Beiträge von ryoma

    Dabei drängt sich die Frage auf, wenn ein Linkshänder Samurai auch das Waki gleichzeitig führte, also nach den Regeln die hier bereits mehrfach erwähnt wurden in seiner stärkeren linken Hand, würde er das Waki dann als Primärwaffe eingesetzt haben?

    Hier muss man unterscheiden zwischen einem Menschen, der tatsächlich und faktisch Linkshänder war... und einfach dem Einsatz einer Waffe mit der linken Hand. Das muss ja nicht zwingend zusammenfallen.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass regelmässiges, langes Training hier durchaus einen Ausgleich schafft. Ich bin Linkshänder. Natürlich wird bei uns das Kodachi grundsätzlich und wie üblich mit rechts geführt. Das war zu Beginn wirklich gewöhnungsbedürftig, aber mittlerweile kann ich das Kodachi sowohl mit rechts wie auch mit links problemlos und effizient einsetzen. Vor einiger Zeit habe ich Tameshigiri mit dem Kodachi gemacht und tatsächlich ging es sowohl mit rechts wie mit links wie durch Butter.


    Man sollte den gleichzeitigen Einsatz von Lang- und Kurzschwert nicht überbewerten. Auch das stellte eine grosse Ausnahme dar. Selbst die eigentlich dafür berühmte Hyôhô Niten Ichi-ryû von Miyamoto Musashi kennt dazu nur einige wenige Kata. Der überwiegende Teil des Curriculum befasst sich ganz klassisch mit dem Langschwert bzw. dem Kurzschwert als Einzelwaffe.


    Aber zurückzukommen auf deine eigentliche Frage: Auch andere Schulen kennen vereinzelt den gleichzeitigen Einsatz beider Schwerter. Dabei gilt das Kodachi aber jeweils als Parierwaffe und das Langschwert als Konterwaffe.


    Ah Kibon, ich möchte noch nachschieben, dass der Foto-Thread von Dir gesperrt wurde. Wollen wir weiter über die Fotos sprechen, bitte ich dich den Thread einfach wieder zu öffnen. Ansonsten lassen wir diese hübschen Fotos hier einfach weg. OK?

    Foto? Falscher Thread, sorry.


    Das mit dem Schnürchen klingt zwar echt spassig, aber ich bevorzuge die korrekte Terminologie.

    Ausserdem hat sich da ein freudscher Verschreiber eingeschlichen bei Numero 3: Technisch gesehen kann man ein Schwert, welches für einen Rechtshänder konzipiert ist, dennoch auf der rechten Seite tragen. So stimmts.

    Ich sehe überhaupt kein Problem darin, Schwerter auf der "falschen" Seite zu tragen und tat dies schon öfter zu Übungszwecken (Sinn oder Unsinn solcher Übung wäre ein anderes Thema).Gut, die Saya der betreffenden Schwerter hatten zwar kein Kaeshizuno (das haben jedoch viele Saya nicht) aber ich halte Deine Aussage dennoch schlichtweg für falsch.


    Wenn ich shinken-shoubu richtig verstanden habe, ging es eigentlich darum, dass Schwerter, welche grundsätzlich konzipiert sind um auf der linken Hüfte getragen zu werden, TECHNISCH und PHYSIOLOGISCH sehr wohl auf der rechten Hüfte getragen werden können. Dass dabei das Kurigata etwas in die Seite stösst und das Sageo dann eben "innen" hängt, versteht sich von selbst. Diese Trageweise ist sicher nicht ideal und auf nicht so vorgesehen.


    Vielleicht war einfach Kajiheis Aussage etwas zu kategorisch, man könne solche Schwert nur auf der linken Hüfte tragen.


    Was im BBT in grauer Vorzeit (also so vor 20-30 Jahren) alles gemacht oder nicht gemacht wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber der Umstand, dass dieses BBT damals, ohne despektierlich zu klingen, ein ganz grosses Versuchsfeld war , macht es durchaus möglich, solche Sachen ausgetestet zu haben.


    In klassischen Ryûha finden solche Spielereien nicht statt. Dies noch zur Verdeutlichung.

