talentiert bezeichnet wird. Deshalb glaube ich, dass das abstrakte Wort "Talent" durchaus definiert werden kann, als das Fehlen von körperlichen Dispositionen. (Viele psychische Krankheiten sind untrennbar mit den Gehirnfunktionen verbunden, deshalb spreche ich hier auch von körperlich)

    Kleine körperliche Dispositionen machen sich doch gerade in der KK und KS um ein vielfaches bemerkbarer als im Alltag. Das verstehe ich unter Talentlosigkeit im genannten Bereich. Als Beispiel wäre da eine Schiefstellung der Wirbelsäule oder des Beckens. Da gibt es so viele Dinge im Körper, die den kleinen aber nicht feinen Unterschied ausmachen können. :)

    Hinter welchem Forumsnamen verbirgt sich denn Alex.


    Von japanischem Stahl ist mir nur bekannt, dass er sehr feinporig ist und deshalb sehr scharf geschliffen werden kann. Die machen damit super Holzwerkzeug. Ich hatte auch mal Werkstofftechnik an der Uni. Ich finde, dass ist ein gutes Fach, weil gerade Metalle immer und fast überall in Benutzung sind. Ich hab auch mal mit Schleifsteinen gearbeitet und finde die arbeit sehr meditativ ;) Ich hab noch japanische Feinsägen. Die unterscheiden sich auch sehr von den europäischen. Ich weiß aber nicht welchen Stahl die dafür verwenden.

    Ich habe den Bushido- Geist nun so aufgefasst, und vielleicht verwechsel ich das mit dem Budo- Geist, dass der Krieger des modernen Japans nicht in dem Sinne geschult wird, auf eine Kampfhandlung vorbereitet zu werden, sondern dass es wichtig ist sich selbst überwinden zu können, also einen inneren Kampf zu führen, um Abhärtung und geistige Klarheit zu erlangen, was ja auch Ziel der üblichen Meditation ist. Und soweit ich weiss, wurden die Kampflünste den Kriegergeist in sich selbst aufrecht zu erhalten, auch ohne blutige Kampfhandlungen auszuführen.

    Schön war wohl das falsche Wort von mir. Eigentlich meinte ich sowas wie gut, im Sinne von vernünftig.

    Tradition bedeutet für mich in erster Linie Respekt zu haben. Das gilt in Bezug auf den Lehrer, Trainingspartner, Gerät, Inhalt des Lernens und diejenigen, die diesen Inhalt bewahrt, verbessert und erhalten haben. Wenn ich Tradition auf der Ebene betrachte macht es für mich sehr viel Sinn. Wenn die Traditionen dagegen nur oberflächlich ausgeführt werden, weil kein Bewusstsein dahinter steht, oder die Traditionen eher Schaden anrichten, dann sind sie überflüssig.


    Da komme ich wieder auf das Thema Erik Paulson zurück. Der hat bei einerm Interview berichtet, dass er nur Schüler aufnimmt, die seinen Strengen Kriterien folgen und die scheinen streng christlich zu sein. Das scheint für viele komisch anzumuten, aber letztendlich hat er die Kriegergeist Japans ganz gut auf die USA übertragen. Dort würden seine Anforderungen sicherlich auf viel Verständnis treffen. Paulson ging es dabei darum, dass der Schüler einen klaren Geist hat (also z.B. nicht verkatert beim Training erscheint) und dass er Respekt zeigt, indem er genau zuhört und nicht vor sich hin träumt. Dass Paulson aber dazu noch meinte, dass er Alpträume bekommt, wenn er mit "Verunreinigten" Leuten in Kontakt kommt ist schon etwas heftig :D.

    Ich finde den Bushido- Geist sehr schön. Da kann man sehen, wie die Japaner von Dao- und Buddhismus beeinflusst worden. Wenn ich als Kind was vom Bushido- Geist gewusst hätte, hätte mir wohl auch Judo mehr gefallen.

    Schöne Geschichte und Illustrationen. Dieser Typ von Geschichte scheint sich immer wieder einer großen beliebtheit zu erfreuen. Ich lese gerade die Saga von Erik dem einhändigen. Der hat eine Art Prothese mit Schwert dran, die von einem Zwerg geschimiedet wurde. Kämpfr mit Trollen und Riesen kommen dort auch vor.

    Hi,


    ich wollt mal fragen, wie ihr euch eine kampfsportübergreifendes Training ausschaut?


    Eigentlich interessiert mich besonders die Dehnung der Beinmuskeln. Wie viel Schmerzen sollte man den Muskeln zutrauen,
    damit man sich keine großen Schäden einhandelt? Knie - und Hüftgelenke will ich natürlich auch schonen.


