Beiträge von Capella

    Das Problem am Coronavirus ist ja nicht, dass Menschen daran sterben. Also so gesamtgesellschaftlich gesehen. Zynischerweise könnte man sogar sagen, diese Todesfälle entlasten das Rentensystem und die Pflegekassen, weil es ja hauptsächlich alte und schwache Menschen trifft, und wenn die jetzt nicht an COVID-19 sterben, dann rafft es die wahrscheinlich bei der nächsten Hitzewelle oder eben in der nächsten Grippesaison hin.


    Das Problem ist, dass bei COVID-19 etwa 20% aller Infizierten (und das schließt junge Menschen mit ein), einen schweren Verlauf haben. Schwer heißt hier, schwer genug, evtl. ins Krankenhaus zu müssen. Und von denen braucht etwa jeder 5. eine intensivmedizinische Betreuung. Also etwa 4% aller Infizierten. Und das ist viel viel mehr als bei einer Grippewelle. Zumal es eben, anders als bei der Grippe, eben keine Herdenimmunität gibt. Es steckt sich wirklich so ziemlich jeder an, der mit dem Virus in Kontakt kommt. Das packt das Gesundheitssystem einfach nicht, wenn man die Welle nicht ausbremst. Und das ist dann halt nicht nur für die COVID-19 Patienten doof, sondern auch für denjenigen, der sich während dieser Zeit ein Bein bricht, einen Herzinfarkt erleidet oder eine Blinddarmentzündung bekommt. Darum geht es.


    Wir haben großes Glück gehabt, übrigens, dass die diesjährige Grippesaison eine ausgesprochen milde war und jetzt auch schon fast vorbei ist. Denn sonst wären unsere Intensivstationen schon bis zum Anschlag mit kritisch erkrankten Grippekranken voll gewesen und die Coronafälle wären dann noch obendrauf gekommen.

    Also, ich kriege das manchmal (also starke migräneartige Kopfschmerzen), wenn der Nacken verspannt. Das kann mir sowohl beim Golfspielen wie auch beim Kampfsport passieren. Merken tue ich das auch erst hinterher (allerdings schon meistens schon am selben Tag oder spätestens am nächsten Morgen beim Aufstehen).


    Am extremsten hatte ich das während meiner Studienzeit im Ju Jutsu Training (weswegen ich Ju Jutsu auch relativ schnell wieder aufgehört habe und zum Judo gewechselt bin), wo wir relativ viel Ukemi (also Falltraining) ohne Matten gemacht haben. Da muss ich mich wohl, vor allem beim Rückwärtsfallen, immer extrem verspannt haben.


    Vielleicht war es bei dir auch sowas. Also jetzt nicht fallen, aber gerade wenn man etwas zum ersten Mal macht, ist es ja oft so, dass man unbewusst irgendwo Muskeln anspannt, die man eigentlich gar nicht unbedingt belasten müsste und umgekehrt vielleicht Muskeln nicht anspannt, die einem aber vielleicht in dem Moment geholfen hätten. Und weil aufgrund der ungewohnten Situation und den vielen neuen Eindrücken halt wahrscheinlich auch viel Adrenalin im Spiel ist, merkt man das dann erst hinterher.

    Also, ich lebe ja in Mönchengladbach, einer Nachbarstadt des Kreises Heinsberg. Und hier ist es bisher erstaunlich unaufgeregt. Klar, die Klopapierregale waren auch hier leer, zwei Grundschulen sind zur Zeit geschlossen, weil jeweils ein Lehrer sich wohl im Heinsbereger Karneval infiziert hat. Aber ansonsten läuft alles normal weiter. Die meisten der positiv getesteten Personen sind nicht einmal in einem Krankenhaus oder so, sondern schlicht nach Hause geschickt worden, mit der Anweisung, die nächsten zwei Wochen das Haus nicht zu verlassen. Anfangs hat man auch noch häualiche Quarantäne für direkte Kontaktpersonen verordnet, aber davon ist man größtenteils wohl auch schon wieder ab, weil die Kreise einfach zu weit wurden.