    Du meinst wohl die Ô-metsuke bzw. Metsuke.
    Die waren aber nicht ausschliesslich auf die Tozama-Daimyô angesetzt. Hauptaufgabengebiet war das Aufdecken von Korruption bzw. Mismanagement. Und die Tokugawa wussten natürlich genau, dass das nicht nur die Tozama-Daymiate betraf... ;-)

    Man sollte auch nicht ausser Acht lassen, dass der Einfluss der Shogunatsregierung über das gesamte Land (von Kyushu bis Hokkaido) manchmal etwas überzeichnet wird.

    Gerade in den Gebieten der Tozama-Daimyô wurde im Verlauf der Edo-Epoche, insbesondere in den letzten hundert Jahren dieser Periode, schon relativ eigenständig regiert. Da hatten dann irgendwelche nebensächlichen Vorgaben einer weit entfernten Regierung keine grosse Relevanz mehr.

    ...Genau aus solchen Gründen sag ich eben nichts mehr in KK Foren , denn sonst geht sofort wieder das Geheule über fachliche Inkompetenz los, alleine um mich zu diskreditieren.

    Man ist eben lernfähig. ;)

    Übrigens das war ein voller Erfolg die Aktion.

    Du kannst gerne einen Gang runterschalten. Es geht nicht immer um dich. Wirklich nicht.

    Und wem unterstellst du hier Diskreditierung deiner Wenigkeit? Genau solche Anspielungen sollten doch der Vergangenheit angehören, dachte ich.

    Du hast recht, Ida. Eigentlich muss hier über nichts diskutiert werden.

    Shinken-Shoubu hatte heute früh noch was zu dieser Yoroi-Promovierung gefragt. Da kommt ja dann vielleicht noch was.


    Auch der allseits gewünschte Beitrag zum Linkshändertum in jap. Schwertkünsten stiess ja wider Erwarten keine grössere Diskussion an. Naja, so gehts eben manchmal.

    Hmm, jetzt wirds schwierig. Über was würdest du denn gerne diskutieren? Oder hätte ich das gar nicht erst posten sollen, weils eh schon lange vorbei war und man sonst nicht darauf aufmerksam gemacht wurde?


    Zitat aus dem Artikel: "Im Rahmen der Zusammenarbeit entstand auch ein die Ausstellung begleitender Kunstband, der Ende März auf der Leipziger Buchmesse präsentiert und vom Publikum besonders gelobt wurde."


    Nochmal: Hier kann doch sicher das Museum weiterhelfen, wenn Interesse besteht.

    Leider ist die hier diskutierte Ausstellung schon lange vor Beginn dieses Threads zu Ende gewesen.
    (Sie dauerte vom 26. April bis zum 7. Juni). Ob es eine komplette Dokumentation dieser Ausstellung gibt, weiß ich leider nicht.

    So kann man hier bestenfalls über einzelne Bilder, die noch im Netz zu finden sind, sprechen.

    Da gehen dann möglicherweise einige wichtige Zusammenhänge verloren ...

    Aber Ida, im Link stehen doch einige interessante Hintergründe und Fakten? Nicht nur Bilder.


    Ich persönlich fand es ja auch supoptimal, nur per Zufall darüber gestolpert zu sein. Aber im Samurai Art Museum Berlin müsste da ja bei Interesse sicher noch viel zu erfahren sein, denke ich.

    Leider reagierte Kajihei etwas säuerlich auf diesen von mir erstellten Thread. Dabei sitzt er an der Quelle (sprich im Museum) und hätte doch schon aus Marketinggründen diese Kooperation hier erwähnen können, solange sie noch lief.

    Ein guter Freund aus Spanien hat mir diese Neuigkeit gesteckt. Ich übersetze mal:


    Zum ersten Mal besucht ein japanischer Meister-Tsubakô Europa im Rahmen einer Konferenz, welche ebenso eine Austellung sowie Arbeitsdemonstrationen beinhaltet. In einer kostenlosen Veranstaltung werden Techniken wie sukashi, nanako tagane und zôgan gezeigt.

    Der Besuch ist auf Spanien beschränkt. Es werden drei verschiedene Städte besucht.