    Ein eigener Forenbereich wäre dafür praktisch, weil die Körperübungen (Basics) für jeden interessant sind.


    Gruß Lux

    Die Eisenverhüttung kann man mit der Erfindung der Dampfmaschine vergleichen. Die Verwendung hat sich schnell herumgesprochen. Aber jeder Schmied hatte da seine eigenen Tricks. Dieses Spezialwissen wollte sich natürlich kein Kriegerfürst entgehen lassen. Der Schmied Wieland gehört in den Mythen zu den Personen von Schmieden deren Wissen zu ihrem eigenen Verhängnis wurden.


    Die Etrusker und Kelten waren in Europa tatsächlich sehr früh dran mit Eisen (10. bis 7. Jh. v.Ch.). Ich glaube noch ein wenig früher als die Römer. Keltische Völker hatten sich bis zur heutigen Westtürkei ausgebreiten und von dort die Eisentechnik mitgebracht, oder die Etrusker haben es sich "eingehandelt". Die waren ja sehr vermögend. Die Germanen waren aber auch schon ein paar Jahrhunderte vor der Zeitenwende dabei Eisen zu schmieden. Es gibt bei uns ja das Raseneisehnerz, dass man in Rennöfen verhütten kann. Ich frag mich immer, wie die Leute darauf gekommen sind. Das muss wohl jemand beim Torfverbrennen aufgefallen sein, dass da plötzlich Eisenstückchen im Ofen lagen :D.


    Ich studieren gerade Frühgeschichte an einer Uni. Nächsten Monat bekomme ich einen besseren Überblick über die genauen Zusammenhänge zum Eisengebrauch. Bisher weiss ich das nur ungefähr.


    Letztendlich sind Bogen und Schwert die typischen klassischen Vertreter der "Tötungswerkzeuge", die seit der Bronzezeit (Bogen auch früher) in Gebrauch waren. Fast jedes Kind baut sich aus Stöckern Bogen und Schwert. Das war jedenfalls bei mir so. :D Es ist schwieriger sich eine Armbrust und eine Axt als Kind selbst zu bauen.

    Ich muss da an Erik Paulson beim WCC Turnier denken. Er ist ein Superkämpfer, verliert aber, weil der Gegner an seinen Haaren zieht. Das war beim alten MMA erlaubt, und ist natürlich auf der Straße möglich.

    Moin, ich bin gerade neu an Kampfkunst usw. interessiert. Deshalb finde ich es witzig gerade auf ein neu gegründetes Forum zu treffen. Es sieht sehr schön aus. Ich mag die Forums- Software. Fachlich kann ich leider nichts beitragen, sondern nur dumme Fragen stellen :D.


    Ich habe innerhalb der letzten Woche ca. 40 Stunden Videomaterial bei Youtube und Co. aufgezogen über Budo, MMA, HEMA und sonstige Kampfkünste. Hab also total gesuchtet :). Ich will seit ein paar Jahren mit mit KK anfangen, musste mich aber zeitlich auf Yoga- Praxis beschränken. Da ich gerade wieder an der Uni bin, kann ich günstig viele KK trainieren. Vielleicht fange ich mit Taekwondo an. Am Anfang gehts mir eh um die körperliche Belastbarkeit. Juijutsu, Aikido und Kendo wären natürlich auch nett. Bin da noch nicht ganz festgelegt. Als Kind habe ich mal ein Jahr Judo gemacht. Das ist ansich auch nicht verkehrt. Mir kam Judo damals allerdings unpraktisch vor, was aber eher an meiner Einstellung lag.


    Gruß

    Im germanischen Bereich waren Speere weiter verbreiten als Schwerter, weil diese weniger Eisen brauchten. Die Schwerter, also eigentlich das Spatha, waren den professionellen Kriegern vorbehalten. Daneben gibt es noch das einfacher aufgebaute Sax. Ich glaube die Kampftechnik mit Spatha ist auch komplizierter als mit Sax, Speer und Anderen. Die Rolle des Schwertes als Statussymbol hat deshalb seinen Niederschlag in den Mythen und in der Lyrik hinterlassen.

    Die isländische Literatur ist was Feines.


    Bogeschießen sehe ich auch als eine hervorragende Kampfkunst. Heutzutage ist es doch nicht mehr so wichtig, wozu man sie einsetzt.
    Viele Kampfsportarten werden für die eigene Selbstentwicklung praktiziert und nicht um Kämpfe zu bestehen.
    Bestes Beispiel
    Kyūdō