    In Mönchengladbach selber wird auch wirklich nur im absoluten Notfall getestet, also nur bei Personen, die nachweislich mit schon infizierten Kontakt hatten und schwere Symptome aufweisen. Allen anderen wird gesagt: "Sie haben eine Erkältung, kurieren Sie sich aus:" Damit hält man die Fallzahlen klein und die Panik so gering wie möglich. Der Landrat des Kreises Heinsberg macht einen unglaublich guten Job, kümmert sich unermüdlich um die wirklich wichtigen Dinge und schafft es, jeglicher aufkommenden Hysterie mit rheinischer Gelassenheit zu begegnen. Den würde ich auch problemlos zum Bundeskanzler wähllen, ehrlich gesagt.


    Und bei uns in der Firma sind sogar die (schon immer vorhandenen) Handdesinfektionsmittel-Flaschen im Waschraum noch da, was mal extrem für meine Kollegen spricht.

    hammer net, brauch mer net, kriegen mer auch net wier rin ...


    Ehrlich (ups) gesagt ist "Ehre" für mich ein eher negativ besetzer und zutiefst männlich geprägter Begriff, der in der Regel für männliche Ausraster herhalten muss. Von Duell über Streetfight bis "Ehrenmord".


    Anderen Menschen gegeüber fair zu sein, für die Rechte Schwächerer einzutreten, mich an Gesetze zu halten auch wenn keiner guckt, mein Wort zu halten etc. sind für mich somit weniger eine Frage der "Ehre", sondern mehr ein Grundbefürfnis. Ich würde mich mit mir selber nicht wohlfühlen, wenn ich dagegen verstoßen würde. Wie andere mich sehen, ist mir dagegen ziemlich wumpe.

    Ich habe mein Brot eine zeitlang selbst gebacken. Das war im Prinzip ganz einfach, erforderte aber ziemlich viel Planung und Zeit. Außerdem sah die Küche danach immer aus wie Sau, weil ich alles von Hand gemacht hab. Insofern ist, wenn du relativ viel Brot isst, so eine Brotbackmaschine, wie Kogaratsu sie empfiehlt keine dumme Idee. Ich glaube, der Thermomix und seine preisgünstigeren Verwandten können auch Brot backen.


    Wie auch immer. Ich habe damals meistens Sauerteigbrot gebacken. Den Sauerteig muss man (zumindest beim ersten Mal) drei Tage vorher ansetzten: eine gute handvoll von dem Mehl, das du benutzen willst (bei mir war das halb Dinkel- und halb Roggenvollkornmehl) und eine kleine gestampfte Kartoffel mit etwas warmem Wasser und einer guten Prise Salz vermengen und die Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt an einem warmen Ort dann drei Tage stehen lasssen. Es gibt auch Sauerteigmischungen fertig zu kaufen, da geht das dann wesentlich schneller.


    Wichtig ist, vor dem Backen etwa ein Drittel des Sauerteiges abzunehmen und aufzubewahren (z.B. in einer Tupperdose im Kühlschrank, hält sich so ungefähr eine Woche, man kann den aber auch einfrieren). Dann geht es beim nächsten Mal schneller, da kippt man dann einfach wieder eine kleine Hand Mehl und etwas Wasser dazu und der Sauerteig braucht dann nur noch einen Tag.


    Für den eigentlichen Brotteig kommt dann einfach mehr Mehl, Wasser und Salz zum Teig (natürlich kann man auch Körner, Nüsse, Gewürze nach Geschmack dazupacken, wenn man will, aber ich bin da eher Puristin). Ich habe außerdem immer noch einen halben Würfel frische Hefe oder ein halbes Päckchen Trockenhefe dazugepackt, weil mir das Brot nur mit dem Sauerteig alleine nicht gut genug aufging. Ohne Hefe wird das mehr so ein Ziegelstein. Alles gut durchkneten, eine Stunde aufgehen lassen und dann backen (für genaue Temperaturen und Zeiten musst du ein Rezept suchen, das hab ich nicht mehr so im Kopf). Je nach Konsistenz kann man entweder einen Brotlaib von Hand formen, dann kriegt man eine schöne Kruste (oben einschneiden, damit sie beim Backen nicht aufreißt) oder man packt den Teig in eine Kastenform.


    Also, von den Zutaten und dem eigentlichen Vorgang her ganz simpel, aber durch die ganze Aufgeh-Warte-Zeit halt ein recht langwieriges Unternehmen. Auch da ist so ein Brotbackautomat total praktisch. Ich finde halt nur die Brote, die da rauskommen, optisch ziemlich hässlich.