    Bei dem Tsubakô handelt es sich um Ôkawa Chikô Tôhôsai, 18. Generation der Bushû Edo-Itô Schule. Ôkawa-san ist der direkte Schüler von Itô Masayasu (17. Generation) sowie von Hattori Nagamasa und dem lebenden Nationalschatz, Umetani Yûmi.

    Ôkawa-san hat über 40 Jahre Erfahrung und viele seiner Tsuba wurden im Schwertmuseum (Tôken Hakubutsukan) ausgestellt. Er hat auch zahlreiche Preise des Museums sowie anderer Institutionen gewonnen in seiner langen Karriere. Mit seinen 73 Jahren arbeitet er noch täglich an Tsuba und Tôsôgu in seinem kleinen Atelier in Kasukabe, Saitama-ken.

    Ôkawa-san wird einige seiner Meisterstücke, welche Preise gewonnen haben, mitbringen und auch ganz neue Arbeiten im Gepäck haben. Ebenso wird er einen Vortrag zur Bushû Edo-Itô Schule halten. Zudem wird er seine Tagane-sets dabeihaben sowie einige Platten an denen er Techniken wie sukashi, nanako tagane, zôgan etc. zeigen wird.


    An folgenden Orten/Daten finden die Veranstaltungen statt:


    15. November 2019: Madrid / Museo Nacional de Artes Decorativas um 11:00 Uhr. Freier Eintritt jedoch mit Anmeldung unter Tel.no. 0034 910505755.


    18. November 2019: Vitoria-Gasteiz / Museo Armería de Álava um 19:00 Uhr. Freier Eintritt (Platzanzahl beschränkt auf den Konferenzraum)


    20. November 2019: Zaragoza / Museo de Zaragoza um 19:00 Uhr. Freier Eintritt (Platzanzahl beschränkt auf den Konferenzraum)


    Mein Fazit daher , es scheint doch eine Extrawurst für Andershänder gegeben zu haben.

    Wie genau das in der Konvention eingebaut wurde, passe, ich finde keine Informationen darüber, aber die Artdefacte sind ja nun mal da.

    Klar gabs Extrawürste. Aber ich denke es ist Konsens, dass dies völlige Ausnahmen waren.

    Darum sollte man da eben auch kein allzugrosses Fass aufmachen. Du sagst ja selbst, dass entsprechende Koshirae nicht mal in der Literatur Erwähnung finden.

    In einem anderen Thread kam die Frage zum „Linkshändertum“ in japanischen Schwert-KK auf.


    Grundsätzlich ist die Entwicklung in Japan sehr ähnlich wie in Europa, was das ganze Phänomen „Linkshänder“ betrifft.

    Aber hier soll der Fokus nur auf jap. Schwert-KK liegen.


    Jedem hier dürfte bekannt sein, dass das Schwerterpaar grundsätzlich im Obi auf der linken Körperseite getragen wird. Somit ist die natürliche Bewegung, das Schwert mit der rechten Hand zu ziehen (Hand direkt hinter der Tsuba).

    Wenn man das Langschwert nun mit beiden Händen hält, liegt die rechte Hand vor der linken Hand, welche den unteren Teil des Tsuka umfasst.

    Soviel zur Ausgangslage.


    Nun zum ersten kleinen „Mythbuster“: Die linke Hand ist im jap. Schwertkampf EXTREM wichtig! Denn mit dieser Hand wird geschnitten, nicht mit rechts!

    Ja, das Schwert mag zwar mit rechts aus der Saya gezogen werden. Das ist allerdings nur ein vergleichsweise kurzer Moment. Zum überwiegenden Teil wird das Langschwert (zum Kodachi später) aber ja beidhändig geführt und da haben z.B. Linkshänder zu Beginn ein wesentlich besseres Gefühl, da es sich für diese natürlicher anfühlt.

    So gesehen sind also im jap. Schwertkampf grundsätzlich ALLE Linkshänder. ;)


    Auch muss man den Horizont etwas erweitern, wenn es um die Trageweise des Schwerterpaars auf der linken Seite geht. Die Kleidungsstücke werden immer links über rechts getragen. Wenn nun das Schwert also links getragen wird und mit rechts gezogen wird, verhindert man so auch ein mögliches verfangen der Schwerthand oder Schwertteile in der Kleidung. Man geht also sozusagen mit dem „flow“ der Kleidung.

    Im übrigen ist das ja ganz ähnlich in Europa: Selbst das moderne, klassische Herrenhemd schliesst auf der Brust links über rechts.


    Die übliche Trageweise der Schwerter auf der linken Seite diente in der Vergangenheit auch dazu, Saya-uchi in der Öffentlichkeit zu vermeiden. Saya-uchi bezeichnet das Aneinanderschlagen der Schwertscheiden beim Vorbeigehen. Wenn nun alle ihre Schwerter links tragen und sich somit auf der rechten Seite kreuzen, ist man schon mal zu einem guten Teil vor Saya-uchi gefeit.

    Hierzu muss man wissen, dass Saya-uchi in der Edo-Periode eine äusserst grobe Verletzung der Konventionen darstellte und meist in einer bewaffneten Auseinandersetzung endete. Es gibt z.B. auch Ryûha, welche ganz spezifische Saya-uchi Techniken kennen, um so einen Kampf zu provozieren (und diesen natürlich aufgrund des Überraschungseffekts auch zu gewinnen...).


    Nun zum Thema „Schwertziehen mit links“: Wenn man sich nun die gesellschaftlichen Konventionen vorstellt wie beschrieben, dann dürfte klar sein, dass das Schwerttragen auf der rechten Körperseite kaum je stattgefunden haben dürfte. Wäre dann ja fast so etwas wie Geisterfahren gewesen...

    Ja, es soll ganz vereinzelt lustige Leute geben, die Iaidô tatsächlich komplett spiegelverkehrt betreiben. Ich kenne genau einen. Besagter Mann baut sich auch seine Koshirae selber um (Kurikata und so). Was ich allerdings nicht weiss, ob er auch die Kleidung spiegelverkehrt trägt, also rechts über links. Sollte er ja eigentlich um nicht, wie erwähnt, andere Probleme zu bekommen.


    Trotzdem gibt es in wenigen Ryûha Schwertziehtechniken mit links. Wie soll denn das gehen, mag man sich jetzt fragen... Die Auflösung des Rätsels ist.... diese Techniken werden nicht mit dem Schwert im Obi ausgeführt! Dabei handelt es sich um Techniken, welche meist eine Situtation aus dem Reihô (Etikette) darstellen.

    Jede Schule hat meist eine ganz spezifische Etikette. Aber grundsätzlich kann man sagen, dass es eindeutige Positionen für das Schwert gibt, aus welchen auch gewisse Aggressionslevel abgelesen werden können.

    Wenn man im Seiza sitzt und das Langschwert rechts neben sich mit der Schneide nach innen auf den Boden legt, so ist das eindeutig eine „friedliche“ Position. Denn es ist eben relativ schwierig, das Schwert aus dieser Position rasch und effektiv einsetzen zu können (mit der typischen rechten Hand, versteht sich). Z.B. ist mir keine Schule bekannt, welche im Seiza das Schwert links mit der Schneide nach aussen auf den Boden legt. Dies würde von grosser Aggressivität zeugen, denn der Einsatz wäre so umgehend möglich.

    Es gibt also Ziehtechniken, welche aus dem Seiza zum Einsatz kommen, wenn das Schwert rechts neben einem liegt und somit mit links ausgeführt werden.


    Und nun noch zum Kodachi: Auch das Kurzschwert wird überwiegend mit rechts geführt, dann natürlich meist eben nur mit der einen Hand (ok, gibt auch Schulen, welche Kodachi beidhändig führen, aber lassen wir das mal...).

    Aber ja, ein Kodachi auf der linken Seite zu tragen und mit links zu ziehen ist grundsätzlich möglich, kommt aber nicht oft vor. Was jedoch öfter vorkommt ist der Wechsel des Kodachi von der rechten Hand in die linke Hand. Die zweite Kodachi-Kata der Hokushin Ittô-Ryû Hyôhô beinhaltet genau so einen Wechsel. Natürlich ist der Kodachi-Einsatz auch mit wesentlich mehr Körpereinsatz verbunden, sprich Tai-atari. Und da kann es dann von Vorteil sein, das Kurzschwert rasch von einer in die andere Hand zu wechseln.