    Ich habe das ganze dann aufgegeben, als ich eine zeitlang im Bioladen gearbeitet habe, weil ich da immer umsonst das nicht verkaufte Brot vom Vortag mitnehmen konnte. Damit hab ich meine ganze WG durchfüttern können und es war immer noch Brot übrig. Und heute esse ich so gut wie gar kein Brot mehr und wenn es mich doch nochmal überkommt, kaufe ich eine Packung Schwarzbrot (da gibt es Sorten, wo wirklich nur Mehl, Schrot, Salz und Wasser drin sind, selbst wenn man es im Supermarkt kauft). Insofern habe ich jetzt seit Jahren keins mehr gebacken.

    Ich habe als Jugendliche, während eines Austauschjahres in den USA, mal mit Goju Ryu Karate angefangen. Ich glaube, die Tatsache, dass ich kurz vorher Karate Kid geguckt hatte, hatte da was mit zu tun. Und das passte vom Stil und vom Dojo her auch echt gut (ich war in einer totalen Kleinstadt, war Zufall, dass es da jetzt gerade ein Goju Ryu Dojo gab ... ansonsten wraen die Freizeitangebote nämlich da sehr begrenzt). Nach der Rückkehr nach Deutschland wollte ich eigentlich hier weitermachen, aber damals gab es bei uns in der Nähe nur Shotokan im Sportverein, und das hat mir nicht so gut gefallen. Während meiner Zeit an der Uni hab ich dann ein bisschen Judo und Shaolin Kempo gemacht, aber im Hochschulsport war die Fluktuation der Teilnehmer ziemlich groß und man kam nicht wirklich voran.


    Na ja, und danach hatte ich Kampfkunst immer auf dem Schirm als was, was ich mal wieder machen will, bin aber nicht so recht dazu gekommen. Eine Zeit lang hatte ich mit meinem damaligen Freund zusammmen einen Mittelalter-Laden in Münster, dadurch haben wir dann so ein bisschen ins traditionelle Bogenschießen und ins HEMA (hieß damals aber noch nicht so) reingeguckt, aber nicht wirklich ernsthaft betrieben. Aikido hab ich auch mal ausprobiert, war mir aber irgendwie zu lieb.


    Die letzten Jahre bin ich im Winter immer ins Fitnessstudio gegangen, damit ich nicht völlig einroste (im Sommer bin ich viel auf dem Golfplatz oder mit dem Fahrrad/zu Fuß unterwegs, da fehlt mir Bewegung jetzt nicht so). Inzwischen bin ich aber umgezogen, das Studio war mir zu weit weg und auch irgendwie zu langweilig. Außerdem wollte ich auch ein paar neue soziale Kontakte, und nicht nur autistisch vor mich hin wurschteln. Also hab ich gedacht: mach doch was mit Kampfsport. Eigentlich hatte ich an Fitness-Kickboxen oder so gedacht. Durch Zufall bin ich dann beim hiesigen Kyokushin Dojo gelandet (eigentlich nur, weil das Training, wo ich eigentlich an dem Tag hin wollte, wegen Schulferien ausfiel). Und das fand ich richtig klasse. Da war mir eigentlich vom ersten Training an klar, dass ich das machen will.

    Hi,


    ich hab mich gerade neu im Forum angemeldet. Ich habe vor ca. 3 Monaten im zarten Alter von 48 Jahren mit Kyokushin Karate angefangen. Ich bin nicht besonders sportlich, bin ich auch nie gewesen, und fühle mich da irgendwie als Wombat unter Wölfen. Aber es macht trotzdem Riesenspaß, gerade auch das freie Sparring, trotz der vielen blauen Flecken und anderer kleinen Verletzungen, die das mit sich bringt. Eigentlich humpele ich nach jedem Training nach Hause und denke: "Boah, au, ich bin echt zu alt für so eine Scheiße. Das nächste Training lass ich ausfallen." Und dann stehe ich meistens zwei Tage später doch wieder auf der Matte. Außer mir gibt es noch zwei andere Frauen in der Gruppe, die aber beide wesentlich jünger sind und auch viel seltener zum Training kommen. Meistens bin ich also die einzige Frau unter lauter Männern. Ist aber schon okay, in der Regel komme ich mit testosterongeschwängerter Luft und einem gelegentlichen Chauvi-Spruch besser klar als mit Zickenterror. Beruflich bin ich Software-Entwicklerin, von daher bin ich es schon gewohnt, mich in einem ziemlich männlich dominierten Umfeld zu behaupten.