    Grundsätzlich gilt: Keine Regel ohne Ausnahme. Aber der Kontext ist entscheidend. Und wenn man diesen in Betracht zieht, ist eben das Ziehen mit links in jap. Schwert-KK eine absolute Seltenheit.


    Mal schauen, ob ich Videos zu beschriebenen Techniken finde. Ich glaube, da gabs mal was. Aber diese Techniken gelten meist nicht als Omote (verständlicherweise) und kommen somit bei Enbu nur spärlich zur Vorführung.


    Hoffenlich konnte ich mit diesen Ausführungen etwas weiterhelfen.

    OK, da hast du offenbar etwas gründlich falsch verstanden.


    Die Offenheit der Hokushin Ittô-ryû Hyôhô begründet sich erstens auf die historische Tatsache, dass der Stifter und 1. Sôke des Chiba-Dôjô, Chiba Sadakichi Masamichi begann, auch fähige Männer ausserhalb des Bushi-Standes zu unterrichten. Er führte sogar Trainingseinheiten für Frauen und Kinder ein. Damals (1830er-Jahre) ein ungemein progressives Vorgehen, welches ihm auch grosse Kritik einbrachte. Sein Erfolg gab ihm aber schon kurze Zeit später recht. Sadakichi war der jüngere Bruder von Chiba Shûsaku Narimasa, dem Schulgründer.

    Zweitens geht die Hokushin Ittô-ryû Hyôhô völlig transparent mit ihrer Geschichte um. Siehe dazu auch den lückenlosen Stammbaum hier: http://de.hokushinittoryu.com/…8259470475549821010_o.jpg

    Lückenlose Stammbäume, wo klar ersichtlich ist, wer von wem gelernt hat, sind in der Welt der Koryû eine Seltenheit.

    Und drittens ist die Offenheit so zu verstehen, dass wir Taryû-jiai befürworten und es begrüssen, gegen Kenshi anderer Traditionen zu kämpfen.


    Die Offenheit ist und war nie so zu verstehen, dass sich diese auch auf die Lehre an sich bezieht. Das habe ich (bzw. wir) auch nie irgendwo so geschrieben.

    Man kann also nicht einfach vier Jahre lang hart und ausdauernd (;)) dem Training im Chiba-Dôjô zuschauen und dann meinen, man kann irgendetwas. Klar, kann man mal bei einem Training zuschauen. Das ist ja selbstverständlich.

    Aber das wird natürlich nur das Standard-Training sein, wo die Omote-Inhalte vermittelt werden. Beim Training für Hochgraduierte sind Zuschauer nicht zugelassen (ach, und Videos gibts davon auch nicht).


    Wenn du meinst, ein Laie könne sich Kuden abschauen(?), obwohl er nicht weiss, das es Kuden sind und dieses Gesehene dann 1:1 umsetzen, dann befindest du dich auf dem Holzweg.

    Es ist schon extrem schwierig, Kuden umzusetzen und einsetzen zu können, welche man direkt vermittelt bekommt als Hochgraduierter. Und ein Laie sollte das also auch aus einem Video nachmachen können? Nope.


    Noch kurz zurück zur Graduierung: Es ist natürlich durchaus möglich, dass z.B. ein Menkyo-kaiden Träger einer Schule relativ rasch einen vergleichbaren hohen Rang in einer anderen Schule erhält.

    Dies aber nur, weil er ja bereits ein hohes und verifizierbares Wissen der Materie an sich besitzt und somit Inhalte der „anderen“ Schule wesentlich schneller verinnerlichen kann.

    Ich hätte einiges Interessantes beizusteuern zum Thema Linkshänder beim Schwertgebrauch (aus japanischer Sicht natürlich). Aber dieser Thread ist garantiert der falsche Platz dafür.


    Wie ich ja (durchaus mit einem ironischen Zwinkern) schrieb, muss ich bei solch einem Bild einfach ein klein wenig meckern.

    Wir haben hier ja einige "kantige" Mitglieder, die hoffentlich die Ironie sehen können. Insbesondere, weil sie ja selbst gerne mal meckern. :D